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Mein Alkohol-Blog-Tagebuch

24. Oktober 2016 um 14:45

Hallo gofeminin, da ich früher schon einmal hier unterwegs war und liebe Menschen im Kinderwunsch-Forum kennengelernt hatte sah ich hier die Möglichkeit mein Herz auszuschütten: ich glaube ich bin inzwischen Alkoholikerin............
Ich kämpfe jeden Tag mit dem versoffenen Schweinehund in mir und schwöre jeden morgen beim Aufstehen heute mal nicht zu saufen. Auch heute ist wieder so ein Tag. Nachdem ich nun auch schon gute 15 Kilos zugenommen habe und einen ekelhaften Bierbauch bekommen habe, kann ich es in dieser Hinsicht einem geschulten Auge wahrscheinlich sowieso nicht mehr verheimlichen. Auch meine täglich geschwollenen schwarzen Augenringe machen es nicht besser.
Bis jetzt habe ich mir auch heute wieder vorgenommen heute endlich mal trocken zu bleiben. Ich fürchte es endet wie jeden Tag: ein Bierchen macht ja nix. Das eine geht so schnell leer, nagut, ein zweites . Dann fällt es in der Familie auf, mein Mann beobachtet inzwischen schon nebenbei immer die Füllung des Bierkastens. Aus Scham verstecke ich an günstigen Tagen ein paar Flaschen, die ich mir dann heimlich genehmigen kann. Wenn es gar nicht anders geht greife ich zu meiner versteckten Wodka-Flasche.
Ich will nicht mehr trinken.
Ich habe es auch schon mehrmals meinem Hausarzt gesagt. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass er immer wieder abwiegelt. Na, so schlimm wird es doch nicht sein, meint er dann. Wenn mir dann aber die Tränen kommen und ich ihn trotzdem versuche vom Gegenteil zu überzeugen meint er nur, ich solle eben mal ein paar Tage nichts trinken.
Das ist es ja gerade, das schaff ich nicht mehr. Er meinte er möchte nicht mehr machen, da ich sonst zu einer Entgiftung in die Klinik käme und das möchte er mir ersparen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich will einfach nicht mehr saufen wollen. Ich will, dass mein Körper sich wehrt, dass es mir nicht mehr schmeckt! An einigen wenigen Tagen habe ich es sogar schon mal geschafft. Das hielt einmal 3 Tage. Dann hatte ich wieder Appetit und eine Ausrede für den Grung: es ist Wochenende, heute war der Tag anstrengend, das habe ich mir verdient, es ist ja nur heute, morgen trinke ich wieder nicht.....jaja..... ich weiß selber die Floskeln. Und schon bei den Gedanken weiß ich wie es wieder weitergeht.
Mein Leben macht mir gerade auch überhaupt keinen Spaß. Nachdem ich mit meinem unerfüllten Kinderwunsch gestrandet bin, beruflich desillusioniert, genauso wie in meiner öden Partnerschaft und nun auch die Menaupause erlangt habe, fühle ich mich beim Wegsaufen wie in einer Selbstbestrafung: du hast es nicht anders verdient! Saufe, dann sind die Schmerzen weg, saufe, dann kannst du hemmungslos weinen, saufe, dann kannst du komaähnlich schlafen, wenn auch nur für wenige Stunden bis dann wieder Herzklopfen und Panik eintreten.
Vielleicht ist ja heute der Tag x. Heute habe ich es mir ganz fest vorgenommen........ (wie schon jeden anderen Tag in den letzten wochen......Monaten. Ja, es sind schon Monate.... ich hasse mich)

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25. Oktober 2016 um 12:02

Heute ist Tag 2 in meiner neuen Runde.
Tag 2 mit gofeminin. Auf diesem Wege kann ich auch wieder nur DANKE sagen, DANKE, dass es EUCH gibt!!!!!!!!!!! Ich habe auch einige wirklich LIEBE PNs bekommen.
Genau Ihr wart die Hoffnung auf die ich in diesem Blog sezte.
Denn, gestern habe ich NIX getrunken!!!!!!!!!!!

