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Klasse Lehrer?

31. Januar um 12:57

Die Qualität des Unterrichts und die Leistung der Schüler steht und fällt mit dem Lehrer, so die Theorie des Bildungsforschers John Hattie. Ich habe eine Dokumentation zu diesem Thema gefunden; wer Lust hat, schaut mal rein und vielleicht entwickelt sich eine schöne Diskussion zu dem Thema. Ich bin gespannt!  


Wissenschaftsdoku: Klasse Lehrer?
Qualität der Lehrenden unter die Lupe nehmen

Wenn Schüler versagen, suchen wir die Ursachen schnell in zu großen Klassen, in schlechter technischer Ausstattung, im Elternhaus. Dabei ist für den Schulerfolg vor allem der Lehrende wichtig. 
Umfassende Studien haben herausgefunden, dass eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden der wichtigste Faktor für den Lernerfolg ist - dabei aber Lehrer ihr Verhalten und ihren Unterricht viel zu selten hinterfragen. Was macht einen guten Lehrer aus? 

Von Anfang an praktische Erfahrungen sammeln
An der Universität Passau gibt es einen deutschlandweit einmaligen Eignungstest. Wie in einem Assessment-Center präsentieren sich die Studienanwärter – Professor für Schulpädagogik Norbert Seibert rät am Schluss einigen vom Studium ab. Der Test ist freiwillig. In Finnland ist das anders. An der Universität Helsinki will man von vorne herein pädagogisch ungeeignete Kandidaten ausschließen. Nur zehn Prozent aller Lehramtsanwärter bestehen den Test. Anders als in Deutschland sammeln die Studierenden von Anfang an praktische Erfahrungen an den Schulen, nehmen am Unterricht teil und werden von den Lehrern beurteilt. 

Lange waren Lehrer Einzelkämpfer
Doch ausgerechnet gegen Bewertungen wehren sich viele Lehrer. Die Hermann-Lietz-Schule auf Spiekeroog geht einen anderen Weg. Sie folgt den Erkenntnissen des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie. Seine These: Lehrer brauchen Feedback, um ihre Methoden optimal auf die Schüler einzustellen. Deshalb beurteilen die Schüler Unterricht, Verständlichkeit und auch das Vertrauensverhältnis. Lange waren Lehrer Einzelkämpfer. Langsam ändert sich das. An der Berliner Heinz-Brandt-Schule arbeiten multiprofessionelle Teams aus Lehrern und Pädagogen zusammen, beraten und unterstützen sich. Noch gibt es zu wenig von diesen Ansätzen. Es wird Zeit, die Qualität der Lehrenden unter die Lupe zu nehmen.
(">https://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/197966/index.html) 

Dokumentation:
">http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76388

 

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Top 3 Antworten

1. Februar um 19:45
In Antwort auf miezekatzerl

Wenn... dann sehe ich eher helikopternde Eltern als das Problem an, weswegen diese Unterrichtsform scheitern könnte! 

Helikopterne Eltern? Unwort des Jahres 2019alle Eltern mit Huuubsxhraubääär

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4. Februar um 14:08
In Antwort auf pugnus

Oder auf zwei Postings aufgeteilt... 

Liest irgendwer die Romane aufmerksam?

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1. Februar um 20:27
In Antwort auf pugnus

Wo siehst du beim finnischen System eine Sprachförderung? Dieser "hautnahe" Unterricht erfordert gute Sprachkenntnisse. Und soziokulturelle Kenntnisse. 
Ich sehe bei diesem System keine integrativen Ansätze für Ausländer.

Das finnische System der Interessen und Fähigkeitenförderung macht ebenfalls Sinn in einem System, in dem es völlig unterschiedliche Sprachkenntnisse gibt, ich verstehe gar nicht, dass das nicht nachvollziehbar ist. Wenn zb Emil für eine anstehende Klausur Mathe lernen muss und deshalb zu Frau CY in den Unterricht geht, muss Ahmed sein Deutsch verbessern und besucht deshalb erstmal den DAZ-Unterricht bei Herrn YC. 
Mehr Integration geht nicht. 
Es gibt Bildungsziele, aber eben völlig flexible Lehrpläne, die der Lehrer mit Methodik und Didaktik füllt; deswegen liegt ja eben der Fokus dieser Diskussion auf die Eignung des Lehrers.  

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31. Januar um 16:30

Hochinteressant; wenn ich es schaffe schaue ich mir heute Abend noch die Doku an.

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31. Januar um 16:42

Habe irgendwie den Eindruck, dass hier ne sehr veraltete Sicht auf Lehrer dargestellt wird. Ich kenne Dutzende, die regelmäßig Feedback einholen und das in ihre Planungen mitaufnehmen. Ich selbst mache das so alle Viertel Hahr, meine Noren sind absolut transparent und jederzeit erfragbar. Habe aber auch nichts anderes im Ref gelernt... gehts hier noch um die Kurz-Vor-Pensionisten?!? Ansonst würde ich sagen, der geforderte Wandel ist längst im Gange!

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31. Januar um 17:11

Schön, dass hier offensichtlich schon zwei "Profis" zugange sind. Sobald ich die Doku gesehen habe, diskutiere ich mit.

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31. Januar um 17:17
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Habe irgendwie den Eindruck, dass hier ne sehr veraltete Sicht auf Lehrer dargestellt wird. Ich kenne Dutzende, die regelmäßig Feedback einholen und das in ihre Planungen mitaufnehmen. Ich selbst mache das so alle Viertel Hahr, meine Noren sind absolut transparent und jederzeit erfragbar. Habe aber auch nichts anderes im Ref gelernt... gehts hier noch um die Kurz-Vor-Pensionisten?!? Ansonst würde ich sagen, der geforderte Wandel ist längst im Gange!

Wir sind um die 35 Kollegen im Lehrerzimmer und davon lässt sich ein Bruchteil Feedback der Schüler geben und wir sind schon recht weit vorn in der Entwicklung und beileibe kein „altes“ Lehrerzimmer. Keine Schule, die ich kenne, führt regelmäßig Unterrichtsbesuche bei „fertigen Lehrern“ durch, es sei denn, der Kollege ist neu oder die Beförderung winkt. Und, um ehrlich zu sein; wieviele Kollegen kennst du, von denen du weißt, dass sie Frontalunterricht und/oder Türschwellendidaktik betreiben? Natürlich finden regelmäßig Schulungen und Fortbildungen statt zu unterschiedlichsten Themen, aber die Doku will ja viel weiter vorn ansetzen. Es geht um die Eignung als Lehrer; die berühmte Lehrerpersönlichkeit. Die kann dir niemand beibringen. Auf die wird aber nur gering Wert gelegt in der Ausbildung und das ist eben fatal, denn die ist ausschlaggebend dafür, wie gut oder schlecht Schüler lernen. 

