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Netzcommunities vs. lokale Beratung

19. Oktober 2017 um 14:13

Inwiefern können Onlineforen lokale Beratung und Psychotherapie ersetzen?

Ich bin Rieke 27, schreibe zur Zeit meine Abschlussarbeit über das Thema "Einsamkeit in der Gesellschaft". Ein Interview mit einem Psychiater habe ich bereits geführt. Gerne würde ich über die Zukunft von Selbsttherapie in Online-Foren wie gofeminin schreiben und Vor- und Nachteile mit einer klassischen Face-To-Face Therapie vergleichen. 
Wer hat Interesse mir ein wenig seine Beweggründe zu erzählen welche Problematik Euch zu dieser Seite geleitet hat und warum Ihr die Diskussion und Kommunikationmit anderen gerade online sucht? (und nicht zu einem freund oder lokalen Psychologen geht)..Der Psychater, mit dem ich ein Interview bereits geführt habe, ist bereit eure beweggründe zu analysieren und zu kommentieren wenn ihr das möchtet. 
Es bleibt alles natürlich annonym. 
Liebe Grüße Rieke 

 

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19. Oktober 2017 um 15:14

Inwiefern können Onlineforen lokale Beratung und Psychotherapie ersetzen?

Gar nicht, aber das liegt nicht daran, dass das eine virtuell ist und das andere "lokal". Aber daran, dass Laien keine Fachleute sind und gerade im psych. Bereich mehr Vorurteil als Wissen in Foren zu finden ist.
Ok, sind Fachleute auch nicht frei davon, aber wenn ich mir das Bein kompliziert gebrochen habe und es darum geht, wieder gut laufen zu können, gehe ich zum Physiotherapeuten und frage bestimmt nicht in einem Forum, wie sehr und wie ich das Bein jetzt wieder belasten soll. Wenn ich ein Haus bauen möchte, lass ich mir die Statik jetzt auch nicht von Laien bei gofem berechnen - usw. Klar kann ich bei gofem auch zufällig den brilliantesten Architekten des Landes erwischen, dem gerade fad ist und der deswegen mein Häuschen in Spe mal eben durchplant und klar kann ich auch bei einem Architekturbüro ins Klo greifen - ich nehm trotzdem das Architekturbüro

Virtuelle Therapie (also Therapie über einen "anderen Kanal" als "vor Ort" hingegen dürfte nicht nur Vorteile haben - aber für viele könnten aus meiner Sicht die Vorteile überwiegen.

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19. Oktober 2017 um 15:21
In Antwort auf annarieke

Inwiefern können Onlineforen lokale Beratung und Psychotherapie ersetzen?

Ich bin Rieke 27, schreibe zur Zeit meine Abschlussarbeit über das Thema "Einsamkeit in der Gesellschaft". Ein Interview mit einem Psychiater habe ich bereits geführt. Gerne würde ich über die Zukunft von Selbsttherapie in Online-Foren wie gofeminin schreiben und Vor- und Nachteile mit einer klassischen Face-To-Face Therapie vergleichen. 
Wer hat Interesse mir ein wenig seine Beweggründe zu erzählen welche Problematik Euch zu dieser Seite geleitet hat und warum Ihr die Diskussion und Kommunikationmit anderen gerade online sucht? (und nicht zu einem freund oder lokalen Psychologen geht)..Der Psychater, mit dem ich ein Interview bereits geführt habe, ist bereit eure beweggründe zu analysieren und zu kommentieren wenn ihr das möchtet. 
Es bleibt alles natürlich annonym. 
Liebe Grüße Rieke 

 

P.S.: wenn der Gegenpart schon ein Psychiater ist: eine "Netzcommunity" kann mir auch keine Medikamente verschreiben ^^

Es ist oftmals eher so, dass in Foren diejenigen landen, für die die Hemmschwelle zum Besuch beim Doc noch zu hoch ist, weil die meisten Menschen nun einmal auf "ist doch nur im Kopf" und "muss man sich mal zusammenreißen" etc. dressiert sind und psych. Krankheiten zu wenig ernst nehmen - Betroffene zu oft inklusive.
Oder es landen die in Foren, bei denen die "lokale Therapie" nicht hilft und die vor Verzweiflung nicht mehr weiter wissen.
Menschen, die das als annähernd gleichwertige Option betrachten, sind da eher die Ausnahme, denke ich.

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