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Mein Leben am A....

12. August um 1:58 Letzte Antwort: 12. August um 15:27

Hallo ihr Lieben,

meine aktuelle Lebenssituation belastet mich sehr und ich dachte wenn ich ein wenig davon berichte werde ich von der Last vielleicht nicht so erdrückt.
Innerhalb der letzten anderthalb Jahre hat sich mein Leben von traumhaft in alptraumhaft verwandelt.

Vor noch 1,5 Jahren lebte ich folgendermassen: glücklich verheitatet mit meiner Jugendliebe aus Schulzeit. Wir galten stets als DAS Traumpaar und hatten eine schöne, stabile Beziehung, Klar gab es Alltagsstress, den ich aber als normal empfand. Wir empfanden uns immer als Seelenverwandte. Wir haben 2 gesunde Kinder und haben ein Eigenheim gebaut. Beide in sehr gut bezahlten, absolut stabilen Job.
1 Monat nach dem Einzug in das Haus trennte er sich plötzlich und ich fiel in ein sehr sehr tiefes Loch. Er betonte immer er liebe mich noch, aber er könne so nicht mehr. Als ich erfuhr, dass er Gefühle für eine alte Bekannte hatte, die es vor über 20Jahren schon auf ihn abgesehen hatte ging meine Welt komplett unter. MIt ihr hatte ich damals schon ein Problem. Kurz darauf bezog er mit ihr hier in der Nähe eine neue Wohnung und ihr Sohn ging dann auf die gleiche Schule wie meine Kinder. Er veränderte sich massiv. Sagte aber immer er liebt mich und SIE würde nie an uns heranreichen.  
Dann erkrankte meine kleine Tochter an Epilepsie, was ein Schock war. 
Da ich das Haus nun alleine bezahlen musste kam ich in enorme finanzielle Schwierigkeiten.

Vor einigen Wochen dann verstarb mein Ex ohne Vorwarnung. Er fiel einfach um! Wieder wurde ich in eine tiefe Krise gestürzt, habe aber den Kindern zuliebe tapfer weiter gekämpft. Er fehlt schrecklich. Es sind sooo viele Fragen übrig geblieben. Meine Tochter wurde leider kurz danach immer kranker und konnte kaum noch laufen. Gewichtsabnahme, Fieberschübe, Schmerzen. Es stellte sich heraus, dass sie eine weitere chronische Erkrankung hat.  Nun stehe ich hier. Allein(erziehend), voller Trauer und finanziell am A. mit einem kranken Kind und einem pubertierenden Jungen, der wahnsinnig um seinen Vater trauert. Und dann kam heute die Nachricht, dass mein Vater eine metastasierte Krebserkrankung hat.
Und ich frage mich ganz ernsthaft wie in Gottes Namen konnte das alles passieren? Ich fühle mich bestraft. Kann man sein Glück aufbrauchen? Vielleicht hatte ich schon zu viel davon?
Alles Liebe und danke fürs Lesen.

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12. August um 5:03

Es tut mir sehr leid, wieviel Leid du ertragen musst! Ich kann dir natürlich leider nicht helfen, wollte aber nicht wortlos wieder gehen, nachdem ich deine traurigen Zeilen gelesen habe!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Gesundheit für deine Tochter....und deinen Vater!!!

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12. August um 9:10

Nein, dein Glück ist nicht aufgebraucht. Da prasselt gerade ein Drama nach dem anderen auf dich ein. Das Leben ist endlich,wie du durch den plötzlichen Tod deines Ex Mannes und der schweren Krankheit deines Vaters schmerzlichen erfahren musst. Tod und Krankheit kann man nicht unbedingt verhindern aber lernen, damit so gut es geht umzugehen. Welche Hilfen kannst du dir in Hinblick auf die Krankheit deiner Tochter und deines Vaters heranziehen. Vielleicht eine Selbsthilfegruppe. Ich kann mir vorstellen, dass es dir helfen kann zu erfahren, dass auch nach solchen schweren Zeiten wieder Licht am Horizont kommt. Vielleicht hast du Lust mal etwas ganz alleine mit deinem Sohn zu unternehmen. Eine neue Stadt besuchen oder so. 

