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Meine atheistische Theorie des Seins (dürfte silbertanne interessieren

17. Oktober 2008 um 20:19

und alle, die Interesse für Philosophie und das ganze Zeug zeigen) ...ist während meines Studiums entstanden; leider hatte ich sie verschlampt...bis ich heute in meinen ganzen alten Notizen rumgestöbert habe.
Auf einem halb voll geschriebenen Blockblatt, welches mir zuerst gar nicht aufgefallen war, an den Rand gequetscht, da stand sie. Meine Unordnung!

J'aime le chaos ... kann man das so sagen?

Amo perturbationem!



Meine Theorie des Seins:

1.) Das Sein ist ein unendlicher Kreislauf der Zwei Seiten des Seins. "Die Eine Seite des Seins" umfasst all das, was wir als reale Existenz auffassen würden.

"Die Andere Seite des Seins" ist die Kehrseite, also die Abwesenheit einer Existenz (die davor vergangen sein muss)
Diese ABWESENHEIT (einer einmal dagewesenen Existenz) EXISTIERT, also sie ist in ihrer eigenen Form eine Existenz.
Die Andere Seite des Seins ist einfach die existierende Abwesenheit (einer einmal existierend gewesen Existenz).

2.) Eine Existenz ist vergangen und ist somit auf die "Andere Seite des Seins" "umgekehrt", also nun existiert eine Abwesenheit dieser einen Existenz, also sie ist selbst eine Existenz.

Dazu habe ich mir auch eine math. Begründung gesucht:

E mal -1= - E
Existenz wird umgekehrt (auf and. S. des Seins) mit *-1
Diese Existenz ist nun abwesend, also -1

3.) Die Existenz auf der "Anderen Seite des Seins" wird nun irgendwann wieder umgekehrt, also auf die "Eine Seite des Seins";
Logisch, denn es gilt: Die Abwesenheit der Abwesenheit (dieser einen Existenz) ist die ANWESENHEIT.

math. Begründung:
-E * -1= +E
(minus mal minus ist plus; (minus anstelle von Abwesenheit))

(Die Abwesenheit der Existenz mal die Abwesenheit - es wird ja schließlich wieder umgekehrt - ist die Anwesenheit der Existenz!)

4.) Der Kreislauf beginnt von vorne

(1. Existenz 2. Abwesenheit der Existenz 3. Abwesenheit der Abwesenheit der Existenz: folglich ist sie wieder anwesend 4.Kreislaug beginnt von Neuem)

DIESE THEORIE FUNKTIONIERT NUR UNTER EINEM GRUNDSATZ:
Nämlich: Alles, was in diesem Kreislauf existiert, muss vergänglich sein, sonst geht das Umkehrprinzip in diesem Falle nicht!

Ich weiß nicht, ob irgendwelche anderen Philosophen schon vor mir auf diesen Gedanken gekommen sind; ich habe schließlich nicht Philosophie studiert!






Mehr lesen

18. Oktober 2008 um 9:00

Du kannst diese Theorie nur ansatzweise begreifen
Das geht über den menschlichen Verstand weit hinaus; dazu fehlt ihm die Vorstellungskraft!

Wer sich ein Leben lang mit der Frage der Entstehung des Universums quält, wird krank, und ist dabei fast keinen Schritt weiter gekommen.
Ich bin psychisch auch naja, ziemlich labil.

Ich kann meine Theorie sehr schlecht in Worte fassen und im jeden Satz habe ich -weil es gar nicht anders ging- dreimal das Wort "Existenz" verwendet. Ich habe mich, was die Schreibweise angeht, wirklich ein wenig verkompliziert.

Du siehst, dass in mein Weltbild keine Götter oder eine Gottheit passen, die das Universum erschaffen haben, weil das Umkehrungsprinzip - so nenne ich es - sich ewig fortgestzt hat und keinen Anfang haben kann.

Denn die Bedingung für das "Nichts", also für die Abwesenheit der Existenz, ist das vorherige Leben, welches auf die andere Seite des Seins umgekehrt wird.

Also: E* -1 = -E
Die Existenz wurde auf die andere Seite des Seins umgekerht; also ist abwesend.

Und: -E* -1 = +E
Die Existenz wird nocheinmal auf die andere Seite des Seins, also eigentlich auf die *Eine Seite des Seins* umgekehrt; denn die Abwesenheit der Abwesenheit ist die ANWESENHEIT (der Existenz).

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18. Oktober 2008 um 10:11
In Antwort auf diehexerin

Du kannst diese Theorie nur ansatzweise begreifen
Das geht über den menschlichen Verstand weit hinaus; dazu fehlt ihm die Vorstellungskraft!

