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Lächerlich...

20. Juli um 6:35

...ich weiss es ja selbst: wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

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22. Juli um 18:56

ohoh, jetzt komm ich echt in Versuchung, das zu tun, was ich sonst lieber lasse.

Also denn mal ans Werk:
1. Zur ordentlichen Sprachbeherrschung gehört auch Kommasetzung.
2. Satzanfänge schreibt man groß.
3. Angewöhnt hingegen klein, wenn es nicht gerade am Satzanfang steht.
4. Satzstellung ist ein Wort, da schreibt man den zweiten Teil nicht groß.
5. "Österreichischen" ist ein Adjektiv - also klein.
6. "...oder die Artikel vertauschen bzw. weglassen..."

Hab ich noch was übersehen?
Und wozu das Ganze?
Habe ich eigentlich gar kein Problem damit, weil Dein Beitrag trotzdem verständlich war und mir keine größeren *** wachsen, wenn ich den Oberlehrer heraushängen lasse.

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21. Juli um 15:28
In Antwort auf umminti

Muss mich schnell mal melden. 

Korrekt ist:
“Es wird kein Wert gelegt auf....“, da hier das Passiv verwendet wird, Subjekt ist also „es“ sowie „ kein Wert“.

Anders wäre es, schriebe man „ man legt keinen Wert...“, hier wäre es der Akkusativ. 


Übrigens finde ich den thread toll. 

Lasst uns mithelfen, unsere schöne Muttersprache auf Niveau zu halten!

Schönes WE @ all🙋🍀

Es kommt darauf an, ob man Aktiv oder Passiv verwendet. 

„Es wird kein Brief geschrieben....“

aber: „ Man schreibt keinen Brief.“

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20. Juli um 7:00
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

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20. Juli um 7:00
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

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20. Juli um 7:48
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

What happened? 

 

Moin moin. Das Problem ist, dass viele es ihren Kindern falsch beibringen. Diese übernehmen das und denken, es sei so richtig. Hinzu kommen dialektische Äußerungen (Platt), z.B. sagen manche "kann machen" oder solche Konstrukte; wo sie z.B. die Verben umstellen. Vielleicht fällt mir nachher noch eine verbotenere Konstruktion ein 😄

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20. Juli um 8:18
In Antwort auf evaeden

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

oder auch "rettet dem Dativ!"

Im Ernst - ich würde noch nicht mal ausschließen, dass das gerade eine sprachliche Entwicklung ist.
Ich verstümmle eher andere Sprachen als Deutsch - das Englische im Gamer-Slang, der gern ganze Sätze auf paar Buchstaben einkürzt und anderes mehr, das Russische, weil ich es nur in der Version mit lateinischen Buchstaben schreibe. Die kyrillischen kann ich schon lesen, aber beim Schreiben komm ich hoffnungslos durcheinander. Handschrftlich geht gar nicht, meine letzte Russisch-Proffessorin ist daran verzweifelt, dass ich immer wieder kyrillische, lateinische und Sütterlin-Buchstaben gemixt habe Davon, dass da noch diese unseeligen Weichheits- und Härtezeichen (ähnlich wie bei uns das "h" ) hinzukommen, die ich noch nie gepeilt habe und nie peilen werde, ganz abgesehen... Orthographische und grammatikalische Fehler (mache ich gerade im Russischen sicher massenhaft) sind da noch außen vor.
Was die deutsche Sprache angeht, lasse ich privat Groß- und Kleinschreibung völlig weg (abgesehen von BETONUNGEN vielleicht), kürze einiges zusammen, auf "N8" statt Nacht beispielsweise...
Nun könnte ich mich darauf retten, dass ich im Englischen und Russischen ja kein "Native" bin. Richtig. Aber wir leben in einer Welt und einer Zeit, wo sich Sprachen immer mehr vermischen. Wir arbeiten mit Kollegen zusammen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Unsere Kinder wachsen mit anderen Kindern auf, bei denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Wir haben Jobs, in denen die Fachsprache Latein, Französisch, Englisch ist - und damit die meisten Fachbegriffe, die wir jeden Tag verwenden, es auch sind.
Wir haben im "Daily Business" zumindest "Meetings", gehen zusammen zum "Lunch" ...

