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Lebensstil, Lebensart, Lebensweise im Wandel der Zeit!

10. August um 15:14


  Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre 
  verändert? Aus allen Perspektiven betrachtet. Was meint ihr?

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10. August um 23:16

Uihhh, ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre meines Lebens.

Kann ich so nicht einfach raffen.
Ich fange da einfach mal an bei vor 50 Jahren. Da war ich 14. Das war eine tolle Zeit, auch wenn ich mitten in der Pubertät war. Wir hatten Farbfernsehen, das war was!

Es stand im Wohnzimmer meiner Eltern. Wir hatten auch Bad, das war auch was, weil ich ja auch noch die Zeiten kenne, wo es kein Bad gab, sich in der Küche gewaschen wurde...

Es gab Wohnküchen, gross, keine nur funktionalen Küchen. Es wurde gelebt in diesen Küchen. Es gab dort eine Couch, auf der ich als kleines Mädchen mal eine Lungentzündung auskuriert hatte, aber das war vor 60 Jahren..

Dann ging es immer weiter... eigentlich in einem guten Tempo.
Party mit 15/16... ja, wir haben gelebt.

Ohne Handy.

Internet?

Was war das?

Uns interessierte immer der Mensch, der neben uns und um uns war.

Die Mode

Die Persönlichkeit der Menschen.
Da sass mir nie jemand mit Handy gegenüber.,

Leben war das. Ein gutes Leben.

Lasse ich mal so dahingestellt.

 

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11. August um 8:52
In Antwort auf micky790


  Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre 
  verändert? Aus allen Perspektiven betrachtet. Was meint ihr?

Ich bin in erster Linie froh darüber, dass ich vor 50 Jahren noch ein Kind war und die Zeit nicht als Erwachsene erleben musste. Dadurch ist mir vieles erspart geblieben, was mir vor allem später, als ich dann erwachsen war, bewusst wurde.

Ich musste glücklicherweise keine Wäsche mehr von Hand waschen, so wie ich es aus meiner frühesten Kindheit noch in unserem Haushalt erlebt habe. Eine Waschmaschine gab es da erst sehr viel später.
Teppiche musste ich auch nie klopfen, als ich älter wurde und im Haushalt mitgeholfen habe, stand mir ein Staubsauger zur Verfügung.
Kohlen, zum heizen, musste ich auch nie horten und schleppen und den Dreck, der dadurch enstand beseitigen, ich konnte einfach den Heizkörper andrehen und es wurde warm.
Für mich als Kind war es spaßig im Kohlenkeller verstecken zu spielen, meine Eltern hatten einen anderen Blick darauf. Nicht ich musste mich und die Kleidung danach mühsam reinigen.

Nur ein paar Beispiele die mir aus dem Haushalt einfallen. Ach eins noch, worüber meine Mutter heutzutage auch sehr froh ist, das mühsame ernten und einkochen entfällt, womit sie damals sehr viel Zeit verbracht hat. Heute kann sie wählen, (auch beim Einkauf) ob und wie sie Vorratshaltung durchführt, damals ging das nicht in unserem Haushalt.

Den Kontakt untereinander zu halten ist heute auch um ein vielfaches einfacher. Die väterliche Linie meines Vaters stammt aus West-und Ostfriesland und in der Generation meines Vaters (in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderst geboren) sah es schon sehr schlecht auf dem Arbeitsmarkt dort oben aus. Deshalb sind fast alle Familienmitglieder dieser Generation dort weg gezogen, und das nicht nur über Deutschland hinweg verteilt, sondern auch in andere europäische und amerikanische Länder.
Wenn da jemand weg zog, dann war er/sie meist auch wirklich weg. Da konnte man sich nicht mal eben wieder treffen, weil sowohl die Mittel, als auch die Zeit dafür fehlte, die Distanzen zu überwinden. Telefone hatte auch nicht jeder und wenn, war ein Ferngespräch so teuer, dass man auch nur zu ganz besonderen Gelegenheiten miteinander, damit sprechen konnte.
So wurde vor allem über Briefe miteinander Kontakt gehalten, der nicht unbedingt zeithnah statt fand, gesehen haben sich die wenigsten dieser Generation überhaupt mal wieder.
Ich hatte Glück, dass mein Vater "nur" 160 km von seiner Heimat entfernt Arbeit fand, damit hatte er die geringste Entfernung zu überbrücken, von denen, die umgezogen waren,  in unserer Familie.
Aber diese 160 km waren damals auch nicht so einfach und kurzfristig zu bewältigen wie heutzutage. Da wurde dann eher langfristig geplant bei jedem Besuch und ich hatte dadurch, im Gegensatz zu anderen Cousinen und Cousins, sehr häufig die Möglichkeit meine gesamten Ferien bei unseren Großeltern zu verbringen und habe sie dadurch öfter sehen und mit ihnen (er)leben können. Das war keine Selbstverständlichkeit.

Als ich älter wurde wurde mir auch erst bewusst, welche Rechte als Frau ich in meiner Kindheit noch nicht gehabt hätte.

Wie gesagt, ich bin froh, dass ich damals Kind und nicht Erwachsene war.

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11. August um 14:06


Was mir am meisten und am positivsten auffällt in der heutigen Zeit, ist der andere Erziehungsstil der jungen Eltern. Noch vor 50/ 60 Jahren war eine autoritäre Erziehung an der Tagesordnung. Die heutigen Eltern machen das viel besser. Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine Geburtsanzeige eines Jungen. Die Eltern schrieben: wir freuen uns,  dich begleiten zu dürfen. Und Väter bringen sich viel mehr ein als früher und zwar schon im Babyalter.

Ich als Modefan beobachte einen starken Wandel beim Kleidungsstil. Früher hatte man Sonntagskleider und Werktagskleider. 

Die Beziehungen werden mehr auf Augenhöhe geführt. Das hat sich geändert mit der vermehrten Berufstätigkeit der Frauen.

Manchmal denke ich aber auch, dass sehr viele bei den ersten Schwierigkeiten in einer Beziehung die sofort aufgeben. So im Stil: next one. Und vergessen dabei, dass sie sich selbst auch immer mitnehmen. 

Es gäbe noch vieles anzuführen.

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11. August um 14:36

Ich habe zwar eine viktorianische Seele....bin aber trotzdem sehr froh jetzt zu leben. 

Einer der grossen Vorteile jetzt zu leben ist auf jeden Fall die Freiheit zu wählen wie man leben will. 

Man kann ganz traditionell leben, ein traditionelles Rollenbild und traditionelle Beziehung leben. Man kann aber auch jede andere Variante leben. 

Ich bin froh, dass es normal ist als Single zu leben, dass Frauen nicht mehr schief angesehen werden, wenn sie ein Kind haben ohne verheiratet zu sein, dass es die Ehe fuer alle gibt, dass Homosexuelle und Transsexuelle sich nicht mehr verstecken müssen. 

Obwohl unsere Zeit auch Nachteile hat..ich bin trotzdem froh, in dieser toleranteren Zeit zu leben. 

Das drückt sich auch in der Mode aus. Ich finde es ist vielfältiger. Es gibt nicht einen Trend dem alle folgen. Man kann heutzutage skinny Jeans,  Marlene Hose, Hippie Outfit, langes Kleid, Hijab, kurzes Kleid, kurze Hose, bauchfrei, usw. usw. alles tragen und ist trotzdem nicht “altmodisch” oder fällt total aus dem Bild. 
 

