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Mobbing?????

1. Juli 2004 um 0:55

ich hab ein problem und brauche euren rat...
ich habe anfang mai eine neue arbeitsstelle begonnen.Es ist meine Traumstelle und die dortigen kollegen und der chef wollten mich unbedingt in ihrem team haben... auch ein guter freund von mir arbeitet dort. Heute abend rief er mich an, und meinte , er müsse mir die leviten lesen...
ich habe nicht im entferntesten gewusst, was er wohl damit meinen könnte.Er sagte, das problem sei, dass ich viel zu hektisch bin und er mir den guten rat gibt,das sein zu lassen,damit ich nicht meine arbeitsstelle verliere ( bin in der probezeit ).Ich bin fast vom stuhl gefallen, als ich das hörte.Ich bin ein pflichtbewusster mensch, der seine arbeit liebt und achtet, aber kann auch mit den kollegen rumflachsen, bin auch absolut teamfähig,was man mir schon oft attestiert hat.Leistungsmäßig bin ich gut, das weiss ich... ich bin in der probezeit und möchte natürlich auch ein gutes bild abgeben. Das ist genau der springende punkt... ich solle nicht so reinklotzen, mal 5 gerade sein lassen, und nicht wie ein spring ins feld in die praxis kommen, erst mal gemütlich ne tasse kaffee trinken und mir nicht so viele gedanken machen. Alle anderen Kollegen hätten sich schon beschwert, ich wäre ja ganz lieb und hätte was drauf,aber sie könnten meine Hektik nicht ertragen... keiner hat aber bisher was gesagt.... das schlimme ist, ich merke das gar nicht und empfinde mich gar nicht so.... ich bin halt ein temperamentvoller , intensiver mensch und das gerade scheint nicht gefragt zu sein.Zur zeit bin ich krank geschrieben, gehe aber am montag wieder zur arbeit... mir grauts jetzt schon davor, weil ich mir ja eingebildet hatte, ich käme mit meinen arbeitskollegen gut aus , und nichts ist... die reden hinter meinem rücken.Was soll ich tun, ich kann doch nicht mein wesen verändern....dieser gedanke, dass ich nicht so ok bin, wie ich bin ( ich selber finde mich ok), macht mich ganz traurig und verunsichert mich total.... könnt ihr mir helfen?

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1. Juli 2004 um 8:36

Ich glaube...
da ist jemand eifersüchtig und neidisch auf Deinen Erfolg! Du musst doch zugeben, dass es ein seltsamer Rat ist, mal fünfe gerade sein zu lassen und gemütlich Kaffee zu trinken...

Nee, nee, ich glaube, Du bist auf dem richtigen Weg, lass Dich nicht verunsichern. Und über die Beziehung zu diesem "guten Freund" würde ich mal nachdenken.

Liebe Grüße
Isidor

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1. Juli 2004 um 9:02
In Antwort auf isidor

Ich glaube...
da ist jemand eifersüchtig und neidisch auf Deinen Erfolg! Du musst doch zugeben, dass es ein seltsamer Rat ist, mal fünfe gerade sein zu lassen und gemütlich Kaffee zu trinken...

Nee, nee, ich glaube, Du bist auf dem richtigen Weg, lass Dich nicht verunsichern. Und über die Beziehung zu diesem "guten Freund" würde ich mal nachdenken.

Liebe Grüße
Isidor

Hm...
danke für dein feedback.
ich muss deinen text erst mal wirken lassen.
OK, ich weiss, dass ich ziemlich chaotisch sein kann, aber ich war vorher auf ner arbeit, wo ich den ganzen laden oftmals selbst geschmissen habe, nun habe ich auf einmal 8 kollegen und traue mir zu, soviel empathie zu haben, den wind, der dort weht, zu erkennen.
Es ist ein ewiger eiertanz, einerseits möchte ich leistung erbringen ( das ist meine preussische erziehung, die ich auch nicht so ohne weiteres ablegen kann), andererseits habe ich soviel berufserfahrung, um zu wissen, wie wichtig es ist, den zwischenmenschlichen kontakt zu pflegen.Ein gutes arbeitsklima ist gold wert...ich würde den schnitt versauen und müsse mich bremsen. Übrigens... mein freund hat dort eine vorrangstellung und ist selbst ein absoluter berufscrack, ders nicht nötig hat, sich mit anderen zu vergleichen.Den Vorwurf der hektik habe ich schon in anderen zusammmenhängen mir anhören müssen... ich bin halt nicht so ein lahmarsch, aber auch kein streber.... mein auftreten sei so ungemütlich, ich sei ne katrastrophenmaus... wenn ich anfange, mich nun ständig selbst zu beobachten, verliere ich meine authentität, da ich dann ständig damit beschäftigt bin, mich so zu geben, damit ich ins schema passe.... kotz

