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Kunstfehler und Kindesmißhandlung - alles einfach so an mir verübt

1. Juni 2004 um 8:05

Ich bin zur Zeit dabeim, mit dem, was mit mir war, nach außen zu gehen, denn Schweigen auf Dauer macht krank. Auch wenn der Artikel sehr lange ist - vielleicht liest die ein o. andere Person bis zum Ende.
http://www.parts-of-elodie.de
(da stehen noch weitere selbstverfaßte Gedichte, Fotos etc. von mir drin).

DUNKLE KINDHEIT


11.08.1969, 14.05 Uhr - der Tag meiner Geburt - und laut meiner "Mutter"
deren Untergang, denn sie wollte einen Jungen; damit fing das Dunkel
schon mal an. Gleich danach bin ich weggekommen, für die nächsten zwei
Jahre - ein ständiger Wechsel zwischen Pflegeeltern, Heimen und
Verwandten, die schnell die Lust an einem Baby und Kleinkind
verloren - nicht gerade der Nährboden für Urvertrauen, Kontinuität und
Vertrauen, Geborgenheit - doch auch das noch lange nicht alles...

Meine "Mutter" sprach oft davon, daß sie mich am liebsten beim Baden, im
Alter von zwei Jahren bis ich weiß nicht wann - ertränkt hätte, in dem
Kamillenbad, das sie immer richtete. Ich weiß nicht, inwieweit das
geschah - Tatsache jedoch ist: ich hatte panische Angst, jahrelang,
beim Schwimmenlernen - im Schwimmunterricht schrie ich immer vor
unsäglicher Angst,
zu ertrinken , was meine "Mutter" daheim immer gellend nachäffte und ins
Lächerliche zog. Und - es besteht eine Kamillenallergie, bei mir,
seltsam, nicht...?
Aber 1979 konnte ich auf einmal von einem auf den anderen Tag doch
schwimmen - so ist das auch heute noch oft: lange gehen Dinge nicht,
und plötzlich vermag ich es doch - all das Dunkel hat namenlos
verletzt, doch nie den Kern zerschmettert, in mir - das wird keiner,
und das lasse ich auch künftig und erst recht niemals zu!

Ab 1976 begann meine "Mutter", täglich und exzessiv zu trinken. Kein Tag
verging, an dem ich nicht unsägliche Angst hatte, heimzukommen, nach
der Schule. Nie wußte man, ob sie betrunken sein wird oder nicht -
aber man konnte es beim
Heimkommen gleich sehen, an ihrem stieren, irren, furchteinflößenden
oder debilen Blick - es war furchtbar, immer wieder, über Jahre. Sie
schickte mich kleines Kind auch oft ihren Alkohol kaufen, auch harte
Sachen - und kein Händler sagte damals "nein" - man gab einem
fünfjährigen Kind, und später auch noch, mit sieben, acht, neun, zehn,
all diese Spirituosen mit -
fraglos. Kann mir keiner erzählen, daß er nicht wußte, was läuft.

Nun war es nicht so, daß sie einfach gesoffen hat - nein, im
betrunkenen Zustand lastete sie sich über Jahre hinweg - mit ihren 70,
später zwischen 80 und 90 Kilo auf meinen kleinen Körper - voll drauf.
Es erfolgten auch über Jahre neben allem immer wieder Schläge mit
Kochlöffeln und Teppichklopfern, auf nackter Haut, und sie prügelte
mich auch immer wieder unter Tische - es gab kein Entrinnen.
Aufgeplatzte Haut, Kinderschreie, Blut, Tränen, Angst, Angst, Angst,
Lähmung, fassungslose Einsamkeit, Entsetzen - kaputte Kinderseele -
den Nachbarn fiel nur auf, daß das Schreien meiner Mutter und das
laute Weinen von mir "sehr störend" war, und sie unterschrieben alle
für eine Kündigung, anstatt auch nur einmal zu fragen, zu raten, oder
gar zu helfen!!!

Dies war mein Alltag im "trauten Elternhaus" bis ich im Alter von elf
Jahren die Flucht ergriff und abgehauen bin, ins Heim, und dort nahezu
acht Jahre lebte. Ich dachte immer, ich müsse ersticken - Panik,
Todesangst. Noch heute wache ich öfter auf, von meinem eigenen
Röcheln, weil ich es im Alptraum nach wie vor voll real spüre und
wieder erlebe!
Aber sie drangsalierte noch auf andere Weise:
Meine Haare riß sie aus, büschelweise, schmerzhaft. Meinen Kopf
knallte sie gegen Schrankecken, Möbel - und sie quetschte mich mit
ganzer Kraft zwischen Möbel und Wände. Unter all diesen jahrelangen
Torturen litten natürlich auch die inneren Organe und Rippen - eine
Rippenresektion fand darum lange Zeit später - 1997 im Sommer - statt.
Die 10. OP in meinem jungen Leben! Zu allem Überfluß beging man
hierbei auch noch einen Narkosefehler: Ich hatte drei Tage und Nächte
dyskinetische Krämpfe, Todesangst - letzteres, gepaart mit Atemnot,
Brechen und eine unerkärliche, entnervende Rastlosigkeit, die mich
noch weitere acht Wochen peinigte - seitdem ist mir die Todesangst
endgültig so gut wie immer präsent. Kein Arzt im Krankenhaus half -
man bemerkte nur grinsend bei der Entlassung: "Na, Sie hatten ja einen
eigenartigen Zustand!"

Bei diesen Aktionen, wo der Kopf gegen Schrankecken etc. geschlagen
wurde, saugten sich Tempotaschentücher mit Blut voll, wenn ich
versuchte, damit fertigzuwerden und die Wunden kläglich zu versorgen, wenn
"sie" endlich rasend aus dem
Zimmer ging. Ich erzähle einfach alles genauso, wie es war, ohne ein
Wort dazu oder weg und ohne Schonung - nicht für mich, nicht für den
Leser - wozu denn auch? Es wird welche geben, die finden sich wieder -
ihnen reiche ich in Gedanken zärtlich, traurig und verstehend meine
Hand - und es wird welche geben, die damals Bescheid wußten, ahnten,
was immer - und mich nicht schützten, nicht mal den leisesten Ansatz
machten, etwas zu unternehmen - ihnen sollen diese Zeilen im
Gedächtnis bleiben, begleitet mit Beklemmung und
Übelkeit! Und auch alle anderen, die heute von anderen Kindern oder
Erwachsenen WISSEN, daß sie in solcher Not sind - auch ihnen sollen
diese Zeilen warnend und gellend in den Gedanken sein - so daß sie
vielleicht doch ihre Gleichgültigkeit und/oder ihre Ignoranz überwinden und
ihren phlegmatischen Arsch heben!

