Home / Forum / Gesellschaft & Leben / Muhammed Prophet der Barmherzigkeit

Muhammed Prophet der Barmherzigkeit

20. Juli 2008 um 13:17

Vom Begriff der Barmherzigkeit im Qur'an
Die erste Sura des Qur'an beinhaltet zwei der Schönsten Namen Allahs: "Ar-Rahman" (der Allerbarmer) und "Ar-Rahim" (der Barmherzige). Somit beginnt das Buch Allahs mit der Barmherzigkeit und wird mit verschiedenen Begriffsinhalten an mehreren Stellen des Qur'an erwähnt. Die Rechtsgelehrten geben folgende Erläuterungen für den Begriff der verschiedenen Barmherzigkeitsformen im Qur'an, wobei zu bemerken ist, daß in der deutschen Übersetzung manchmal das Wort "Gnade" für "Barmherzigkeit" verwendet wird...

2
Muhammad, Prophet der Barmherzigkeit
Vorwort Alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten, und Segen und Friede auf Muhammad, Seinem Diener und Gesandten, sowie auf allen Menschen, die an seine Botschaft glauben und ihm folgen bis zum Tage des Jüngsten Gerichts. In ihrem Buch "Und Muhammad ist sein Prophet"1 schreibt Annemarie Schimmel folgende Passagen: "Es muß festgehalten werden, daß Muhammad niemals irgendwelche übermenschliche Qualitäten für sich behauptet hat. Er
wollte nichts sein als "ein Diener, dem offenbart worden ist", und
wenn man ihn aufforderte, Wunder zu vollbringen, so wies er auf
den Qur'an hin, daß er ihn seinem Volke in klarer arabische
Sprache verkündet hatte, war das einzige große Wunder seiner
Laufbahn.2 Der Qur'an stellte fest, daß er an Menschen wie Dschinnen3 gesandt war, und mancherlei Anspielungen auf
geheimnisvolle Ereignisse dienten den Kommentatoren und volkstümlichen Predigern dazu, den Propheten mit zahlreichen
Wundergeschichten zu umgeben. Es sind diese Erzählungen, die den eigentlichen Kern der hohen und volkstümlichen Literatur, vor

allem aber der Poesie bilden, wie sie im Laufe der Jahrhunderte über Muhammad geschrieben wurde.
Aber der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, selbst wußte, daß er nur der Mittler des Auftrages war. Wenn seine mekkanischen Landsleute ihn aufforderten, seine Sendung durch Wunder zu beglaubigen, so wurde ihm eingegeben: Wahrlich, wenn sich auch Menschen und Dschinnen zusammentäten, um einen Qur'an wie diesen hervorzubringen, sie brächten keinen gleichen hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden.4
Es ist daher nicht angängig, jedenfalls theologisch und phänomenologisch nicht. Muhammad und Jesus zu vergleichen.5 Muhammad wußte, und wurde durch die qur'anische Offenbarung immer wieder daran gemahnt, daß er nur ein Mensch war. dessen einziger Vorzug darin bestand, daß ihm Offenbarung zuteil geworden war. Sprich: >Ich bin nur ein Mensch wie ihr; offenbart ward mir, daß euer Gott ein einziger Gott ist.<, heißt es in Sura 41:6, und bei anderer Gelegenheit wird ihm eingegeben: Sprich: >Und nicht sage ich zu euch: Bei mir sind Allahs Schätze, auch nicht Ich weiß das Verborgene, auch sage ich nicht Ich bin ein Engel.6
Trotzdem aber finden sich im Qur'an Stellen, die auf seine exzeptionelle Rolle hindeuten: er ist als Barmherzigkeit für die Welten gesandt7, und Allah und die Engel segnen ihn.8 Denn er ist