Tatsache ist, dass es eine Sprache auch verändert, wenn es so alltäglich ist, sich mit ihr schriftlich zu unterhalten wie mündlich.
Ob man das jetzt als "verstümmeln" wertet oder nicht ... keine Ahnung, guck in 100 Jahren aus dem Himmel noch mal runter (oder aus der Hölle hoch? ) dann ist das vielleicht zu beantworten.

Was mich beim Lesen persönlich wirklich stört, sind die Poster, bei denen die "Enter"-Taste irgendwie klemmt (oder beißt?) und die gern 5km Text in einer Zeile, am besten ohne Punkt und Komma, unterbringen. Was den Rest angeht - *schulterzuck* bin ich da eher leidenschaftslos.

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20. Juli um 8:32
In Antwort auf evaeden

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

P.S. diesem Spruch und den, den ich ergänzt habe, kannte ich schon als ich - anno sehr lang her - Teenager war.

Das Thema des Threads kann also irgendwie nicht wirklich ein Problem der letzten paar Jahre sein, oder?

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20. Juli um 8:36

hehe, "flektieren" musste ich jetzt beispielsweise erst mal nachschlagen.
Ok, die Bedeutung wäre aus Deinem Text auch so klar geworden - aber das Wort hatte ich noch nie gehört. Und dabei bilde ich mir ja soooo viel auf meinen großen Wortschatz ein

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20. Juli um 8:43
In Antwort auf avarrassterne1

oder auch "rettet dem Dativ!"

Im Ernst - ich würde noch nicht mal ausschließen, dass das gerade eine sprachliche Entwicklung ist.
Ich verstümmle eher andere Sprachen als Deutsch - das Englische im Gamer-Slang, der gern ganze Sätze auf paar Buchstaben einkürzt und anderes mehr, das Russische, weil ich es nur in der Version mit lateinischen Buchstaben schreibe. Die kyrillischen kann ich schon lesen, aber beim Schreiben komm ich hoffnungslos durcheinander. Handschrftlich geht gar nicht, meine letzte Russisch-Proffessorin ist daran verzweifelt, dass ich immer wieder kyrillische, lateinische und Sütterlin-Buchstaben gemixt habe Davon, dass da noch diese unseeligen Weichheits- und Härtezeichen (ähnlich wie bei uns das "h" ) hinzukommen, die ich noch nie gepeilt habe und nie peilen werde, ganz abgesehen... Orthographische und grammatikalische Fehler (mache ich gerade im Russischen sicher massenhaft) sind da noch außen vor.
Was die deutsche Sprache angeht, lasse ich privat Groß- und Kleinschreibung völlig weg (abgesehen von BETONUNGEN vielleicht), kürze einiges zusammen, auf "N8" statt Nacht beispielsweise...
Nun könnte ich mich darauf retten, dass ich im Englischen und Russischen ja kein "Native" bin. Richtig. Aber wir leben in einer Welt und einer Zeit, wo sich Sprachen immer mehr vermischen. Wir arbeiten mit Kollegen zusammen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Unsere Kinder wachsen mit anderen Kindern auf, bei denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Wir haben Jobs, in denen die Fachsprache Latein, Französisch, Englisch ist - und damit die meisten Fachbegriffe, die wir jeden Tag verwenden, es auch sind.
Wir haben im "Daily Business" zumindest "Meetings", gehen zusammen zum "Lunch" ...

Tatsache ist, dass es eine Sprache auch verändert, wenn es so alltäglich ist, sich mit ihr schriftlich zu unterhalten wie mündlich.
Ob man das jetzt als "verstümmeln" wertet oder nicht ... keine Ahnung, guck in 100 Jahren aus dem Himmel noch mal runter (oder aus der Hölle hoch? ) dann ist das vielleicht zu beantworten.

Was mich beim Lesen persönlich wirklich stört, sind die Poster, bei denen die "Enter"-Taste irgendwie klemmt (oder beißt?) und die gern 5km Text in einer Zeile, am besten ohne Punkt und Komma, unterbringen. Was den Rest angeht - *schulterzuck* bin ich da eher leidenschaftslos.