Gelernt für die Schule wurde neben alledem zusätzlich mit sich immer
wiederholenden Schlägen auf den Kopf und/oder ins Gesicht, bei jedem
Schreibfehler o. a. - darum hab ich heut noch riesige Furcht, zu
versagen und Fehler zu machen - aber ich versuch,
so gut es geht, darauf zu scheißen - das ist endlos schwer!

Die Nächte - oft voll mit Geschrei,
mitten-aus-dem-Schlaf-gerissen-Werden, mit Sanitätern, die die
"Mutter" in die Psychiatrie abschleppten - aber sie kam leider immer
wieder viel zu früh nach Hause zurück. Ja, ich habe als Kind gebetet,
viele durchweinte Nächte in den langen Jahren, daß sie endlich sterben möge
oder nie mehr zurückkommt - ich
meine nicht, daß mir das zu verdenken ist - es sei denn, irgend
welche bigotten Menschen sind dieser Meinung, aber - wer braucht die -
ich sicher nicht!
Ich habe verzweifelt um Erlösung gebetet und geweint, um Befreiung -
doch niemand hat mich gehört, auch kein Gott oder Engel - nicht mal
der eigene Vater - er sagt, er habe das nicht mitbekommen, weil er im
Geschäft war, tagsüber - doch es gab ja auch schlimme Nächte, laute,
furchtbare - dachte er wirklich, daß tagsüber Harmonie war und der
Terror nicht fortgesetzt wurde?!? Seltsam, wieviele am Ende immer von
nichts wußten, nicht nur in solchen Bereichen - man spürt und merkt
doch, wenn ein Kind "verstockt", still, verängstigt, in sich gekehrt
und seltsam ist - oder nicht?!?

Die "Mutter" riß mich also oft mitten in der Nacht aus dem Schlaf und
zeterte und zog über meinen Vater her oder beschrie ihr durch mich
verpfuschtes Leben. Sie sprach in übelster Weise von ihrem Sexleben
mit ihm oder dem, das nicht mehr stattfand - alles vor einem
fünfjährigen Kind, und auch einige Jahre später noch. Dadurch entstand
viel Abwehr und Angt vor Beziehungen mit Männern in mir - ich habe das
im Alleinkampf überwunden, mit 23, weil ich das wollte - trotzdem kann
ich keine Männer ertragen, die über alles von und an mir einfach
wegbügeln - ich werde das nie mehr dulden - ich habe erlebt, was ich
erlebt habe, hab gekämpft und tu es noch - also werde ich auch "nein"
sagen, wenn über mich weggegangen wird und über das, was ich bin, kann
und nicht kann!
Das gilt natürlich nicht nur für Männer, sondern letztlich für jeden
Menschen, der mich derart achtlos und achtungslos behandelt!

ESSEN - eine wunderschöne und fröhliche,
verbindende oder auch sinnliche Sache - aber leider kriegt man das
nicht mit , wenn mit Essenszwang oder Essensentzug gearbeitet wird
und/oder das Essen quer über Wände und Böden geschmiert wird, von der
Mutter - oder wenn es ihr halb rausquillt, aus ihrem Mund, weil sie
dasitzt, zu besoffen und widerlich fett, wenn es an die Wand
geklatscht oder gar über einen ausgeschüttet wird!
Auch Krankenschwestern - katholische übrigens - die mich als ein
dreijähriges Kind mit ungeschickten Ess-Zwangsmaßnahmen
drangsalierten, indem sie mir den Löffel mit Nahrung förmlich in den
Hals rammten, während die vorige Portion noch nicht mal
runtergeschluckt war, wobei das Kind beide Augen verbunden hatte, weil
es zwei Schieloperationen hatte. Das Schielen wurde übrigens
ausgelöst, durch zuviele Schläge auf den Kopf, wie sich lange Zeit
später rausstellte, das nur nebenbei. Es ist also dunkel, das Kind
hilflos, allein, am Weinen, bettelt, daß man langsamer füttern
möchte - keine Gnade.
Darum möchte ich heute keine unqualifizierten oder drängenden Kommentare
mehr über meine Art zu essen,
über das Tempo oder Vorlieben und Abneigungen und die Art meiner
Ernährung (vegan) über mich ergehen lassen - ich habe mich leidlich und
mühsam arrangiert!
Ich hatte immer als Kind Angst beim Essen, wußte man doch nie, wann
"sie" wieder losschreien/-schlagen würde, unvermutet und Knall auf
Fall!
Durch die Sache mit den Augen war übrigens mein Gleichgewichtssinn
lange Jahre gestört, ich ließ Dinge fallen, stolperte leicht, stürzte
mehrere
Male frontal auf Kopfsteinpflaster, weil der Abfangmechanismus nicht
sofort und immer funktionierte - als Kind gab es dafür nochmal Spott
und Prügel, sowohl von der Mutter als auch von Schulkameraden etc.,
weil ich so "endlos doof und und ungeschickt" war!