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1. Juli 2004 um 9:33
In Antwort auf mo_12559067

Hm...
danke für dein feedback.
ich muss deinen text erst mal wirken lassen.
OK, ich weiss, dass ich ziemlich chaotisch sein kann, aber ich war vorher auf ner arbeit, wo ich den ganzen laden oftmals selbst geschmissen habe, nun habe ich auf einmal 8 kollegen und traue mir zu, soviel empathie zu haben, den wind, der dort weht, zu erkennen.
Es ist ein ewiger eiertanz, einerseits möchte ich leistung erbringen ( das ist meine preussische erziehung, die ich auch nicht so ohne weiteres ablegen kann), andererseits habe ich soviel berufserfahrung, um zu wissen, wie wichtig es ist, den zwischenmenschlichen kontakt zu pflegen.Ein gutes arbeitsklima ist gold wert...ich würde den schnitt versauen und müsse mich bremsen. Übrigens... mein freund hat dort eine vorrangstellung und ist selbst ein absoluter berufscrack, ders nicht nötig hat, sich mit anderen zu vergleichen.Den Vorwurf der hektik habe ich schon in anderen zusammmenhängen mir anhören müssen... ich bin halt nicht so ein lahmarsch, aber auch kein streber.... mein auftreten sei so ungemütlich, ich sei ne katrastrophenmaus... wenn ich anfange, mich nun ständig selbst zu beobachten, verliere ich meine authentität, da ich dann ständig damit beschäftigt bin, mich so zu geben, damit ich ins schema passe.... kotz

Hallo!
Iiih, wie nervig. Das tut mir ja leid für Dich. Abe ich weiss nicht, ich weiss nicht... Meinst Du nicht, dass dieser Freund es jetzt vielleicht mit der Angst zu tun bekommen hat, dass Du an seinem Stuhl sägst??

Ich meine, ich kenne Dich nicht und ihn nicht, aber ich finde, es hört sich so an. Oder die anderen haben Schiss, dass Du jetzt die beste dort wirst, weil sie selber eher nicht so arbeitswütig sind??

Na ja, hektisch bin ich auch. Du, jeder hat doch seinen Fehler. Und es ist wahrscheinlich normal, dass hinterm Rücken gelästert wird. Es wird ja vermutlich über jeden gelästert, nicht nur über Dich.

Ich finde, das was Du schreibst, hört sich schon echt gut an. Ich hab auch nicht wirklich einen Rat, was Du nun tun sollst, aber ich habe das Gefühl, irgendwas ist da nicht ganz koscher an der Sache....

Bist Du Dir sicher, dass Dein Freund nicht "niedere Beweggründe" hat?

Gruss
Krötilla

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1. Juli 2004 um 10:04
In Antwort auf concha_11965320

Hallo!
Iiih, wie nervig. Das tut mir ja leid für Dich. Abe ich weiss nicht, ich weiss nicht... Meinst Du nicht, dass dieser Freund es jetzt vielleicht mit der Angst zu tun bekommen hat, dass Du an seinem Stuhl sägst??

Ich meine, ich kenne Dich nicht und ihn nicht, aber ich finde, es hört sich so an. Oder die anderen haben Schiss, dass Du jetzt die beste dort wirst, weil sie selber eher nicht so arbeitswütig sind??

Na ja, hektisch bin ich auch. Du, jeder hat doch seinen Fehler. Und es ist wahrscheinlich normal, dass hinterm Rücken gelästert wird. Es wird ja vermutlich über jeden gelästert, nicht nur über Dich.

Ich finde, das was Du schreibst, hört sich schon echt gut an. Ich hab auch nicht wirklich einen Rat, was Du nun tun sollst, aber ich habe das Gefühl, irgendwas ist da nicht ganz koscher an der Sache....

