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Ich möchte Nonne werden!

22. August 2007 um 18:50

Guten Tag,

wie schon im Titel gesagt möchte ich gerne Nonne werden.

Ich bin 27, habe ein schönes Leben, eine schöne Wohnung, nette Familie und im Beruf läufts gerade super. Wenn da nicht ständige dieser innere Ruf oder Zug von Gott wäre. Ich fühle mich, und wahrscheinlich wird das nun keiner verstehen der dieses Gefühl nicht selbst einmal hatte, berufen!
Ich möchte gerne in ein Kloster gehen und Gott dienen.

Meine Beweggründe dafür sind die Liebe zu Gott und Jesus. Ich möchte Gott dienen und keine Art und weiße wie ich mein Leben lebe befriedigt mich so wie die Tage wo ich im Kloster "auf Urlaub" war. Da habe ich gesehen wie sehr ich mich nach dem Gebet, der Ruhe, das volle aufgehen im Glauben sehne. Diesen Wunsch hatte ich bereits als Kind und seit dem war ich, bin ich, auf der Suche nach innerlicher Ausfüllung.

Dieses Gefühl erlebte ich zum erstenmal im Kloster unter Ordensschwestern!
Mein Wunsch nun ist es Nonne zu werden.
Da dieser Schritt nun einiges Voraussetzt und ich ihn gerne von allen Seiten mir noch mal gründlichst überlegen will würde ich gerne wissen wie die Leute allgemein darüer denken, um auch wirklich alles bedacht zu haben bevor ich die Brücken zur Welt abbreche.

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22. August 2007 um 18:57

Hm,
zieht es dich eher zu einem aktiven oder zu einem kontemplativen Orden?
Alle Brücken brichst du ja auch nach einem Eintritt in einen Orden nicht ab-du hast ja eine Art "Probezeit",von mehreren Jahren,in denen du für dich herausfinden kannst,ob das Leben in einem Kloster auf Dauer etwas für dich ist.

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22. August 2007 um 19:58
In Antwort auf derya50

Hm,
zieht es dich eher zu einem aktiven oder zu einem kontemplativen Orden?
Alle Brücken brichst du ja auch nach einem Eintritt in einen Orden nicht ab-du hast ja eine Art "Probezeit",von mehreren Jahren,in denen du für dich herausfinden kannst,ob das Leben in einem Kloster auf Dauer etwas für dich ist.

Ich
würde gerne mit meiner Kraft Gott dienen und dadurch den Menschen helfen.
Zwar hat ein kontemplativer Orden auch seine Vorzüge doch würde ich gerne in einen aktiven Orden wie den der Kreuzschwsetern gehen.

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22. August 2007 um 22:06
In Antwort auf leidensweg

Ich
würde gerne mit meiner Kraft Gott dienen und dadurch den Menschen helfen.
Zwar hat ein kontemplativer Orden auch seine Vorzüge doch würde ich gerne in einen aktiven Orden wie den der Kreuzschwsetern gehen.

...
Dient man nicht automatisch Gott, wenn man den Menschen hilft? Warum das nur im Rahmen eines Ordens gehen soll, hat sich mir noch nie erschlossen.

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23. August 2007 um 0:48

Du möchtest
Gott ganz dienen. Das ist das wichtigste im Leben.

Du fühlst Dich Ihm sehr nahe, so bitte Ihn am besten Er solle Dir Deinen Weg zeigen wie Du Ihm am besten dienen kannst.

Bedenke alles ganz gleich welchen Weg Du gehen möchtest.

Er wird Dir den Weg zeigen wenn Du Ihn darum bittest.

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23. August 2007 um 9:47
In Antwort auf amylaia

...
Dient man nicht automatisch Gott, wenn man den Menschen hilft? Warum das nur im Rahmen eines Ordens gehen soll, hat sich mir noch nie erschlossen.

Es
ist schwer zu beschreiben, ich finde das die arbeit als Ordenschwester in der Symbiose von Arbeit und Gebet in einem schlichten, einfachen Leben in Armut und Keuschheit gepaart mit gehorsam das richtige für mich ist.
Auf diese besondere Art Gott meine Liebe zu zeigen, für Menschen da zu sein erscheint mir das höchste Ziel, die schönste darseinsform für mich.
Es würde ja an die 5 Jahre dauern bis ich die ewige Proffes ablegen würde - Zeit genug meinen Wunsch genau zu prüfen.
Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend - ich sehne mich nach geistigem, spirituellem, nach Gott.

