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...ist abgeschnitten worden, sorry

14. Januar 2010 um 21:59

Als ich damit nach außen ging und meine Überzeugung sichtbar machte, schlug mir tatsächlich oft genug Ablehnung entgegen. Meine Familie reagierte völlig entsetzt und fassungslos. Meine Tante verweigerte jedes Treffen mit mir. Zwei weitere Familienmitgleider brachen den Kontakt komplett ab. Ich wurde wütend und warf ihnen Intoleranz und Dummheit vor. Ich blaffte sie an, dass sie sich nicht mal die Mühe machen würden, den Islam zu verstehen, (oder sachlich meine Beweggründe zu erklären)
Einen qualifizierten Arbeitsplatz würde ich mit dem Kopftuch nicht bekommen; zum Glück bot man mir zu diesem Zeitpunkt einen Job im Sekretariat einer türkischen Organisation an. Deutsche Konvertitinnen werden bevorzugt eingestellt, sie sind äußerst begehrt: Sie sind eine ausgezeichnete Werbung für den Islam.
Ich wurde eingeladen Vorträge zu halten und anderen Muslimen von meiner Konversion zu erzählen. Mein ganzer Freundeskreis bestand ausschließlich aus Muslimen.
Aber meine heile Welt zeigte sehr rasch deutliche Risse: Denn trotz meiner Konversion hatte ich mir immer noch ein Stück Individualität und eigenständiges, kritisches Denken bewahrt. Ich legte den Islam nicht wie eine 150-prozentige Konvertitin aus, sondern eher liberal. Zum Beispiel die Idee, dass der Koran angeblich von Gott stammt. Für mich bleib er, wie die Bibel, ein Werk von Menschen. Als ich diese Überzeugung eines Tages in einem muslimischen Internetforum zur Diskussion stellte, war plötzlich der Teufel los. Ich blieb bei meiner Meinung und es schlug mir unvermittelt der blanke Hass entgegen, ich wurde beschimpft und bedroht. Den Koran eigenständig auszulegen wäre sehr, sehr, sehr gefährlich. Zitat einer Forenschreiberin.
Ich bekam allerdings auch viele PN, in denen meine Meinung geteilt würde - aber man dies niemals öffentlich zugeben dürfte, weil es verboten wäre. Aber sie bewunderten mich zutiefst, dass ich das gewagt hätte.
Schlagartig stellte sich die Ernüchterung ein: Der Islam war fast nur auf den schönen makellosen Schein ausgerichtet. Und so musste ich schlussendlich erkennen, was Islam wirklich bedeutet. Islam steht nicht - was ich bisher geglaubt hatte - für Hingabe, nein: Auf individueller wie kollektiver Ebene bedeutet Islam völlige Unterwerfung und Selbstverleugnung.
Was mich am heftigsten verstörte, waren die Ansichten bzw. die Lebensweise meiner Freundin, die auf den ersten Eindruck wie eine ganz normale Deustchtürkin wirkte, sehr normal, klug, eine ambtionierte junge Frau mit eher liberalen religiösen Ansichten. Man würde sie als perfekt integriert bezeichnen.
Nach der Mekka-Walifahrt ihres Vaters gelangte sie zu der Überzeugung, sie praktiziere den Islam nicht gut genug. Sie verwandelte sich in eine Art Vorezeige-Muslima, die mich kritisierte, weil ich nicht fünfmal am Tag beten wollte. Sie sprach nur noch über Religion und ihre FURCHT vor Allah und der Hölle. "Pluspunkte" für das Jenseits zu sammeln, das war das Wichtigste.
Sie belehrte mich eindringlich, ich hätte schon wieder mit dem falschen Fuß die Moschee betreten (man soll rechts den Schuh ausziehen und mit dem rechten Fuß den Raum betreten )
Spontan beschloss ich, das Kopftuch abzulegen und habe es als Befreiung erlebt. Ehrlich gesagt, ich genoss es wieder in vollen Zügen, endlich in kurzen Hosen und T-Shirt zu radeln und über Felder zu reiten und den Wind auf meiner Haut zu spüren.
Wieso sollte ich deswegen eine ... sein?

irisminelli

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15. Januar 2010 um 15:37

Ja, das ist absolut richtig
Es hat mir geholfen - aber der Preis war unverhältnismässig hoch.

irisminelli

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16. Januar 2010 um 12:13

Du hast
Das Posting nicht zuende gelesen, mh?

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16. Januar 2010 um 22:28

Es ist
doch gut,das du den weg zurückgefunden hast.

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20. Januar 2010 um 21:02

Den EIN-fältigen ist Gott näher
Ich war überzeugt der Islam ist die Lösung für ALLES.
Bis ich begriff, dass alle meine türkischen, bzw. muslimischen Freunde und Bekannten in einer geschlossenen Welt lebten. Kaum einer wünschte oder lebte das, was man allgemein als Integration bezeichnet. Man kapselte sich von der deutschen Gesellschaft meist völlig ab, blieb unter sich. Das galt auch für die meisten Konvertiten, die ich traf.
Sehr verunsichert hatte mich eines Tages der Ausspruch eines türkischen Bekannten, Hitler sei ein überragender Staatsmann gewesen. Ich gab zur Antwort: "Wenn einer einen Menschen umbringt, ist er ein Mörder, wenn einer für den Tod von Millionen verantwortlich ist, ist er ein Held."

irisminelli

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21. Januar 2010 um 8:47

.
Erst einmal "Herzlichen Glückwunsch" für die Einsicht, dass du einen für dich falschen Weg gegangen bist und dich davon trennen konntest.

