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Leben wir wirklich in so guten Zeiten ?

8. Februar 2017 um 12:53

Uns wird ja permanent suggeriert, wie toll doch die Deutsche Wirtschaft läuft und wie gut es uns allen geht und wir ja unbedingt angewiesen sind auf Euro, offene Grenzen und alles mögliche was uns täglich als essentiell gepredigt wird.

Mein persönlicher Eindruck ist allerdings ein anderer - gerade auf dem Land.

Irgendwie bricht mehr und mehr die ganze Infrastruktur weg. Ganze Innenstädte veröden, Geschäfte, Banken usw. machen zu. Landwirtschaft hat sich hin zu Grossbetrieben und Massentierhaltung entwickelt. Dörfer sterben aus. Zunehmender Egoismus soweit das Auge reicht.

In Wirtschaftszahlen betrachtet, sieht es ja eigentlich auch nicht rosig aus.

Klar, das Bruttoinnlandsprodukt ist so hoch wie nie - ca 3,5 Billionen $ in 2015 im Vergleich zu 1970 wo das NUR rund 215 Milliarden $ waren ein Faktor von ca. 16 mal höher.

Im Vergleich dazu hat sich allerdings im selben Zeitraum die Staatsverschuldung mehr als verdreissigfacht, nämlich von ca. 64 Milliarden zu 2 Billionen Euro

Also wo genau liegt jetzt der Vorteil ?

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8. Februar 2017 um 13:08

also wenn ich so über all die Threads lese, wie viele sich über diesen ach so bösen Egoismus heutzutage beschweren, müssten wir Egoisten doch eigentlich ganz arg in der Minderheit sein - und damit gäbe es auch keinen Grund, sich aufzuregen, oder?

Wo der Vorteil liegt - aus meiner Sicht:
- ich bin frei in meinen Entscheidungen, ich kann mein Leben selbst bestimmen
- ich habe ein Gesundheitssystem, was mich und meine Familie gut versorgt
- ich habe den Rückhalt eines Sozialsystems, was mich auffängt, sollte etwas passieren, was das nötig macht
- ich lebe in Frieden und in Sicherheit

Im Vergleich zu vor 50 Jahren oder auch nur vor 25 Jahren habe ich sehr viel mehr persönliche Freiheiten und die würde ich für kein Geld der Welt zurück tauschen wollen.

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8. Februar 2017 um 13:18
In Antwort auf avarrassterne1

also wenn ich so über all die Threads lese, wie viele sich über diesen ach so bösen Egoismus heutzutage beschweren, müssten wir Egoisten doch eigentlich ganz arg in der Minderheit sein - und damit gäbe es auch keinen Grund, sich aufzuregen, oder?

Wo der Vorteil liegt - aus meiner Sicht:
- ich bin frei in meinen Entscheidungen, ich kann mein Leben selbst bestimmen
- ich habe ein Gesundheitssystem, was mich und meine Familie gut versorgt
- ich habe den Rückhalt eines Sozialsystems, was mich auffängt, sollte etwas passieren, was das nötig macht
- ich lebe in Frieden und in Sicherheit

Im Vergleich zu vor 50 Jahren oder auch nur vor 25 Jahren habe ich sehr viel mehr persönliche Freiheiten und die würde ich für kein Geld der Welt zurück tauschen wollen.

Was genau sind das für Sicherheiten und Freiheiten, die es vor 50 Jahren nicht gab ?

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8. Februar 2017 um 13:34
In Antwort auf canisigneus

Was genau sind das für Sicherheiten und Freiheiten, die es vor 50 Jahren nicht gab ?

ein eklatantes Beispiel, was an Freiheit vor 50 Jahren noch ganz anders aussah, auch wenn es mich selbst nicht betrifft (nicht betreffen kann ):
https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175

Ein weiteres: als Frau in der IT und in einem guten Job - vor 50 Jahren? Na das wäre aber ein Spaß geworden! Heute kann ich meinen Traumberuf ausüben und voller Begeisterung leben und es schert sich keiner darum, ob ich dabei einen Stecker oder eine Dose in der Hose habe.

Noch ein weiteres: als Goth zu leben - zumal in meinem Alter (ok, ich laufe nicht ständig im Goth - Styling herum, zugegeben inzwischen an mehr Tagen ohne) - wäre ein reines Spießrutenlaufen gewesen. An einen tollen Job als "Freak" nicht zu denken. Entweder verstecken, als was man sich fühlt oder einfach nur völlig an den Rand gedrängt werden. Heutzutage interessiert sich mein Chef gar nicht dafür, ob ich schwarzen Lippenstift trage oder roten - oder gar keinen.

Ich kann mich mit Menschen auf der ganzen Welt unterhalten. Zum Nulltarif und ohne aus dem Haus zu müssen. Finde ich herrlich. Ich kann soziale Kontakte pflegen auf die Art, die zu mir passt und die vor 50 Jahren gar nicht möglich gewesen wäre. Weil da zum einen der Kreis, in dem ich hätte überhaupt suchen können, auf meine nahe Umgebung eingeschränkt gewesen wäre - und ich bin nun einmal ganz und gar nicht massenkompatibel, ich finde nicht an jeder Ecke Menschen, mit denen ich gut klar komme (und die mit mir gut klar kommen) - und zum anderen auf eine Kommunikationsart, die mir total unangenehm ist. Auch das Internet, so wie es jetzt und heute ist, ist viel persönliche Freiheit. Für meinen Sohn noch mehr, als Gehörloser ist für ihn das Leben so unglaublich viel anders heute, als es vor 50 Jahren gewesen wäre. Nicht nur, dass es die Technik der Implantate, mit denen er hören kann, noch nicht so lange gibt, auch für Gehörlose bietet allein das Internet Wege aus einer sozialen Isolation heraus, die ihm vor 50 Jahren fast sicher gewesen wäre.

usw. usw. usw. usw. usw.