Ich habe im Internet beim Klatsch und Tratsch einen Bericht gesehen, in dem Bilder von einem Mann war, der 1 Jahr auf Alkohol verzichtet hat. Das Foto nach einem Jahr war erschreckend: er war quasi schlank!!!!!! Dieser Bildervergleich war in meinem inneren Auge.

Zu Hause habe ich die Bierkästen und Weinflaschen umkreist aber mit dem Griff zur Limo-Flasche ignoriert. Ich bin auch sehr schnell ins Bett gegangen, nachdem ich einigen Süßkram dafür verschlungen habe.
Ich habe jedenfalls endlich auch mal besser geschlafen. ich bin sehr erstaunt darüber.... Mein Bauch ist heute nicht so geschwollen. Ich fühle mich heute nicht wie ein Ballon. Mein Inneres ist irgendwie..... anders....frischer?
Natürlich denke ich immer wieder mal an heute abend. Schaffe ich es auch heute?
Ich habe Tage voller Seelenqual gehabt, in denen ich zum Supermarkt lief und mir Billig-Bier in Plastikflaschen holte. Diese habe ich dann auf der Toilette in der Nachbarabteilung getrunken. Endlich klopfte mein Herz nicht mehr so schlimm...... Spätestens an diesem Tag wußte ich was mit mir los ist.
Seitdem bin ich froh dieses Verlangen auf den Abend beschränken zu können. Ich beobachte mich viel selbst und merke, dass es ausufert, sobald ich auch nur ein Glas trinke. Dann sind meine Gedanken immer "na, nun ist es auch egal...." So weiß ich , dass ich ich gar nicht erst hingreifen darf.



 

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24. Oktober 2016 um 19:38
In Antwort auf wackeldackel50

Hallo gofeminin, da ich früher schon einmal hier unterwegs war und liebe Menschen im Kinderwunsch-Forum kennengelernt hatte sah ich hier die Möglichkeit mein Herz auszuschütten: ich glaube ich bin inzwischen Alkoholikerin............
Ich kämpfe jeden Tag mit dem versoffenen Schweinehund in mir und schwöre jeden morgen beim Aufstehen heute mal nicht zu saufen. Auch heute ist wieder so ein Tag. Nachdem ich nun auch schon gute 15 Kilos zugenommen habe und einen ekelhaften Bierbauch bekommen habe, kann ich es in dieser Hinsicht einem geschulten Auge wahrscheinlich sowieso nicht mehr verheimlichen. Auch meine täglich geschwollenen schwarzen Augenringe machen es nicht besser.
Bis jetzt habe ich mir auch heute wieder vorgenommen heute endlich mal trocken zu bleiben. Ich fürchte es endet wie jeden Tag: ein Bierchen macht ja nix. Das eine geht so schnell leer, nagut, ein zweites . Dann fällt es in der Familie auf, mein Mann beobachtet inzwischen schon nebenbei immer die Füllung des Bierkastens. Aus Scham verstecke ich an günstigen Tagen ein paar Flaschen, die ich mir dann heimlich genehmigen kann. Wenn es gar nicht anders geht greife ich zu meiner versteckten Wodka-Flasche.
Ich will nicht mehr trinken.
Ich habe es auch schon mehrmals meinem Hausarzt gesagt. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass er immer wieder abwiegelt. Na, so schlimm wird es doch nicht sein, meint er dann. Wenn mir dann aber die Tränen kommen und ich ihn trotzdem versuche vom Gegenteil zu überzeugen meint er nur, ich solle eben mal ein paar Tage nichts trinken.
Das ist es ja gerade, das schaff ich nicht mehr. Er meinte er möchte nicht mehr machen, da ich sonst zu einer Entgiftung in die Klinik käme und das möchte er mir ersparen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich will einfach nicht mehr saufen wollen. Ich will, dass mein Körper sich wehrt, dass es mir nicht mehr schmeckt! An einigen wenigen Tagen habe ich es sogar schon mal geschafft. Das hielt einmal 3 Tage. Dann hatte ich wieder Appetit und eine Ausrede für den Grung: es ist Wochenende, heute war der Tag anstrengend, das habe ich mir verdient, es ist ja nur heute, morgen trinke ich wieder nicht.....jaja..... ich weiß selber die Floskeln. Und schon bei den Gedanken weiß ich wie es wieder weitergeht.
Mein Leben macht mir gerade auch überhaupt keinen Spaß. Nachdem ich mit meinem unerfüllten Kinderwunsch gestrandet bin, beruflich desillusioniert, genauso wie in meiner öden Partnerschaft und nun auch die Menaupause erlangt habe, fühle ich mich  beim Wegsaufen wie in einer Selbstbestrafung: du hast es nicht anders verdient! Saufe, dann sind die Schmerzen weg, saufe, dann kannst du hemmungslos weinen, saufe, dann kannst du komaähnlich schlafen, wenn auch nur für wenige Stunden bis dann wieder Herzklopfen und Panik eintreten.
Vielleicht ist ja heute der Tag x. Heute habe ich es mir ganz fest vorgenommen........ (wie schon jeden anderen Tag in den letzten wochen......Monaten. Ja, es sind schon Monate.... ich hasse mich)
 