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11. August um 14:45
In Antwort auf evaeden

Ich habe zwar eine viktorianische Seele....bin aber trotzdem sehr froh jetzt zu leben. 

Einer der grossen Vorteile jetzt zu leben ist auf jeden Fall die Freiheit zu wählen wie man leben will. 

Man kann ganz traditionell leben, ein traditionelles Rollenbild und traditionelle Beziehung leben. Man kann aber auch jede andere Variante leben. 

Ich bin froh, dass es normal ist als Single zu leben, dass Frauen nicht mehr schief angesehen werden, wenn sie ein Kind haben ohne verheiratet zu sein, dass es die Ehe fuer alle gibt, dass Homosexuelle und Transsexuelle sich nicht mehr verstecken müssen. 

Obwohl unsere Zeit auch Nachteile hat..ich bin trotzdem froh, in dieser toleranteren Zeit zu leben. 

Das drückt sich auch in der Mode aus. Ich finde es ist vielfältiger. Es gibt nicht einen Trend dem alle folgen. Man kann heutzutage skinny Jeans,  Marlene Hose, Hippie Outfit, langes Kleid, Hijab, kurzes Kleid, kurze Hose, bauchfrei, usw. usw. alles tragen und ist trotzdem nicht “altmodisch” oder fällt total aus dem Bild. 
 


Eva, alles was du hier aufzählst finde ich auch extrem gut. 
Wenn ich das vergleiche zu früher sind Welten dazwischen. 

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11. August um 16:43
In Antwort auf micky790


Was mir am meisten und am positivsten auffällt in der heutigen Zeit, ist der andere Erziehungsstil der jungen Eltern. Noch vor 50/ 60 Jahren war eine autoritäre Erziehung an der Tagesordnung. Die heutigen Eltern machen das viel besser. Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine Geburtsanzeige eines Jungen. Die Eltern schrieben: wir freuen uns,  dich begleiten zu dürfen. Und Väter bringen sich viel mehr ein als früher und zwar schon im Babyalter.

Ich als Modefan beobachte einen starken Wandel beim Kleidungsstil. Früher hatte man Sonntagskleider und Werktagskleider. 

Die Beziehungen werden mehr auf Augenhöhe geführt. Das hat sich geändert mit der vermehrten Berufstätigkeit der Frauen.

Manchmal denke ich aber auch, dass sehr viele bei den ersten Schwierigkeiten in einer Beziehung die sofort aufgeben. So im Stil: next one. Und vergessen dabei, dass sie sich selbst auch immer mitnehmen. 

Es gäbe noch vieles anzuführen.

sehe ich genau anders.  viele Leute heutzutage erziehen ihre Kinder so gut wie gar nicht mehr... keine grenzen...   viele jugendliche von heute sind unmöglich frech, unerzogen, unselbständig !!!   

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11. August um 16:44
In Antwort auf evaeden

Ich habe zwar eine viktorianische Seele....bin aber trotzdem sehr froh jetzt zu leben. 

Einer der grossen Vorteile jetzt zu leben ist auf jeden Fall die Freiheit zu wählen wie man leben will. 

Man kann ganz traditionell leben, ein traditionelles Rollenbild und traditionelle Beziehung leben. Man kann aber auch jede andere Variante leben. 

Ich bin froh, dass es normal ist als Single zu leben, dass Frauen nicht mehr schief angesehen werden, wenn sie ein Kind haben ohne verheiratet zu sein, dass es die Ehe fuer alle gibt, dass Homosexuelle und Transsexuelle sich nicht mehr verstecken müssen. 

Obwohl unsere Zeit auch Nachteile hat..ich bin trotzdem froh, in dieser toleranteren Zeit zu leben. 

Das drückt sich auch in der Mode aus. Ich finde es ist vielfältiger. Es gibt nicht einen Trend dem alle folgen. Man kann heutzutage skinny Jeans,  Marlene Hose, Hippie Outfit, langes Kleid, Hijab, kurzes Kleid, kurze Hose, bauchfrei, usw. usw. alles tragen und ist trotzdem nicht “altmodisch” oder fällt total aus dem Bild. 
 

und die andere schlechte extreme:  die heutige oft "übertriebene" Emanzipation 

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11. August um 16:56
In Antwort auf immernochich

sehe ich genau anders.  viele Leute heutzutage erziehen ihre Kinder so gut wie gar nicht mehr... keine grenzen...   viele jugendliche von heute sind unmöglich frech, unerzogen, unselbständig !!!   


Nein, auch da bin ich völlig anderer Meinung. Ich denke letztlich ist Erziehung auch Vorbild zu sein. Die Eltern müssen eine gute menschliche Haltung vorleben. Machen sie es nicht, dann ist das nicht gut!

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11. August um 17:10
In Antwort auf irmaladouche5

Uihhh, ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre meines Lebens.

Kann ich so nicht einfach raffen.
Ich fange da einfach mal an bei vor 50 Jahren. Da war ich 14. Das war eine tolle Zeit, auch wenn ich mitten in der Pubertät war. Wir hatten Farbfernsehen, das war was!

Es stand im Wohnzimmer meiner Eltern. Wir hatten auch Bad, das war auch was, weil ich ja auch noch die Zeiten kenne, wo es kein Bad gab, sich in der Küche gewaschen wurde...

Es gab Wohnküchen, gross, keine nur funktionalen Küchen. Es wurde gelebt in diesen Küchen. Es gab dort eine Couch, auf der ich als kleines Mädchen mal eine Lungentzündung auskuriert hatte, aber das war vor 60 Jahren..

Dann ging es immer weiter... eigentlich in einem guten Tempo.
Party mit 15/16... ja, wir haben gelebt.

Ohne Handy.

Internet?

Was war das?

Uns interessierte immer der Mensch, der neben uns und um uns war.

Die Mode

Die Persönlichkeit der Menschen.
Da sass mir nie jemand mit Handy gegenüber.,

Leben war das. Ein gutes Leben.

Lasse ich mal so dahingestellt.

 

Die Küche meiner Großeltern war die Zentrale der ganzen Grossfamilie. 

Ich bin sehr sehr gerne so aufgewachsen...also in einer Großfamilie mit Grosseltern, Tanten, Onkels, Cousins, Cousinen...alle am gleichen Ort. 

In meiner Familie wurde auch sehr viel erzählt...stundenlang....Geschichten. Das sind sehr schöne Erinnerungen an meine Kindheit.

Ich bin froh, dass ich als Kind die Möglichkeit hatte diese engen Bindungen aufzubauen. Sie belgleiten mich schon ein ganzes Leben und sind immer noch wichtig für mich. 


 

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11. August um 17:13
In Antwort auf evaeden

Die Küche meiner Großeltern war die Zentrale der ganzen Grossfamilie. 

Ich bin sehr sehr gerne so aufgewachsen...also in einer Großfamilie mit Grosseltern, Tanten, Onkels, Cousins, Cousinen...alle am gleichen Ort. 

In meiner Familie wurde auch sehr viel erzählt...stundenlang....Geschichten. Das sind sehr schöne Erinnerungen an meine Kindheit.

Ich bin froh, dass ich als Kind die Möglichkeit hatte diese engen Bindungen aufzubauen. Sie belgleiten mich schon ein ganzes Leben und sind immer noch wichtig für mich. 


