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Kindererziehung durch Sekte beeinflusst?

21. Juli 2009 um 20:17

Hallo,

gibt es Sekten die Vorschriften die Kindererziehung betreffend machen?

Eine Bekannte erzählte mir ihre Tochter wolle ihr die Enkelkinder nicht überlassen (Stundenweise, bzw. in den Ferien...), weil sie in der Erziehung "rumpfuschen" würde.

Ich muss dazu sagen, die Familie ernährt sich vegetarisch, die Kinder haben nur äußerst selten Zugang zu Süßigkeiten, nicht mal Marmelade dürfen sie essen...einen Fernseher gibt es nicht im Haushalt und obwohl die Große bereits 10 wird, dürfen die Kinder ausschließlich mit Holzspielzeug spielen. Meine Bekannte wurde zudem aufgefordert es zu unterlassen, den Kindern Geschenke zu machen. Neuerdings würde vorm Essen wohl sogar gebetet, aber eben nicht zu Gott im Sinne des Christentums.

Könnte eine Verbindung zu einer Sekte bestehen oder handelt es sich hier nur um verschrobene Erziehungsmethoden?

LG Liliana

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23. Juli 2009 um 9:06

Erziehungseinflüsse durch Sekte ?
Erinnert mich etwas an "Anthroposophen" nach der Lehre Rudolph Steiners.
Habe ein paar Jahre dort mitgearbeitet. Die sind zum Teil 150%ig !
Und kulturintrovertiert. Ist nichts zu machen. Haben aber auch sehr sympathische Züge.
Dirk Schwann

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24. Januar 2010 um 16:46
In Antwort auf dirkroald

Erziehungseinflüsse durch Sekte ?
Erinnert mich etwas an "Anthroposophen" nach der Lehre Rudolph Steiners.
Habe ein paar Jahre dort mitgearbeitet. Die sind zum Teil 150%ig !
Und kulturintrovertiert. Ist nichts zu machen. Haben aber auch sehr sympathische Züge.
Dirk Schwann

Sektenkinder
Ich denke, jede Sekte oder Gruppierung, Religion oder sonst was möchte ihre Mitglieder (und auch den Nachwuchs) in ihrem Sinne erziehen. Ich war einige Jahre bei den Zeugen Jehovas und da war es auch so, zum Glück habe ich meine Kinder einigermaßen davon verschont, habe selbst nur angenommen was ich für richtig fand und bin nach kurzer Zeit auch nicht mehr hin gegangen. Dennoch, hier wurde manchen Kindern von klein auf ein Lebensmuster übertragen und jede Einmischung von aussen wurde kritisch gesehen, sonst muß man dieses Denkmuster wieder in ihre Bahnen zurückbiegen. Ist wohl bei deiner Bekannten ähnlich, sie wollen eben ihr Leben so gestalten wie sie es für richtig finden. Bei den "Alten" ist es vieleicht noch OK, die "Kleinen" haben keine Wahl. Daß die Kinder nicht gefragt werden ist traurig, sie wachsen in dieser Welt auf und finden empfinden sie so als normal, und das ist wohl auch von den Eltern gewünscht. Allerdings war es bei den Zeugen so daß die, die am strengsten in deren Sinne erzogen wurden auch die waren, die, als sie 16-18 Jahre alt waren, auch als erste wieder fortgingen. Man kann sie nicht von der Welt gänzlich fernhalten, eines Tagen entscheiden sie selbst. Bis dahin wird es schwer werden, Einfluss auf sie auszuüben. Ich rate der tochter deiner Bekannten den Kontakt mit den Kindern nicht abreissen zu lassen, ihnen zu zeigen daß, wenn sie wollen, bei ihr immer einen Anlaufpunkt haben. Daß man ihnen zeigt, es gibt auch ein Leben außerhalb dieser, sagen wir, Lebensanschauung, gibt. Behutsam vorgehen, um die Eltern nicht zu verärgern und so den Kontakt ganz abreissen zu lassen aber den Kindern helfen, auch die andere Seite kennenzulernen.

