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Man kann ja nichts mehr essen!

9. Dezember 2009 um 19:03

Es gibt viele Gründe, ein Lebensmittel zu meiden: Gesundheitliche, toxikologische, ethische, ökologische und viele mehr.

Gibt es Lebensmittel, die ihr aus Überzeugung verschmäht? Welche sind es und was sind die Überzeugungen dahinter?


LG
Ele

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9. Dezember 2009 um 19:52

Jau!
Das dunkle im Ei mag ich auch nicht! Und das aus dem selben Grund

Mein Freund will in Zukunft weniger Thunfisch essen, da der so überfischt ist und die Hydrokulturen ebenfalls unter großem Aufwand groß gezogen (aber nicht vermehrt) werden. Ich weiß nicht, ob ich ganz auf Thunfisch verzichten möchte, aber etwas Verzicht finde ich schon in Ordnung.

Und ich esse kein Geflügel... Nachdem ich meine vegetarische Phase aufgegeben hatte, blieb das als Marotte einfach hängen. Hat aber nichts mit ethischen Überlegungen zu tun, mir sind Vögel einfach nur zu... "sympathisch". (An der Stelle dürfen sich Vegetarier natürlich über mich aufregen )

Na, was für Ticks hast du denn noch?

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9. Dezember 2009 um 20:07

Echt?
Auch kein schönes Rinder-Steak?
Oder Wild?
Kaninchen?

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9. Dezember 2009 um 20:23

Interessant
So unterschiedlich sind Fleisch-Gelüste

Ich esse wirklich fast alles (übliche) außer Geflügel. Hihi

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10. Dezember 2009 um 0:33

Ich ess im Moment kaum noch Fleisch
manchmal weiß ich gar nicht mehr, wie lange ich kein Fleisch mehr gegessen habe. Abgesehen davon, esse ich nur Halal-Fleisch (halal-Fleisch ist übrigens Bio-Fleisch).
Ich liebe Fleisch, aber es soll was besonderes sein.

Natürlich esse ich keine Eier aus Käfighaltung. Unsere Eier lass ich von einem Bio-Bauern liefern.

Ich esse gerne Tofu.

Auch wenn man Massentierhaltung noch so meidet: Wer weiß, woher das Ei herkommt, das in unseren Keksen, Backwaren usw ist.

Bei der Wahl der Lebensmittel sollte man auf Fairtrade und Tierfreundlichkeit achten.

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10. Dezember 2009 um 2:00
In Antwort auf liva_11977900

Jau!
Das dunkle im Ei mag ich auch nicht! Und das aus dem selben Grund

Mein Freund will in Zukunft weniger Thunfisch essen, da der so überfischt ist und die Hydrokulturen ebenfalls unter großem Aufwand groß gezogen (aber nicht vermehrt) werden. Ich weiß nicht, ob ich ganz auf Thunfisch verzichten möchte, aber etwas Verzicht finde ich schon in Ordnung.

Und ich esse kein Geflügel... Nachdem ich meine vegetarische Phase aufgegeben hatte, blieb das als Marotte einfach hängen. Hat aber nichts mit ethischen Überlegungen zu tun, mir sind Vögel einfach nur zu... "sympathisch". (An der Stelle dürfen sich Vegetarier natürlich über mich aufregen )

Na, was für Ticks hast du denn noch?

Ich esse schon lange keinen Thunfisch mehr
mein Mann aber schon noch. Aber zu Hause gibts keinen Thunfisch mehr. Ich achte auf überfischte Fischbestände.
Da geb ich gerne mehr Geld für den Lachs aus der Aquakultur aus.

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10. Dezember 2009 um 9:42

Aus Überzeugung
Esse ich keine Eier aus Käfighaltung, Bodenhaltung nur im absoluten Notfall (ich schließe das fairnesshalber mit ein, vor drei Jahren ist mir ein Notfall passiert - beim Kuchenbacken fehlte ein Ei, im Laden gab es nur noch Bodenhaltung), also eigentlich nur Freilandeier.
Denkt man daran, dass vor 7-8 Jahren (grob geschätzt) diese Unterschiede zwischen den Eiern oft gar nicht groß auf der Verpackung waren und niemanden interessierten, muss man hier doch den Hut vor Tierschutzorganisationen ziehen, die diese Geschichte in das öffentliche Bewusstsein geprügelt haben.

Ich kaufe und trinke auch keine Billigmilch, da hat mich zwar erst der Streik der Milchbauern drauf gebracht, aber die Leute haben ja tatsächlich ein Recht auf normale Preise, also unterstütze ich das.

Thunfisch essen wir selten, aber dann schon - es gibt ja dieses Siegel dass da umweltgerecht gefischt wurde und ohne Flipper drin.