Auch ich habe eine Sucht hinter mir... kein Alkohol aber dafür Drogen. Selbes Spiel letztlich nur mit einem Unterschied. Ich habe nicht erkannt das ich nicht mehr wollte.

Angefangen hat das bei mir relativ früh, da war ich 13 vielleicht auch 14. Gut ok vielleicht war das falsche Umfeld schuld aber das ist immer relativ. Fakt ist ICH habe das Zeug genommen und nur ICH war so dumm es nicht sein zu lassen.

Aus dem Grund kann ich dir auch nur empfehlen einen Arzt aufzusuchen der dich ernst nimmt. Eine Anlaufstelle für Süchtige kann nie schaden denn eine Sucht ist manchmal tückisch. Man rutscht schnell rein und noch schneller Gesellschaftlich ab. So etwas will schließlich auch bezahlt werden und man verliert Hemmungen.

Bei mir endete die Sucht letztlich schnell aber hart... nämlich im Knast. Körperlich bin ich schon lange entwöhnt aber die gute Psyche spielt manchmal Streiche. Man muss sehr konzequent sein und bleiben den einmal suchti immer suchti. 

Viel Glück bei deinem Weg!   

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24. Oktober 2016 um 15:02

es geht vielen wie Dir. Sehr, sehr vielen.

Warum willst Du Dir nicht helfen lassen (Klinik)? Es geht eben nicht darum, "mal paar Tage nichts zu trinken". Klar, kann sein, dass Du körperlichen Entzug verspürst, wenn Dein Körper schon zu sehr darauf fixiert ist.
Das größere Problem aber wird die Sehn-Sucht danach sein. Sich auch nach einem echten Sch***-Tag nicht damit zu "entschädigen" und sich nicht nach einem Erfolg (und sei es "es ist Wochenende, ich habe die Woche geschafft!" damit zu belohnen.
Ja, kann man auch ohne Klinik schaffen, keine Frage - aber sehr, sehr, sehr viel schwerer. Willst Du das wirklich?
 

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24. Oktober 2016 um 15:08
In Antwort auf wackeldackel50