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8. Februar 2017 um 14:09
In Antwort auf avarrassterne1

ein eklatantes Beispiel, was an Freiheit vor 50 Jahren noch ganz anders aussah, auch wenn es mich selbst nicht betrifft (nicht betreffen kann ):
https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175

Ein weiteres: als Frau in der IT und in einem guten Job - vor 50 Jahren? Na das wäre aber ein Spaß geworden! Heute kann ich meinen Traumberuf ausüben und voller Begeisterung leben und es schert sich keiner darum, ob ich dabei einen Stecker oder eine Dose in der Hose habe.

Noch ein weiteres: als Goth zu leben - zumal in meinem Alter (ok, ich laufe nicht ständig im Goth - Styling herum, zugegeben inzwischen an mehr Tagen ohne) - wäre ein reines Spießrutenlaufen gewesen. An einen tollen Job als "Freak" nicht zu denken. Entweder verstecken, als was man sich fühlt oder einfach nur völlig an den Rand gedrängt werden. Heutzutage interessiert sich mein Chef gar nicht dafür, ob ich schwarzen Lippenstift trage oder roten - oder gar keinen.

Ich kann mich mit Menschen auf der ganzen Welt unterhalten. Zum Nulltarif und ohne aus dem Haus zu müssen. Finde ich herrlich. Ich kann soziale Kontakte pflegen auf die Art, die zu mir passt und die vor 50 Jahren gar nicht möglich gewesen wäre. Weil da zum einen der Kreis, in dem ich hätte überhaupt suchen können, auf meine nahe Umgebung eingeschränkt gewesen wäre - und ich bin nun einmal ganz und gar nicht massenkompatibel, ich finde nicht an jeder Ecke Menschen, mit denen ich gut klar komme (und die mit mir gut klar kommen) - und zum anderen auf eine Kommunikationsart, die mir total unangenehm ist. Auch das Internet, so wie es jetzt und heute ist, ist viel persönliche Freiheit. Für meinen Sohn noch mehr, als Gehörloser ist für ihn das Leben so unglaublich viel anders heute, als es vor 50 Jahren gewesen wäre. Nicht nur, dass es die Technik der Implantate, mit denen er hören kann, noch nicht so lange gibt, auch für Gehörlose bietet allein das Internet Wege aus einer sozialen Isolation heraus, die ihm vor 50 Jahren fast sicher gewesen wäre.

usw. usw. usw. usw. usw.

da fällt mir gerade noch ein wichtiges Beispiel ein:
ich gehe Arbeiten - Vollzeit, mein Mann ist zu Hause - als "Hausmann" sozusagen, vor allem für unser Kind. Rechne Dir doch mal aus, was mit diesem Modell vor 30 Jahren über mich als "Rabenmutter" und meinen Mann als ... (ich spreche es nicht aus ) hereingebrochen wäre. Elternzeit für Väter stätt Mütter? Rentenanrechnung, soziale Absicherung usw., wenn die Väter statt der Mütter zu Hause bleiben? War "früher" auch kein Gedanke daran.
Man hätte uns an allen Fronten als Aussätzige behandelt.

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8. Februar 2017 um 20:46

ich bin mir schon auch sicher, dass Du die Antwort schreibst, die der TE haben wollte.
Ich habe die falsche Antwort geschrieben, ist mir schon aufgefalen - also war mir eigentlich auch vorher klar.

Aber wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, dann lebe ich viel lieber jetzt und hier als in den 70ern. Sehr, sehr viel lieber. Und nein, das liegt ganz sicher nicht nur am technischen Fortschritt. Noch nicht einmal primär am technischen Fortschritt.

Was will ich mit "Vollbeschäftigung", wenn ich als Frau bestenfalls Sekrätöse oder Frisöse hätte werden können (nichts gegen die Berufe, aber ich hätte echt dicke Probleme, wenn ich das jeden Tag machen müsste)? Wenn ich mein Innerstes ständig verstecken müsste? Wenn ich als Hausfrau hätte zu Hause bleiben müssen? Ich bin als Hausfrau echt mies, wenn ich ehrlich bin und was meine Lebensqualität betrifft - na ich hätte nach max 2 Jahren wohl jeden Tag fein meine Tranquillizer verspeist, damit ich nicht vor den Zug springe. Nein danke, das möchte ich nicht statt der heutigen Zeit. Auf gar keinen Fall.
Wenn Du lieber in der Zeit gelebt hättest - dann ist das Schade für Dich, dass es nicht geklappt hat, aber ich lebe jetzt und hier in einer "guten Zeit". In einer sehr guten Zeit. Und ich bin froh darum. Und deswegen sage ich das auch jederzeit gern.

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8. Februar 2017 um 20:54
In Antwort auf avarrassterne1

ich bin mir schon auch sicher, dass Du die Antwort schreibst, die der TE haben wollte.
Ich habe die falsche Antwort geschrieben, ist mir schon aufgefalen - also war mir eigentlich auch vorher klar.

Aber wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, dann lebe ich viel lieber jetzt und hier als in den 70ern. Sehr, sehr viel lieber. Und nein, das liegt ganz sicher nicht nur am technischen Fortschritt. Noch nicht einmal primär am technischen Fortschritt.

