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Ich mag meine Kultur nicht

3. Dezember 2016 um 12:29

Hallo, Ich bin 16 und Kurdin. Meine Eltern kommen aus der Türkei. Wie der Titel es schon sagt, mag ich meine Kultur nicht. Meine Familie ist eigentlich sehr modern. Ich darf anziehen was ich möchte. Ich darf mich immer mit meinen Freundinnen treffen. Ich bin Atheistin. Meine Eltern akzeptieren das auch. Meine Mutter ist auch modern aber bei ihr ist es anders. Mein Kleiner Bruder ist auch sehr modern. Nur mein Vater ist es nicht. Ihn mag ich auch nicht, wegen ein paar anderen Dingen. Beim Thema Liebe sind beide sehr streng. Ich darf keinen Freund haben. Ich darf keinen sex haben. Ich darf mich mit keinem Jungen treffen usw. Aber das ist genau das was ich möchte. Ich kann kein Kurdisch sprechen. Türkisch kann ich nicht so gut sprechen. Mit meinen Eltern spreche ich Deutsch/Türkisch gemischt und wir kommen damit gut klar. Jeder sagt zu mir ich soll Kurdisch lernen, weil das meine Muttersprache ist und somit die wichtigste Sprache für mich. Aber das sehe ich nicht so. Ich habe keine Interesse an dieser Sprache und bin sogar froh, dass ich sie nicht sprechen kann. Ich bin hier in Deutschland geboren und habe einen Deutschen Pass. Mit meinen Verwandten habe ich keinen Kontakt. Nur in den Sommerferien bin ich bei denen und selbst dann spreche ich kaum mit denen. Ich weis noch, als ich in der Türkei war mussten alle Frauen sich um den Haushalt kümmern wärhend die Männer nichts getan haben. Die Männer durften voher Essen als die Frauen. Die Männer durften, als wir drausen gegessen haben, auf dem Tisch essen und die Frauen saßen auf dem Boden. Ich habe mich zu den Männern gesetzt, weil ich nicht auf dem Boden essen wollte. Ich möchte keine Kurdin sein. Ich möchte keinen Kurden heiraten, Kurdische Hochzeit,Verlobung und was es alles noch so gibt will ich auch nicht. Ich gehe nicht auf Kurdische Demonstrationen oder Fests. Meine Eltern meinen, dass sie über mich bestimmen dürften wenn ich Volljährig bin. Jetzt dürfen sie es ja auch und ich halte mich an deren Regeln und bereite keine Probleme. Aber wenn ich Älter bzw. Volljährig bin, will ich nicht, dass sie über mich entscheiden. Vileicht ist das alles ja nur eine Phase von mir. Aber seid Jahren denke ich so. Ich möchte einfach keine Kurdin sein und das Thema ist mir wichtig geworden. Ich hoffe es gibt einige die mich verstehen können und nicht direkt beleidigen. Gibt es den einige die hier auch so sind wie ich?

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3. Dezember 2016 um 18:51
In Antwort auf blue1651

Hallo, Ich bin 16 und Kurdin. Meine Eltern kommen aus der Türkei. Wie der Titel es schon sagt, mag ich meine Kultur nicht. Meine Familie ist eigentlich sehr modern. Ich darf anziehen was ich möchte. Ich darf mich immer mit meinen Freundinnen treffen. Ich bin Atheistin. Meine Eltern akzeptieren das auch. Meine Mutter ist auch modern aber bei ihr ist es anders. Mein Kleiner Bruder ist auch sehr modern. Nur mein Vater ist es nicht. Ihn mag ich auch nicht, wegen ein paar anderen Dingen. Beim Thema Liebe sind beide sehr streng. Ich darf keinen Freund haben. Ich darf keinen sex haben. Ich darf mich mit keinem Jungen treffen usw. Aber das ist genau das was ich möchte. Ich kann kein Kurdisch sprechen. Türkisch kann ich nicht so gut sprechen. Mit meinen Eltern spreche ich Deutsch/Türkisch gemischt und wir kommen damit gut klar. Jeder sagt zu mir ich soll Kurdisch lernen, weil das meine Muttersprache ist und somit die wichtigste Sprache für mich. Aber das sehe ich nicht so. Ich habe keine Interesse an dieser Sprache und bin sogar froh, dass ich sie nicht sprechen kann. Ich bin hier in Deutschland geboren und habe einen Deutschen Pass. Mit meinen Verwandten habe ich keinen Kontakt. Nur in den Sommerferien bin ich bei denen und selbst dann spreche ich kaum mit denen. Ich weis noch, als ich in der Türkei war mussten alle Frauen sich um den Haushalt kümmern wärhend die Männer nichts getan haben. Die Männer durften voher Essen als die Frauen. Die Männer durften, als wir drausen gegessen haben, auf dem Tisch essen und die Frauen saßen auf dem Boden. Ich habe mich zu den Männern gesetzt, weil ich nicht auf dem Boden essen wollte. Ich möchte keine Kurdin sein. Ich möchte keinen Kurden heiraten, Kurdische Hochzeit,Verlobung und was es alles noch so gibt will ich auch nicht. Ich gehe nicht auf Kurdische Demonstrationen oder Fests. Meine Eltern meinen, dass sie über mich bestimmen dürften wenn ich Volljährig bin. Jetzt dürfen sie es ja auch und ich halte mich an deren Regeln und bereite keine Probleme. Aber wenn ich Älter bzw. Volljährig bin, will ich nicht, dass sie über mich entscheiden.  Vileicht ist das alles ja nur eine Phase von mir. Aber seid Jahren denke ich so. Ich möchte einfach keine Kurdin sein und das Thema ist mir wichtig geworden. Ich hoffe es gibt einige die mich verstehen können und nicht direkt beleidigen. Gibt es den einige die hier auch so sind wie ich? 

