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Ist der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar?

28. Oktober 2015 um 13:25

Bei fast allen Völkern, in denen der Islam politisch den Ton angibt, gilt das Strafrecht der Scharia. Ihre Vorschriften sind mit unserem Grundgesetz nicht vereinbar. Auch die im Koran angeordnete gewaltsame (immer wieder durch falsche Interpretation entschuldigte), Herrschaft des Mannes über die Frau, von muslimischen Vätern, Männern und Brüdern auch bei uns oft wie selbstverständlich ausgeübt (keine Akzeptanz gegenüber weiblichen Autoritätspersonen, z.B. in der Schule), verstößt gegen unsere Werteordnung und gegen unsere Gesetze.

Unser Recht gewährt Religionsfreiheit für alle. Dazu gehört AUCH das Recht, aus Kirchen auszutreten. Wer sich vom islamischen Glauben trennen will, muss mit schweren Strafen rechnen. Auch diese und andere Regeln des Islam sind mit unserer freiheitlichen Verfassung nicht vereinbar.

Bei jeglicher Islamkritik bekommt man als Antwort, dass in dem Falle, der Koran falsch interpretiert wurde und man wird aufgefordert zu differenzieren zwischen Islamisten und "normale" Muslime.

Es geht in diesem Thread aber nicht darum, dass in der Art von z.B. Hasspredigten zur Gewalt aufgerufen wird, sondern nur darum, ob empfohlene Handlungs- und Verhaltensweisen des Koran, in einem Gegensatz zu Verfassungsnormen stehen, deren Befolgung die "Treue zur Verfassung verletzen". Also, nicht um kriminelle Handlungen, die unter Umständen strafrechtlich verfolgt werden könnten, sondern um die EMPFEHLUNG zu einer Geisteshaltung, deren Vollzug mit fundamentalen Wertvorstellungen des Grundgesetzes nicht vereinbar sind, diese gar rigoros ablehnen!

Ich bin gespannt auf eure Kommentare.



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28. Oktober 2015 um 13:49

"Niemand kann 2 Herren dienen"
Kennst Du ein islamisches Land, in dem die Demokratie gelebt wird. Ich kenne keines. Alle Imame verlangen von ihren Gläubigen das Bekenntnis zum Koran und die Anerkennung der Scharia.

Schau Dir Saudi-Arabien an, welches ein Freund
Deutschlands ist, ein Vorbild, wo vor dem Freitagsgebet, die Köpfe öffentlich rollen? Es gibt den Islam aber keinen Euro-Islam. Mein Empfinden tendiert eher dahin, dass dieses eher dem Wunsch vieler Politiker entspricht.

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28. Oktober 2015 um 19:26

Ein Thema, das leider viel zu oft emotional, als wirklich objektiv diskutiert wird.
Fangen wir mal mit den Staaten an, die muslimisch geprägt sind: Oftmals handelt es sich um Staaten, die diktatorisch, autokratisch oder monarchisch geführt werden. Ich denke, dass hier von den Herrschern bewusst eine strengere Auslegung der eigenen Schriften angewandt wird, weil sich in sehr gläubigen Ländern eben viel besser vermitteln lässt, dass "Gott es so will", als "ich/wir wollen das". So kann man die oftmals brutale Durchsetzung der eigenen Interessen eben viel besser legitimieren.
Und wenn man mal von den Staaten absieht und viel mehr die einzelnen Gläubigen betrachtet, sieht man hier, dass man "den Islam" eben nicht pauschalisieren darf. Hier lassen sich Glaube und GG durchaus vereinbaren.
Man kann hier natürlich auch auf einzelnen Versen aus dem Koran rumreiten, aber da ist die Bibel auch nicht viel besser. In jeder heiligen Schrift wird man Passagen finden, bei denen man bei wörtlicher Auslegung nur noch die Stirn runzeln kann.
Dazu sei gesagt, dass das Christentum auch nicht viel besser war. Die bekanntesten Beispiele sind da wohl die Kreuzzüge, die Exzesse der Päpste, der Ablasshandel, die Hexenverbrennung. Es gibt aber wahrscheinlich noch viele weitere.
Dazu muss man sagen, dass der Islam noch um einiges jünger ist, als das Christentum (glaub ca. 500 Jahre). Das könnte auch einen Ansatz liefern, warum das Christentum heute in einigen Dingen weniger streng ist. Es hatte schlichtweg mehr Zeit sich zu entwickeln.