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31. Januar um 17:18
In Antwort auf pugnus

Schön, dass hier offensichtlich schon zwei "Profis" zugange sind. Sobald ich die Doku gesehen habe, diskutiere ich mit.

Ich bin gespannt!

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31. Januar um 17:35
In Antwort auf thilda-1978

Wir sind um die 35 Kollegen im Lehrerzimmer und davon lässt sich ein Bruchteil Feedback der Schüler geben und wir sind schon recht weit vorn in der Entwicklung und beileibe kein „altes“ Lehrerzimmer. Keine Schule, die ich kenne, führt regelmäßig Unterrichtsbesuche bei „fertigen Lehrern“ durch, es sei denn, der Kollege ist neu oder die Beförderung winkt. Und, um ehrlich zu sein; wieviele Kollegen kennst du, von denen du weißt, dass sie Frontalunterricht und/oder Türschwellendidaktik betreiben? Natürlich finden regelmäßig Schulungen und Fortbildungen statt zu unterschiedlichsten Themen, aber die Doku will ja viel weiter vorn ansetzen. Es geht um die Eignung als Lehrer; die berühmte Lehrerpersönlichkeit. Die kann dir niemand beibringen. Auf die wird aber nur gering Wert gelegt in der Ausbildung und das ist eben fatal, denn die ist ausschlaggebend dafür, wie gut oder schlecht Schüler lernen. 

Ich sehe die Problematik wie du und finde diesen "Eignungsansatz" gut und zielführend. Es erinnert mich ein bisschen an die 80er und 90er, wo jeder Einser-Abiturient Medizin studierte, weil er halt die NC-Hürde mühelos passierte. Resultat: 
Durch dieses ausschließlich Noten orientierte System wurden Hunderte von "Lernmaschinen" Ärzte - soziale und empathische Kompetenzen? Irrelevant.

 

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31. Januar um 18:39
In Antwort auf thilda-1978

Die Qualität des Unterrichts und die Leistung der Schüler steht und fällt mit dem Lehrer, so die Theorie des Bildungsforschers John Hattie. Ich habe eine Dokumentation zu diesem Thema gefunden; wer Lust hat, schaut mal rein und vielleicht entwickelt sich eine schöne Diskussion zu dem Thema. Ich bin gespannt!  


Wissenschaftsdoku: Klasse Lehrer?
Qualität der Lehrenden unter die Lupe nehmen

Wenn Schüler versagen, suchen wir die Ursachen schnell in zu großen Klassen, in schlechter technischer Ausstattung, im Elternhaus. Dabei ist für den Schulerfolg vor allem der Lehrende wichtig. 
Umfassende Studien haben herausgefunden, dass eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden der wichtigste Faktor für den Lernerfolg ist - dabei aber Lehrer ihr Verhalten und ihren Unterricht viel zu selten hinterfragen. Was macht einen guten Lehrer aus? 

Von Anfang an praktische Erfahrungen sammeln
An der Universität Passau gibt es einen deutschlandweit einmaligen Eignungstest. Wie in einem Assessment-Center präsentieren sich die Studienanwärter – Professor für Schulpädagogik Norbert Seibert rät am Schluss einigen vom Studium ab. Der Test ist freiwillig. In Finnland ist das anders. An der Universität Helsinki will man von vorne herein pädagogisch ungeeignete Kandidaten ausschließen. Nur zehn Prozent aller Lehramtsanwärter bestehen den Test. Anders als in Deutschland sammeln die Studierenden von Anfang an praktische Erfahrungen an den Schulen, nehmen am Unterricht teil und werden von den Lehrern beurteilt. 

Lange waren Lehrer Einzelkämpfer
Doch ausgerechnet gegen Bewertungen wehren sich viele Lehrer. Die Hermann-Lietz-Schule auf Spiekeroog geht einen anderen Weg. Sie folgt den Erkenntnissen des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie. Seine These: Lehrer brauchen Feedback, um ihre Methoden optimal auf die Schüler einzustellen. Deshalb beurteilen die Schüler Unterricht, Verständlichkeit und auch das Vertrauensverhältnis. Lange waren Lehrer Einzelkämpfer. Langsam ändert sich das. An der Berliner Heinz-Brandt-Schule arbeiten multiprofessionelle Teams aus Lehrern und Pädagogen zusammen, beraten und unterstützen sich. Noch gibt es zu wenig von diesen Ansätzen. Es wird Zeit, die Qualität der Lehrenden unter die Lupe zu nehmen.
(">https://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/197966/index.html

Dokumentation:
">http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76388

 

Was du in deinem ersten Absatz schreibst, kann ich bestätigen, bzw sehe ich genau so. ....

Ein guter Lehrender (Lehrer) zu sein , ist eine Berufung.

. Pädagogisch fallen da schon viele duch, ...

.Aber auch fachlich, ...Fällt mir immer wieder bei Mathelehrern auf. Wer Mathe nur irgendwie hochtrabend erklären kann, dessen Schüler werden die Themen nicht verstehen, und selbst gute Matheschüler verlieren die Lust an Mathe ,....

Lässt sich aber hier nichts dran ändern, mind 2 Jahre muss die Klasse diesen Lehrer "aushalten" 

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31. Januar um 18:43

"Berufung" - ein toller thematischer Sidekick; ein jeder sollte das machen, wozu er sich "berufen" fühlt. Stichwort: innere Stimme. Doch dazu sollte man sich erstmal kennen(lernen) ...

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31. Januar um 19:27


Die richtige Schule hat mich gerettet. Menschlich und schulisch. 
Und ja, pugnus, da wo mein Herzblut schlägt, da bin ich richtig. Auch beruflich. 

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31. Januar um 19:35
In Antwort auf misspedschie4

Was du in deinem ersten Absatz schreibst, kann ich bestätigen, bzw sehe ich genau so. ....

Ein guter Lehrender (Lehrer) zu sein , ist eine Berufung.

. Pädagogisch fallen da schon viele duch, ...

.Aber auch fachlich, ...Fällt mir immer wieder bei Mathelehrern auf. Wer Mathe nur irgendwie hochtrabend erklären kann, dessen Schüler werden die Themen nicht verstehen, und selbst gute Matheschüler verlieren die Lust an Mathe ,....