Was will ich mit "Vollbeschäftigung", wenn ich als Frau bestenfalls Sekrätöse oder Frisöse hätte werden können (nichts gegen die Berufe, aber ich hätte echt dicke Probleme, wenn ich das jeden Tag machen müsste)? Wenn ich mein Innerstes ständig verstecken müsste? Wenn ich als Hausfrau hätte zu Hause bleiben müssen? Ich bin als Hausfrau echt mies, wenn ich ehrlich bin und was meine Lebensqualität betrifft - na ich hätte nach max 2 Jahren wohl jeden Tag fein meine Tranquillizer verspeist, damit ich nicht vor den Zug springe. Nein danke, das möchte ich nicht statt der heutigen Zeit. Auf gar keinen Fall.
Wenn Du lieber in der Zeit gelebt hättest - dann ist das Schade für Dich, dass es nicht geklappt hat, aber ich lebe jetzt und hier in einer "guten Zeit". In einer sehr guten Zeit. Und ich bin froh darum. Und deswegen sage ich das auch jederzeit gern.

P.S. eines noch, weil mir das Thema naheliegender Weise sehr wichtig ist:
Dass mein Sohn heute eine ganz normale schulische und später berufliche Ausbildung oder ein Studium machen kann, statt als "Behinderter" auf dem allerletzten Abstellgleis zu landen, dass er mit beliebig vielen anderen Menschen statt nur ein paar ganz wenigen kommunizieren kann, weil er gehörlos ist, liegt ganz, ganz, ganz sicher nicht nur an dem technischen Fortschritt, der ihm die Implantate ermöglicht.
Allein dafür gebe ich meine sichere Rente gern her.
Ohne auch nur kurz nachzudenken.
Ich bin 1975 geboren, ich habe einfach eine viel zu klare Vorstellung davon, was unseren Sohn in den ach so goldenen 70ern und 80ern erwartet hätte.
Und ich kann mit Worten nicht ausdrücken, wie froh ich darum bin, dass es ihm erspart bleibt.

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8. Februar 2017 um 21:54

ich persönlich glaube ja, das "früher war alles besser" ist eine Redensart, bei der sich in den letzten 35.000 Jahren nur die Sprache geändert hat, in der es gesagt wurde...
Es gibt Studien und wissenschaftliche Artikel, in denen erklärt wird, warum - hat damit zu tun, wie unser Gehirn, insbesondere das Langzeitgedächtnis funktionieren, aber ich bin zu faul zum googeln und muss auch dringend schlafen gehen (genau genommen bin ich schon VIEL zu spät dran, das wird mir morgen soooo leid tun... )

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8. Februar 2017 um 22:51

Ich denke das die Zeiten sehr gut sind. meine eltern sagen auch immer früher gab es viel weniger. Aber wir sind nicht reich oder so

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9. Februar 2017 um 8:04
In Antwort auf canisigneus

Uns wird ja permanent suggeriert, wie toll doch die Deutsche Wirtschaft läuft und wie gut es uns allen geht und wir ja unbedingt angewiesen sind auf Euro, offene Grenzen und alles mögliche was uns täglich als essentiell gepredigt wird.

Mein persönlicher Eindruck ist allerdings ein anderer - gerade auf dem Land.

Irgendwie bricht mehr und mehr die ganze Infrastruktur weg. Ganze Innenstädte veröden, Geschäfte, Banken usw. machen zu. Landwirtschaft hat sich hin zu Grossbetrieben und Massentierhaltung entwickelt. Dörfer sterben aus. Zunehmender Egoismus soweit das Auge reicht.

In Wirtschaftszahlen betrachtet, sieht es ja eigentlich auch nicht rosig aus.

Klar, das Bruttoinnlandsprodukt ist so hoch wie nie - ca 3,5 Billionen $ in 2015 im Vergleich zu 1970 wo das NUR rund 215 Milliarden $ waren ein Faktor von ca. 16 mal höher.

Im Vergleich dazu hat sich allerdings im selben Zeitraum die Staatsverschuldung mehr als verdreissigfacht, nämlich von ca. 64 Milliarden zu 2 Billionen Euro

Also wo genau liegt jetzt der Vorteil ?

eines noch zu Deinen "Wirtschaftszahlen". Kennst Du die gute alte Weisheit "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"?

Dir ist schon klar, dass es einen riesigen Unterschied gibt zwischen Maßeinheiten wie 1Kilogramm oder einem Meter und Währungseinheiten wie $ und €?!?

1kg ist heute und morgen und 1970 und 2025 genau das gleiche. 1m auch. 1$ so gar nicht. 1 € auch nicht.
Da gibt es Inflation und Deflation, da gibt es Währungskurse, die in einem wahnsinnig komplexen Muster untereinander schwanken - nicht nur jährlich, sondern innerhalb von Sekundenbruchteilen.
1$ von 1970 ist mit 1$ von 2017 nicht mehr vergleichbar.
Zum einen weil die offiziellen Inflationsmessungen auch in die Kategorie "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast" fallen (weißt Du überhaupt, wie das funktioniert?) und zum anderen weil die Wechselkurse zu den anderen Währungen, wie u.a. DM damals und € heute von so vielen Faktoren beeinflusst werden, dass das noch nicht einmal mehr sinnvoll berechenbar wäre.

Also Du sprichst von "Wirtschaftszahlen" - und vergleichst dabei mal ganz in Ruhe Äpfel mit Birnen.

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9. Februar 2017 um 8:10
In Antwort auf avarrassterne1

eines noch zu Deinen "Wirtschaftszahlen". Kennst Du die gute alte Weisheit "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"?

Dir ist schon klar, dass es einen riesigen Unterschied gibt zwischen Maßeinheiten wie 1Kilogramm oder einem Meter und Währungseinheiten wie $ und €?!?

