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Irrtum! Religion und Moral...

19. September 2008 um 19:42

Ich bin beschämt über meine Mitschüler... Als ich mit dem Lehrer mal wieder den gewohnten Disput aufnahm und zu begründen versuchte, dass das ganze Quackgesalbe von einem Gott einzig allein der Fantasie des Menschen und seinen Sehnsüchten und Wünschen entstammt, da behauptete jemand ernsthaft, die Religionen seien für all unsere ethischen Werte und Moralvorstellungen, die unsere Gesellschaft ausmachen, verantwortlich!
Ja, für die Verfolgung von Juden, Hexen und Hexern, für die Diskriminierung von Homosexuellen vielleicht...weiter veranlassten manche Religion den Menschen dazu, sich für seine Sexualität zu schämen...

*Die Religion trug nicht im entferntesten Sinne zur Entstehung unserer Moral bei*

Dass er alleine schlecht überleben kann, hat der Mensch schnell begriffen, so blieb er in der Gruppe, worauf sich zunehmend ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte; Dies waren die Anfänge einer stetigen Entwicklung, die die Gesellschaft, wie wir sie kennen, ausmacht. Nun, in einer Gruppe braucht es eben gewisse Regeln. Ordnungen, Hierarchien, Verbote und Gesetze, die das Zusammenleben der Menschen regeln. So entstand die Moral unserer Gesellschaft. Die Anerziehung dieser Werte prägt unser Über-Ich, vergehen wir uns daran, so plagt es uns (Schuld - und Schamgefühle). Darum versuchen wir uns im Rahmen der Normen und unserer Werte zu bewegen.

Ich würde gerne Eure Meinung dazu hören:

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19. September 2008 um 19:45

Kurzfassung:
Religionen haben mit unseren moralischen Werten grundlegend nichts zu tun!
Die Gesellschaft hätte von Anfang an darauf verzichten können!

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20. September 2008 um 0:25

Oh, Miesepeter ist wieder da.
Ich würde auch mal sagen, dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion.

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20. September 2008 um 11:04
In Antwort auf heloua

Oh, Miesepeter ist wieder da.
Ich würde auch mal sagen, dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion.

.....
"dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion."

Wenn wir nach den Geboten und Regeln der Religionen leben würden, wären wir ziemlich unzivilisiert. Wir würden Homosexuelle verfolgen, Ehebrecher steinigen, Dieben diverse Gliedmaßen amputieren und jeden umbringen, der nicht an Gott glaubt. Diese Gebote lassen nicht mal den Ansatz einer Moral erkennen. Unsere heutige Moral kommt nur von der Aufklärung, die sich endlich von der Religion distanziert hat. Und sie kommt natürlich auch von einem Gemeinschaftsgefühl, das sich im Laufe der Evolution entwickelt hat und den Menschen geholfen hat, überhaupt am Leben zu bleiben.

Die Moral basiert nicht auf Regeln und Geboten. Sie ist Produkt einer guten Erziehung und des richtigen sozialen Umfelds, das man immer in sich trägt und immer und überall auf jede Situation anwenden kann. Nicht für jede Situation gibt es ein Gebot. Aber ein moralischer Mensch wird schon wissen was zu tun ist.

Ich kenne weder Gebote noch Regeln, ich bin Atheistin und erwarte überhaupt keine Strafe für meine Untaten. Warum bin ich trotzdem nicht kriminell? Weil die Moral, die in mir ist, es mir verbietet. Weil ich selbst der schlimmste Richter bin, den ich mir vorstellen kann. Und weil ich nie im Leben anderen Menschen Leid zufügen könnte, egal was für Vorteile sich dadurch für mich ergäben.

Woher kommt das? Ich weiß es nicht genau, aber von der Religion sicherlich nicht.

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20. September 2008 um 12:01

Also
man muss sicher nicht religiös sein um zu wissen was richtig oder falsch ist. die 10 Gebote, basieren auch nur auf überlieferten "ungeschriebenen" Gesetzen nach denen schon vor Jahrtausenden (vor Juden- und Christentum und Islam) die menschen gelebt haben. irgendwann müssen die ersten homo sapiens moralische Strukturen entwickelt haben... ach ja stimmt ja... die gabs ja gar nicht... wir sind ja aus Adams Rippe gemacht oder aus Ton.. ich vergaß..

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26. September 2008 um 15:00
In Antwort auf heloua

Oh, Miesepeter ist wieder da.
Ich würde auch mal sagen, dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion.

Quatsch...
die Religionen haben diese Grundsätze nur übernommen!

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26. September 2008 um 15:06
In Antwort auf emmyn

.....
"dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion."

Wenn wir nach den Geboten und Regeln der Religionen leben würden, wären wir ziemlich unzivilisiert. Wir würden Homosexuelle verfolgen, Ehebrecher steinigen, Dieben diverse Gliedmaßen amputieren und jeden umbringen, der nicht an Gott glaubt. Diese Gebote lassen nicht mal den Ansatz einer Moral erkennen. Unsere heutige Moral kommt nur von der Aufklärung, die sich endlich von der Religion distanziert hat. Und sie kommt natürlich auch von einem Gemeinschaftsgefühl, das sich im Laufe der Evolution entwickelt hat und den Menschen geholfen hat, überhaupt am Leben zu bleiben.

