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Mann schreibt ekelhafte Dinge

23. Dezember 2020 um 15:22 Letzte Antwort: 6. Januar um 21:57

Bin momentan einen Mann am kennenlernen. Wir kuscheln ab und zu, mehr jedoch nicht!!!! Habe aber Gefühle für ihn entwickelt. 

Nun habe ich ihn etwas gestalked auf Insta. Und mir ist so kotzübel gerade.....🤮

Habe gesehen dass er bei einer Frau z.B folgendes unters Bild geschrieben hat:

"Damn those lips are lookin tasty 😍😘❤️" 

Beim lesen ist mir sowas von schlecht geworden. Muss ich davon ausgehen dass er mit der was am laufen hat? 

Darf er ja, aber will ihn so nicht mehr Daten.... 

Er hat mir immer das Gefühl gegeben die eine zu sein für ihn. 

Wie würdet ihr reagieren wenn euer Date sowas schrieben würde bei ner anderen. 
 

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23. Dezember 2020 um 18:22

nun, wenn Du ihn nicht mehr daten willst, dann ist es wohl am besten, Du tust das nicht

Wie wir reagieren würden, ist doch dafür restlos irrelevant

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23. Dezember 2020 um 20:04
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Bin momentan einen Mann am kennenlernen. Wir kuscheln ab und zu, mehr jedoch nicht!!!! Habe aber Gefühle für ihn entwickelt. 

Nun habe ich ihn etwas gestalked auf Insta. Und mir ist so kotzübel gerade.....🤮

Habe gesehen dass er bei einer Frau z.B folgendes unters Bild geschrieben hat:

"Damn those lips are lookin tasty 😍😘❤️" 

Beim lesen ist mir sowas von schlecht geworden. Muss ich davon ausgehen dass er mit der was am laufen hat? 

Darf er ja, aber will ihn so nicht mehr Daten.... 

Er hat mir immer das Gefühl gegeben die eine zu sein für ihn. 

Wie würdet ihr reagieren wenn euer Date sowas schrieben würde bei ner anderen. 
 

Dann brich den Kontakt ab und gut ist. 

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27. Dezember 2020 um 13:04

Am Laufen vielleicht nicht. Aber anbaggern schon. Sieht nicht so aus als hätte er sich schon exklusiv für dich entschieden...Deine Entscheidung. Gibt auch noch andere Männer.

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27. Dezember 2020 um 16:16
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Bin momentan einen Mann am kennenlernen. Wir kuscheln ab und zu, mehr jedoch nicht!!!! Habe aber Gefühle für ihn entwickelt. 

Nun habe ich ihn etwas gestalked auf Insta. Und mir ist so kotzübel gerade.....🤮

Habe gesehen dass er bei einer Frau z.B folgendes unters Bild geschrieben hat:

"Damn those lips are lookin tasty 😍😘❤️" 

Beim lesen ist mir sowas von schlecht geworden. Muss ich davon ausgehen dass er mit der was am laufen hat? 

Darf er ja, aber will ihn so nicht mehr Daten.... 

Er hat mir immer das Gefühl gegeben die eine zu sein für ihn. 

Wie würdet ihr reagieren wenn euer Date sowas schrieben würde bei ner anderen. 
 

Was ist daran ekelhaft, dass er die Lippen einer Frau sexy findet?

Wenn dir davon ekelt, dann ist es besser, du triffst den Mann nicht mehr, weil ihr zum Thema Sexualität eine grundverschiedene Einstellung habt. Da wird niemand von euch beiden damit glücklich.

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27. Dezember 2020 um 18:15
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Was ist daran ekelhaft, dass er die Lippen einer Frau sexy findet?

Wenn dir davon ekelt, dann ist es besser, du triffst den Mann nicht mehr, weil ihr zum Thema Sexualität eine grundverschiedene Einstellung habt. Da wird niemand von euch beiden damit glücklich.

na dass es nicht ihre Lippen sind, sondern die einer anderen Frau, vermutlich

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27. Dezember 2020 um 18:22
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na dass es nicht ihre Lippen sind, sondern die einer anderen Frau, vermutlich

Kann natürlich sein. Aber nachdem sie keine Beziehung haben, hat sie auch keinen Anspruch auf Exklusivrechte. 

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27. Dezember 2020 um 18:39
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Kann natürlich sein. Aber nachdem sie keine Beziehung haben, hat sie auch keinen Anspruch auf Exklusivrechte. 

auch wenn ich jetzt wie der Kuckuck über's Nestbauen rede: ich glaube, dass die schon vor der Beziehung gewünscht sind, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern so selten nicht. Assoziert mit "wer sich nicht nur für mich interessiert, meint es nicht ernst mit mir" afaik. Auch wenn ich keine Ahnung hab, wie ernst man es denn mit jemandem meinen KANN, den man noch lange nicht kennt, exklusiv oder ned... ^^

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27. Dezember 2020 um 18:49
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Bin momentan einen Mann am kennenlernen. Wir kuscheln ab und zu, mehr jedoch nicht!!!! Habe aber Gefühle für ihn entwickelt. 

Nun habe ich ihn etwas gestalked auf Insta. Und mir ist so kotzübel gerade.....🤮

Habe gesehen dass er bei einer Frau z.B folgendes unters Bild geschrieben hat:

"Damn those lips are lookin tasty 😍😘❤️" 

Beim lesen ist mir sowas von schlecht geworden. Muss ich davon ausgehen dass er mit der was am laufen hat? 

Darf er ja, aber will ihn so nicht mehr Daten.... 

Er hat mir immer das Gefühl gegeben die eine zu sein für ihn. 

Wie würdet ihr reagieren wenn euer Date sowas schrieben würde bei ner anderen. 
 

Sprich ihn doch einfach drauf an und sieh, wie er reagiert. Auf Instagram wird bestimmt viel geschrieben, so oberflächlich wie diese Plattform ist. 

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27. Dezember 2020 um 18:53
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auch wenn ich jetzt wie der Kuckuck über's Nestbauen rede: ich glaube, dass die schon vor der Beziehung gewünscht sind, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern so selten nicht. Assoziert mit "wer sich nicht nur für mich interessiert, meint es nicht ernst mit mir" afaik. Auch wenn ich keine Ahnung hab, wie ernst man es denn mit jemandem meinen KANN, den man noch lange nicht kennt, exklusiv oder ned... ^^

Finde ich auch in Ordnung, aber dann muss man das kommunizieren und nicht automatisch davon ausgehen, dass der Schwarm das auch weiß und gleich angeekelt sein, wenn das nicht der Fall ist. Generell kann es nach hinten los gehen, wenn man davon ausgeht, dass das eigene Wertegefüge automatisch auch das aller anderen sein muss. 

Das mit dem Kennenlernen ist auch so eine Sache: manche Menschen müssen jemanden sehr lange kennenlernen, bis sie sagen können, dass sie eine Beziehung mit dieser Person eingehen möchten. Andere wiederum stürzen sich Hals über Kopf in eine Beziehung, sobald sie verliebt sind und lernen sich dann eben erst im Lauf der Beziehung richtig kennen. Ist beides okay, es müssen sich nur zwei finden, die es ähnlich machen, sonst gibt es bald Frust, weil für den Einen nichts weitergeht, während sich der Andere unter Druck gesetzt fühlt und Reißaus nehmen möchte.

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27. Dezember 2020 um 19:08
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Finde ich auch in Ordnung, aber dann muss man das kommunizieren und nicht automatisch davon ausgehen, dass der Schwarm das auch weiß und gleich angeekelt sein, wenn das nicht der Fall ist. Generell kann es nach hinten los gehen, wenn man davon ausgeht, dass das eigene Wertegefüge automatisch auch das aller anderen sein muss. 

Das mit dem Kennenlernen ist auch so eine Sache: manche Menschen müssen jemanden sehr lange kennenlernen, bis sie sagen können, dass sie eine Beziehung mit dieser Person eingehen möchten. Andere wiederum stürzen sich Hals über Kopf in eine Beziehung, sobald sie verliebt sind und lernen sich dann eben erst im Lauf der Beziehung richtig kennen. Ist beides okay, es müssen sich nur zwei finden, die es ähnlich machen, sonst gibt es bald Frust, weil für den Einen nichts weitergeht, während sich der Andere unter Druck gesetzt fühlt und Reißaus nehmen möchte.

jein. 
Aus eigener Erfahrung - ich gehöre zu denen, die erst kennenlernen, dann Beziehung eingehen. Also mindestens 3, eher 6 Monate mit mehrfach wöchentlich treffen, auch beim anderen übernachten usw. usw. - es dauert halt.
Nur hilft da Kommunikation nur teilweise. Wenn das Tempo zu unterschiedlich ist, hilft das auch nichts, weil einem von beiden etwas fehlt. Und das gibt Druck, auch mit Kommunikation. Auf beide natürlich. Geht eigentlich nie gut, da kann man kommunizieren, was man will.

Mit den Exklusivrechten... tja, das ist etwas, was keiner willentlich ändern kann, glaube ich. Da hilft nur eins: Partner suchen, der die Wohlfühlzone im gleichen Bereich hat. Ja, auch in dem Falle, nicht nur bei denen, die sich auch in der Beziehung für Eklusivrechte nicht interessieren. Denn sonst ist es für einen von beiden immer ein "ich würde gern, aber DARF NICHT" - ist erstens ja wohl kaum der Sinn der Sache und hat zweitens auch gut das Zeug dazu, noch das Kennenlernen zu versalzen.

Wobei ich in jedem Falle einen Unterschied zwischen Realität und irgendwelchem Blabla im Internet, erst Recht bei SocialMedia machen würde, wo es so gar niemals darum geht, wie man ist, sondern ausschließlich darum, wie man sich darstellt. 

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27. Dezember 2020 um 19:36
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jein. 
Aus eigener Erfahrung - ich gehöre zu denen, die erst kennenlernen, dann Beziehung eingehen. Also mindestens 3, eher 6 Monate mit mehrfach wöchentlich treffen, auch beim anderen übernachten usw. usw. - es dauert halt.
Nur hilft da Kommunikation nur teilweise. Wenn das Tempo zu unterschiedlich ist, hilft das auch nichts, weil einem von beiden etwas fehlt. Und das gibt Druck, auch mit Kommunikation. Auf beide natürlich. Geht eigentlich nie gut, da kann man kommunizieren, was man will.

Mit den Exklusivrechten... tja, das ist etwas, was keiner willentlich ändern kann, glaube ich. Da hilft nur eins: Partner suchen, der die Wohlfühlzone im gleichen Bereich hat. Ja, auch in dem Falle, nicht nur bei denen, die sich auch in der Beziehung für Eklusivrechte nicht interessieren. Denn sonst ist es für einen von beiden immer ein "ich würde gern, aber DARF NICHT" - ist erstens ja wohl kaum der Sinn der Sache und hat zweitens auch gut das Zeug dazu, noch das Kennenlernen zu versalzen.

Wobei ich in jedem Falle einen Unterschied zwischen Realität und irgendwelchem Blabla im Internet, erst Recht bei SocialMedia machen würde, wo es so gar niemals darum geht, wie man ist, sondern ausschließlich darum, wie man sich darstellt. 

