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Hundeerziehung

20. Juli 2003 um 18:43

Ob ich hier richtig bin kann ich nicht sagen - mal sehen - ich versuche es halt. Ich habe zwei Rüden mit einem Altersunterschied von 6 Jahren. Mein erster Hund hatte einen schweren Unfall und nachdem er wieder halbwechs ok war, riet mir mein Tierarzt einen Junghund dazu zu nehmen um meinen etwas frustrierten und früher sehr lustigen Hund aufzumuntern. Hat auch funktioniert - bloß mit der Eifersucht komme ich immer wieder in schwierige Situationen. Die Hunde haben einen großen Auslauf für sich - sind immer im Freien (weil sie Wachhunde sind) und am Abend dürfen sie ins Haus. Normalerweise bin ich eine erfahrene Hundeführerin doch wär ich sehr dankbar über einen guten Tipp um mit meinem Problem besser umgehen zu können, da es mich nervt wenn ich beide Hunde nicht ins Auto bekomme oder an der Leine führen kann weil der Ältere vor Eifersucht bissig wird - selbst wenn ich ihn zurechtweise. In der Zwischenzeit ist mein jügerer Hund so eingeschüchtert, dass er sich kaum in die Nähe gedraut wenn der Ältere neben mir absitzt. Dadurch sind auch Gehorsamsschwierigkeiten eingetreten. Einzeln ausgeführt sind sie absolut folgsam.
Vielleicht kennt jemand dieses Problem auch und ich wäre sehr froh um jeden Tipp.

Danke

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20. Juli 2003 um 20:04

Ist nicht einfach .....,
aber folgendes:
1. Der ältere dominante Hund muss immer zuerst Fressen bekommen, darf immer vorn laufen und vor dem Jüngeren in die Wohnung. Wenn Du beide streichelst, immer beide zusammen.
Ist der ältere ein Rüde? Wenn ja, kastrieren lassen. Das kann das Dominanzverhalten nehmen.

Fakt ist, die Beiden leben in einem kleinen Rudel. Du darfst in diese Rangordnung auf keinen Fall dazwischen gehen. Ich meine, wenn der Ältere den Jüngeren "zurechtweißt" bestrafe ihn nicht. Das verschärft das ganze nur noch.

Es gibt noch einen Trick den Du versuchen kannst. Er fördert das Soziaverhalten.
Schmiere Leberwurst in das Nackenfell des Jüngeren. Der Ältere wird dem leckeren Geruch kaum wiederstehen können und die Leberwurst ablecken. Das Ablecken vertieft aber die soziale Bindung zwischen beiden. So macht das normalerweise die Natur.
Versuche es einfach mal, vielleicht gelingt es.
Die stellung des Älteren darf nie in Frage gestellt werden!

Wichtig ist nur, wie ein Hund zu denken. Er lebt nach alten Gesetzen die uns fremd sind. Verstehe die Sprache und die Verhaltensmuster. So durchschaust Du ihren Geist. Tiere reagieren NIE wie Menschen bewusst oder aus Rache bzw. aus Planung. Sie leben wie die Wölfe nach eigenen Gesetzen und Sozialmustern. Nur das hält sie zusammen. Du musst ihnen genau diese Möglichkeiten geben. Es ist keine Schande für einen Hund untergeben zu sein. Weder bei Artgenossen, noch bei dem Menschen.
Es gibt eine feste Rangordnung, in der der Mensch das oberste "Wesen" ist. Und das gilt es durchzusetzen mit Konsequenz, Zucker und Peitsche (jetzt übertrieben gesagt)
Lob und Tadel sind wichtig für das Verständnis und den Platz des Hundes in der Familie.
Hunde untereinander müssen diese Rangordnung selbst ausmachen. Hier dazwischen zu gehen bringt gar nix, es verschlimmert nur das ganze.

Fördere einfach den Zusammenhalt der beiden. Aber achte auf die Rangordnung untereinander. Der ältere IMMER und alles zuerst. Auch wenn es ins Auto geht. Der ältere zuerst rein und zuerst raus usw.

Beim Spielen den älteren immer bevorzugen, aber den jüngeren mit einbeziehen.

Wenn so gar nix geht, ist eine 100% Lösung eine Hundeschule. Die kostet was, aber bringt auf jeden Fall Erfolg. Dort arbeiten Hundepsychologen die wirklich Wunder vollbringen.

