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Neuer Trend - Aussortieren älterer Mitarbeiter ?

20. April um 8:23

Gestern, bei einer Familienfeier, wurde natürlich auch ein bisschen smalltalk betrieben.

Ein Gesprächsthema war die anscheinend jetzt "neue Mode", dass große Firmen sich bevorzugt von älteren Arbeitnehmern trennen möchten. Z.B. der Autokonzern Ford, der bereits Mitarbeitern ab 50 Jahren (!), die ja eigentlich noch etliche Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hätten, Angebote über Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand machen möchte. Auch bei anderen großen Konzernen, Audi, VW, SAP, Bayer und wie sie alle heißen, gibt es ähnliche Bestrebungen. 
Ich finde das schon seltsam, da man doch dauernd nach "Fachkräften" schreit. 
Als wenn man den "Älteren" nicht mehr viel zutraut ?

Durch den demographischen Wandel ist es nun mal so, dass die Arbeitnehmerschaft älter wird.
Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?


Was fällt Euch dazu ein ?


Bei einigen Behörden im öffentlichen Dienst wurde die Altersteilzeit schon vor einigen Jahren komplett abgeschafft...

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20. April um 9:09

Also bei uns ( drittgrößter Autozulieferer ) ist das genau andersrum ! Wir haben ein Program das nennt sich senior Professionals und da wird Rentnern die Möglichkeit gegeben Ihre Erfahrungen auch nach dem " Rentenalter " einzubringen bzw länger zu arbeiten .

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20. April um 9:30
In Antwort auf markusaurelius68

Also bei uns ( drittgrößter Autozulieferer ) ist das genau andersrum ! Wir haben ein Program das nennt sich senior Professionals und da wird Rentnern die Möglichkeit gegeben Ihre Erfahrungen auch nach dem " Rentenalter " einzubringen bzw länger zu arbeiten .

Das ist dann auf 450-Euro-Basis ?

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20. April um 9:38
In Antwort auf daphne0105

Das ist dann auf 450-Euro-Basis ?

Das weiß ich nicht genau ! Aber ich glaub es fast nicht das es auf 450€ begrenzt ist .

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20. April um 10:25

@Markusaurelius...Ich glaube schon, dass das auf 450-Euro-Basis ist ! Das gibt es bei uns auch...Das dürfen die Rentner nämlich steuerfrei hinzu verdienen. Wir sind froh über die, die uns helfen. Die sind ja meist auch erst kurz weg, fit und noch gut drin in der Materie  

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20. April um 10:38
In Antwort auf daphne0105

@Markusaurelius...Ich glaube schon, dass das auf 450-Euro-Basis ist ! Das gibt es bei uns auch...Das dürfen die Rentner nämlich steuerfrei hinzu verdienen. Wir sind froh über die, die uns helfen. Die sind ja meist auch erst kurz weg, fit und noch gut drin in der Materie  

Fällt mir grad ein : Ein Kollege arbeitet zumindest fürs nächste halbe Jahr Vollzeit ! Der ging in Rente und vier Wochen später war er wieder da . Ob das jetzt allerdings über dieses Program läuft kann ich auch nicht sagen .

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20. April um 10:43

ich war gestern im Spreewald mit der Odeg( Ostdeutsche Bahngesellschaft Nachfolger der Reichsbahn der DDR) 

Die werben in ihrem eigenen Magazin was in den Zuegen ausliegt um Seniorenlokfuehrer weil die so grosse Probleme haben Personal zu bekommen.

Ford und Co haben noch genuegend junge Bewerber deswegen agieren sie so mit den Aelteren
Deren Gejammere um Fachkraefte ist Heuchelei. Die wollen mgl Billige nichts anderes novh mehr Newerber damit sie die Loehne druecken koennen.

Personalprobleme nehme ich erst  den AG ab die um altere AN werben

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20. April um 12:27

Naja, also ich finde es kommt auch auf die Branche an. Ich habe zwei Kolleginnen, beide 50+ die mit der modernen Technik überfordert sind. Auch Schulungen und viel erklären bringen irgendwie recht wenig, schade eigentlich. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es für unseren Betrieb theoretisch leichter wäre, die beiden würden in Altersteilzeit gehen und dafür ein Jüngerer oder halt auch einfach technisch versierterer Mensch würde deren Stunden zum Teil übernehmen. Es hilft halt auch den anderen Mitarbeitern nichts, wenn die zwei nun die Hälfte der Arbeit liegen lassen, weil sie damit nicht zurecht kommen.