Jetzt bin ich doch glatt ein bischen neidisch. Russisch moechte ich auch koennen. 

Ich liebe Sprache, Woerter, Literatur. Aber ob jetzt hier am Forum alles richtig geschrieben ist - das ist mir auch egal. Man weiß ja auch nie was dahintersteckt, gibt ja genuegend Menschen mit LRS.

Mir passiert es jetzt oefter, dass mir ein deutsches Wort einfach nicht einfaellt. Heute habe ich eine E-Mail an meine Eltern geschrieben und dieses eine Wort....ich wusste es einfach nicht. Ich musste meinen Mann fragen. Er hat mir dann mit meiner Muttersprache ausgeholfen. 

Was mir bei unserem letzten Besuch aus Deutschland aufgefallen ist....ich spreche mit meinem Kater immer Englisch. Auch wenn alle Anwesenden Deutsch gesprochen haben....wenn ich was zum dicken Katzenkind gesagt habe, dann immer in Englisch. Ist schon interessant wie das Gehirn das aussortiert. 

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20. Juli um 9:10
In Antwort auf evaeden

Jetzt bin ich doch glatt ein bischen neidisch. Russisch moechte ich auch koennen. 

Ich liebe Sprache, Woerter, Literatur. Aber ob jetzt hier am Forum alles richtig geschrieben ist - das ist mir auch egal. Man weiß ja auch nie was dahintersteckt, gibt ja genuegend Menschen mit LRS.

Mir passiert es jetzt oefter, dass mir ein deutsches Wort einfach nicht einfaellt. Heute habe ich eine E-Mail an meine Eltern geschrieben und dieses eine Wort....ich wusste es einfach nicht. Ich musste meinen Mann fragen. Er hat mir dann mit meiner Muttersprache ausgeholfen. 

Was mir bei unserem letzten Besuch aus Deutschland aufgefallen ist....ich spreche mit meinem Kater immer Englisch. Auch wenn alle Anwesenden Deutsch gesprochen haben....wenn ich was zum dicken Katzenkind gesagt habe, dann immer in Englisch. Ist schon interessant wie das Gehirn das aussortiert. 

was ich dabei am faszinierendsten finde ist, dass es Redewendungen, Ausdrücke in jeder Sprache gibt, die man nie wirklich "übersetzen" kann - nicht ohne 1/2 Seite dafür zu brauchen zumindest.

Oder die Art, wie man bestimmte Wörter / Redewendungen verwendet und deren wörtliche Deutung.
Wenn man das mal an einem Beispiel durchspielt:
Russisch: ne za 4to (die 4 steht für den Buchstaben "Tscha" - das gofem macht glaub ich keine kyrillischen Buchstaben, sonst würde ich es kyrillisch dazu schreiben, dafür reicht es gerade noch sieht mit viel Phantasie jedenfalls der 4 ähnlich - das 4to wird SCHTO gesprochen, kennt jeder denke ich, das Wort - zumindest vom hören?)
Spanisch: de nada - wörtlich übersetzt genau das gleiche
Englisch: you're welcome
Deutsch: keine Ursache (wobei ich persönlich gern das "da nicht für" verwende, was der wörtlichen Übersetzung der russischen und spanischen Version entspricht)

oder die russische Redewendung "vishu za zaplanie" (so gesprochen wie geschrieben, das ist der Vorteil and den lateinischen Buchstaben, da würde ich mit kyrillischen Buchstaben schon wieder reichlich Fehler machen und da ich mir mit der korrekten Orthographie nicht sicher bin, ist es so für Russen - erfolgreich getestet - zwar zumindest noch erkennbar, was ich meine, aber ob ich die Translit - Regeln zu lateinischen Buchstaben wirklich korrekt beachtet habe...) - bedeutet "ist offensichtlich" - wörtlich wäre man etwa bei "das kann man vom Flugzeug aus erkennen"

Aber Russisch ist nix ("nix" ist auch ein Verstümmlung der Sprache, ich weiß...) für Menschen, wo "der Dativ dem Genitiv sein Tod" ist - 6 Fälle statt 4 und die alle noch in Singular und Plural. Und doppelte Verneinung. Und... not as easy...
Und zugegeben: mein Russisch ist eher basic. Komme mit ein paar Redewendungen ganz gut und mit dem Rest stolpernd und hoppelnd und nur teilweise hin. Hat aber den Vorteil, dass man gleich noch einiges an polnisch und tschechisch versteht. Auch wenn man das heutzutage bloß nie den Polen oder Tschechen gegenüber erwähnen sollte - die Sprachen sind sich SEHR ähnlich.