Wenn man es aber klar kommuniziert und zwar von Anfang an, dann kann sich der andere aussuchen, ob er es versuchen will oder eben nicht. 

Kommunikation ist nicht immer ein Mittel zur Problemlösung, da gebe ich dir aber Recht. Vorlieben, Charakterzüge, die Persönlichkeit kann man nicht wegkommunizieren, diese Dinge bleiben. Wenn jemand damit so gar nicht zurechtkommt, dann ist das eben so. Menschen sind einfach nicht immer miteinander kompatibel, ganz egal, wie groß die Gefühle sind. Das muss man hinnehmen. Aber zumindest kann man sich dann hinterher nicht vorwerfen, man hätte etwas verschwiegen. 

Was die Exklusivrechte betrifft: das ist nicht immer eine Vorliebe, die man nicht ändern kann oder möchte. Manchmal ist es einfach nur Sozialisierung, also wie man das Kennenlernen gewohnt ist, wie es bei einem zu Hause üblich ist, wie man es gelernt hat und kennt. Beispiel USA: da ist es von jeher üblich, dass man mehrere Menschen gleichzeitig datet, inklusive Sex, wenn es sich ergibt und man keine religiösen Gründe hat, die dagegen sprechen. Irgendwann entscheidet man sich dann für eine Person (oder auch für keine) und bricht dann den Kontakt zu den anderen ab. Das heißt aber nicht, dass jeder US-Bürger das gut findet oder dass es jedem ein Bedürfnis wäre. Sie kennen es halt nur so. Wenn jetzt jemand aus einem anderen Land kommt mit anderen Gepflogenheiten und sagt, dass er das nicht so kennt und für ihn gar nicht geht, dann kann man das schon auch anders machen. 

Das ist nicht dasselbe für mich wie eine Person, die generell nicht sexuell monogam ist oder sein möchte. In dem Fall hast du natürlich recht, da muss man jemanden finden, der das auch so hält und glücklich damit ist. 

Ich denke, dass Soziale Medien für jene Menschen, die bereits damit aufgewachsen sind, einen ganz anderen Stellenwert haben als für jene, die ohne diese Dinge ihre Kindheit und Teenagerzeit erlebt haben. Da haben sich die Prioritäten schon verschoben zugunsten der Sozialen Medien. Für viele Menschen sind die die Realität, so schwer vorstellbar das sein mag. Genau deshalb wünsche ich mir ja auch Medienerziehung in den Schulen, damit die Kinder von klein auf lernen, wie sie damit vernünftig umgehen können.

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28. Dezember 2020 um 1:54
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Wenn man es aber klar kommuniziert und zwar von Anfang an, dann kann sich der andere aussuchen, ob er es versuchen will oder eben nicht. 

Kommunikation ist nicht immer ein Mittel zur Problemlösung, da gebe ich dir aber Recht. Vorlieben, Charakterzüge, die Persönlichkeit kann man nicht wegkommunizieren, diese Dinge bleiben. Wenn jemand damit so gar nicht zurechtkommt, dann ist das eben so. Menschen sind einfach nicht immer miteinander kompatibel, ganz egal, wie groß die Gefühle sind. Das muss man hinnehmen. Aber zumindest kann man sich dann hinterher nicht vorwerfen, man hätte etwas verschwiegen. 

Was die Exklusivrechte betrifft: das ist nicht immer eine Vorliebe, die man nicht ändern kann oder möchte. Manchmal ist es einfach nur Sozialisierung, also wie man das Kennenlernen gewohnt ist, wie es bei einem zu Hause üblich ist, wie man es gelernt hat und kennt. Beispiel USA: da ist es von jeher üblich, dass man mehrere Menschen gleichzeitig datet, inklusive Sex, wenn es sich ergibt und man keine religiösen Gründe hat, die dagegen sprechen. Irgendwann entscheidet man sich dann für eine Person (oder auch für keine) und bricht dann den Kontakt zu den anderen ab. Das heißt aber nicht, dass jeder US-Bürger das gut findet oder dass es jedem ein Bedürfnis wäre. Sie kennen es halt nur so. Wenn jetzt jemand aus einem anderen Land kommt mit anderen Gepflogenheiten und sagt, dass er das nicht so kennt und für ihn gar nicht geht, dann kann man das schon auch anders machen. 

Das ist nicht dasselbe für mich wie eine Person, die generell nicht sexuell monogam ist oder sein möchte. In dem Fall hast du natürlich recht, da muss man jemanden finden, der das auch so hält und glücklich damit ist. 

Ich denke, dass Soziale Medien für jene Menschen, die bereits damit aufgewachsen sind, einen ganz anderen Stellenwert haben als für jene, die ohne diese Dinge ihre Kindheit und Teenagerzeit erlebt haben. Da haben sich die Prioritäten schon verschoben zugunsten der Sozialen Medien. Für viele Menschen sind die die Realität, so schwer vorstellbar das sein mag. Genau deshalb wünsche ich mir ja auch Medienerziehung in den Schulen, damit die Kinder von klein auf lernen, wie sie damit vernünftig umgehen können.

In der Theorie. 
Die Praxis kann bei "ich sage klar, was Sache ist, dann kannst Du entscheiden" leider selten mithalten. 

Was SocialMedia angeht: es gibt auch auf Insta bspw. Frauen, die den Hochglanz Bildern die von sich entgegenstellen, wo der Winkel und die Körperhaltung nicht optimal sind. Sagen wir: der Rücken nicht nach hinten durchgestreckt, sondern leicht vornübergebeugt und nicht von schräg oben fotografiert. Beides macht viel aus. Selbst ohne Photoshop und Make-up noch zu berücksichtigen.
Aber auch so sollte man darauf kommen, dass niemand auch nur eine Sekunde darüber nachdenken wird, jemandem, der nur das photoshopte Selbst in den  durchgestylten Momenten des Lebens kennt, sein "Alltagsgesicht" zu zeigen. Dazu reicht doch der IQ einer Banane, würde ich meinen.
Ich bin jetzt fast 25Jahre online unterwegs. Hat mir nicht die Schule beigebracht. Die Vor- und Nachteile einer VR haben sich in den ersten Monaten von allein gezeigt. 

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28. Dezember 2020 um 7:06

Tina stellt viele Fragen und dann kommt nix mehr ? Tina hat wohl Langeweile ? 

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28. Dezember 2020 um 14:47
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In der Theorie. 
Die Praxis kann bei "ich sage klar, was Sache ist, dann kannst Du entscheiden" leider selten mithalten. 

Was SocialMedia angeht: es gibt auch auf Insta bspw. Frauen, die den Hochglanz Bildern die von sich entgegenstellen, wo der Winkel und die Körperhaltung nicht optimal sind. Sagen wir: der Rücken nicht nach hinten durchgestreckt, sondern leicht vornübergebeugt und nicht von schräg oben fotografiert. Beides macht viel aus. Selbst ohne Photoshop und Make-up noch zu berücksichtigen.
Aber auch so sollte man darauf kommen, dass niemand auch nur eine Sekunde darüber nachdenken wird, jemandem, der nur das photoshopte Selbst in den  durchgestylten Momenten des Lebens kennt, sein "Alltagsgesicht" zu zeigen. Dazu reicht doch der IQ einer Banane, würde ich meinen.
Ich bin jetzt fast 25Jahre online unterwegs. Hat mir nicht die Schule beigebracht. Die Vor- und Nachteile einer VR haben sich in den ersten Monaten von allein gezeigt. 

Mehr als klar sagen, was Sache ist, kann man aber auch nicht tun. Wenn sich dann jemand trotzdem so entscheidet, dass es ihm nicht gut damit geht, kann man das nicht ändern. Auch Fehlentscheidungen gehören zum Leben. 

Zum Glück sind Entscheidungen sehr oft reversibel. Wenn es trotz guten Willens und klarer Kommunikation mit der Beziehung nicht klappt, kann man sich immer noch trennen. 

Das ist jetzt aber ein bisschen unfair, da du ja in dieser Branche tätig bist und zu IT-Dingen einen anderen Zugang hast. Ich kenne genug Menschen in meiner Altersgruppe (45 und älter), die nicht mal einen PC oder ein Smartphone bedienen können und die den Unterschied zwischen geschminkt und ungeschminkt nicht erkennen und noch nicht einmal mit dem Begriff VR was anfangen können. 

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28. Dezember 2020 um 14:49
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Tina stellt viele Fragen und dann kommt nix mehr ? Tina hat wohl Langeweile ? 

Das war wohl wieder einer dieser Provokationsthreads, den Trolle eröffnen, weil ihnen während des Lockdowns langweilig war.

Macht nichts, die Diskussion, die sich daraus entwickelt hat, ist durchaus interessant, auch wenn sie mit dem Ursprungsthema nur noch am Rande etwas zu tun hat.

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28. Dezember 2020 um 16:45
In Antwort auf

Mehr als klar sagen, was Sache ist, kann man aber auch nicht tun. Wenn sich dann jemand trotzdem so entscheidet, dass es ihm nicht gut damit geht, kann man das nicht ändern. Auch Fehlentscheidungen gehören zum Leben. 

Zum Glück sind Entscheidungen sehr oft reversibel. Wenn es trotz guten Willens und klarer Kommunikation mit der Beziehung nicht klappt, kann man sich immer noch trennen. 

Das ist jetzt aber ein bisschen unfair, da du ja in dieser Branche tätig bist und zu IT-Dingen einen anderen Zugang hast. Ich kenne genug Menschen in meiner Altersgruppe (45 und älter), die nicht mal einen PC oder ein Smartphone bedienen können und die den Unterschied zwischen geschminkt und ungeschminkt nicht erkennen und noch nicht einmal mit dem Begriff VR was anfangen können. 

ja, nur sprachst Du ja von den heutigen Teenagern, nicht von Leuten in meinem (und Deinem) Alter :P Die haben schon PC und Smartphone, was ist daran jetzt unfair? ^^

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28. Dezember 2020 um 16:53
In Antwort auf

ja, nur sprachst Du ja von den heutigen Teenagern, nicht von Leuten in meinem (und Deinem) Alter :P Die haben schon PC und Smartphone, was ist daran jetzt unfair? ^^

Das stimmt, von heutigen Teenagern sprach ich zuerst, aber bei der letzten Antwort bezog ich mich auf deine Aussage:

Ich bin jetzt fast 25 Jahre online unterwegs. Hat mir nicht die Schule beigebracht. Die Vor- und Nachteile einer VR haben sich in den ersten Monaten von allein gezeigt. 

Somit bist du ja eher kein heutiger Teenager mehr. Das heißt, du hast Lebenserfahrung und außerdem noch eine IT-Ausbildung. Diese Ausbildung haben aber nur wenige Menschen und die heutigen Teenager auch nicht. Darum ist es wichtig, dass man ihnen das in der Schule beibringt. Ihre Eltern haben oft selbst die nötige Medienkompetenz nicht und können ihnen nicht dabei helfen. Zu erwarten, dass sie schon von selbst draufkommen werden, ist ein bisschen zuviel verlangt.