Hey Blue,
beachte die Kommentare von Reni bitte nicht. Sie projiziert ihren Frust auf deinen Beitrag, das hat aber nichts mit dir zu tun.

Zurück zu dir:
Ich habe selbst ausländische Wurzeln. Bin jedoch ziemlich europäisch erzogen wurden. Sie zwangen mir nie eine Kultur auf. Im Gegenteil: meine Eltern wollten immer, dass ich selbst Entscheidungen treffe und ließen mir genügend Freiräume. Sie liebten meinen ersten Freund (mit 16 J.) und sind heute immer noch mit seinen Eltern befreundet.
Ich weiß nicht, wie streng dein Vater ist. Eins kann ich dir jedoch sagen: niemand kann dich zwingen, irgendwen zu heiraten, den du nicht heiraten willst.

Einige parallelen gibt es trotzdem. Wir haben zu Hause immer nur deutsch geredet, was ich im Nachhinein schade finde, denn was gibt es bitte schöneres, als viele Sprachen zu beherrschen?! Damals wollte ich auch nichts von meiner Muttersprache wissen und das habe ich meinen Eltern deutlich zu verstehen gegeben - schließlich musste ich mich in der Schule auch noch mit Englisch und Spanisch auseinandersetzen. Aber heute, heute bereue ich es, denn Sprachen bieten dir Möglichkeiten, die du jetzt noch gar nicht als solche wahrnimmst: Öffnen dir Türen, ermöglichen dir inspirierende Menschen, an faszinierenden Orten, kennenzulernen und und und. Ich wollte mich nicht mit einer Kultur identifizieren, die fremd für mich war. Die einzigen Menschen, die mich damit konfrontierten, waren diejenigen, die mich nicht kannten. Für diese Menschen passte ich optisch nicht ins das „klassische Bild“ einer Deutschen - obwohl ich blaue Augen habe und mich durchaus deutsch fühle. Ich habe mich regelrecht dagegen gewehrt, dass man mich aufgrund meiner Optik (oder meines Namens) als „nicht deutsch“ kategorisiert hat. Wenn mich irgendwer gefragt hat, woher ich komme, antwortete ich immer „aus Deutschland“, wenn sie daraufhin noch mal genauer nachgefragt haben, blieb meine Antwort die Gleiche. Für mich ist Deutschland das Land, woher ich komme, aber mittlerweile weiß ich, dass ich auch mehrere „Identitäten“ annehmen kann.

Heute, da interessieren mich meine Wurzeln, das Land, woher meine Eltern kommen. Ich liebe das Essen von meiner Mutter und ich liebe es, wenn beide von ihrer Kindheit erzählen. Wir reisen sogar mittlerweile alle zusammen dahin und es ist so unglaublich schön dort – auch wenn ich mich mit der Kultur nicht identifizieren kann, aber das brauch ich auch nicht. Früher bin ich immer bei Verwandten geblieben, da mir das Land nicht zugesagt hat und ich nichts damit zu tun haben wollte.