Bist Du Dir sicher, dass Dein Freund nicht "niedere Beweggründe" hat?

Gruss
Krötilla

Danke...
auch dir danke für dein offenes ohr...
das komische ist, dass er gerade derjenige war, der sich intensivst dafür eingesetzt hat, damit ich diese stelle bekomme...
wer kann schon von sich in der heutigen zeit behaupten, seine traumstelle bekommen zu haben?
ich bin alleinerziehend und von daher auf bestimmte faktoren angewiesen... nähe zum arbeitsplatz, flexible arbeitszeiten, gutes gehalt... ich möchte diese stelle auf keinen fall verlieren, soviel steht fest...wehret den anfängen, nur wie?

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1. Juli 2004 um 10:14

Merci
weisst du , ich habe vergessen zu schreiben, dass mein chef es seinen mitarbeitern überlässt, wen sie haben wollen und wen nicht..
die haben einen ungeheuren einfluss auf die weitereinstellung.Mein freund hat die absolute vorrangstellung, er arbeitet dort seit zig jahren,hat fachlich absolut was drauf und brauch nicht im entferntesten damit zu rechnen, dass da jemand ist, der an seinem stuhl sägen könnte... es liegt mir ausserdem fern, an irgendeinen stuhl zu sägen, ich will nur meine arbeit gut machen und mit den kollegen gut auskommen.

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1. Juli 2004 um 15:07

Anbiedern nein....
weisst du, ich bin alleinerziehend,da muss man auch schauen, ob der job passt.Absolute nähe zum arbeitsplatz, eigene disposition ( kann meine termine legen, wie ich lustig bin ) und gute bezahlung sínd für mich u.a. kriterien, die ich so nirgendswo geboten kriege. Eigentlich sind meine kollegen ziemlich locker,vielleicht lockerer, als ich mir das selbst zugestehen würde... ich grübele und bin auch dankbar für konstruktive kritik, nur ein arbeitsplatzwechsel ist das letzte, was ich zur zeit anstrebe. Es muss doch was geben, zwischen anbiedern und kündigen...was ist überhaupt hektik, frage ich mich so ganz banal..ist zumindestens was negatives... ich suche einen weg, wo ich mich nicht verleugnen muss und trotzdem den anderen einen schritt entgegenkomme, aber ich finde das so kurios, mir bei der arbeit zeit zu lassen... ich habe vorher in nem job gearbeitet, wo ich alle 20 minuten einen neuen patienten hatte ( bin physioterapeutin ), das war das andere extrem...ich weiss nicht, ob ich auf die leute zugehen soll oder einfach versuchen sollte, etwas relaxter an die sache zu gehen, ohne grossen kommentar...

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1. Juli 2004 um 16:03

Klingt ein bisschen nach Neid?!
Hallo Du,

also, komisch ... das klingt, als sei er neidisch um Deinen Elan! Also sorry, aber so was ist doch kein Kündigungsgrund!
Ich würde mir mal eine zweite MEinung einholen, so beim Käffchen mal jemand anderen Fragen...
Lass Dich nicht verunsichern, wichtig ist: bleib wie Du bist, Du wirst Dich eh nicht auf Dauer verstellen können!

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1. Juli 2004 um 17:51

offenes gespräch?
besteht die möglichkeit, ganz offen mit den kollegen zu reden?
oder ist das streng vertraulich und würdest du deinen freund als petze hinstellen?

hmmm ... wenn du die kollegen nach feedback fragst, geht das?

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1. Juli 2004 um 19:55
In Antwort auf winnie_12164884

offenes gespräch?
besteht die möglichkeit, ganz offen mit den kollegen zu reden?
oder ist das streng vertraulich und würdest du deinen freund als petze hinstellen?

hmmm ... wenn du die kollegen nach feedback fragst, geht das?

Kein problem, aber....
die haben ihn ja vorgeschickt, weil sie wissen, dass wir miteinander befreundet sind...
mein problem ist, dass ich seine warnung überhaupt nicht einschätzen kann,denn für mein befinden tue ich nichts schlimmes, bin engagiert, habe vielleicht einen forschen schritt und bin ne person, die einfach wirbelt...die anderen sind eben da ein bißchen ruhiger, na und...das stört mich ja auch nicht.

