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In wie weit kann man nachvollziehen...

6. Oktober 2003 um 17:12


auf welchen Seiten man während der Arbeit im Internet gesurft hat? Wir hier haben eine Flatrate und es ist grundsätzlich nicht verboten, im Internet zu surfen während der Arbeitszeit. Kann man wirklich jede einzelne Seite, die man als Arbeitnehmer aufruft, nachvollziehen? Wo wird das denn dokumentiert? Meinen Verlauf, Temporäre Dateien und Cookies lösche ich jeden Tag, egal ob ich privat oder geschäftlich im Internet unterwegs bin. Darf ein Chef das überhaupt so genau überprüfen?

Kennt sich da jemand aus oder weiß Konsequenzen für Arbeitnehmer, die privat surften?

Bei uns war es bis vor einem Jahr grundsätzlich verboten. Als wir Flatrate bekamen, wurde das Verbot aufgehoben. Es gibt auch keine klaren Regelungen bezüglich privates Internet surfen. Ich bin ab und an während meiner Probezeit als schon gesurft, leider auch nicht immer wenig, dumm ich weiß!!), aber ich wurde übernommen und es kam nie was zur Sprache. Unser Azubi surft z. B. wie ein blöder (fast den ganzen Tag durchgehend neben seiner Arbeit).

Wäre dankbar für ein paar Infos oder Meinungen.

LG
Usagi

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6. Oktober 2003 um 17:28

Der Arbeitgeber
darf nicht überprüfen, ob und wo der Arbeitnehmer sich im Internet aufhält. Dies ist auch kein Kündigungsgrund, wenn das private Surfen am Arbeitsplatz erlaubt ist. Sollte sich das Surfen allerdings negativ auf die Arbeit auswirken, so wird man sicherlich Ärger wegen miserabler Arbeitsleistungen kriegen. Sonst braucht man sich aber keine Gedanken zu machen.

Ach ja, man sollte natürlich auch nicht illegal im I-Net unteregs sein.

folldepp

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6. Oktober 2003 um 17:34
In Antwort auf ferrer_12868096

Der Arbeitgeber
darf nicht überprüfen, ob und wo der Arbeitnehmer sich im Internet aufhält. Dies ist auch kein Kündigungsgrund, wenn das private Surfen am Arbeitsplatz erlaubt ist. Sollte sich das Surfen allerdings negativ auf die Arbeit auswirken, so wird man sicherlich Ärger wegen miserabler Arbeitsleistungen kriegen. Sonst braucht man sich aber keine Gedanken zu machen.

Ach ja, man sollte natürlich auch nicht illegal im I-Net unteregs sein.

folldepp

Dankeschön...
bei uns ist es nicht verboten. Wurde mir gegenüber auch nie erwähnt, und ich bin jetzt mittlerweile 10 Monate in dem Unternehmen. Zur Zeit haben wir eher eine ruhigere Phase, was die Aufträge betrifft, und da ich es mit meiner Arbeit vereinbaren kann, bin ich öfter im I-Net unterwegs. Meine Arbeit bzw. Arbeitsleistung leidet nicht darunter. Ich sufe nur, wenn ich die Zeit dazu habe. Also mache ich es richtig.

Liebe Grüße
Usagi

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6. Oktober 2003 um 20:02

Nein,
darfst Du nicht, selbst wenn Dir die Server gehören.

Quelle: heise.de

[quote]
Dilemma: Surfen am Arbeitsplatz

Über 90 Prozent aller vernetzten Arbeitnehmer in Deutschland surfen und mailen privat im Büro. Fast die Hälfte davon verbringt damit mehr als drei Stunden pro Woche. Zu diesem Ergebnis kommt der Bonner Informationsdienst Neues Arbeitsrecht für Vorgesetzte, der mehrere Studien zu dem Thema ausgewertet hat. In knapp jeder zweiten Firma sei die private Nutzung des Internet erlaubt oder geduldet. Während eine US-Studie vorrechnet, dass Firmen in vielen Fällen profitieren, wenn sie die private Internet-Nutzung zulassen, schätzt man in Deutschland, dass den Firmen daraus ein Schaden von über 50 Milliarden Euro im Jahr entstehe.

Grundsätzlich ist privates Surfen und Mailen ohne ausdrückliche Genehmigung des Arbeitgebers im Büro verboten. Duldet er die private Nutzung aber länger als ein halbes Jahr, komme dies einer Erlaubnis gleich, so der Informationsdienst. Es gibt aber immer Grenzen: Wer teure 0190-Dialer installiert oder gar Kinderpornografie lädt, muss mit Abmahnung oder fristloser Kündigung rechnen.

Arbeitgeber, die private Internet-Nutzung erlauben, dürfen diese nicht überwachen, da sie andernfalls gegen das Fernmeldegeheimnis verstoßen, warnt der Bonner Dienst. Selbst wenn ein klares Verbot gilt, dürfe nur in konkreten Verdachtsfällen kontrolliert werden.
[/quote]

Und natürlich ist es möglich, zu protokollieren, aber was nützt dir das, wenn Du es rechtlich eigentlich nicht darfst? Und solange Du kein Verdachtsmoment hast, daß Dein Mitarbeiter Illegalitäten begeht, kannst du auch nichts machen. Und selbst wenn er seine Arbeitszeit versurft aber trotzdem seinen Job schafft, könntest Du ihm keinen Vorwurf machen (denn schließlich hast du ihm wohl zu wenig Arbeit gegeben )

folldepp

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7. Oktober 2003 um 13:50

Dankeschön...
werde ich gleich ma machen.

Grüßle
Usagi

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