Mach nicht den gleichen Fehler wie ich und lehne etwas ab, was dir später nützlich sein könnte. Du brauchst deine Wurzeln nicht aufzugeben. Du bist in einer interkulturellen Umgebung aufgewachsen und es fühlt sich für dich so an, als müsstest du dich für eine Kultur entscheiden, aber das stimmt nicht. Sieh es vielmehr als Ressource an und informiere dich genauer über deine Kultur: filtere das heraus, was dir gefällt. Vielleicht hat sie ja doch schöne Seiten, die du noch gar nicht (wegen deines inneren Konflikts) wahrnehmen konntest. So war es bei mir.  
 

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3. Dezember 2016 um 18:51
In Antwort auf blue1651

Hallo, Ich bin 16 und Kurdin. Meine Eltern kommen aus der Türkei. Wie der Titel es schon sagt, mag ich meine Kultur nicht. Meine Familie ist eigentlich sehr modern. Ich darf anziehen was ich möchte. Ich darf mich immer mit meinen Freundinnen treffen. Ich bin Atheistin. Meine Eltern akzeptieren das auch. Meine Mutter ist auch modern aber bei ihr ist es anders. Mein Kleiner Bruder ist auch sehr modern. Nur mein Vater ist es nicht. Ihn mag ich auch nicht, wegen ein paar anderen Dingen. Beim Thema Liebe sind beide sehr streng. Ich darf keinen Freund haben. Ich darf keinen sex haben. Ich darf mich mit keinem Jungen treffen usw. Aber das ist genau das was ich möchte. Ich kann kein Kurdisch sprechen. Türkisch kann ich nicht so gut sprechen. Mit meinen Eltern spreche ich Deutsch/Türkisch gemischt und wir kommen damit gut klar. Jeder sagt zu mir ich soll Kurdisch lernen, weil das meine Muttersprache ist und somit die wichtigste Sprache für mich. Aber das sehe ich nicht so. Ich habe keine Interesse an dieser Sprache und bin sogar froh, dass ich sie nicht sprechen kann. Ich bin hier in Deutschland geboren und habe einen Deutschen Pass. Mit meinen Verwandten habe ich keinen Kontakt. Nur in den Sommerferien bin ich bei denen und selbst dann spreche ich kaum mit denen. Ich weis noch, als ich in der Türkei war mussten alle Frauen sich um den Haushalt kümmern wärhend die Männer nichts getan haben. Die Männer durften voher Essen als die Frauen. Die Männer durften, als wir drausen gegessen haben, auf dem Tisch essen und die Frauen saßen auf dem Boden. Ich habe mich zu den Männern gesetzt, weil ich nicht auf dem Boden essen wollte. Ich möchte keine Kurdin sein. Ich möchte keinen Kurden heiraten, Kurdische Hochzeit,Verlobung und was es alles noch so gibt will ich auch nicht. Ich gehe nicht auf Kurdische Demonstrationen oder Fests. Meine Eltern meinen, dass sie über mich bestimmen dürften wenn ich Volljährig bin. Jetzt dürfen sie es ja auch und ich halte mich an deren Regeln und bereite keine Probleme. Aber wenn ich Älter bzw. Volljährig bin, will ich nicht, dass sie über mich entscheiden.  Vileicht ist das alles ja nur eine Phase von mir. Aber seid Jahren denke ich so. Ich möchte einfach keine Kurdin sein und das Thema ist mir wichtig geworden. Ich hoffe es gibt einige die mich verstehen können und nicht direkt beleidigen. Gibt es den einige die hier auch so sind wie ich? 

Hey Blue,
beachte die Kommentare von Reni bitte nicht. Sie projiziert ihren Frust auf deinen Beitrag, das hat aber nichts mit dir zu tun.

Zurück zu dir:
Ich habe selbst ausländische Wurzeln. Bin jedoch ziemlich europäisch erzogen wurden. Sie zwangen mir nie eine Kultur auf. Im Gegenteil: meine Eltern wollten immer, dass ich selbst Entscheidungen treffe und ließen mir genügend Freiräume. Sie liebten meinen ersten Freund (mit 16 J.) und sind heute immer noch mit seinen Eltern befreundet.
Ich weiß nicht, wie streng dein Vater ist. Eins kann ich dir jedoch sagen: niemand kann dich zwingen, irgendwen zu heiraten, den du nicht heiraten willst.

