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Jobbewerbung: "Wir suchen etwas multikulturelles"

30. März 2017 um 15:54

Hallo Leute,

Ich wollte mal eure Meinung zu einem Thema hören.
Vor kurzem wurde in meinem Studentenwohnheim ein Tutorenprogramm gestartet. Für diesen wurde dann auch ein Job als Tutor angeboten mit guter Entlohnung.
Es haben sich mehrere deutsche Studenten beworben, die aber alle abgelehnt wurden, weil etwas "multikulturelles" gesucht wurde. (Wurde den Bewerbern so ins Gesicht gesagt!)
Am Ende hat ein Auslandsstudent, mit sehr mangelnden Deutschkenntnissen den Job gefunden. Ich habe mich öfter mit ihm unterhalten, er hat mich aber kaum verstanden. Dabei steht als Voraussetzung für den Job sogar "sehr gute Deutschkenntnisse"

Was haltet ihr davon?
Findet ihr nicht, dass das auch eine Form des Rassismus ist, allerdings gegenüber Deutschen?
Darf man einfach so Bewerber ablehnen, nur wegen ihrer Herkunft?
Würdet ihr euch an ihrer Stelle beschweren?

MfG

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30. März 2017 um 16:31

das kommt darauf an.

Wenn mit der Stelle ein bestimmter Zweck verbunden ist, beispielsweise die bessere Integration / Repräsentation der ausländischen Studenten, ist es wahrscheinlich (ich bin kein Anwalt, sattelfest kenne ich mich nicht aus) zulässig. Wenn nicht, ist eine Beschwerde sinnvoll - schon erst recht mit dem Hintergrund der geforderten "sehr guten Deutschkenntnisse"

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30. März 2017 um 18:45

So ist das nun einmal mit der Arbeit im Unibereich.

An den Vorstellungsgesprächen nehmen immer die Frauengleichstellungsbeauftragte, der Behindertenbeauftragte und der Ausländerbeauftragte teil.

Btw, was macht denn ein StuWo-Tutor?

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30. März 2017 um 22:45

Es ist vollkommen okay. 

Mit deutsch als Muttersprache allein ist es nicht getan,  und als wirkliche Schluesselqualifikation kann man das auch nicht ansehen. 

Probier es mal auf Stellen,  die "monokulturell"  ausgerichtet sind 

Davon gibt es 'en masse'. 

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31. März 2017 um 12:17

Soweit ich weiß ist der Tutor als Ansprechpartner für die Bewohner da und hilft bei der Verwaltung, es hängt ein Infozettel mit seinem Foto im Flur auf dem steht, dass man sich an ihn wenden kann, wenn man Anschlussschwierigkeiten hat, Fragen zum Wohnheim/der Miete/Allgemeines, wenn man Sprachschwierigkeiten hat etc. Dann werden öfter so kleine Veranstaltungen von ihm angekündigt, bei denen sich die Bewohner kennenlernen können, allerdings gab es schon vor diesem Tutorprogramm öfter Treffen zwischen den Bewohnern, die u. A. von den deutschen Bewerbern organisiert wurden. Allein schon, weil diese Bewerber viel länger hier wohnen und der aktuelle Tutor noch sehr neu zu sein schein, fände ich diese Tutoren viel qualifizierter.

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31. März 2017 um 12:29
In Antwort auf maeusken96

Soweit ich weiß ist der Tutor als Ansprechpartner für die Bewohner da und hilft bei der Verwaltung, es hängt ein Infozettel mit seinem Foto im Flur auf dem steht, dass man sich an ihn wenden kann, wenn man Anschlussschwierigkeiten hat, Fragen zum Wohnheim/der Miete/Allgemeines, wenn man Sprachschwierigkeiten hat etc. Dann werden öfter so kleine Veranstaltungen von ihm angekündigt, bei denen sich die Bewohner kennenlernen können, allerdings gab es schon vor diesem Tutorprogramm öfter Treffen zwischen den Bewohnern, die u. A. von den deutschen Bewerbern organisiert wurden. Allein schon, weil diese Bewerber viel länger hier wohnen und der aktuelle Tutor noch sehr neu zu sein schein, fände ich diese Tutoren viel qualifizierter.

mal abgesehen davon, dass "besser qualifiziert" nie das einzige Entscheidungskriterium für die Besetzung einer Stelle sein wird, sollte dann dieser andere Bewerber gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen.

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2. April 2017 um 2:08

Unglaublich, wie überheblich hier Leute schreiben, die in anderen threads noch sinngemäß sagten, man muesse sich mit betrügenden Ehegatten abfinden, weil es keine andern gäbe...
Da hast dir ja was Feines ausgesucht!

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2. April 2017 um 2:16
In Antwort auf maeusken96

Hallo Leute,

Ich wollte mal eure Meinung zu einem Thema hören.
Vor kurzem wurde in meinem Studentenwohnheim ein Tutorenprogramm gestartet. Für diesen wurde dann auch ein Job als Tutor angeboten mit guter Entlohnung.
Es haben sich mehrere deutsche Studenten beworben, die aber alle abgelehnt wurden, weil etwas "multikulturelles" gesucht wurde. (Wurde den Bewerbern so ins Gesicht gesagt!)
Am Ende hat ein Auslandsstudent, mit sehr mangelnden Deutschkenntnissen den Job gefunden. Ich habe mich öfter mit ihm unterhalten, er hat mich aber kaum verstanden. Dabei steht als Voraussetzung für den Job sogar "sehr gute Deutschkenntnisse"

Was haltet ihr davon?
Findet ihr nicht, dass das auch eine Form des Rassismus ist, allerdings gegenüber Deutschen?
Darf man einfach so Bewerber ablehnen, nur wegen ihrer Herkunft?
Würdet ihr euch an ihrer Stelle beschweren?

MfG

Das Auswahlverfahren muss doch transparent sein. 
Ich würde nochmal nachgfragen, wegen der geforderten Kriterien.
Es klingt so, als hätten die schon eine vorgefertigte Idee von dem gehabt, wen sie da einstellen wollen.....

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