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20. Juli um 11:57
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

What happened? 

 

Das haben wir Verona Pooth( damals noch Feldbsuch) zu verdanken^^
Sie hat es vor gemacht und wurde dafür sogar belohnt (Werbespot).

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20. Juli um 12:13
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

What happened? 

 

Ich denke, dass gerade im Internet auf eine korrekte Schreibweise/ Grammatik kein Wert gelegt wird.
Finde das auch nicht so dramatisch ( man mag ja nicht immer Romane schreiben   
 

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20. Juli um 16:52
In Antwort auf evaeden

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

Eine Verschwörung vom Genitiv (womöglich in Verbindung mit den Akkusativ!) gegen dem Dativ?

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20. Juli um 16:56
In Antwort auf avarrassterne1

oder auch "rettet dem Dativ!"

Im Ernst - ich würde noch nicht mal ausschließen, dass das gerade eine sprachliche Entwicklung ist.
Ich verstümmle eher andere Sprachen als Deutsch - das Englische im Gamer-Slang, der gern ganze Sätze auf paar Buchstaben einkürzt und anderes mehr, das Russische, weil ich es nur in der Version mit lateinischen Buchstaben schreibe. Die kyrillischen kann ich schon lesen, aber beim Schreiben komm ich hoffnungslos durcheinander. Handschrftlich geht gar nicht, meine letzte Russisch-Proffessorin ist daran verzweifelt, dass ich immer wieder kyrillische, lateinische und Sütterlin-Buchstaben gemixt habe Davon, dass da noch diese unseeligen Weichheits- und Härtezeichen (ähnlich wie bei uns das "h" ) hinzukommen, die ich noch nie gepeilt habe und nie peilen werde, ganz abgesehen... Orthographische und grammatikalische Fehler (mache ich gerade im Russischen sicher massenhaft) sind da noch außen vor.
Was die deutsche Sprache angeht, lasse ich privat Groß- und Kleinschreibung völlig weg (abgesehen von BETONUNGEN vielleicht), kürze einiges zusammen, auf "N8" statt Nacht beispielsweise...
Nun könnte ich mich darauf retten, dass ich im Englischen und Russischen ja kein "Native" bin. Richtig. Aber wir leben in einer Welt und einer Zeit, wo sich Sprachen immer mehr vermischen. Wir arbeiten mit Kollegen zusammen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Unsere Kinder wachsen mit anderen Kindern auf, bei denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Wir haben Jobs, in denen die Fachsprache Latein, Französisch, Englisch ist - und damit die meisten Fachbegriffe, die wir jeden Tag verwenden, es auch sind.
Wir haben im "Daily Business" zumindest "Meetings", gehen zusammen zum "Lunch" ...

Tatsache ist, dass es eine Sprache auch verändert, wenn es so alltäglich ist, sich mit ihr schriftlich zu unterhalten wie mündlich.
Ob man das jetzt als "verstümmeln" wertet oder nicht ... keine Ahnung, guck in 100 Jahren aus dem Himmel noch mal runter (oder aus der Hölle hoch? ) dann ist das vielleicht zu beantworten.

Was mich beim Lesen persönlich wirklich stört, sind die Poster, bei denen die "Enter"-Taste irgendwie klemmt (oder beißt?) und die gern 5km Text in einer Zeile, am besten ohne Punkt und Komma, unterbringen. Was den Rest angeht - *schulterzuck* bin ich da eher leidenschaftslos.