1kg ist heute und morgen und 1970 und 2025 genau das gleiche. 1m auch. 1$ so gar nicht. 1 € auch nicht.
Da gibt es Inflation und Deflation, da gibt es Währungskurse, die in einem wahnsinnig komplexen Muster untereinander schwanken - nicht nur jährlich, sondern innerhalb von Sekundenbruchteilen.
1$ von 1970 ist mit 1$ von 2017 nicht mehr vergleichbar.
Zum einen weil die offiziellen Inflationsmessungen auch in die Kategorie "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast" fallen (weißt Du überhaupt, wie das funktioniert?) und zum anderen weil die Wechselkurse zu den anderen Währungen, wie u.a. DM damals und € heute von so vielen Faktoren beeinflusst werden, dass das noch nicht einmal mehr sinnvoll berechenbar wäre.

Also Du sprichst von "Wirtschaftszahlen" - und vergleichst dabei mal ganz in Ruhe Äpfel mit Birnen.

Auch noch Äpfel mit Birnen... BIP und Staatsverschuldung der BRD von 1970 und heute? Ähm... ist Dir entgangen, dass sich in der Zeit irgendwann mal bei der BRD so bissl was grundsätzliches geändert hat? Du "vergleichst" da mal eben zwei unterschiedliche Staaten?!?

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9. Februar 2017 um 9:38
In Antwort auf avarrassterne1

Auch noch Äpfel mit Birnen... BIP und Staatsverschuldung der BRD von 1970 und heute? Ähm... ist Dir entgangen, dass sich in der Zeit irgendwann mal bei der BRD so bissl was grundsätzliches geändert hat? Du "vergleichst" da mal eben zwei unterschiedliche Staaten?!?

Für jemanden der sich wie du offenbar mit dem düsteren Aussehen eines Goth gefällt, scheinen dich düstere Aussichten anscheinend doch sehr zu erschrecken.

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9. Februar 2017 um 9:45
In Antwort auf canisigneus

Für jemanden der sich wie du offenbar mit dem düsteren Aussehen eines Goth gefällt, scheinen dich düstere Aussichten anscheinend doch sehr zu erschrecken.

düstere Aussichten? Erschrecken?
Wie kommst Du darauf? Bist Du so erschrocken, dass Dir jemand Deine tollen "Wirtschaftszahlen" fachlich ad absurdum führt? ^^

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9. Februar 2017 um 10:46
In Antwort auf avarrassterne1

düstere Aussichten? Erschrecken?
Wie kommst Du darauf? Bist Du so erschrocken, dass Dir jemand Deine tollen "Wirtschaftszahlen" fachlich ad absurdum führt? ^^

Erstens sind es ja nicht "MEINE" Zahlen.

Kannst du denn als Fachfrau bessere Zahlen liefern, die eventuell Leute mit Zukunftsängsten beruhigen könnten?

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9. Februar 2017 um 10:48

Du willst doch sowieso selbstversorgender Waldschrat in Kanada werden, soweit ich mich erinnern kann.

Du wirst schon deine Gründe haben, wenn du dahin abhauen willst.

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9. Februar 2017 um 10:58

Dann versteh ich aber nicht, weshalb du dir noch den Kopf zerbrichst über Deutschland und Europa.

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9. Februar 2017 um 10:59

ach komm, nicht Du auch noch
Du teilst doch sonst meine gesellschaftspolitische Einstellung so gar nicht...

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9. Februar 2017 um 11:07
In Antwort auf canisigneus

Erstens sind es ja nicht "MEINE" Zahlen.

Kannst du denn als Fachfrau bessere Zahlen liefern, die eventuell Leute mit Zukunftsängsten beruhigen könnten?

Ich bin keine Fachfrau, VWL war noch nie meine Stärke, im Gegenteil. Nur um die Milchmädchenrechnung zu widerlegen, die Du da aufgemacht (oder eben zitiert) hast, reicht elementares Basiswissen. Das habe ich gerade noch.
Also nein, habe ich nicht.

Wenn es nicht Deine Zahlen sind - wessen Schnapsidee ist denn der Vergleich zwischen 1970 und heute auf dieser "Basis" gewesen? Gibts dazu Quellenangaben? Oder sind die Zahlen nicht Deine, aber die Idee, das zu vergleichen ist von Dir? Den Vergleich habe ich ja kritisiert, nicht die Zahlen für BIP und Staatsverschuldung selbst, wie Dir vielleicht aufgefallen sein könnte.

Aber immerhin an der Stelle beliebst Du ja schon mal auf Gegenargumente zu antworten. Zwar bissl tief gezielt, aber ... irgendwas ist halt immer.

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9. Februar 2017 um 12:02
In Antwort auf canisigneus

Uns wird ja permanent suggeriert, wie toll doch die Deutsche Wirtschaft läuft und wie gut es uns allen geht und wir ja unbedingt angewiesen sind auf Euro, offene Grenzen und alles mögliche was uns täglich als essentiell gepredigt wird.

Mein persönlicher Eindruck ist allerdings ein anderer - gerade auf dem Land.

Irgendwie bricht mehr und mehr die ganze Infrastruktur weg. Ganze Innenstädte veröden, Geschäfte, Banken usw. machen zu. Landwirtschaft hat sich hin zu Grossbetrieben und Massentierhaltung entwickelt. Dörfer sterben aus. Zunehmender Egoismus soweit das Auge reicht.

In Wirtschaftszahlen betrachtet, sieht es ja eigentlich auch nicht rosig aus.

Klar, das Bruttoinnlandsprodukt ist so hoch wie nie - ca 3,5 Billionen $ in 2015 im Vergleich zu 1970 wo das NUR rund 215 Milliarden $ waren ein Faktor von ca. 16 mal höher.