Hallo gofeminin, da ich früher schon einmal hier unterwegs war und liebe Menschen im Kinderwunsch-Forum kennengelernt hatte sah ich hier die Möglichkeit mein Herz auszuschütten: ich glaube ich bin inzwischen Alkoholikerin............
Ich kämpfe jeden Tag mit dem versoffenen Schweinehund in mir und schwöre jeden morgen beim Aufstehen heute mal nicht zu saufen. Auch heute ist wieder so ein Tag. Nachdem ich nun auch schon gute 15 Kilos zugenommen habe und einen ekelhaften Bierbauch bekommen habe, kann ich es in dieser Hinsicht einem geschulten Auge wahrscheinlich sowieso nicht mehr verheimlichen. Auch meine täglich geschwollenen schwarzen Augenringe machen es nicht besser.
Bis jetzt habe ich mir auch heute wieder vorgenommen heute endlich mal trocken zu bleiben. Ich fürchte es endet wie jeden Tag: ein Bierchen macht ja nix. Das eine geht so schnell leer, nagut, ein zweites . Dann fällt es in der Familie auf, mein Mann beobachtet inzwischen schon nebenbei immer die Füllung des Bierkastens. Aus Scham verstecke ich an günstigen Tagen ein paar Flaschen, die ich mir dann heimlich genehmigen kann. Wenn es gar nicht anders geht greife ich zu meiner versteckten Wodka-Flasche.
Ich will nicht mehr trinken.
Ich habe es auch schon mehrmals meinem Hausarzt gesagt. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass er immer wieder abwiegelt. Na, so schlimm wird es doch nicht sein, meint er dann. Wenn mir dann aber die Tränen kommen und ich ihn trotzdem versuche vom Gegenteil zu überzeugen meint er nur, ich solle eben mal ein paar Tage nichts trinken.
Das ist es ja gerade, das schaff ich nicht mehr. Er meinte er möchte nicht mehr machen, da ich sonst zu einer Entgiftung in die Klinik käme und das möchte er mir ersparen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich will einfach nicht mehr saufen wollen. Ich will, dass mein Körper sich wehrt, dass es mir nicht mehr schmeckt! An einigen wenigen Tagen habe ich es sogar schon mal geschafft. Das hielt einmal 3 Tage. Dann hatte ich wieder Appetit und eine Ausrede für den Grung: es ist Wochenende, heute war der Tag anstrengend, das habe ich mir verdient, es ist ja nur heute, morgen trinke ich wieder nicht.....jaja..... ich weiß selber die Floskeln. Und schon bei den Gedanken weiß ich wie es wieder weitergeht.
Mein Leben macht mir gerade auch überhaupt keinen Spaß. Nachdem ich mit meinem unerfüllten Kinderwunsch gestrandet bin, beruflich desillusioniert, genauso wie in meiner öden Partnerschaft und nun auch die Menaupause erlangt habe, fühle ich mich  beim Wegsaufen wie in einer Selbstbestrafung: du hast es nicht anders verdient! Saufe, dann sind die Schmerzen weg, saufe, dann kannst du hemmungslos weinen, saufe, dann kannst du komaähnlich schlafen, wenn auch nur für wenige Stunden bis dann wieder Herzklopfen und Panik eintreten.
Vielleicht ist ja heute der Tag x. Heute habe ich es mir ganz fest vorgenommen........ (wie schon jeden anderen Tag in den letzten wochen......Monaten. Ja, es sind schon Monate.... ich hasse mich)
 

Selbstmitleid bringt dich nicht weiter. Wenn du wirklich aufhören willst, dann geh freiwillig ins KH und mach eine Entgiftung. Danach kannst du anfangen dein Leben neu zu ordnen. Wenn du es wirklich willst dann schaffst du es! 

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24. Oktober 2016 um 19:38
In Antwort auf wackeldackel50