Noch etwas Groteskes zum Abschluß der Beschreibung dieser Frau:

Meine Mutter arbeitete nach außenhin ehrenamtlich beim Roten Kreuz, betreute
ein fremdes achtjähriges Kind beim Hausaufgabenmachen, dem nie etwas geschah
- natürlich nicht - bekam Preise für Blumenschmuck auf dem Balkon, bei der
Blumengartenschau oder wie der Mist heißt und konnte unvermittelt nach einem
ihrer wahnsinnigen Ausbrüche am Telefon mit jemandem im normalsten und
säuselndsten Ton sprechen - ich sage trotzdem, daß da genug an ihrem
Verhalten auch draußen war, und an ihrer Stimme, ihrem Blick, oft, das
andere stutzig gemacht hat - und genug Anzeichen für etwas sehr Dunkles, das
vorging - und darum mache ich heute diesen Schritt und setze all das in die
Öffentlichkeit, denn ich habe es satt, daß alles in Schweigen versinkt und
mich Menschen seit Jahr und Tag an einem Rahmen messen, dem ich nach alldem
niemals entsprechen werde - und dann verächtlich grinsen, wenn sie merken,
daß ich da nicht reinpasse!
Und Rücksicht auf ihre "Intimsphäre" oder die meines Vaters? Wozu - sie ist
seit - leider viel zu spät - 1992 tot, und mein Vater hat mir die Zeit ja
auch nicht leichter gemacht - ich hab die Schnauze voll, zu schonen - wen
oder was in diesem Spiel und warum? Die Menschen, die ich hier ansprach
(Nachbarn etc.) sollen sich all angesprochen fühlen, einer nach dem anderen
- zwar sehr spät, aber hoffentlich noch so, daß es wirkt.
Ich schwöre, daß jedes Wort hier wahr ist und nehme keines zurück.


Am Ende dann vor zwei Jahren, die hoffentlich letzte, aber sicher die
weitaus schlimmste OP (s.u.), die alles endgültig zum Einstürzen
brachte und weiter unten in auf dieser Webseite behandelt ist...

Kein Tag und keine Nacht mit Entspannung, mit Nachlassen, kein Tag
mit Lockersein, ohne Furchtlosigkeit - niemals, niemals, niemals -
hat jemand eine Vorstellung davon, der das nicht selbst so oder
ähnlich erlebt hat - nein, ich denke nicht!!!

Es gab einen Lieblingsspruch meiner Mutter:

"Hitler hat vergessen, dich zu vergasen!" - und dazu zündete sie eine
Kerze neben einem Foto des Diktators an, das sie hatte, auf einer
Postkarte, und ich mußte hinsehen!

Welches Selbstbild in einem Menschen bei alldem entsteht - denkt
nach...

Warum meine Mutter so war - es gibt keine Antwort darauf. Die
Menschen, die mir etwas hätten sagen können, haben geschwiegen,
darunter auch die Schwester meiner Mutter - möge sie diese Zeilen
lesen und wissen, daß ich selbst dann nicht bei ihr wäre, wenn sie vor
mir auf der Erde und im Sterben läge - denn sie weigerte sich, mit mir
später zu sprechen, weil ich ja die Tochter meiner Mutter bin - aber
kurzzeitig versuchte sie, als alles lange kaputt und ich bereits 18
war, sich als Aufsichtsperson über mich aufzuspielen - amazing, isn't
it?

Ja, ich begann die Schulzeit nach der Grundschule sogar im Gymnasium -
doch nach zwei Jahren mußte ich kapitulieren und auf die Realschule -
wohl kein Wunder unter diesen Umständen?!?


1989 zog ich aus dem Heim aus - und war plötzlich alleine, ohne das
ständige Wuseln von vielen Kindern um mich rum (hier möchte ich das
ständige Wechseln der Bezugspersonen erwähnen, das auch Spuren
hinterließ und geprägt hat, zusätzlich zu den immer wechselnden
Bezugspersonen in den ersten zwei Lebensjahren) - und vom ersten Tag
in der eigenen Wohnung an begann sich Schritt für Schritt
rauszukristallieren, wie sehr mich das alles stigmatisiert und tief
verletzt hat - als Kind meint man überwunden zu haben, sobald man
räumlich aus dem schlimmen Kreis raus ist - doch das ist nicht wahr -
es holt einen ein, in vielen Situationen, im Alltag, in Beziehungen,
in so vielen Bereichen - und heute erschrecke ich so oft bei dem
Gedanken, wie sehr so viel in mir zerstört ist und was ich hätte sein
können, wenn... - Trotzdem möchte ich leben, lachen, lieben, geliebt
werden, mich bewegen können, endlich freier sein, Dinge
(er)schaffen...all diesem Dunkel und dem Schmerz zum Trotz bin ich zu
mehr fähig als so manche unbeschwert aufgewachsene Person.

Und ich habe Angst um unsere Welt, die Natur, die Kinder, die heute
dran sind wie ich damals - und um die Kinder, die Geld in den Arsch
gestopft
bekommen, weil die Zeit und die Liebe für sie fehlt, weil jeder für
alles einen Schein, einen Nachweis, eine Genehmigung braucht - nur
nicht fürs
Kinder-in-die-Welt-Setzen und Erziehen!!!