 


Ich habe sowas schmerzlich vermisst! Grossfamilie, überhaupt Familienleben.

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11. August um 17:19
In Antwort auf micky790


Nein, auch da bin ich völlig anderer Meinung. Ich denke letztlich ist Erziehung auch Vorbild zu sein. Die Eltern müssen eine gute menschliche Haltung vorleben. Machen sie es nicht, dann ist das nicht gut!

Klar menschlich... aber die Kinder nicht tun und machen lassen was sie wollen.

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11. August um 17:22


Logisch gibt es Grenzen, aber die sind schon gesetzt durch den Familienablauf!

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11. August um 21:56
In Antwort auf micky790


Was mir am meisten und am positivsten auffällt in der heutigen Zeit, ist der andere Erziehungsstil der jungen Eltern. Noch vor 50/ 60 Jahren war eine autoritäre Erziehung an der Tagesordnung. Die heutigen Eltern machen das viel besser. Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine Geburtsanzeige eines Jungen. Die Eltern schrieben: wir freuen uns,  dich begleiten zu dürfen. Und Väter bringen sich viel mehr ein als früher und zwar schon im Babyalter.

Ich als Modefan beobachte einen starken Wandel beim Kleidungsstil. Früher hatte man Sonntagskleider und Werktagskleider. 

Die Beziehungen werden mehr auf Augenhöhe geführt. Das hat sich geändert mit der vermehrten Berufstätigkeit der Frauen.

Manchmal denke ich aber auch, dass sehr viele bei den ersten Schwierigkeiten in einer Beziehung die sofort aufgeben. So im Stil: next one. Und vergessen dabei, dass sie sich selbst auch immer mitnehmen. 

Es gäbe noch vieles anzuführen.

Das stimmt schon, der Erziehungsstil ist heute wirklich anders, der Vater sehr viel mehr involviert, und ich merke an meinem Sohn, dass er das sehr gern tut, wirklich geniesst, sich auch als Vater/ Mensch einbringen zu können.

Dazu haben wir aber die Wurzeln gelegt, in Bezug auf Söhne und Vater.
Ich kann allerdings hier nicht sagen, dass mein Mann hier der autoritäre war oder so, diese Erziehung gab es hier von Haus aus nicht. Da war schon ich diejenige, die unseren Sohn erzogen hat, er fand das gut so.
Ich hätte auch nie einen Mann akzeptiert als Vater, der meinem Kind hätte sagen wollen, wo es lang zu gehen hat. Es gab mal eine vorübergehende Phase, da versuchte er das, völlig sinnlos, die habe ich schnell unterbunden.

Dumme Autorität muss nicht sein. Ich habe immer erzogen auf Basis von Verständnis.

Ja ok, die Freiheit bei der Bekleidung, der Mode. Sonntagskleider kenne ich wirklich nur so aus meinen ersten 4 oder 5 oder 6 Jahren, sowas gab es danach schnell nicht mehr.
Augenhöhe habe ich immer erfahren in meiner Familie, auch bei meinen Grosseltern.
Es war sogar oft die Frau, die vorgab, wo es langzugehen hatte, die Männer fanden das gut so.
Klar, heute wird weggeworfen, weil man es nicht ertragen kann, dass er schon wieder nach dreimaliger Aufforderung die Zahnpastatube nicht geschlossen hat.

Solche Menschen sind wohl beziehungsunfähig oder benötigen einen Aufhänger.

 

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11. August um 22:05
In Antwort auf evaeden

Ich habe zwar eine viktorianische Seele....bin aber trotzdem sehr froh jetzt zu leben. 

Einer der grossen Vorteile jetzt zu leben ist auf jeden Fall die Freiheit zu wählen wie man leben will. 

Man kann ganz traditionell leben, ein traditionelles Rollenbild und traditionelle Beziehung leben. Man kann aber auch jede andere Variante leben. 

Ich bin froh, dass es normal ist als Single zu leben, dass Frauen nicht mehr schief angesehen werden, wenn sie ein Kind haben ohne verheiratet zu sein, dass es die Ehe fuer alle gibt, dass Homosexuelle und Transsexuelle sich nicht mehr verstecken müssen. 

Obwohl unsere Zeit auch Nachteile hat..ich bin trotzdem froh, in dieser toleranteren Zeit zu leben. 

Das drückt sich auch in der Mode aus. Ich finde es ist vielfältiger. Es gibt nicht einen Trend dem alle folgen. Man kann heutzutage skinny Jeans,  Marlene Hose, Hippie Outfit, langes Kleid, Hijab, kurzes Kleid, kurze Hose, bauchfrei, usw. usw. alles tragen und ist trotzdem nicht “altmodisch” oder fällt total aus dem Bild. 
 

Dieses " Problem" hatte ich schon damals nicht.
Ich hatte mit mehreren Männern damals zusammengelebt, mal längfristiger, mal kurzfristig, bevor ich mit meinem Mann zusammenlebte.
Das war schon in den 70ern voll in Ordnung.
Unser Sohn wurde geboren, nachdem wir 3 Jahre zusammenlebten, 3 Jahre später haben wir dann geheiratet.
Das war damals eigentlich schon ganz normal.

Die Sache mit der Homosexualität damals, da wurde nie drüber geredet, es gab sie öffentlich nciht. Diese Menschen trauten sich auch nicht, sich dazu zu bekennen.
Das sehe ich schon als grossen Fortschritt, dass da nun öffentlich drüber geredet wird, und auch hier bemerke ich noch grosse Unkenntnis.
Es freut mich, dass diese Menschen sich nun endlich öffentlich dazu bekennen können und darüber aufklären.

Ja, die Mode ist wirklich vielfältiger, das finde ich auch super.

Damals nur Hippiemode, es gab Richtungen, alle zogen sich gleich an, heute gibt es ganz viele verschiedene Stilrichtungen, für jeden etwas dabei, sich auch in der Kleidung individuell auszudrücken.

 

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11. August um 22:10
In Antwort auf evaeden

Die Küche meiner Großeltern war die Zentrale der ganzen Grossfamilie. 

Ich bin sehr sehr gerne so aufgewachsen...also in einer Großfamilie mit Grosseltern, Tanten, Onkels, Cousins, Cousinen...alle am gleichen Ort. 

In meiner Familie wurde auch sehr viel erzählt...stundenlang....Geschichten. Das sind sehr schöne Erinnerungen an meine Kindheit.

Ich bin froh, dass ich als Kind die Möglichkeit hatte diese engen Bindungen aufzubauen. Sie belgleiten mich schon ein ganzes Leben und sind immer noch wichtig für mich. 


 

In meiner kindheit dominierten auch die Wohnküchen, riesengross, dort fand das Familienleben statt. Meine Lungenentzündung, mit 4 Jahren, habe ich in der Wohnküche meiner Omi verbracht, auf der couch dort, der Arzt kam täglich.
Omi sagte, ich wäre dem Totengräber von der Schüppe gesprungen, sie war da immer in Angst, ich erinnere mich sehr gut.
Ja, diese Grossfamilie habe ich auch so kennengelernt. Mein Onkel, Sohn meiner Omi, war auch jeden tag da, brachte dann seine diversen Freundinnen dorthin...
Alle wohnten in einer Stadt, es gab stets intensive Kontakte.