wahrlich von edler Natur.9 Mehrfach findet sich der Befehl: Gehorcht Allah und gehorcht Seinem Gesandten! oder ähnliche Formulierungen.
Aus diesen und ähnlichen Sätzen im Qur'an entwickelte sich bald eine weit über das Normalmaß hinausgehende Verehrung des Propheten, und kleine Qur'anische Hinweise wurden im Laufe der Zeit zu weitgespannten Erzählungen und wundersamen Legenden ausgesponnen, die mehr und mehr das Bild des historischen Muhammad mit einem bunten Lichtschleier umwoben. Es scheint zunächst der Gehorsam zu sein, den man dem Propheten schuldet, der eine wichtige, vielleicht sogar die zentrale Rolle in der Entwicklung der islamischen Frömmigkeit spielte. Sagt doch Sura 3:30: Sprich: >Wenn ihr mich liebt, folgt mir, dann wird Allah euch lieben und euere Sünden vergeben. Wahrlich Allah ist vergebend, barmherzig.<"10
Aus Liebe zum Propheten (a.s.s.) und in Erwartung der Liebe Allahs, habe ich das vorliegende Thema bearbeitet, für dessen Stoff primär der Titel "Lexikon der Sira"11 zugrunde liegt. Darüber hinaus wurde im Vorspann ein Kapitel über das "Umfeld der Geschichte", die sich auf dem Gebiet um Makka abgespielt hat, hinzugefügt. Zu diesem Umfeld gehörten u.a.: Das Persische Reich, das


Byzantinische Reich und der Yemen12, die im Dasein der jungen islamischen Gemeinde eine Rolle gespielt haben. Am Schluß steht ein Abschnitt über die "Lage der islamischen Nation13 nach dem Tod des Propheten Muhammad", um dem Leser zu zeigen, daß der Islam mit dem Ableben seines Propheten kein Ende fand, sondern sich ausbreitete und mit Allahs Willen bis heute ausbreitet.
Mit dieser Untersuchung hoffe ich, einen sachlichen und gerechten Beitrag zur Wahrheitsfindung in Bezug auf die Biographie unseres großartigen Propheten geleistet zu haben, und zwar gerade auf europäischem Boden, von dem aus einst die Kreuzzüge aufbrachen, um das göttliche Licht im Islam zu löschen.


http://al-iman.net/books/muhammed%20P%20d%20B.pdf

Mehr lesen

20. Juli 2008 um 13:49

Mohammed ist alles anderes als barmherzig aus westlicher Sicht
Mohammed hat unter anderem Kriege geführt (kein Pazifist) und einen Judenstamm umbringen lassen (nicht jemand der Gewalt verurteilt). Das sind Fakten die man nicht verleugnen, auch nicht wenn man Muslim ist.

Barmherzig im "westlichen Sinn" ist er damit nicht, vielleicht aber im islamischen Sinn?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass anscheinend Muslime und Westler etwas komplett anderes unter Frieden, Freiheit, Barmherzigkeit verstehen.

Gefällt mir

20. Juli 2008 um 15:06

Von den Wundern des Propheten Muhammad [a.s.s.]
Die Wunder des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, sind göttliche Lichter für die Menschheit, welche die Herzen der Gläubigen besänftigen, festigen und ihnen Kraft und Standhaftigkeit verleihen; sie sind aber auch für Nicht-Muslime eine Bestätigung der Botschaft des Islam, damit sie den Weg zum Glauben mit ruhigem Herzen einnehmen mögen.
In der nachstehenden Sammlung von historisch bekannten Fällen und unter Zeugenaussagen überlieferten Beispielen wird der Beweis für die Wunder des großartigen und wahrhaftigen Propheten Muhammad, des Gesandten Allahs, Allhs Segen und Friede auf ihm, erbracht, der in seinen Aussagen und Berichterstattungen äußerst ehrlich und glaubwürdig war
http://muslim-buch.de/product_info.php/info/p84_Vo-n-den-Wundern-des-Propheten-Muhammad--a-s-s--.html/-XTCsid/478b9a5b355b246743e87b72ea923b71

Gefällt mir

20. Juli 2008 um 15:17

Fragen & Vorurteile über den Propheten Muhammad
War der Prophet (saws.) ein Frauenheld?

Eines der gängigen Vorurteile über den Propheten Muhammad (s.a.s.) besteht darin, ihn nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund abendländischer Haremsphantasien als einen Frauenheld zu bezeichnen. Gegen eine solche Sicht der Dinge sprechen unter anderem folgende Tatsachen:

I. Während Unzucht und Prostitution unter den vorislamischen Arabern weit verbreitet waren, hielt sich Muhammad (s.a.s) bekanntermaßen nicht nur nach, sondern auch vor seiner Zeit als Gesandter und Prophet, von diesen Dingen fern.