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28. Dezember 2020 um 17:22
In Antwort auf

Das stimmt, von heutigen Teenagern sprach ich zuerst, aber bei der letzten Antwort bezog ich mich auf deine Aussage:

Ich bin jetzt fast 25 Jahre online unterwegs. Hat mir nicht die Schule beigebracht. Die Vor- und Nachteile einer VR haben sich in den ersten Monaten von allein gezeigt. 

Somit bist du ja eher kein heutiger Teenager mehr. Das heißt, du hast Lebenserfahrung und außerdem noch eine IT-Ausbildung. Diese Ausbildung haben aber nur wenige Menschen und die heutigen Teenager auch nicht. Darum ist es wichtig, dass man ihnen das in der Schule beibringt. Ihre Eltern haben oft selbst die nötige Medienkompetenz nicht und können ihnen nicht dabei helfen. Zu erwarten, dass sie schon von selbst draufkommen werden, ist ein bisschen zuviel verlangt.

aber anno lang her in den 90ern war ich schon noch Teenager. Ok, gerade so noch, aber dennoch

Und da hatte eine VR (auch wenn es bei uns mehr Chatrooms waren) die gleichen Vor- und Nachteile wie heute auch. Und die gleichen Fallstricke. 
Die IT-Ausbildung ist dafür auch völlig egal. Das Wissen, wie man eine SocialMedia-Platform programmieren könnte hilft genau NULL bei der Antwort, ob und wie man sie verwendet. Man lernt ja auch nicht automatisch Autos zu fahren, wenn man weiß, wie sie gebaut werden

Das was man braucht, ist kein Internetkurs und keine "Medienkompetenz", sondern Selbstreflektion, Beobachtung und soziales Grundwissen. Das ist leider für die meisten Eltern auch zu viel verlangt, aber das liegt ganz sicher nicht daran, dass es ihnen nicht möglich wäre.

Die Verhaltensmuster von Menschen sind doch online keine anderen als offline. 
Psychologische Basistheorie von ... sehr lang her (ja, ich bin zu faul zum googeln): es gibt von jedem Menschen verschiedene Bilder... also Blickwinkel. Wie man sich selbst sieht, wie man gesehen werden möchte, wie andere einen sehen ... und jeder Mensch tut jeden Tag so einiges in Sachen "wie ich GESEHEN WERDEN MÖCHTE" - manche mehr, manche weniger, klar, aber keiner ist frei davon. Darauf zu kommen, was passiert, wenn die Möglichkeiten dazu auf einmal drastisch größer werden, braucht ein bißchen Hirn (Basis-Ausstattung reicht), aber keine Medienkompetenz.
Betrüger gibt es offline auch reichlich. Von Taschendieben bis Trickbetrug. Dass die keinen Bogen um das Internet machen, braucht Hirn in mindestens Basisausstattung, aber keine Medienkompetenz.
Das Wissen, dass etwas, was "zu schön, um wahr zu sein" ist, üblicher Weise schlicht nicht wahr ist, braucht keine Medienkompetenz.
Dass man in einer Welt, wo man nun einmal nicht weiß, ob derjenige, mit dem man sich gerade unterhält, Romeo heißt, 47 Jahre ist und in Hamburg wohnt oder Julia heißt, 16 ist und in München wohnt, sich auf den Teil konzentrieren sollte, für den das völlig schnuppe ist, braucht auch keine Medienkompetenz. Der IQ einer Banane reicht.
Usw. usw. usw.

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28. Dezember 2020 um 17:47
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aber anno lang her in den 90ern war ich schon noch Teenager. Ok, gerade so noch, aber dennoch

Und da hatte eine VR (auch wenn es bei uns mehr Chatrooms waren) die gleichen Vor- und Nachteile wie heute auch. Und die gleichen Fallstricke. 
Die IT-Ausbildung ist dafür auch völlig egal. Das Wissen, wie man eine SocialMedia-Platform programmieren könnte hilft genau NULL bei der Antwort, ob und wie man sie verwendet. Man lernt ja auch nicht automatisch Autos zu fahren, wenn man weiß, wie sie gebaut werden

Das was man braucht, ist kein Internetkurs und keine "Medienkompetenz", sondern Selbstreflektion, Beobachtung und soziales Grundwissen. Das ist leider für die meisten Eltern auch zu viel verlangt, aber das liegt ganz sicher nicht daran, dass es ihnen nicht möglich wäre.

Die Verhaltensmuster von Menschen sind doch online keine anderen als offline. 
Psychologische Basistheorie von ... sehr lang her (ja, ich bin zu faul zum googeln): es gibt von jedem Menschen verschiedene Bilder... also Blickwinkel. Wie man sich selbst sieht, wie man gesehen werden möchte, wie andere einen sehen ... und jeder Mensch tut jeden Tag so einiges in Sachen "wie ich GESEHEN WERDEN MÖCHTE" - manche mehr, manche weniger, klar, aber keiner ist frei davon. Darauf zu kommen, was passiert, wenn die Möglichkeiten dazu auf einmal drastisch größer werden, braucht ein bißchen Hirn (Basis-Ausstattung reicht), aber keine Medienkompetenz.
Betrüger gibt es offline auch reichlich. Von Taschendieben bis Trickbetrug. Dass die keinen Bogen um das Internet machen, braucht Hirn in mindestens Basisausstattung, aber keine Medienkompetenz.
Das Wissen, dass etwas, was "zu schön, um wahr zu sein" ist, üblicher Weise schlicht nicht wahr ist, braucht keine Medienkompetenz.
Dass man in einer Welt, wo man nun einmal nicht weiß, ob derjenige, mit dem man sich gerade unterhält, Romeo heißt, 47 Jahre ist und in Hamburg wohnt oder Julia heißt, 16 ist und in München wohnt, sich auf den Teil konzentrieren sollte, für den das völlig schnuppe ist, braucht auch keine Medienkompetenz. Der IQ einer Banane reicht.
Usw. usw. usw.

Die gleichen Fallstricke: sehe ich nicht so. Ich kann mich noch an Newsgroups und die ersten Foren und Chats erinnern, da konnte man aber viele Dinge nicht machen, zum Beispiel Fotos oder Videos hochladen. Ich kann mich auch von damals nicht an diese ganzen Scams erinnern, ganz einfach deshalb, weil der Zugang noch nicht für alle verfügbar war. Außerdem war dort Klarnamenpflicht. Es konnte natürlich damals genausowenig wie heute jemand überprüfen, ob der Name auch echt ist, aber irgendwie nahmen die Menschen solche Regeln noch ernster als heute, kommt mir vor.

Medienkompetenz ist für mich eine interdisziplinäre Sache, da spielt natürlich auch Psychologie mit hinein, genauso wie Grundwissen über Online-Marketing und noch vieles mehr. 

Programmierkenntnisse helfen vielleicht nicht weiter, aber ein grundsätzliches Verständnis dafür, was VR überhaupt ist und wozu sie dient, finde ich schon hilfreich. Und was das Autofahren betrifft: da hilft bei manchen Menschen nicht mal die Fahrschule, die lernen das einfach nie. Trotzdem weiß man zumindest in der Theorie, was man tun muss, um ein Auto zu lenken, wenn man weiß, wie es gebaut wird oder wie es funktioniert. Manche Dinge sind einfach eine Frage des Talents und der Übung, aber irgendwo muss man ja auch mal anfangen.

Selbstreflektion, Beobachtung und soziales Grundwissen sind wichtig, aber damit kommt man auch nicht auf die Welt. Das muss man alles erst lernen und wenn die Eltern in dieser Hinsicht versagen, muss das eben die Schule oder der Kindergarten übernehmen. Hilft ja nichts. 

Ich denke, du meintest Fremdwahrnehmung vs. Selbstwahrnehmung, oder? Diese Dinge gehen bei manchen Menschen sehr weit auseinander. Ich glaube aber, dass sich Menschen online sehr wohl oft ganz anders geben als im realen Leben, einfach deshalb, weil es dort leichter ist, zu blenden, ohne aufzufliegen.
 

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28. Dezember 2020 um 18:23
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Die gleichen Fallstricke: sehe ich nicht so. Ich kann mich noch an Newsgroups und die ersten Foren und Chats erinnern, da konnte man aber viele Dinge nicht machen, zum Beispiel Fotos oder Videos hochladen. Ich kann mich auch von damals nicht an diese ganzen Scams erinnern, ganz einfach deshalb, weil der Zugang noch nicht für alle verfügbar war. Außerdem war dort Klarnamenpflicht. Es konnte natürlich damals genausowenig wie heute jemand überprüfen, ob der Name auch echt ist, aber irgendwie nahmen die Menschen solche Regeln noch ernster als heute, kommt mir vor.

Medienkompetenz ist für mich eine interdisziplinäre Sache, da spielt natürlich auch Psychologie mit hinein, genauso wie Grundwissen über Online-Marketing und noch vieles mehr. 

Programmierkenntnisse helfen vielleicht nicht weiter, aber ein grundsätzliches Verständnis dafür, was VR überhaupt ist und wozu sie dient, finde ich schon hilfreich. Und was das Autofahren betrifft: da hilft bei manchen Menschen nicht mal die Fahrschule, die lernen das einfach nie. Trotzdem weiß man zumindest in der Theorie, was man tun muss, um ein Auto zu lenken, wenn man weiß, wie es gebaut wird oder wie es funktioniert. Manche Dinge sind einfach eine Frage des Talents und der Übung, aber irgendwo muss man ja auch mal anfangen.

Selbstreflektion, Beobachtung und soziales Grundwissen sind wichtig, aber damit kommt man auch nicht auf die Welt. Das muss man alles erst lernen und wenn die Eltern in dieser Hinsicht versagen, muss das eben die Schule oder der Kindergarten übernehmen. Hilft ja nichts. 