Weihnachten waren sowieso alle zusammen...

Oder es wurde gewandert, von einem Ort zum anderen.. Essen hier, später dann bei Tante so und so..,,
Kirchgang, freiwillig.

Mein Sohn hat das auch noch so erlebt, als er klein war.
Und ich merke, wie ihm das heute fehlt, deshalb sollen wir ja umziehen in Grossstadt...

Heute leben sie leider alle sehr zerstreut.

Global...

 

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11. August um 22:15
In Antwort auf irmaladouche4

Das stimmt schon, der Erziehungsstil ist heute wirklich anders, der Vater sehr viel mehr involviert, und ich merke an meinem Sohn, dass er das sehr gern tut, wirklich geniesst, sich auch als Vater/ Mensch einbringen zu können.

Dazu haben wir aber die Wurzeln gelegt, in Bezug auf Söhne und Vater.
Ich kann allerdings hier nicht sagen, dass mein Mann hier der autoritäre war oder so, diese Erziehung gab es hier von Haus aus nicht. Da war schon ich diejenige, die unseren Sohn erzogen hat, er fand das gut so.
Ich hätte auch nie einen Mann akzeptiert als Vater, der meinem Kind hätte sagen wollen, wo es lang zu gehen hat. Es gab mal eine vorübergehende Phase, da versuchte er das, völlig sinnlos, die habe ich schnell unterbunden.

Dumme Autorität muss nicht sein. Ich habe immer erzogen auf Basis von Verständnis.

Ja ok, die Freiheit bei der Bekleidung, der Mode. Sonntagskleider kenne ich wirklich nur so aus meinen ersten 4 oder 5 oder 6 Jahren, sowas gab es danach schnell nicht mehr.
Augenhöhe habe ich immer erfahren in meiner Familie, auch bei meinen Grosseltern.
Es war sogar oft die Frau, die vorgab, wo es langzugehen hatte, die Männer fanden das gut so.
Klar, heute wird weggeworfen, weil man es nicht ertragen kann, dass er schon wieder nach dreimaliger Aufforderung die Zahnpastatube nicht geschlossen hat.

Solche Menschen sind wohl beziehungsunfähig oder benötigen einen Aufhänger.

 


Weisst du Irma, ich wurde halt so erzogen mit strengster Autorität! Aber das isch schon s o lange her! Aber sitzt mir immer noch im Nacken. Wir habe unseren Sohn auch gänzlich anders erzogen. Aber mein Mann wollte dann auch unbedingt dass er zu den Pfadfindern ging. Gut gemeint, aber fehlgeschlagen! Bei unsern Elteen auch, bei beiden. Die Frauen waren die Starken.

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12. August um 9:51
In Antwort auf micky790


  Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre 
  verändert? Aus allen Perspektiven betrachtet. Was meint ihr?

was sich verändert hat... hm, da fallen mir vor allem 2 Punkte ein:

heute gibt es viel, viel mehr Toleranz
heute haben wir viel, viel mehr Freizeit

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12. August um 10:15
In Antwort auf avarrassterne1

was sich verändert hat... hm, da fallen mir vor allem 2 Punkte ein:

heute gibt es viel, viel mehr Toleranz
heute haben wir viel, viel mehr Freizeit


Findest du das mit der Freizeit? Viele sagen doch, wie sehr gestresst sie seien. Toleranz finde ich auch besser!
 

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12. August um 10:36
In Antwort auf micky790


  Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre 
  verändert? Aus allen Perspektiven betrachtet. Was meint ihr?

  " Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre   verändert? "

Der Lebensstil hat sich vor allem virtualisiert. Das Leben wird immer digitaler. Das verändert auch ein Stück weit die Wahrnehmung und das Lebensgefühl.

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12. August um 10:41
In Antwort auf santiago4671

  " Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre   verändert? "

Der Lebensstil hat sich vor allem virtualisiert. Das Leben wird immer digitaler. Das verändert auch ein Stück weit die Wahrnehmung und das Lebensgefühl.


Ja, stimmt! Mit allen Vor-und Nachteilen!

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12. August um 11:06
In Antwort auf micky790


Findest du das mit der Freizeit? Viele sagen doch, wie sehr gestresst sie seien. Toleranz finde ich auch besser!
 

Nun, die 40-Stunden Woche wurde erst 1965 durchgesetzt.
guck: https://www.igmetall.de/int/img/Plakat_samstags_vati_mir_240.gif
Stress ist heute anders: durch Arbeitszeitverdichtung, Digitalisierung und Verfügbarkeit, Bürokratisierung etc

Ich bin froh und glücklich, meine Kindheit und Jugend in den 60er und 70er Jahren gehabt zu haben - das war Neuaufbruch!



 

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12. August um 11:29
In Antwort auf mandarina235

Nun, die 40-Stunden Woche wurde erst 1965 durchgesetzt.
guck: https://www.igmetall.de/int/img/Plakat_samstags_vati_mir_240.gif
Stress ist heute anders: durch Arbeitszeitverdichtung, Digitalisierung und Verfügbarkeit, Bürokratisierung etc

Ich bin froh und glücklich, meine Kindheit und Jugend in den 60er und 70er Jahren gehabt zu haben - das war Neuaufbruch!



 


Ich bin 1950 geboren und Schweizerin. Hier ist, glaube ich, immer noch 42 Std Woche üblich. 

In meinen letzten Jahren vor der Pensionierung hat die Bürokratisierung auch extrem zugenommen. 

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12. August um 12:07
In Antwort auf micky790


Findest du das mit der Freizeit? Viele sagen doch, wie sehr gestresst sie seien. Toleranz finde ich auch besser!
 

aber ganz sicher.

Ja, viele fühlen sich gestresster, mag sein. Die Frage, wie viel Streß selbst gemacht ist, sollte sich aber jeder ganz dringend stellen.

Wir haben eine 40-Stunden-Woche, viele eine 38-Stunden-Woche - schon allein das war vor 50 Jahren nicht der Fall. Gleiches gilt für Regelungen für die Anzahl der Urlaubstage - vor 50 Jahren gab es die gesetzlich geregelte Mindestzahl von 24d / Jahr noch nicht, soweit ich das gerade erinnere. In vielen Branchen sind heute 30d / Jahr üblich. Vor 50 Jahren sicher nicht!

Die Arbeitswege / Fahrzeiten sind denke ich im Schnitt heute wesentlich länger, als sie es vor 50 Jahren waren - nicht zu unterschätzen finde ich. Aber dafür haben wir Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger, .... die schenken uns endlos viel Zeit die Dinger!
Ein Garten ist inzwischen Hobby, keine Lebensgrundlage mehr - wir sollten vielleicht regelmäßig Rasen mähen - mit dem Rasenmäher, nicht mit der Sense! - oder haben schon einen kleinen Bot für - aber richtige Beete, wo wir mit dem Spaten umgraben und mit der Hacke am Unkrut jäten sind, haben wir nur noch, weil wir das wollen.

usw. usw. usw. usw. usw. - aber natürlich haben wir sehr viel mehr Freizeit als vor 50 Jahren.

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12. August um 12:23
In Antwort auf avarrassterne1

aber ganz sicher.

Ja, viele fühlen sich gestresster, mag sein. Die Frage, wie viel Streß selbst gemacht ist, sollte sich aber jeder ganz dringend stellen.