Viel Glück und vor allem Geduld
Liebe Grüße
Stromer
*schon 3 Hunde und zwei Katzen hatte*

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20. Juli 2003 um 20:46
In Antwort auf Stromer

Ist nicht einfach .....,
aber folgendes:
1. Der ältere dominante Hund muss immer zuerst Fressen bekommen, darf immer vorn laufen und vor dem Jüngeren in die Wohnung. Wenn Du beide streichelst, immer beide zusammen.
Ist der ältere ein Rüde? Wenn ja, kastrieren lassen. Das kann das Dominanzverhalten nehmen.

Fakt ist, die Beiden leben in einem kleinen Rudel. Du darfst in diese Rangordnung auf keinen Fall dazwischen gehen. Ich meine, wenn der Ältere den Jüngeren "zurechtweißt" bestrafe ihn nicht. Das verschärft das ganze nur noch.

Es gibt noch einen Trick den Du versuchen kannst. Er fördert das Soziaverhalten.
Schmiere Leberwurst in das Nackenfell des Jüngeren. Der Ältere wird dem leckeren Geruch kaum wiederstehen können und die Leberwurst ablecken. Das Ablecken vertieft aber die soziale Bindung zwischen beiden. So macht das normalerweise die Natur.
Versuche es einfach mal, vielleicht gelingt es.
Die stellung des Älteren darf nie in Frage gestellt werden!

Wichtig ist nur, wie ein Hund zu denken. Er lebt nach alten Gesetzen die uns fremd sind. Verstehe die Sprache und die Verhaltensmuster. So durchschaust Du ihren Geist. Tiere reagieren NIE wie Menschen bewusst oder aus Rache bzw. aus Planung. Sie leben wie die Wölfe nach eigenen Gesetzen und Sozialmustern. Nur das hält sie zusammen. Du musst ihnen genau diese Möglichkeiten geben. Es ist keine Schande für einen Hund untergeben zu sein. Weder bei Artgenossen, noch bei dem Menschen.
Es gibt eine feste Rangordnung, in der der Mensch das oberste "Wesen" ist. Und das gilt es durchzusetzen mit Konsequenz, Zucker und Peitsche (jetzt übertrieben gesagt)
Lob und Tadel sind wichtig für das Verständnis und den Platz des Hundes in der Familie.
Hunde untereinander müssen diese Rangordnung selbst ausmachen. Hier dazwischen zu gehen bringt gar nix, es verschlimmert nur das ganze.

Fördere einfach den Zusammenhalt der beiden. Aber achte auf die Rangordnung untereinander. Der ältere IMMER und alles zuerst. Auch wenn es ins Auto geht. Der ältere zuerst rein und zuerst raus usw.

Beim Spielen den älteren immer bevorzugen, aber den jüngeren mit einbeziehen.

Wenn so gar nix geht, ist eine 100% Lösung eine Hundeschule. Die kostet was, aber bringt auf jeden Fall Erfolg. Dort arbeiten Hundepsychologen die wirklich Wunder vollbringen.

Viel Glück und vor allem Geduld
Liebe Grüße
Stromer
*schon 3 Hunde und zwei Katzen hatte*

Vielen Dank
...also ich muss sagen ich hätte mir nicht so schnell Reaktionen auf meine Frage erwartet. Hab mal als pure Neugier reingeschaut ob vielleicht schon was drinnen steht *grins*
Ich bin wirklich eine erfahrene Hundeführerin und all die Dinge *Alpha-Tier* usw. sind mir ein längst vertrauter Begriff. Ich halte die Rangordnungen sehr streng ein. Ich zuerst durch die Tür, dann der Ältere und am Schluss der Jüngere. Immer zuerst der Ältere dann der Jüngere. Bei allem. Ich lasse sie auch immer alles allein ausmachen wenn sie sich kurz in die Haare kommen denn ich denk mir das ist in einem Rudel so üblich und wir Menschen haben ja auch unsere Konflikte auszutragen. .


Was für mich aber vollkommen NEU ist, ist der Tipp mit der Leberstreichwurst. Also das finde ich sehr interessant. Ich werde es versuchen und in ein paar Tagen Bescheid geben ob es funktioniert hat. Danke auch für die lieben Tipps wegen Tropfen und so. Das Buch werd ich mir kaufen.
An Konsequenz und Erfahrung mit Dominazverhalten fehlt es mir nicht, da ich auch mit Pferden arbeite. Aber wie sagt man: man ist immer wieder vor Probleme gestellt und allein ist man ja oft recht hilflos wenn es um neue Perspektiven suchen geht. Danke also nochmals für Euer kräfiges Interesse mir zu helfen.
LBGR DeeDee

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