Hallo gofeminin, da ich früher schon einmal hier unterwegs war und liebe Menschen im Kinderwunsch-Forum kennengelernt hatte sah ich hier die Möglichkeit mein Herz auszuschütten: ich glaube ich bin inzwischen Alkoholikerin............
Ich kämpfe jeden Tag mit dem versoffenen Schweinehund in mir und schwöre jeden morgen beim Aufstehen heute mal nicht zu saufen. Auch heute ist wieder so ein Tag. Nachdem ich nun auch schon gute 15 Kilos zugenommen habe und einen ekelhaften Bierbauch bekommen habe, kann ich es in dieser Hinsicht einem geschulten Auge wahrscheinlich sowieso nicht mehr verheimlichen. Auch meine täglich geschwollenen schwarzen Augenringe machen es nicht besser.
Bis jetzt habe ich mir auch heute wieder vorgenommen heute endlich mal trocken zu bleiben. Ich fürchte es endet wie jeden Tag: ein Bierchen macht ja nix. Das eine geht so schnell leer, nagut, ein zweites . Dann fällt es in der Familie auf, mein Mann beobachtet inzwischen schon nebenbei immer die Füllung des Bierkastens. Aus Scham verstecke ich an günstigen Tagen ein paar Flaschen, die ich mir dann heimlich genehmigen kann. Wenn es gar nicht anders geht greife ich zu meiner versteckten Wodka-Flasche.
Ich will nicht mehr trinken.
Ich habe es auch schon mehrmals meinem Hausarzt gesagt. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass er immer wieder abwiegelt. Na, so schlimm wird es doch nicht sein, meint er dann. Wenn mir dann aber die Tränen kommen und ich ihn trotzdem versuche vom Gegenteil zu überzeugen meint er nur, ich solle eben mal ein paar Tage nichts trinken.
Das ist es ja gerade, das schaff ich nicht mehr. Er meinte er möchte nicht mehr machen, da ich sonst zu einer Entgiftung in die Klinik käme und das möchte er mir ersparen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich will einfach nicht mehr saufen wollen. Ich will, dass mein Körper sich wehrt, dass es mir nicht mehr schmeckt! An einigen wenigen Tagen habe ich es sogar schon mal geschafft. Das hielt einmal 3 Tage. Dann hatte ich wieder Appetit und eine Ausrede für den Grung: es ist Wochenende, heute war der Tag anstrengend, das habe ich mir verdient, es ist ja nur heute, morgen trinke ich wieder nicht.....jaja..... ich weiß selber die Floskeln. Und schon bei den Gedanken weiß ich wie es wieder weitergeht.
Mein Leben macht mir gerade auch überhaupt keinen Spaß. Nachdem ich mit meinem unerfüllten Kinderwunsch gestrandet bin, beruflich desillusioniert, genauso wie in meiner öden Partnerschaft und nun auch die Menaupause erlangt habe, fühle ich mich  beim Wegsaufen wie in einer Selbstbestrafung: du hast es nicht anders verdient! Saufe, dann sind die Schmerzen weg, saufe, dann kannst du hemmungslos weinen, saufe, dann kannst du komaähnlich schlafen, wenn auch nur für wenige Stunden bis dann wieder Herzklopfen und Panik eintreten.
Vielleicht ist ja heute der Tag x. Heute habe ich es mir ganz fest vorgenommen........ (wie schon jeden anderen Tag in den letzten wochen......Monaten. Ja, es sind schon Monate.... ich hasse mich)
 

Auch ich habe eine Sucht hinter mir... kein Alkohol aber dafür Drogen. Selbes Spiel letztlich nur mit einem Unterschied. Ich habe nicht erkannt das ich nicht mehr wollte.

Angefangen hat das bei mir relativ früh, da war ich 13 vielleicht auch 14. Gut ok vielleicht war das falsche Umfeld schuld aber das ist immer relativ. Fakt ist ICH habe das Zeug genommen und nur ICH war so dumm es nicht sein zu lassen.

Aus dem Grund kann ich dir auch nur empfehlen einen Arzt aufzusuchen der dich ernst nimmt. Eine Anlaufstelle für Süchtige kann nie schaden denn eine Sucht ist manchmal tückisch. Man rutscht schnell rein und noch schneller Gesellschaftlich ab. So etwas will schließlich auch bezahlt werden und man verliert Hemmungen.

Bei mir endete die Sucht letztlich schnell aber hart... nämlich im Knast. Körperlich bin ich schon lange entwöhnt aber die gute Psyche spielt manchmal Streiche. Man muss sehr konzequent sein und bleiben den einmal suchti immer suchti. 