Wir haben eine 40-Stunden-Woche, viele eine 38-Stunden-Woche - schon allein das war vor 50 Jahren nicht der Fall. Gleiches gilt für Regelungen für die Anzahl der Urlaubstage - vor 50 Jahren gab es die gesetzlich geregelte Mindestzahl von 24d / Jahr noch nicht, soweit ich das gerade erinnere. In vielen Branchen sind heute 30d / Jahr üblich. Vor 50 Jahren sicher nicht!

Die Arbeitswege / Fahrzeiten sind denke ich im Schnitt heute wesentlich länger, als sie es vor 50 Jahren waren - nicht zu unterschätzen finde ich. Aber dafür haben wir Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger, .... die schenken uns endlos viel Zeit die Dinger!
Ein Garten ist inzwischen Hobby, keine Lebensgrundlage mehr - wir sollten vielleicht regelmäßig Rasen mähen - mit dem Rasenmäher, nicht mit der Sense! - oder haben schon einen kleinen Bot für - aber richtige Beete, wo wir mit dem Spaten umgraben und mit der Hacke am Unkrut jäten sind, haben wir nur noch, weil wir das wollen.

usw. usw. usw. usw. usw. - aber natürlich haben wir sehr viel mehr Freizeit als vor 50 Jahren.


Ich schreibe später mehr. Aber ganz lustig ist, dass ich heute Morgen dachte, wo ist eigentlich avarrasterne und schon bist du da!

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12. August um 12:48
In Antwort auf mandarina235

Nun, die 40-Stunden Woche wurde erst 1965 durchgesetzt.
guck: https://www.igmetall.de/int/img/Plakat_samstags_vati_mir_240.gif
Stress ist heute anders: durch Arbeitszeitverdichtung, Digitalisierung und Verfügbarkeit, Bürokratisierung etc

Ich bin froh und glücklich, meine Kindheit und Jugend in den 60er und 70er Jahren gehabt zu haben - das war Neuaufbruch!



 

meiner Meinung nach entsteht der Stress primär durch
- mässige Organisation
- fehlendes / mangelhaftes Abgrenzungsvermögen
- der Tatsache, dass die Belastung heute mehr auf geistiger Ebene ist, nicht wie vor 50 Jahren primär auf körperlicher Ebene, ohne dass die Mehrheit der Menschen gelernt hat, sich passend auszugleichen
- einer guten Portion selbstgemachten Streß
=> wenn ich allein sehe, wie viele Menschen beim Einkaufen am Wochenende durch den Supermarkt toben, als wären sie auf der Flucht vor Polizei, Mafia und Interpol zusammen... Klar, mache ich auch nicht gern und mir fallen angenehmere Möglichkeiten ein, meine Zeit zu verbringen. Gar keine Frage. Aber ich habe mal darüber nachgedacht, was schlimmer ist: der Stress, den ich (!) mir (!) erzeuge (!), wenn ich durch den Supermarkt flitze wie Nachbars Lumpi auf Speed und zähneknirschend in der Schlange auf und nieder hupfe, weil ich paar Minaten warten muss - oder das ganze entspannt angehen und dafür vllt. 20 min länger brauchen... ich fand die Antwort auf diese Frage verdammt einfach und eindeutig. Wer am WE auf der Flucht ist, MACHT WAS FALSCH!
ABZÄHLBARE Ausnahmen ausgenommen natürlich. Es kann auch MAL (!) vorkommen, dass man am WE in Eile ist. Klar. Aber das ist pro Jahr an einer Hand abzählbar, wie oft das ist - WENN man will. Wenn man nicht will, braucht man sich über Stress nicht beschweren...

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12. August um 12:48
In Antwort auf micky790


Ich schreibe später mehr. Aber ganz lustig ist, dass ich heute Morgen dachte, wo ist eigentlich avarrasterne und schon bist du da!

die war im Urlaub

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12. August um 13:47
In Antwort auf irmaladouche4

Das stimmt schon, der Erziehungsstil ist heute wirklich anders, der Vater sehr viel mehr involviert, und ich merke an meinem Sohn, dass er das sehr gern tut, wirklich geniesst, sich auch als Vater/ Mensch einbringen zu können.

Dazu haben wir aber die Wurzeln gelegt, in Bezug auf Söhne und Vater.
Ich kann allerdings hier nicht sagen, dass mein Mann hier der autoritäre war oder so, diese Erziehung gab es hier von Haus aus nicht. Da war schon ich diejenige, die unseren Sohn erzogen hat, er fand das gut so.
Ich hätte auch nie einen Mann akzeptiert als Vater, der meinem Kind hätte sagen wollen, wo es lang zu gehen hat. Es gab mal eine vorübergehende Phase, da versuchte er das, völlig sinnlos, die habe ich schnell unterbunden.

Dumme Autorität muss nicht sein. Ich habe immer erzogen auf Basis von Verständnis.

Ja ok, die Freiheit bei der Bekleidung, der Mode. Sonntagskleider kenne ich wirklich nur so aus meinen ersten 4 oder 5 oder 6 Jahren, sowas gab es danach schnell nicht mehr.
Augenhöhe habe ich immer erfahren in meiner Familie, auch bei meinen Grosseltern.
Es war sogar oft die Frau, die vorgab, wo es langzugehen hatte, die Männer fanden das gut so.
Klar, heute wird weggeworfen, weil man es nicht ertragen kann, dass er schon wieder nach dreimaliger Aufforderung die Zahnpastatube nicht geschlossen hat.

Solche Menschen sind wohl beziehungsunfähig oder benötigen einen Aufhänger.

 

und wenn dein kind nicht gehört hat?
egal?
 

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12. August um 14:25
In Antwort auf avarrassterne1

meiner Meinung nach entsteht der Stress primär durch
- mässige Organisation
- fehlendes / mangelhaftes Abgrenzungsvermögen
- der Tatsache, dass die Belastung heute mehr auf geistiger Ebene ist, nicht wie vor 50 Jahren primär auf körperlicher Ebene, ohne dass die Mehrheit der Menschen gelernt hat, sich passend auszugleichen
- einer guten Portion selbstgemachten Streß
=> wenn ich allein sehe, wie viele Menschen beim Einkaufen am Wochenende durch den Supermarkt toben, als wären sie auf der Flucht vor Polizei, Mafia und Interpol zusammen... Klar, mache ich auch nicht gern und mir fallen angenehmere Möglichkeiten ein, meine Zeit zu verbringen. Gar keine Frage. Aber ich habe mal darüber nachgedacht, was schlimmer ist: der Stress, den ich (!) mir (!) erzeuge (!), wenn ich durch den Supermarkt flitze wie Nachbars Lumpi auf Speed und zähneknirschend in der Schlange auf und nieder hupfe, weil ich paar Minaten warten muss - oder das ganze entspannt angehen und dafür vllt. 20 min länger brauchen... ich fand die Antwort auf diese Frage verdammt einfach und eindeutig. Wer am WE auf der Flucht ist, MACHT WAS FALSCH!
ABZÄHLBARE Ausnahmen ausgenommen natürlich. Es kann auch MAL (!) vorkommen, dass man am WE in Eile ist. Klar. Aber das ist pro Jahr an einer Hand abzählbar, wie oft das ist - WENN man will. Wenn man nicht will, braucht man sich über Stress nicht beschweren...