Tja...jeder hat so seine Dingelchen, die ihn stören - und andere nicht.
Ich glaube, mit der Sprachvermischung könnte es was zu tun haben und dass es dadurch vielleicht eher unwichtig wird, wie genau man spricht

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20. Juli um 16:58

Genau! Das habe ich auch bemerkt - es kommt mir einfach wie Maulfaulheit vor....aber evt ist es ja wirklich ein Trend, der sich durchsetzen wird....es erleichtert ja die Sprache ungemein....

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20. Juli um 17:01
In Antwort auf avarrassterne1

P.S. diesem Spruch und den, den ich ergänzt habe, kannte ich schon als ich - anno sehr lang her - Teenager war.

Das Thema des Threads kann also irgendwie nicht wirklich ein Problem der letzten paar Jahre sein, oder?

Wahrscheinlich nicht. Nur fällt es mir jetzt vielleicht mehr auf...oder es lieg daran, dass, wenn man es liest....kommt s irgendwie stärker rüber.... und früher, ohne Internet etc hat man ja nicht so viele "Gespräche" schriftlich gehabt

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20. Juli um 17:09
In Antwort auf avarrassterne1

was ich dabei am faszinierendsten finde ist, dass es Redewendungen, Ausdrücke in jeder Sprache gibt, die man nie wirklich "übersetzen" kann - nicht ohne 1/2 Seite dafür zu brauchen zumindest.

Oder die Art, wie man bestimmte Wörter / Redewendungen verwendet und deren wörtliche Deutung.
Wenn man das mal an einem Beispiel durchspielt:
Russisch: ne za 4to (die 4 steht für den Buchstaben "Tscha" - das gofem macht glaub ich keine kyrillischen Buchstaben, sonst würde ich es kyrillisch dazu schreiben, dafür reicht es gerade noch sieht mit viel Phantasie jedenfalls der 4 ähnlich - das 4to wird SCHTO gesprochen, kennt jeder denke ich, das Wort - zumindest vom hören?)
Spanisch: de nada - wörtlich übersetzt genau das gleiche
Englisch: you're welcome
Deutsch: keine Ursache (wobei ich persönlich gern das "da nicht für" verwende, was der wörtlichen Übersetzung der russischen und spanischen Version entspricht)

oder die russische Redewendung "vishu za zaplanie" (so gesprochen wie geschrieben, das ist der Vorteil and den lateinischen Buchstaben, da würde ich mit kyrillischen Buchstaben schon wieder reichlich Fehler machen und da ich mir mit der korrekten Orthographie nicht sicher bin, ist es so für Russen - erfolgreich getestet - zwar zumindest noch erkennbar, was ich meine, aber ob ich die Translit - Regeln zu lateinischen Buchstaben wirklich korrekt beachtet habe...) - bedeutet "ist offensichtlich" - wörtlich wäre man etwa bei "das kann man vom Flugzeug aus erkennen"

Aber Russisch ist nix ("nix" ist auch ein Verstümmlung der Sprache, ich weiß...) für Menschen, wo "der Dativ dem Genitiv sein Tod" ist - 6 Fälle statt 4 und die alle noch in Singular und Plural. Und doppelte Verneinung. Und... not as easy...
Und zugegeben: mein Russisch ist eher basic. Komme mit ein paar Redewendungen ganz gut und mit dem Rest stolpernd und hoppelnd und nur teilweise hin. Hat aber den Vorteil, dass man gleich noch einiges an polnisch und tschechisch versteht. Auch wenn man das heutzutage bloß nie den Polen oder Tschechen gegenüber erwähnen sollte - die Sprachen sind sich SEHR ähnlich.

Bist du DDR- Kind? Ich pflege mein Russisch auch so gut ich kann.

Ich liebe das auch, Sprachen miteinander zu vergleichen - die besten Limericks kann man z. B. meiner Meinung nach, nur auf Englisch machen. Die haben da einfach eine Dichtungsform exakt für ihre Sprache erfunden.