II. Muhammad (s.a.s.) heiratete mit 25 Jahren als seine erste Frau die etwa 40 jährige Witwe Khadija (r.A.a.).

III. Bis er 50 Jahre alt war, hatte er keine zweite Frau neben Khadija (r.A.a.).
IV. Alle Frauen des Propheten (s.a.s.) mit Ausnahme Aishas waren entweder geschieden oder verwitwet.

V. Oft heiratete er eine Frau aus rein sozialen Gründen, zumal eine alleinstehende Frau in der damaligen Gesellschaftsform kaum überlebensfähig war. Zudem pflegte er mit manchen Frauen dementsprechend rein platonische Beziehungen.

VI. Als "Herrscher der Muslime" hätte Muhammad (s.a.s.) insbesondere nach der Errichtung eines islamischen Staates in Madina in ... und Braus leben können und so viele Frauen haben können, wie er wollte. Im Gegensatz dazu führte der Prophet (s.a.s.) ein sehr bescheidenes Leben.

(S. dazu etwa El-Zayat, Farouk: Mütter der Gläubigen, SKD-Bavaria 1992; auch: Hamidullah, Muhammad: Der Islam, Geschichte, Religion, Kultur; Köln 1973.)

Quelle: Qalam.de




Mohamed hatte viele Frauen, war er ein Schürzenjäger?

Muhammad, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat vor der Zeit seiner
Prophetenschaft mit 25 Jahren das erste Mal geheiratet. Chadidscha war
seine erste Frau. Während ihrer 25 jährigen Ehe hatte Muhammad, Sallallahu
Alahi wa Sallam, keine andere Frauen. In dieser Zeit war es durchaus üblich,
dass ein Mann bis ca. 40 Ehefrauen und Slavinnen hatte. Der Prophet,
Sallallahu Alaihi wa Sallam, führte schon vor seiner Entsendung ein
beispielhaftes Leben an Moral und Tugend.

Als Chadidscha starb, kümmerte sich der Prophet, Sallallahu Alahi wa Sallam,
als alleinerziehender Vater um seine vier Töchter.

Danach hat der Prophet, Sallallahu Alahi wa Sallam, verschiedene Frauen
geheiratet. Keinesfalls hat er aber ein ausschweiffendes Leben geführt. Nein,
ganz im Gegenteil, der Prophet, Sallallahu Alahi wa Sallam, hat ein sehr
diszipliniertes Leben geführt.

Duch die Heirat mit verschiedenen Frauen aus verschiedenen Stämmen hat er
nicht nur die Araber geeint, sondern uns auch ein Beispiel geliefert für die
Heirat mit verwittweten Frauen, jungen Frauen, älteren Frauen, muslimischen
Frauen, nichtmuslimischen Frauen, etc.




Mohamed hat mit über 50 Jahren die 6 Jährige Aischa geheiratet, war er ein Kinderschänder?

Zur Zeit des Propheten, Sallallahu Alahi wa Sallam, war es in der arabischen
Gesellschaft üblich Mädchen sehr früh zu verheiraten, als sie eigentlich noch
Kinder waren. Die Ehe wurde aber nicht vollzogen. Nach einiger Zeit, wenn
die Kinder erwachsen waren, konnten sie selbst entscheiden, ob sie die Ehe
vollziehen wollen oder nicht. Falls sich die Frau dagegen entschied, wurde die
Ehe aufgelöst, noch bevor sie vollzogen wurde.

Die Mekkaner waren sehr darauf bedacht dem Propheten zu schaden. Was
hätte ihnen bessere passieren können als diese Gelegenheit den Propheten,
Sallallahu Alahi wa Sallam, als Kinderschänder hinstellen zu können? Sie
haben es aber nicht getan. Dies ist ein einleuchtender Beleg dafür, dass diese
frühe Heirat absolut innerhalb der allgemein akzeptierten Norm war.