"wenn ich allein sehe, wie viele Menschen beim Einkaufen am Wochenende durch den Supermarkt toben, als wären sie auf der Flucht vor Polizei, Mafia und Interpol zusammen... Klar, mache ich auch nicht gern und mir fallen angenehmere Möglichkeiten ein, meine Zeit zu verbringen. Gar keine Frage. Aber ich habe mal darüber nachgedacht, was schlimmer ist: der Stress, den ich (!) mir (!) erzeuge (!), wenn ich durch den Supermarkt flitze wie Nachbars Lumpi auf Speed und zähneknirschend in der Schlange auf und nieder hupfe, weil ich paar Minaten warten muss - oder das ganze entspannt angehen und dafür vllt. 20 min länger brauchen..."

Ich amüsiere mich da jedes Mal und freue mich dann immer auf das Schauspiel an der Kasse.  Ich vertreibe mir, während ich warte,  gerne die Zeit damit, andere Kunden zu beobachten, wie sie hektisch schauen, welche Kasse sie am besten nehmen, und anfangen zu zappeln, wenn es länger dauert. Und wehe, es passiert etwas Unvorhergehsendes, wie z.B., dass ein Preis nicht im Kassensystem eingegeben ist, jemand Probleme mit seiner EC-Karte hat, jemand etwas länger in seiner Börse nach Kleingeld sucht uswusf. Ich glaube, ich hab da schon so manch einen verärgert, wenn er merkt, dass ich mich über seinen sichtbaren Stresslevel amüsiere.

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12. August um 14:40
In Antwort auf meeresbrise21

"wenn ich allein sehe, wie viele Menschen beim Einkaufen am Wochenende durch den Supermarkt toben, als wären sie auf der Flucht vor Polizei, Mafia und Interpol zusammen... Klar, mache ich auch nicht gern und mir fallen angenehmere Möglichkeiten ein, meine Zeit zu verbringen. Gar keine Frage. Aber ich habe mal darüber nachgedacht, was schlimmer ist: der Stress, den ich (!) mir (!) erzeuge (!), wenn ich durch den Supermarkt flitze wie Nachbars Lumpi auf Speed und zähneknirschend in der Schlange auf und nieder hupfe, weil ich paar Minaten warten muss - oder das ganze entspannt angehen und dafür vllt. 20 min länger brauchen..."

Ich amüsiere mich da jedes Mal und freue mich dann immer auf das Schauspiel an der Kasse.  Ich vertreibe mir, während ich warte,  gerne die Zeit damit, andere Kunden zu beobachten, wie sie hektisch schauen, welche Kasse sie am besten nehmen, und anfangen zu zappeln, wenn es länger dauert. Und wehe, es passiert etwas Unvorhergehsendes, wie z.B., dass ein Preis nicht im Kassensystem eingegeben ist, jemand Probleme mit seiner EC-Karte hat, jemand etwas länger in seiner Börse nach Kleingeld sucht uswusf. Ich glaube, ich hab da schon so manch einen verärgert, wenn er merkt, dass ich mich über seinen sichtbaren Stresslevel amüsiere.

ja, solche Cortisol-Junkies findet man da immer

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12. August um 15:54
In Antwort auf avarrassterne1

aber ganz sicher.

Ja, viele fühlen sich gestresster, mag sein. Die Frage, wie viel Streß selbst gemacht ist, sollte sich aber jeder ganz dringend stellen.

Wir haben eine 40-Stunden-Woche, viele eine 38-Stunden-Woche - schon allein das war vor 50 Jahren nicht der Fall. Gleiches gilt für Regelungen für die Anzahl der Urlaubstage - vor 50 Jahren gab es die gesetzlich geregelte Mindestzahl von 24d / Jahr noch nicht, soweit ich das gerade erinnere. In vielen Branchen sind heute 30d / Jahr üblich. Vor 50 Jahren sicher nicht!

Die Arbeitswege / Fahrzeiten sind denke ich im Schnitt heute wesentlich länger, als sie es vor 50 Jahren waren - nicht zu unterschätzen finde ich. Aber dafür haben wir Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger, .... die schenken uns endlos viel Zeit die Dinger!
Ein Garten ist inzwischen Hobby, keine Lebensgrundlage mehr - wir sollten vielleicht regelmäßig Rasen mähen - mit dem Rasenmäher, nicht mit der Sense! - oder haben schon einen kleinen Bot für - aber richtige Beete, wo wir mit dem Spaten umgraben und mit der Hacke am Unkrut jäten sind, haben wir nur noch, weil wir das wollen.

usw. usw. usw. usw. usw. - aber natürlich haben wir sehr viel mehr Freizeit als vor 50 Jahren.


Aber, heute haben sehr viele Menschen ein burnout! Das hat man doch nur wenn man sich vorher so richtig reingelegt hat. Ich denke auch öfters, oder kann das bei meinen Bekannten beobachten, dass viele Menschen heute ihre Grenzen schlecht kennen. 

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12. August um 16:08
In Antwort auf micky790


Aber, heute haben sehr viele Menschen ein burnout! Das hat man doch nur wenn man sich vorher so richtig reingelegt hat. Ich denke auch öfters, oder kann das bei meinen Bekannten beobachten, dass viele Menschen heute ihre Grenzen schlecht kennen. 

und sich nicht richtig ausgleichen, sich selbst noch zusätzlich sinnlosen Streß machen.

Dazu kommt noch eines: Den Burnout bekommt man von psychischer Überanstrengung, nicht von körperlicher. Früher war der Anteil körperlicher Arbeit immens höher - womit logischer Weise der Anteil eines Burnouts zwangsläufig niedriger war. Davon, dass psychische Krankheiten, abgesehen von Menschen, die sich für Napoleon hielten oder unter massiver Schizophrenie litten, quasi nicht existiert haben, mal ganz abgesehen.

Was also sagt das aus? Nicht so viel, wie es im ersten Moment scheint.

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12. August um 16:39


Genau, das denke ich auch. Viele machen sich einen sinnlosen Stress. 
Auch zwischen müde sein und erschöpft sein besteht ein grosser Unterschied. Da ich jahrelang in der Altenpflege gearbeitet habe weiss ich das gut zu unterscheiden. Nach ein paar Tagen war ich total müde aber nie ausgebrannt. Dann musste man sich wieder erholen.

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12. August um 16:43
In Antwort auf micky790


Genau, das denke ich auch. Viele machen sich einen sinnlosen Stress. 
Auch zwischen müde sein und erschöpft sein besteht ein grosser Unterschied. Da ich jahrelang in der Altenpflege gearbeitet habe weiss ich das gut zu unterscheiden. Nach ein paar Tagen war ich total müde aber nie ausgebrannt. Dann musste man sich wieder erholen.

ich komme dem ausgebrannt schon nahe, wenn ich nicht aufpasse. Aber ich passe auf, genau wie ich es bei einer körperlichen Tätigkeit auch tun würde - und müsste.

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12. August um 17:05
In Antwort auf avarrassterne1

ich komme dem ausgebrannt schon nahe, wenn ich nicht aufpasse. Aber ich passe auf, genau wie ich es bei einer körperlichen Tätigkeit auch tun würde - und müsste.


Macht man automatisch, wenn man sich gut kennt! Muss man. 