Im Vergleich dazu hat sich allerdings im selben Zeitraum die Staatsverschuldung mehr als verdreissigfacht, nämlich von ca. 64 Milliarden zu 2 Billionen Euro

Also wo genau liegt jetzt der Vorteil ?

Also. Erstmal geht es den meisten Leuten hier finanziell ganz okay.
Man hat was zu Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und relativ viele Freiheiten, die uns ermöglichen, uns persönlich zu entfalten.

Der durchschnittliche Wohnraum pro Person ist gestiegen, sehr viele Leute haben einen eigenen PKW.

Auf der anderen Seite kann man in vielen Jobs gar nicht mehr ohne Auto, weil man maximal flexibel sein muss. Unsere Ansprüche steigen ständig. Optimierung sorgt für Wirtschaftswachstum. Und bei jedem Optimierungsprozess ist es unumgänglich, dass es Verlierer generiert. Eine gute Wirtschaft ist schon wichtig, damit es ausreichend Jobs und eine solide Bezahlung geben kann. Aber da fängt es ja schon an. Viele glauben, sie müssten mehr verdienen. Viele müssten eigentlich auch mehr verdienen. Die Angst vor der Zukunft wächst, weil Trotz toller Wirtschaftslage die sozialen Probleme sich gefühl verschlechtern. Gesundheitsversorgung, Rente und Bildung.... alles Dinge, die Geld kosten und erstmal kaum Umsatz produzieren.

Unser Leben ist unheimlich kompliziert geworden und das verschlechtert glaube ich unsere Zufriedenheit.

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9. Februar 2017 um 12:11
In Antwort auf avarrassterne1

Ich bin keine Fachfrau, VWL war noch nie meine Stärke, im Gegenteil. Nur um die Milchmädchenrechnung zu widerlegen, die Du da aufgemacht (oder eben zitiert) hast, reicht elementares Basiswissen. Das habe ich gerade noch.
Also nein, habe ich nicht.

Wenn es nicht Deine Zahlen sind - wessen Schnapsidee ist denn der Vergleich zwischen 1970 und heute auf dieser "Basis" gewesen? Gibts dazu Quellenangaben? Oder sind die Zahlen nicht Deine, aber die Idee, das zu vergleichen ist von Dir? Den Vergleich habe ich ja kritisiert, nicht die Zahlen für BIP und Staatsverschuldung selbst, wie Dir vielleicht aufgefallen sein könnte.

Aber immerhin an der Stelle beliebst Du ja schon mal auf Gegenargumente zu antworten. Zwar bissl tief gezielt, aber ... irgendwas ist halt immer.

Klar gibts Quellenangaben, kann man sich in diversen Statistiken gerne anschauen. Und ich geh mal davon aus, dass die Währungs- und Inflationsbereinigt sind. Sonst wärs ja wohl eine schlechte Statistik.

Zusätzlich kann man sich ja auch noch die Alterspyramide in Deutschland betrachten und wird dann unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass das Renten- und Sozialleistungsniveau der letzten Jahrzehnte wohl kaum zu halten ist.

https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=1960&v=2

Warum wohl schreit denn alles nach Zuwanderung. Dumm nur, dass eine überwiegende Zahl von Zuwanderern ja auch wieder nur an der Titte der Wohlfahrt hängen bleibt.
 

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9. Februar 2017 um 13:47
In Antwort auf canisigneus

Klar gibts Quellenangaben, kann man sich in diversen Statistiken gerne anschauen. Und ich geh mal davon aus, dass die Währungs- und Inflationsbereinigt sind. Sonst wärs ja wohl eine schlechte Statistik.

Zusätzlich kann man sich ja auch noch die Alterspyramide in Deutschland betrachten und wird dann unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass das Renten- und Sozialleistungsniveau der letzten Jahrzehnte wohl kaum zu halten ist.

https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=1960&v=2

Warum wohl schreit denn alles nach Zuwanderung. Dumm nur, dass eine überwiegende Zahl von Zuwanderern ja auch wieder nur an der Titte der Wohlfahrt hängen bleibt.
 

deswegen hatte ich ja nach der Quelle gefragt, bei Statistiken sind üblicher Weise die zu Grunde gelegten Rahmenbedingungen angegeben. Also wärst Du vielleicht so nett, die Quelle zu linken? ^^

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9. Februar 2017 um 14:15
In Antwort auf avarrassterne1

deswegen hatte ich ja nach der Quelle gefragt, bei Statistiken sind üblicher Weise die zu Grunde gelegten Rahmenbedingungen angegeben. Also wärst Du vielleicht so nett, die Quelle zu linken? ^^

selbst ist die IT-Frau

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9. Februar 2017 um 14:40

hehe, wenn Du Dich zierst wie die Jungfer im Kino die Quellen der Zahlen, die Du genannt hast, rauszurücken, ist die Frage, ob deren Überprüfung für mich die Mühe wert ist, auch beantwortet

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9. Februar 2017 um 16:09

naja, dazu bräuchte man aber auch eine Momentaufnahme der Gefühle und Wahrnehmungen der Menschen zu dieser Zeit vs. der von jetzt.
Da gibt es zumindest diese Stimmungsbarometer-Umfragen... google  & infratest sagen mir gerade, dass die nur bis 2012 zurück gehen. Nicht wirklich hilfreich hierfür.

Rein subjektiv haben die Menschen jedenfalls 1980, 1990, 2000, 2010 - immer gleich geschimpft, wie viel besser es früher war und wie schlecht es doch heute ist.