Wir brauchen Stille und Ruhe, Besinnung, kräftiges oder heiteres
Lachen - nicht gellenden Lärm und Reizüberflutung - ohne Rückzug in die
Natur (die man auch endlich SCHÜTZEN und nicht immer weiter ZERSTÖREN
sollte!!!) und Stille
könnte ich nach all meiner Hölle gar nicht mehr existieren...man lernt
zu selektieren, was wichtig ist - und das ist immer das eigene, nackte
Leben -
das und seine Seele gilt es zu retten, zu erhalten - alles andere ist
sinnlos, ja, sogar borniert!
Wenn ich da zB an fanatische Menschen denke, die eine wahnsinnige
Schönheits-OP nach der anderen durchziehen, um irgend einem dämlichen
Ideal zu entsprechen - das ist in meinen Augen ein bodenloses Vergehen an
der
Schöpfung, sofern keine wirkliche Entstellung oder medizinische
Notwendigkeit besteht! Jemand wie ich, der so oft nach Operationen in
Schmerzen dalag und zum Teil noch liegt, fühlt nur nackte Wut
angesichts solcher Irren - und
denen, die es zulassen und sich dumm und dämlich daran verdienen!
Oder gar der letzte Gipfel der Geschmacklosigkeit: Das Operieren und
Operiertwerden als Show zu inszenieren und sich dafür bezahlen lassen:
in Amerika werden jetzt Personen gesucht, für eine weitere
Realitiy-/Doku-Show, denen man es bezahlt, daß sie sich ihr Gesicht per
kosmetischer Chirurgie nach dem Vorbild eines bestimmten Stars
operieren lassen - wieviel Vermessenheit und Dummheit gehört dazu,
diese Dinge zuzulassen - all jenen würde ich fast wünschen, daß es
schief geht, denn dies ist der blanke und perverse Wahnsinn!!! Jemand,
der an sich gesund und ansehnlich ist, hat kein RECHT dazu,
blindwütig alles umschneiden zu lassen - und ich gehe von dieser
Ansicht keinen Schritt zurück, denn was mich betrifft, so wäre ich
froh, unendlich froh, wenn ich einfach so sein und aussehen könnte,
wie ich bin - aber ohne die ständigen Schmerzen, die man mir nur nicht
ansieht, die aber tagtäglich existieren!
All jenen, die so sorglos und auch erbarmungslos mit sich umgehen, möchte
ich sagen: euer Körper schreit, auch wenn Ihr es nicht hört, und vielleicht
dauert es zehn Jahre, zwanzig - aber er wird reagieren, in der ein oder
anderen Weise, das ist unausweichlich - nehmt euch selbst irgendwie zärtlich
bei der Hand, euch und diesen Körper, diese Haut, die nur frei sein möchte
und atmen - wenn all diese Wahnsinnsaktionen entstehen, aus geringem
Selbstwertgefühl heraus oder vielleicht sogar aus Geschichten wie der meinen
- und es bei einigen nicht nur gedankenlose Borniertheit ist - dann würde
ich mir wünschen, daß sich diejenigen, auf die das zutrifft, endlich sagen:
uns ist schon genug angetan worden - warum sollen wir damit weitermachen
und an uns herumsägen?
Wir sind Menschen, keine fühllosen Skulpturen, die es zu formen gilt...das
versuchen die anderen auch so schon tagtäglich...


Julia





Die OPERATION


...im März 2002 vollendete - nach insgesamt 11 Operationen im
Zusammenhang mit den physischen Folgeschäden des mütterlichen
Terrors - eine Operation im Bauchraum das sich fortziehende Dunkel in
meinem Leben dann endgültig. Darum setze ich das folgende Schreiben an
meine Krankenkasse (in welchem ich den operierenden Arzt anklage) in
meine Website, damit auch hier ein Einblick herrscht, in einen Teil
meiner Problematik. Namen habe ich verständlicherweise auf die
Anfangsbuchstaben beschränkt, damit man mich gerichtlich nicht
belangen kann, bevor in dieser Sache hoffentlich Recht gesprochen wurde. Ich
habe
jedoch diese Aufzählungen der Ärzte einigermaßen vollständig
wiedergegeben, damit man wenigstens ansatzeise sehen kann, wieviel
Zeit und Suchen ich seit zwei Jahren investieren mußte und muß - man
kann das unendlich Zermürbende darin vielleicht erahnen!
Ich möchte jedoch möglichst viele Leser, Ärzte und so weiter erreichen
und um Zuschriften bitten, wenn es um Heilungsvorschläge in physischer
und psychischer Hinsicht geht, AMBULANT (einen Klinikaufenthalt stehe
ich nicht durch, das bewies sich mehrmals!) und OHNE neuerliche OP
(!!!) - und ich bitte um nur ERNSTHAFTE Zuschriften. Scharlatane, die
sich nur bereichern und profilieren wollen, erkenne ich mittlerweile
mit (durch viele Negativerfahrungen) "geschultem" Blick, ebenso wie
gemeine oder besonders "witzige" Menschen - also sind mails von
solchen Personen sinnlos - sie landen nach den ersten diesbezüglichen
Anzeichen im Papierkorb, ohne daß ich weiter lese.

Auch über Zeilen von Menschen, die Ähnliches oder Gleiches erlebt
haben, was meinen Lebenslauf oder diese letzte und andere OPs
betrifft, würde ich mich freuen, denn ich fühle mich sehr alleine mit
alledem - und möchte umgekehrt denen Worte, Halt und Rat geben, die
sich heute in der Lage befinden, in der ich mich als Kind viele Jahre
(allein!!!) befand.

Warum ich das alles nach und nach hier offen schreibe? Meine Webseite
richtet sich an Interessierte, Leidensgenossen - und wie gesagt auch an all
jene,
die sehr wohl Bescheid wußten, aber nichts taten, bereits seit 1969 -
Verwandte, Mitschüler und andere, die nur lachten anstatt zu fragen,
Lehrer, die sich zurückhielten, auch die Kirche, der Kindergarten,
Nachbarn - sowie der eigene Vater - für all jene sind die Zeilen, die
in "elodie" nach und nach erscheinen! Denn ich möchte, daß ein für
allemal klar ist, daß es ein Wunder ist, daß ich noch bin, wie ich
bin - und daß man endlich damit aufhört, was ich bin und mache, mit
normalem Maßstab zu messen - und auf mich herunterzusehen, weil ich
diesem nicht entspreche. Denn "normal" war in meinem Leben gar nichts
und deshalb habe ich - nach ALLEDEM!!! - das gute Recht, mir das zu
verbitten! Und dann werden sich - mit einem Hinweis auf diese
Webseite - künftig hoffentlich auch Fragen von Fremden erübrigen, wie:
"Warum schreibst Du nicht über Gottes schöne Welt und/oder ein
Kinderlächeln?"!!!
Aber Rosengärten kenne ich leider nicht - die Worte werden ungefiltert
und unbeschönigt erscheinen, denn es geht ja nicht um ein
stilistisches, kleines Meisterwerk, sondern um die brutale Wahrheit -
es hat sie mir damals ja auch niemand verschönt, die Realität, darum
erscheint deren Beschreibung heute eben so hart und grausam, wie sie
war - wie auch sonst?

Hier vorab also das Schreiben (an die juristische Abteilung meiner
Krankenkasse), betreffend der letzten OP, die über mein Leben
endgültig (oder vielleicht, hoffentlich doch nicht ganz?) einen
tiefschwarzen Schatten warf:



"Sehr geehrter Herr x,

nachdem wir am 28.05.2004 telefoniert haben, obigen Fall betreffend,
und über seine Wiederaufnahme sprachen, noch folgende Ergänzungen:

Ich nehme den Fall wieder auf, weil ich nochmal allen Mut und Nerven
zusammennehme, obwohl ich seit jenem 01.03.2002 noch immer physisch
und psychisch beeinträchtigt bin - denn ich brach damals ab, die
Sache zu verfolgen, weil ich nur noch Ruhe wollte - doch die gibt es
ohnehin nicht für mich, seit damals, und warum soll dieser Arzt
davonkommen?!