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25. Oktober 2016 um 7:42

das kann ich unterschreiben. Die Entgiftung ist nun echt das kleinste Problem. Die schafft man auch am ehesten noch allein.

Wichtiger ist aber, dass man in der Klinik auch lernt, wie mit der Welt, mit Problemen, mit allem was an Versuchungen, Alibis, Ausreden usw. den Weg kreuzt, wieder ohne den "einfachen Weg" klar zu kommen. Wie man der Sehn-Sucht nach der Entgiftung so begegnet, dass es auch dabei bleibt. Wie man wieder lernt zu Leben und das Leben zu geniessen.

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25. Oktober 2016 um 12:02

Heute ist Tag 2 in meiner neuen Runde.
Tag 2 mit gofeminin. Auf diesem Wege kann ich auch wieder nur DANKE sagen, DANKE, dass es EUCH gibt!!!!!!!!!!! Ich habe auch einige wirklich LIEBE PNs bekommen.
Genau Ihr wart die Hoffnung auf die ich in diesem Blog sezte.
Denn, gestern habe ich NIX getrunken!!!!!!!!!!!

Ich habe im Internet beim Klatsch und Tratsch einen Bericht gesehen, in dem Bilder von einem Mann war, der 1 Jahr auf Alkohol verzichtet hat. Das Foto nach einem Jahr war erschreckend: er war quasi schlank!!!!!! Dieser Bildervergleich war in meinem inneren Auge.

Zu Hause habe ich die Bierkästen und Weinflaschen umkreist aber mit dem Griff zur Limo-Flasche ignoriert. Ich bin auch sehr schnell ins Bett gegangen, nachdem ich einigen Süßkram dafür verschlungen habe.
Ich habe jedenfalls endlich auch mal besser geschlafen. ich bin sehr erstaunt darüber.... Mein Bauch ist heute nicht so geschwollen. Ich fühle mich heute nicht wie ein Ballon. Mein Inneres ist irgendwie..... anders....frischer?
Natürlich denke ich immer wieder mal an heute abend. Schaffe ich es auch heute?
Ich habe Tage voller Seelenqual gehabt, in denen ich zum Supermarkt lief und mir Billig-Bier in Plastikflaschen holte. Diese habe ich dann auf der Toilette in der Nachbarabteilung getrunken. Endlich klopfte mein Herz nicht mehr so schlimm...... Spätestens an diesem Tag wußte ich was mit mir los ist.
Seitdem bin ich froh dieses Verlangen auf den Abend beschränken zu können. Ich beobachte mich viel selbst und merke, dass es ausufert, sobald ich auch nur ein Glas trinke. Dann sind meine Gedanken immer "na, nun ist es auch egal...." So weiß ich , dass ich ich gar nicht erst hingreifen darf.



 

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25. Oktober 2016 um 13:50
In Antwort auf wackeldackel50

Heute ist Tag 2 in meiner neuen Runde.
Tag 2 mit gofeminin. Auf diesem Wege kann ich auch wieder nur DANKE sagen, DANKE, dass es EUCH gibt!!!!!!!!!!! Ich habe auch einige wirklich LIEBE PNs bekommen.
Genau Ihr wart die Hoffnung auf die ich in diesem Blog sezte.
Denn, gestern habe ich NIX getrunken!!!!!!!!!!!

Ich habe im Internet beim Klatsch und Tratsch einen Bericht gesehen, in dem Bilder von einem Mann war, der 1 Jahr auf Alkohol verzichtet hat. Das Foto nach einem Jahr war erschreckend: er war quasi schlank!!!!!! Dieser Bildervergleich war in meinem inneren Auge.