Ich denke, du meintest Fremdwahrnehmung vs. Selbstwahrnehmung, oder? Diese Dinge gehen bei manchen Menschen sehr weit auseinander. Ich glaube aber, dass sich Menschen online sehr wohl oft ganz anders geben als im realen Leben, einfach deshalb, weil es dort leichter ist, zu blenden, ohne aufzufliegen.
 

nein, es ist nicht nur Fremdwahrnehmung vs. Selbstwahrnehmung. Es gehört noch mindestens ein drittes Bild dazu. Man kann sich selbst als dumm sehen, aber üblicher Weise will man, dass einen andere für "voll kluch" oder so halten. Oder umgekehrt. Also
- wie sehe ich mich?
- wie sollen mich andere sehen?
- wie werde ich von anderen gesehen?
bei dem einen oder anderen gibt es da also zwei ganz dicke Lücken, nicht eine. Und das "wie SOLLEN mich andere sehen" ist idR. das Bild von uns, was wir alle am aktivsten und am bewußtesten pflegen.
Und ja, in einer VR sind die Möglichkeiten dafür größer. Die Mechanismen sind aber dennoch gleich. Genauso gibt es gar nicht wenige Menschen, die sich in einer Gruppe völlig anders verhalten, als wenn man ihnen allein begegnet. Oder gegenüber Vorgesetzten völlig anders sind als gegenüber Untergebenen und wieder anders gegenüber "Gleichrangigen". Wenn Du mir jetzt erzählen willst, dass Du sowas noch nieee ohne Internet gesehen hast - die Story kauf ich nicht

Chatgruppen, Foren & Co mit Klarnamen habe ich schon immer abgelehnt und werde ich auch immer tun. Diese Pseudo-Seriosität ist unter meinem Niveau. Man kann dazu stehen, dass man das nicht prüfen kann ("Ausweiskopien" gibt es im Netz nun echt auch genug, gab es auch anno lang her schon) oder man kann Augenwischerei betreiben. Abgesehen davon verwende ich den Namen in meinem Ausweis offline nach Möglichkeit auch nicht (und spreche auch Menschen in meinem Umfeld selten mit dem Namen an, den sie im Ausweis stehen haben)  
Fotos hochladen... ging in den 90ern auch schon. Videos sind technisch kein Unterschied, hat nur keiner gemacht, weil bis das die Ameisen zum Hochladen oder Anschauen durchs Modem getragen hatten... Aber was willst Du jetzt damit sagen? Dass man ohne Hilfe bzw. das von der Pieke auf zu lernen, nicht weiß, was passieren kann, wenn man Fotos von sich veröffentlicht? Oder nicht weiß, dass Photoshop existiert? 

Ein grundsätzliches Verständnis dafür, wozu eine VR dient? Meint was? Zu allem, wozu Du sie verwenden willst. Die Möglichkeiten sind zahllos. Die wichtigere Frage wäre da: wozu dient sie NICHT. Bzw. wozu sollte ich sie NICHT verwenden. Das ergibt sich aber logisch aus den Möglichkeiten und Grenzen.

Ich würde sagen, eigentlich jeder überschreitet in einer VR die Grenze zur "Lüge" immer mal. Schon allein, weil wir es offline ja auch alle tun. Aber auch wenn man es selbst auf dem Level "großzügig aufgerundet" belässt, merkt man ja, was an der Stelle MÖGLICH ist. 
Man merkt, was einen selbst emotional bewegt. Was einen aufregt, freut, schmeichelt, ... obwohl man denjenigen, mit dem man sich unterhält, gar nicht kennt. 

Online-Marketing... tja, das dafür notwendige Wissen geht in einen Satz: Auch online wollen Menschen für ihre Arbeit und den sonstigen Aufwand bezahlt werden und zwar IMMER.
Und vielleicht noch der von vorhin: Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es üblicher Weise auch nicht wahr.
Muss man jetzt auch nicht Informatik oder BWL studiert haben, um darauf zu kommen. Warum sich dennoch immer Menschen wundern, wenn irgendwelches GRATIS und GESCHENKT und KOSTENLOS & Co gegen die Wand geht? Das liegt daran, dass sie nicht denken wollen, nicht an der Medienkompetenz.

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28. Dezember 2020 um 18:32
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Tina stellt viele Fragen und dann kommt nix mehr ? Tina hat wohl Langeweile ? 

Ja Tina lässt mich auch ein bisschen zweifeln. Entweder Langeweile, oder es ist männlich, oder ein Troll...  

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28. Dezember 2020 um 21:17
In Antwort auf

nein, es ist nicht nur Fremdwahrnehmung vs. Selbstwahrnehmung. Es gehört noch mindestens ein drittes Bild dazu. Man kann sich selbst als dumm sehen, aber üblicher Weise will man, dass einen andere für "voll kluch" oder so halten. Oder umgekehrt. Also
- wie sehe ich mich?
- wie sollen mich andere sehen?
- wie werde ich von anderen gesehen?
bei dem einen oder anderen gibt es da also zwei ganz dicke Lücken, nicht eine. Und das "wie SOLLEN mich andere sehen" ist idR. das Bild von uns, was wir alle am aktivsten und am bewußtesten pflegen.
Und ja, in einer VR sind die Möglichkeiten dafür größer. Die Mechanismen sind aber dennoch gleich. Genauso gibt es gar nicht wenige Menschen, die sich in einer Gruppe völlig anders verhalten, als wenn man ihnen allein begegnet. Oder gegenüber Vorgesetzten völlig anders sind als gegenüber Untergebenen und wieder anders gegenüber "Gleichrangigen". Wenn Du mir jetzt erzählen willst, dass Du sowas noch nieee ohne Internet gesehen hast - die Story kauf ich nicht

Chatgruppen, Foren & Co mit Klarnamen habe ich schon immer abgelehnt und werde ich auch immer tun. Diese Pseudo-Seriosität ist unter meinem Niveau. Man kann dazu stehen, dass man das nicht prüfen kann ("Ausweiskopien" gibt es im Netz nun echt auch genug, gab es auch anno lang her schon) oder man kann Augenwischerei betreiben. Abgesehen davon verwende ich den Namen in meinem Ausweis offline nach Möglichkeit auch nicht (und spreche auch Menschen in meinem Umfeld selten mit dem Namen an, den sie im Ausweis stehen haben)  
Fotos hochladen... ging in den 90ern auch schon. Videos sind technisch kein Unterschied, hat nur keiner gemacht, weil bis das die Ameisen zum Hochladen oder Anschauen durchs Modem getragen hatten... Aber was willst Du jetzt damit sagen? Dass man ohne Hilfe bzw. das von der Pieke auf zu lernen, nicht weiß, was passieren kann, wenn man Fotos von sich veröffentlicht? Oder nicht weiß, dass Photoshop existiert? 

Ein grundsätzliches Verständnis dafür, wozu eine VR dient? Meint was? Zu allem, wozu Du sie verwenden willst. Die Möglichkeiten sind zahllos. Die wichtigere Frage wäre da: wozu dient sie NICHT. Bzw. wozu sollte ich sie NICHT verwenden. Das ergibt sich aber logisch aus den Möglichkeiten und Grenzen.

Ich würde sagen, eigentlich jeder überschreitet in einer VR die Grenze zur "Lüge" immer mal. Schon allein, weil wir es offline ja auch alle tun. Aber auch wenn man es selbst auf dem Level "großzügig aufgerundet" belässt, merkt man ja, was an der Stelle MÖGLICH ist. 
Man merkt, was einen selbst emotional bewegt. Was einen aufregt, freut, schmeichelt, ... obwohl man denjenigen, mit dem man sich unterhält, gar nicht kennt. 

Online-Marketing... tja, das dafür notwendige Wissen geht in einen Satz: Auch online wollen Menschen für ihre Arbeit und den sonstigen Aufwand bezahlt werden und zwar IMMER.
Und vielleicht noch der von vorhin: Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es üblicher Weise auch nicht wahr.
Muss man jetzt auch nicht Informatik oder BWL studiert haben, um darauf zu kommen. Warum sich dennoch immer Menschen wundern, wenn irgendwelches GRATIS und GESCHENKT und KOSTENLOS & Co gegen die Wand geht? Das liegt daran, dass sie nicht denken wollen, nicht an der Medienkompetenz.

Ja, möglicherweise hab ich das falsch in Erinnerung, am besten sind mir noch die Newsgroups aus dieser Zeit in Erinnerung, also sowas wie https://groups.yahoo.com/ (gibt es ja nicht mehr) oder news.chello.at. Ich kann mich nicht erinnern, dass man da Fotos oder Videos hochladen konnte, vor allem - woher denn? Man hatte damals Fotos auf Papier und nicht in digitaler Form zur Verfügung. Ich denke auch, dass man es sich ganz am Anfang noch gar nicht aussuchen konnte, ob man den Klarnamen angeben will oder nicht, das war einfach überall Usus und das fand auch gar niemand schlimm. Hier steht das sogar ausdrücklich dabei: https://michael-prokop.at/internet/newsgroup.html
Das ist heute anders. 

"Wie sollen mich andere sehen?" ist ja auch in gewissem Sinne Fremdwahrnehmung. Ob das immer so funktioniert, es so hinzubekommen, wie man von anderen gesehen werden möchte, bezweifle ich jedoch.

Dass man sich in verschiedenen sozialen Umfeldern unterschiedlich verhält, geht natürlich auch im realen Leben, das ist ja eigentlich auch eine kluge Strategie und muss auch so sein. Das meinte ich aber gar nicht. Ich meinte, dass der Part "Wie sollen mich andere sehen?" im Internet und im realen Leben unterschiedlich sind, man sich quasi eine zweite Persönlichkeit, ein alter ego aufbaut.

Offensichtlich ist das Bewusstsein, was passiert, wenn man Fotos von sich hochlädt, nicht bei jedem wirklich ausgeprägt. Dazu muss man ja nur hier nachlesen, wenn es mal wieder einen Thread gibt, dass Mann sowieso jetzt Nacktfotos von Frau sowieso hat und diese nun Angst hat, er könnte sie weiterschicken. Da braucht es anscheinend Erziehung und Anleitung, sonst gäbe es solche Fälle ja gar nicht. Das auf den IQ zu reduzieren, ist zu kurz gedacht, finde ich. Manche Menschen sind einfach wahnsinnig leichtgläubig und denen muss man irgendwie beibringen, dass das gefährlich sein kann.

Photoshop ist wieder ein eigenes Thema. Die meisten Menschen wissen, dass es das gibt, aber nicht, was man damit alles anstellen kann. Und selbst, wenn sie es wissen, nagt das scheinbar perfekte Aussehen der Frauen auf den Fotos trotzdem noch an ihrem Selbstbewusstsein. Da können diese Frauen 100x schreiben, dass sie selbst auch nicht so aussehen wie auf den Fotos. 

Ein grundsätzliches Verständnis dafür, wozu eine VR dient? Meint was?
VR bedeutet virtuelle Realität und natürlich dient diese dazu, sich eine Realität abseits der "im echten Leben" zu erschaffen. Ein Fluchtmechanismus in erster Linie. Dafür wurde die VR geschaffen und dafür wird sie im Großen und Ganzen auch bis heute benutzt. Viele Menschen neigen aber dazu, VR und Realität im echten Leben durcheinanderzumischen. Denen muss man das beibringen, dazwischen zu unterscheiden.

Online-Marketing... tja, das dafür notwendige Wissen geht in einen Satz: Auch online wollen Menschen für ihre Arbeit und den sonstigen Aufwand bezahlt werden und zwar IMMER.
Natürlich, aber nicht nur. Onlinemarketing dient auch dazu, die Leute dazu zu bringen (mit psychologischen Techniken), das zu kaufen/konsumieren, was der Anbieter vermarkten möchte. Das heißt, es werden Bedürfnisse mit allen Mitteln geweckt, um das Produkt zu verkaufen. Auch da muss man lernen, diese Methoden zu erkennen und nicht darauf hereinzufallen. Onlinemarketing funktioniert ja nicht nur bei Onlineprodukten, sondern auch bei Lebensmitteln, Kleidung, Schmuck, Schminke, Reisen...