Ich merke also nochmal, auch heute, zwei Jahre später, an:

Der operierende Arzt, Dr. Z (Frauenarzt, kein Fachchirurg!) hat eindeutig
in eigener Überschätzung seiner Fähigkeiten seine Kompetenzen
überschritten! Dr. Z ist kein FACHCHIRURG für eine vorgefundene und
derartig starke Verwachsungssituation, wie er ja damals selbst im
OP-Bericht schrieb; des weiteren ist er Gynäkologe in einem
BELEGBETTENKRANKENHAUS - beides ist laut mehreren Ärzten u. a. keineswegs
inkompetenten Personen keine
Voraussetzung, sich an einem derartigen Fall zu versuchen - dies auch
laut Dr. Q. in Karlsruhe sowie laut einigen anderen Ärzten, die ich
aufsuchen muß, immer wieder, um irgendwie Hilfe zu finden -
alternative Hilfe, um die dauernden quälenden Schmerzen, die seitdem
existieren, zu lindern, OHNE OP - denn eine weitere OP würde mich
alles kosten und vermutlich die bereits verschlimmerten Verwachsungen
nochmal drastisch verstärken, da mir auch nichts mehr zuzumuten ist,
aufgrund vieler bereits vorangegangener operativen Eingriffe in meinem
Leben,
in anderen Bereichen, ich also traumatisiert bin, endlos - und wie man
weiß, bewirken alle Schnitte ins bereits geschädigte Gewebe neue
Verwachsungen. Es gibt Frauen, die sich auf eine OP nach der anderen
einlassen, aus Hilfosigkeit - ich nicht!
Ich werde es mit allen anderen Mitteln versuchen, und das kostet Zeit,
Energie, Lebenszeit, Nerven, Geld - warum sollte ich das, was andere
verschuldet haben und ich erleiden muss auch noch lebenslang alleine
zahlen?!?


Die Fehldiagnosen und Fahrlässigkeiten im Vorfeld der OP

Dr. Z möchte sich rausreden, mit meiner psychophysischen "Labilität" -
aber gerade auf meinen in jeder Hinsicht fragilen Zustand wies ich ja
hin, VOR der OP - (Zeugin: Frau L. ... letztere kann auch die Zeit,
die seitdem verstrichen ist, als eine für mich äußerst schlimme Zeit
bezeugen - bis heute!)
Ebenso mein Hinweis auf einige (10 insgesamt!) bereits vorangegangene
Operationen, die mir bereits zugesetzt hatten, sowie ein bereits
erfolgter und traumatischer Schwangerschaftsabbruch im April 1993 -
alles noch sicher in den bereits bei Ihnen vorhandenen Unterlagen -
sowie MEHRERE Nabelbrüche und meine Bitte, darum besonders SORGSAM mit
mir zu sein. Dies alles wischte er weg, achtlos und gleichgültig - und
ignorierte alles, worum ich ihn klar und deutlich gebeten hatte!

Kunstfehler Nr. 1
Symptomatisch für das achtlose, grob fahrlässige Verhalten von Dr. Z.
ist insbesondere, wie er meinen vor der OP gegebenen Hinweis auf
meinen schweren Blutgerinnungsdefekt ignorierte, den ich damals nicht als
solchen diagnostiziert hatte, seitens eines Arztes, den ich aber selbst
beschrieb, indem ich darauf hinwies, daß ich zu ungewöhnlich starker und
schneller Hämatombildung und starken Blutungen neige - offensichtlich ohne
dies irgendwie ernst zu nehmen und in irgendeiner Weise medizinisch
vorzusorgen. (Wie mich ein diesbezüglicher Facharzt später
informierte, wäre eine hämatologische Vorbehandlung in meinem Fall bzw.
Analyse des Blutes
dringend erforderlich gewesen!)

Kunstfehler Nr. 2
Mein Frauenarzt, Dr. A sah meinen Unterleib, der aus unerfindlichem
Grund bereits vorher geschwollen war, weswegen er mich an Dr. Z (einen
alten "Freund"!) auch überstürzt zur OP überwies, und das OHNE weitere
bildgebende Verfahren und andere Untersuchungen zu veranlassen! Ebenso
wenig wie später Dr. Z - dieser überging das alles und schnitt zwei
Tage später einfach hinein.
Beide handelten überstürzt, grob fahr- bzw. nachlässig und
rücksichtslos!!!

Kunstfehler Nr. 3
Der operierende Arzt, (Dr. Z) fand dann ja die von meinem Frauenarzt
(Dr. A) vermutete Endometriose nicht vor (also eine klare
FEHLDIAGNOSE!), also hat alles auch noch ohne Sinn und Verstand
stattgefunden!!! - aber da waren starke Verwachsungen noch vom
Blinddarm her, mit sieben Jahren, die so heftig waren, dass es nicht
mehr in Dr. Z's Hand lag, diese zu beseitigen - da hätte ein
erfahrener FACHchirug dran und der Herrgott in Weiß einen Schritt
zurücktreten und innehalten müssen!!! Aber Dr. Z säbelte sich
selbstherrlich durch meinen Bauch. Es kam, was (aufgrund seiner
Inkompetenz) kommen musste: er verletzte ein Gefäß neben dem DARM
(wobei es aufgrund des Gerinnungsdefekts zu massiven Blutungen kam)
und musste dann zu allem Überfluss noch meine alte BLINDDARMNARBE
aufreissen, um die Sch..... von dort aus notdürftig zu flicken.

Eine Routine-OP, die ursprünglich auf eine halbe Stunde angesetzt war,
wurde aufgrund dieser o.a. Kunstfehler so zum lebensbedrohlichen
Eingriff, der über zwei Stunden dauerte!