Du hast Recht, unser Recht gewährt Religionsfreiheit. Steht das denn auch so in der Bibel? Dein Vergleich hinkt hier in sofern, dass du ein staatliches Recht mit einer eventuellen Aussage (hier fehlt mir noch der Nachweis deinerseits) einer Religion vergleichst.

Was diesem Thema gut tun würde ist eine differenziertere Betrachtungsweise, z.B. wie es sich in anderen Religionen verhält.
Oder als anderen Ansatz nicht das, was irgendwo in den Büchern steht oder von Diktatoren vorgegeben wird, sondern wie es tatsächlich von den Menschen gelebt wird.
Denn das Problem ist doch am Ende nie die Religion an sich, sondern das, was die Menschen daraus machen.

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28. Oktober 2015 um 21:29

Technisch gesehen gebietet der Koran Religionsfreiheit
steht also nicht im Gegensatz zum GG.

Und ein Mensch, der sich an die grundlegenden Gebote des Islam hält, bewegt sich wunderbar im Rahmen des GG.
Da gibt es nichts zu meckern.

Blöd ist halt, dass sich vieles im Islam auf Gewohnheitsrecht bezieht und das ist häufig ziemlich schwammig und läd geradezu zum Missbrauch ein.

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28. Oktober 2015 um 22:00
In Antwort auf dummschnack4

Technisch gesehen gebietet der Koran Religionsfreiheit
steht also nicht im Gegensatz zum GG.

Und ein Mensch, der sich an die grundlegenden Gebote des Islam hält, bewegt sich wunderbar im Rahmen des GG.
Da gibt es nichts zu meckern.

Blöd ist halt, dass sich vieles im Islam auf Gewohnheitsrecht bezieht und das ist häufig ziemlich schwammig und läd geradezu zum Missbrauch ein.

Hmm...technisch gesehen?
Du meinst also, dass jeder Muslim den Islam ohne weiteres verlassen kann?

Wie sieht es mit der Gleichberechtigung Mann/Frau aus und daraus folgend der Respekt vor weiblichen Autoritätspersonen.

Gewohnheitsrecht hin oder her....die Empfehlung des Koran sind in meinen Augen nicht wirklich mit dem GG vereinbar.

Es würde funktionieren, wenn das GG über dem Glauben stehen würde.

...aber ist das so? Ich habe da meine berechtigten Zweifel...


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28. Oktober 2015 um 23:25
In Antwort auf kyurem

Ein Thema, das leider viel zu oft emotional, als wirklich objektiv diskutiert wird.
Fangen wir mal mit den Staaten an, die muslimisch geprägt sind: Oftmals handelt es sich um Staaten, die diktatorisch, autokratisch oder monarchisch geführt werden. Ich denke, dass hier von den Herrschern bewusst eine strengere Auslegung der eigenen Schriften angewandt wird, weil sich in sehr gläubigen Ländern eben viel besser vermitteln lässt, dass "Gott es so will", als "ich/wir wollen das". So kann man die oftmals brutale Durchsetzung der eigenen Interessen eben viel besser legitimieren.
Und wenn man mal von den Staaten absieht und viel mehr die einzelnen Gläubigen betrachtet, sieht man hier, dass man "den Islam" eben nicht pauschalisieren darf. Hier lassen sich Glaube und GG durchaus vereinbaren.
Man kann hier natürlich auch auf einzelnen Versen aus dem Koran rumreiten, aber da ist die Bibel auch nicht viel besser. In jeder heiligen Schrift wird man Passagen finden, bei denen man bei wörtlicher Auslegung nur noch die Stirn runzeln kann.
Dazu sei gesagt, dass das Christentum auch nicht viel besser war. Die bekanntesten Beispiele sind da wohl die Kreuzzüge, die Exzesse der Päpste, der Ablasshandel, die Hexenverbrennung. Es gibt aber wahrscheinlich noch viele weitere.
Dazu muss man sagen, dass der Islam noch um einiges jünger ist, als das Christentum (glaub ca. 500 Jahre). Das könnte auch einen Ansatz liefern, warum das Christentum heute in einigen Dingen weniger streng ist. Es hatte schlichtweg mehr Zeit sich zu entwickeln.