Aber ich verstehe auch das diejenigen die diese Gefühle nicht hegen auch nicht verstehen können wovon ich spreche. Aber dieses Gefühl Gott absolut und ganz dienen zu wollen wurden in den letzten Jahren so übermächtig........

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23. August 2007 um 10:17
In Antwort auf leidensweg

Es
ist schwer zu beschreiben, ich finde das die arbeit als Ordenschwester in der Symbiose von Arbeit und Gebet in einem schlichten, einfachen Leben in Armut und Keuschheit gepaart mit gehorsam das richtige für mich ist.
Auf diese besondere Art Gott meine Liebe zu zeigen, für Menschen da zu sein erscheint mir das höchste Ziel, die schönste darseinsform für mich.
Es würde ja an die 5 Jahre dauern bis ich die ewige Proffes ablegen würde - Zeit genug meinen Wunsch genau zu prüfen.
Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend - ich sehne mich nach geistigem, spirituellem, nach Gott.

Aber ich verstehe auch das diejenigen die diese Gefühle nicht hegen auch nicht verstehen können wovon ich spreche. Aber dieses Gefühl Gott absolut und ganz dienen zu wollen wurden in den letzten Jahren so übermächtig........

Ich weiss nicht
"ist schwer zu beschreiben, ich finde das die arbeit als Ordenschwester in der Symbiose von Arbeit und Gebet in einem schlichten, einfachen Leben in Armut und Keuschheit gepaart mit gehorsam das richtige für mich ist."

Mit der Keuschheit weiss ich nicht, aber in einem schichten, einfachen Leben in Armut und Arbeit leben leben Millionen Deutsche.

"Auf diese besondere Art Gott meine Liebe zu zeigen, für Menschen da zu sein"

wird irgendwie von

"Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend "

widersprochen. Um für Menschen da zu sein muss ich ihre Welt, ihr Handeln und die Dinge die ihnen Wert sind verstehen, ja teils sogar "lieben".

Ich glaub auch nicht, daß z.B ein katholischer Priester die Welt nicht ansprechend findet, im Gegenteil, zumal ja die Welt, die Menschen und ihre "Weltlichkeit" per Definition Gottes Werk ist.

Um der Welt und dem Auseinandersetzen mit dem Weltlichen zu entgehen, müsstest du dann schon in einen Orden eintreten, die wirklich abgeschieden, sprich weltfern leben. Dann kannst du aber keinen Menschen mehr helfen, weil man sich irgendwann nicht mehr in die Menschen hineinversetzen kann.

Darf ich fragen, was für einen Beruf du hast?

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23. August 2007 um 10:35

Hallo...
... für mich stellt sich die Frage warum du zweifelst?
Du bist 27 und hegst diesen Wunsch seit deiner Kindheit. Was hast dich veranlasst ihn nicht schon längst umzusetzen?

Du liebst Gott, die Abgeschiedenheit, die Ruhe, das Beten, andererseits sind da die Menschen, denen du helfen möchtest und die in der Welt "da draußen" leben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das nicht irgendwie verbinden lässt (zB Schwestern im Krankenhausdienst od. Entwicklungshilfe, od. die Seelsorge).

Warum möchtest du eigentlich die Brücken zur Welt abbrechen?

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23. August 2007 um 16:42

Wow
hat man da nicht eher das gefühl lebendig begraben zu sein? den rest deines lebens neben dem leben zu stehen und nur noch zuschauer sein?

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23. August 2007 um 18:39
In Antwort auf amylaia

Ich weiss nicht
"ist schwer zu beschreiben, ich finde das die arbeit als Ordenschwester in der Symbiose von Arbeit und Gebet in einem schlichten, einfachen Leben in Armut und Keuschheit gepaart mit gehorsam das richtige für mich ist."

Mit der Keuschheit weiss ich nicht, aber in einem schichten, einfachen Leben in Armut und Arbeit leben leben Millionen Deutsche.

"Auf diese besondere Art Gott meine Liebe zu zeigen, für Menschen da zu sein"

wird irgendwie von

"Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend "

widersprochen. Um für Menschen da zu sein muss ich ihre Welt, ihr Handeln und die Dinge die ihnen Wert sind verstehen, ja teils sogar "lieben".