Informiere dich mal über eine Mutter-Kind Kur. Mit beiden Kiddies oder nur der Tochter.

Hast du noch Geschwister die für deinen Vater da sind? Wie geht er mit der Diagnose um, gibt es einen konkreten Wunsch, dem man ihm erfüllen kann?

Diese schlimme Zeit wird einfacher je mehr du aktiv versuchst,  die ganzen kleinen und großen Probleme stückweise greifbar zu machen und planvoll anzugehen. Höre in dich hinein. Benötigst du vielleicht Unterstützung durch einen Therapeuten? 

Alles Gute für dich

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12. August um 15:27
In Antwort auf proteinkinase7

Hallo ihr Lieben,

meine aktuelle Lebenssituation belastet mich sehr und ich dachte wenn ich ein wenig davon berichte werde ich von der Last vielleicht nicht so erdrückt.
Innerhalb der letzten anderthalb Jahre hat sich mein Leben von traumhaft in alptraumhaft verwandelt.

Vor noch 1,5 Jahren lebte ich folgendermassen: glücklich verheitatet mit meiner Jugendliebe aus Schulzeit. Wir galten stets als DAS Traumpaar und hatten eine schöne, stabile Beziehung, Klar gab es Alltagsstress, den ich aber als normal empfand. Wir empfanden uns immer als Seelenverwandte. Wir haben 2 gesunde Kinder und haben ein Eigenheim gebaut. Beide in sehr gut bezahlten, absolut stabilen Job.
1 Monat nach dem Einzug in das Haus trennte er sich plötzlich und ich fiel in ein sehr sehr tiefes Loch. Er betonte immer er liebe mich noch, aber er könne so nicht mehr. Als ich erfuhr, dass er Gefühle für eine alte Bekannte hatte, die es vor über 20Jahren schon auf ihn abgesehen hatte ging meine Welt komplett unter. MIt ihr hatte ich damals schon ein Problem. Kurz darauf bezog er mit ihr hier in der Nähe eine neue Wohnung und ihr Sohn ging dann auf die gleiche Schule wie meine Kinder. Er veränderte sich massiv. Sagte aber immer er liebt mich und SIE würde nie an uns heranreichen.  
Dann erkrankte meine kleine Tochter an Epilepsie, was ein Schock war. 
Da ich das Haus nun alleine bezahlen musste kam ich in enorme finanzielle Schwierigkeiten.

Vor einigen Wochen dann verstarb mein Ex ohne Vorwarnung. Er fiel einfach um! Wieder wurde ich in eine tiefe Krise gestürzt, habe aber den Kindern zuliebe tapfer weiter gekämpft. Er fehlt schrecklich. Es sind sooo viele Fragen übrig geblieben. Meine Tochter wurde leider kurz danach immer kranker und konnte kaum noch laufen. Gewichtsabnahme, Fieberschübe, Schmerzen. Es stellte sich heraus, dass sie eine weitere chronische Erkrankung hat.  Nun stehe ich hier. Allein(erziehend), voller Trauer und finanziell am A. mit einem kranken Kind und einem pubertierenden Jungen, der wahnsinnig um seinen Vater trauert. Und dann kam heute die Nachricht, dass mein Vater eine metastasierte Krebserkrankung hat.
Und ich frage mich ganz ernsthaft wie in Gottes Namen konnte das alles passieren? Ich fühle mich bestraft. Kann man sein Glück aufbrauchen? Vielleicht hatte ich schon zu viel davon?
Alles Liebe und danke fürs Lesen.

Das ist wirklich traurig. Tut mir leid aber so ist das Leben. Genauso.  

kein Mann trennt sich einfach so oder plötzlich. Er wird längere Zeit unglücklich gewesen sein. Du wirst es nicht bemerkt haben. 

du hättest oder musst sofort aus dem Haus ausziehen. Es ist zu teuer alleine. Das kannst du nicht stemmen. 

leider gibt es Krankheiten. Das ist das schlimmste. Das stimmt mich wirklich traurig. 

dein Sohn wird sich wieder einfangen. Ihr macht alle eine furchtbare Zeit durch. 

bitte hole dir Hilfe. Psycho Therapie. Das wird dir helfen. 

Kopf hoch!!! 

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