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20. April um 14:49
In Antwort auf smitee1

Naja, also ich finde es kommt auch auf die Branche an. Ich habe zwei Kolleginnen, beide 50+ die mit der modernen Technik überfordert sind. Auch Schulungen und viel erklären bringen irgendwie recht wenig, schade eigentlich. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es für unseren Betrieb theoretisch leichter wäre, die beiden würden in Altersteilzeit gehen und dafür ein Jüngerer oder halt auch einfach technisch versierterer Mensch würde deren Stunden zum Teil übernehmen. Es hilft halt auch den anderen Mitarbeitern nichts, wenn die zwei nun die Hälfte der Arbeit liegen lassen, weil sie damit nicht zurecht kommen.

Sicherlich kommt es auch auf die Branche an. Man muss die Mitarbeiter auch gut schulen. Ganz klar. Man kann aber auch nicht per Seite sagen, dass jemand über 50 nichts mehr rafft. Wenn das so ist hat dieser Mitarbeiter aber vielleicht auch mit 25 schon nichts gerafft...

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20. April um 14:51

Das hat eine Kollegin auch erzählt. Ihr Vater, gelernter Elektriker, war bei der Bundeswehr und ist mit 55 in den Ruhestand. Er hat danach aber noch ca. 20 Jahre lang eine Hausmeistertätigkeit ausgeübt, bei sich im Ort. Man ist ja normalerweise doch noch recht fit in dem Alter. Viele ältere Arbeitnehmer sind auch sehr pflicht- und verantwortungsbewusst.

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20. April um 15:19
In Antwort auf daphne0105

Sicherlich kommt es auch auf die Branche an. Man muss die Mitarbeiter auch gut schulen. Ganz klar. Man kann aber auch nicht per Seite sagen, dass jemand über 50 nichts mehr rafft. Wenn das so ist hat dieser Mitarbeiter aber vielleicht auch mit 25 schon nichts gerafft...

Per se ! Indignierter Fülltext

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21. April um 12:32
In Antwort auf daphne0105

Gestern, bei einer Familienfeier, wurde natürlich auch ein bisschen smalltalk betrieben.

Ein Gesprächsthema war die anscheinend jetzt "neue Mode", dass große Firmen sich bevorzugt von älteren Arbeitnehmern trennen möchten. Z.B. der Autokonzern Ford, der bereits Mitarbeitern ab 50 Jahren (!), die ja eigentlich noch etliche Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hätten, Angebote über Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand machen möchte. Auch bei anderen großen Konzernen, Audi, VW, SAP, Bayer und wie sie alle heißen, gibt es ähnliche Bestrebungen. 
Ich finde das schon seltsam, da man doch dauernd nach "Fachkräften" schreit. 
Als wenn man den "Älteren" nicht mehr viel zutraut ?

Durch den demographischen Wandel ist es nun mal so, dass die Arbeitnehmerschaft älter wird.
Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?


Was fällt Euch dazu ein ?


Bei einigen Behörden im öffentlichen Dienst wurde die Altersteilzeit schon vor einigen Jahren komplett abgeschafft...

Wie können langjährige Mitarbeiter so einfach entlassen werden? Da müssten doch hohe Abfindungen gezahlt werden?! So grundlos aufgrund des Alters ist es doch nicht so einfach, oder sehe ich das zu naiv?! 
Wir sind wohl nicht groß genug, bei uns arbeiten Ü60 Mitarbeiter und bleiben bis zur Rente. Zum Glück! Unbefristet heißt auch noch unbefristet!

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21. April um 12:38

Wobei, wenn ich da an mich und meinen alten AG denke....dem war ich auch zu teuer nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit. Er wehrte sich mit Händen und Füßen, als ich nach 8 Jahren Elternzeit wieder kommen wollte. Er hatte eine billigere Arbeitskraft eingestellt. Naja, so kostete ich ihn einen guten 5 stelligen Betrag als ich dann wirklich ging! Das ließ ich mir selbstverständlich nicht bieten!

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21. April um 17:29

@Skadiru: diese Mitarbeiter bekommen schon gute Angebote.