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2. Juli 2004 um 16:08

Habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen.
Hm, es gibt sicher verschiedene Vermutungen, was die Hintergründe betrifft, dennoch würde ich einmal davon ausgehen, dass Dich Dein Freund nicht angelogen hat.
Vielleicht bist Du in Deiner 'Hektik', alles bestmöglich zu machen, einfach ein wenig zu übereifrig???
Vielleicht fragst Du zu viel, willst Deinen Kollegen Arbeiten abnehmen etc. etc.?
Ich würde an Deiner Stelle versuchen, etwas 'kürzer' zu treten, etwas mehr auf abwarten als auf vorpreschen setzen. Vielleicht einfach ein wenig mehr Lauscher als Frager zu sein. Und wenn alle Kaffee trinken, dann auch mitzutrinken und nicht als erste wieder Richtung Arbeit aufzustehen. Versuche Dich, im Mittelfeld zu finden und so wenig wie möglich auffällig zu sein. Das Problem ist eher das, fürchte ich, dass, wenn jemand einmal eine Meinung von jemanden hat, ist es sehr schwer, diese (in kurzer Zeit) wieder zu ändern. Das ganze vorausgesetzt natürlich, dass die Aussage Deines Freundes stimmt und nicht anderswie gemeint ist oder in eine andere Richtung abzielen soll. Versuche, einen möglichst objektiven Überblick in den Tagesabluf Deiner Dienststelle zu bekommen und Dich darin mitschwimmen, aber nicht gleich mitreißen zu lassen. Toi, toi, toi!

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2. Juli 2004 um 17:46
In Antwort auf trai_11856305

Habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen.
Hm, es gibt sicher verschiedene Vermutungen, was die Hintergründe betrifft, dennoch würde ich einmal davon ausgehen, dass Dich Dein Freund nicht angelogen hat.
Vielleicht bist Du in Deiner 'Hektik', alles bestmöglich zu machen, einfach ein wenig zu übereifrig???
Vielleicht fragst Du zu viel, willst Deinen Kollegen Arbeiten abnehmen etc. etc.?
Ich würde an Deiner Stelle versuchen, etwas 'kürzer' zu treten, etwas mehr auf abwarten als auf vorpreschen setzen. Vielleicht einfach ein wenig mehr Lauscher als Frager zu sein. Und wenn alle Kaffee trinken, dann auch mitzutrinken und nicht als erste wieder Richtung Arbeit aufzustehen. Versuche Dich, im Mittelfeld zu finden und so wenig wie möglich auffällig zu sein. Das Problem ist eher das, fürchte ich, dass, wenn jemand einmal eine Meinung von jemanden hat, ist es sehr schwer, diese (in kurzer Zeit) wieder zu ändern. Das ganze vorausgesetzt natürlich, dass die Aussage Deines Freundes stimmt und nicht anderswie gemeint ist oder in eine andere Richtung abzielen soll. Versuche, einen möglichst objektiven Überblick in den Tagesabluf Deiner Dienststelle zu bekommen und Dich darin mitschwimmen, aber nicht gleich mitreißen zu lassen. Toi, toi, toi!

Möchte mich der...
...Meinung von hodenwrack anschliessen.
Hektik wird auch recht schnell mit Übereifrigkeit verwechselt.
Diese 'Art' wird, wie früher in der Schule,
nicht gerade toleriert...

Da Dir der job ja Spaß macht versuche Dich doch
anzupassen. Kann so schwer nicht sein!
Wieder zu Hause lässt Du die ... raus.

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3. Juli 2004 um 2:57

Mobbing ....
da sind die Grenzen sehr subtil und fliessend!
Ein falsches Wort zu richtigen Zeit und schon beginnt ein Kreislauf, der fast nicht mehr zu stoppen ist.

Zum Mobben gehören immer zwei Personen, eine die mobbt und die andere die sich mobben läßt (und es vielleicht nichtmal bemerkt, oder viel zu spät!)

Den Anfängen wehren ist das Beste:

a) alles direkt ansprechen
b) sachlich und "bei sich" bleiben
c) Mobbing-Tagebuch führen, minuiziös!
(rein sorsorglich ist das ein hilfreiches Instrument)

Sich für andere zu verändern - aus welchen Gründen auch immer - ist denkbar ungünstig und
schickt auf Dauer das Selbstbewußtsein in den Keller in die Katakomben, direkt gefolgt von der Selbstachtung!