Als generell unreligiöser Mensch frage ich mich aber, wonach du eigentlich im Islam gesucht hattest und ob du das nun doch wo anders gefunden hast, oder ob du noch immer das Gefühl hast, dass dir etwas "fehlt".

Religionen versprechen einem in solchen Dingen jedenfalls viel. Viele glückliche unreligiöse Menschen zeigen aber, dass es nicht unbedingt eine Lücke geben muss, die tatsächlich nur durch Religion (oder auch Glauben) gefüllt werden kann.
Ob es Menschen mit natürlichem Drang nach Religion gibt oder ob das eine reine Erfindung des menschlichen Geistes ist, lasse ich hier mal offen. Ich weiß es nämlich wirklich nicht.
Bevor du aber weitere Male ähnliche Erfahrungen machen musst, würde ich dir raten, ohne Religion deinen "Zugang zur Welt" zu finden. Um sich mit der Welt verbunden zu fühlen braucht man teilweise *überhaupt keine spirituellen Gedanken*! Um eine Gemeinschaft zu finden, braucht man auch nicht unbedingt Religion.

In diesem Sinne:
Finde einfach deinen Weg und werde glücklich.

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22. Januar 2010 um 16:23

Der ägyptische Schriftsteller Hamed Abdel Samed
steht wegen seiner Kritik an der islamischen Welt unter Polizeischutz.
Bei mir wurde zweimalig am Auto manipuliert (es ist nichts passiert), mein Pferd wurde beinahe vergiftet; nach diesen leidvollen Erfahrungen habe ich schnellstens meine Spuren verwischt und bin untergetaucht.
Kurz nach dem 11. September sagte ein Zeitgenosse "Wir werden sie kleinkriegen durch unsere Toleranz"
Sonst, so muss man anfügen, kriegen sie uns klein durch ihre Intoleranz.

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26. Oktober 2010 um 19:13

Bevor man seine Meinung verbreitet
sollte man auch den Rest gelesen haben

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26. Oktober 2010 um 22:37

Ich denke nicht, dass du alles verstanden hast!
wenn das alles der wahrheit entspricht, dann kann ich nur sagen, dass du den islam gar nicht verstanden hast.
du legst wert darauf, was andere "muslime" tun u lassen.
es sollte dich nicht interessieren, schließlich ist jeder mensch für sich selbstverantwortlich! auch laut islam!
u als muslim glaubt man ohne zweifel an den quran! u nicht daran, dass es von menschen geschrieben wurde! an sowas denkt man erst gar nicht, denn es ist das wort ALLAHs!
jedem das seine, ob er daran glaubt oder nicht.
aber es ist ein gebot- eine pflicht, daran zu glauben u festzuhalten, dass der quran das wort ALLAHs ist. wenn man daran zweifelt oder behauptet, dass es von menschen geschrieben wurde, dann kann man sich auch nicht als muslim bezeichnet bzw. man hat dann kein recht sich als muslim zu bezeichnen! (das soll keine anschuldigung sein, zb dass du zu diesen zeitpunkten keine muslima warst, sowas würde ich niemals gehaupten!)
schließlich ist der glaube an den quran ein glaubensgebot des islams!
1.glaube an ALLAH
2.glaube an die engel
3.glaube an die bücher (quran, bibel, thora..)
4.glaube an seine gesandten
5.glaube an das jüngste gericht
6.glaube an das schicksal (ob gut oder schlecht- ist von ALLAH bestimmt)

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1. November 2010 um 11:32

Hey, auf deine kommentare kann ich herzlich verzichten
wir beide drehen uns nur im kreis. du zeigst mit dem finger auf andere, aber denkst nicht daran, dass drei finger auf dich selbst zeigen.
über das christentum werde ich nichts sagen (im gegensatz zu dir!) schließlich glaube ich auch an die bibel.
wer oder was hier heuchlerisch ist.... hmm, bei der wortwahl solltest gerade du als christin sehr sehr sehr gut aufpassen, schätzchen...
ach, kein bock auf dich.
tschüss.

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1. November 2010 um 11:42

Danke
nein, es ist wirklich so. ich weiss nicht, aber mir kommt es so vor, als würden die menschen denken, dass muslime heilige sind... wenn ein muslim sich nicht an die religion hält, dann wird er nieder gemacht. es ist doch jedem selbst überlassen, was einer tut oder lässt.
u wenn ein muslim irgendwelche dinge tut, was gar nicht mit dem islam zu tun hat, dann sind alle muslime so. das ist ja wohl ziemlich kleinkariert.
dann wird gesagt, dass wir immer behaupten, dass ne bestimme sache nichts dem islam zu tun hat u dass der islam nicht so ist usw. hey, wenns so wäre, wieso sollten wir das denn abstreiten???!
ach, ist ja jetzt auch egal muss mir jetzt nicht die laune vermiesen mittlerweile ist es mir sowas von egal, was die leute behaupten, sollen sie denken, was sie sollen. man versucht es einmal, zweimal, nach dem dritten mal, hat man keine lust mehr
schönen tag wünsch ich dir

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1. November 2010 um 11:43

Blablabla
du wiederholst dich.

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3. November 2010 um 9:43

Ich drohe dir?!
wo steht das?! oder hast du wieder zwischen den zeilen gelesen?!
ja klar, kannst du auch. das christentum ist heuchlerischer. wenn wir es genau wissen wollen

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3. November 2010 um 9:44

Sicherlich.
ihr zwei islamexperten. sucht euch am besten ein hobby. sowas kann nur von leuten kommen, die nichts im leben zu tun haben u nichts erleben.
aber am besten: sucht euch freunde.

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