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9. Februar 2017 um 16:19
In Antwort auf avarrassterne1

naja, dazu bräuchte man aber auch eine Momentaufnahme der Gefühle und Wahrnehmungen der Menschen zu dieser Zeit vs. der von jetzt.
Da gibt es zumindest diese Stimmungsbarometer-Umfragen... google  & infratest sagen mir gerade, dass die nur bis 2012 zurück gehen. Nicht wirklich hilfreich hierfür.

Rein subjektiv haben die Menschen jedenfalls 1980, 1990, 2000, 2010 - immer gleich geschimpft, wie viel besser es früher war und wie schlecht es doch heute ist.

grad noch was gefunden, was tatsächlich genau in den Thread passt:
Jeder 6. sieht eine Verschlechterung der Lebenssituation im Vergleich zu vor 50 Jahren.
58% finden es besser, 11% sehen keine Änderung, 17% empfinden es als schlechter (der Rest wollte sich nicht äußern).
Wobei es deutliche Unterschiede gibt, wenn man sich die Auswertung nach dem jeweiligen Bildungsabschluss ansieht.

http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/ard-deutschlandtrend/2017/januar/
(bissl nach rechts scrollen in den Januar-Umfragen, es gibt keinen Direkt-Link)

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10. Februar 2017 um 7:58

In wiefern soll ich die 70er mit den 50ern verwechseln?

In Bezug auf die berufliche Rolle der Frau? Habe ich in der Generation meiner Eltern live und in Farbe miterlebt - und später selbst noch genug davon abbekommen.
Ich arbeite seit ca. 2000 in der IT - schon die Unterschiede damals => heute in den 17 Jahren sind drastisch. Ich hatte weniger Probleme, einen Job zu finden, aber dann war es teilweise echt lustig. Da riefen mich Leute an, mit denen ich vorher Email - Kontakt hatte. Ich melde mich halt am Telefon "hier ist Firma xxx, Sie sprechen mit yyyy" Antwort: "Hallo, hier ist... ich hätte gern Herrn yyy gesprochen!" Oder ich habe die Nachtbereitschaft gehabt und damit das Bereitschaftshandy - und ja, es war klar, dass derjenige, der das Bereitschaftshandy hat, auch für die Bereitschaft zuständig ist - kommt ein Anruf rein, weil ein Kunde ein Problem hat, ich geh ran und höre "ja, hier ist Firma blablubb, ich brauche mal bitte einen Techniker" ... und dann diese bedeutungsschwangere Pause, wenn ich gesagt habe, dass ICH der Techniker bin in dieser Nacht. ... Das war nicht 1950, auch nicht 1970, sondern 2000 / 2001 / 2002. Und nein, das waren nicht die Ausnahmen, das war die Mehrzahl der Fälle. Gibt es heute gar nicht mehr. Überhaupt nicht mehr, da führt sich keiner mehr so auf. Zu meiner Zeit war es nicht wirklich etwas sehr schlimmes, nur halt ab und an nervig. Aber ehrlich: 1970 hätte ich es nicht versuchen wollen.

Eine Schulfreundin von mir wollte Elektrotechnik an der BA studieren - d.h. inkl. Fach-Ausbildung als Elektroniker. Sie brauchte also einen Lehrbetrieb. Sie hat wirklich eeeeeeeewig gesucht, um einen zu finden, der sie als Frau in diesem Beruf angenommen hat. Nein, hing nicht an den Noten, die haben locker zum Studium gereicht und auch sonst nicht an den Voraussetzungen, sie hat da schon lange vorher angefangen herumzubasteln und wirklich Interesse und ein Händchen dafür. Auch das war nicht in den 50ern, ganz sicher nicht, da waren wir noch nicht mal ein feuchter Traum unserer Eltern. Nein, das waren die späten 80er und frühen 90er.

Die Einstellungen zu Müttern, die arbeiten gehen, habe ich selbst auch noch genug miterleben können und die Einstellung zu "Behinderten" - die alle nur als "PlemPlem" hingestellt wurden und zu meiden waren, als wäre das hochgradig ansteckend, egal, ob sie wirklich eine geistige Behinderung hatten oder eben nur nur nicht hören, nicht sehen oder nicht laufen konnten - davon habe ich von der Generation meiner Eltern, die nun einmal die 70er geformt haben (und von dieser Zeit geformt wurden) noch genug mitbekommen.

Nein, ich verwechsel das bestimmt nicht.

Ja, kann sein, dass Deutschland da die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt war - ich möchte dennoch um keinen Preis der Welt in dieser Zeit leben statt heute. Auch nicht für eine "gut ausgestattete Wohnung". Die ist mir nämlich tatsächlich kein ständiges Spießrutenlaufen für mich und meine Familie wert.

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10. Februar 2017 um 9:46
In Antwort auf avarrassterne1

In wiefern soll ich die 70er mit den 50ern verwechseln?

In Bezug auf die berufliche Rolle der Frau? Habe ich in der Generation meiner Eltern live und in Farbe miterlebt - und später selbst noch genug davon abbekommen.
Ich arbeite seit ca. 2000 in der IT - schon die Unterschiede damals => heute in den 17 Jahren sind drastisch. Ich hatte weniger Probleme, einen Job zu finden, aber dann war es teilweise echt lustig. Da riefen mich Leute an, mit denen ich vorher Email - Kontakt hatte. Ich melde mich halt am Telefon "hier ist Firma xxx, Sie sprechen mit yyyy" Antwort: "Hallo, hier ist... ich hätte gern Herrn yyy gesprochen!" Oder ich habe die Nachtbereitschaft gehabt und damit das Bereitschaftshandy - und ja, es war klar, dass derjenige, der das Bereitschaftshandy hat, auch für die Bereitschaft zuständig ist - kommt ein Anruf rein, weil ein Kunde ein Problem hat, ich geh ran und höre "ja, hier ist Firma blablubb, ich brauche mal bitte einen Techniker" ... und dann diese bedeutungsschwangere Pause, wenn ich gesagt habe, dass ICH der Techniker bin in dieser Nacht. ... Das war nicht 1950, auch nicht 1970, sondern 2000 / 2001 / 2002. Und nein, das waren nicht die Ausnahmen, das war die Mehrzahl der Fälle. Gibt es heute gar nicht mehr. Überhaupt nicht mehr, da führt sich keiner mehr so auf. Zu meiner Zeit war es nicht wirklich etwas sehr schlimmes, nur halt ab und an nervig. Aber ehrlich: 1970 hätte ich es nicht versuchen wollen.