Quelle: Islam-Kiosk.ch


Die junge Ehe der Aisha (ra) - Mutter der Mumin (PDF)

Auszug aus der Einleitung:

Eine erwähnenswerte Menge an Kritik im Westen konzentriert sich auf die Heirat des Propheten Muhammed (saas) mit Aisha bint Abu Bakr (ra), da sie in einem recht jungen Alter war. Unglücklicherweise gibt es einige, die sich dazu bekennen Muslime zu sein, in diesem neo-kolonialistischen Zeitalter von Smart Bombs, MTV und Big Mac, die selbst zu Kritikern geworden sind...
...Inschallah wird dieser Artikel ein Beitrag dazu, dass sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime sich bewusst machen, nicht nur objektive Tatsachen bezüglich der Heirat des Propheten (saas) mit Aisha (ra) zu betrachten, sondern auch wie sie im Lichte des Islam und der modernen Welt zu verstehen sind.

http://www.islam-verstehen.de/

Gefällt mir

20. Juli 2008 um 18:00

.....
Musst du uns denn wirklich STÄNDIG damit langweilen? Schön und gut, du glaubst dass dein Prophet so ein toller Mensch war und keiner kann dich vom Gegenteil überzeugen (obwohl es mehr als genug Beweise dafür gibt), aber bitte lass uns endlich damit in Ruhe. Du bist nicht im "Ich will missioniert werden"-Forum, also lass es sein. Außerdem werden deine copy-paste-Aktionen wohl kaum jemanden von deiner Argumentationsfestigkeit überzeugen.

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 7:12

Das....
sagt doch alles und beruht zum Großteil auf Tatsachen und nicht auf QUELLEN des Islams!!!!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Familie_Mohammeds

Abidah Du solltest auch mal Tatsachen aus dem normalen Leben bringen und nicht immer nur welche die dem Glauben entsprungen sind: GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN!!!!!!!

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 8:55
In Antwort auf safira003

Das....
sagt doch alles und beruht zum Großteil auf Tatsachen und nicht auf QUELLEN des Islams!!!!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Familie_Mohammeds

Abidah Du solltest auch mal Tatsachen aus dem normalen Leben bringen und nicht immer nur welche die dem Glauben entsprungen sind: GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN!!!!!!!

GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN!!!!!!!
Du kannst den Dir bekannten Glauben nicht mit Iman im Islam vergleichen.

Glaube mit der Nebenbedeutung des Nicht-ganz-sicher-Seins ist etwas anderes als Iman.

Der Iman ist nicht nur ein vermutendes Für-wahrscheinlich-halten,
denn das wäre bloße Vermutung sondern es ist ein Glauben mit Gewissheit.


"sagt doch alles und beruht zum Großteil auf Tatsachen und nicht auf QUELLEN des Islams!!!!!"

Der Islam sind nur Quellen des Islam, Quran und Sunna! Wikipedia interessiert da nicht.

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 9:08

Doch mit "Wundern", da hat doch Moses und Christus einiges mehr zu bieten wie Mohammed?
das einzige große Wunder war der Quran der von Allah herabgesandt wurde.
Komisch, dass die Christen früher noch das Wissen hatten, dass Mohammed, salla-llaahu alaihi wa sallam, kommen wird. Sie haben ihn schon als 12jährigen erkannt. ...
In dem Buch "Von den Wundern des Propheten Muhammad [a.s.s.]" kannst Du auch die anderen Wunder nachlesen.

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 9:39
In Antwort auf abidah1

GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN!!!!!!!
Du kannst den Dir bekannten Glauben nicht mit Iman im Islam vergleichen.

Glaube mit der Nebenbedeutung des Nicht-ganz-sicher-Seins ist etwas anderes als Iman.

Der Iman ist nicht nur ein vermutendes Für-wahrscheinlich-halten,
denn das wäre bloße Vermutung sondern es ist ein Glauben mit Gewissheit.


"sagt doch alles und beruht zum Großteil auf Tatsachen und nicht auf QUELLEN des Islams!!!!!"

Der Islam sind nur Quellen des Islam, Quran und Sunna! Wikipedia interessiert da nicht.

War ja klar...
das sowas kommen musste...