Die Folgen

Abgesehen von dem unsagbaren Trauma und dem irrsinnig üblen Zustand,
der danach insbesondere über ein langes, peinvolles Jahr herrschte und
bis heute andauert (die ersten sechs Monate (!) nach der OP nahezu
bewegungsunfähig, auf allen Vieren zum
Teil zum Klo, nicht mehr essen können, Angst, Schmerzen ) - das alles
bis dato verbunden mit Schmerzen, ganz zu schweigen von der verlorenen
Zeit, sehr stark eingeschränkter Nahrungsaufnahmefähigkeit, weil der
Bauch sich wegen kaum drei Gabeln Essen unter Schmerzen bläht - wie
gesagt - nahezu unverändert seit der OP bis dato!!!
Als Folge der OP verschlimmerten sich im Nachhinein die Verwachsungen
wohl eher noch: sie reichen jetzt auch laut Kernspin von Dr. F im
April/Mai/oder Juni 2002 in die OVARIEN - was ZUSÄTZLICH jeden
verdammten Monat meine eh schon immer sehr schmerzhafte und seelisch
belastende Periode nun zu einem kaum überwindbaren Horror werden
lässt!
Alles in allem hat meine Lebensqualität (die schon vorher durch in der
Kindheit liegende Ursachen beeinträchtigt war) durch die OP-bedingten
physischen und seelischen Beschädigungen so stark gelitten, daß ich
eine absolut reduzierte Existenz führe, die mehr am Überleben als am
Leben orientiert ist!


Meine Forderung

Ich möchte Ersatz für die Gelder, die ich ich in Heilpraktiker,
Osteopathen etc. seitdem stecken muß - horrende Summen für jemanden
ohne Einkommen und ohne Fähigkeit zu arbeiten, weil längeres Stehen
oder Sitzen unmöglich ist! Ich möchte Entschädigung für die zwei
Jahre, in denen jeder Tag so sehr beeinträchtigt war und noch ist!!! Ich
möchte
Entschädigung für die ansonsten auch vor und nach der OP erfolgte
rücksichtslose Behandlung seitens Dr. Z, von dem ich mir alles in
allem wie ein Stück VIEH behandelt vorkomme!!!
Ein Beispiel für die unnötigen Quälereien:
Die Beruhigungstablette wurde vor der OP viel zu spät verabreicht, sodaß
ich mit klarer und hellwach präsenter Todesangst - nach allem, was
schon mit mir war - in den OP gezwungen wurde, weil die Herrschaften
keine Zeit mehr hatten zum Wirkenlassen, nachdem sie schlichtweg die
Gabe der Tablette zuerst verschlampt und versäumt hatten!!!
Ich möchte Entschädigung für die Art und Weise, mit der auch das
Personal anschließend mit mir umging - rücksichtslos und roh, wie auch Dr. Z
und seine Frau (als Sprechstundenhilfe), bei den ambulanten
Nachuntersuchungen und für deren Art, mich - den unliebsamen
Kunstfehler - dann nur noch abzuwimmeln, sich vom Leib zu halten!!!
All das gewesene und noch andauernde jahrelange Elend kann er gar
nicht wieder gut machen - aber meinen darüber hinaus auch noch
entstandenen finanziellen Aufwand und eine angemessene "Entschädigung"
für all das jahrelange Leid, für die Zeit, die ich zur Rekonvaleszenz
brauchte und noch immer brauche, für all die Therapieversuche/Maßnahmen und
den
eingeschränkten Tagesablauf sowie massive Schlafstörungen - das steht mir
zu! Ganz zu
schweigen von dem schwindenden sozialen Umfeld, da ich auch in
Gesellschaft nichts Normales mehr essen kann , wegen Schmerzen und
weil das auch so keinen Spaß macht, verständlicherweise - für den
daraus entstandenen fortschreitenden Rückzug meinerseits, von allem
und jedem, weil ich nur noch ganz blanke Nerven habe - keine Reserven
zum Abfedern von Konflikten und keine Energie.
Vor allem aber hätte ich gern von Dr. Z ein Wort des Bedauerns, der
Entschuldigung und des Eingeständnisses für das durch ihn fahrlässig
verursachte OP-Trauma und die dauerhafte Minderung meiner
Lebensqualität!

Ach ja, und falls sich Dr. Z mit eh schon vorhandenen Depressionen
rausreden möchte, die man bei mir angeblich findet: Dies entspricht
nicht den Tatsachen! Ich MÖCHTE leben, essen, lachen, Sport treiben,
ans Meer fahren, ohne schmerzenden und aufgetriebenen Bauch - die
Depressionen FOLGEN aus all dem, was ich nicht mehr verwirklichen
kann, denn ich hatte trotz meines verheerenden Lebenslaufes gekämpft,
um Lebensfreude und Willen zu haben, alleine, ohne Arzt, und ich hatte
mein Eßproblem VOR der OP im Griff! Daß aber ein solches OP-Trauma wie
im März 2002 alles wieder aufbrechen lässt und mich in vielem wieder
zurückwirft, ist doch wohl verständlich!
Dr. Z. hat nicht
wiedergutzumachenden Pfusch an mir, meinem Leib und Leben begangen -
davon ist auch die Zukunft betroffen, weshalb ich, was künftig an
Zeit, Nerven und Geld in diesem Zusammenhang anfällt - (wer weiß, wie
lange noch) künftig bezahlt haben möchte - natürlich ebenso wie das, was
schon aufgewendet werden mußte!
Vorher werde ich nicht schweigen! Denn schließlich operiert dieser
Arzt weiterhin andere Frauen und nicht zuletzt auch in deren Interesse
muss ihm schleunigst klargemacht werden, wo seine Grenzen sind!!!
Laut der Information, die ich von der Leiterin einer Selbsthilfegruppe
für Frauen habe, sind solche PatientInnen, die mehrere
Bauchspiegelungen hinter sich haben (oft ähnlich wie bei mir von
Fehldiagnosen und Kunstfehlern eingeleitet und begleitet) lebenslang
in ihrer Lebensqualität - wie auch ich - dauerhaft physisch und
psychisch stark beeinträchtigt.
Ich erhielt in Zusammenhang mit den schlimmen OP-Folgen, von mehreren
Ärzten "unter vier Augen" die Auskunft, daß in meinem Fall eindeutig
ein FACHMANN (Arzt mit chirurgischer Ausbildung und Praxis) hätte
tätig werden müssen! Aber vermutlich wird wohl keiner dieser Ärzte
(wohl aus Feigheit und falscher kollegialer Solidarität) dies
auch schriftlich attestieren (wie einer auch bereits verlauten ließ).