 

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28. Dezember 2020 um 21:53
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Ja, möglicherweise hab ich das falsch in Erinnerung, am besten sind mir noch die Newsgroups aus dieser Zeit in Erinnerung, also sowas wie https://groups.yahoo.com/ (gibt es ja nicht mehr) oder news.chello.at. Ich kann mich nicht erinnern, dass man da Fotos oder Videos hochladen konnte, vor allem - woher denn? Man hatte damals Fotos auf Papier und nicht in digitaler Form zur Verfügung. Ich denke auch, dass man es sich ganz am Anfang noch gar nicht aussuchen konnte, ob man den Klarnamen angeben will oder nicht, das war einfach überall Usus und das fand auch gar niemand schlimm. Hier steht das sogar ausdrücklich dabei: https://michael-prokop.at/internet/newsgroup.html
Das ist heute anders. 

"Wie sollen mich andere sehen?" ist ja auch in gewissem Sinne Fremdwahrnehmung. Ob das immer so funktioniert, es so hinzubekommen, wie man von anderen gesehen werden möchte, bezweifle ich jedoch.

Dass man sich in verschiedenen sozialen Umfeldern unterschiedlich verhält, geht natürlich auch im realen Leben, das ist ja eigentlich auch eine kluge Strategie und muss auch so sein. Das meinte ich aber gar nicht. Ich meinte, dass der Part "Wie sollen mich andere sehen?" im Internet und im realen Leben unterschiedlich sind, man sich quasi eine zweite Persönlichkeit, ein alter ego aufbaut.

Offensichtlich ist das Bewusstsein, was passiert, wenn man Fotos von sich hochlädt, nicht bei jedem wirklich ausgeprägt. Dazu muss man ja nur hier nachlesen, wenn es mal wieder einen Thread gibt, dass Mann sowieso jetzt Nacktfotos von Frau sowieso hat und diese nun Angst hat, er könnte sie weiterschicken. Da braucht es anscheinend Erziehung und Anleitung, sonst gäbe es solche Fälle ja gar nicht. Das auf den IQ zu reduzieren, ist zu kurz gedacht, finde ich. Manche Menschen sind einfach wahnsinnig leichtgläubig und denen muss man irgendwie beibringen, dass das gefährlich sein kann.

Photoshop ist wieder ein eigenes Thema. Die meisten Menschen wissen, dass es das gibt, aber nicht, was man damit alles anstellen kann. Und selbst, wenn sie es wissen, nagt das scheinbar perfekte Aussehen der Frauen auf den Fotos trotzdem noch an ihrem Selbstbewusstsein. Da können diese Frauen 100x schreiben, dass sie selbst auch nicht so aussehen wie auf den Fotos. 

Ein grundsätzliches Verständnis dafür, wozu eine VR dient? Meint was?
VR bedeutet virtuelle Realität und natürlich dient diese dazu, sich eine Realität abseits der "im echten Leben" zu erschaffen. Ein Fluchtmechanismus in erster Linie. Dafür wurde die VR geschaffen und dafür wird sie im Großen und Ganzen auch bis heute benutzt. Viele Menschen neigen aber dazu, VR und Realität im echten Leben durcheinanderzumischen. Denen muss man das beibringen, dazwischen zu unterscheiden.

Online-Marketing... tja, das dafür notwendige Wissen geht in einen Satz: Auch online wollen Menschen für ihre Arbeit und den sonstigen Aufwand bezahlt werden und zwar IMMER.
Natürlich, aber nicht nur. Onlinemarketing dient auch dazu, die Leute dazu zu bringen (mit psychologischen Techniken), das zu kaufen/konsumieren, was der Anbieter vermarkten möchte. Das heißt, es werden Bedürfnisse mit allen Mitteln geweckt, um das Produkt zu verkaufen. Auch da muss man lernen, diese Methoden zu erkennen und nicht darauf hereinzufallen. Onlinemarketing funktioniert ja nicht nur bei Onlineprodukten, sondern auch bei Lebensmitteln, Kleidung, Schmuck, Schminke, Reisen...

 

Hmmmm mal grundsätzlich: interessante Diskussion geworden 😁 Thx 

zu den guten alten Zeiten: per ICQ verschicken ging und die Chaträume, in denen ich war, hatten sowas wie ein Forum, da waren zumindest die Photos der Chattreffen immer hochgeladen. Selbst hochladen ging auch, wenn man nicht übertrieben hat. Der Admin war nicht so launig, wenn man ihm den ganzen Server damit vollgemüllt hat 😁 Heute hat mein Handy mehr RAM als damals der Server als Festplatte. 😁 Wie? Ein Papierbild auf den Scanner legen meistens

War 1995, als das Internet für mich anfing. Und mein Klarname war bis heute nur ein einziges Mal im Internet von meinem Arbeitgeber. Sehr viel später und nicht lange. Angemeldet mit Klarnamen hätte ich mich schon damals nicht. Nicht mit meinem zumindest 

Und zurück zum jetzt und heute: Marketing soll Bedürfnisse wecken. Was es selten kann. Lenken und forcieren geht in Grenzen. Nur macht es das auch bei TV-Werbung, Print (ich sammle Printwerbung seit meiner Studienzeit, da krieg ich aus dem Hut jetzt auch einen 2h- Vortrag hin 😁), Sponsoring, Eventmarketing, ... usw. usw. usw. immer noch: nichts Neues!

Photoshop: doch, also mal von meinem Junior ausgehend: der verwendete mal eines Tages den Begriff "photoshoped". Hab ich hinterfragt, er meinte was von "Jugendsprache" - ok, eher nicht. Aber Erklärung und Möglichkeiten kamen durchaus hin. Was er nicht wusste und ich ihm dann gezeigt habe war, wie sch*** viel Arbeit es ist, ein Foto zu retuschieren. Klar Farbfilter drüber, anderer Hintergrund... kein Akt weiter. Aus Bierfassbauch einen Sixpack machen geht auch. Nur den Aufwand hat er auf 1/2h geschätzt. Womit er runde 2Tage daneben liegt 😉

Das Bewusstsein für das eigene Handeln... tja, man muss schon auch nachdenken wollen. Was wir uns und den nachfolgenden Generationen irgendwie gewaltsam abgewöhnen wollen scheint mir. Wenn man den Menschen nicht mehr zutraut, darauf zu kommen, dass man auch ohne verbietendes Schild nicht auf Bahngleisen herumspaziert, auch ohne Aufdruck darauf zu kommen, dass das, was die organischen Stoffe im Abfluss wegfrisst vllt gar nicht so gesund für die organischen Stoffe in Hals und Magen ist oder Kaffee gar heiss sein könnte - dann können sie es irgenwann auch nicht mehr. 
Wenn man darüber nachdenkt, kommt man ohne Probleme und ohne Studium darauf. Wenn man tut ohne zu denken - tja, das hat auch ohne Internet jederzeit viel Potential, oder nicht?
Aber tun ohne zu denken ist m.E. nun wirklich nichts, was man mit noch mehr pampern noch weiter fördern sollte. 
 

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28. Dezember 2020 um 22:00
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Ja, möglicherweise hab ich das falsch in Erinnerung, am besten sind mir noch die Newsgroups aus dieser Zeit in Erinnerung, also sowas wie https://groups.yahoo.com/ (gibt es ja nicht mehr) oder news.chello.at. Ich kann mich nicht erinnern, dass man da Fotos oder Videos hochladen konnte, vor allem - woher denn? Man hatte damals Fotos auf Papier und nicht in digitaler Form zur Verfügung. Ich denke auch, dass man es sich ganz am Anfang noch gar nicht aussuchen konnte, ob man den Klarnamen angeben will oder nicht, das war einfach überall Usus und das fand auch gar niemand schlimm. Hier steht das sogar ausdrücklich dabei: https://michael-prokop.at/internet/newsgroup.html
Das ist heute anders. 

"Wie sollen mich andere sehen?" ist ja auch in gewissem Sinne Fremdwahrnehmung. Ob das immer so funktioniert, es so hinzubekommen, wie man von anderen gesehen werden möchte, bezweifle ich jedoch.

Dass man sich in verschiedenen sozialen Umfeldern unterschiedlich verhält, geht natürlich auch im realen Leben, das ist ja eigentlich auch eine kluge Strategie und muss auch so sein. Das meinte ich aber gar nicht. Ich meinte, dass der Part "Wie sollen mich andere sehen?" im Internet und im realen Leben unterschiedlich sind, man sich quasi eine zweite Persönlichkeit, ein alter ego aufbaut.

Offensichtlich ist das Bewusstsein, was passiert, wenn man Fotos von sich hochlädt, nicht bei jedem wirklich ausgeprägt. Dazu muss man ja nur hier nachlesen, wenn es mal wieder einen Thread gibt, dass Mann sowieso jetzt Nacktfotos von Frau sowieso hat und diese nun Angst hat, er könnte sie weiterschicken. Da braucht es anscheinend Erziehung und Anleitung, sonst gäbe es solche Fälle ja gar nicht. Das auf den IQ zu reduzieren, ist zu kurz gedacht, finde ich. Manche Menschen sind einfach wahnsinnig leichtgläubig und denen muss man irgendwie beibringen, dass das gefährlich sein kann.

Photoshop ist wieder ein eigenes Thema. Die meisten Menschen wissen, dass es das gibt, aber nicht, was man damit alles anstellen kann. Und selbst, wenn sie es wissen, nagt das scheinbar perfekte Aussehen der Frauen auf den Fotos trotzdem noch an ihrem Selbstbewusstsein. Da können diese Frauen 100x schreiben, dass sie selbst auch nicht so aussehen wie auf den Fotos. 

Ein grundsätzliches Verständnis dafür, wozu eine VR dient? Meint was?
VR bedeutet virtuelle Realität und natürlich dient diese dazu, sich eine Realität abseits der "im echten Leben" zu erschaffen. Ein Fluchtmechanismus in erster Linie. Dafür wurde die VR geschaffen und dafür wird sie im Großen und Ganzen auch bis heute benutzt. Viele Menschen neigen aber dazu, VR und Realität im echten Leben durcheinanderzumischen. Denen muss man das beibringen, dazwischen zu unterscheiden.

Online-Marketing... tja, das dafür notwendige Wissen geht in einen Satz: Auch online wollen Menschen für ihre Arbeit und den sonstigen Aufwand bezahlt werden und zwar IMMER.
Natürlich, aber nicht nur. Onlinemarketing dient auch dazu, die Leute dazu zu bringen (mit psychologischen Techniken), das zu kaufen/konsumieren, was der Anbieter vermarkten möchte. Das heißt, es werden Bedürfnisse mit allen Mitteln geweckt, um das Produkt zu verkaufen. Auch da muss man lernen, diese Methoden zu erkennen und nicht darauf hereinzufallen. Onlinemarketing funktioniert ja nicht nur bei Onlineprodukten, sondern auch bei Lebensmitteln, Kleidung, Schmuck, Schminke, Reisen...

 

Ach ja, das mit den eigenen neuen Persönlichkeiten in einer VR erstellen und vor allem auch halten habe ich auch schon oft gemacht. Lernt man wahnsinnig viel dabei. Über sich und über andere. 
"Nichts an sich ist gut oder böse, das Denken der Menschen macht es erst dazu" (Shakespeare glaub ich)

Die größte Gefahr in einer VR ist aus meiner Sicht. die eigene Psyche. Noch nicht mal wegen der Flucht. Auch nicht wegen der Illusionen, die andere bauen. Sehr wohl aber wegen der Illusionen, die man selbst baut. Aber auch das können unzählige Menschen ganz prima auch offline. 

