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Moderation beim Fratzenbuch...

23. Mai 2017 um 20:34

... ein Thema, was mir in letzter Zeit öfter begegnet ist - in aller Munde und vor allem: in aller Kritik. (und natürlich nicht nur beim Fratzenbuch.

Wer längere Zeit im gofem ist, weiß, was automatische Regeln für Folgen haben (werden, nicht können ) - es müssen Menschen machen - ist die einzige Option. Menschen werden aber immer subjektiv entscheiden. Es wird also weiter zu viel und zu wenig gelöscht werden.
Kann man das vermeiden? Ich denke: Nein. Höchstens indem man jede einzelne Entscheidung von min 10 Menschen treffen lässt - und wenn man da mal hochrechnet, wie viele Menschen man anstellen müsste ... illusorisch.

Ich habe gerade einen Artikel dazu gelesen und den möchte ich heute mal teilen:
http://www.zeit.de/digital/internet/2017-05/facebook-regeln-inhalte-loeschen-interne-dokumente
ziemlich heftig... ich habe mich da mal durchgeklickt - um ehrlich zu sein: ich könnte es nicht machen.

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24. Mai 2017 um 6:39

Stell ich mir unglaublich stressig vor. 
Es gibt aber wirklich Leute, die sowas nicht so an sich rankommen lasen (Suizide usw.).
Trotzdem sollen diese Leute einen Supervisor haben, wo sie gecoucht werden und sich auskotzen koennen...haben sie aber bestimmt nicht.

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24. Mai 2017 um 7:37

da kann ich sagen: ich bin längst nicht abgestumpft genug.
Ich habe mich mal durch diesen "könntest Du ein FB-Mod sein" - Test durchgeklickt (über den guardian verlinkt) - nein, könnte ich nicht, selbst da waren Bilder dabei, die mich jetzt noch verfolgen. Das waren ganz, ganz sicher nicht die heftigsten, die die Leute da zu sehen bekommen, aber ich habe schon bereut, dass ich das angeklickt hatte.

Daran, dass es so etwas wie "richtig" und "falsch" in so globaler Bedeutung gibt, glaube ich auch nicht wirklich und etwas Gutes zu tun, indem ich mich zum Richter über andere aufspiele, schon gar nicht.
Anyway, die Notwendigkeit, dass das jemand machen sollte, sehe ich sehr wohl. Nun, es gibt viele Jobs, die ich für kein Geld der Welt machen wollte und auch einige, die ich wohl für kein Geld der Welt machen könnte - aber vor allem habe ich den Link reingestellt, weil diese Seite des Themas bei der ganzen Kritik, die mir in den letzten (vielen) Monaten dazu begegnet ist, glaub ich gern vergessen wird.

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24. Mai 2017 um 7:39

ja, auch das mit der Selbstverletzung. Ich weiß sehr viel besser, als ich wissen möchte, was gezeigte Selbstverletzung (oder Bilder von Schnitten etc) mit Menschen macht, die selbst die Sehn-Sucht danach haben.

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24. Mai 2017 um 8:01

hm, da habe ich zumindest eine Vermutung. Gibt doch hier das Astrologie & Esoterik - Unterforum. Ich habe gelernt, dass es da ein riesen Thema ist, was diese ganzen ... wie heißt das politisch korrekt? ... esoterische Beratungshotline? Das was bei Kalkhofe in der TV - Version immer so dankbar die halbe Sendung gefüllt hat, halt.
Nun gab es immer Personen, die das anbieten und die dann im Eso Unterforum Thema waren - zu Recht oder zu Unrecht was die Beschwerden angeht, sei dahin gestellt, aber rechtlich jedenfalls bedenklich, wenn da über namentlich genannte Personen (was afaik rechtlich auch "Künstlernamen" einschließt) so hergezogen wird. Deswegen gab es immer die Möglichkeit für diese Personen, ihren Namen auf die Blacklist setzen zu lassen. Sollte mich nicht wundern, wenn da auch einer "Moses" als "Künstlernamen" verwendet hat - und ihn hat sperren lassen.

Was auch lustig war, war immer, was das "alte Forum" aus "heimgehen" gemacht hat - da waren die Texte wohl nicht escaped, der hat darin das "img" (Image, zur Einbindung von Bildern verwendet) immer herausgenommen und es stand "heehen" da

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24. Mai 2017 um 8:09

ja, genau das meinte ich mit "es wird immer zu viel und zu wenig gelöscht werden". Da kommen dann ja auch noch kulturelle Unterschiede dazu - das Internet ist global, aber die Existenz kultureller Unterschiede in solchen Fragen ist ein Fakt.

Meinungsfreiheit ist ein anderer Fakt - und zweifellos zwangsläufig immer wieder eine Grauzone.
Ich halte mich aus den Moderationsdebatten hier im gofem tunlichst (inzwischen) heraus, aber selbst hier ist das Thema m.E. nicht so herrlich klar schwarz-weiß, wie es gern gesehen wird - bei den ganzen sozialen Medien ist es ungleich komplexer.

Ich denke, diese feine Differenzierung auf jedes Wort braucht es schon - und damit die Entscheidungen. Sonst könnte es ja auch ein Bot machen, der hätte damit dann auch keine psych. Not.

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24. Mai 2017 um 14:38

ich würde tatsächlich zwischen "gefährdend" (finde gerade kein treffenderes Wort) und "Falschinformationen" trennen.

Mit Falschinformationen sollte man m.E. heutzutage umgehen können. Medienkompetenz gehört für mich in unserer Zeit zur Allgemeinbildung. Da gibt es rechtliche Schritte und entsprechende Prozeduren, die so etwas regeln - auch wenn ich da noch definitiv Handlungsbedarf sehe, was den Unterschied zwischen "Peter Müller auf FB" und einer Tageszeitung angeht.

Aber bei den Themen / Bildern / Vids, um die es hier im verlinkten Beitrag geht, finde ich auch - was die Grenze überschreitet, gehört sofort gelöscht. Auch wenn die Grenze nie ein klar zu definierender Strich sein wird.

Ich sehe das auch nicht nur auf FB bezogen, sondern eigentlich auf das Internet allgemein. Ich hatte nur zu FB halt einen Beitrag gefunden, zu youtube nicht

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