Was ich hingegen esse und essen werde, sind genmanipulierte Nahrungsmittel - ich nehme es gern in Kauf dass die Tomate genmanipuliert ist, wenn die durch diese Manipulation nicht mehr mit Pestiziden und ähnlichem Mist behandelt werden musste. Aber meine Ansichten zu genmanipulierter Nahrung gab ich ja schon mal vor einigen Monaten hier preis

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10. Dezember 2009 um 19:46
In Antwort auf mallt_12773517

Aus Überzeugung
Esse ich keine Eier aus Käfighaltung, Bodenhaltung nur im absoluten Notfall (ich schließe das fairnesshalber mit ein, vor drei Jahren ist mir ein Notfall passiert - beim Kuchenbacken fehlte ein Ei, im Laden gab es nur noch Bodenhaltung), also eigentlich nur Freilandeier.
Denkt man daran, dass vor 7-8 Jahren (grob geschätzt) diese Unterschiede zwischen den Eiern oft gar nicht groß auf der Verpackung waren und niemanden interessierten, muss man hier doch den Hut vor Tierschutzorganisationen ziehen, die diese Geschichte in das öffentliche Bewusstsein geprügelt haben.

Ich kaufe und trinke auch keine Billigmilch, da hat mich zwar erst der Streik der Milchbauern drauf gebracht, aber die Leute haben ja tatsächlich ein Recht auf normale Preise, also unterstütze ich das.

Thunfisch essen wir selten, aber dann schon - es gibt ja dieses Siegel dass da umweltgerecht gefischt wurde und ohne Flipper drin.

Was ich hingegen esse und essen werde, sind genmanipulierte Nahrungsmittel - ich nehme es gern in Kauf dass die Tomate genmanipuliert ist, wenn die durch diese Manipulation nicht mehr mit Pestiziden und ähnlichem Mist behandelt werden musste. Aber meine Ansichten zu genmanipulierter Nahrung gab ich ja schon mal vor einigen Monaten hier preis


Eier finde ich sowieso ganz schwierig:
Bio und Freiland ist auch Stress, so lange die Tiere in zu großen Gruppen gehalten werden, aber das Etiquette "Kleingruppenhaltung" verschleiert oftmals Käfighaltung und selbst wenn es Kleingruppen-Freiland-Eier wären, wären dann noch die männlichen Küken, die vergast werden.
Was mache ich also? Mit schlechtem Gewissen Freilandeier kaufen

Bei Billigmilch bin ich weniger politisch: Die EU subventioniert die Landwirtschaft und wenn dann ein Überschuss entsteht, der die Preise senkt, streiken die Bauern. Gut, lassen wir doch etwas Marktwirtschaft an die Bauern! Streichen wir die Subventionen! (Das würde auch verhindern, dass Länder wie Afrika beispielsweise selbst zu wenig produzieren, weil sie die billigen Preise der subventionierten Produkte aus der EU und den USA nicht unterbieten können -> Letztens im Fernsehen erfahren )
Allerdings fnde ich dein Verhalten da dennoch gut: Die Bauern sind jetzt nunmalhalt in der Situation und in dieser kann man durchaus Solidarität zu ihnen zeigen. Dass die EU keine bessere Lösung als Subventionen hat, ist ja nunmalhalt nicht die Schuld der Bauern.

Genmanipulation: Ja, deine Meinung hab ich mitbekommen
Ich teile deine Meinung, bin aber dafür, dass es einen Gesetzesentwurf gegen die Patentierung von Genen geben sollte. Oder aber nur zeitlich begrenzte Patente. Steel hat da ja in der Tat ein Problem angesprochen, aber ich finde, es ist kein unlösbares.

LG
Ele

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10. Dezember 2009 um 19:48
In Antwort auf charis_12772788

Ich esse schon lange keinen Thunfisch mehr
mein Mann aber schon noch. Aber zu Hause gibts keinen Thunfisch mehr. Ich achte auf überfischte Fischbestände.
Da geb ich gerne mehr Geld für den Lachs aus der Aquakultur aus.

Lachs....
...oder auch Forelle!

Ja, es muss in der Tat nicht Thunfisch (oder anderer überfischter Fisch) sein, wenn man Fisch möchte!
Ich bin einfach nur ein wenig an gewisse Gerichte gewöhnt, aber vielleicht schleicht das auch aus, wenn bei uns der Thunfischkonsum erst herunter geschraubt ist.

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11. Dezember 2009 um 9:59

Da stimme ich Ele oben zu
hat sie schön gesagt. Es geht hier um gesetzliche Regelungen die endlich nötig sind, umso etwas zu vermeiden.
Ich weigere mich lediglich, in diese unsinnige Verteufelung von genmanipulierten Nahrungsmitteln mit einzusteigen.