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28. Dezember 2020 um 22:18
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Hmmmm mal grundsätzlich: interessante Diskussion geworden 😁 Thx 

zu den guten alten Zeiten: per ICQ verschicken ging und die Chaträume, in denen ich war, hatten sowas wie ein Forum, da waren zumindest die Photos der Chattreffen immer hochgeladen. Selbst hochladen ging auch, wenn man nicht übertrieben hat. Der Admin war nicht so launig, wenn man ihm den ganzen Server damit vollgemüllt hat 😁 Heute hat mein Handy mehr RAM als damals der Server als Festplatte. 😁 Wie? Ein Papierbild auf den Scanner legen meistens

War 1995, als das Internet für mich anfing. Und mein Klarname war bis heute nur ein einziges Mal im Internet von meinem Arbeitgeber. Sehr viel später und nicht lange. Angemeldet mit Klarnamen hätte ich mich schon damals nicht. Nicht mit meinem zumindest 

Und zurück zum jetzt und heute: Marketing soll Bedürfnisse wecken. Was es selten kann. Lenken und forcieren geht in Grenzen. Nur macht es das auch bei TV-Werbung, Print (ich sammle Printwerbung seit meiner Studienzeit, da krieg ich aus dem Hut jetzt auch einen 2h- Vortrag hin 😁), Sponsoring, Eventmarketing, ... usw. usw. usw. immer noch: nichts Neues!

Photoshop: doch, also mal von meinem Junior ausgehend: der verwendete mal eines Tages den Begriff "photoshoped". Hab ich hinterfragt, er meinte was von "Jugendsprache" - ok, eher nicht. Aber Erklärung und Möglichkeiten kamen durchaus hin. Was er nicht wusste und ich ihm dann gezeigt habe war, wie sch*** viel Arbeit es ist, ein Foto zu retuschieren. Klar Farbfilter drüber, anderer Hintergrund... kein Akt weiter. Aus Bierfassbauch einen Sixpack machen geht auch. Nur den Aufwand hat er auf 1/2h geschätzt. Womit er runde 2Tage daneben liegt 😉

Das Bewusstsein für das eigene Handeln... tja, man muss schon auch nachdenken wollen. Was wir uns und den nachfolgenden Generationen irgendwie gewaltsam abgewöhnen wollen scheint mir. Wenn man den Menschen nicht mehr zutraut, darauf zu kommen, dass man auch ohne verbietendes Schild nicht auf Bahngleisen herumspaziert, auch ohne Aufdruck darauf zu kommen, dass das, was die organischen Stoffe im Abfluss wegfrisst vllt gar nicht so gesund für die organischen Stoffe in Hals und Magen ist oder Kaffee gar heiss sein könnte - dann können sie es irgenwann auch nicht mehr. 
Wenn man darüber nachdenkt, kommt man ohne Probleme und ohne Studium darauf. Wenn man tut ohne zu denken - tja, das hat auch ohne Internet jederzeit viel Potential, oder nicht?
Aber tun ohne zu denken ist m.E. nun wirklich nichts, was man mit noch mehr pampern noch weiter fördern sollte. 
 

Hmmmm mal grundsätzlich: interessante Diskussion geworden 😁 Thx 

Ja, finde ich auch und gebe den Dank zurück.

Wie? Ein Papierbild auf den Scanner legen meistens.

Also daran würde es sogar heute noch bei mir scheitern, einen Scanner habe ich nie besessen (jedenfalls nicht privat, im Büro schon). Meinen ersten Internetzugang hatte ich glaube ich 1994, damals noch mit einem Einwahlmodem über den Uniserver. Alleine das Geräusch! Das erste, das ich mir damals anschaffte, war Telebanking auf einer Diskette. 

Ich denke schon, dass Marketing Bedürfnisse wecken kann. Natürlich nicht solche, die man so überhaupt nicht hat (mir kann man noch so viele tolle Bilder von Snowboardern zeigen, wird mich nicht ansprechen), aber auf jeden Fall Bedürfnisse wecken, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Ja, natürlich funktioniert das auch offline, wobei man jetzt diskutieren kann, ob Fernsehwerbung offline ist. . Die Grenzen verschwimmen da immer mehr.

Das Beispiel mit deinem Sohn, das du genannt hast, zeigt doch schon, dass zwar Photoshop ein Begriff ist, aber dennoch noch nicht genau verstanden wird, was das bedeutet. Du konntest es deinem Sohn gut zeigen, aber wie viele Eltern können das? Das mit dem Schlankmachen geht übrigens mit diversen Apps wie PhotoWonder viel schneller. Da hat man dann zwar keinen Sixpack, aber kann sich mit dem Finger schlanker stupsen, das geht recht flott. Klappt auch bei großen Nasen, dicken Beinen etc.

Ich habe auch oft den Eindruck, dass die Menschen immer dümmer werden, aber ich frage mich, ob das wirklich so ist oder ob es nur so scheint. Nachdem man heute ja wegen jeder Kleinigkeit im Internet nachfragen kann (es gibt ja eigene Portale dazu wie werweißwas oder Gute Frage usw.), anstatt selbst zu recherchieren, nimmt man diese Fragen eben stärker wahr. Früher hat man dann halt den Lehrer gefragt oder den Onkel oder die Bibliothekarin und das üblicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Da bekam man das nicht so mit wie heute. 

Diese ganzen Warnschilder dienen ja nur der Absicherung der Unternehmen. Das ist ein Trend, der aus den USA zu uns herübergeschappt ist, weil das dortige Rechtssystem ja zulässt, Unternehmen wegen solcher Dinge zu verklagen. Oft genug bekommen die Kläger dann hohe Summen an Entschädigung zugesprochen und das soll vermieden werden. Der Einfachheit halber druckt man diese Hinweise eben auf jede Verpackung, ganz egal, wo das Produkt letztendlich verkauft wird. 

Ich denke, dass man auch diesen common sense, den du da ansprichst, erst einmal lernen muss. Und auch nicht jeder kann ihn lernen, habe ich den Eindruck. Ein Studium braucht man dafür nicht, aber trotzdem jemand, der einem den beibringt. Nicht jedes Kind lernt, zu hinterfragen, manche lernen einfach nur, gehorsam und angepasst zu sein, ganz egal in welcher Situation.
 

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28. Dezember 2020 um 22:20
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Ach ja, das mit den eigenen neuen Persönlichkeiten in einer VR erstellen und vor allem auch halten habe ich auch schon oft gemacht. Lernt man wahnsinnig viel dabei. Über sich und über andere. 
"Nichts an sich ist gut oder böse, das Denken der Menschen macht es erst dazu" (Shakespeare glaub ich)

Die größte Gefahr in einer VR ist aus meiner Sicht. die eigene Psyche. Noch nicht mal wegen der Flucht. Auch nicht wegen der Illusionen, die andere bauen. Sehr wohl aber wegen der Illusionen, die man selbst baut. Aber auch das können unzählige Menschen ganz prima auch offline. 

So lange man den Unterschied zwischen diesen virtuellen Persönlichkeiten und der eigenen, realen noch erkennt und dies trennen kann, ist das auch kein Problem. Das Problem ist eben dieses Verschwimmen der Grenzen, das zunimmt, je jünger die Menschen sind, die sich in diese virtuelle Realität begeben und je intensiver sie sie nutzen. 

Ja, natürlich ist das Problem die eigene Psyche (und auch die der anderen). Die Psyche ist aber bei jungen Menschen noch nicht ausgereift und gerade deshalb brauchen sie da Anleitung. 

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28. Dezember 2020 um 22:32
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Hmmmm mal grundsätzlich: interessante Diskussion geworden 😁 Thx 

Ja, finde ich auch und gebe den Dank zurück.

Wie? Ein Papierbild auf den Scanner legen meistens.

Also daran würde es sogar heute noch bei mir scheitern, einen Scanner habe ich nie besessen (jedenfalls nicht privat, im Büro schon). Meinen ersten Internetzugang hatte ich glaube ich 1994, damals noch mit einem Einwahlmodem über den Uniserver. Alleine das Geräusch! Das erste, das ich mir damals anschaffte, war Telebanking auf einer Diskette. 

Ich denke schon, dass Marketing Bedürfnisse wecken kann. Natürlich nicht solche, die man so überhaupt nicht hat (mir kann man noch so viele tolle Bilder von Snowboardern zeigen, wird mich nicht ansprechen), aber auf jeden Fall Bedürfnisse wecken, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Ja, natürlich funktioniert das auch offline, wobei man jetzt diskutieren kann, ob Fernsehwerbung offline ist. . Die Grenzen verschwimmen da immer mehr.

Das Beispiel mit deinem Sohn, das du genannt hast, zeigt doch schon, dass zwar Photoshop ein Begriff ist, aber dennoch noch nicht genau verstanden wird, was das bedeutet. Du konntest es deinem Sohn gut zeigen, aber wie viele Eltern können das? Das mit dem Schlankmachen geht übrigens mit diversen Apps wie PhotoWonder viel schneller. Da hat man dann zwar keinen Sixpack, aber kann sich mit dem Finger schlanker stupsen, das geht recht flott. Klappt auch bei großen Nasen, dicken Beinen etc.

Ich habe auch oft den Eindruck, dass die Menschen immer dümmer werden, aber ich frage mich, ob das wirklich so ist oder ob es nur so scheint. Nachdem man heute ja wegen jeder Kleinigkeit im Internet nachfragen kann (es gibt ja eigene Portale dazu wie werweißwas oder Gute Frage usw.), anstatt selbst zu recherchieren, nimmt man diese Fragen eben stärker wahr. Früher hat man dann halt den Lehrer gefragt oder den Onkel oder die Bibliothekarin und das üblicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Da bekam man das nicht so mit wie heute. 

Diese ganzen Warnschilder dienen ja nur der Absicherung der Unternehmen. Das ist ein Trend, der aus den USA zu uns herübergeschappt ist, weil das dortige Rechtssystem ja zulässt, Unternehmen wegen solcher Dinge zu verklagen. Oft genug bekommen die Kläger dann hohe Summen an Entschädigung zugesprochen und das soll vermieden werden. Der Einfachheit halber druckt man diese Hinweise eben auf jede Verpackung, ganz egal, wo das Produkt letztendlich verkauft wird. 

Ich denke, dass man auch diesen common sense, den du da ansprichst, erst einmal lernen muss. Und auch nicht jeder kann ihn lernen, habe ich den Eindruck. Ein Studium braucht man dafür nicht, aber trotzdem jemand, der einem den beibringt. Nicht jedes Kind lernt, zu hinterfragen, manche lernen einfach nur, gehorsam und angepasst zu sein, ganz egal in welcher Situation.
 