Ich glaub auch nicht, daß z.B ein katholischer Priester die Welt nicht ansprechend findet, im Gegenteil, zumal ja die Welt, die Menschen und ihre "Weltlichkeit" per Definition Gottes Werk ist.

Um der Welt und dem Auseinandersetzen mit dem Weltlichen zu entgehen, müsstest du dann schon in einen Orden eintreten, die wirklich abgeschieden, sprich weltfern leben. Dann kannst du aber keinen Menschen mehr helfen, weil man sich irgendwann nicht mehr in die Menschen hineinversetzen kann.

Darf ich fragen, was für einen Beruf du hast?

Danke
für Eure Antworten!

Ich schrieb "Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend"

dies wurde wohl missverstanden. Was für mich keinen Reiz bietet ist das was vielen Leute so gefällt und weshalb sie sich nie ein anderes Leben vorstellen könnten. Wie zB. Disco, feiern und Party, schicke Klamotten, Autos, Kino gehen, One Night stands, Geld ausgeben... Eben diese Dinge, materielle Dinge, sind für mich unwichtig.

Die Welt finde ich durchaus ansprechend und ebenso die Menschen. Meine Liebe gehört Gott und den Menschen denn durch unseren Herrn Jesus Christus wurde uns gezeigt wie wir miteinander leben sollen. Der Mensch und die Welt mag Gottes Wille sein, das Leiden in der Welt geht dennoch vom Bösen aus.

Ich bin in meinem Beruf ein paar mal umgesattelt. Zuerst machte ich das Abi,lernte Gartenarchitektur und sattelte auf Altenpflege um. Zur Zeit bin ich in einem Handelskonern als Sekretärin angestellt.

Ich fühle mich gerufen, ich fühle mich gedrängt, seit meiner Kindheit!
Ich verleugnete oft das berufen sein. Ich dachte mir das ich Gott auch anders dienen könnte und das ich, sobald ich meinen Platz in der Welt gefunden hätte, auch zur Ruhe kommen würde. Dem ist nicht so!
Ich verspühre den tiefen Wunsch in ein Kloster zu gehen, Ordensschwester zu werden - mich Gott ganz hin zu geben!

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23. August 2007 um 19:04
In Antwort auf leidensweg

Danke
für Eure Antworten!

Ich schrieb "Diese Welt hat für mich keinerlei Reiz. Nichts was an weltlichen Dingen geboten wird finde ich ansprechend"

dies wurde wohl missverstanden. Was für mich keinen Reiz bietet ist das was vielen Leute so gefällt und weshalb sie sich nie ein anderes Leben vorstellen könnten. Wie zB. Disco, feiern und Party, schicke Klamotten, Autos, Kino gehen, One Night stands, Geld ausgeben... Eben diese Dinge, materielle Dinge, sind für mich unwichtig.

Die Welt finde ich durchaus ansprechend und ebenso die Menschen. Meine Liebe gehört Gott und den Menschen denn durch unseren Herrn Jesus Christus wurde uns gezeigt wie wir miteinander leben sollen. Der Mensch und die Welt mag Gottes Wille sein, das Leiden in der Welt geht dennoch vom Bösen aus.

Ich bin in meinem Beruf ein paar mal umgesattelt. Zuerst machte ich das Abi,lernte Gartenarchitektur und sattelte auf Altenpflege um. Zur Zeit bin ich in einem Handelskonern als Sekretärin angestellt.

Ich fühle mich gerufen, ich fühle mich gedrängt, seit meiner Kindheit!
Ich verleugnete oft das berufen sein. Ich dachte mir das ich Gott auch anders dienen könnte und das ich, sobald ich meinen Platz in der Welt gefunden hätte, auch zur Ruhe kommen würde. Dem ist nicht so!
Ich verspühre den tiefen Wunsch in ein Kloster zu gehen, Ordensschwester zu werden - mich Gott ganz hin zu geben!

So viel...
... Leidenschaft in deinen Worten... dann würde ich sagen, dass du es tun musst.
Schon allein deshalb, damit du deinen Frieden findest, denn nur etwas zu verleugnen weil es gesellschaftlich gesehen etwas außergewöhnlicher ist wird dein Seelenleben stören und dich in weiterer Folge unglücklich machen.

Alles Gute!

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