Du hast Recht, unser Recht gewährt Religionsfreiheit. Steht das denn auch so in der Bibel? Dein Vergleich hinkt hier in sofern, dass du ein staatliches Recht mit einer eventuellen Aussage (hier fehlt mir noch der Nachweis deinerseits) einer Religion vergleichst.

Was diesem Thema gut tun würde ist eine differenziertere Betrachtungsweise, z.B. wie es sich in anderen Religionen verhält.
Oder als anderen Ansatz nicht das, was irgendwo in den Büchern steht oder von Diktatoren vorgegeben wird, sondern wie es tatsächlich von den Menschen gelebt wird.
Denn das Problem ist doch am Ende nie die Religion an sich, sondern das, was die Menschen daraus machen.

Man kann das Thema doch ganz rational betrachten...
Es geht in diesem Thread nicht darum Religionen miteinander zu vergleichen. Die Frage lautet: "Ist der Islam mit dem GG vereinbar".

Andere Religionen stehen hier nicht zur Debatte.

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29. Oktober 2015 um 9:42
In Antwort auf lucylinchen

Hmm...technisch gesehen?
Du meinst also, dass jeder Muslim den Islam ohne weiteres verlassen kann?

Wie sieht es mit der Gleichberechtigung Mann/Frau aus und daraus folgend der Respekt vor weiblichen Autoritätspersonen.

Gewohnheitsrecht hin oder her....die Empfehlung des Koran sind in meinen Augen nicht wirklich mit dem GG vereinbar.

Es würde funktionieren, wenn das GG über dem Glauben stehen würde.

...aber ist das so? Ich habe da meine berechtigten Zweifel...


Theorie und Praxis
Natürlich stehen für einen (streng) gläubigen Menschen die Gebote seines Gottes über den Gesetzen des Menschen.
Aber im Normalfall widersprechen sich diese Gesetze auch nicht.

Allerdings findest Du in jedem heiligen Buch auch immer eine Passage "Ihr seid die Besten, schlagt alle anderen tot!".
Da wirds dann knifflig.

Sollte "theoretisch" aber kein Problem sein, da diese Pasagen, den grundsätzlichen Geboten, die in dem Buch festgehalten sind, widersprechen.
Da sind dann die Vermittler gefragt, diejenigen, die den OttoNormalGläubigen ihren Glauben erklären.

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29. Oktober 2015 um 12:08

Prophet Ken
Alle Gesellschaften unterziehen sich einem stetigen Wandel, das ist absolut richtig....nur dieser Wandel ist vorwärtsgewandt und passt sich der Zeit an. Man diskutiert bereits über Änderungen im GG und das ist auch gut so, solange wir den Fokus auf die Zukunft richten und nicht rückwärtsgewandt denken wie der Islam es tut. Ein Beispiel ist die Sharia die bis heute an pre-islamische Traditionen festhält.

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29. Oktober 2015 um 12:32

Dass die Gesetze der Sharia auf pre-islamische Traditionen basieren
ist mir bekannt. Um so schlimmer, dass man bis heute daran festhält!