Ethymologie ist auch extrem interessant - woher die Wörter kommen und wie sie sich verändern...oder wie Nachnamen entstanden sind....könnt ich ich drin wälzen 

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20. Juli um 17:41
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

...ich weiss es ja selbst:  wieder so ein Meckerthread über Dinge, die halt vorkommen und sich doch nicht ändern werden....es sind Kleinigkeiten....vielleicht hat das Auslandsleben mich auch sensibel gemacht  aber kann mir bitte bitte jemand erklären, was mit unserem schönen deutschen Dativ geschehen ist?

-in jedem zweiten thread lese ich offensichtlich deutsche Schreiber, die ihn aufs grausamste Weise verstümmeln. Wird in den Schulen kein Wert mehr auf Grammatik gelegt? Beim Sprechen "verschluckt" man ja gern mal ein paar Buchstaben....aber beim Schreiben?

Ich bin mir bewusst, dass Menschen mit ungenügenden Bildungschancen ihre eigene Sprache vielleicht nicht richtig lernen können (ist hier jedenfalls so - hier ist es der Konjunktiv, der Mühe macht) - aber "hier" ist ja auch fast noch ein Dritte Welt Land.

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Ha, ein Thread für mich!

Die Sprache tendiert generell dazu, sich zu vereinfachen. Starke Verben werden irgendwann zu schwachen Verben; wenn man aufgrund wissenschaftlicher oder technologischer Entwicklung Neologismen erfinden muss, sind die neu erfundenen Verben immer schwach.

Der Genitiv ist auch am Aussterben, ich denke sogar, dass wir wie im Schwedischen oder Dänischen Verben bald gar nicht mehr flektieren werden. Es gibt dann maximal noch eine Unterscheidung zwischen Singular und Plural, aber es muss nicht mal das sein. 

Substantiva werden ebenfalls nach Vorbild des Dänischen, Schwedischen und Bokmål entweder Neutrum oder Utrum sein, sprich: Maskulina und Feminina gibt es nicht mehr. Logisch wäre die Aufteilung zwischen belebt und unbelebt: Tiere, Menschen, Pflanzen sind Utra, Dinge Neutra.

Wir sehen diese Auswirkungen eben schon, der Kasus löst sich auf. Vorerst nur in informeller Kommunikationsebene, weil es in den Schulen noch anders gelehrt wird - aber schauen wir mal, wie lange noch. Wir werden es nicht mehr erleben, schätze ich, so schnell geht der Sprachwandel dann auch wieder nicht vonstatten.

Es gibt jedenfalls Studien, die belegen, dass die Sprecher/Schreiber sehr wohl unterscheiden können zwischen formeller und informeller Kommunikationsebene. Das heißt, nur weil sie bei SMS oder im Internet schreiben wie sie sprechen, bedeutet das nicht automatisch, dass die die korrekte Rechtschreibung und Grammatik nicht beherrschen würden und dass sie bei beruflicher Kommunikation oder in der Schule oder Universität dann genauso schreiben. Sie nehmen informelle Kommunikation lediglich nicht so wichtig und machen sich nicht die Mühe, Fehler zu korrigieren oder Wert auf Standardsprache zu legen.

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20. Juli um 17:41
In Antwort auf evaeden

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. That’s all. 

Und der Einheitskasus ist der Tod aller Fälle.

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20. Juli um 17:46
In Antwort auf avarrassterne1

oder auch "rettet dem Dativ!"