Lässt sich aber hier nichts dran ändern, mind 2 Jahre muss die Klasse diesen Lehrer "aushalten" 

Der Beruf als Berufung, genau! Das sollte bei vielen Berufen der Fall sein - pugnus erwähnte ja die Ärzte bereits -, aber bei Lehrern ganz sicher auch. Wenn man nicht mit Herzblut Lehrer ist, sollte man es lassen. 

Es geht ja genau darum, dass sich „das Aushalten“ ändern soll dadurch, dass der Blick auf die Eignung zum Beruf gelenkt wird. 

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31. Januar um 19:49
In Antwort auf thilda-1978

Der Beruf als Berufung, genau! Das sollte bei vielen Berufen der Fall sein - pugnus erwähnte ja die Ärzte bereits -, aber bei Lehrern ganz sicher auch. Wenn man nicht mit Herzblut Lehrer ist, sollte man es lassen. 

Es geht ja genau darum, dass sich „das Aushalten“ ändern soll dadurch, dass der Blick auf die Eignung zum Beruf gelenkt wird. 


ob das feedback bei einem Lehrer nicht sowieso schon rüberkommt? Er muss nicht fragen, ich denke,  er spürt das! Die Schüler sind sehr ehrlich, die hören nicht zu oder schwatzen oder schreiben untereinander. Also stimmt was nicht. 

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31. Januar um 19:56
In Antwort auf thilda-1978

Die Qualität des Unterrichts und die Leistung der Schüler steht und fällt mit dem Lehrer, so die Theorie des Bildungsforschers John Hattie. Ich habe eine Dokumentation zu diesem Thema gefunden; wer Lust hat, schaut mal rein und vielleicht entwickelt sich eine schöne Diskussion zu dem Thema. Ich bin gespannt!  


Wissenschaftsdoku: Klasse Lehrer?
Qualität der Lehrenden unter die Lupe nehmen

Wenn Schüler versagen, suchen wir die Ursachen schnell in zu großen Klassen, in schlechter technischer Ausstattung, im Elternhaus. Dabei ist für den Schulerfolg vor allem der Lehrende wichtig. 
Umfassende Studien haben herausgefunden, dass eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden der wichtigste Faktor für den Lernerfolg ist - dabei aber Lehrer ihr Verhalten und ihren Unterricht viel zu selten hinterfragen. Was macht einen guten Lehrer aus? 

Von Anfang an praktische Erfahrungen sammeln
An der Universität Passau gibt es einen deutschlandweit einmaligen Eignungstest. Wie in einem Assessment-Center präsentieren sich die Studienanwärter – Professor für Schulpädagogik Norbert Seibert rät am Schluss einigen vom Studium ab. Der Test ist freiwillig. In Finnland ist das anders. An der Universität Helsinki will man von vorne herein pädagogisch ungeeignete Kandidaten ausschließen. Nur zehn Prozent aller Lehramtsanwärter bestehen den Test. Anders als in Deutschland sammeln die Studierenden von Anfang an praktische Erfahrungen an den Schulen, nehmen am Unterricht teil und werden von den Lehrern beurteilt. 

Lange waren Lehrer Einzelkämpfer
Doch ausgerechnet gegen Bewertungen wehren sich viele Lehrer. Die Hermann-Lietz-Schule auf Spiekeroog geht einen anderen Weg. Sie folgt den Erkenntnissen des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie. Seine These: Lehrer brauchen Feedback, um ihre Methoden optimal auf die Schüler einzustellen. Deshalb beurteilen die Schüler Unterricht, Verständlichkeit und auch das Vertrauensverhältnis. Lange waren Lehrer Einzelkämpfer. Langsam ändert sich das. An der Berliner Heinz-Brandt-Schule arbeiten multiprofessionelle Teams aus Lehrern und Pädagogen zusammen, beraten und unterstützen sich. Noch gibt es zu wenig von diesen Ansätzen. Es wird Zeit, die Qualität der Lehrenden unter die Lupe zu nehmen.
(">https://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/197966/index.html

Dokumentation:
">http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76388

 

ich kann da nur nach meinen Erfahrungen mit Lehrern gehen - und die sind (milde formuliert) sehr, sehr durchwachsen.

Bei der letzten Klassenleiterin meines Sohnes hatte ich das Gefühl, die ist auf einem anderen Planeten zu Hause.
Da ergaben sich Situationen wie: "Können Sie mal bitte morgen zwischen 10 und 11 in meine Sprechstunde kommen?" "Muss ich mal sehen, ob ich so kurzfristig Urlaub nehmen kann, wo brennt es denn?" "Nein, da brauchen Sie keinen Urlaub nehmen, kommen Sie einfach 14 Uhr" WTF?!?
Ach ja, sie wollte mit mir sprechen, weil ich in der Woche davor nicht beim Elternabend sein konnte, mit der Begründung, dass ich 18 Uhr nicht schaffe, weil meine Kernzeit erst 16:30 endet - und es dann ein sehr, sehr weiter Weg ist.

Mit der Klassenleiterin jetzt habe ich hingegen sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann sich auch mal per Telefon oder WA austauschen und muss nicht immer zu Terminen in der Schule antreten. Sie fragt regelmässig nach Feedback, ist engagiert und hat mir schon so einige Tücken des Dschungels erklärt, zu dem die Schule seit meiner Schulzeit geworden ist.

Ob es sinnvoll ist, Lehrer von Schülern bewerten zu lassen - habe ich meine Zweifel ehrlich gesagt, dazu hat sich meine Einschätzung meiner Lehrer einige Jahre nach der Schulzeit zu deutlich geändert.

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31. Januar um 19:56
In Antwort auf micky790


ob das feedback bei einem Lehrer nicht sowieso schon rüberkommt? Er muss nicht fragen, ich denke,  er spürt das! Die Schüler sind sehr ehrlich, die hören nicht zu oder schwatzen oder schreiben untereinander. Also stimmt was nicht. 