Andere Religionen stehen hier nicht zur Debatte. Es geht um den Islam. Du wirst zugeben müssen, dass zur Zeit KEINE andere Religion so unangenehm auffällt wie der Islam.

Es geht auch nicht um Kopftuch oder Burka. Und wenn wir schon dabei sind....wieviele vermummte Jüdinnen sieht man auf der Straße? Keine!? Im Judentum, wie auch im Christentum gilt: Haar bedecken beim Gottesdienst. Das ist denke ich jetzt mal etwas ganz anderes.

Bis jetzt ist mir auch nichts über Hinduisten bekannt, die Rinder von Schlachthöfen entführen, weil sie heilig sind

Wir leben in der Gegenwart und entwickeln uns täglich weiter...irgendwann müssen die alten Zöpfe mal abgeschnitten werden!

Warum sind die Befürworter des Islam zu keiner sachlichen Diskussion fähig? Diese Abwehrhaltung finde ich irgendwie verdächtig....ebenso die Entschulidigungen und der Vergleich mit anderen Religionen....so unter dem Motto: Im Islam ist das so....aber andere Religionen können noch viel schlimmer sein.....ständig fühlt man sich angegriffen, warum?

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29. Oktober 2015 um 12:38
In Antwort auf canut778

"Niemand kann 2 Herren dienen"
Kennst Du ein islamisches Land, in dem die Demokratie gelebt wird. Ich kenne keines. Alle Imame verlangen von ihren Gläubigen das Bekenntnis zum Koran und die Anerkennung der Scharia.

Schau Dir Saudi-Arabien an, welches ein Freund
Deutschlands ist, ein Vorbild, wo vor dem Freitagsgebet, die Köpfe öffentlich rollen? Es gibt den Islam aber keinen Euro-Islam. Mein Empfinden tendiert eher dahin, dass dieses eher dem Wunsch vieler Politiker entspricht.

Eben, Canutina!
Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Im Judentum und auch später im Christentum gab und gibt es eine klare Trennung. Warum? Weil man eben nicht zwei Herren dienen kann...Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gebührt....

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29. Oktober 2015 um 13:05
In Antwort auf lucylinchen

Hmm...technisch gesehen?
Du meinst also, dass jeder Muslim den Islam ohne weiteres verlassen kann?

Wie sieht es mit der Gleichberechtigung Mann/Frau aus und daraus folgend der Respekt vor weiblichen Autoritätspersonen.

Gewohnheitsrecht hin oder her....die Empfehlung des Koran sind in meinen Augen nicht wirklich mit dem GG vereinbar.

Es würde funktionieren, wenn das GG über dem Glauben stehen würde.

...aber ist das so? Ich habe da meine berechtigten Zweifel...


Ja
gem. Koran kann man niemanden zum Glauben zwingen.

Töten gem. Koran darf man diejenigen, welche sich dem Islam zuwenden um sie dann an andere zu verraten.
So war es in der Anfangszeit des Islam, als Muslime eine Art "Volk" bildeten. Diese "Muslime", die Mohammed und seine Anhänger verraten haben, waren dann die im Koran erwähnten Ungläubigen und durften eleminiert werden. Sie waren so etwas wie Fahnenflüchtige heute.
Ansonsten sagt der Koran auch NICHT, dass Muslime das Recht haben Christen, Juden oder auch andere Menschen zu töten.

Der richtige Weg wäre, wenn die Muslime (insbesondere Frauen) die hier her kommen den Koran RICHTIG erklärt bekämen, Ihre Traditionen hinterfragen könnten. Dann wäre alles kein Thema.

Gem. Koran sind Frau und Mann gleichberechtigt. Der Unterschied liegt darin, dass der Mann über mehr körperliche Kraft verfügt. Auch als Zeugen sind Männer lieber gesehen als Frauen. Ergo zwei Frauen oder ein Mann bei Zeugenaussagen.
Was mich persönlich nicht wundert. Denn wenn eine gekränkte Frau jemand anschwärzen will - gute Nacht. Männer sind in wichtigen Entscheidungen meist objektiver.
Gefällt mir zwar nicht das als Frau zu schreiben, aber da ist im allgemeinen gesehen leider schon was dran.
Dafür sind die Männer im sozialen Bereich nicht so gut.

