Home / Forum / Gesellschaft & Leben / ich bin verzweifelt - mit familie zusammenwohnen

ich bin verzweifelt - mit familie zusammenwohnen

9. Oktober 2017 um 0:56

meine Eltern haben für sich, meine Geschwister und mich ein Haus mit einer Wohnung für jeden gebaut. Wir sind schon seit 5 Jahren an dem Projekt dran, haben uns das so gewünscht und ich war meinen Eltern so dankbar. Eigentlich waren wir immer eine Bilderbuchfamilie, nach und nach wird mir nun aber klar, dass das nicht stimmt... absolut nicht. Wir drei können/konnten uns ganz schwer von meiner Mutter lösen. Ich bin 7 bzw 13 Jahre älter als meine Schwestern. Ich bin mit 20 ausgezogen, meine Schwestern nicht. Ich bin jetzt 32. wir haben Defizite was Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit angegeht, sehr viele Ängste. Meine Schwestern so sehr (gepaart mit übertriebener Fürsorge), dass sie bis heute nichts machen müssen bzw minimal ohne Ehrgeiz studieren und von meinen Eltern leben.
Ich hab mich so gefreut mit meiner Familie unter einem Dach zu wohnen, aber jetzt merke ich, dass ich das absolut nicht will. Mein Leben lang hab ich mir eine eigene Familie gewünscht, ich bin verheiratet und habe eine 2jährige Tochter. Wir sind "gezwungener" Maßen jetzt schon sehr viel zusammen und ich finds schrecklich. Ich wünsche mir für meine Tochter natürlich eine tolle Beziehung zu unserer Familie aber inzwischen fühl ich koch so als wärs ihr Kind. Grade meine Schwester mit der ich einige Probleme hab (Sehr viel aus meiner Kindheit auch) würde meine Tochter liebsten bei sich wohnen haben, immer da sein (wenn es ihr genehm ist), nennt sie nur "mein Schatz", auch meine Mutter übertreibts. Das jlingt jetzt nicht so. Aber sogar meinem Mann fällts auf. Und auch wenn ich mir wünsche dass sie ein gutes Verhältnis haben und ich weiß, dass diese Konstelation viele Vorteile für alle hat und meine Tochter geborgen aufwächst, wünsche ich mir grad einen "sicheren" Ort nur für mich und meine Familie. Das ist so egoistisch. Ich "muss" hier mein restliches Leben leben. Wie schaffe ich es hier glücklich zu werden und alles zu meistern? Ich bin grad so verzweifelt.

Danke schonmal für euren Rat!!!
ps entschuldigt wenn ich mich kompliziert odr unklar ausgedrückt habe

Mehr lesen

9. Oktober 2017 um 8:24
In Antwort auf ratloshoch21

meine Eltern haben für sich, meine Geschwister und mich ein Haus mit einer Wohnung für jeden gebaut. Wir sind schon seit 5 Jahren an dem Projekt dran, haben uns das so gewünscht und ich war meinen Eltern so dankbar. Eigentlich waren wir immer eine Bilderbuchfamilie, nach und nach wird mir nun aber klar, dass das nicht stimmt... absolut nicht. Wir drei können/konnten uns ganz schwer von meiner Mutter lösen. Ich bin 7 bzw 13 Jahre älter als meine Schwestern. Ich bin mit 20 ausgezogen, meine Schwestern nicht. Ich bin jetzt 32. wir haben Defizite was Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit angegeht, sehr viele Ängste. Meine Schwestern so sehr (gepaart mit übertriebener Fürsorge), dass sie bis heute nichts machen müssen bzw minimal ohne Ehrgeiz studieren und von meinen Eltern leben. 
Ich hab mich so gefreut mit meiner Familie unter einem Dach zu wohnen, aber jetzt merke ich, dass ich das absolut nicht will. Mein Leben lang hab ich mir eine eigene Familie gewünscht, ich bin verheiratet und habe eine 2jährige Tochter. Wir sind "gezwungener" Maßen jetzt schon sehr viel zusammen und ich finds schrecklich. Ich wünsche mir für meine Tochter natürlich eine tolle Beziehung zu unserer Familie aber inzwischen fühl ich koch so als wärs ihr Kind. Grade meine Schwester mit der ich einige Probleme hab (Sehr viel aus meiner Kindheit auch) würde meine Tochter liebsten bei sich wohnen haben, immer da sein (wenn es ihr genehm ist), nennt sie nur "mein Schatz", auch meine Mutter übertreibts. Das jlingt jetzt nicht so. Aber sogar meinem Mann fällts auf. Und auch wenn ich mir wünsche dass sie ein gutes Verhältnis haben und ich weiß, dass diese Konstelation viele Vorteile für alle hat und meine Tochter geborgen aufwächst, wünsche ich mir grad einen "sicheren" Ort nur für mich und meine Familie. Das ist so egoistisch. Ich "muss" hier mein restliches Leben leben. Wie schaffe ich es hier glücklich zu werden und alles zu meistern? Ich bin grad so verzweifelt. 

