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Forum / Gesellschaft & Leben

Jagd, Wild & Wald

Letzte Nachricht: 21. November 2022 um 7:56
S
summer.321
11.10.22 um 11:13

Ein Thema das die Gesellschaft immer wieder und oft spaltet, es aber auch zahlreiche pro's und con's gibt.
Wie ist hier im Forum die Meinung zu den Themen Jagd, Wild & Wald.

Ist die Jagd bzw. die Ausübung der Jagd heutzutage noch notwendig?
Sollte die Jagd abgeschafft werden?
Ist die Jagd noch zeitgemäß?

Zum Bsp.:


Vielen Dank
 

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S
sisteronthefly
12.10.22 um 15:34

Hallo, 

ich denke schon, dass Jagd zeitgemäß ist aber auch, dass sie weiter reglementiert und mit Sinn und Zweck ausgeübt werden sollte. Wo Bestände beinahe ausgerottet wurden sind Verbote sinnvoll. Wo Bestände sich hingegen unkontrolliert ausbreiten und dadurch Schäden entstehen in Wald und Feld, dort scheint gezielte Bejagung gerechtfertigt. Leider gibt es unter der Jägerschaft schwarze Schafe, die aus Lust und Freude an einem kapitalen Abschuss agieren. Hege und Pflege des Wildes und des Waldes sollte stärker in den Vordergrund rücken und jeder Jäger sollte angehalten werden sich an das Bundesjagdgesetzt zu halten. Dort kommen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes zum Tragen und natürlich Bestimmungen zur waidgerechten Jagdausübung. Jeder Jäger sollte sich bewusst sein oder meinethalber verstärkt kontrolliert werden, dass mit der Jagd auch die Hege und Pflege verbunden ist. 

LG Sis

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weggefaehrtin
weggefaehrtin
17.10.22 um 12:44

Warum sollte die Jagd nicht mehr zeitgemäß sein? - Ich verstehe die Frage nicht!?

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pandoria03
pandoria03
17.10.22 um 20:44

Ich finde es durchaus noch zeitgemäß auf die Jagd zu gehen. 
Aber es kommt meiner Meinung schon darauf an wie. Ein verantwortungsbewusster Jäger beobachtet und pflegt die Wildtiere. Behält ihren Bestand in Auge und kümmert sich auch um die Umwelt. 
Hat mir zumindest unser Nachbar erzählt der seit vielen Jahren Jäger ist. 

Was allerdings nicht zeitgemäß ist und nie war, sind leider die Menschen die sich unter dem Deckmatel eines Jägers verstecken um ihrer Waffen und Tötungslust freien Lauf zu lassen. 
Hetzen jetzt dutzende Jäger ihre Jagdhunde einem einzelnen Fuchs hinterher und freuen sich wenn das arme Tier zerfleischt wird ist das keine Jagd sondern pervers. 
Genauso wenn hinterhältig Fallen aufgestellt werden oder auf alles was sich bewegt geschossen wird. Haustiere natürlich inbegriffen. 
Mir wird ewig in Erinnerung bleiben als wir bei meiner Tante zu Besuch im Schrebergarten waren und ein Jäger neben uns eine Wildente schoß. 
Das tote Tier fiel meinem kleinen Bruder fast vor die Füße. Es sollte schon besser kontrolliert werden wer sich alles Jäger nennen darf. 

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S
summer.321
19.10.22 um 8:52
In Antwort auf weggefaehrtin

Warum sollte die Jagd nicht mehr zeitgemäß sein? - Ich verstehe die Frage nicht!?

Es gäbe oder gibt auch andere Möglichkeiten bzw. Ansätze und Theorien das Wild & Wald-Problem anders zu gestalten

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S
summer.321
19.10.22 um 9:18
In Antwort auf pandoria03

Ich finde es durchaus noch zeitgemäß auf die Jagd zu gehen. 
Aber es kommt meiner Meinung schon darauf an wie. Ein verantwortungsbewusster Jäger beobachtet und pflegt die Wildtiere. Behält ihren Bestand in Auge und kümmert sich auch um die Umwelt. 
Hat mir zumindest unser Nachbar erzählt der seit vielen Jahren Jäger ist. 