Wer sich ein Leben lang mit der Frage der Entstehung des Universums quält, wird krank, und ist dabei fast keinen Schritt weiter gekommen.
Ich bin psychisch auch naja, ziemlich labil.

Ich kann meine Theorie sehr schlecht in Worte fassen und im jeden Satz habe ich -weil es gar nicht anders ging- dreimal das Wort "Existenz" verwendet. Ich habe mich, was die Schreibweise angeht, wirklich ein wenig verkompliziert.

Du siehst, dass in mein Weltbild keine Götter oder eine Gottheit passen, die das Universum erschaffen haben, weil das Umkehrungsprinzip - so nenne ich es - sich ewig fortgestzt hat und keinen Anfang haben kann.

Denn die Bedingung für das "Nichts", also für die Abwesenheit der Existenz, ist das vorherige Leben, welches auf die andere Seite des Seins umgekehrt wird.

Also: E* -1 = -E
Die Existenz wurde auf die andere Seite des Seins umgekerht; also ist abwesend.

Und: -E* -1 = +E
Die Existenz wird nocheinmal auf die andere Seite des Seins, also eigentlich auf die *Eine Seite des Seins* umgekehrt; denn die Abwesenheit der Abwesenheit ist die ANWESENHEIT (der Existenz).

Also
klingt logisch. aberfür mich hat selbst in der überlegung eine göttliche macht platz.
denn selbst ein System, was ich mir jetzt mal vorstellen wie einen Kreis . kein anfang kein ende, muss ja trotzdem irgendwann mal enstanden sein. selbst ein unendliches System hat einen Ursprung.

Der Kreis ist irgendwann begonnen worden. wenn du einen kreis auf ein Blatt papier malst, ist, wenn er fertig ist kein anfang und kein ende zu erkennen, trotzdem hast du bei einem punkt angesetzt ihn zu zeichen. und da steht für mich persönlich gott.
nun existiert der kreis und alles läuft seine bahnen "gott" greift nicht mehr ein.

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18. Oktober 2008 um 10:42
In Antwort auf frappuchino

Also
klingt logisch. aberfür mich hat selbst in der überlegung eine göttliche macht platz.
denn selbst ein System, was ich mir jetzt mal vorstellen wie einen Kreis . kein anfang kein ende, muss ja trotzdem irgendwann mal enstanden sein. selbst ein unendliches System hat einen Ursprung.

Der Kreis ist irgendwann begonnen worden. wenn du einen kreis auf ein Blatt papier malst, ist, wenn er fertig ist kein anfang und kein ende zu erkennen, trotzdem hast du bei einem punkt angesetzt ihn zu zeichen. und da steht für mich persönlich gott.
nun existiert der kreis und alles läuft seine bahnen "gott" greift nicht mehr ein.

Kennt ihr einen Philosophen, der
eine ähnliche Theorie wie ich entwickelt hat?

Ich nämlich nicht, ich kenne auch nicht allzuviele von diesen Denkern.

@frappuchino

Dieser Kreislauf hat keinen Anfang, so denke ich.
Denn was war davor? Das Nichts? Die Abwesenheit einer Existenz?

Und die Bedingung dafür war eine vorherige Existenz und die Bedingung für diese Existenz war die vorherige Abwesenheit dieser Existenz. Und dieser Abwesenheit liegt eine vorherige Existenz zugrunde.

Meine Theorie is wirklich bissl kompliziert

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18. Oktober 2008 um 11:00

Ich habe gesagt:
"Schließlich habe ich NICHT Philosophie studiert"

Aber trotzdem liebe ich sie!

Ich entwickele zunehmend ein unheimliches Interesse für Psychologie.
Wirklich interessant, auch wenn ich einige Theorien für falsch halte.

Silbertanne, findest du nicht auch, dass es Parallelen zwischen der Philosophie, der Psychologie, der Mathematik und den Naturwissenschaften gibt?

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18. Oktober 2008 um 11:55

Ich hasse es auch, mich
zu vertippen.

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18. Oktober 2008 um 14:54

Es kann kein Nichts geben, das weißt du nur allzu gut.

Nichts ist ein Teil von allem, also etwas.
Diese Abwesenheit einer Existenz an sich ist eine eigene Existenz. Die Abwesenheit der Abwesenheit ist wiederum die Anwesenheit.

Es gibt keinen endgültigen Tod in so einem System. Das heißt, das Universum würde sich von selbst nach einer gewissen Zeit erneuern.


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19. Oktober 2008 um 13:30

Maybe
Auf deine Frage hin, ob der Tod selbst dann nicht vergänglich sein müsse, gebe ich dir jetzt eine Antwort.