Danke schonmal für euren Rat!!!
ps entschuldigt wenn ich mich kompliziert odr unklar ausgedrückt habe 

naja, die erste und wichtigste Frage aus meiner Sicht wäre:
- Warum MUSST Du?

Wenn Du tatsächlich musst - oder "musst" weil die Alternativen noch schlechter wären - hilft nur eines: Grenzen setzen. Das ist innerhalb der so nahem Verwandschaft ein hartes Stück Arbeit, keine Frage. Wo man bei Menschen, die man erst kennen lernt, noch einfach sagen kann "das ist mir so zu viel" / " ich möchte nicht, dass..." und recht gute Karten hat, dass das auch so funktioniert, muss man bei der Familie da eher mit dem Messer zwischen den Zähnen (bildlich gesprochen natürlich ) und ewig viel Sturheit... ähm "Konsequenz" ... dran bleiben.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Oktober 2017 um 23:36

Danke für eure Antworten!
ich möchte es auf jeden Fall probieren und hoffe, dass es mit Grenzen setzen funktioniert.
mein Mann sieht das so wie ich, ich glaub aber er passt sich da eher meiner Meinung an. Was ich sicher weiß, ist dass er in diese Wohnung ziehen will, da steckt so viel Herzbkut drin...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Oktober 2017 um 23:37

Ich hoffe das ist eine Art "Torschlusspanik"...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. Oktober 2017 um 9:53
In Antwort auf ratloshoch21

Ich hoffe das ist eine Art "Torschlusspanik"...

würde ich schon sagen, dass das mehr "Torschlusspanik" (so gut man das "von außen", ohne Dich zu kennen halt einschätzen kann) - sieh es mal so: offensichtlich hat sich Deine Einstellung dazu ja erst kürzlich geändert, Du hast es davor sehr lange ganz anders gesehen, auch mit reiflicher Überlegung, sonst würde da kein "Herzblut" drinstecken, oder?

Spricht schon für "Torschlusspanik". Achte auf Deine Gedanken und Worte, damit Du der "Torschlusspanik" nicht noch mehr Macht gibst - so etwas wie "ich MUSS da einziehen" wirft schon ein ziemlich häßliches Licht auf das ganze Thema. Vor uns hier im Forum ist das herzlich egal - vor Dir selbst hingegen gar nicht - damit kann man ganz schnell unschöne Spiralen basteln. Erinnere Dich daran, dass Du Dich so lange auf dieses Ziel gefreut hast, Ihr darauf hingearbeitet habt - und dreh der Panik den Hals rum