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29. Oktober 2015 um 13:07
In Antwort auf dummschnack4

Theorie und Praxis
Natürlich stehen für einen (streng) gläubigen Menschen die Gebote seines Gottes über den Gesetzen des Menschen.
Aber im Normalfall widersprechen sich diese Gesetze auch nicht.

Allerdings findest Du in jedem heiligen Buch auch immer eine Passage "Ihr seid die Besten, schlagt alle anderen tot!".
Da wirds dann knifflig.

Sollte "theoretisch" aber kein Problem sein, da diese Pasagen, den grundsätzlichen Geboten, die in dem Buch festgehalten sind, widersprechen.
Da sind dann die Vermittler gefragt, diejenigen, die den OttoNormalGläubigen ihren Glauben erklären.

Und leider
werden diese Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen und nicht erklärt. Weil diesem "Du darfst töten" eine Geschichte voraus ging warum und wieso hier Ausnahmen gemacht werden dürfen.

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29. Oktober 2015 um 13:08
In Antwort auf dummschnack4

Theorie und Praxis
Natürlich stehen für einen (streng) gläubigen Menschen die Gebote seines Gottes über den Gesetzen des Menschen.
Aber im Normalfall widersprechen sich diese Gesetze auch nicht.

Allerdings findest Du in jedem heiligen Buch auch immer eine Passage "Ihr seid die Besten, schlagt alle anderen tot!".
Da wirds dann knifflig.

Sollte "theoretisch" aber kein Problem sein, da diese Pasagen, den grundsätzlichen Geboten, die in dem Buch festgehalten sind, widersprechen.
Da sind dann die Vermittler gefragt, diejenigen, die den OttoNormalGläubigen ihren Glauben erklären.

Ihr seid die Besten...hmmm, finde ich in der Bibel nicht!
Es gibt im AT 2 oder 3 Stellen, in Zusammenhang mit dem "Land der Verheißung" in denen die Israeliten (und nur die und nur zu diesem bestimmten Zeitpunkt!) Krieg führen durften und ihre Feinde, d.h. Götzendiener, Heiden, die das Land beschmutzt haben zu vertreiben bzw. zu vernichten. Hier sei aber auch angemerkt, dass es sich bei diesen "Götzendienern" um Leute gehandelt hat, die z.B. Baal, Menschenopfer dargebracht haben. Das ist eine ganz andere Ausgangsposition.

Im AT steht ganz klar: Du sollst NICHT TÖTEN! Um diese Aussage zu verstehen braucht man keinen Vermittler.

Im NT findet man auch einige Passagen was das "Missionieren" anbetrifft. Jesus sagte im übertragenen Sinne, man sollte "freundlich informieren". Wenn jemand nichts davon wissen wollte, sollte man weiterhin freundlich bleiben, den Staub von seinen Füßen abstreifen und weiterziehen. Paulus sagte ebenfalls deutlich und unmissverständlich, wer Gott nicht, wie in den Schriften empfohlen wird, dienen kann oder will, sollte sich auch nicht dazu zwingen, sondern jeden Tag so leben als ob es der letzte wäre.

Klar gab es die Kreuzzüge. Die sind aber ewig und einen Tag her und werden heute von JEDEM Christen verurteilt. Ich glaube kaum, dass sich in der heutigen Zeit noch einmal ein Christ für solch einen Blödsinn instrumentalisieren lassen würde.