Zu Hause habe ich die Bierkästen und Weinflaschen umkreist aber mit dem Griff zur Limo-Flasche ignoriert. Ich bin auch sehr schnell ins Bett gegangen, nachdem ich einigen Süßkram dafür verschlungen habe.
Ich habe jedenfalls endlich auch mal besser geschlafen. ich bin sehr erstaunt darüber.... Mein Bauch ist heute nicht so geschwollen. Ich fühle mich heute nicht wie ein Ballon. Mein Inneres ist irgendwie..... anders....frischer?
Natürlich denke ich immer wieder mal an heute abend. Schaffe ich es auch heute?
Ich habe Tage voller Seelenqual gehabt, in denen ich zum Supermarkt lief und mir Billig-Bier in Plastikflaschen holte. Diese habe ich dann auf der Toilette in der Nachbarabteilung getrunken. Endlich klopfte mein Herz nicht mehr so schlimm...... Spätestens an diesem Tag wußte ich was mit mir los ist.
Seitdem bin ich froh dieses Verlangen auf den Abend beschränken zu können. Ich beobachte mich viel selbst und merke, dass es ausufert, sobald ich auch nur ein Glas trinke. Dann sind meine Gedanken immer "na, nun ist es auch egal...." So weiß ich , dass ich ich gar nicht erst hingreifen darf.



 


alles Gute, mögen es noch viele Tage mehr werden

Denk mal darüber nach, womit Du Dir "etwas gutes tun kannst" - also das, was "Deine Seele zum Schnurren bringt". Damit kannst Du Dich belohnen - und auch ausgleichen, wenn gerade mal alles zu viel wird.

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25. Oktober 2016 um 17:23

Toller Beitrag, Lucky. 

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25. Oktober 2016 um 17:29
In Antwort auf wackeldackel50

Heute ist Tag 2 in meiner neuen Runde.
Tag 2 mit gofeminin. Auf diesem Wege kann ich auch wieder nur DANKE sagen, DANKE, dass es EUCH gibt!!!!!!!!!!! Ich habe auch einige wirklich LIEBE PNs bekommen.
Genau Ihr wart die Hoffnung auf die ich in diesem Blog sezte.
Denn, gestern habe ich NIX getrunken!!!!!!!!!!!

Ich habe im Internet beim Klatsch und Tratsch einen Bericht gesehen, in dem Bilder von einem Mann war, der 1 Jahr auf Alkohol verzichtet hat. Das Foto nach einem Jahr war erschreckend: er war quasi schlank!!!!!! Dieser Bildervergleich war in meinem inneren Auge.

Zu Hause habe ich die Bierkästen und Weinflaschen umkreist aber mit dem Griff zur Limo-Flasche ignoriert. Ich bin auch sehr schnell ins Bett gegangen, nachdem ich einigen Süßkram dafür verschlungen habe.
Ich habe jedenfalls endlich auch mal besser geschlafen. ich bin sehr erstaunt darüber.... Mein Bauch ist heute nicht so geschwollen. Ich fühle mich heute nicht wie ein Ballon. Mein Inneres ist irgendwie..... anders....frischer?
Natürlich denke ich immer wieder mal an heute abend. Schaffe ich es auch heute?
Ich habe Tage voller Seelenqual gehabt, in denen ich zum Supermarkt lief und mir Billig-Bier in Plastikflaschen holte. Diese habe ich dann auf der Toilette in der Nachbarabteilung getrunken. Endlich klopfte mein Herz nicht mehr so schlimm...... Spätestens an diesem Tag wußte ich was mit mir los ist.
Seitdem bin ich froh dieses Verlangen auf den Abend beschränken zu können. Ich beobachte mich viel selbst und merke, dass es ausufert, sobald ich auch nur ein Glas trinke. Dann sind meine Gedanken immer "na, nun ist es auch egal...." So weiß ich , dass ich ich gar nicht erst hingreifen darf.



 


Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Du machst heute schon den zweiten!
Jedoch würde ich dir ebenso wie auch Ratina ans Herz legen, dass du es besser nicht im Alleingang machst. Sich dir auf jeden Fall medizinische Unterstützung. 