Im Ernst - ich würde noch nicht mal ausschließen, dass das gerade eine sprachliche Entwicklung ist.
Ich verstümmle eher andere Sprachen als Deutsch - das Englische im Gamer-Slang, der gern ganze Sätze auf paar Buchstaben einkürzt und anderes mehr, das Russische, weil ich es nur in der Version mit lateinischen Buchstaben schreibe. Die kyrillischen kann ich schon lesen, aber beim Schreiben komm ich hoffnungslos durcheinander. Handschrftlich geht gar nicht, meine letzte Russisch-Proffessorin ist daran verzweifelt, dass ich immer wieder kyrillische, lateinische und Sütterlin-Buchstaben gemixt habe Davon, dass da noch diese unseeligen Weichheits- und Härtezeichen (ähnlich wie bei uns das "h" ) hinzukommen, die ich noch nie gepeilt habe und nie peilen werde, ganz abgesehen... Orthographische und grammatikalische Fehler (mache ich gerade im Russischen sicher massenhaft) sind da noch außen vor.
Was die deutsche Sprache angeht, lasse ich privat Groß- und Kleinschreibung völlig weg (abgesehen von BETONUNGEN vielleicht), kürze einiges zusammen, auf "N8" statt Nacht beispielsweise...
Nun könnte ich mich darauf retten, dass ich im Englischen und Russischen ja kein "Native" bin. Richtig. Aber wir leben in einer Welt und einer Zeit, wo sich Sprachen immer mehr vermischen. Wir arbeiten mit Kollegen zusammen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Unsere Kinder wachsen mit anderen Kindern auf, bei denen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Wir haben Jobs, in denen die Fachsprache Latein, Französisch, Englisch ist - und damit die meisten Fachbegriffe, die wir jeden Tag verwenden, es auch sind.
Wir haben im "Daily Business" zumindest "Meetings", gehen zusammen zum "Lunch" ...

Tatsache ist, dass es eine Sprache auch verändert, wenn es so alltäglich ist, sich mit ihr schriftlich zu unterhalten wie mündlich.
Ob man das jetzt als "verstümmeln" wertet oder nicht ... keine Ahnung, guck in 100 Jahren aus dem Himmel noch mal runter (oder aus der Hölle hoch? ) dann ist das vielleicht zu beantworten.

Was mich beim Lesen persönlich wirklich stört, sind die Poster, bei denen die "Enter"-Taste irgendwie klemmt (oder beißt?) und die gern 5km Text in einer Zeile, am besten ohne Punkt und Komma, unterbringen. Was den Rest angeht - *schulterzuck* bin ich da eher leidenschaftslos.

Es ist ja bekannt, dass sich in Umgebungen, in denen Sprachkontakt verschiedener Sprachen besteht, häufig Kreol- oder Pidginsprachen entwickeln. Man mischt den Wortschatz der in dieser Gegend gesprochenen Sprachen, vereinfacht die Grammatik stark und kann so auf einfacher Ebene, zum Beispiel beim Handel kommunizieren.

Ein sehr interessantes Phämomen ist es auch, dass sich in Gegenden, in dem ein hoher Anteil an Migranten lebt, oft Multiethnolekte entwickeln, die sich aus den verschiedenen Sprachen zusammensetzen, die dort gesprochen werden. Bekanntes Beispiel dafür ist das Rinkebysvenska.

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20. Juli um 17:53

Ja, der Kasus löst sich auf und das sieht man eben hauptsächlich an den Pronomina, da man den Kausus am Substantiv selbst in Deutschen ja nicht immer sieht.

Bei Femina zum Beispiel gibt es einen Einheitssingular und nur der Plural flektiert bei bestimmten Wörtern (nicht bei allen, es gibt auch Wörter mit Einheitsplural). Bei Maskulina und Neutra unterscheidet sich im Singular nur der Genitiv und der Plural flektiert. 

Schwierig macht die Deklination außerdem, dass die Endungen im Maskulinum und im Neutrum manchmal dieselben sind.

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20. Juli um 17:55
In Antwort auf avarrassterne1

P.S. diesem Spruch und den, den ich ergänzt habe, kannte ich schon als ich - anno sehr lang her - Teenager war.

Das Thema des Threads kann also irgendwie nicht wirklich ein Problem der letzten paar Jahre sein, oder?

Man nimmt es nur stärker wahr, weil bedingt durch das Internet viel mehr schriftlich kommuniziert wird als früher.

Dass sich geschriebene und gesprochene Sprache unterscheiden, war ja immer schon so, das hat nie jemanden gestört. Jetzt ist es allerdings so, dass viele Menschen in informeller Umgebung schreiben wie sie sprechen - und das fällt eben vermehrt auf, weil wir "Oldies" daran einfach nicht gewöhnt sind. Wir haben noch streng unterschieden zwischen geschriebener und gesprochener Sprache, für uns ist eben geschriebene Sprache automatisch immer formell. Die Kategorie informelle geschriebene Sprache hat sich erst mit dem Internet etabliert.

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