Es geht um expliziteres Feedback. Beispielsweise frage ich, wenn ich einen Lerninhalt mit einer Methode vermittelt habe, ob meine Schüler den Inhalt so nachvollziehen konnten, oder ob es zu kompliziert/einfach war. So entstehen im Dialog z.T kreative Methoden, auf die ich in der Form vielleicht nicht gekommen wäre. 
Der Lebensweltbezug muss gewährleistet sein. Bin ich transparent, was den Sinn der Inhalte angeht, also ist nachvollziehbar geworden, warum sie das lernen sollten. Usw usw 

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31. Januar um 19:59
In Antwort auf thilda-1978

Es geht um expliziteres Feedback. Beispielsweise frage ich, wenn ich einen Lerninhalt mit einer Methode vermittelt habe, ob meine Schüler den Inhalt so nachvollziehen konnten, oder ob es zu kompliziert/einfach war. So entstehen im Dialog z.T kreative Methoden, auf die ich in der Form vielleicht nicht gekommen wäre. 
Der Lebensweltbezug muss gewährleistet sein. Bin ich transparent, was den Sinn der Inhalte angeht, also ist nachvollziehbar geworden, warum sie das lernen sollten. Usw usw 


Was unterrichtest du für Fächer? Und in welcher Stufe, Alter?

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31. Januar um 20:06
In Antwort auf avarrassterne1

ich kann da nur nach meinen Erfahrungen mit Lehrern gehen - und die sind (milde formuliert) sehr, sehr durchwachsen.

Bei der letzten Klassenleiterin meines Sohnes hatte ich das Gefühl, die ist auf einem anderen Planeten zu Hause.
Da ergaben sich Situationen wie: "Können Sie mal bitte morgen zwischen 10 und 11 in meine Sprechstunde kommen?" "Muss ich mal sehen, ob ich so kurzfristig Urlaub nehmen kann, wo brennt es denn?" "Nein, da brauchen Sie keinen Urlaub nehmen, kommen Sie einfach 14 Uhr" WTF?!?
Ach ja, sie wollte mit mir sprechen, weil ich in der Woche davor nicht beim Elternabend sein konnte, mit der Begründung, dass ich 18 Uhr nicht schaffe, weil meine Kernzeit erst 16:30 endet - und es dann ein sehr, sehr weiter Weg ist.

Mit der Klassenleiterin jetzt habe ich hingegen sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann sich auch mal per Telefon oder WA austauschen und muss nicht immer zu Terminen in der Schule antreten. Sie fragt regelmässig nach Feedback, ist engagiert und hat mir schon so einige Tücken des Dschungels erklärt, zu dem die Schule seit meiner Schulzeit geworden ist.

Ob es sinnvoll ist, Lehrer von Schülern bewerten zu lassen - habe ich meine Zweifel ehrlich gesagt, dazu hat sich meine Einschätzung meiner Lehrer einige Jahre nach der Schulzeit zu deutlich geändert.

Es geht beim Feedback nicht um die Bewertung nach dem Motto „Frau CX ist so toll, die gibt uns nie Hausaufgaben auf.“, sondern darum, ob der Lehrer in der Lage ist, Inhalte zu vermitteln und zu motivieren. 
Da habe ich bislang kaum Schüler erlebt, die da persönlich werden oder ungerecht sind.

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31. Januar um 20:18
In Antwort auf thilda-1978

Es geht beim Feedback nicht um die Bewertung nach dem Motto „Frau CX ist so toll, die gibt uns nie Hausaufgaben auf.“, sondern darum, ob der Lehrer in der Lage ist, Inhalte zu vermitteln und zu motivieren. 
Da habe ich bislang kaum Schüler erlebt, die da persönlich werden oder ungerecht sind.

selbst das... ich erinnere mich an einige Lehrerinnen, die konnten uns den Stoff wirklich suuuuuuuuper vermitteln.
Bis 2 Jahre später oder im nächsten Schuljahr ein anderer Lehrer kam und wir herausfanden, dass sie eigentlich die ganze Zeit nur wesentlich zu low-level unterwegs war. Also genau genommen hätte ich zu der Zeit gesagt, dass Lehrer 2 überhaupt nichts erklären kann, alles total kompliziert macht, irrsinnig mit den Hausaufgaben streßt, uns quasi keine Freizeit mehr übrig lässt, viel zu schnell durch den Stoff geht und echt fies in den Noten ist. Heute weiß ich, dass er gar keine andere Wahl hatte, um uns irgendwie noch noch prüfungsreif zu bekommen.

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31. Januar um 20:19
In Antwort auf thilda-1978

Der Beruf als Berufung, genau! Das sollte bei vielen Berufen der Fall sein - pugnus erwähnte ja die Ärzte bereits -, aber bei Lehrern ganz sicher auch. Wenn man nicht mit Herzblut Lehrer ist, sollte man es lassen. 

Es geht ja genau darum, dass sich „das Aushalten“ ändern soll dadurch, dass der Blick auf die Eignung zum Beruf gelenkt wird. 

Ja,  das wäre ein Traum , ....nur noch "Herzblutlehrer"

Ja, klar ist in vielen Berufen so, dass eine " Berufung "dazu gehört. 

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31. Januar um 20:33
In Antwort auf micky790


Was unterrichtest du für Fächer? Und in welcher Stufe, Alter?

Hauptsächlich Deutsch und Politik in den Klassen 5-10.

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31. Januar um 20:44


Das Alter und die Fächer finde ich sehr gut um  wirklich mit den Schülern ein konstruktives Gespräch zu führen. Ich hätte das sehr geschätzt. Ich habe von 16-19 eine tolle Schule besucht. Mach weiter so. 

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31. Januar um 21:03
In Antwort auf thilda-1978

Wir sind um die 35 Kollegen im Lehrerzimmer und davon lässt sich ein Bruchteil Feedback der Schüler geben und wir sind schon recht weit vorn in der Entwicklung und beileibe kein „altes“ Lehrerzimmer. Keine Schule, die ich kenne, führt regelmäßig Unterrichtsbesuche bei „fertigen Lehrern“ durch, es sei denn, der Kollege ist neu oder die Beförderung winkt. Und, um ehrlich zu sein; wieviele Kollegen kennst du, von denen du weißt, dass sie Frontalunterricht und/oder Türschwellendidaktik betreiben? Natürlich finden regelmäßig Schulungen und Fortbildungen statt zu unterschiedlichsten Themen, aber die Doku will ja viel weiter vorn ansetzen. Es geht um die Eignung als Lehrer; die berühmte Lehrerpersönlichkeit. Die kann dir niemand beibringen. Auf die wird aber nur gering Wert gelegt in der Ausbildung und das ist eben fatal, denn die ist ausschlaggebend dafür, wie gut oder schlecht Schüler lernen. 

Ich hab die Doku (noch) nicht gesehen. Muss aber gerade an einen Lehrer während meiner Ausbildung denken der das damals vor über 10 Jahren auch immer bemängelt hat. Er meinte die studieren hier fast komplett fertig bis sie das erste mal auf Schüler treffen und dann feststellen das ist gar nicht ihr Beruf, das haut nicht hin.