Eine Schulfreundin von mir wollte Elektrotechnik an der BA studieren - d.h. inkl. Fach-Ausbildung als Elektroniker. Sie brauchte also einen Lehrbetrieb. Sie hat wirklich eeeeeeeewig gesucht, um einen zu finden, der sie als Frau in diesem Beruf angenommen hat. Nein, hing nicht an den Noten, die haben locker zum Studium gereicht und auch sonst nicht an den Voraussetzungen, sie hat da schon lange vorher angefangen herumzubasteln und wirklich Interesse und ein Händchen dafür. Auch das war nicht in den 50ern, ganz sicher nicht, da waren wir noch nicht mal ein feuchter Traum unserer Eltern. Nein, das waren die späten 80er und frühen 90er.

Die Einstellungen zu Müttern, die arbeiten gehen, habe ich selbst auch noch genug miterleben können und die Einstellung zu "Behinderten" - die alle nur als "PlemPlem" hingestellt wurden und zu meiden waren, als wäre das hochgradig ansteckend, egal, ob sie wirklich eine geistige Behinderung hatten oder eben nur nur nicht hören, nicht sehen oder nicht laufen konnten - davon habe ich von der Generation meiner Eltern, die nun einmal die 70er geformt haben (und von dieser Zeit geformt wurden) noch genug mitbekommen.

Nein, ich verwechsel das bestimmt nicht.

Ja, kann sein, dass Deutschland da die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt war - ich möchte dennoch um keinen Preis der Welt in dieser Zeit leben statt heute. Auch nicht für eine "gut ausgestattete Wohnung". Die ist mir nämlich tatsächlich kein ständiges Spießrutenlaufen für mich und meine Familie wert.

So sorry, ich weiss ich bin am Thema-möchte aber anmerken-das sämtliche Beiträge von Herrentag fehlen plus seine Threads, ob sein Profil noch steht schaue ich gleich....

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10. Februar 2017 um 10:06
In Antwort auf avarrassterne1

In wiefern soll ich die 70er mit den 50ern verwechseln?

In Bezug auf die berufliche Rolle der Frau? Habe ich in der Generation meiner Eltern live und in Farbe miterlebt - und später selbst noch genug davon abbekommen.
Ich arbeite seit ca. 2000 in der IT - schon die Unterschiede damals => heute in den 17 Jahren sind drastisch. Ich hatte weniger Probleme, einen Job zu finden, aber dann war es teilweise echt lustig. Da riefen mich Leute an, mit denen ich vorher Email - Kontakt hatte. Ich melde mich halt am Telefon "hier ist Firma xxx, Sie sprechen mit yyyy" Antwort: "Hallo, hier ist... ich hätte gern Herrn yyy gesprochen!" Oder ich habe die Nachtbereitschaft gehabt und damit das Bereitschaftshandy - und ja, es war klar, dass derjenige, der das Bereitschaftshandy hat, auch für die Bereitschaft zuständig ist - kommt ein Anruf rein, weil ein Kunde ein Problem hat, ich geh ran und höre "ja, hier ist Firma blablubb, ich brauche mal bitte einen Techniker" ... und dann diese bedeutungsschwangere Pause, wenn ich gesagt habe, dass ICH der Techniker bin in dieser Nacht. ... Das war nicht 1950, auch nicht 1970, sondern 2000 / 2001 / 2002. Und nein, das waren nicht die Ausnahmen, das war die Mehrzahl der Fälle. Gibt es heute gar nicht mehr. Überhaupt nicht mehr, da führt sich keiner mehr so auf. Zu meiner Zeit war es nicht wirklich etwas sehr schlimmes, nur halt ab und an nervig. Aber ehrlich: 1970 hätte ich es nicht versuchen wollen.

Eine Schulfreundin von mir wollte Elektrotechnik an der BA studieren - d.h. inkl. Fach-Ausbildung als Elektroniker. Sie brauchte also einen Lehrbetrieb. Sie hat wirklich eeeeeeeewig gesucht, um einen zu finden, der sie als Frau in diesem Beruf angenommen hat. Nein, hing nicht an den Noten, die haben locker zum Studium gereicht und auch sonst nicht an den Voraussetzungen, sie hat da schon lange vorher angefangen herumzubasteln und wirklich Interesse und ein Händchen dafür. Auch das war nicht in den 50ern, ganz sicher nicht, da waren wir noch nicht mal ein feuchter Traum unserer Eltern. Nein, das waren die späten 80er und frühen 90er.

Die Einstellungen zu Müttern, die arbeiten gehen, habe ich selbst auch noch genug miterleben können und die Einstellung zu "Behinderten" - die alle nur als "PlemPlem" hingestellt wurden und zu meiden waren, als wäre das hochgradig ansteckend, egal, ob sie wirklich eine geistige Behinderung hatten oder eben nur nur nicht hören, nicht sehen oder nicht laufen konnten - davon habe ich von der Generation meiner Eltern, die nun einmal die 70er geformt haben (und von dieser Zeit geformt wurden) noch genug mitbekommen.