Der Tod ist die "Umkehrung". Die Existenz wird auf die "Andere Seite des Seins" umgekehrt und ist damit abwesend.
Die Abwesenheit an sich ist eine eigene Existenz. Diese Abwesenheit wird wiederum umgekehrt. Und die Abwesenheit der Abwesenheit ist die ANWESEHEIT DER EXISTENZ.

Das Umkehrungsprinzip ist das SYSTEM. Und das System ist natürlich nicht vergänglich!!!

Dieses System legt sich wohl kaum selbst lahm.

Falls du noch weitere Lücken in meiner Theorie des System des Seins finden solltest, dann will ich dich darauf hinweisen, das es in jeder Regel Ausnahmen gibt.

Zum Beispiel ist die Zeit nicht vergänglich!
Zeit wird immer existieren. Zeit lässt sich nicht stören.

Ich denke, damit habe ich deine Frage beantwortet. Die Vergänglichlkeit der Dinge vergeht nie.
Das Umkehrungsprinzip wird sich immer weiter fortsetzen.

Wie schon gesagt, ein System legt sich nicht selbst lahm.

Gruß, Hexerin

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19. Oktober 2008 um 13:59

Mein Theorie
hat ein System!

Und zu deinem Kreator:
Manche halten es tatsächlich für wahrscheinlicher, dass irgendeine übersinnliche Kraft die Welt erschaffen und gestaltet hat.

In meiner Jugend habe ich auch noch so gedacht. Doch dann mit meinen zwanzig Jahren begannen die gottlosen Zeiten.
Ich begann alles infrage (oder: in Frage; geht, glaube ich, beides, oder?) zu stellen.

Wenn ein "Kreator" alles erschaffen und gestaltet haben muss, dann muss auch der Kreator erschaffen worden sein.

So führt diese Kette immer weiter zurück bis in die Unendlichkeit.
Warum sollte ein "Schöpfer" nicht selbst erschaffen worden sein?


Warum behaupten manche, der Urpunkt der Bewegungskette sei eine Gottheit?
Mit dieser Logik könnte ebenso das Universum der Urpunkt sein!!!

Ich begann mich zu fragen, ob es überhaupt einen Urpunkt geben kann und kam zu dem Schluss, dass es ihn nicht gibt.

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19. Oktober 2008 um 16:06

Maybe
Auf deine Frage hin, ob der Tod selbst dann nicht vergänglich sein müsse, gebe ich dir jetzt eine Antwort.

Der Tod ist die "Umkehrung". Die Existenz wird auf die "Andere Seite des Seins" umgekehrt und ist damit abwesend.
Die Abwesenheit an sich ist eine eigene Existenz. Diese Abwesenheit wird wiederum umgekehrt. Und die Abwesenheit der Abwesenheit ist die ANWESEHEIT DER EXISTENZ.

Das Umkehrungsprinzip ist das SYSTEM. Und das System ist natürlich nicht vergänglich!!!

Dieses System legt sich wohl kaum selbst lahm.

Falls du noch weitere Lücken in meiner Theorie des System des Seins finden solltest, dann will ich dich darauf hinweisen, das es in jeder Regel Ausnahmen gibt.

Zum Beispiel ist die Zeit nicht vergänglich!
Zeit wird immer existieren. Zeit lässt sich nicht stören.

Ich denke, damit habe ich deine Frage beantwortet. Die Vergänglichlkeit der Dinge vergeht nie.
Das Umkehrungsprinzip wird sich immer weiter fortsetzen.

Wie schon gesagt, ein System legt sich nicht selbst lahm.


Weiterhin:
Ich habe nicht versucht, meine Theorie mit einer math. Formel zu beweisen!
Ich habe nur versucht, meine Denkweise zu begründen!
Kleiner Unterschied

Gruß Hexerin




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21. Oktober 2008 um 19:01
In Antwort auf diehexerin

Maybe
Auf deine Frage hin, ob der Tod selbst dann nicht vergänglich sein müsse, gebe ich dir jetzt eine Antwort.

Der Tod ist die "Umkehrung". Die Existenz wird auf die "Andere Seite des Seins" umgekehrt und ist damit abwesend.
Die Abwesenheit an sich ist eine eigene Existenz. Diese Abwesenheit wird wiederum umgekehrt. Und die Abwesenheit der Abwesenheit ist die ANWESEHEIT DER EXISTENZ.

Das Umkehrungsprinzip ist das SYSTEM. Und das System ist natürlich nicht vergänglich!!!

Dieses System legt sich wohl kaum selbst lahm.