Also ich finde so eine Art Eignungstest gut oder/und deutlich früheres zusammenarbeiten mit Schülern. 


Wir bekommen jetzt nach den Winterferien übrigens wieder eine neue Klassenlehrerin, auch relativ jung und sie soll wohl auch sehr engagiert sein laut Erzieher. 
Unser Erzieher ist ja ne lockere "coole Socke" mit dem man sich offen unterhalten kann und er hat halt gesagt sie ist jung, möchte was bewegen, alle mitnehmen etc. Er meinte manch ältere, kurz vor der Pension die ziehen einfach ihr Programm durch, wenn da manche nicht mitkommen dann ist das halt so...ja.
Naja. 



Nur vorweg: ich möchte hier jetzt keine älteren Lehrer fertig machen 

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31. Januar um 21:08
In Antwort auf kapuzze

Ich hab die Doku (noch) nicht gesehen. Muss aber gerade an einen Lehrer während meiner Ausbildung denken der das damals vor über 10 Jahren auch immer bemängelt hat. Er meinte die studieren hier fast komplett fertig bis sie das erste mal auf Schüler treffen und dann feststellen das ist gar nicht ihr Beruf, das haut nicht hin.

Also ich finde so eine Art Eignungstest gut oder/und deutlich früheres zusammenarbeiten mit Schülern. 


Wir bekommen jetzt nach den Winterferien übrigens wieder eine neue Klassenlehrerin, auch relativ jung und sie soll wohl auch sehr engagiert sein laut Erzieher. 
Unser Erzieher ist ja ne lockere "coole Socke" mit dem man sich offen unterhalten kann und er hat halt gesagt sie ist jung, möchte was bewegen, alle mitnehmen etc. Er meinte manch ältere, kurz vor der Pension die ziehen einfach ihr Programm durch, wenn da manche nicht mitkommen dann ist das halt so...ja.
Naja. 



Nur vorweg: ich möchte hier jetzt keine älteren Lehrer fertig machen 

Schau dir die Doku mal an. Das finnische System ist in der Ausbildung um Längen besser, was das „Zusammentreffen“ von Lehrern und Schülern angeht. 

Es ist auch keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit. Frisch aus dem Studium bedeutet noch lange nicht, motiviert und „heiß“ auf Unterricht. 

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1. Februar um 7:39

Wer zu sehr brennt, brennt auch schnell aus. Wobei man auch festhalten muss, dass sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren massiv verändert haben. Da deckt sich auch manches nicht mehr mit dem Berufsbild, das einige ältere Lehrer studiert haben, vielleicht auch damals aus Berufung. Ich würde mal per se nicht absprechen, dass manche heute „ätzende“ Lehrer vor zehn-fünfzehn Jahren gut waren. 
Davon ab: Man kommt doch schon während des Studiums mit Schülern in Kontakt... zumindest in Ba-Wü muss man ein Unterrichtspraktikum im Grundstudium machen. Da müsste man meiner Meinung nach eher bei den Betreuungslehrern für die Praktikanten drehen. Die sollten ehrliche und klare Einschätzungen abgeben: Du kannst das! Oder eben auch ehrlich: Das wird nix! 
Allerdings erlebe ich in meinem (nun nicht mehr deutschen) Umfeld aber wirklich, dass nahezu alle jungen KollegInnen motiviert, pädagogisch fit, schülernah und -interessiert sind. Deswegen sehe ich das auch nicht so kritisch wie viele hier.
Und ich würde auch nicht im Traum meine Uraltlehrer von anno dazumal mit den Lehrern und deren Anforderungen/Aufgaben heute vergleichen.

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1. Februar um 14:54

So, inzwischen habe ich die 3Sat-Doku auch gesehen und muss sagen: Ich bin vom finnischen Model begeistert!

Aber im Gegensatz zur Schulleiterin, die da sagt: Der Lehrer soll nicht lehren, sondern den Lernenden lediglich begleiten, möchte ich daraus keine ideologische Entweder-oder-Entscheidung herbeiführen wollen, sondern eine Sowohl-als-auch-Entscheidung. Der Lehrer ist Lehrender und Lernbegleiter!

Am Ende des Films stellte ich wieder fest, wie gerne ich doch Lehrer geworden wäre ...

... und nur zu gerne würde ich diesen Lehrer-Eignungstest an der Uni Passau mal mitmachen...
 

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1. Februar um 15:07
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Wer zu sehr brennt, brennt auch schnell aus. Wobei man auch festhalten muss, dass sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren massiv verändert haben. Da deckt sich auch manches nicht mehr mit dem Berufsbild, das einige ältere Lehrer studiert haben, vielleicht auch damals aus Berufung. Ich würde mal per se nicht absprechen, dass manche heute „ätzende“ Lehrer vor zehn-fünfzehn Jahren gut waren. 
Davon ab: Man kommt doch schon während des Studiums mit Schülern in Kontakt... zumindest in Ba-Wü muss man ein Unterrichtspraktikum im Grundstudium machen. Da müsste man meiner Meinung nach eher bei den Betreuungslehrern für die Praktikanten drehen. Die sollten ehrliche und klare Einschätzungen abgeben: Du kannst das! Oder eben auch ehrlich: Das wird nix! 
Allerdings erlebe ich in meinem (nun nicht mehr deutschen) Umfeld aber wirklich, dass nahezu alle jungen KollegInnen motiviert, pädagogisch fit, schülernah und -interessiert sind. Deswegen sehe ich das auch nicht so kritisch wie viele hier.
Und ich würde auch nicht im Traum meine Uraltlehrer von anno dazumal mit den Lehrern und deren Anforderungen/Aufgaben heute vergleichen.

Hast du die Doku denn gesehen? Da wird all das thematisiert; eben auch die neuen Anforderungen und Aufgaben, die ein Lehrer heute erfüllen muss. Die Doku endet damit, dass ein guter Lehrer ein Teamplayer ist, der sich permanent Feedback und Kritik von Kollegen und Schülern holt. Davon sind aber viele Kollegen meilenweit entfernt; in meiner Erfahrung jedenfalls und deswegen sehe ich das so kritisch. Super, wenn es in deinem Umfeld funktioniert! 👍🏻
In welchem Land unterrichtest du?

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1. Februar um 15:16
In Antwort auf pugnus

So, inzwischen habe ich die 3Sat-Doku auch gesehen und muss sagen: Ich bin vom finnischen Model begeistert!