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12. August um 18:00
In Antwort auf micky790


Aber, heute haben sehr viele Menschen ein burnout! Das hat man doch nur wenn man sich vorher so richtig reingelegt hat. Ich denke auch öfters, oder kann das bei meinen Bekannten beobachten, dass viele Menschen heute ihre Grenzen schlecht kennen. 

manche ein echtes Burnout ....

manche übertreiben einfach und haben beim geringsten Stress schon ein Burnout ... Modekrankheit

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12. August um 18:02
In Antwort auf immernochich

manche ein echtes Burnout ....

manche übertreiben einfach und haben beim geringsten Stress schon ein Burnout ... Modekrankheit


Ich möchte da nicht werten. Früher hiess es eher Depression und die haben zugenommen, soviel ich weiss.

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12. August um 19:15
In Antwort auf micky790


Ich möchte da nicht werten. Früher hiess es eher Depression und die haben zugenommen, soviel ich weiss.

naja... vor 50 Jahren hat niemand darüber gesprochen, wenn jemand sich das Leben nahm. Und vorher schon gar nicht. Über eine Behandlung und darüber, dass das eine Krankheit ist, erst Recht nicht. Es wird nicht mehr unter den Teppich gekehrt. Wie unzählige andere psych. Diagnosen auch. Aber wie will man so feststellen, inwieweit das wirklich zugenommen hat? Wenn vor 40 oder 30 Jahren jemand in Deinem Umfeld eine Depression gehabt hat, hast Du es schlicht nicht erfahren. Es sei denn, derjenige ist daran gestorben - und selbst dann haben es nur wenige erfahren.

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12. August um 20:06
In Antwort auf avarrassterne1

naja... vor 50 Jahren hat niemand darüber gesprochen, wenn jemand sich das Leben nahm. Und vorher schon gar nicht. Über eine Behandlung und darüber, dass das eine Krankheit ist, erst Recht nicht. Es wird nicht mehr unter den Teppich gekehrt. Wie unzählige andere psych. Diagnosen auch. Aber wie will man so feststellen, inwieweit das wirklich zugenommen hat? Wenn vor 40 oder 30 Jahren jemand in Deinem Umfeld eine Depression gehabt hat, hast Du es schlicht nicht erfahren. Es sei denn, derjenige ist daran gestorben - und selbst dann haben es nur wenige erfahren.


 Das Problem war wirklich, dass sowas nicht sein durfte. Die Familie hatte schon früher Schuldgefühle, aber haben es nicht zugegeben! Früher hat man auch gesagt, dass, wenn ein Mensch seinen Suizid ankündigen würde könne man quasi sicher sein, dass er es nicht mache!es war schon immer tragisch!

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12. August um 21:48
In Antwort auf micky790


 Das Problem war wirklich, dass sowas nicht sein durfte. Die Familie hatte schon früher Schuldgefühle, aber haben es nicht zugegeben! Früher hat man auch gesagt, dass, wenn ein Mensch seinen Suizid ankündigen würde könne man quasi sicher sein, dass er es nicht mache!es war schon immer tragisch!

Dieser Unfug mit dem "wer darüber spricht, macht es nicht" haelt sich leider auch heute noch. Gab schon das eine oder andere unschöne Erwachen.

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12. August um 21:50
In Antwort auf avarrassterne1

Dieser Unfug mit dem "wer darüber spricht, macht es nicht" haelt sich leider auch heute noch. Gab schon das eine oder andere unschöne Erwachen.


Ich weiss! Aber hier wird schon aufgeklärt!  Bei euch noch nicht? 

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12. August um 22:00
In Antwort auf santiago4671

  " Wie hat sich unser Lebensstil während der letzten 50 Jahre   verändert? "

Der Lebensstil hat sich vor allem virtualisiert. Das Leben wird immer digitaler. Das verändert auch ein Stück weit die Wahrnehmung und das Lebensgefühl.

Da sehe ich auch eine sehr grosse Gefahr in der Digitalisierung.

Einflüsse, die es vorher nicht gab. Der Mensch musste sich darauf verlassen, selbst zu urteilen.

Heute kann er lesen, zigfach, was er doch zu tun hat oder zu lassen hat...

er wird zu sehr beeinflusst, ohne dass überhaupt die Hintergründe, oft jahrelange, wirklich bekannt sind, in seinem Urteil.

Das ist alles viel zu pauschal, und das ist nicht gut.

Sicher liegt es in der Betrachtungsweise des Einzelnen, inwiefern er sich davon beeinflussen lässt.

 

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12. August um 22:02
In Antwort auf avarrassterne1

die war im Urlaub

huch! Ichhatte dich auch schon vermisst.

Schimpf!

 

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12. August um 22:09
In Antwort auf micky790


Aber, heute haben sehr viele Menschen ein burnout! Das hat man doch nur wenn man sich vorher so richtig reingelegt hat. Ich denke auch öfters, oder kann das bei meinen Bekannten beobachten, dass viele Menschen heute ihre Grenzen schlecht kennen. 

Die Sache mit dem burnout..
sicher eine Sache der Auslegung. Immer wieder tauchen neue Begriffe aus der Psychiatrie aus, obwohl ich der Meinung bin, diese Krankheiten gab es schon immer.

Nun bekommen diese Kinder eben einen Namen, Stadien etc.

Ein burnout ist eine wirklich schlimme Sache.

Ich habe es am eigenen Leib bei meinem Sohn erlebt, stand immer voll im Leben, es gab nie Probleme, er schaffte es, alles immer locker zu regeln.

Dann kam der Schlaganfall mit 29. Warf ihn natürlich komplett aus der Bahn, obwohl alles wirklich super ausgegangen ist.

Ein wirklich immer psychisch stabiler Mensch. Und auch ich bin eher so einer.

Er wollte sehr schnell wieder in seinen Job einsteigen, ok, man musste ihn machen lassen.
Dazu kam ein Chef einer Kleinagentur, der ihn bis zum Gehtnichtmehr auspowerte.
Das war einfach zuviel in dieser Situation, Es ist nicht so, wie wenn man nach einer Grippe wieder einsteigt.

Da brach er zusammen... so hatte ich ihn nie erlebt.
Es war kein Burnout, nach den Regeln der " Kunst", er war kurz davor.

Er schaffte es auch sehr schnell mit ärztlicher Hilfe, sich da wieder rauszumanövrieren, das Ganze zu verarbeiten.

Heute ist alles gut!

.

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12. August um 22:15
In Antwort auf irmaladouche4

Da sehe ich auch eine sehr grosse Gefahr in der Digitalisierung.

Einflüsse, die es vorher nicht gab. Der Mensch musste sich darauf verlassen, selbst zu urteilen.

Heute kann er lesen, zigfach, was er doch zu tun hat oder zu lassen hat...

er wird zu sehr beeinflusst, ohne dass überhaupt die Hintergründe, oft jahrelange, wirklich bekannt sind, in seinem Urteil.

Das ist alles viel zu pauschal, und das ist nicht gut.

Sicher liegt es in der Betrachtungsweise des Einzelnen, inwiefern er sich davon beeinflussen lässt.

