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Kultur; - ein Märchen. Teil 1

16. Juni 2007 um 10:05

von girona5

Einst lebten in einer großen Hafenstadt viele Leute. Manche waren hier geboren und hatten helle Haut, einen alteingesessenen Familien-Stammbaum und Haus, Auto und Boot; - kurz gesagt, sie waren reich.

Die Reichen hatten wiederum alteingesessene Bedienstete, die für sie schufteten, Tag und Nacht, und nur einen Hungerlohn erhielten. Die Bediensteten wurden künstlich arm gehalten, indem die Reichen ihnen den Zugang zu Bildung erschwerte, wenn nicht sogar unmöglich machte. Die Armen erkannten ihr Leid schon in jungen Jahren und griffen zum Alkohol, um sich zu betäuben. Bei dieser selbstzerstörerischen Lebensweise wurden sie nicht alt. Ihre eingezahlten Beiträge zur Rentenversicherung kassierten am Ende die Reichen. So ging das ein paar Generationen lang; dann hatten die Armen die Faxen dicke. Viele von ihnen wanderten aus und suchten ihr Glück in fremden Ländern.

Nun war aber kaum noch jemand da, der die tägliche Drecksarbeit für die reichen Bonzen erledigte. Was also tun? Selber Hand anlegen? Dazu waren sich die Herren zu schade.

Eines Tages spazierte einer der Reichen am Hafen-Kai entlang und sah eine Weile lang zu, wie ein großes Schiff entladen wurde. Wie Ameisen wieselten Tausende kleiner, brauner Männer herum und trugen schwere Lasten auf ihren nackten Schultern. Da hatte der Reiche eine Idee.......

Er marschierte schnurstracks zum Kapitän des Schiffes, zog ein Bündel Geldscheine und sagte: "Wenn du mir einige deiner Leute überlässt, damit sie in meinen Fabriken arbeiten, kannst du dieses Bündel Geld behalten." - Der Kapitän überlegte nicht lange. Ein ganzes Geldbündel,zudem steuerfrei, würde reichen, um im Rotlichtviertel so richtig einmal die Sau rauszulassen. Außerdem, so folgerte der Captain richtig, würden noch viel mehr von diesen flinken, billigen Arbeitern im Bonzenland gebraucht. Seine Augen leuchteten gierig bei dem zu erwartenden Gewinn........

Dreißig Jahre später. Eine neue Generation war herangewachsen. Es gab weiße, braune, gelbe und schwarze Arbeiter, die für die reichen Herren arbeiteten. Die Löhne waren zwar laut Tarif gleich, in Wirklichkeit wurden aber Unterschiede gemacht, je nach Hautfarbe und Geschlecht.

"Devide and rule" - dieser Grundsatz hatte sich schon seit Kolonialzeiten bewährt, um die halbe Welt zu beherrschen. Aufstände von unzufriedenen Arbeitern wurden gnadenlos niedergeknüppelt. Aber auch untereinander bekriegten sich die Armen, je nach Herkunft und Hautfarbe, wenn der Eine das Terrain des Anderen kreuzte. So ging das eine ganze Zeit lang. Die Reichen wurden immer reicher und die Armen immer ärmer, unzufriedener und aggressiver. Die Spirale der Gewalt eskalierte. Es wäre zum Bürgerkrieg gekommen, wenn, ja wenn nicht etwas ganz Ungewöhnliches geschehen wäre....

Fortsetzung folgt:

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17. Juni 2007 um 2:46

Wie man sieht
bist wohl DU diejenige die hier alleine rumstänkern muss, da niemand auf deinen Beitrag antwortet

Nette Kopie oben

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17. Juni 2007 um 10:45
In Antwort auf stregax2

Wie man sieht
bist wohl DU diejenige die hier alleine rumstänkern muss, da niemand auf deinen Beitrag antwortet

Nette Kopie oben

Danke für das Kompliment!
Der Anfang der Geschichte muss wohl so gut sein, dass du nicht mal gemerkt hast, dass sie von mir stammt.

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