Was allerdings nicht zeitgemäß ist und nie war, sind leider die Menschen die sich unter dem Deckmatel eines Jägers verstecken um ihrer Waffen und Tötungslust freien Lauf zu lassen. 
Hetzen jetzt dutzende Jäger ihre Jagdhunde einem einzelnen Fuchs hinterher und freuen sich wenn das arme Tier zerfleischt wird ist das keine Jagd sondern pervers. 
Genauso wenn hinterhältig Fallen aufgestellt werden oder auf alles was sich bewegt geschossen wird. Haustiere natürlich inbegriffen. 
Mir wird ewig in Erinnerung bleiben als wir bei meiner Tante zu Besuch im Schrebergarten waren und ein Jäger neben uns eine Wildente schoß. 
Das tote Tier fiel meinem kleinen Bruder fast vor die Füße. Es sollte schon besser kontrolliert werden wer sich alles Jäger nennen darf. 

Zweifelsfrei ist es nicht im Sinne des Erfinders sich unter dem Deckmatel eines Jägers verstecken um der Waffen- und Tötungslust freien Lauf zu lassen. Da stimme ich dir zu.

Wild zu hetzen...ist ebenfalls nicht in Ordnung.
Fallenjagd ist, sofern sie richtig und korrekt ausgeübt wird, schon  in Ordnung. Hinterhältige Fallen sind nicht OK.

ad Schrebergarten: sehr interessant! Normalerweise ist bewohntes Gebiet kein Jagdgebiet.

Mir geht es in dieser Sache vielmehr um den Zusammhang zw. Wald (Landwirtschaft)- Wild - Jagd.
Aus Sicht der Fortwirtschaft und teilw. auch in der Landwitschaft verursacht das Wild (v.a. Reh, Hirsch) viel Schaden im/am Wald. Wildschweine v.a. im der Landwirtschaft.
D.h. die Forstleute und die Forstw. versucht hier den Abschuss hoch zu halten um die Schäden am Rohstoff Holz gering zu halten.
D.h. desto mehr Jagd - desto weniger Schäden

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J
jana23071991
22.10.22 um 18:48

Waidmännisch ausgeführte Jagd, die der Hege dient und Krankheiten wie Tollwut eindämmt, sollte nicht abgeschafft werden.

Das bedeutet aber auch, dass die Natur, in der Jagd stattfindet, nicht verschwinden darf.

Aber genau das passiert, weil der Mensch sich auf dem Planeten Erde überall ausgebreitet hat und den Planeten kahl frisst und die Umwelt und damit seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört bis nichts mehr da ist und auch keine landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion mehr möglich sein wird.

Dann wird die Jagd auf Soylent-Green-Lieferant/inn/en losgehen.
Ansätze in diese Richtung sind schon länger zu erkennen:

| Öko-Extremismus? Wissenschaftler bringen Kannibalismus ins Gespräch,
| um das „Klima zu schützen“:
|
| Kannibalismus könnte einigen Wissenschaftlern zufolge als Ergänzung
| für unsere Lebensmittelversorgung dienen. Dadurch ließe sich das
| Klima schützen, behaupten sie. Allerdings sollen keine Menschen
| getötet, sondern bereits Tote verspeist werden. 

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blacklung
blacklung
19.11.22 um 17:54

Die Jagd ist zeitgemäß. Selbst gehe ich auf die Jagd und es ist ein schönes Erlebnis, was ich nicht missen will. Die Wilderei unterstütze ich nicht, sie gehört bekämpft, die reine Jagd ist spannend.

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S
summer.321
19.11.22 um 19:06
In Antwort auf blacklung

Die Jagd ist zeitgemäß. Selbst gehe ich auf die Jagd und es ist ein schönes Erlebnis, was ich nicht missen will. Die Wilderei unterstütze ich nicht, sie gehört bekämpft, die reine Jagd ist spannend.

Vielen Dank dass du die Jagd als zeitgemäß erachtest. Logisch, wenn du selbst JägerIN bist.
Das die Jagd spannend und immer wieder eine Erlebnis ist sehe ich auch so.

Gäbe es deiner Meinung nach im Jagdwesen was vllt. geändert werden sollte oder sogar geändert werden müsste?
Ist die Jagd in allen Bereichen zeitgemäß?
Da gibt es wohl sehr viele Aspekte...

Ich selbst, als aktiver Jäger, bin durchaus der Meinung das einiges nicht mehr zeitgemäß ist zumindest überdacht werden sollte.

Wilderei ist sowieso eine eigene Sache die eine eigene Diskussion benötigt.