Die Moral basiert nicht auf Regeln und Geboten. Sie ist Produkt einer guten Erziehung und des richtigen sozialen Umfelds, das man immer in sich trägt und immer und überall auf jede Situation anwenden kann. Nicht für jede Situation gibt es ein Gebot. Aber ein moralischer Mensch wird schon wissen was zu tun ist.

Ich kenne weder Gebote noch Regeln, ich bin Atheistin und erwarte überhaupt keine Strafe für meine Untaten. Warum bin ich trotzdem nicht kriminell? Weil die Moral, die in mir ist, es mir verbietet. Weil ich selbst der schlimmste Richter bin, den ich mir vorstellen kann. Und weil ich nie im Leben anderen Menschen Leid zufügen könnte, egal was für Vorteile sich dadurch für mich ergäben.

Woher kommt das? Ich weiß es nicht genau, aber von der Religion sicherlich nicht.

@emmyn
"Die Moral basiert nicht auf Regeln und Geboten"

Doch tut sie. Woran willst du dich denn dann orientieren? Hat dir deine Mutter nie gesagt, dass zB. Klauen schlecht ist. Kinder, denen man nichts verbietet, meinen, sich alles erlauben zu dürfen. Informiere dich über das Über - Ich von Freud.

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26. September 2008 um 15:51
In Antwort auf heloua

Oh, Miesepeter ist wieder da.
Ich würde auch mal sagen, dass so ziemlich jede Moral auf Geboten und Regeln (bestes Beispiel sind wohl die 10 Gebote) basiert. Und die kommen von der Religion.

Und
was war VOR den Religionen??? DAVOR gab es auch schon den menschen. die haben da sogar schon gesiedelt und haben auch Strukturen im Leben gehabt.

ich glaube zu wissen, dass das Judentum noch die älteste "Weltreligion" ist, so 4000 Jahre alt... ok, BabyJesus und BabyMohammed, waren da noch niente, nada, nothing, nix. also hatten die menschen vorher keine moral? haben die z.B. nicht auf ihre Kinder aufgepasst? also ich bitte dich....

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26. September 2008 um 23:46
In Antwort auf friga7

@emmyn
"Die Moral basiert nicht auf Regeln und Geboten"

Doch tut sie. Woran willst du dich denn dann orientieren? Hat dir deine Mutter nie gesagt, dass zB. Klauen schlecht ist. Kinder, denen man nichts verbietet, meinen, sich alles erlauben zu dürfen. Informiere dich über das Über - Ich von Freud.

.....
Die Moral basiert auf Regeln und Geboten, die in einem selbst leben, d.h. ich muss fühlen ob etwas richtig oder falsch ist. Wenn die Angst vor Gottes Strafe der einzige Grund ist, warum wir uns nicht gegenseitig erschlagen und vergewaltigen, kann man wohl kaum behaupten dass Nichtkriminelle viel moralischer sind als Kriminelle.


"Hat dir deine Mutter nie gesagt, dass zB. Klauen schlecht ist."

Ehrlich gesagt hat sie das nie getan. Weil sie es nicht musste.

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29. September 2008 um 12:12

Oh
je schon wieder jemand mit seinen Adamtheorien... jaja und wir mädels sind aus einer Rippe entstanden... oder gar ganz aus Ton....
wie man die Evolution verneinen kann werd ich wohl nie kapieren. wir erklärt ihr euch eigentlich die archaeologischen Funde von Zwischenformen? oder die genetische Ähnlichkeit von Mensch und Affe?

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17. Oktober 2008 um 23:01

Moral ein Nebenprodukt von etwas anderem...
Ich bin der Meinung (ähnlich wie einige Evulutionstheoretiker), dass Moralische werte, genau wie die Religion selbst, ein Nebenprodukt von etwas anderem sein kann, was den Genen einen Vorteil verschaffte. Beispielsweise das Leben in der Gruppe (wie die Threadstarterin/Threadstarter schon bemerkte). Ein gegenseitiges geben und nehmen begünstigt die Arterhaltung und das Überleben der eigenen Rasse mehr als Egoismus (nicht Egoismus von Genen) demzufolge wurde es uns ins gehirn Programmiert.
Entgegen der weitläufigen (und meines Erachtens falschen) Meinung, dass Kinder unbespielte Festplatten und ohne Religion Zombies seien, denke ich Kinder die ohne religiösen Einfluss aufwachsen genauso Moral empfinden wie Kinder die religiös aufwachsen. Ich denke sogar die Moral derer ohne religiösen Einfluss ist reiner als derer mit religöser Indoktrination.
Es spricht nicht gerade für die gesunde Selbsachtung desjenigen, wenn er meint ohne Religion würde er Morallos und der Inbegriff des bösen werden.

An dieser stelle eine Buch-Empfehlung:
"Der Gotteswahn" von Richard Dawkins der die Religion auf Rationale weise beleuchtet.

"Ich bin ein Gegner der Religion, Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein das wir die Welt nicht verstehen."

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