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21. April um 17:32
In Antwort auf smitee1

Naja, also ich finde es kommt auch auf die Branche an. Ich habe zwei Kolleginnen, beide 50+ die mit der modernen Technik überfordert sind. Auch Schulungen und viel erklären bringen irgendwie recht wenig, schade eigentlich. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es für unseren Betrieb theoretisch leichter wäre, die beiden würden in Altersteilzeit gehen und dafür ein Jüngerer oder halt auch einfach technisch versierterer Mensch würde deren Stunden zum Teil übernehmen. Es hilft halt auch den anderen Mitarbeitern nichts, wenn die zwei nun die Hälfte der Arbeit liegen lassen, weil sie damit nicht zurecht kommen.

Um welchen Beruf handelt es sich? 

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21. April um 17:36
In Antwort auf evaeden

Um welchen Beruf handelt es sich? 

In der Luftfahrt. Also schon verantwortungsvoller Job.

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21. April um 21:29
In Antwort auf smitee1

In der Luftfahrt. Also schon verantwortungsvoller Job.

Piloten gehen ja sowieso schon zeitig in die Rente oder fliegen dann nicht mehr. 

Beim fliegen spielt allerdings Erfahrung und Routine auch eine grosse Rolle. 

 

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21. April um 21:48
In Antwort auf evaeden

Piloten gehen ja sowieso schon zeitig in die Rente oder fliegen dann nicht mehr. 

Beim fliegen spielt allerdings Erfahrung und Routine auch eine grosse Rolle. 

 

Gibt ja auch noch andere Bereiche als das Cockpit. Die Erfahrung und Routine bringt aber nichts wenn man nicht mit der Zeit mitgehen kann.

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21. April um 21:55

Kommt drauf an wann man ins Arbeitsverhältnis eingetreten ist, war es vor 01.01.2003 gilt noch die alte Abfertigungs Regelung und das wird richtig teuer für die Firma, das ist meist ein richtig dicker Batzen Geld.

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21. April um 22:45

12 Monatsgehälter finde ich aber im besten Fall nicht gerade wenig Geld, wenn man passabel verdient.

Eine Freundin von mir hat 6 Monatsgehälter bekommen und das war schon ein ordentlicher Geldsegen.

Ich finde das viel.

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22. April um 8:44
In Antwort auf smitee1

Gibt ja auch noch andere Bereiche als das Cockpit. Die Erfahrung und Routine bringt aber nichts wenn man nicht mit der Zeit mitgehen kann.

Gerade moderne Methoden und Technologien sind wichtig. Gerade die Luftfahrt hat sich ja in den letzten 70,80 Jahren sehr verändert. Genau das Gleiche bei Autos oder generell in der Industrie. Bei fast allem eigentlich.  Man kann gar nicht anders als mit der Zeit zu gehen.

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22. April um 8:46
In Antwort auf smitee1

Kommt drauf an wann man ins Arbeitsverhältnis eingetreten ist, war es vor 01.01.2003 gilt noch die alte Abfertigungs Regelung und das wird richtig teuer für die Firma, das ist meist ein richtig dicker Batzen Geld.

Abfertigungsregel...Das klingt irgendwie so "entmenschlicht"...

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22. April um 8:49

Ja; das gibt es. Mein Freund hat mir erzählt; dass sie im Amt irgendwann nach und nach mit Rechnern ausgestattet wurden. Eine ältere Mitarbeiterin; diese hatte nur noch 1-2 Jahre bis zur Rente, hat sich geweigert das noch mitzumachen, und hat nach wie vor ihre Schreibmaschine benutzt. Man hat sie auch gewähren lassen. Manche sind einfach nicht bereit oder in der Lage, neue Wege zu beschreiten.

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22. April um 8:53

Ich bin seit annähernd 33 in meinem Beruf und in dieser Zeit hat es auf mehreren Gebieten Änderungen gegeben, die man einfach mitmachen und umsetzen muss. Vieles ist auch besser, es sind Optimierungsprozesse. Manches wurde auch wieder rückgängig gemacht. Das Leben an sich ist ja auch einem permanenten Wandel unterworfen, und so auch zum Teil das Arbeitsleben.

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22. April um 8:54
In Antwort auf daphne0105

Ich bin seit annähernd 33 in meinem Beruf und in dieser Zeit hat es auf mehreren Gebieten Änderungen gegeben, die man einfach mitmachen und umsetzen muss. Vieles ist auch besser, es sind Optimierungsprozesse. Manches wurde auch wieder rückgängig gemacht. Das Leben an sich ist ja auch einem permanenten Wandel unterworfen, und so auch zum Teil das Arbeitsleben.