Einige parallelen gibt es trotzdem. Wir haben zu Hause immer nur deutsch geredet, was ich im Nachhinein schade finde, denn was gibt es bitte schöneres, als viele Sprachen zu beherrschen?! Damals wollte ich auch nichts von meiner Muttersprache wissen und das habe ich meinen Eltern deutlich zu verstehen gegeben - schließlich musste ich mich in der Schule auch noch mit Englisch und Spanisch auseinandersetzen. Aber heute, heute bereue ich es, denn Sprachen bieten dir Möglichkeiten, die du jetzt noch gar nicht als solche wahrnimmst: Öffnen dir Türen, ermöglichen dir inspirierende Menschen, an faszinierenden Orten, kennenzulernen und und und. Ich wollte mich nicht mit einer Kultur identifizieren, die fremd für mich war. Die einzigen Menschen, die mich damit konfrontierten, waren diejenigen, die mich nicht kannten. Für diese Menschen passte ich optisch nicht ins das „klassische Bild“ einer Deutschen - obwohl ich blaue Augen habe und mich durchaus deutsch fühle. Ich habe mich regelrecht dagegen gewehrt, dass man mich aufgrund meiner Optik (oder meines Namens) als „nicht deutsch“ kategorisiert hat. Wenn mich irgendwer gefragt hat, woher ich komme, antwortete ich immer „aus Deutschland“, wenn sie daraufhin noch mal genauer nachgefragt haben, blieb meine Antwort die Gleiche. Für mich ist Deutschland das Land, woher ich komme, aber mittlerweile weiß ich, dass ich auch mehrere „Identitäten“ annehmen kann.

Heute, da interessieren mich meine Wurzeln, das Land, woher meine Eltern kommen. Ich liebe das Essen von meiner Mutter und ich liebe es, wenn beide von ihrer Kindheit erzählen. Wir reisen sogar mittlerweile alle zusammen dahin und es ist so unglaublich schön dort – auch wenn ich mich mit der Kultur nicht identifizieren kann, aber das brauch ich auch nicht. Früher bin ich immer bei Verwandten geblieben, da mir das Land nicht zugesagt hat und ich nichts damit zu tun haben wollte.

Mach nicht den gleichen Fehler wie ich und lehne etwas ab, was dir später nützlich sein könnte. Du brauchst deine Wurzeln nicht aufzugeben. Du bist in einer interkulturellen Umgebung aufgewachsen und es fühlt sich für dich so an, als müsstest du dich für eine Kultur entscheiden, aber das stimmt nicht. Sieh es vielmehr als Ressource an und informiere dich genauer über deine Kultur: filtere das heraus, was dir gefällt. Vielleicht hat sie ja doch schöne Seiten, die du noch gar nicht (wegen deines inneren Konflikts) wahrnehmen konntest. So war es bei mir.  
 

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3. Dezember 2016 um 18:53

...mein Smilie hinter "fühle" sollte da nicht hin. Verzerrt ein wenig die Aussage, die ich mit dem Satz treffen wollte. 

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3. Dezember 2016 um 20:04

Na ja, aber er (saitenmann) hat mit der von dir zitierten Aussage leider Recht! 
 

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4. Dezember 2016 um 15:52

Sie hat nach Erfahrungen gefragt und die habe ich ihr mitgeteilt, wenn dich das nicht interessiert, dann ignorier es doch einfach. Urteile nicht gleich, sondern frag nach. Ich bin dabei die Sprache zu lernen, aber werde sie nie so sprechen können wie jemand, der sie von klein auf gelernt hat. Sprachen sind nun einmal eine Ressource und wer das abstreitet, dem fehlt es an Weitblick. Niemand möchte, dass sie ihre Modernintät aufgibt oder sich ihrer Kultur hingibt. Sie leidet unter einem Identitätskonflikt, aber scheinbar, ist das etwas zu kompliziert für dich. Beweg dich bitte nicht aus deinem Horizont heraus, das schadet dir und deinen Mitmenschen. 

Anouchka geht es scheinbar nicht gut. Wir streicheln ihr jetzt alle über ihren Kopf und dann darf sie uns von ihren Problemen erzählen. 

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4. Dezember 2016 um 17:40

Und was hat das Eine jetzt mit dem Anderen zu tun? 
Das kann durchaus sein, aber vielleicht ist sie auch einfach nur von den ganzen Kommentaren hier eingeschüchtert.

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4. Dezember 2016 um 18:13

Ich hatte heute viel zu tun und auf meinem Handy war ich nicht abgemeldet. Hab zwischen durch mal reingeschaut. Und diesen Beitrag habe ich versehentlich gelikt Aber ich wusste ja auch nicht was ich schreiben sollte. und du kannst auch nicht wissen was mir wichtig ist und wie ich damit umgehe

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4. Dezember 2016 um 19:58

 "dummes nur Drumherumquatschen"... positiv formuliert? Ah ja! Aber bei dem Rest, da gebe ich dir Recht. 