Nein, ich verwechsel das bestimmt nicht.

Ja, kann sein, dass Deutschland da die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt war - ich möchte dennoch um keinen Preis der Welt in dieser Zeit leben statt heute. Auch nicht für eine "gut ausgestattete Wohnung". Die ist mir nämlich tatsächlich kein ständiges Spießrutenlaufen für mich und meine Familie wert.

ja und weil wir jetzt schon so hoch entwickelt sind...und so egoistisch... und so liberal....schaffen wir es nicht mehr genug eigenen Nachwuchs zu produzieren und sind somit vermeintlich auf Zuwanderung angewiesen....und bevor wir uns versehen, beamen wir uns damit in mittelalterliche Gesellschaftsstrukturen zurück

http://www.focus.de/regional/videos/regelung-in-nordrhein-westfalen-polizistinnen-sollen-nur-noch-mit-maennern-auf-streife-gehen_id_6620747.html

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10. Februar 2017 um 10:43
In Antwort auf canisigneus

ja und weil wir jetzt schon so hoch entwickelt sind...und so egoistisch... und so liberal....schaffen wir es nicht mehr genug eigenen Nachwuchs zu produzieren und sind somit vermeintlich auf Zuwanderung angewiesen....und bevor wir uns versehen, beamen wir uns damit in mittelalterliche Gesellschaftsstrukturen zurück

http://www.focus.de/regional/videos/regelung-in-nordrhein-westfalen-polizistinnen-sollen-nur-noch-mit-maennern-auf-streife-gehen_id_6620747.html

Eben das egoistische ist es, was für meine Familie und mich (und sehr viele andere) das Spießrutenlaufen verhindert

Perfekt ist heute bestimmt auch nicht alles, da könnte ich genauso Dinge aufzählen, die mich im Moment stören. Idiotische Entscheidungen gibt es zu allen Zeiten, da werden sich immer Beispiele finden lassen. Das wird sicher auch immer so bleiben.
In Summe aber finde ich es dennoch heute besser. Wesentlich.
Und ich bin damit in der soliden Mehrheit, wenn ich mir die Umfrage anschaue, die ich hier gelinkt hatte.

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10. Februar 2017 um 10:44
In Antwort auf kriemhild3

So sorry, ich weiss ich bin am Thema-möchte aber anmerken-das sämtliche Beiträge von Herrentag fehlen plus seine Threads, ob sein Profil noch steht schaue ich gleich....

ja, auch schon gesehen, der wurde wohl gelöscht / gemuted

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10. Februar 2017 um 11:00

Oh Gott,

Ihr musstet alleine ins Freibad fahren...das ganze vermutlich auch noch ohne Handy...wie verantwortungslos von euren Eltern...und dann noch die Kinder von den Grosseltern betreuen lassen...hatten die denn überhaupt ne erzieherische Ausbildung dafür?

Sag blos, dass die Grosseltern dann nicht mal ins Altenheim gekommen sind und in den Genuss professioneller Betreuung.

Also echt, das waren ja wirklich unhaltbare Zustände damals

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10. Februar 2017 um 11:33
In Antwort auf canisigneus

Oh Gott,

Ihr musstet alleine ins Freibad fahren...das ganze vermutlich auch noch ohne Handy...wie verantwortungslos von euren Eltern...und dann noch die Kinder von den Grosseltern betreuen lassen...hatten die denn überhaupt ne erzieherische Ausbildung dafür?

Sag blos, dass die Grosseltern dann nicht mal ins Altenheim gekommen sind und in den Genuss professioneller Betreuung.

Also echt, das waren ja wirklich unhaltbare Zustände damals

Du, meine Großeltern waren auch nicht im Heim, sondern wurden zu Hause betreut. Hauptsächlich von meiner Schwester und meiner Mutter (ich wohne 500km entfernt, wäre also nicht möglich gewesen).
Beide waren nach der Zeit völlig am Ende. Also wirklich völlig am Ende. Physisch kaputt und psychisch völlig kaputt. Na, egal, gut dass das in heutigen Zeiten auch noch geht und hey, das ist unglaublich viel besser, als das Altenheim. Hätte fast 2 Plätze mehr auf dem Friedhof gebucht, das ist doch was!

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11. Februar 2017 um 5:36

Herzlichen Dank für den Lacher am Morgen

Ich schreibe den ganzen Thread lang, dass ich in früher Zeiten riesen Probleme gehabt hätte, weil ich in fast allen Punkten Aussenseiter bin und in einem Satz, dass ich in diesem einen Punkt auch mal zu Mehrheit gehöre und Du machst daraus, dass mir das am Wichtigsten ist? Wie schafft man das, ohne rot zu werden?
Ich sehe schon, Westentaschenrethorik liegt Dir mehr als Logik

Soso, die Wahrheit ist Dir am wichtigsten? Na wenn Deine "Wahrheiten" immer so selektiv sind, ist das auch ein easy Ding

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12. Februar 2017 um 12:59

Ah, Vivos Europe One-habe gegoogelt.
Ein Überlebensbunker für Superreiche, mit Kino ( das darf nicht fehlen Entertaiment)-nun ja, wer soviel Besitz hat-kann schon mal panisch werden.
Man hat ja viel zu verlieren.
Ihr glaubt gar nicht wieviele Bunker in der Schweiz in den Bergen sind-alle vom zweiten Weltkrieg.

LG

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12. Februar 2017 um 14:53

Ja da Du Recht Ratina-hat etwas gruseliges...aber ich glaube tatsächlich, das solche panischen Menschen gibt.

LG

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