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julia050184
julia050184
19.11.22 um 22:02

Also Jagd habe ich vor 16 Jahren als Single durchaus ab und zu betrieben, unterschiedlich erfolgreich, meist war's umgekehrt und es wurde Jagd auf mich gemacht.  Heute ist's für mich nicht mehr so zeitgemäß, da ich einen festen Partner habe.  Da gibt's natürlich gerne noch schöne Flirts, mehr aber nicht.  Zu "Wild und Wald" habe ich aber durchaus noch ganz aktuelle Assoziationen, also mit "wild" als Adjektiv, und zwar noch aus diesem Jahr.

SCNR, habe ich Dich flasch verstanden?

LG Julia

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blacklung
blacklung
20.11.22 um 13:33
In Antwort auf summer.321

Vielen Dank dass du die Jagd als zeitgemäß erachtest. Logisch, wenn du selbst JägerIN bist.
Das die Jagd spannend und immer wieder eine Erlebnis ist sehe ich auch so.

Gäbe es deiner Meinung nach im Jagdwesen was vllt. geändert werden sollte oder sogar geändert werden müsste?
Ist die Jagd in allen Bereichen zeitgemäß?
Da gibt es wohl sehr viele Aspekte...

Ich selbst, als aktiver Jäger, bin durchaus der Meinung das einiges nicht mehr zeitgemäß ist zumindest überdacht werden sollte.

Wilderei ist sowieso eine eigene Sache die eine eigene Diskussion benötigt.

Was geändert werden soll, in meinen Augen wenig, das Jagdrecht ist umfangreich und manche Einschränkungen sollten fallen. Wir achten selbst auf die Ausgeglichenheit in der Fauna und strecken nur Tiere, die überhand nehmen. Wir sind keine Naturvernichter, sonder sorgen für Ausgewogenheit in der Tierwelt, wenn ich an die Fütterungen, die Pflege in den Wäldern denke, die auch die Jäger durchführen.

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fuechslein-101
fuechslein-101
20.11.22 um 17:23

Das natürliche Gleichgewicht in unserer Natur ist doch seit Jahrhunderten massiv gestört. Ja, auch durch die jagd, aber auch durch die Besiedlung und die landwirtschaftliche Nutzung. Und solange dem so ist, werden wir auf die jagd nicht verzichten können.

Die vom Menschen verursachten Ungleichgewichte müssen ja irgendwie ausgeglichen werden. Und mal ehrlich: Ich esse viel lieber ein Stück Wildbret, welches in freier Natur ohne irgendwelche chemischen und/oder pharmazeutischen Hilfsmittel aufgewachsen ist, als ein Stück Fleisch aus kommerzieller Zucht, vollgepumpt mit künstlichen Wachstumshormonen und Antibiotikas.

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S
summer.321
21.11.22 um 7:56
In Antwort auf blacklung

Was geändert werden soll, in meinen Augen wenig, das Jagdrecht ist umfangreich und manche Einschränkungen sollten fallen. Wir achten selbst auf die Ausgeglichenheit in der Fauna und strecken nur Tiere, die überhand nehmen. Wir sind keine Naturvernichter, sonder sorgen für Ausgewogenheit in der Tierwelt, wenn ich an die Fütterungen, die Pflege in den Wäldern denke, die auch die Jäger durchführen.

Im jeweiligen Jagdrecht/Jagdgesetz gibt es bestimmt einige Paragraphen und Aspekte die in keinem Fall im Sinne einer sinnvollen Jagdausübung sein können.
Gesetze usw. werden meisten von Jursiten gemacht die eher wenig, zwar nicht immer, Ahnung von der "gelebten" Praxi haben.
Bestimmte Auflagen und Richtlinien sind, dort wo ich die Jagd aktiv ausübe einfach nicht machbar.

Ob wir tatsächlich auf die Ausgeglichenheit der Fauna auchten und nur jene Tiere strecken die überhand nehmen...bzw. nehmen würden....pfu....naja...ich bin mir da nicht so sicher
Das kannst du so pauschal sagen? Klar, jeder einzelne kann sich bemühen und was dagegen machen. Aber so ein Einzelkampt ist fast aussichtslso. Da braucht es überregionale Maßnahmen?

Wie siehst du das mit dem Niederwild (Feldhase, Fasan, Rebhun). Da fehlt es aus meiner Sicht an allen Ecken & Enden...

Das wir in keinem Fall Naturvernichter sind gebe ich dir Recht. Das sehe ich auch so.
Allerdings ist das Thema mit den Fütterungen wieder eine Sache für sich.
Ist eine Fütterung tatsächlich überall und immer notwendig? Erreiche ich mit einer Fütterung unter Berücksichtung der forstlichen Aspekte (Wald) nicht genau das gegenteil?

WMH
 

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