Aber im Gegensatz zur Schulleiterin, die da sagt: Der Lehrer soll nicht lehren, sondern den Lernenden lediglich begleiten, möchte ich daraus keine ideologische Entweder-oder-Entscheidung herbeiführen wollen, sondern eine Sowohl-als-auch-Entscheidung. Der Lehrer ist Lehrender und Lernbegleiter!

Am Ende des Films stellte ich wieder fest, wie gerne ich doch Lehrer geworden wäre ...

... und nur zu gerne würde ich diesen Lehrer-Eignungstest an der Uni Passau mal mitmachen...
 

Ich sehe die Bezeichnung auch eher kritisch. Passender finde ich die Definition von Petja Meidlinger (ich glaube, dass sie es gesagt hat), dass ein guter Lehrer lehrt und erzieht und sich dabei ständig selbst reflektiert und so an und mit seinen Aufgaben wächst. 

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1. Februar um 15:42
In Antwort auf thilda-1978

Ich sehe die Bezeichnung auch eher kritisch. Passender finde ich die Definition von Petja Meidlinger (ich glaube, dass sie es gesagt hat), dass ein guter Lehrer lehrt und erzieht und sich dabei ständig selbst reflektiert und so an und mit seinen Aufgaben wächst. 

Als gesellschaftliches Ziel leite ich aus dieser Aussage den Anspruch ab, idealerweise jede Ausbildung so zu verinnerlichen, dass es einer "Berufung" gleichkommt.

Weg von dem Jobdenken, hin zur erfüllenden Berufung.

Nur Wenigen ist es vergönnt, dieses auch in der Realtität zu leben...

Beneidenswert...

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1. Februar um 16:08

Wie schade, dass sich die Pauker nur mit Zucht, Ordnung und einem Kasernenton durchsetzen konnten. Ein Armutszeugnis...

Ich gehöre da eher zu den „Schwächlingen“, die auf Kommunikation und Zusammenarbeit stehen und ich bin noch nie aus einem Klassenzimmer geflüchtet und mit meiner Durchsetzungskraft gibt’s auch kein Problem! 😁

Ja! Meine Schüler sind spitze! Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel...

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1. Februar um 16:09

Und ich machte auf meinem Gymnasium, ebenfalls in den 70ern, genau die gegenteiligen Erfahrungen: Bis auf den Mathe- und Physiklehrer sahen alle aus, als ob sie direkt von einer APO-Demonstration kommen: selbstgestrickete Pullover, Hornbrillen und schulterlange Haare. Im Sommer glich der Unterricht einem Open Air-Happening; wir diskutierten unter freiem Himmel über Gott und die Welt.

Halt, da fällt mir doch tatsächlich noch so ein echter "Pauker" ein; den hatten wir in Geschichte und der hielt den langweiligsten Frontalunterricht, den man sich denken kann. Es staubte förmlich in der Klasse.. 

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1. Februar um 16:39
In Antwort auf pugnus

Als gesellschaftliches Ziel leite ich aus dieser Aussage den Anspruch ab, idealerweise jede Ausbildung so zu verinnerlichen, dass es einer "Berufung" gleichkommt.

Weg von dem Jobdenken, hin zur erfüllenden Berufung.

Nur Wenigen ist es vergönnt, dieses auch in der Realtität zu leben...

Beneidenswert...


Das sehe ich genau so. Wenn man seinen Beruf liebt und mit viel Herzblut macht, und vor allem in ihm einen Sinn sieht,  dann ist das sehr identitätsstiftend. Ich konnte mir das bewahren und bin dankbar dafür.

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1. Februar um 17:32

Das Absacken der Leistung hat andere Gründe

vielen Eltern ist es oftmals egal wie ihre Kinder lernen

dazu kommt vermehrte mangelnde Deutschkenntnisse

und und und

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1. Februar um 18:25

So, ich habe mir heute Mittag die Doku angesehen. Es war sehr interessant! 
Das bestätigt mir meine Meinung, die ich seit Jahren vertrete... 
Der Lernerfolg steht und fällt mit dem Lehrer! Ein Lehrer, der mit Spaß an seinem Fach unterrichtet und die Schüler damit begeistern kann erreicht mehr als ein Lehrer, der Unterricht nach Lehrplan macht und seinen Sermon durchzieht. Auch "trockene" Fächer wie Mathe, Wirtschaft, Geschichte, etc können von einem guten Lehrer bei den Kindern Interesse und Spaß am Lernen wecken. 
Finnland ist seit Jahren das absolute Positivbeispiel für gelungene Schule und Lernerfolge! Und ich frage mich seit Jahren, warum man hier in Deutschland nicht in der Lage ist, dieses System zu übernehmen.
Es zeigt doch ganz klar, dass Kinder dann am meisten lernen, wenn sie das tun können woran sie Interesse haben und nicht wann es der Stunden- oder Lehrplan vorsieht! Sie arbeiten in Kleingruppen, in Einzelarbeit etc
So arbeiten wir auch im Elementarbereich... wir setzen an den Fähigkeiten und Interessen der Kinder an und fördern diese mit gezielten Bildungsangeboten. Das erzielt den höchsten Erfolg! Die Kinder haben Spaß, haben Erfolgserlebnisse und "Hunger" nach mehr! 

Die nächste Frage, die ich mir stelle ist, warum jedes Bundesland in D sein eigenes Bildungssüppchen brauen darf... das gehört deutschlandweit vereinheitlicht! 

Ich wünsche mir auch, dass sich mehr angehende Lehramtsstudenten diesem freiwillen Eignungstest unterziehen würden... der Beruf des Lehrers wird unterschätzt, bzw aus falschen Motiven gewählt... nicht von allen, aber von einigen! 
 

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1. Februar um 18:34
In Antwort auf theola

Das Absacken der Leistung hat andere Gründe

vielen Eltern ist es oftmals egal wie ihre Kinder lernen

dazu kommt vermehrte mangelnde Deutschkenntnisse

und und und

Vielen Dank für deine wissenschaftlich fundierte Bewertung! 