...wie immer kann ich nichts dafür

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29. Oktober 2015 um 13:11
In Antwort auf kyurem

Ein Thema, das leider viel zu oft emotional, als wirklich objektiv diskutiert wird.
Fangen wir mal mit den Staaten an, die muslimisch geprägt sind: Oftmals handelt es sich um Staaten, die diktatorisch, autokratisch oder monarchisch geführt werden. Ich denke, dass hier von den Herrschern bewusst eine strengere Auslegung der eigenen Schriften angewandt wird, weil sich in sehr gläubigen Ländern eben viel besser vermitteln lässt, dass "Gott es so will", als "ich/wir wollen das". So kann man die oftmals brutale Durchsetzung der eigenen Interessen eben viel besser legitimieren.
Und wenn man mal von den Staaten absieht und viel mehr die einzelnen Gläubigen betrachtet, sieht man hier, dass man "den Islam" eben nicht pauschalisieren darf. Hier lassen sich Glaube und GG durchaus vereinbaren.
Man kann hier natürlich auch auf einzelnen Versen aus dem Koran rumreiten, aber da ist die Bibel auch nicht viel besser. In jeder heiligen Schrift wird man Passagen finden, bei denen man bei wörtlicher Auslegung nur noch die Stirn runzeln kann.
Dazu sei gesagt, dass das Christentum auch nicht viel besser war. Die bekanntesten Beispiele sind da wohl die Kreuzzüge, die Exzesse der Päpste, der Ablasshandel, die Hexenverbrennung. Es gibt aber wahrscheinlich noch viele weitere.
Dazu muss man sagen, dass der Islam noch um einiges jünger ist, als das Christentum (glaub ca. 500 Jahre). Das könnte auch einen Ansatz liefern, warum das Christentum heute in einigen Dingen weniger streng ist. Es hatte schlichtweg mehr Zeit sich zu entwickeln.

Du hast Recht, unser Recht gewährt Religionsfreiheit. Steht das denn auch so in der Bibel? Dein Vergleich hinkt hier in sofern, dass du ein staatliches Recht mit einer eventuellen Aussage (hier fehlt mir noch der Nachweis deinerseits) einer Religion vergleichst.

Was diesem Thema gut tun würde ist eine differenziertere Betrachtungsweise, z.B. wie es sich in anderen Religionen verhält.
Oder als anderen Ansatz nicht das, was irgendwo in den Büchern steht oder von Diktatoren vorgegeben wird, sondern wie es tatsächlich von den Menschen gelebt wird.
Denn das Problem ist doch am Ende nie die Religion an sich, sondern das, was die Menschen daraus machen.

Diktatoren
sind für manche Kulturen/Länder besser.
Dies betrifft z.B. auch Russland. Wie sieht's in China aus?

Warum kann der Westen nicht begreifen, dass manche - wenn nicht gar der überwiegende Teil der Menschheit - ganz gut mit Diktatoren leben kann, wenn diese nur halbwegs gut agieren.
Und gestern sagte jemand ganz Recht im Fernsehen: wir müssen die Menschen erst zu Demokraten machen. Sie sind noch zu sehr die Diktatur gewöhnt um der Demokratie zu trauen, die bislang in den meisten Ländern am Ende nur noch mehr Chaos verursacht hat.

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29. Oktober 2015 um 13:17
In Antwort auf wirdsonix2

Ja
gem. Koran kann man niemanden zum Glauben zwingen.

Töten gem. Koran darf man diejenigen, welche sich dem Islam zuwenden um sie dann an andere zu verraten.
So war es in der Anfangszeit des Islam, als Muslime eine Art "Volk" bildeten. Diese "Muslime", die Mohammed und seine Anhänger verraten haben, waren dann die im Koran erwähnten Ungläubigen und durften eleminiert werden. Sie waren so etwas wie Fahnenflüchtige heute.
Ansonsten sagt der Koran auch NICHT, dass Muslime das Recht haben Christen, Juden oder auch andere Menschen zu töten.