Des weiteren sind zu befragen, wenn nötig - Frau K. , anerkannte
Osteopathin, ebenso die osteopathische Praxis L.
Auch Herr M. kann Auskunft geben.
Und da wäre noch Dr. F. Diesen Ärzten habe ich vorab bereits
telefonisch geschildert, was meine Schwierigkeiten noch immer
sind - die Termine sind jetzt am 01., 04. und 23. Juni. Sowie bei Dr.
N. am 14.06.2004. Ich habe ganz bestimmt keinen Spaß an diesem
UNFREIWILLIGEN und ZERMÜRBENDEN
Ärzte-Hopping!!! Ich habe diese Probleme definitiv erst seit
01.03.2002!

Und meine Lebensweise trägt sicher nicht zu Darmproblemen bei und
Schmerzen - ich lebe kompromisslos vernünftig - all der Müll, den
andere in sich reinstopfen, ist mir gänzlich fremd geworden - ich lebe
vegan, durchweg. Des weiteren weder Alkohol, zuviel Fett, auch nicht
Kaffee, nicht mal mehr weißer Zucker oder Kochsalz - alles wurde
ersetzt durch teure, biologische und ökologische Alternativen - was
ich tun kann, tu ich, Jahr und Tag - und nichts bringt wesentlich
Erleichterung - doch ohne all das wäre es vermutlich noch viel
schlimmer. Währenddessen musste ich im Sommer nach dem Eingriff, von
ferne, in einem Restaurant zusehen, wie sich Dr. Z mit Familie munter
sorgen- und schmerzfrei den Bauch vollschlug - unsachlich meinen Sie?
Ja, vielleicht, aber wenn man das durchmacht, was ich durchzustehen habe,
dann verliert man etwas die sachliche Neutralität gegenüber
demjenigen, der einem dieses Elend fahrlässig zufügte!


Mit freundlichem Gruß
























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2. Juni 2004 um 13:26

Hallo
Hallo Julia.
Ich habe deine Zeilen vollständig gelesen und ich bewundere dich für deinen Mut und deine Ausdauer.
Ich wünsche dir alles Glück der Erde, noch sehr viel Kraft und vorallem ewige und ehrliche Liebe!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Juni 2004 um 13:49

Liebe Julia,
ich habe mit Freunden deine Geschichte gelesen und wir moechten dich hiermit in den Arm nehmen und ganz fest druecken.Wir haben einen Lichtkreis gehalten um dir ganz viel Liebe und Energie zu senden damit du fuer dich und dein Leben weiterkaempfen kannst.
Simone

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2. Juni 2004 um 16:55
In Antwort auf julian_12864912

Hallo
Hallo Julia.
Ich habe deine Zeilen vollständig gelesen und ich bewundere dich für deinen Mut und deine Ausdauer.
Ich wünsche dir alles Glück der Erde, noch sehr viel Kraft und vorallem ewige und ehrliche Liebe!

Liebe Julia,

Auch meine Mutter ist Alkoholikerin,
wenn ich auch nicht körperliche Misshandlungen ,bis auf einige Ausnahmen ,erleiden musste, so weiss ich was Du mitgemacht hast.
Man kann auch die Seele eines Kindes zerstören, ohne es anzufassen.Insbesondere wenn zur Ausführung ein Stiefvater bereit ist.

Das alles ist geschehen und ist nicht mehr zu ändern.
Deine Mutter ist tot, meine lebt noch .

Ich habe eine Katze vom Urlaub mit nach Hause gebracht, der Bauer wollte sie töten.
Wenn ich sie sehe, scheint für mich die Sonne,
auch sie hat überlebt.

Ich habe Deine Bilder gesehen,Du bist eine wunderschöne junge Frau.
Und Du scheinst den gleichen Überlebenswillen zu haben.
Kämpfe für Dich und Dein Recht !

Auch ich habe oft Schmerzen (psychosomatisch),
will aber nicht, dass sie mein Leben dominieren und bin noch am Lernen mit all dem umzugehen.

Was soll ich machen,wenn die Seele schreit,wenn Wunden wieder aufgerissen werden,
meiner Tochter, der sie nur ihr "liebes Gesicht" gezeigt hat,besucht sie immer wieder mal, fährt mit ihr sogar in Urlaub.
Sie unterstützt sie auch mit Geld, da sie noch studiert.

Als sie mich vor zwei Jahren enterbt hat,habe ich sie gebeten,sie nicht mehr zu besuchen,
sie sagte, sie fährt trotzdem wieder hin.
Ich will meine Tochter nicht verlieren.
Sie kennt ja nur ihre "liebe O-Mama", so wird sie genannt.
Und von der Vergangenheit will sie nicht hören.

Auch Du wirst diese Tage kennen, die einfach nur zu "überleben" sind,
aber wir leben!

Alles Liebe und lass Dich in Gedanken ganz sanft über Deine Hand streicheln,

Lifeisnow

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2. Juni 2004 um 17:11
In Antwort auf shania_12347966

Liebe Julia,

Auch meine Mutter ist Alkoholikerin,
wenn ich auch nicht körperliche Misshandlungen ,bis auf einige Ausnahmen ,erleiden musste, so weiss ich was Du mitgemacht hast.
Man kann auch die Seele eines Kindes zerstören, ohne es anzufassen.Insbesondere wenn zur Ausführung ein Stiefvater bereit ist.

Das alles ist geschehen und ist nicht mehr zu ändern.
Deine Mutter ist tot, meine lebt noch .

Ich habe eine Katze vom Urlaub mit nach Hause gebracht, der Bauer wollte sie töten.
Wenn ich sie sehe, scheint für mich die Sonne,
auch sie hat überlebt.

Ich habe Deine Bilder gesehen,Du bist eine wunderschöne junge Frau.
Und Du scheinst den gleichen Überlebenswillen zu haben.
Kämpfe für Dich und Dein Recht !