Scanner: doch war bei mir anno damals schon üblich. Ok, damals hatte ich noch keinen eigenen, aber der eine Kumpel hatte einen CD-Brenner, der andere einen Scanner der dritte ein Gerät zum VHS digitalisieren, ... das hat man sich halt aufgeteilt. 

Das Beispiel von meinem Sohn hat mir im Gegenteil gezeigt, dass er sehr viel mehr wusste, als ich erwartet hatte. Wie gesagt: Erklärung und Möglichkeiten kamen durchaus hin. Hab ihm dann die Aufgabe gegeben seinen Kopf auf einen Bodybuilder-Steroid-Körper zu pflanzen. Beide Bilder schon "ausgeschnitten" also nur noch Größe anpassen und Übergang retuschieren. Keine Aufgabe für Tage, aber auch so gar nicht für 5min. 
Gefolgt von einem Vortrag über Urheberrechte, weswegen er das Ding nicht online stellen darf. Grundwissen Techt fehlt aus meiner Sicht arg in der Schulbildung. 

Marketing: deren Fachliteratur selbst sagt nein, kann sie nicht. Noch ein faszinierendes Thema und wie gesagt eines meiner Hobbys. 

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28. Dezember 2020 um 22:41
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So lange man den Unterschied zwischen diesen virtuellen Persönlichkeiten und der eigenen, realen noch erkennt und dies trennen kann, ist das auch kein Problem. Das Problem ist eben dieses Verschwimmen der Grenzen, das zunimmt, je jünger die Menschen sind, die sich in diese virtuelle Realität begeben und je intensiver sie sie nutzen. 

Ja, natürlich ist das Problem die eigene Psyche (und auch die der anderen). Die Psyche ist aber bei jungen Menschen noch nicht ausgereift und gerade deshalb brauchen sie da Anleitung. 

Vielleicht gibt es da doch einen berufsbedingten Unterschied bei mir. Das erste, was mir zu VR einfällt - und ich denke den meisten anderen Informatikern auch, ist "Sandbox". Ok, Fachbegriffe, also erklären: eine geschützte Umgebung, in der man alles mögliche ausprobieren kann, WEIL es keine realen Auswirkungen hat. Ein Spielplatz, ein Testgelände. 

Nein, ich habe die Trennung damit nicht gelernt, ich habe sie gezielt genutzt. Ich bin schon immrr Fan von Rollenspielen jeder Art - online habe ich das oft genutzt wie Schauspieler, die eine Person kennen lernen, indem sie in ihre Rolle schlüpfen. Oder noch häufiger, um soziale Interaktionen zu lernen und zu verstehen, die mir intuitiv leider nie gegeben waren. 

so, Schluss für heute, sweet dreams 😏

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29. Dezember 2020 um 13:50
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Scanner: doch war bei mir anno damals schon üblich. Ok, damals hatte ich noch keinen eigenen, aber der eine Kumpel hatte einen CD-Brenner, der andere einen Scanner der dritte ein Gerät zum VHS digitalisieren, ... das hat man sich halt aufgeteilt. 

Das Beispiel von meinem Sohn hat mir im Gegenteil gezeigt, dass er sehr viel mehr wusste, als ich erwartet hatte. Wie gesagt: Erklärung und Möglichkeiten kamen durchaus hin. Hab ihm dann die Aufgabe gegeben seinen Kopf auf einen Bodybuilder-Steroid-Körper zu pflanzen. Beide Bilder schon "ausgeschnitten" also nur noch Größe anpassen und Übergang retuschieren. Keine Aufgabe für Tage, aber auch so gar nicht für 5min. 
Gefolgt von einem Vortrag über Urheberrechte, weswegen er das Ding nicht online stellen darf. Grundwissen Techt fehlt aus meiner Sicht arg in der Schulbildung. 

Marketing: deren Fachliteratur selbst sagt nein, kann sie nicht. Noch ein faszinierendes Thema und wie gesagt eines meiner Hobbys. 

Genau das mein ich ja, was du schreibst (Grundwissen fehlt bzw. wird nicht gelehrt)! Auch das wäre etwas für das Fach Medienkompetenz. Urheberrecht gehört da auch dazu.

Natürlich sagt das die Marketing-Fachliteratur. Sie sagt ja auch, Marketing würde nicht manipulieren. Das stimmt aber nicht. Nur weil man das anders nennt (zum Beispiel nudging oder Produktplatzierung), ist es im Endeffekt trotzdem Manipulation mittels psychologischer Methoden.

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29. Dezember 2020 um 13:52
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Vielleicht gibt es da doch einen berufsbedingten Unterschied bei mir. Das erste, was mir zu VR einfällt - und ich denke den meisten anderen Informatikern auch, ist "Sandbox". Ok, Fachbegriffe, also erklären: eine geschützte Umgebung, in der man alles mögliche ausprobieren kann, WEIL es keine realen Auswirkungen hat. Ein Spielplatz, ein Testgelände. 

Nein, ich habe die Trennung damit nicht gelernt, ich habe sie gezielt genutzt. Ich bin schon immrr Fan von Rollenspielen jeder Art - online habe ich das oft genutzt wie Schauspieler, die eine Person kennen lernen, indem sie in ihre Rolle schlüpfen. Oder noch häufiger, um soziale Interaktionen zu lernen und zu verstehen, die mir intuitiv leider nie gegeben waren. 

so, Schluss für heute, sweet dreams 😏

Dass du diese Trennung gezielt genutzt hat, impliziert ja schon, dass du diese Trennung erkannt hast, sie dir bewusst war und ist. Genau das kriegen aber manche Menschen nicht so gut hin und da lauert auch die Gefahr dahinter. 

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29. Dezember 2020 um 14:51
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Genau das mein ich ja, was du schreibst (Grundwissen fehlt bzw. wird nicht gelehrt)! Auch das wäre etwas für das Fach Medienkompetenz. Urheberrecht gehört da auch dazu.

Natürlich sagt das die Marketing-Fachliteratur. Sie sagt ja auch, Marketing würde nicht manipulieren. Das stimmt aber nicht. Nur weil man das anders nennt (zum Beispiel nudging oder Produktplatzierung), ist es im Endeffekt trotzdem Manipulation mittels psychologischer Methoden.

na dann jetzt mal endgültig im OT schwelgen, die TE interessiert der Thread ja eh nicht mehr.

... das ist nicht der Punkt. Aber der Trick liegt nicht darin, Bedürfnisse zu wecken, weil das nicht geht. Statt dessen vorhandene Bedürfnisse auf ein bestimmtes Produkt lenken. Sieht man super an den Werbungen, die eigentlich völlig "themenfremd" gemacht sind. Ferrero Kinder oder Dacia Duster fallen mir da als erstes ein. Da geht es nicht um Schoki, sondern um heile-Welt-Familien. Nicht um Autos, sondern um das "gegen DIE DA OBEN". Sind beides Beispiele, die bei mir gewaltiges Zähneknirschen auslösen, aber diejenigen MIT diesen Bedürfnissen dürfte das super ansprechen.

Oder wenn man die Werbungen aus den "hedonistischen 80ern" anschaut - da war alles "Spaß,Freiheit, Abendteuer" - denn das war es, was die meisten Menschen wollten - also hat die Werbung sich bemüht, das mit bestimmten Produkten oder Marken zu verbinden.
Man nimmt ein Gefühl und verbindet das mit einem Produkt.
Deswegen sagt gut gemachte Werbung nicht zwingend etwas über das Produkt aus, aber sehr, sehr viel über diejenigen, die es kaufen sollen. Kurz: sie ist ein sehr klarer Gesellschaftsspiegel. 

Man kann kein Bedürfnis nach Schoki oder einem Auto generieren damit. Aber man kann diejenigen, die sich ein Auto kaufen wollen, zur "richtigen" Marke leiten. Und in Grenzen noch diejenigen, die "gegen DIE DA OBEN" unbedingt ausdrücken wollen, dazu stubsen, das mit einem Auto zu tun. Aber nicht, indem man einen Wunsch generiert, sondern indem man einen VORHANDENEN Wunsch mehr oder minder elegant nutzt.

Klar ist das Manipulation. JEDE Aussage ist gleichzeitig auch immer Manipulation. Oft genug auch das Fehlen einer Aussage. Jede Interaktion ist Manipulation. Du sagst das, als wäre das was Schlechtes

***************************

Grundwissen Recht: das darf ruhig genereller sein. Vertragsrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht... zumindest Grundwissen braucht man da in allen Bereichen und das sollte in der Schule sein. 

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29. Dezember 2020 um 16:05
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na dann jetzt mal endgültig im OT schwelgen, die TE interessiert der Thread ja eh nicht mehr.

... das ist nicht der Punkt. Aber der Trick liegt nicht darin, Bedürfnisse zu wecken, weil das nicht geht. Statt dessen vorhandene Bedürfnisse auf ein bestimmtes Produkt lenken. Sieht man super an den Werbungen, die eigentlich völlig "themenfremd" gemacht sind. Ferrero Kinder oder Dacia Duster fallen mir da als erstes ein. Da geht es nicht um Schoki, sondern um heile-Welt-Familien. Nicht um Autos, sondern um das "gegen DIE DA OBEN". Sind beides Beispiele, die bei mir gewaltiges Zähneknirschen auslösen, aber diejenigen MIT diesen Bedürfnissen dürfte das super ansprechen.

Oder wenn man die Werbungen aus den "hedonistischen 80ern" anschaut - da war alles "Spaß,Freiheit, Abendteuer" - denn das war es, was die meisten Menschen wollten - also hat die Werbung sich bemüht, das mit bestimmten Produkten oder Marken zu verbinden.
Man nimmt ein Gefühl und verbindet das mit einem Produkt.
Deswegen sagt gut gemachte Werbung nicht zwingend etwas über das Produkt aus, aber sehr, sehr viel über diejenigen, die es kaufen sollen. Kurz: sie ist ein sehr klarer Gesellschaftsspiegel. 

Man kann kein Bedürfnis nach Schoki oder einem Auto generieren damit. Aber man kann diejenigen, die sich ein Auto kaufen wollen, zur "richtigen" Marke leiten. Und in Grenzen noch diejenigen, die "gegen DIE DA OBEN" unbedingt ausdrücken wollen, dazu stubsen, das mit einem Auto zu tun. Aber nicht, indem man einen Wunsch generiert, sondern indem man einen VORHANDENEN Wunsch mehr oder minder elegant nutzt.

Klar ist das Manipulation. JEDE Aussage ist gleichzeitig auch immer Manipulation. Oft genug auch das Fehlen einer Aussage. Jede Interaktion ist Manipulation. Du sagst das, als wäre das was Schlechtes

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Grundwissen Recht: das darf ruhig genereller sein. Vertragsrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht... zumindest Grundwissen braucht man da in allen Bereichen und das sollte in der Schule sein. 

Ja, so gesehen hast du recht. Ich schrieb aber schon weiter oben, dass ich unter "Bedürfnisse wecken" nicht verstehe, ein Bedürfnis zu erzeugen, das gar nicht vorhanden ist, sondern ein unbewusst vorhandenes Bedürfnis zu wecken. Und das ist so ziemlich genau das, was du beschreibst. 