Tu Dir diesen Irrgarten nicht an und vor allem,
sitze so eine Situation nicht aus mit der leisen Hoffnung, es wird sich schon wieder einrenken. Steh' auf und setze DEINE Grenzen!

Steh zu Dir - hinter Dir - und zu Deiner Arbeit, Deinen Entscheidungen und Deinem Tempo natürlich auch zu Deiner Hektik (was auch immer das für wen auch immer bedeutet - vorsichtshalber mal NACHFRAGEN - auch bei Dir -Was bedeutet "Hektik" für mich!)

Lass Dich nicht einengen oder in eine Schablone pressen. Und, ganz wichtig: Glaube nicht dass du so bist, wie andere Dich darstellen (wollen). Du allein kennst Deinen Wert und in Deinem Kopf denkst nur Du - und sonst niemand!

Eine ordentliche Prise Humor kann sicherlich auch nicht schaden.....

Viel Erfolg! ML

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3. Juli 2004 um 7:12
In Antwort auf trai_11856305

Habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen.
Hm, es gibt sicher verschiedene Vermutungen, was die Hintergründe betrifft, dennoch würde ich einmal davon ausgehen, dass Dich Dein Freund nicht angelogen hat.
Vielleicht bist Du in Deiner 'Hektik', alles bestmöglich zu machen, einfach ein wenig zu übereifrig???
Vielleicht fragst Du zu viel, willst Deinen Kollegen Arbeiten abnehmen etc. etc.?
Ich würde an Deiner Stelle versuchen, etwas 'kürzer' zu treten, etwas mehr auf abwarten als auf vorpreschen setzen. Vielleicht einfach ein wenig mehr Lauscher als Frager zu sein. Und wenn alle Kaffee trinken, dann auch mitzutrinken und nicht als erste wieder Richtung Arbeit aufzustehen. Versuche Dich, im Mittelfeld zu finden und so wenig wie möglich auffällig zu sein. Das Problem ist eher das, fürchte ich, dass, wenn jemand einmal eine Meinung von jemanden hat, ist es sehr schwer, diese (in kurzer Zeit) wieder zu ändern. Das ganze vorausgesetzt natürlich, dass die Aussage Deines Freundes stimmt und nicht anderswie gemeint ist oder in eine andere Richtung abzielen soll. Versuche, einen möglichst objektiven Überblick in den Tagesabluf Deiner Dienststelle zu bekommen und Dich darin mitschwimmen, aber nicht gleich mitreißen zu lassen. Toi, toi, toi!

Ganz neue impulse...
he, da magst du verdammt recht haben... ich habe mich ohnehin die ganze zeit gefragt,was die unter hektik verstehen... hektisch=übereifrig...ja, ja, das muster kenn ich. Ich bin des öfteren vom ehrgeiz und meinem perfektionismus zerfressen, was meine berufliche komponente angeht.Gefragt habe ich nicht viel, da ich selbstständiges arbeiten gewohnt bin, aber den anderen was abnehmen wollen, das steckt einfach in mir drin.Ich erinnere mich an eine aussage meines freundes... mensch, renn doch nicht direkt ans telefon, wenn das klingelt und du gerade kaffee trinkst...vielleicht sind das noch die nachwehen meiner letzten arbeitsstelle, denn dort musste ich auf deibel komm raus alles selbst machen, die komplette organisation, die therapie und noch rezeptionstante spielen...ich wars gewohnt, möglichst viel leistung zu erbringen ( leistung= viele rezepte reinholen). Hier hingegen , zählt die ruhe, die beständigkeit und vor allem die gelassenheit, von der ich mir mal ein stück abschneiden muss...frag mich nicht warum, aber der laden läuft trotzdem, hat beständigkeit und das in zeiten der rezessionen.Das ist ein ganz neues feeling für mich und vielleicht denken und empfinden die das tatsächlich als angriff auf ihr bewährtes system...mir liegt es absolut fern, da irgendwelche subtilen konkurrenzspielchen aufzuführen, es ist eher selbstlaufend, was da in mir vorgeht.Ja, das könnte es tatsächlich sein... einen gang zurückschrauben, beschaulichkeit statt action... aber kurios finde ich das trotzdem, obwohl ich mir intuitiv gesagt habe, da will ich hin.... das ist meine stelle... beruflich bin ichs gewöhnt, das zu bekommen, was ich mir in den kopf setze, nur muss ich jetzt absolut umdenken und das dabei empfundene gefühl verinnerlichen... gar nicht so einfach, loszulassen........was sagst du dazu???