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1. Februar um 18:42
In Antwort auf miezekatzerl

So, ich habe mir heute Mittag die Doku angesehen. Es war sehr interessant! 
Das bestätigt mir meine Meinung, die ich seit Jahren vertrete... 
Der Lernerfolg steht und fällt mit dem Lehrer! Ein Lehrer, der mit Spaß an seinem Fach unterrichtet und die Schüler damit begeistern kann erreicht mehr als ein Lehrer, der Unterricht nach Lehrplan macht und seinen Sermon durchzieht. Auch "trockene" Fächer wie Mathe, Wirtschaft, Geschichte, etc können von einem guten Lehrer bei den Kindern Interesse und Spaß am Lernen wecken. 
Finnland ist seit Jahren das absolute Positivbeispiel für gelungene Schule und Lernerfolge! Und ich frage mich seit Jahren, warum man hier in Deutschland nicht in der Lage ist, dieses System zu übernehmen.
Es zeigt doch ganz klar, dass Kinder dann am meisten lernen, wenn sie das tun können woran sie Interesse haben und nicht wann es der Stunden- oder Lehrplan vorsieht! Sie arbeiten in Kleingruppen, in Einzelarbeit etc
So arbeiten wir auch im Elementarbereich... wir setzen an den Fähigkeiten und Interessen der Kinder an und fördern diese mit gezielten Bildungsangeboten. Das erzielt den höchsten Erfolg! Die Kinder haben Spaß, haben Erfolgserlebnisse und "Hunger" nach mehr! 

Die nächste Frage, die ich mir stelle ist, warum jedes Bundesland in D sein eigenes Bildungssüppchen brauen darf... das gehört deutschlandweit vereinheitlicht! 

Ich wünsche mir auch, dass sich mehr angehende Lehramtsstudenten diesem freiwillen Eignungstest unterziehen würden... der Beruf des Lehrers wird unterschätzt, bzw aus falschen Motiven gewählt... nicht von allen, aber von einigen! 
 

Es gibt einzelne „Inseln“ in Deutschland, auf denen diese sinnvollen Konzepte umgesetzt und ausprobiert werden, aber so richtig durchgesetzt hat sich das noch nicht. Aber Schule wandelt sich immer mehr und vielleicht lernt man irgendwann endgültig aus den positiven Beispielen. Der Föderalismus in der Bildungspolitik ist veraltet und es würde Sinn machen, da eine einheitliche Lösung zu finden; das sehe ich genau so!

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1. Februar um 18:43

Politik ab Klasse 7, Deutsch ab Klasse 5, beide Fächer bis Klasse 10. 

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1. Februar um 19:15

GENAU das ist das Problem...nur weil man Abi hat ist man nicht per se geeignet Lehrer zu werden...

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1. Februar um 19:18
In Antwort auf miezekatzerl

So, ich habe mir heute Mittag die Doku angesehen. Es war sehr interessant! 
Das bestätigt mir meine Meinung, die ich seit Jahren vertrete... 
Der Lernerfolg steht und fällt mit dem Lehrer! Ein Lehrer, der mit Spaß an seinem Fach unterrichtet und die Schüler damit begeistern kann erreicht mehr als ein Lehrer, der Unterricht nach Lehrplan macht und seinen Sermon durchzieht. Auch "trockene" Fächer wie Mathe, Wirtschaft, Geschichte, etc können von einem guten Lehrer bei den Kindern Interesse und Spaß am Lernen wecken. 
Finnland ist seit Jahren das absolute Positivbeispiel für gelungene Schule und Lernerfolge! Und ich frage mich seit Jahren, warum man hier in Deutschland nicht in der Lage ist, dieses System zu übernehmen.
Es zeigt doch ganz klar, dass Kinder dann am meisten lernen, wenn sie das tun können woran sie Interesse haben und nicht wann es der Stunden- oder Lehrplan vorsieht! Sie arbeiten in Kleingruppen, in Einzelarbeit etc
So arbeiten wir auch im Elementarbereich... wir setzen an den Fähigkeiten und Interessen der Kinder an und fördern diese mit gezielten Bildungsangeboten. Das erzielt den höchsten Erfolg! Die Kinder haben Spaß, haben Erfolgserlebnisse und "Hunger" nach mehr! 

Die nächste Frage, die ich mir stelle ist, warum jedes Bundesland in D sein eigenes Bildungssüppchen brauen darf... das gehört deutschlandweit vereinheitlicht! 

Ich wünsche mir auch, dass sich mehr angehende Lehramtsstudenten diesem freiwillen Eignungstest unterziehen würden... der Beruf des Lehrers wird unterschätzt, bzw aus falschen Motiven gewählt... nicht von allen, aber von einigen! 
 

Warum das System "Finnland" hierzulande extremen Störfaktoren ausgesetzt wäre, kann ich dir sagen: Finnlands Schüler sind eine ethnisch und kulturell deutlich homogenere Gemeinschaft! Keine Sprachprobleme, keine religiös-kulturellen Konflikte.

Dort ist der Lehrer noch Lehrer und kein Dompteur, so wie teilweise bei uns!

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1. Februar um 19:19
In Antwort auf thilda-1978

Es gibt einzelne „Inseln“ in Deutschland, auf denen diese sinnvollen Konzepte umgesetzt und ausprobiert werden, aber so richtig durchgesetzt hat sich das noch nicht. Aber Schule wandelt sich immer mehr und vielleicht lernt man irgendwann endgültig aus den positiven Beispielen. Der Föderalismus in der Bildungspolitik ist veraltet und es würde Sinn machen, da eine einheitliche Lösung zu finden; das sehe ich genau so!

Ja, das kam da ja und vor ein paar Jahren hatte ich mal in einer Doku was über eine Schule, ich meine in BW gesehen, die auch nach finnischem Vorbild arbeitet. Es wäre wünschenswert wenn die Damen und Herren in den Bildungsministerien erkennen würden, dass wir eine Reform nach finnischem Vorbild brauchen. 

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1. Februar um 19:26
In Antwort auf pugnus

Warum das System "Finnland" hierzulande extremen Störfaktoren ausgesetzt wäre, kann ich dir sagen: Finnlands Schüler sind eine ethnisch und kulturell deutlich homogenere Gemeinschaft! Keine Sprachprobleme, keine religiös-kulturellen Konflikte.

Dort ist der Lehrer noch Lehrer und kein Dompteur, so wie teilweise bei uns!

Ich glaube daran, dass dieses Modell auch in unserer Gesellschaft funktionieren kann. Was sollte die Religiosität mit dem Unterrichtsstil zu tun haben? Und wenn die Kinder von Klasse 1 an, damit aufwachsen, sehe ich darin eine große Chance! 

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1. Februar um 19:27
In Antwort auf pugnus

Warum das System "Finnland" hierzulande extremen Störfaktoren ausgesetzt wäre, kann ich dir sagen: Finnlands Schüler sind eine ethnisch und kulturell deutlich homogenere Gemeinschaft! Keine Sprachprobleme, keine religiös-kulturellen Konflikte.