 

Oder man hat die Möglichkeit auf eine unglaubliche Fuelle an Wissen zuzugreifen. 
Welches Lexikon, was wir früher im Schrank hatten, kann mit Wikipedia mithalten? Welche Minatszeitung mit tausrnden wissenschaftlicher Artikel zu jedem Thema?
Wenn man in eine andere Stadt zog, gab es nahe null Chance, soziale Kontakte zu halten. Heute spiele ich regelmäßig Skatabende mit Leuten aus der "alten Heimat" - 450 km entfernt.
Die Digitalisierung ist genauso eine Chance. Wie vor 50 Jahren liegt es immer an uns selbst, was wir aus unseren Möglichkeiten machen. Aber jetzt haben wir sehr viel mehr Möglichkeiten als vor 50 Jahren. 

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12. August um 22:28
In Antwort auf avarrassterne1

Oder man hat die Möglichkeit auf eine unglaubliche Fuelle an Wissen zuzugreifen. 
Welches Lexikon, was wir früher im Schrank hatten, kann mit Wikipedia mithalten? Welche Minatszeitung mit tausrnden wissenschaftlicher Artikel zu jedem Thema?
Wenn man in eine andere Stadt zog, gab es nahe null Chance, soziale Kontakte zu halten. Heute spiele ich regelmäßig Skatabende mit Leuten aus der "alten Heimat" - 450 km entfernt.
Die Digitalisierung ist genauso eine Chance. Wie vor 50 Jahren liegt es immer an uns selbst, was wir aus unseren Möglichkeiten machen. Aber jetzt haben wir sehr viel mehr Möglichkeiten als vor 50 Jahren. 

Ja sicher ist das alles toll, ich bin da garantiert eine Nutzniesserin, wissbegierig war ich immer, das Internet bot mir zig Möglichkeiten.

Auch in fortgeschrittenem Alter, ca, in deinem jetzt, wusste ich es zu nutzen.

Ich spreche mich absolut nicht dagegen aus.

Wichtig ist, dass der einzelne Mensch hier zu differenzieren weiss, was er wie für sich daraus zieht.

Und hier sehe ich schon eine grosse Gefahr der Manipulation.

Es gibt nun mal dieses Für und Wider, und es ist an jedem selbst, zu entscheiden, wie er damit umgeht.

 

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13. August um 9:41
In Antwort auf irmaladouche4

Da sehe ich auch eine sehr grosse Gefahr in der Digitalisierung.

Einflüsse, die es vorher nicht gab. Der Mensch musste sich darauf verlassen, selbst zu urteilen.

Heute kann er lesen, zigfach, was er doch zu tun hat oder zu lassen hat...

er wird zu sehr beeinflusst, ohne dass überhaupt die Hintergründe, oft jahrelange, wirklich bekannt sind, in seinem Urteil.

Das ist alles viel zu pauschal, und das ist nicht gut.

Sicher liegt es in der Betrachtungsweise des Einzelnen, inwiefern er sich davon beeinflussen lässt.

 

" Da sehe ich auch eine sehr grosse Gefahr in der Digitalisierung.
Einflüsse, die es vorher nicht gab. Der Mensch musste sich darauf verlassen, selbst zu urteilen. "

Ja, das sehe ich ähnlich. Vor allem hat Digitalisierung ein großes Problem: Es erschafft künstliche Welten bzw. Illusionen. Letztendlich besteht Digitalisierung nur aus 0 und 1. (an oder aus) Daraus kann man so ziemlich alles erschaffen (es gibt ja schon virtuelle Welten). Nur ist das alles künstlich.

Der Mensch ist aber so "konzipiert", dass er seine Welt erfährt, d.h. mit allen Sinnen wahrnimmt. Erst dann kann er sie richtig verstehen. D.h. wenn ich gegen einen Baum laufe, dann könnte das wehtun. Aber ich habe eine konkrete sinnliche Erfahrung mit der Welt gemacht. Im positiven Sinn genauso: Von schönem Sonnenuntergang bis Naturerlebnis, gutes Essen, Liebe, Sex etc. Die menschlichen Sinne sind sehr wesentlich für die eigene Wahrnehmung, die Perspektive auf die Welt.

In einer virtuellen Welt findet das nur noch alles "illusionär" statt, im Kopf. Die sinnliche Erfahrung (tatsächliches erfahrren und fühlen) entfällt. Damit entfällt auch die Bodenhaftung. Oder Verwurzelung mit der realen Welt.

Wenn man sich die Online-Zeiten gerade der jüngeren Generation ansieht, dann verbringen sie z.T mehr Zeit in künstlichen, als in realen Welten (Handy permanent in griffweite, Dauerkommunikation über Social Media etc.)

Ich hab den Eindruck, diese Konsequenzen sind noch nicht mal ansatzweise gut erforscht. Wie sich das z.B. auf die Psyche, auf den Körper auswirkt. Fast wie ein großes Experiment, bei dem keiner weiß, welche Folgen es hat.

 

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13. August um 16:14
In Antwort auf micky790


Genau, das denke ich auch. Viele machen sich einen sinnlosen Stress. 
Auch zwischen müde sein und erschöpft sein besteht ein grosser Unterschied. Da ich jahrelang in der Altenpflege gearbeitet habe weiss ich das gut zu unterscheiden. Nach ein paar Tagen war ich total müde aber nie ausgebrannt. Dann musste man sich wieder erholen.

Ich finde ausgebrannt trifft es besser als erschöpft. 

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13. August um 16:17
In Antwort auf meeresbrise21

"wenn ich allein sehe, wie viele Menschen beim Einkaufen am Wochenende durch den Supermarkt toben, als wären sie auf der Flucht vor Polizei, Mafia und Interpol zusammen... Klar, mache ich auch nicht gern und mir fallen angenehmere Möglichkeiten ein, meine Zeit zu verbringen. Gar keine Frage. Aber ich habe mal darüber nachgedacht, was schlimmer ist: der Stress, den ich (!) mir (!) erzeuge (!), wenn ich durch den Supermarkt flitze wie Nachbars Lumpi auf Speed und zähneknirschend in der Schlange auf und nieder hupfe, weil ich paar Minaten warten muss - oder das ganze entspannt angehen und dafür vllt. 20 min länger brauchen..."

Ich amüsiere mich da jedes Mal und freue mich dann immer auf das Schauspiel an der Kasse.  Ich vertreibe mir, während ich warte,  gerne die Zeit damit, andere Kunden zu beobachten, wie sie hektisch schauen, welche Kasse sie am besten nehmen, und anfangen zu zappeln, wenn es länger dauert. Und wehe, es passiert etwas Unvorhergehsendes, wie z.B., dass ein Preis nicht im Kassensystem eingegeben ist, jemand Probleme mit seiner EC-Karte hat, jemand etwas länger in seiner Börse nach Kleingeld sucht uswusf. Ich glaube, ich hab da schon so manch einen verärgert, wenn er merkt, dass ich mich über seinen sichtbaren Stresslevel amüsiere.

Die Welt ist leider extrem schnelllebigen geworden. Alle hetzen nur noch und Zeit wird einem nicht mehr gegeben. 

Das mit dem Einkaufen kenne ich auch sehr gut. Hast du da zu irgendwas eine Frage kann man froh sein, nicht von der Schlange dahinter gelyncht zu werden. 

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13. August um 16:17
In Antwort auf ray.

Ich finde ausgebrannt trifft es besser als erschöpft. 

ja, das ist genau der Unterschied zwischen körperlicher und geistig / seelischer Überanstrengung und der ist da schon sehr relevant.

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