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3. Juli 2004 um 7:27
In Antwort auf franci_12332947

Möchte mich der...
...Meinung von hodenwrack anschliessen.
Hektik wird auch recht schnell mit Übereifrigkeit verwechselt.
Diese 'Art' wird, wie früher in der Schule,
nicht gerade toleriert...

Da Dir der job ja Spaß macht versuche Dich doch
anzupassen. Kann so schwer nicht sein!
Wieder zu Hause lässt Du die ... raus.

S.o.
habe hodenwrack(hammernick...) einen kommentar dazu geschrieben.... ihr beide habt mich da auf eine idee gebracht... weisst du , was das lustige ist???? privat bin ich das genaue gegenteil... da kann ich sehr wohl 5 gerade sein lassen...vielleicht sollte ich mal generell meine prioritäten überdenken...mich würde interessieren, wie du so lebst...

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3. Juli 2004 um 8:28
In Antwort auf alodia_12357548

Mobbing ....
da sind die Grenzen sehr subtil und fliessend!
Ein falsches Wort zu richtigen Zeit und schon beginnt ein Kreislauf, der fast nicht mehr zu stoppen ist.

Zum Mobben gehören immer zwei Personen, eine die mobbt und die andere die sich mobben läßt (und es vielleicht nichtmal bemerkt, oder viel zu spät!)

Den Anfängen wehren ist das Beste:

a) alles direkt ansprechen
b) sachlich und "bei sich" bleiben
c) Mobbing-Tagebuch führen, minuiziös!
(rein sorsorglich ist das ein hilfreiches Instrument)

Sich für andere zu verändern - aus welchen Gründen auch immer - ist denkbar ungünstig und
schickt auf Dauer das Selbstbewußtsein in den Keller in die Katakomben, direkt gefolgt von der Selbstachtung!

Tu Dir diesen Irrgarten nicht an und vor allem,
sitze so eine Situation nicht aus mit der leisen Hoffnung, es wird sich schon wieder einrenken. Steh' auf und setze DEINE Grenzen!

Steh zu Dir - hinter Dir - und zu Deiner Arbeit, Deinen Entscheidungen und Deinem Tempo natürlich auch zu Deiner Hektik (was auch immer das für wen auch immer bedeutet - vorsichtshalber mal NACHFRAGEN - auch bei Dir -Was bedeutet "Hektik" für mich!)

Lass Dich nicht einengen oder in eine Schablone pressen. Und, ganz wichtig: Glaube nicht dass du so bist, wie andere Dich darstellen (wollen). Du allein kennst Deinen Wert und in Deinem Kopf denkst nur Du - und sonst niemand!

Eine ordentliche Prise Humor kann sicherlich auch nicht schaden.....

Viel Erfolg! ML

Ein ewiger eiertanz...
das ist sicherlich alles richtig, was du da schreibst, denn probleme in sich hineinzufressen, macht nur krank ( bei mir sinds die nieren, es ist mir sozusagen an die nieren gegangen).Ich habe auch keine dicke elefantenhaut, obwohl ich schon auf dem besten weg dahin war...und dennoch... man lebt ja nicht unter einer käseglocke und gerade innnerhalb eines teams ist der gemeinsame konsens das A und O für das gelingen eines projektes oder einer firma.Das wird sicherlich um so schwieriger , desto unterschiedlicher die charaktäre sind, die da aufeinander prallen. Bei aller verteidigung des eigenen ichs zeichnet sich teamgeist meines erachtens auch durch kompromissbereitschaft aus. Die ausgesprochene warnung meines freundes hatte mich zunächst total überrascht, dann verletzt und verunsichert... ich bin die neue, die sich an die vorgegebene richtung anpassen muss und nicht umgekehrt. Die schwierigkeit sehe ich nur darin, wenn nicht handlungen , sondern wesenszüge kritisiert werden...solange kritik konstruktiv und nicht destruktiv ist( deine nase passt uns nicht...), sehe ich darin eine echte chance, mal innezuhalten und sich zu fragen, was läuft da eigentlich schief...
das einzigst unfaire an der sache sehe ich darin, dass man meinen freund vorschickt, statt sich direkt an mich zu wenden...das verunsichert mich noch am meisten...ja, ja , das ist der ewige eiertanz zwischen selbstbehauptung im sinne von bewahrung der eigenen persönlichkeit und der empathie, die von nöten ist, um innnerhalb eines teams zu bestehen... verdammt schwierig....übrigens:
humor ist gut, aber der ist mir hier echt vergangen, denn lustig find ich das nicht mehr, wenn man mir sagt, änder was oder du überlebst die probezeit nicht mehr...