Auch ich habe oft Schmerzen (psychosomatisch),
will aber nicht, dass sie mein Leben dominieren und bin noch am Lernen mit all dem umzugehen.

Was soll ich machen,wenn die Seele schreit,wenn Wunden wieder aufgerissen werden,
meiner Tochter, der sie nur ihr "liebes Gesicht" gezeigt hat,besucht sie immer wieder mal, fährt mit ihr sogar in Urlaub.
Sie unterstützt sie auch mit Geld, da sie noch studiert.

Als sie mich vor zwei Jahren enterbt hat,habe ich sie gebeten,sie nicht mehr zu besuchen,
sie sagte, sie fährt trotzdem wieder hin.
Ich will meine Tochter nicht verlieren.
Sie kennt ja nur ihre "liebe O-Mama", so wird sie genannt.
Und von der Vergangenheit will sie nicht hören.

Auch Du wirst diese Tage kennen, die einfach nur zu "überleben" sind,
aber wir leben!

Alles Liebe und lass Dich in Gedanken ganz sanft über Deine Hand streicheln,

Lifeisnow

Danke...
...für Deine Zeilen. Es tut gut, wenn alles nicht mehr so in Stille versinkt. Ich weiß, daß Worte alleine auch genug anrichten können. Und daß mit Deiner Tochter tut natürlich sehr weh - Du willst sie nicht verlieren und mußt Dir irgendwo mehr oder weniger ein Messer in den Rücken stechen lassen, weil sie nur die geschminkte und gespielte Seite von Deiner Mutter sieht - meine konnt das ja auch wunderbar, nach außen...Man frägt sich wirklich, was in Menschen vorgeht, die so sind...mir ist Schauspielern völlig fremd oder Grausamkeit...
Ich denke sehr lieb an Dich und wünsche Dir auch weiterhin Kraft - und daß auch die Tochter eines Tages begreifen kann...

Julia

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2. Juni 2004 um 17:14
In Antwort auf julian_12864912

Hallo
Hallo Julia.
Ich habe deine Zeilen vollständig gelesen und ich bewundere dich für deinen Mut und deine Ausdauer.
Ich wünsche dir alles Glück der Erde, noch sehr viel Kraft und vorallem ewige und ehrliche Liebe!

...auch Dir...
ein liebes Dankeschön für Deine guten Wünsche. Das mit der Liebe - na ja, da wage ich mich derzeit nicht dran...zuviel erlebt...den Glauben daran verliert man, nach so viel Menschen, auch Männern, die nicht verstanden haben und das an-einem-Herumbiegen fortsetzen wollten...

Von Herzen nochmal danke und alles Liebe -


Julia

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2. Juni 2004 um 17:17
In Antwort auf shama_12775632

Liebe Julia,
ich habe mit Freunden deine Geschichte gelesen und wir moechten dich hiermit in den Arm nehmen und ganz fest druecken.Wir haben einen Lichtkreis gehalten um dir ganz viel Liebe und Energie zu senden damit du fuer dich und dein Leben weiterkaempfen kannst.
Simone

Liebe Simone,
das ist sehr schön, so was zu lesen - sowas hat noch niemand gemacht, glaube ich, für mich, in Gedanken. Ich glaube an solche Dinge - und daß diese Energie vielleicht ganz unbemerkt doch nach und nach ihre Wirkung tut, ein klein wenig zumindest - Dir und all Deinen Freunden dank ich sehr...


Julia

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2. Juni 2004 um 17:21
In Antwort auf ayn_12106939

Liebe Simone,
das ist sehr schön, so was zu lesen - sowas hat noch niemand gemacht, glaube ich, für mich, in Gedanken. Ich glaube an solche Dinge - und daß diese Energie vielleicht ganz unbemerkt doch nach und nach ihre Wirkung tut, ein klein wenig zumindest - Dir und all Deinen Freunden dank ich sehr...


Julia

Liebe Julia,
wir werden es auch noch mal fuer dich machen,gerne sogar.
Wenn du magst kannst du mir mailen,ich schreibe sehr gerne.
sicol@web.de
Liebe Gruesse,
Simone

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3. Juni 2004 um 15:29

Liebe Julia
als ich das gelesen habe, sind mir die Tränen gekommen.

Ich weiss, was Du mitgemacht hast. Bei mir war mein Vater die ausführende Person und meine Mutter diejenige, die immer genau dann aus dem Zimmer verschwunden ist...

Auch ich habe erst jetzt angefangen darüber zu reden. Bin seit Anfang des Jahres bei einer Psychologin und erfahre zum ersten Mal so etwas wie Verständnis in meinem Leben. Auch von einer lieben Freundin. Sonst hiess es immer: Ach, jeder streitet sich doch mal mit seinem Vater.

Est tut mir so leid für Dich.

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dich in Gedanken.

LG, xeres

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4. Juni 2004 um 14:36
In Antwort auf zera_12686858

Liebe Julia
als ich das gelesen habe, sind mir die Tränen gekommen.

Ich weiss, was Du mitgemacht hast. Bei mir war mein Vater die ausführende Person und meine Mutter diejenige, die immer genau dann aus dem Zimmer verschwunden ist...

Auch ich habe erst jetzt angefangen darüber zu reden. Bin seit Anfang des Jahres bei einer Psychologin und erfahre zum ersten Mal so etwas wie Verständnis in meinem Leben. Auch von einer lieben Freundin. Sonst hiess es immer: Ach, jeder streitet sich doch mal mit seinem Vater.

Est tut mir so leid für Dich.

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dich in Gedanken.

LG, xeres

Ich umarme...
...dich auch ganz lieb. Es tut mir weh, für Dich, daß mit das gleiche geschehen ist. Man kann nur hoffen, daß diese Menschen irgendwie bezahlen werden, hier oder in einem andren Leben, wenn man daran glaubt...wenn Du möchtest, können wir uns weiter über mailadresse elodie.jardin@gmx.de schreiben. ich würde gerne wissen, wie dein tag aussieht - und ob die nächte auch so schlaflos oder bleischwer sind, oft...
...und hoffe so sehr, daß auch Du Dich nie aufgibst...


julia

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