"Jede Interaktion ist Manipulation" - das sehe ich nicht so. Manipulation ist es für mich erst dann, wenn es bewusst eingesetzt wird, um Menschen dazu zu bringen, etwas zu tun, was man von ihnen will. Es kommt für mich also auf die Intention an. 

Jemanden von etwas zu überzeugen ist keine Manipulation, wenn man dem Gegenüber seine Meinung lässt und akzeptiert, wenn er sich nicht überzeugen lassen möchte. Dann ist es eine Diskussion.

Manipulation hingegen funktioniert aber oft so, dass die manipulierte Person sich dessen gar nicht bewusst ist, dass sie manipuliert wird und das ist auf jeden Fall etwas Schlechtes in meinen Augen.

Es gibt viele Dinge, die ich mir in jeder Schule wünschen würde, neben Recht beispielsweise auch Psychologie, Marketing, Finanzwissen, Wirtschafts-Basiswissen und Medienkompetenz. Auch das gehört zur Allgemeinbildung, nicht nur Latein, Geographie, Geschichte, Mathematik usw.

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29. Dezember 2020 um 21:05
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Ja, so gesehen hast du recht. Ich schrieb aber schon weiter oben, dass ich unter "Bedürfnisse wecken" nicht verstehe, ein Bedürfnis zu erzeugen, das gar nicht vorhanden ist, sondern ein unbewusst vorhandenes Bedürfnis zu wecken. Und das ist so ziemlich genau das, was du beschreibst. 

"Jede Interaktion ist Manipulation" - das sehe ich nicht so. Manipulation ist es für mich erst dann, wenn es bewusst eingesetzt wird, um Menschen dazu zu bringen, etwas zu tun, was man von ihnen will. Es kommt für mich also auf die Intention an. 

Jemanden von etwas zu überzeugen ist keine Manipulation, wenn man dem Gegenüber seine Meinung lässt und akzeptiert, wenn er sich nicht überzeugen lassen möchte. Dann ist es eine Diskussion.

Manipulation hingegen funktioniert aber oft so, dass die manipulierte Person sich dessen gar nicht bewusst ist, dass sie manipuliert wird und das ist auf jeden Fall etwas Schlechtes in meinen Augen.

Es gibt viele Dinge, die ich mir in jeder Schule wünschen würde, neben Recht beispielsweise auch Psychologie, Marketing, Finanzwissen, Wirtschafts-Basiswissen und Medienkompetenz. Auch das gehört zur Allgemeinbildung, nicht nur Latein, Geographie, Geschichte, Mathematik usw.

Ja, es gibt Vertreter beider Definitionen von Manipulation. Auch jede noch so sachliche und offene Diskussion beeinflusst. Aktiv, also bewusst und zielgerichtet. Wobei unbewusste Manipulation ja nun auch nicht besser ist. Zuweilen ist die offene sogar deutlich effektiver als die verdeckte. Kommt auf den Gegenpart an. Welcher Depp würde dann zur verdeckten greifen, um sein Ziel zu erreichen?

"um Menschen dazu zu bringen, etwas zu tun, was man von ihnen will." Eben. Das machen wir im Grunde ständig. Wenn man sich zu einem Date trifft, putzt man sich heraus,zeigt sich im möglichst besten Licht (oder was man halt dafür hält). Wenn man zum Personalgespräch beim Chef antritt geht man vorher Strategien durch. Wenn man abends im TV unbedingt etwas anderes gucken will, als Partner/in - selbst da nimmt man genau die Herangehensweise, die bei dieser Person am besten funktionieren wird. Natürlich ist das alles Manipulation. 

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29. Dezember 2020 um 21:31

Ja. Dann schreib doch einfach nciht mehr mit dieser Person.

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30. Dezember 2020 um 14:23
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Ja, es gibt Vertreter beider Definitionen von Manipulation. Auch jede noch so sachliche und offene Diskussion beeinflusst. Aktiv, also bewusst und zielgerichtet. Wobei unbewusste Manipulation ja nun auch nicht besser ist. Zuweilen ist die offene sogar deutlich effektiver als die verdeckte. Kommt auf den Gegenpart an. Welcher Depp würde dann zur verdeckten greifen, um sein Ziel zu erreichen?

"um Menschen dazu zu bringen, etwas zu tun, was man von ihnen will." Eben. Das machen wir im Grunde ständig. Wenn man sich zu einem Date trifft, putzt man sich heraus,zeigt sich im möglichst besten Licht (oder was man halt dafür hält). Wenn man zum Personalgespräch beim Chef antritt geht man vorher Strategien durch. Wenn man abends im TV unbedingt etwas anderes gucken will, als Partner/in - selbst da nimmt man genau die Herangehensweise, die bei dieser Person am besten funktionieren wird. Natürlich ist das alles Manipulation. 

Nein, das sehe ich nicht so. Sich im Verhalten an Vorgaben zu halten (also an die Norm, die im jeweiligen Umfeld gerade erwünscht ist), ist für mich keine Manipulation, das sind soziale Fähigkeiten, Spielregeln der Gesellschaft.

Manipulation ist die dunkle Seite davon.

Natürlich beeinflusst eine Diskussion auch, aber nur dann, wenn man das möchte. Man kann eine Meinung auch ablehnen oder sagen, dass man sie nicht teilt (so wie ich das hier gerade mache ). Du äußerst deine Meinung, ich erkenne sie als solche und kann mich dazu äußern und mich dazu entscheiden, sie nicht zu teilen.

Das kann man bei Manipulation nicht immer, weil man sie nicht als solche erkennt. Und das ist für mich der Unterschied.

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30. Dezember 2020 um 20:01
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Nein, das sehe ich nicht so. Sich im Verhalten an Vorgaben zu halten (also an die Norm, die im jeweiligen Umfeld gerade erwünscht ist), ist für mich keine Manipulation, das sind soziale Fähigkeiten, Spielregeln der Gesellschaft.

Manipulation ist die dunkle Seite davon.

Natürlich beeinflusst eine Diskussion auch, aber nur dann, wenn man das möchte. Man kann eine Meinung auch ablehnen oder sagen, dass man sie nicht teilt (so wie ich das hier gerade mache ). Du äußerst deine Meinung, ich erkenne sie als solche und kann mich dazu äußern und mich dazu entscheiden, sie nicht zu teilen.

Das kann man bei Manipulation nicht immer, weil man sie nicht als solche erkennt. Und das ist für mich der Unterschied.

Was ist dann für Dich Manipulation ganz konkret? Sowas wie Gaslightning? Das wäre für mich keine Interaktion. Das ist (psychische) Gewalt. 

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31. Dezember 2020 um 15:57
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Was ist dann für Dich Manipulation ganz konkret? Sowas wie Gaslightning? Das wäre für mich keine Interaktion. Das ist (psychische) Gewalt. 

Das, was lt. allgemeinen Definitionen unter Manipulation verstanden wird, also hier konkret Punkt 1:

1) gezielte Einflußnahme (Beeinflussung) auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen, z.B. durch Werbung oder durch politische Beeinflussung (Camelot-Projekt) mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. Techniken der Manipulation sind z.B. Verfälschen von Information, Unterlassen von Information, Fuß-in-der-Tür-Technik, Tür-ins-Gesicht-Technik (Werbepsychologie).​

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152

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31. Dezember 2020 um 16:54
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Das, was lt. allgemeinen Definitionen unter Manipulation verstanden wird, also hier konkret Punkt 1:

1) gezielte Einflußnahme (Beeinflussung) auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen, z.B. durch Werbung oder durch politische Beeinflussung (Camelot-Projekt) mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. Techniken der Manipulation sind z.B. Verfälschen von Information, Unterlassen von Information, Fuß-in-der-Tür-Technik, Tür-ins-Gesicht-Technik (Werbepsychologie).​

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152

während die Definition bei Wikipedia die Version, der ich folge, mit einbindet.

Die beiden o.g. sind für mich rhetorische Techniken, deren es auch unzählige gibt. Framing, Generalisierung, Personalisierung, Spezifizierung, ... schon allein mit denen kannman viel machen. 

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1. Januar um 22:13
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während die Definition bei Wikipedia die Version, der ich folge, mit einbindet.

Die beiden o.g. sind für mich rhetorische Techniken, deren es auch unzählige gibt. Framing, Generalisierung, Personalisierung, Spezifizierung, ... schon allein mit denen kannman viel machen. 

Wikipedia ist so eine Sache. Zum schnell was Nachlesen okay, zitierfähig ist es jedoch nicht. Wenn ich eine Definition suche, dann eher nicht bei Wikipedia. 

Für mich kommt es eher auf die Intention an, weniger auf die verwendeten Mittel. Eben wie lt. Definition: gezielte Einflußnahme (Beeinflussung) auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen [...] mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. 

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5. Januar um 17:27
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Wikipedia ist so eine Sache. Zum schnell was Nachlesen okay, zitierfähig ist es jedoch nicht. Wenn ich eine Definition suche, dann eher nicht bei Wikipedia. 

Für mich kommt es eher auf die Intention an, weniger auf die verwendeten Mittel. Eben wie lt. Definition: gezielte Einflußnahme (Beeinflussung) auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen [...] mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. 

immerhin bezieht wikipedia andere Ansätze mit ein. Das ist ein Ansatz aus Philosophie und Psychologie. Auch Geisteswissenschaften sind Wissenschaften. Das zu ignorieren spricht für mich jetzt eher gegen Spektrum :P
Auch wenn Geisteswissenschaften eben keine mathematisch exakten Wissenschaften sind, schon allein erkennbar daran, dass der Definition, dass jede Interaktion auch Manipulation ist, nicht alle zustimmen. Woraus folgt: auch der hier zitierten Definition stimmen nicht alle (alle = alle Fachleute, natürlich) zu :P
Nur ist der einzige Punkt, in dem sie sich unterscheiden, das "gegen deren Willen" - was bei Deiner Definition auch mit "häufig" eingeschränkt wird. Und die Häufigkeit. Thats it.

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6. Januar um 21:57
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immerhin bezieht wikipedia andere Ansätze mit ein. Das ist ein Ansatz aus Philosophie und Psychologie. Auch Geisteswissenschaften sind Wissenschaften. Das zu ignorieren spricht für mich jetzt eher gegen Spektrum :P
Auch wenn Geisteswissenschaften eben keine mathematisch exakten Wissenschaften sind, schon allein erkennbar daran, dass der Definition, dass jede Interaktion auch Manipulation ist, nicht alle zustimmen. Woraus folgt: auch der hier zitierten Definition stimmen nicht alle (alle = alle Fachleute, natürlich) zu :P
Nur ist der einzige Punkt, in dem sie sich unterscheiden, das "gegen deren Willen" - was bei Deiner Definition auch mit "häufig" eingeschränkt wird. Und die Häufigkeit. Thats it.

Die Definition, die ich gepostet habe, ist ja lediglich die der Psychologie, das ist auch am Link erkennbar. Das ist für mich die Definition, die ausschlaggebend ist, da meines Erachtens das relevante Fachgebiet dafür die Psychologie ist. 

Aber natürlich kann das jeder anders sehen. 

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