Grenzen setzen funktioniert immer. Es ist nun mal einfacher mal schwerer, aber NICHTS auf dieser Welt hat nur Vorteile (und nichts nur Nachteile) - wird schon!!!
Ich wünsch Dir viel Glück und eine schöne Zeit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Oktober 2017 um 20:53
In Antwort auf ratloshoch21

meine Eltern haben für sich, meine Geschwister und mich ein Haus mit einer Wohnung für jeden gebaut. Wir sind schon seit 5 Jahren an dem Projekt dran, haben uns das so gewünscht und ich war meinen Eltern so dankbar. Eigentlich waren wir immer eine Bilderbuchfamilie, nach und nach wird mir nun aber klar, dass das nicht stimmt... absolut nicht. Wir drei können/konnten uns ganz schwer von meiner Mutter lösen. Ich bin 7 bzw 13 Jahre älter als meine Schwestern. Ich bin mit 20 ausgezogen, meine Schwestern nicht. Ich bin jetzt 32. wir haben Defizite was Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit angegeht, sehr viele Ängste. Meine Schwestern so sehr (gepaart mit übertriebener Fürsorge), dass sie bis heute nichts machen müssen bzw minimal ohne Ehrgeiz studieren und von meinen Eltern leben. 
Ich hab mich so gefreut mit meiner Familie unter einem Dach zu wohnen, aber jetzt merke ich, dass ich das absolut nicht will. Mein Leben lang hab ich mir eine eigene Familie gewünscht, ich bin verheiratet und habe eine 2jährige Tochter. Wir sind "gezwungener" Maßen jetzt schon sehr viel zusammen und ich finds schrecklich. Ich wünsche mir für meine Tochter natürlich eine tolle Beziehung zu unserer Familie aber inzwischen fühl ich koch so als wärs ihr Kind. Grade meine Schwester mit der ich einige Probleme hab (Sehr viel aus meiner Kindheit auch) würde meine Tochter liebsten bei sich wohnen haben, immer da sein (wenn es ihr genehm ist), nennt sie nur "mein Schatz", auch meine Mutter übertreibts. Das jlingt jetzt nicht so. Aber sogar meinem Mann fällts auf. Und auch wenn ich mir wünsche dass sie ein gutes Verhältnis haben und ich weiß, dass diese Konstelation viele Vorteile für alle hat und meine Tochter geborgen aufwächst, wünsche ich mir grad einen "sicheren" Ort nur für mich und meine Familie. Das ist so egoistisch. Ich "muss" hier mein restliches Leben leben. Wie schaffe ich es hier glücklich zu werden und alles zu meistern? Ich bin grad so verzweifelt. 

Danke schonmal für euren Rat!!!
ps entschuldigt wenn ich mich kompliziert odr unklar ausgedrückt habe 

Ich kann gut nachvollziehen, in was für einer Situation du grade bist.. Meine Eltern haben auch, als wir noch zur Schule gegangen sind ein großes Haus gekauft, in dem auf jeder Etage eine Wohnung komplett eingerichtet werden kann.. Jetzt im Studium ist das noch recht angenehm, weil wir so gut wie keine Miete zahlen müssen bzw. mussten, weil mein Bruder auch mittlerweile sich eine andere Wohnung gesucht hat.
Ich seh meine Wohnung mittlerweile auch nur als Wohnung an und nicht als Kinderzimmer oder sonst was, also meine Eltern kommen mittlerweile auch nicht mehr hoch zu mir oder so, weil ich da klare Grenzen gesetzt hab und die Wohnung von meinem Bruder wird auch vermietet.. Meine Mutter findet es zwar schade, aber sie kann uns ja nicht zwingen zu bleiben..

Also jetzt zu dir, wenn du dein eigenes Leben führen möchtest, dann kannst du das auch in eurem Haus machen, aber da musst du dann klare Grenzen setzen, sodass jeder seinen Freiraum hat.
Wenn sie aber diese Grenzen nicht einhalten, zum Beispiel bei deiner Tochter, dann kannst du dich ja immer noch entscheiden zu gehen und dir etwas anderes zu suchen, du kannst dich ja nicht an ein Haus binden lassen und über die Räumlichkeiten freut sich bestimmt auch jemand anderes..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen