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Monotone Berufe/Tätigkeiten

2. April 2004 um 6:52

Hallo,
habt ihr schon mal darüber nachgedacht-daß es viele Berufe gibt, wo man 8 Stunden lang immer dieselbe Tätigkeit machen muß und das jahrein jahraus. Ich habe mal 7 Monate in einer Fabrik gearbeitet, dort gab es zb das Fließband, wo die fertig verpackten Wafferl vorbeiliefen u eine Dame mußte aufpassen, ob eh immer der Faden zum aufreißen drinnen ist. Wenn nicht, mußte die Maschine abgeschaltet werden u dann der Faden neu gespannt werden u die Packungen entfernt werden-die ohne Faden waren. Man muß so eine Fabriksarbeit echt man erlebt haben, da fragt man sich schon-wie manche Leute das jahrelang aushalten.
Sicher wird wohl immer mehr automatisiert, aber vieles geht eben nur per Hand.
Wie ist das bei den Teebeuteln, glaubt ihr-daß da die Fäden auch per Hand so reingesteckt werden-daß das Sackerl nicht so herauskommt aus der Packung??
Schachteln falten, Schachteln füllen, Essiggurken in Gläser stopfen usw.

Gerli

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2. April 2004 um 7:36

Ich kenne menschen...
... die bei derartigen tätigkeiten bereits an ihre inteklektuellen grenzen stossen.

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2. April 2004 um 8:14

Viele
verdienen sich ihr täglich Brot damit.
sicherlich sind diese Fabrikarbeiten stupide,andererseits wer vernascht diese leckeren stupide hergestellte Produkte? --Ganau : unter anderem die *ach so gebildeten* Hätten wir diese und auch andere ähnliche Arbeitsplätze nicht,würde sich die Produktpallette stark reduzieren.
Andrerseits ist der Markt in vielen Bereichen übersättigt.Menschen am Fliesband sind nicht immer aus Dummsdorf,nur weil sie aus wirtschafftlichen Gründen am Fliessband stehen und für die gebeutelte Familie ein paar Euros verdienen MÜSSEN.
Gerli, isst du gerne Gurken? wenn ja,dann lass die Leute doch diese Essiggurken in die Gläser stopfen ..........

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2. April 2004 um 9:27

Die freie
Kapazität muß man dann einfach in die Freizeit stecken.Den Geist in der Freizeit fordern Es ist wohl eine Einstellungssache, was man draus macht und wie.
Als ich vor meiner Ausbildung monotone Jobs machte,hatten wir während der Arbeit die Gelegenheit genutzt uns gegenseitig kennenzulernen und auch möglichst etwas Spass dabei herausgezogen. Ich habe total verschiedene Menschen kennengelernt. Die Gespräche von einem "Maschinenvosteher zum Nächsten" standen oft den Gesprächen bei Treffen in der Freizeit kaum nach.
Es ist wichtig - wenn auch sicher auf Jahre hin gesehen nicht immer einfach -nicht selbst so monoton zu werden.
Aber ich finde: jeder Mensch ist gleich viel wert. Auch jede Arbeit hat ihre Berechtigung, den gleichen Wert. Die Putzfrau ist genauso wichtig wie jeder Andere. Schließlich macht sie weg, was Andere so hinterlassen. Dazu: Wenn sie div. Hygienevorschriften nicht beachtet, z.B. im Krankenhaus, was dann?
Gegenseitig Anerkennung ist wichtig. Was jemand tut, hat nichts mit Intelligenz oder sonstwas zu tun. Es ist ganz einfach seine Möglichkeit, sich und seine Familie zu ernähren.

Solange einige auf Andere herabschauen, weil sie vermeintlich "Besseres und Wichtigeres" leisten, wird es nicht so recht klappen, mit dem Sozialstaat.

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2. April 2004 um 9:28
In Antwort auf janene_12645599

Ich kenne menschen...
... die bei derartigen tätigkeiten bereits an ihre inteklektuellen grenzen stossen.

Ich auch
hab mal 2 jahre in nem supermarkt regale eingeräumt. meine waren immer die ordentlichsten und meine bestellung war auch immer die beste wurde mir gesagt. hat mich natürlich gefreut, jedoch fand ich es auch etwas merkwürdig, dass leute, die das bereits seit mehreren jahren machen (und immer dieselben regale) es nicht schaffen einzuschätzen, wieviel gekauft wird und danach zu bestellen. oder die es nicht mal schaffen zu gucken, ob das etikett in der leiste auch zum artikel passt. da wurden dann unmengen an marmeladensorten bestellt, nur die, die leer war, war nicht dabei. dann wurde sich gewundert, wie das denn sein kann, aber mal gucken, ob das etikett stimmt? nööö, warum auch? da musste erst der chef kommen und das machen...
oder prospekte austragen scheint auch ganz furchtbar schwer zu sein. ich hab das mal für nen laden gemacht, da hat uns der, der dafür zuständig war erzählt, dass leute ihre 500 zettelchen einfach in den wald schmeißen oder in altpapiercontainer. die denken dann, das würde keiner merken. weil man ja auch nicht bei den leuten anrufen kann und fragen kann, ob bei ihnen prospekte verteilt wurden. so kann man ja auch gar nicht rausfinden, wers war...
naja, bei mir waren das immer nur jobs um mein taschengeld aufzubessern. aber wenn ich mir vorstelle ich müsste das mein ganzes leben lang machen, dann würd ich auch zuviel kriegen. andererseits würd ich dann lieber sowas machen, als gar keinen job zu haben...
karicia

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2. April 2004 um 9:31

...
>>Es liegt an der Einstellung von dem Einzelnen, ob er es nur als stupide Beschäftigung ansieht oder ob er erkennt, dass er zwar nur ein klitzekleines Rädchen in diesem Laufwerk ist, aber dafür ein sehr wichtiges.<<

so isset.

Wenn das kleinste Rädchen nicht läuft, läuft nischte mehr.
Es gibt keine "Wichtigkeiten" diesbezüglich

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2. April 2004 um 9:36

Naja...
wenn man wie ich in benztown wohnt, wo sich jeder 2. seine brötchen bei daimler oder porsche verdient sieht man das mit der fließbandarbeit etwas entspannter. hier ist das eine generationenübergreifende sache, da hat schon der opa und der vater so gearbeitet und der enkel tut es auch

ein bekannter von mir arbeitet seit jahren in der motorenmontage. er verdient übrigens in einem monat soviel wie ich in 2, hat bessere sozialleistungen, mehr urlaub und bekommt mal betriebsrente.

davon kann ich als angestellte mit studium und 2 berufsausbildungen nur träumen und ich verdiene schon recht gut

lg sephrenia

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2. April 2004 um 10:09
In Antwort auf janene_12645599

Ich kenne menschen...
... die bei derartigen tätigkeiten bereits an ihre inteklektuellen grenzen stossen.

P.s.
ich meine das keinesfalls ironisch.
jeder tut was seiner befähigung entspricht.

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2. April 2004 um 10:13

Eierfärbefabrik
Meine Freundin hat vor kurzem einen tag in einer Eierfärbefabrik gearbeitet, das ist leider eine zwar notwendige aber völlig stupide Arbeit...ich bewunder die menschen wirklich, die das jahrelang machen können...ich wünsche mir, daß ich nicht mal in die lage komme,das machen zu müssen, denn es wäre für mich ein ziemlich heftige Vorstellung, stundenlang ein und den selben handgriff zu machen...Tag ein Tag aus...
Sollte viel besser bezahlt werden, dagegen habe ich hier doch das reinste Arbeitsvergnügen!!!
Natasha

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2. April 2004 um 11:36

Keine Abwertung..
Hi,
ich wollte das Ganze KEINESWEGS abwertend rüberkommen lassen. Wenn ja, dann muß ich dazu sagen-daß ich es zu schätzen weiß, daß ich einen tollen Job habe und man erst dann, wenn man mal so eine Fabriksarbeit getan hat über einen "tollen" Job zufrieden sein kann. Ich weiß auch, daß es ganz schön anstrengend sein kann-zb. die schweren Schachteln mit verpacktem Toastbrot (eine Schachtel 12 kg) zu stapeln auf den Paletten u daß eine Bekannte von mir aus der besagten Fabrik dadurch auch oft Probleme hat mit dem Kreuz.
Ich habe auch sehr nette Leute kennengerlernt, und obwohl ich froh war-nach 7 Monaten wieder gehen zu können (weil ich mir das eben auf Dauer nicht vorstellen könnte) war mir um manche Kollegen sehr leid.
Ich denke nur bei manchen Tätigkeiten u Handgriffen darüber nach, welche Arbeit im Vorfeld dahinter steckt....

Schönes Wochenende wünscht Gerli

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Von: quyen_12559685
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2. April 2004 um 10:29
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