Ich werfe noch ein "Jahren" nach.

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22. April um 10:06

Interessant.

In meinem Fall wechselte allein während meiner Elternzeit 2x der Inhaber. Dadurch, dass ich in EZ war, konnte mir keiner kündigen und ich wurde jeweils unbefristet übernommen. Bei mir galt mein Arbeitsvertrag von 1997! Ergo war der letzte AG bzw Besitzer der gearschte...wobei, warum?Er hatte selber Schukd! Dieser allerdings leitete diese Firma bzw Filiale seit Eröffnung 98 als Marktleiter und zuletzt halt als Eigentümer, weil 2012privatisiert wurde. Während meine Kollegen ab da einen befristeten neuen Vertrag bekamen, blieb meiner unangetastet. Dazu kam, dass er versäumte mir meinen Urlaub in der Elternzeit zu kürzen (man hat Anrecht auf seinen vollen Urlaub während der EZ, in meinen Fall 36 Tage/Jahr, den er kürzen darf). Als noch nicht privatisiert war, konnte man in den 16 unabhängigen Filialen wechseln. Habe insgesamt 8 oder 9 kennengelernt aber fest angestellt war ich erst 6 Jahre in einer, die 1997 eröffnete und seit 2003 bei ihm. Hatte mich versetzen lassen als sie mich da haben wollten. 
Bin dann 2017 nicht zu ihm zurück (er hätte Null Chancen gehabt, wenn ich da wirklich wieder hingewollt hätte, hätte ich das Recht auf meiner Seite gehabt aber wer weiß, ob er mir nicht was untergeschoben hätte, um mich los zu werden). Sondern fing in einer der "16 Filialen" an, die aber auch privatisiert wurde im selben Jahr wie alte Stelle. Mein alter AG verkaufte dann 2018 und spätestens da hätte auch ich einen neuen (Zeit)Vertrag von den neuen Inhabern bekommen, wie ihn meine ehemaligen Kollegen alle wiedermal bekamen. Insgesamt, trotz Privatisierung, gehören wir zu einem Konzern mit knapp 4000 Filialen. 
Trotzdem wird man Mitarbeiter nicht soooo einfach los, wenn sie sich nichts zu schulden kommen lassen. Aber die Lücke ist die mit dem Besitzerwechsel, dann dürfen sie neue Verträge abschließen.
Ich hab mich übrigens nicht verschlechtert in meinem Stundenlohn und habe weiterhin 36 Urlaubstage, obwohl sie nur 24 vergeben bräuchten.

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22. April um 10:48
In Antwort auf skadiru

Interessant.

In meinem Fall wechselte allein während meiner Elternzeit 2x der Inhaber. Dadurch, dass ich in EZ war, konnte mir keiner kündigen und ich wurde jeweils unbefristet übernommen. Bei mir galt mein Arbeitsvertrag von 1997! Ergo war der letzte AG bzw Besitzer der gearschte...wobei, warum?Er hatte selber Schukd! Dieser allerdings leitete diese Firma bzw Filiale seit Eröffnung 98 als Marktleiter und zuletzt halt als Eigentümer, weil 2012privatisiert wurde. Während meine Kollegen ab da einen befristeten neuen Vertrag bekamen, blieb meiner unangetastet. Dazu kam, dass er versäumte mir meinen Urlaub in der Elternzeit zu kürzen (man hat Anrecht auf seinen vollen Urlaub während der EZ, in meinen Fall 36 Tage/Jahr, den er kürzen darf). Als noch nicht privatisiert war, konnte man in den 16 unabhängigen Filialen wechseln. Habe insgesamt 8 oder 9 kennengelernt aber fest angestellt war ich erst 6 Jahre in einer, die 1997 eröffnete und seit 2003 bei ihm. Hatte mich versetzen lassen als sie mich da haben wollten. 
Bin dann 2017 nicht zu ihm zurück (er hätte Null Chancen gehabt, wenn ich da wirklich wieder hingewollt hätte, hätte ich das Recht auf meiner Seite gehabt aber wer weiß, ob er mir nicht was untergeschoben hätte, um mich los zu werden). Sondern fing in einer der "16 Filialen" an, die aber auch privatisiert wurde im selben Jahr wie alte Stelle. Mein alter AG verkaufte dann 2018 und spätestens da hätte auch ich einen neuen (Zeit)Vertrag von den neuen Inhabern bekommen, wie ihn meine ehemaligen Kollegen alle wiedermal bekamen. Insgesamt, trotz Privatisierung, gehören wir zu einem Konzern mit knapp 4000 Filialen. 
Trotzdem wird man Mitarbeiter nicht soooo einfach los, wenn sie sich nichts zu schulden kommen lassen. Aber die Lücke ist die mit dem Besitzerwechsel, dann dürfen sie neue Verträge abschließen.
Ich hab mich übrigens nicht verschlechtert in meinem Stundenlohn und habe weiterhin 36 Urlaubstage, obwohl sie nur 24 vergeben bräuchten.