LG Klaus

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24. Januar 2010 um 19:46

Antwort und versteckter Rat
Liebe Liliana,
hinsichtlich der Frage, ob die Erziehungmethode seitens der betroffenen Familie auf den Regeln einer Sekte beruht oder nur eigene - wie Du formulierst "verschrobene Erziehungsmethoden" zum Einsatz kommen, steht doch ein ganz anderer Aspekt im Mittelpunkt. Nämlich: Sind die Kinder glücklich, so, wie sie erzogen werden. Wenn ja, d.h. wenn sie in einem von Liebe, Verständnis und Anerkennung geprägten familiären Umfeld aufwachsen, sind die sich von anderen Familien möglicherweise unterscheidenden Regeln doch sekundär. Aber um Deine Frage zu beantworten, ja, es könnte eine Sekte sein.
Gruß,
Christina

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7. Mai 2010 um 13:17
In Antwort auf viktorlazlo

Sektenkinder
Ich denke, jede Sekte oder Gruppierung, Religion oder sonst was möchte ihre Mitglieder (und auch den Nachwuchs) in ihrem Sinne erziehen. Ich war einige Jahre bei den Zeugen Jehovas und da war es auch so, zum Glück habe ich meine Kinder einigermaßen davon verschont, habe selbst nur angenommen was ich für richtig fand und bin nach kurzer Zeit auch nicht mehr hin gegangen. Dennoch, hier wurde manchen Kindern von klein auf ein Lebensmuster übertragen und jede Einmischung von aussen wurde kritisch gesehen, sonst muß man dieses Denkmuster wieder in ihre Bahnen zurückbiegen. Ist wohl bei deiner Bekannten ähnlich, sie wollen eben ihr Leben so gestalten wie sie es für richtig finden. Bei den "Alten" ist es vieleicht noch OK, die "Kleinen" haben keine Wahl. Daß die Kinder nicht gefragt werden ist traurig, sie wachsen in dieser Welt auf und finden empfinden sie so als normal, und das ist wohl auch von den Eltern gewünscht. Allerdings war es bei den Zeugen so daß die, die am strengsten in deren Sinne erzogen wurden auch die waren, die, als sie 16-18 Jahre alt waren, auch als erste wieder fortgingen. Man kann sie nicht von der Welt gänzlich fernhalten, eines Tagen entscheiden sie selbst. Bis dahin wird es schwer werden, Einfluss auf sie auszuüben. Ich rate der tochter deiner Bekannten den Kontakt mit den Kindern nicht abreissen zu lassen, ihnen zu zeigen daß, wenn sie wollen, bei ihr immer einen Anlaufpunkt haben. Daß man ihnen zeigt, es gibt auch ein Leben außerhalb dieser, sagen wir, Lebensanschauung, gibt. Behutsam vorgehen, um die Eltern nicht zu verärgern und so den Kontakt ganz abreissen zu lassen aber den Kindern helfen, auch die andere Seite kennenzulernen.

LG Klaus


Teilweise hört es sich schon so an, vor allem wegen den Gebeten - was bei den Zeugen Jehovas genauso gehandthabt wird. Aber da du "christlich" ausschließt, bzw. sie sagen es wäre nicht der christliche Gott, ist das schon mal eher unwahrscheinlich.

Ich selbst wurde als Zeuge Jehovas erzogen und konnte mich dagegen auch schlecht wehren während meiner Jugend. Denn mein Freundeskreis und alle Bezugspersoen waren ZJ.
Falls deine Bekannten tatsächlich in einer Sekte sind, dann ist es natürlich ihnen überlassen, da sie ja alt genug sind. Aber für Kinder ist so etwas immer schwierig und häufig auch schädlich.

Ich persönlich würde solch eine Erziehungsmethode nicht gutheißen. Meine Kinder dürfen TV sehen und auch im Internet surfen. Holzspielzeug ist aber in den ersten Jahren nicht verkehrt. Aber sie gänzlich von der "normalen" Welt abzuschotten ist eher schädlich als nützlich, selbst wenn die eine oder andere Einzelne Methode besser ist.
Ohne sich im Internet auszukennen ist heute kaum denkbar
wenn man sich enien Arbeitsplatz suchen muss. Solche Kinder werden es dann sehr schwer haben. und auch in der Schule werden sie wahrscheinlich Probleme haben, weil sie durch diese Regeln anders sind als der Großteil der Kinder. Sowas ist immer schlecht. Man muss also ausgewogen sein und nicht in ein solches "Öko"-Extrem fallen.

Die Ernährung ohne tierische Produkte halte ich alelrdings für sehr bedenklich. Vegetatierer leben erwiesenermaßen deutlich ungesünder als Menschen die sich ausgewogen ernähren. Diese Art der Ernährung ist zu Einseitung und wieder ein extrem. Z.B. fehlen wichtige Enzyme, die man durch Fleisch bekommen kann. Einseitigkeit und Extreme sind IMMER negativ. Auch wenn solche Vertreter behaupten Fleisch wäre ungesund und sie würde ohne besser leben, haben sie dafür keine Grundlage oder Beweise.
Da ich in dieser Branche eine Weile tätig war, kann ich einiges über das Thema Ernährung sagen.
Und ich schüttel immer wieder den Kopf, wenn ich höre das jemand behauptet Fleisch wäre ungesund und Vegetrairer leben gesünder.

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