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30. Oktober 2016 um 17:41
In Antwort auf wackeldackel50

Hallo gofeminin, da ich früher schon einmal hier unterwegs war und liebe Menschen im Kinderwunsch-Forum kennengelernt hatte sah ich hier die Möglichkeit mein Herz auszuschütten: ich glaube ich bin inzwischen Alkoholikerin............
Ich kämpfe jeden Tag mit dem versoffenen Schweinehund in mir und schwöre jeden morgen beim Aufstehen heute mal nicht zu saufen. Auch heute ist wieder so ein Tag. Nachdem ich nun auch schon gute 15 Kilos zugenommen habe und einen ekelhaften Bierbauch bekommen habe, kann ich es in dieser Hinsicht einem geschulten Auge wahrscheinlich sowieso nicht mehr verheimlichen. Auch meine täglich geschwollenen schwarzen Augenringe machen es nicht besser.
Bis jetzt habe ich mir auch heute wieder vorgenommen heute endlich mal trocken zu bleiben. Ich fürchte es endet wie jeden Tag: ein Bierchen macht ja nix. Das eine geht so schnell leer, nagut, ein zweites . Dann fällt es in der Familie auf, mein Mann beobachtet inzwischen schon nebenbei immer die Füllung des Bierkastens. Aus Scham verstecke ich an günstigen Tagen ein paar Flaschen, die ich mir dann heimlich genehmigen kann. Wenn es gar nicht anders geht greife ich zu meiner versteckten Wodka-Flasche.
Ich will nicht mehr trinken.
Ich habe es auch schon mehrmals meinem Hausarzt gesagt. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass er immer wieder abwiegelt. Na, so schlimm wird es doch nicht sein, meint er dann. Wenn mir dann aber die Tränen kommen und ich ihn trotzdem versuche vom Gegenteil zu überzeugen meint er nur, ich solle eben mal ein paar Tage nichts trinken.
Das ist es ja gerade, das schaff ich nicht mehr. Er meinte er möchte nicht mehr machen, da ich sonst zu einer Entgiftung in die Klinik käme und das möchte er mir ersparen. Das möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich will einfach nicht mehr saufen wollen. Ich will, dass mein Körper sich wehrt, dass es mir nicht mehr schmeckt! An einigen wenigen Tagen habe ich es sogar schon mal geschafft. Das hielt einmal 3 Tage. Dann hatte ich wieder Appetit und eine Ausrede für den Grung: es ist Wochenende, heute war der Tag anstrengend, das habe ich mir verdient, es ist ja nur heute, morgen trinke ich wieder nicht.....jaja..... ich weiß selber die Floskeln. Und schon bei den Gedanken weiß ich wie es wieder weitergeht.
Mein Leben macht mir gerade auch überhaupt keinen Spaß. Nachdem ich mit meinem unerfüllten Kinderwunsch gestrandet bin, beruflich desillusioniert, genauso wie in meiner öden Partnerschaft und nun auch die Menaupause erlangt habe, fühle ich mich  beim Wegsaufen wie in einer Selbstbestrafung: du hast es nicht anders verdient! Saufe, dann sind die Schmerzen weg, saufe, dann kannst du hemmungslos weinen, saufe, dann kannst du komaähnlich schlafen, wenn auch nur für wenige Stunden bis dann wieder Herzklopfen und Panik eintreten.
Vielleicht ist ja heute der Tag x. Heute habe ich es mir ganz fest vorgenommen........ (wie schon jeden anderen Tag in den letzten wochen......Monaten. Ja, es sind schon Monate.... ich hasse mich)
 

Mach einen Entzug.Du bist eine Spiegeltrinkerin..

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30. Oktober 2016 um 17:42

Sie muss es selber wollen ,sonst hat es keinen Sinn.

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30. Oktober 2016 um 17:45

reduzieren geht nicht ,ganz oder garnicht.

Die Figur ändert sich wenn sie nicht mehr trinkt..
 

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30. Oktober 2016 um 19:11

  Juut...

und das ganze Umfeld ändern..

Es ist eine der gefährlichsten Krankheiten und unheilbar..

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