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4. Dezember 2016 um 20:34

Ich bin den anderen sehr sehr  Dankbar, dass sie mir helfen wollten. Immerhin haben sie, wie du es ja bereits gesagt hast, sich Gedanken gemacht. Nochmals Danke an alle anderen. 

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9. Dezember 2016 um 17:19
In Antwort auf blue1651

Hallo, Ich bin 16 und Kurdin. Meine Eltern kommen aus der Türkei. Wie der Titel es schon sagt, mag ich meine Kultur nicht. Meine Familie ist eigentlich sehr modern. Ich darf anziehen was ich möchte. Ich darf mich immer mit meinen Freundinnen treffen. Ich bin Atheistin. Meine Eltern akzeptieren das auch. Meine Mutter ist auch modern aber bei ihr ist es anders. Mein Kleiner Bruder ist auch sehr modern. Nur mein Vater ist es nicht. Ihn mag ich auch nicht, wegen ein paar anderen Dingen. Beim Thema Liebe sind beide sehr streng. Ich darf keinen Freund haben. Ich darf keinen sex haben. Ich darf mich mit keinem Jungen treffen usw. Aber das ist genau das was ich möchte. Ich kann kein Kurdisch sprechen. Türkisch kann ich nicht so gut sprechen. Mit meinen Eltern spreche ich Deutsch/Türkisch gemischt und wir kommen damit gut klar. Jeder sagt zu mir ich soll Kurdisch lernen, weil das meine Muttersprache ist und somit die wichtigste Sprache für mich. Aber das sehe ich nicht so. Ich habe keine Interesse an dieser Sprache und bin sogar froh, dass ich sie nicht sprechen kann. Ich bin hier in Deutschland geboren und habe einen Deutschen Pass. Mit meinen Verwandten habe ich keinen Kontakt. Nur in den Sommerferien bin ich bei denen und selbst dann spreche ich kaum mit denen. Ich weis noch, als ich in der Türkei war mussten alle Frauen sich um den Haushalt kümmern wärhend die Männer nichts getan haben. Die Männer durften voher Essen als die Frauen. Die Männer durften, als wir drausen gegessen haben, auf dem Tisch essen und die Frauen saßen auf dem Boden. Ich habe mich zu den Männern gesetzt, weil ich nicht auf dem Boden essen wollte. Ich möchte keine Kurdin sein. Ich möchte keinen Kurden heiraten, Kurdische Hochzeit,Verlobung und was es alles noch so gibt will ich auch nicht. Ich gehe nicht auf Kurdische Demonstrationen oder Fests. Meine Eltern meinen, dass sie über mich bestimmen dürften wenn ich Volljährig bin. Jetzt dürfen sie es ja auch und ich halte mich an deren Regeln und bereite keine Probleme. Aber wenn ich Älter bzw. Volljährig bin, will ich nicht, dass sie über mich entscheiden.  Vileicht ist das alles ja nur eine Phase von mir. Aber seid Jahren denke ich so. Ich möchte einfach keine Kurdin sein und das Thema ist mir wichtig geworden. Ich hoffe es gibt einige die mich verstehen können und nicht direkt beleidigen. Gibt es den einige die hier auch so sind wie ich? 

Hallo, 
ich denke, das du einfach mehr negative Erfahrungen mit deiner Kultur gemacht hast. Aber es gibt ja nicht nur sehr traditionelle Kurden, sondern auch moderne. Man kann doch nicht auf eine ganze 'Rasse' schließen. 
Du lebst hier und natürlich solltest du zu dir selbst finden, machen was du machen willst, studieren was du studieren willst, heiraten wen du heiraten möchtest und glauben was du glauben möchtest.
aber der Ratschlag dich von deiner Eltern abzukapseln und dein eigenes Leben zu führen (also dich komplett gegen deine Eltern zu stellen , Kontakt abzubrechen) ist ein Ratschlag den dir keiner gibt der gute Motive hat. Das kommt oft von Deutschen.
Es ist nämlich dann einfacher dich zu lenken und dich in eine Richtung zu führen, die der Politik passt. 
Ich denke bei deiner Familie wirst du eher deinen eigenen Weg finden und dich frei entfalten können als alleine. 

Und das du dich fast schon für deine Herkunft schämst wird auch vielen Recht sein. 
Ein Mensch sollte sich niemals für seine Rasse, Nationalität und Ähnliches schämen.
Wirst du zu etwas gezwungen? Oder kannst du irgendwas was du machen willst, nicht machen? 
 

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