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11. Dezember 2009 um 10:02
In Antwort auf liva_11977900


Eier finde ich sowieso ganz schwierig:
Bio und Freiland ist auch Stress, so lange die Tiere in zu großen Gruppen gehalten werden, aber das Etiquette "Kleingruppenhaltung" verschleiert oftmals Käfighaltung und selbst wenn es Kleingruppen-Freiland-Eier wären, wären dann noch die männlichen Küken, die vergast werden.
Was mache ich also? Mit schlechtem Gewissen Freilandeier kaufen

Bei Billigmilch bin ich weniger politisch: Die EU subventioniert die Landwirtschaft und wenn dann ein Überschuss entsteht, der die Preise senkt, streiken die Bauern. Gut, lassen wir doch etwas Marktwirtschaft an die Bauern! Streichen wir die Subventionen! (Das würde auch verhindern, dass Länder wie Afrika beispielsweise selbst zu wenig produzieren, weil sie die billigen Preise der subventionierten Produkte aus der EU und den USA nicht unterbieten können -> Letztens im Fernsehen erfahren )
Allerdings fnde ich dein Verhalten da dennoch gut: Die Bauern sind jetzt nunmalhalt in der Situation und in dieser kann man durchaus Solidarität zu ihnen zeigen. Dass die EU keine bessere Lösung als Subventionen hat, ist ja nunmalhalt nicht die Schuld der Bauern.

Genmanipulation: Ja, deine Meinung hab ich mitbekommen
Ich teile deine Meinung, bin aber dafür, dass es einen Gesetzesentwurf gegen die Patentierung von Genen geben sollte. Oder aber nur zeitlich begrenzte Patente. Steel hat da ja in der Tat ein Problem angesprochen, aber ich finde, es ist kein unlösbares.

LG
Ele

Zu Milch
hast da natürlich recht, nur eben auch damit dass es unmöglich sein kann dass die EU seltsames verbricht, und die Bauern das ausbaden dürfen. Überschüsse aufgrund von Subventionen können doch kein Argument dafür sein, dass den Menschen irgendwelche Groschen für ihre Arbeit und ihr Produkt gezahlt wird. Ich meine, ein Liter Milch kostet im Discounter stolze 49 cent. Wieviel kriegt also der Bauer? Die Hälfte?

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11. Dezember 2009 um 21:49

Klingt gut
Zur Zeit muss ich noch arg aufs Budget achten und daher liegt mein Hauptaugenmerk nunmalhalt auf dem Preis, aber hätte ich mehr Spielraum, würde meine Aufmerksamkeit ziemlich in die selbe Richtung gehen.
Naja, ob ich auf jegliche Fertiggerichte verzichten würde, kann ich nicht sagen, obwohl es viele Gründe gibt, es zu tun

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11. Dezember 2009 um 21:58
In Antwort auf mallt_12773517

Zu Milch
hast da natürlich recht, nur eben auch damit dass es unmöglich sein kann dass die EU seltsames verbricht, und die Bauern das ausbaden dürfen. Überschüsse aufgrund von Subventionen können doch kein Argument dafür sein, dass den Menschen irgendwelche Groschen für ihre Arbeit und ihr Produkt gezahlt wird. Ich meine, ein Liter Milch kostet im Discounter stolze 49 cent. Wieviel kriegt also der Bauer? Die Hälfte?

Hast absolut Recht!
Ich finde dein Verhalten auch vorbildlich. Nur mir selbst vergeht die Motivation, mich ähnlich solidarisch zu verhalten, wenn das Problem eigentlich künstlich erzeugt ist...

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11. Dezember 2009 um 22:10

Ist das so?
Ich weiß es nicht

Ich weiß in etwa, was mit Schweinen so alles geschieht, bevor sie geschlachtet werden, aber über Kühe weiß ich weniger.

Hm, da muss ich mir wirklich mal Gedanken drum machen....

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11. Dezember 2009 um 22:35

Igitt!
Als würde man nicht schon genug an den Hormonen herum pfuschen

Danke für die Info! Ich werde mir mal überlegen, ob ich daraus Konsequenzen ziehe....

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11. Dezember 2009 um 22:44

Hihi^^
Das liebe Geld...

Aber ja, das ist bei Fertigprodukten wirklich ein Faktor! Ich habe auch einige "Basics" in der Küche erlernt, weil ich Kosten sparen wollte. Ganz dreist finde ich die Pudding-Tüten! Der Mehr-Aufwand wenn man sich Pudding selbst macht beträgt das Trennen von einem Ei! Mehr nimmt einem die Tüte gar nicht ab! Und was man dafür aber mehr zahlen muss! Ich Naivchen hab da gestaunt!
Ähnliche Aha-Erlebnisse hatte ich nun schon häufiger.

LG
Ele

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12. Dezember 2009 um 0:09

Hast du extra nochmal nachgeschaut?


Danke schön!
Hoffen wir, dass diese Unsitte nicht bei uns ankommt! (Bzw. noch nicht inoffiziell angekommen ist)

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