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3. Juli 2004 um 9:02

Keine hierarchie..
ne, ne,wir haben alle dieselbe ausbildung, nur unterschiedlich lange berufserfahrungen... da muss man schon hand in hand arbeiten können, damit der laden läuft...selbst bei unterschiedlichen berufen fänd ichs geschäftsschädigend und nicht gerade kollegial,wenn man auf biegen und brechen sein ding durchzieht... der schuss geht nach hinten los...ist zumindestens meine meinung. Ich habe zwar schon über selbstständigkeit nachgedacht, aber sie kommt in meiner situation aufgrund mehrerer faktoren nicht in frage. Selbst wenns so wäre, ists gerade im medizinischen bereich wichtig, interdisziplinär zu arbeiten, also verschiedene richtungen im konsens...

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3. Juli 2004 um 9:09
In Antwort auf mo_12559067

S.o.
habe hodenwrack(hammernick...) einen kommentar dazu geschrieben.... ihr beide habt mich da auf eine idee gebracht... weisst du , was das lustige ist???? privat bin ich das genaue gegenteil... da kann ich sehr wohl 5 gerade sein lassen...vielleicht sollte ich mal generell meine prioritäten überdenken...mich würde interessieren, wie du so lebst...

Ich finde das Klasse,...
...dass Du darüber nachdenkst!!
Es gibt genügend Menschen die so überzeugt sind von sich selbst und alles von sich weisen!

Sich beleidigt in ihr Schneckenhaus zurück-
ziehen und über die Ungerechtigkeit dieser Welt
motzen. Bloß nichts annehmen!

Es hätte auch anders ablaufen können: nach Ablauf der Probezeit wiegst Du Dich in absoluter Sicherheit...und stehst auf der Straße. Du hast jetzt quasi die Chance bekommen.

Darf ich genauer nachfragen, was Du mit Deiner
Frage meinst...wie ich so lebe?!

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3. Juli 2004 um 9:23
In Antwort auf franci_12332947

Ich finde das Klasse,...
...dass Du darüber nachdenkst!!
Es gibt genügend Menschen die so überzeugt sind von sich selbst und alles von sich weisen!

Sich beleidigt in ihr Schneckenhaus zurück-
ziehen und über die Ungerechtigkeit dieser Welt
motzen. Bloß nichts annehmen!

Es hätte auch anders ablaufen können: nach Ablauf der Probezeit wiegst Du Dich in absoluter Sicherheit...und stehst auf der Straße. Du hast jetzt quasi die Chance bekommen.

Darf ich genauer nachfragen, was Du mit Deiner
Frage meinst...wie ich so lebe?!

Prioritätensetzung...
du hast in deinem ursprungstext noch nen neuen impuls hineingebracht... das privatleben... mich würde einfach interessieren, wo du die prioritäten setzt und obs dir gelingt,alles unter einem hut zu bringen...ich sehe da schon bei mir erhebliche diskrepanzen....

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3. Juli 2004 um 11:55
In Antwort auf mo_12559067

Prioritätensetzung...
du hast in deinem ursprungstext noch nen neuen impuls hineingebracht... das privatleben... mich würde einfach interessieren, wo du die prioritäten setzt und obs dir gelingt,alles unter einem hut zu bringen...ich sehe da schon bei mir erhebliche diskrepanzen....

Ein Hut...
reicht selten aus. Wichtig ist, das Privatleben und den Beruf so weit wie möglich voneinander zu trennen. Der "Hut" ist in meinem Fall mein Bedürfnis nach Harmonie und Zufriedenheit, da muss ich halt den ein oder anderen Kompromiss eingehen - doch nur so weit, wie ich es mit meinem Streben nach Erfolg und einem glücklichen Leben vereinbaren kann.

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