Der richtige Weg wäre, wenn die Muslime (insbesondere Frauen) die hier her kommen den Koran RICHTIG erklärt bekämen, Ihre Traditionen hinterfragen könnten. Dann wäre alles kein Thema.

Gem. Koran sind Frau und Mann gleichberechtigt. Der Unterschied liegt darin, dass der Mann über mehr körperliche Kraft verfügt. Auch als Zeugen sind Männer lieber gesehen als Frauen. Ergo zwei Frauen oder ein Mann bei Zeugenaussagen.
Was mich persönlich nicht wundert. Denn wenn eine gekränkte Frau jemand anschwärzen will - gute Nacht. Männer sind in wichtigen Entscheidungen meist objektiver.
Gefällt mir zwar nicht das als Frau zu schreiben, aber da ist im allgemeinen gesehen leider schon was dran.
Dafür sind die Männer im sozialen Bereich nicht so gut.

Warum tut man das dann nicht?
Und wenn man insbesondere Frauen den Koran richtig erklären muss, dann kann es mit der Gleichberechtigung ja nicht ganz so weit her sein...

Du meinst also, dass Männer objektiver sind als Frauen? Sehe ich anders. Wenn ein gekränkter Mann dich anschwärzen will kannst du genauso gute Nacht sagen. Die Wahl der Mittel ist vielleicht eine andere. Mit Objektivität hat das gar nichts zu tun...

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29. Oktober 2015 um 13:20

Ich bin anderer Meinung
Die größte Schwierigkeit für Muslime, das Grundgesetz zu erfüllen, ist die Forderung des Islam, den Koran unveränderbar zu befolgen. Die Eindeutigkeit wesentlicher Aussagen lässt eine noch so entgegenkommende Auslegung nicht zu. Mit Toleranz lassen sich die Probleme nicht lösen.

Es ist sicher, dass in den allermeisten Moscheen und Koranschulen kein Terrorismus gelehrt wird, aber es ist eben so sicher, dass dort Verpflichtungen aus dem Koran und anderen Glaubensgrundlagen vermittelt werden, die gegen unsere Gesetze und Ethiknormen verstoßen.

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29. Oktober 2015 um 13:21
In Antwort auf wirdsonix2

Und leider
werden diese Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen und nicht erklärt. Weil diesem "Du darfst töten" eine Geschichte voraus ging warum und wieso hier Ausnahmen gemacht werden dürfen.

Ausgemachter Blödsinn
Hier wird nichts aus dem Zusammenhang gerissen!

"Du sollst nicht töten" steht in den 10 Geboten. Da gibt es nichts, was man aus dem Zusammenhang reissen könnte

Und vorher habe ich den Zusammenhang erklärt. Er wurde damals wie heute als "Ausnahme" verstanden. Da gibt es nichts zu deuteln...

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29. Oktober 2015 um 13:22
In Antwort auf wirdsonix2

Diktatoren
sind für manche Kulturen/Länder besser.
Dies betrifft z.B. auch Russland. Wie sieht's in China aus?

Warum kann der Westen nicht begreifen, dass manche - wenn nicht gar der überwiegende Teil der Menschheit - ganz gut mit Diktatoren leben kann, wenn diese nur halbwegs gut agieren.
Und gestern sagte jemand ganz Recht im Fernsehen: wir müssen die Menschen erst zu Demokraten machen. Sie sind noch zu sehr die Diktatur gewöhnt um der Demokratie zu trauen, die bislang in den meisten Ländern am Ende nur noch mehr Chaos verursacht hat.

@wirdsonix
OHNE WORTE

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29. Oktober 2015 um 13:25
In Antwort auf wirdsonix2

Ja
gem. Koran kann man niemanden zum Glauben zwingen.