So ein Sturkopf und nichts anderse als das eigene wird angenommen, es gibt eben Menschen, die lassen sich von nichts überzeugen. Aber glaube mir es ist nicht alles immer so wie es zu sein scheint und in jedem GLAUBE (was es nicht mit Gewissheit geben kann) gibt es Dinge die nicht richtig gelaufen sind, oder zumindest heute nicht mehr richtig erscheinen. Früher war eben eine andere Zeit, ich z.B. verurteile Mohammed nicht für das wie er gelebt hat - es war einfach der Zeit entsprechend. Was man von Dir ja nicht gerade sagen kann.
Ich denke Mohammed würde heute auch ein anderes Leben führen, aber er war eben nur ein Mensch, der auch Fehler hatte.

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 10:41

Die Wunder des Propheten Muhammad (s)
Wunder !?

Allah gewährt den Propheten die Möglichkeit, durch seine Allmacht Wunder zu wirken, die ihre Sendung und ihre Botschaft unterstreichen sollen. Meist handelt es sich dabei vermutlich um Wunder auf einem Gebiet, auf dem die Augenzeugen sehr bewandert sind oder auf dem sich ihre Umgebung besonders hervortut.

* Das Ägypten der Pharaonen war für Magie berühmt; daher lag eines der Hauptwunder Mose darin, die Hofzauberer beim Kräftemessen besiegt zu haben.

* Die Zeitgenossen Jesu wurden als geschickte Mediziner angesehen, daher wurden ihm besonders viele Heilwunder zuteil, und er war sogar in der Lage, mit Allahs Erlaubnis Tote wieder zum Leben zu erwecken.

* Zur Zeit des Propheten Muhammad waren die Araber für ihre Wortgewandtheit und ihre großartige Dichtkunst bekannt; deshalb war sein wichtigstes Wunder der Koran. Trotz der im Koran selbst häufig wiederholten Herausforderung (tahaddi) konnte keiner der arabischen Dichter etwas auch nur annähernd Vergleichbares hervorbringen, auch wenn es einige seiner Gegner krampfhaft versuchten.

Im Unterschied zu den Wundertaten der anderen Propheten ist dieses Wunder jedoch weder zeitlich noch räumlich begrenzt; der Koran ist ein unaufhörliches, allumfassendes Wunder.

Im Islam gelten Wunder als Zeichen, die einem Propheten mehr Glaubwürdigkeit schenken und die Ausführung des göttlichen Planes unterstützen sollen; allerdings erfolgt hier die Trennung zwischen der Person des Offenbarungsträgers und dem Wirken Gottes noch schärfer als beispielsweise im Alten Testament. Um jeglichen Missverständnissen in dieser Hinsicht entgegenzuwirken, wurden schon früh die Wunder des Propheten Muhammad als Beweise seines Prophetentums gesammelt ('A'lam an-Nubuwwa) oder sein Leben unter diesem Gesichtspunkt geschildert (Dala'il an-Nubuwwa).

Es gibt insgesamt sechs Arten von Wundern: Irhas, Mu'giza, Karama und Ma'una (Beistand), die beiden letztgenannten können auch einem besonders frommen Diener Gottes zuteil werden, ohne jedoch einen Anspruch auf das Prophetentum anzukündigen; er selbst ist den Gesetzen eines Propheten unterworfen. Sie müssen mit guten Werken, gleichermaßen in Form von Bekanntem oder Unbekanntem, verbunden sein und in jedem Fall im Namen des rechten Glaubens geschehen.

Das Zeichen eines Lügenpropheten wird Ihana genannt, das eines Zauberers Istidrag (Betrug).

Für "prophetisches Wunder" verwendet man meist den terminus technicus Mu'giza, obwohl dieses Wort weder im Koran noch in der Sunna vorkommt; im Koran heißt das Wunder 'Aya, Zeichen, oder Burhan, Beweis. In den älteren Sunna-Werken ist auch die bereits erwähnte Bezeichnung Dala'il (an-Nubuwwa) geläufig; später setzte sich dann der Ausdruck Mu'giza durch. Mu'giza steht seitdem für das Wunder eines Propheten, das dieser nach seiner Sendung vollzogen hat.

Die Karama ist eine wundersame Tat, die Gott einem beispielhaften Gläubigen zu vollbringen erlaubt, der allerdings nicht mit dem Prophetentum bedacht wurde Eine Karama kann aber einem Propheten selbst widerfahren, indem sie noch vor seiner Sendung den "Grundstein" zu seinem Prophetentum legt (Irhas li-n-nubuwwa), z.B. als Jesus noch als Kind in der Wiege zu sprechen anhebt, um seine Mutter zu verteidigen.



Eine Mu'giza muss folgende Eigenschaften aufweisen:

1) Es muss eine Tat sein, die durch Allah erfolgt, oder einer solchen Tat entsprechen, das bedeutet: Eine Unterlassung oder das Verhindern einer Tat zählt ebenso als Wundern, wenn sich der Wille Gottes darin äußert. Der Prophet sagte einmal: "Ich werde meine Hand aufs Haupt legen, ihr aber werdet es nicht können; dies ist mein Zeichen." In diesem Fall handelt es sich beim Unvermögen der Menschen, es ihm gleichzutun, um das eigentliche Wunder.

2) Die Tat muss den gewöhnlichen Lauf der Dinge, also die physikalischen und natürlichen Gesetze, durchbrechen; auch wenn zur damaligen Zeit noch nicht alle bekannt waren und nicht alle Menschen mit den bekannten vertraut waren, darf man einen gewissen Sinn für das Übernatürliche bei den Zeitgenossen der Propheten voraussetzen. Außerdem dürfte allein die Seltenheit einer solchen Erfahrung die meisten Augenzeugen in Erstaunen versetzt haben.

3) Das Wunder ist unnachahmlich.

4) Es geht aus den Händen eines Mannes hervor, der dadurch Anspruch auf das Prophetentum erhebt und seine Mitmenschen etwas für den Glauben an Gott Erbauliches schauen lässt.

5) Das Ergebnis muss den Ankündigungen des das Wunder wirkenden Propheten entsprechen und darf nicht anders ausfallen.

6) Das Wunder selbst darf seinem unmittelbaren Urheber nicht widersprechen. Würde beispielsweise einer Eidechse die Gabe des Sprechens verliehen, die dann aber sagte: "Du bist ein Schwindler!", so würde dies nicht als Wunder gelten, sondern eher berechtigte Zweifel auf den "Wundertätigen" lenken.

7) Das Wunder muss im selben Moment vollbracht werden, in dem es angekündigt wird.


Bewertung

Bei der Fülle an Überlieferungen, die den Propheten - und somit auch seine Wundertaten - betreffen, ist es nicht verwunderlich, dass sich darunter auch Erzählungen aus dem Volksglauben eingeschlichen haben oder Äußerungen einer bestimmten Gesinnung erkennbar werden.

Besonders auffällig sind die psychologisch begründbaren Versuche mancher muslimischer Gelehrten, die Wunder des Propheten so herauszuarbeiten, dass er Jesus in nichts nachsteht; ebenso macht sich eine sufistische Neigung des Autors rasch in einer übertriebenen spiritualistischen Umdeutung des Geschehens bemerkbar.

Aber auch die persönliche Frömmigkeit und die Verehrung, die man dem Propheten entgegenbrachte, führten oftmals zu einer Ausschmückung der ursprünglichen Berichte, die mehr der Erbauung diente und einiges an Legendenstoff hervorbrachte - was aber nicht heißen soll, dass die besonders kargen Überlieferungen unbedingt die glaubwürdigsten sind!

Es ist daher relativ schwierig, Orthodoxie und Legende klar voneinander zu trennen, nicht zuletzt weil wir es ja sowieso schon mit einem "übersinnlichen" Inhalt zu tun haben.

Trotzdem gibt es einige Richtlinien, die bei der Unterscheidung behilflich sein können. Die Wunder werden von den muslimischen Gelehrten folgendermaßen klassifiziert:

1) Wunder, die uns in ungebrochener Tradition überliefert sind und die mit Gewissheit bekannt sind (ulima qatan): Der Koran selbst ist der Beweis par exellence für die Legitimität der Prophetie Muhammads und enthält als sichere Quelle Belegstellen für Wunder, die dem Propheten zugeschrieben werden (z.B. die Mondspaltung, die Nachtreise und die Himmelfahrt).