Mir ist die Kette auch sympathisch, für die Du arbeitest ! Sie haben, wie ich finde, auch recht viel Personal 

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22. April um 11:19
In Antwort auf daphne0105

Mir ist die Kette auch sympathisch, für die Du arbeitest ! Sie haben, wie ich finde, auch recht viel Personal 

..ja, allein in unserer Filiale sind wir knapp 100 MitarbeiterInnen. Gibt natürlich solche und solche Läden aber unserer genießt einen guten Ruf, was Service und Freundlichkeit betrifft. Haben faire Chefs, die uns zu motivieren wissen. Wenn das schon mal stimmt, arbeitet man doppelt so gerne. Ich fahre sogar für 2 Std mal eben hin, um zu helfen, oder wir ziehen mal von 5-16h durch ohne Pause, grad Samstag von 4 Kollegen gemacht, sie fragen anständig, bedanken sich dafür und frei Wünsche werden zu 99,9% erfüllt. Ein Geben und Nehmen

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22. April um 12:11
In Antwort auf daphne0105

Gestern, bei einer Familienfeier, wurde natürlich auch ein bisschen smalltalk betrieben.

Ein Gesprächsthema war die anscheinend jetzt "neue Mode", dass große Firmen sich bevorzugt von älteren Arbeitnehmern trennen möchten. Z.B. der Autokonzern Ford, der bereits Mitarbeitern ab 50 Jahren (!), die ja eigentlich noch etliche Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hätten, Angebote über Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand machen möchte. Auch bei anderen großen Konzernen, Audi, VW, SAP, Bayer und wie sie alle heißen, gibt es ähnliche Bestrebungen. 
Ich finde das schon seltsam, da man doch dauernd nach "Fachkräften" schreit. 
Als wenn man den "Älteren" nicht mehr viel zutraut ?

Durch den demographischen Wandel ist es nun mal so, dass die Arbeitnehmerschaft älter wird.
Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?


Was fällt Euch dazu ein ?


Bei einigen Behörden im öffentlichen Dienst wurde die Altersteilzeit schon vor einigen Jahren komplett abgeschafft...

" Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?

Was fällt Euch dazu ein ? "

der jugendwahn. dazu kommt noch der digitale wandel, der auch die unternehmen betrifft. die babyboomer sind in einer zeit aufgewachsen, als die kommunikation bei weitem nicht so vernetzt und digitalisiert war, wie heute. das prägt natürlich auch das bewusstsein.

die zukünftigen zielgruppen der unternehmen werden aber einer anderen generation angehören, für die die vernetzte kommunikation eine art "naturzustand" ist. (siehe auch, wieviele über social media permenanten kommunizieren, das smartphone ist schon fast ein "körperteil"

insofern ist der kurzfristige schluss der unternehmen: wir müssen die mentalität der mitarbeiter an den zeitgeist anpassen. sonst sprechen wir nicht mehr ihre "sprache". ist natürlich fatal.

vermutlich haben consultants hier schöne powerpoint-folien mit zahlen, daten, fakten ausgearbeitet: unternehmen xy - 2050. und die unternehmensführungen dies dann als neue strategie ausgegeben.

 

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22. April um 13:25
In Antwort auf daphne0105

Gerade moderne Methoden und Technologien sind wichtig. Gerade die Luftfahrt hat sich ja in den letzten 70,80 Jahren sehr verändert. Genau das Gleiche bei Autos oder generell in der Industrie. Bei fast allem eigentlich.  Man kann gar nicht anders als mit der Zeit zu gehen.

" Gerade moderne Methoden und Technologien sind wichtig. "

ob man das pauschal so sagen kann?
beim thema KI kann man das z.B. schon kritisch sehen (und dessen siegeszug ist nicht aufzuhalten, zu viele vorteile).

letztendlich wird es in zukunft möglich sein, einen nicht geringen teil der jobs durch digitale system zu ersetzen. und zwar nicht nur einfache jobs, sondern auch hochqualifizierte. von controlling über steuern bis hin zu sachbearbeitertätigkeiten. und sogar strategien werden in zukunft von KI unterstützen systemen übernommen werden können.
heute schon werden z.T. 30% der journalistischen texte (allerweltsmeldungen) von KI-systemen erstellt. programme können sogar romane schreiben (die durchaus lesbar sind). komplette marketing-kampagnen werden z.T. durch KI erstellt und produziert (z.B: beim IBM). es gibt auch schon bauroboter, die in der lage sind, z.T: mauern hochzuziehen etc. das sind also keine zukunfts-horror-szenarien. sondern die gegenwart. und das wird sich rasant entwickeln (technologie entwickelt sich exponential, nicht linear). d.h keiner kann sagen, was in 5 oder 10 jahren ist.

da fragt sich: warum ist der einsatz von technologien wichtig, wenn sie letztendlich den menschen mehr und mehr überflüssig macht?
moderne technologien zielen vor allem auf eines ab: arbeit effektiver zu machen, zu beschleunigen. und zu verbilligen. das heißt auch: personalkosten reduzieren. arbeitsplätz abschaffen.

wer kritiklos technologie positiv sieht, der befürwortet auch umfassende umwälzungen in der gesellschaft, die wohl eher überwiegend negativ ausfallen werden.

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23. April um 8:32
In Antwort auf daphne0105

Gestern, bei einer Familienfeier, wurde natürlich auch ein bisschen smalltalk betrieben.

Ein Gesprächsthema war die anscheinend jetzt "neue Mode", dass große Firmen sich bevorzugt von älteren Arbeitnehmern trennen möchten. Z.B. der Autokonzern Ford, der bereits Mitarbeitern ab 50 Jahren (!), die ja eigentlich noch etliche Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hätten, Angebote über Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand machen möchte. Auch bei anderen großen Konzernen, Audi, VW, SAP, Bayer und wie sie alle heißen, gibt es ähnliche Bestrebungen. 
Ich finde das schon seltsam, da man doch dauernd nach "Fachkräften" schreit. 
Als wenn man den "Älteren" nicht mehr viel zutraut ?

Durch den demographischen Wandel ist es nun mal so, dass die Arbeitnehmerschaft älter wird.
Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?


Was fällt Euch dazu ein ?


Bei einigen Behörden im öffentlichen Dienst wurde die Altersteilzeit schon vor einigen Jahren komplett abgeschafft...

naja, Angebote über Altersteilzeit sind ja erst einmal Angebote.

Außerdem gibt es so etwas wie "Altersteilzeitgesetz", was zwar optional ist, ob der Arbeitgeber so etwas anbietet, aber wenn dann ist es eine (staatlich geförderte) Vergünstigung für die Arbeitnehmer, also verstehe ich den Tenor Deines Beitrages irgendwie nicht.

Meinst Du irgendjemand möchte Mütter und Väter oder pflegende Angehörige  "aussortieren" wenn man denen Teilzeitmodelle anbietet?!?

Das Gegenteil ist der Fall. Mit solchen Modellen können auch diejenigen einem Job nachgehen, die eine Vollzeittätigkeit nicht ausüben können oder wollen. Wenn sie das möchten.

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23. April um 9:15
In Antwort auf avarrassterne1

naja, Angebote über Altersteilzeit sind ja erst einmal Angebote.

Außerdem gibt es so etwas wie "Altersteilzeitgesetz", was zwar optional ist, ob der Arbeitgeber so etwas anbietet, aber wenn dann ist es eine (staatlich geförderte) Vergünstigung für die Arbeitnehmer, also verstehe ich den Tenor Deines Beitrages irgendwie nicht.

Meinst Du irgendjemand möchte Mütter und Väter oder pflegende Angehörige  "aussortieren" wenn man denen Teilzeitmodelle anbietet?!?

Das Gegenteil ist der Fall. Mit solchen Modellen können auch diejenigen einem Job nachgehen, die eine Vollzeittätigkeit nicht ausüben können oder wollen. Wenn sie das möchten.

hab gerade nachgelesen, die staatliche Förderung ist inzwischen wohl entfallen bzw. läuft aus, wenn ich das richtig verstanden habe.

Dennoch, ich bin inzwischen auch in einem Alter, wo ich den einen oder anderen in Altersteilzeit kenne Und die sehen das alle als eine MÖGLICHKEIT, wo sie dankbar für die Option / das Angebot sind, dass sie das so machen KÖNNEN und sich darüber freuen, dass das bei ihnen geht ^^

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23. April um 10:52

ich habe gerade mal die beiden Kollegen von mir gefragt, die mit 50+ von Vollzeit auf Teilzeit (also konkret: 4-Tage-Woche ) umgestiegen sind, die haben das ohne Angebot von unserer Firma gemacht.
Meine Schwiegermutter ist in den Vorruhestand gegangen, auch ohne Angebot von der Firma.

Die alle hätten sich sicher gefreut, wenn es da ein Angebot mit einem Bonus vom AG und / oder vom Staat obendrauf gegeben hätte - ohne das als "Aussortieren" zu empfinden.

Mich verwirrt Deine Sicht darauf immer noch @daphne.

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23. April um 11:26
In Antwort auf daphne0105

Gestern, bei einer Familienfeier, wurde natürlich auch ein bisschen smalltalk betrieben.

Ein Gesprächsthema war die anscheinend jetzt "neue Mode", dass große Firmen sich bevorzugt von älteren Arbeitnehmern trennen möchten. Z.B. der Autokonzern Ford, der bereits Mitarbeitern ab 50 Jahren (!), die ja eigentlich noch etliche Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hätten, Angebote über Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand machen möchte. Auch bei anderen großen Konzernen, Audi, VW, SAP, Bayer und wie sie alle heißen, gibt es ähnliche Bestrebungen. 
Ich finde das schon seltsam, da man doch dauernd nach "Fachkräften" schreit. 
Als wenn man den "Älteren" nicht mehr viel zutraut ?

Durch den demographischen Wandel ist es nun mal so, dass die Arbeitnehmerschaft älter wird.
Sind die "Babyboomer", also die geburtenstarken Jahrgänge, die so Mitte der 1950er bis Ende 1960er Jahren geboren sind, nicht mehr gefragt ?


Was fällt Euch dazu ein ?


Bei einigen Behörden im öffentlichen Dienst wurde die Altersteilzeit schon vor einigen Jahren komplett abgeschafft...

Ich finde es sehr traurig. Denn man braucht Sie einfach, da sie einen anderen Blickwinkel und wie gesagt die Erfahrung mitbringen. Aber man muss realisitisch sein, die Welt ist so dynamisch, Internet und Co. und selbst mit 50 komm da nicht mehr so schnell mit, obwohl ich mit dynamischen Medien zutun haben. gegenseitige Rücksicht finde ich da sehr wichtig und angebracht, damit niemand zu kurz kommt

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24. April um 10:50
In Antwort auf avarrassterne1

hab gerade nachgelesen, die staatliche Förderung ist inzwischen wohl entfallen bzw. läuft aus, wenn ich das richtig verstanden habe.

Dennoch, ich bin inzwischen auch in einem Alter, wo ich den einen oder anderen in Altersteilzeit kenne Und die sehen das alle als eine MÖGLICHKEIT, wo sie dankbar für die Option / das Angebot sind, dass sie das so machen KÖNNEN und sich darüber freuen, dass das bei ihnen geht ^^

also ich waere froh wenn ich dann iwann spaeter in Altersteilzeit koennte.

Ich glaube viele sind auch recht gluecklich dass es noch geht.

Das aendert natuerlich nichts an der Firmentendenz Alte durch Junge zu ersetzen.

Aber vermutlich kommen sie auch dmit dem Wunsch evt sogar der Mehrheit der Aelteren entgegen— solange finanziell alles sitzt.
 

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24. April um 11:41
In Antwort auf avarrassterne1

ich habe gerade mal die beiden Kollegen von mir gefragt, die mit 50+ von Vollzeit auf Teilzeit (also konkret: 4-Tage-Woche ) umgestiegen sind, die haben das ohne Angebot von unserer Firma gemacht.
Meine Schwiegermutter ist in den Vorruhestand gegangen, auch ohne Angebot von der Firma.

Die alle hätten sich sicher gefreut, wenn es da ein Angebot mit einem Bonus vom AG und / oder vom Staat obendrauf gegeben hätte - ohne das als "Aussortieren" zu empfinden.

Mich verwirrt Deine Sicht darauf immer noch @daphne.

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