Töten gem. Koran darf man diejenigen, welche sich dem Islam zuwenden um sie dann an andere zu verraten.
So war es in der Anfangszeit des Islam, als Muslime eine Art "Volk" bildeten. Diese "Muslime", die Mohammed und seine Anhänger verraten haben, waren dann die im Koran erwähnten Ungläubigen und durften eleminiert werden. Sie waren so etwas wie Fahnenflüchtige heute.
Ansonsten sagt der Koran auch NICHT, dass Muslime das Recht haben Christen, Juden oder auch andere Menschen zu töten.

Der richtige Weg wäre, wenn die Muslime (insbesondere Frauen) die hier her kommen den Koran RICHTIG erklärt bekämen, Ihre Traditionen hinterfragen könnten. Dann wäre alles kein Thema.

Gem. Koran sind Frau und Mann gleichberechtigt. Der Unterschied liegt darin, dass der Mann über mehr körperliche Kraft verfügt. Auch als Zeugen sind Männer lieber gesehen als Frauen. Ergo zwei Frauen oder ein Mann bei Zeugenaussagen.
Was mich persönlich nicht wundert. Denn wenn eine gekränkte Frau jemand anschwärzen will - gute Nacht. Männer sind in wichtigen Entscheidungen meist objektiver.
Gefällt mir zwar nicht das als Frau zu schreiben, aber da ist im allgemeinen gesehen leider schon was dran.
Dafür sind die Männer im sozialen Bereich nicht so gut.

Können die Frauen etwa nicht lesen????
Ich bin gespannt auf die Interpretation Deiner Aussage.

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29. Oktober 2015 um 13:26
In Antwort auf lucylinchen

Ihr seid die Besten...hmmm, finde ich in der Bibel nicht!
Es gibt im AT 2 oder 3 Stellen, in Zusammenhang mit dem "Land der Verheißung" in denen die Israeliten (und nur die und nur zu diesem bestimmten Zeitpunkt!) Krieg führen durften und ihre Feinde, d.h. Götzendiener, Heiden, die das Land beschmutzt haben zu vertreiben bzw. zu vernichten. Hier sei aber auch angemerkt, dass es sich bei diesen "Götzendienern" um Leute gehandelt hat, die z.B. Baal, Menschenopfer dargebracht haben. Das ist eine ganz andere Ausgangsposition.

Im AT steht ganz klar: Du sollst NICHT TÖTEN! Um diese Aussage zu verstehen braucht man keinen Vermittler.

Im NT findet man auch einige Passagen was das "Missionieren" anbetrifft. Jesus sagte im übertragenen Sinne, man sollte "freundlich informieren". Wenn jemand nichts davon wissen wollte, sollte man weiterhin freundlich bleiben, den Staub von seinen Füßen abstreifen und weiterziehen. Paulus sagte ebenfalls deutlich und unmissverständlich, wer Gott nicht, wie in den Schriften empfohlen wird, dienen kann oder will, sollte sich auch nicht dazu zwingen, sondern jeden Tag so leben als ob es der letzte wäre.

Klar gab es die Kreuzzüge. Die sind aber ewig und einen Tag her und werden heute von JEDEM Christen verurteilt. Ich glaube kaum, dass sich in der heutigen Zeit noch einmal ein Christ für solch einen Blödsinn instrumentalisieren lassen würde.

...wie immer kann ich nichts dafür

Entschuldige, M5 7.6
"Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, Dich hat der HERR, dein Gott erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind"

Das ist jetzt die erste Stelle von wegen auserwählt und so weiter die mir in die Finger kam. Vermutlich gibts auch bessere.
Hab grad noch ne bessere gefunden M5 26,18+19

"Und der HERR hat dir heute zugesagt, daß du sein eigen Volk sein sollst, wie er dir verheißen hat, so du alle seine Gebote hältst 19 und daß er dich zum höchsten machen werde und du gerühmt, gepriesen und geehrt werdest über alle Völker, die er gemacht hat, daß du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er geredet hat."

Ätsch! Wir sind doch die Besten!
Naha, eigentlich die Juden, aber dennoch: Ätsch!

Das passt auch nicht gerade zu unserem Grundgesetz, oder?

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