Dort ist der Lehrer noch Lehrer und kein Dompteur, so wie teilweise bei uns!

Wenn... dann sehe ich eher helikopternde Eltern als das Problem an, weswegen diese Unterrichtsform scheitern könnte! 

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1. Februar um 19:45
In Antwort auf miezekatzerl

Wenn... dann sehe ich eher helikopternde Eltern als das Problem an, weswegen diese Unterrichtsform scheitern könnte! 

Helikopterne Eltern? Unwort des Jahres 2019alle Eltern mit Huuubsxhraubääär

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1. Februar um 19:49

Habe ich das gesagt??? Nein, du schriebst, dass heute jeder Elias Lehrer werden kann!!! An dieser Stelle beende ich die Diskussion mit dir.

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1. Februar um 20:07
In Antwort auf pugnus

Warum das System "Finnland" hierzulande extremen Störfaktoren ausgesetzt wäre, kann ich dir sagen: Finnlands Schüler sind eine ethnisch und kulturell deutlich homogenere Gemeinschaft! Keine Sprachprobleme, keine religiös-kulturellen Konflikte.

Dort ist der Lehrer noch Lehrer und kein Dompteur, so wie teilweise bei uns!

Das hat Mieze nicht gefragt! Sie wollte wissen, warum das finnische System nicht übernommen wird. 

Beim Rest irrst du! Gerade bei nicht homogenen Gruppen ist das finnische System der Interessen- und Fähigkeitenförderung sinnvoll.

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1. Februar um 20:11
In Antwort auf thilda-1978

Das hat Mieze nicht gefragt! Sie wollte wissen, warum das finnische System nicht übernommen wird. 

Beim Rest irrst du! Gerade bei nicht homogenen Gruppen ist das finnische System der Interessen- und Fähigkeitenförderung sinnvoll.

Sehe ich ganz genauso.

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1. Februar um 20:13
In Antwort auf thilda-1978

Das hat Mieze nicht gefragt! Sie wollte wissen, warum das finnische System nicht übernommen wird. 

Beim Rest irrst du! Gerade bei nicht homogenen Gruppen ist das finnische System der Interessen- und Fähigkeitenförderung sinnvoll.

Wo siehst du beim finnischen System eine Sprachförderung? Dieser "hautnahe" Unterricht erfordert gute Sprachkenntnisse. Und soziokulturelle Kenntnisse. 
Ich sehe bei diesem System keine integrativen Ansätze für Ausländer.

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1. Februar um 20:27
In Antwort auf pugnus

Wo siehst du beim finnischen System eine Sprachförderung? Dieser "hautnahe" Unterricht erfordert gute Sprachkenntnisse. Und soziokulturelle Kenntnisse. 
Ich sehe bei diesem System keine integrativen Ansätze für Ausländer.

Das finnische System der Interessen und Fähigkeitenförderung macht ebenfalls Sinn in einem System, in dem es völlig unterschiedliche Sprachkenntnisse gibt, ich verstehe gar nicht, dass das nicht nachvollziehbar ist. Wenn zb Emil für eine anstehende Klausur Mathe lernen muss und deshalb zu Frau CY in den Unterricht geht, muss Ahmed sein Deutsch verbessern und besucht deshalb erstmal den DAZ-Unterricht bei Herrn YC. 
Mehr Integration geht nicht. 
Es gibt Bildungsziele, aber eben völlig flexible Lehrpläne, die der Lehrer mit Methodik und Didaktik füllt; deswegen liegt ja eben der Fokus dieser Diskussion auf die Eignung des Lehrers.  

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1. Februar um 21:12
In Antwort auf thilda-1978

Das finnische System der Interessen und Fähigkeitenförderung macht ebenfalls Sinn in einem System, in dem es völlig unterschiedliche Sprachkenntnisse gibt, ich verstehe gar nicht, dass das nicht nachvollziehbar ist. Wenn zb Emil für eine anstehende Klausur Mathe lernen muss und deshalb zu Frau CY in den Unterricht geht, muss Ahmed sein Deutsch verbessern und besucht deshalb erstmal den DAZ-Unterricht bei Herrn YC. 
Mehr Integration geht nicht. 
Es gibt Bildungsziele, aber eben völlig flexible Lehrpläne, die der Lehrer mit Methodik und Didaktik füllt; deswegen liegt ja eben der Fokus dieser Diskussion auf die Eignung des Lehrers.  

Warum wenden wir das System nicht bei uns an? Ich wäre dafür... 

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1. Februar um 21:21
In Antwort auf pugnus

Warum wenden wir das System nicht bei uns an? Ich wäre dafür... 

Ich auch! 
Vereinzelt gibt es ein Umdenken, aber das reicht eben nicht. Eine flächendeckende Reform muss her. Ohne Gerangel in der Länderkompetenz und exakt daran krankt es...

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1. Februar um 21:26
In Antwort auf thilda-1978

Ich auch! 
Vereinzelt gibt es ein Umdenken, aber das reicht eben nicht. Eine flächendeckende Reform muss her. Ohne Gerangel in der Länderkompetenz und exakt daran krankt es...

Was mich wieder in der Meinung bestärkt, gegen den Föderalismus zu sein.

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1. Februar um 22:32

Thilda, es ist etwas off topic aber ich wollte es dir trotzdem mal erzählen.
Hatte ja schon mal erzählt das die alte Lehrerin das Ampelsystem hatte. Die neue, die jetzt doch schon seit ner Woche da war  hat nun noch sog. Honigduschen eingeführt 
Sie setzen sich dann alle in den Kreis und jeder muss etwas was er an dem "bösen" Kind besonders gut/toll findet sagen.

Meine Tochter findet das gut. 

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1. Februar um 23:12
In Antwort auf thilda-1978

Hast du die Doku denn gesehen? Da wird all das thematisiert; eben auch die neuen Anforderungen und Aufgaben, die ein Lehrer heute erfüllen muss. Die Doku endet damit, dass ein guter Lehrer ein Teamplayer ist, der sich permanent Feedback und Kritik von Kollegen und Schülern holt. Davon sind aber viele Kollegen meilenweit entfernt; in meiner Erfahrung jedenfalls und deswegen sehe ich das so kritisch. Super, wenn es in deinem Umfeld funktioniert! 👍🏻
In welchem Land unterrichtest du?

 Nee, sorry, gerade geht sich die Zeit dafür nicht aus, so kurz vor Notenschluss! Bin in Österreich gelandet! 

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