2) Allgemein bekannte und unter den Erzählern weit verbreitete Wunder, bei denen es aber nicht möglich ist, einen anderen Beweis dafür zu erbringen, dass es sich tatsächlich so zugetragen hat, als dass die Überlieferer sich auf Prophetengenossen und andere glaubwürdige Autoritäten berufen (Wasserwunder, Speisewunder, Heilwunder, etc.).

3) Von einzelnen oder wenigen Autoren überlieferte Wunder, die - anders als die übrigen - eher unbekannt sind und daher als schwach gelten; trotzdem können sie im Laufe der Zeit an Deutlichkeit gewinnen und durchaus plausibel erscheinen.

N.B.: Die unter Punkt 2) und 3) erwähnten Wunder lassen aber, wenn man sie zusammenfasst, darauf schließen, dass der Prophet mit einiger Sicherheit solche oder ähnliche Wunder gewirkt haben muss.

Es wird aber auch nicht ausgeschlossen, dass einige Traditionen zu aufgebauscht oder schlichtweg falsch sind:

Dass es sich bei den ausführlichen Legenden ,die sich um die Geburt des Propheten Muhammad ranken, einfach nur ausgeschmückte Tatsachen handeln könnte, ließ zwar viele der Hagiographen davor zurückschrecken, sie ohne Reserve anzuführen, weil sie wohl die riskanten Folgen eines solchen Unterfangens vorhersehen konnten; was aber trotzdem von einigen Gelehrten als zulässig angesehen wurde, wenn es zu erbaulichen Zwecken geschah.

Gleichermaßen entbehrt es Ibn Kathir zufolge jeden Grundes zu behaupten, dass die Tiere, die der Prophet zu opfern gedachte, freiwillig zu ihm gekommen wären, oder dass ihm nach dem Feldzug von Haibar ein Esel als Beute zuteil geworden wäre, dessen "Vorfahren", wie dieser Muhammad mitteilte, alle stets Propheten als Reittier gedient hätten; somit sei er als Letzter seiner Sippe auch mit der ehrenvollen Aufgabe bedacht, Muhammad, das Siegel der Propheten , auf seinem Rücken zu tragen. Dramatischerweise begeht das brave Reittier nach dem Ableben seines Herrn aus lauter Kummer auch noch Selbstmord, indem es sich in einem Brunnen ertränkt. Solche Erzählungen gehen wohl eindeutig auf religiöse Eiferer zurück, die damit wahrscheinlich die wundersüchtigen Volksphantasie zu sättigen suchten.

Auch wenn das Hauptanliegen der Verfasser eines Werkes über die Wunder des Propheten darin besteht, dem Leser in erster Linie nur das sicher Beglaubigte und das durch vertrauenswürdige Isnade Verbürgte zu vermitteln, ist es ihm manchmal unvermeidlich, um der Frömmigkeit Willen Erzählungen in sein Werk aufzunehmen, gegen deren Geschichtlichkeit er selbst Bedenken hegt; es wird stellenweise erkennbar, dass er sich nicht in der Lage fühlt, für ausnahmslos alles, was er dem Leser bietet, wissenschaftlich einzustehen.


1) Das Wunder seiner Geburt

2) Die Wunder in seiner Kindheit

3) Die erste Offenbarung

4) Die Nachtreise und die Himmelfahrt

5) Die Mondspaltung

6) Speise- und Wasserwunder

7) Heilungswunder

8) Naturwunder

9) Tierwunder

10) Kenntnis des Verborgenen

http://www.way-to-allah.com/wunder_des_islam_texte-/wunder_prophet.html

Gefällt mir

21. Juli 2008 um 11:06

Mit
dem gleich behandeln ist eher gemeint, dass alle gleich viel Zeit und Geschenke und Versorgung bekommen. Aber das Herz kann nicht für jede gleich viel Liebe empfinden wie Du schon sagst.

"Und ihr könnt zwischen den Frauen keine Gerechtigkeit üben, so sehr ihr es auch wünschen möget. Aber neigt euch nicht gänzlich (einer) zu, so daß ihr die andere gleichsam in der Schwebe laßt. Und wenn ihr es wiedergutmacht und gottesfürchtig seid, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. "
Quran An-Nisa', 4:129

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Diskussionen dieses Nutzers

Beliebte Diskussionen

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen