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Männer werden automatisch als "die Verdiener" gesehen

23. August 2017 um 10:37

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG
MissA.


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23. August 2017 um 20:31
In Antwort auf missanthrop1

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG
MissA.


 

juckt mich null, von mir aus soll sich jeder seine Geschichte dichten wie er / sie will.
Ich halte mich an diejenigen, die sich die Mühe machen, erst mal ein paar Informationen zu sammeln und sich dann daran halten. Menschen, die nach ihrer Phantasie dichten, gehen mir kilometerweit... Deren Urteile sagen mehr über sie selbst als über mich

Und Menschen, die den Fleiß Deines Mannes loben, wollen vielleicht auch einfach nur irgend etwas nettes sagen und nicht Dich diskreditieren

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23. August 2017 um 20:35
In Antwort auf missanthrop1

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG
MissA.


 

P.S.: mit dieser Einstellung machst Du Dich fürchterlich abhängig.
Zwar nicht vom Geld einer anderen Person, aber von der Meinung anderer Personen - wozu?

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24. August 2017 um 0:28
In Antwort auf missanthrop1

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

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LG
MissA.


 

Was hältst du denn davon, mal zur Abwechslung selbst zu leben?
Du WIRST gelebt indem du offensichtlich abhängig vom Gerede der Mitmenschen bist.
Wenn du nochmal so einen Blödsinn hörts, dann erhebe mal deine Stimme und stelle klar, wie es sich wirklich verhält...die dummen Gesichter dürften dir gefallen. Umsomehr, als dein Mann offensichtlich zu dir hält.

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24. August 2017 um 10:34

Ich finde auch dass du zu viel Wert auf die Meinung anderer legst. Mein Mann ist zB Ausländer und viele Leute machen Andeutungen oder sagen direkt, dass er nur mit mir zusammen ist, damit ich ihn aushalte.
Er arbeitet unglaublich viel, verdient dreimal so viel wie ich und trägt mich auf Händen. Trotzdem ist er für viele der hinterhältige, faule Ausländer 

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25. August 2017 um 13:43
In Antwort auf missanthrop1

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG
MissA.


 

Ja. 
Mir wurde mal auf Arbeit von einer Kollegin geraten, "mein Mann" solle mir doch endlich mal einen Handy- Vertrag (heisst das so auf deutsch?) abschliessen, damit ich Geld auf dem Handy habe 

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25. August 2017 um 13:59
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Ja. 
Mir wurde mal auf Arbeit von einer Kollegin geraten, "mein Mann" solle mir doch endlich mal einen Handy- Vertrag (heisst das so auf deutsch?) abschliessen, damit ich Geld auf dem Handy habe 

genau sowas meinte ich - das sagt irgendwie ziemlich viel über Deine Kollegin, aber nichts über Dich

und ja: sagt man so auf dt.

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25. August 2017 um 14:04
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Ja. 
Mir wurde mal auf Arbeit von einer Kollegin geraten, "mein Mann" solle mir doch endlich mal einen Handy- Vertrag (heisst das so auf deutsch?) abschliessen, damit ich Geld auf dem Handy habe 

erinnert mich an das erste Jahr, wo unser Mini in der Schule war...
Ich kam zu der Zeit so 18:30 nach Hause und *schupps* stand Junior neben mir, er bräuchte unbedingt meine Hilfe bei der und der Hausaufgabe. Nach dem xten Mal habe ich ihn dann leicht genervt gefragt, warum er das nicht nachmittags mit dem Papa gemacht hat. Nun, des Rätsels Lösung war: die Lehrerin hatte natürlich gesagt "da laßt ihr euch dann von eurer Mami helfen!"

Ok, damit war es dann auch geklärt, wir haben unserem Mini die Nummer erklärt und der Lehrerin beim nächsten Elternabend den zarten Hinweis gegeben, dass ihre Rollenbilder mal wieder geputzt gehören...

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25. August 2017 um 14:19
In Antwort auf avarrassterne1

genau sowas meinte ich - das sagt irgendwie ziemlich viel über Deine Kollegin, aber nichts über Dich

und ja: sagt man so auf dt.

Ja klar - wir kennen sie schon. Bei ihr wird der eigene Mann nur "der Mann" genannt  
Mich ärgert das auch nicht länger als 2 Minuten - aber die Situationen, die die TE beschreibt, kenn ich eben auch.