Falls du noch weitere Lücken in meiner Theorie des System des Seins finden solltest, dann will ich dich darauf hinweisen, das es in jeder Regel Ausnahmen gibt.

Zum Beispiel ist die Zeit nicht vergänglich!
Zeit wird immer existieren. Zeit lässt sich nicht stören.

Ich denke, damit habe ich deine Frage beantwortet. Die Vergänglichlkeit der Dinge vergeht nie.
Das Umkehrungsprinzip wird sich immer weiter fortsetzen.

Wie schon gesagt, ein System legt sich nicht selbst lahm.


Weiterhin:
Ich habe nicht versucht, meine Theorie mit einer math. Formel zu beweisen!
Ich habe nur versucht, meine Denkweise zu begründen!
Kleiner Unterschied

Gruß Hexerin




Na maybe?
Willst du dazu nicht Stellung nehmen?

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21. Oktober 2008 um 19:32

Ich sollte mal schauen, dass
ich noch die anderen Foren kennenlerne.
Habe mich bis jetzt gerade mal im Forum "Gewalt in der Beziehung" - außer im Kulturforum - rumgetrieben.

Ich gehe inzwischen fast jeden Tag online und schaue, was so hier so abgeht...

Das Forum gefällt mir.

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26. Oktober 2008 um 17:48

"Gott ist tot"
Diese Gott-ist-tot-Theologie ging von nordamerikanischen Theologen aus.

Im Musical "Tanz der Vampire" waren diese drei Worte auch zu hören.

"...Gott ist tot, nach ihm wird nicht mehr gesucht
Wir sind zum ewigen Leben verflucht.
Es zieht uns näher zur Sonne, doch wir fürchten das Licht
Wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht
Was wir nicht hassen, das lieben wir nicht..."


Übrigens, wusstest du, dass die zehn Gebote aus der ägyptischen Religion stammten?

Aus "Ich habe nicht getötet" wurde "Du sollst nicht töten"
Aus "Ich habe nicht ...", wurde "Du sollst nicht ..."

Schau dir mal den Film "Zeitgeist" an.






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27. Oktober 2008 um 12:08

@silbertanne
Meistens siegt immer das Gute, umso aufregender ist es, wenn das Böse die Oberhand behält.
Wieso negative Figuren?
Es ist sehr interessant und fasziniert, wenn die "bösen" Charaktere eher im Mittelpunkt stehen.
Es...erfüllt mich mit einer...dunklen Faszination. Anders weiß ich es nicht zu beschreiben.
Die "negativen Charaktere" - wie du es nennen magst - weden oftmals einfach nur...grob, brutal, wüst und roh dargestellt, um einen möglichst großen Kontrast zwischen "Gut und Böse" (das Gute ist schön, tapfer, mutig...heroisch) herauszuarbeiten.
Und dieser starke Kontrast hat - auf mich zumindest - seine Wirkung verloren und langweilt.
Auch immer dieses typische Ende: Das "Gute" siegt.
Spannende Alternativen für den Schluss sind dagegen gelungene Abwechslungen.

Im Musical "Tanz der Vampire" wandert Graf Krolock nicht einfach nur als böse Kreatur über die Bühne.
Er wird auch von seiner anderen Seite gezeigt. Der verzweifelte Graf, der die Last der Jahrhunderte auf seiner Schulter trägt und sein Leid anklagt, verursacht durch diesen Hunger, den er stillen will, der aber doch nie aufhört...
Man lernt im Laufe des Musicals Krolocks romantische Natur kennen, ist fasziniert über seine unheimliche Begierde und über sein unheimliches Triebwesen und dann doch erstaunt über sein heimliches Leid und seine melancholische Seite...

Er versucht wahrscheinlich, dem "Bösen" schärfere Strukturen zu verleihen und es besser zu charakterisieren. Er legt Wert darauf, das "Böse" bis in die Feinheiten zu gestalten, um so eine fesselnde und faszinierende Wirkung, die von dem negativen Charakter ausgehen soll, aufzubauen und nebenbei weitere Facetten aufzudecken.
So habe ich das Musical erlebt.

Sharon Tate spielte in dem Film Sarah und war auch Roman Polanskis Frau, die im hochschwangerem Zustand von Anhängern einer Sekte umgebracht wurde, oder?
Roman Polanski soll auch eine Minderjährige missbraucht haben.

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28. Oktober 2008 um 8:11

Mal ganz ehrlich, ich
finde mich und meine Theorie genial.

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29. Oktober 2008 um 10:05

Ach, ein bisschen Selbstlob wird doch wohl erlaubt sein
und ist übrigens eine tolle Motivation!

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