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25. August 2017 um 14:22
In Antwort auf avarrassterne1

erinnert mich an das erste Jahr, wo unser Mini in der Schule war...
Ich kam zu der Zeit so 18:30 nach Hause und *schupps* stand Junior neben mir, er bräuchte unbedingt meine Hilfe bei der und der Hausaufgabe. Nach dem xten Mal habe ich ihn dann leicht genervt gefragt, warum er das nicht nachmittags mit dem Papa gemacht hat. Nun, des Rätsels Lösung war: die Lehrerin hatte natürlich gesagt "da laßt ihr euch dann von eurer Mami helfen!"

Ok, damit war es dann auch geklärt, wir haben unserem Mini die Nummer erklärt und der Lehrerin beim nächsten Elternabend den zarten Hinweis gegeben, dass ihre Rollenbilder mal wieder geputzt gehören...

Ja genau sowas!
Kommt hier auch sehr oft vor.

Es ist wahrscheinlich doch auch noch krasser als in Dtl.

Z.B. wird man hier, wenn man mit den Kindern zum Arzt geht, automatisch mit "Mütterchen" (mamita) angeredet - so als hätte ich das zum Namen. Nie wird aber ein Vater mit "Väterchen" aneredet, sondern immer "Herr sowieso".

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25. August 2017 um 19:54
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Ja genau sowas!
Kommt hier auch sehr oft vor.

Es ist wahrscheinlich doch auch noch krasser als in Dtl.

Z.B. wird man hier, wenn man mit den Kindern zum Arzt geht, automatisch mit "Mütterchen" (mamita) angeredet - so als hätte ich das zum Namen. Nie wird aber ein Vater mit "Väterchen" aneredet, sondern immer "Herr sowieso".

ja, da kenne ich auch Stories zu... vor 15 Jahren in der IT als Frau... lustig, lustig...

meldest Dich am Telefon mit "Firma abc, sie sprechen mit xy" und bekommst zur Antwort: "guten Tag, Firma Z, ich hätte gern Herrn xy gesprochen". Gern auch mehrfach von der gleichen Person...
Oder wenn ich Bereitschaft hatte... gehst ran ans Bereitschaftstelefon (Handy und Wochenende, ausdrücklich als Bereitschaftsnummer angegeben) "ja hier ist Firma... ich bräuchte dringend einen Techniker!" "Ja, ich BIN für heute der diensthabende Techniker!" "ohhhhhhh....."

Aber das hat mich nie irgendwie gereizt oder verletzt. Schlimmstenfalls fand ich es nervig, bestenfalls lustig. Meistens hat es nicht mal zu einer gekräuselten Augenbraue gereicht.
Ist nicht mein Problem, wenn mein Gegenüber denkt, Frauen gehören vorzugsweise an den Herd gekettet oder dürfen max. noch als Putze arbeiten und ich denk doch gar nicht daran, es zu meinem Problem zu machen. Und inzwischen ist davon auch nicht mehr viel übrig - das "Problem" hat sich allein gelöst.

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14. Oktober 2017 um 18:55

Hallo 
Als erstes muss ich sagen bin selber ein Mann. Und Problem liegt viel tiefer in der Gesellschaft. 
Durch die sogenante Emanzipation, wurde dem Frauen beigebracht sie leisten nur was wenn sie auch arbeiten.  Und das schlimme ist die Frauen glauben das auch noch. Jede Mutter die zuahuse sitzt mit Kinder und sich um denn Haushalt kümmert leistet im Monat mehr als die meisten Politiker in ihrer ganzem Amtsperiode. Nur leider wird das Theme grade von dem Politiker so oft diskutiert, das viel mittlerweile glauben wenn Frau nicht arbeitet ist sie nicht emanzipiert und ist abhängig vom Mann. Was totaler Blödsinn ist. Wenn es schon um Abhängigkeit geht sind die meisten Männer eher von ihren Frauen abhängig.  Weil die Frauen meisten wirklich alles regeln Haushalt, Kinder, Organisation, Finanzen usw.  Und der Mann geht halt nur arbeiten. Kenn so viel Männer die wirklich hilflos waren als die Frau plötzlich weg war.
Machen wir uns so h nix vor das Frauen heute arbeiten hat dich nichts mit Emanzipation zu tun.  Es liegt einfach daran das Frauen heutzutage leider mit arbeiten MÜSSEN!
Weil die normalen Durchschnitts Löhne  mittlerweile so niedrig sind und die Preise für Essen, Strom, Benzin usw. So enorm angestiegen sind, das ein Berufstätiger in einer Familie meisten nicht mehr reicht um die Familie zu versorgen. Kenne auch so viele Mütter die nach einer kurzen Elternzeit ihre Kinder in die Kita abgeben.  Aber nicht weil sie wieder gerne arbeiten wollen sonder weil sie müssen.  Weil es sonst finanziell nicht reichen würde. 
Was ich eigentlich damit sagen will man sollte  sich in der Hinsicht wirklich einen Scheiss  um die Meinung anderer Gedanken machen.  Die meisten leben sowieso in ihrer kleinen durch die Medien und politik manipulieren Welt. Und sind zu dumm da auszubrechen. Und sobald etwas ihrer anerzogenen Norm nicht passt.  Bricht ihre Welt halt direkt zusammen! 

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15. Oktober 2017 um 19:17
In Antwort auf missanthrop1

Hallo Leute,

habe lange überlegt, wie ich den Thread nennen soll, mir ist nichts Besseres eingefallen.
Ich suche nach Frauen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. Mich würde interessieren, wie Ihr damit umgeht.

Bei meinem Mann und mir ist es so, dass wir beide gut verdienen, ich allerdings sogar etwas mehr als er. Da er noch Unterhaltspflicht für ein Kind hat, kommt es auch mal vor, dass ich irgendwelche Anschaffungen alleine tätige. Das ist vollkommen ok, ich rechne da nicht auf. Dennoch nervt mich die folgende Situation:

Mein Mann ist eine Ecke älter. Und da denkt sich unserere Gesellschaft dann ihre eigene Geschichte aus:
Ich habe schon oft gemerkt, dass andere Menschen offensichtlich meinen, ich würde mich von ihm aushalten lassen, bzw. dass es zumindest so ist, dass er für den Großteil unseres Lebensunterhalts aufkommt. Leider wird dieser Eindruck dadurch unterstützt, dass ich von zuhause aus arbeite. Das weiß unser Umfeld zwar, aber offensichtlich entsteht der Eindruck, dass ich "ein wenig was dazu verdiene" es mir aber ansonsten gutgehen lasse.

Es fallen dann Sätze an IHN gerichtet wie "da hast Du aber ein schönes Haus gekauft" oder "Du arbeitest bestimmt viel". Als wir das Haus gekauft haben (für das ich 80% des Eigenkapitals zunächst vorgestreckt habe), hat das Umfeld fast ausschließlich mit ihm über das Haus gesprochen, als sei es seines. Wir hatten vorher eine (gemeinsame!) Eigentumswohnung, da war es ebenso schlimm: da wurde ich sogar nicht einmal zu den Eigentümerversammlungen eingeladen und dumm angeredet, was ich da denn wolle!

Nachbarn haben mich auch schon darauf angesprochen, wie fleißig mein Mann doch wäre. Leider sieht man seine Streicharbeiten an der Fassade halt auch - die unzähligen Kuchen, die ich backe oder die Böden, die ich schrubbe, die sieht niemand.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich noch nie bemerkt habe, dass mein Mann diesen Eindruck selbst irgendwie befeuert, er spricht natürlich immer von "unserem" Haus. Es ist wirklich die Gesellschaft, die so denkt.

Mir war es schon immer sehr wichtig, dass ich finanziell unabhängig bin und niemandem auf der Tasche liege.
Und jetzt, wo ich verheiratet bin, geht man automatisch davon aus, ich würde mich aushalten lassen?! Mich ärgert das irgendwie!

Ich werde bereits regelrecht paranoid und traue mich schon kaum noch, mir etwas zu kaufen (von meinem Geld), da ich dann denke, dass sein Umfeld meint, dass ER es mir gekauft hat

Hm, wenn ich mir das nochmal so durchlese, entsteht irgendwie der Eindruck, dass ich auf Materielles fixiert bin. Darum geht es mir aber wirklich nicht. Ich fühle mich nur in meinem Stolz gekränkt, dass ich offensichtlich als (eher faule) Ehefrau angesehen werde, die ausgehalten wird.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG
MissA.


 

Das kenne ich auch gut. Aber als selbstbewusste Frau sollte man sich nicht so sehr von der Meinung der anderen beeinflussen lassen. Mach das, was dich glücklich macht

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19. Oktober 2017 um 19:12

Das liegt, welch Überraschung, daran, das Männer in den meisten Fällen mehr verdienen und das alte Rollenmodell "Mama behütet - papa ackert" gelebt wird.
Nach einer Trennung mit Kind geht ja jeder davon aus dass die Mutter die Kinder bekommt weil der Vater die ganze Zeit nur arbeiten war und sich wenig oder nicht gekümmert hat.

Es sind die üblichen, durch jahr(hunderte)lange Rollenverteilung, entstandenen Klischees. Da sollte man einfach ein dickes Fell haben.

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