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Höflichkeit Hilfsbereitschaft der Deutschen?

20. November 2008 um 18:23

Gestern war die Sendung Stern TV mit Günter Jauch.
Es wurde ein Experiment gemacht um die Hilfsbereitschaft der Deutschen zu testen.
Beispiele waren eine "Schwangere" in einem Zug, ein Engländer stand auf.
Eine Frau versuchte ihr Fahrrad ins Auto zu verfrachten. Wer half? Es waren eher Frauen.
Dann in einer Straßenbahn,
Ein 82-jähriger Rentner. In zehn überfüllten Straßenbahnen macht stern TV den Test: Wer bietet dem Mann seinen Platz an?

In zwei Straßenbahnen musste der Mann stehen. Sechs Mal räumten Frauen für ihn den Platz, Männer nur zwei Mal - einer davon allerdings erst nach Aufforderung...

Einer war ein Marokkaner. Als er befragt wurde sagte er, dass es in seinem Land solche Dinge noch zählen wie Ehre und Höflichkeit.

Da kann ich mich ja wirklich geehrt fühlen, denn erst jetzt, alleine in einer Wioche standen zwei junge Leute für mich auf.

Am meisten half man einer Faru mit Kinderwagen die Tür aufzuhalten, das kostet weder Zeit noch ist es schwer.

Wie seht Ihr das?

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20. November 2008 um 18:50

Frauen werden von Kindesbeinen an, sehr viel stärker dazu erzogen, Mitleid zu zeigen und bestimmte H
es wurde danach ein Psychologe befragt und er sagte, dass Frauen von Natur aus einfach einen besseren Draht dazu haben, also helfen. Sie sehen es einfach und Männer würden das oft gar nicht mitbekommen.
Viel liegt auf jeden Fall an der Erziehung, das denke ich auch. Ich bin manchmal wirklich erstaunt wenn eine alte Omi kommt und die ganz jungen einfach sitzen bleiben. Wir sind immer aufgestanden in dem Alter und denke, dass es früher mehr verbreitet war als heute.

Mit den Omas im Schulbus kann deshalb sein weil sie eher Frühaufsteher sind. Das ist mir auch beim einkaufen aufgefallen, als ich mal ausnahmsweise ganz früh im Laden war. Es waren auffallend viele ältere Menschen dort mit ihren Einkaufswagen.

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1. Dezember 2008 um 3:55

Ich würde das alles etwas anders beurteilen
Hallo, ich habe mir die Postings durchgelesen und möchte folgendes dazu sagen:

Ich bin 19 Jahre alt, sehe zwar etwas älter und gesetzter aus (meist auf 28 geschätzt) aber das ändert auch nicht viel. Ich habe seit vielen Jahren eine starke rheumatische Erkrankung und dazu noch Herzrhythmusstörungen, so dass ich schon jetzt volle Erwerbsunfähigkeitsrente erhalte.
Wenn ich im Bus oder in der Bahn den extra dafür ausgewiesenen Behindertenplatz besetze, dann erlebe ich öfters dass die älteren Herrschaften diesen beanspruchen obwohl sie sichtlich körperlich besser gestellt sind als ich. Auf meinen Einwand hin, dass ich selbst behindert bin, erlebe ich oft schiere Arroganz, schon mehrmals haben mich Senioren am Arm gepackt und versucht mich wegzuziehen. Zweimal ist die Situation sogar eskaliert, dass Herren der deutschen Kriegsgeneration versucht haben mich zu ohrfeigen und dies aus dem nichts heraus.

Ich persönlich komme nicht mit der Mentalität zurecht, dass VOR ALLEM die heutige Rentner-Generation der Ansicht ist einen verbrieften Anspruch auf eine besondere Behandlung zu haben, diesen Anspruch aber nicht denen zubilligen die ihn wirklich bedürfen. Dies sage ich ohne mich damit ausschließlich persönlich zu meinen. Ich verlange nichts was ich nicht wirklich und unbedingt brauche, doch es ist mir nur möglich unter schmerzen zu stehen, doch dass ein Platz durch Senioren freigegeben wird ist eher die Ausnahme und wenn dann nur unter einer vollständigen Erklärung meiner Situation. Oft erhalte ich noch Ratschläge als beigabe, ich solle mir doch einen Besenstiel um den Rücken binden, dann würde ich schon stehen können, um nur einen zu nennen.

Auch die Behauptung im islamischen Kulturkreis sei dies besser will ich entschieden bestreiten.
Ich habe bereits mit 16 ein Fernstudium der allgemeinen Theologie begonnen, da ich ursprünglich Philosophie studieren wollte. Bei meinem Besuch islamischer Länder habe ich die Ausgrenzung und Stigmatisierung noch viel deutlicher zu spüren bekommen. Ein kleines Beispiel:
Ich hatte zu meinem Flug Hamburg-Teheran eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung eines Sitzes am Notausgang mit entsprechend größerer Beinfreiheit vorgenommen, doch das Flugzeug hatte in München eine Zwischenlandung und der Sitzplatz wurde (allerdings ohne Vorreservierung) an ein iranisches Ehepaar vergeben, welche den von mir besetzen Sitzplatz nun ebenfalls beanspruchten und mich auf meine Zusatzerklärung dass ich den Platz vor allem wegen meiner Erkrankung benötige übelst beleidigten wie mit Sprüchen "Ihr scheiß deutschen seid doch eh alles Schwächlinge" und "was interessiert mich das ob Sie krank sind, ich hab den Platz bekommen und nun gehen Sie weg". Ebenfalls erfuhr ich ein solches Verhalten auch in der Türkei und im Jemen. Ich denke in diesen Ländern gibt es Respekt vor dem Alter, aber Kranke werden ausgegrenzt.

Ich will mich dem anschließen, dass in Polen und dem ganzen Ostgebiet eine reine Armbogen-Gesellschaft besteht in der nur das Recht des Stärkeren zählt. Besondere Erfahrungen mit diesen Ländern habe ich in Polen, Tschechien, und vor allem in Lettland gesammelt.

Eine ausgewogene Rücksichtnahme herrscht in meinem Heimatland Schweden. Hier haben die Menschen noch ein gewisses Verantwortungsbewusstsein für den nächsten. Gerade Kranken gegenüber begegnet man mit Respekt, aber auch Älteren -wenn Bedarf besteht-.

Über Kommentare würde ich mich sehr freuen.
Lg Daniel

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1. Dezember 2008 um 12:20

Ist doch schön
wenn jemand das Paradies anstrebt. Ein Muslim handelt für Allah und hofft auf den Lohn im Jenseits. Es gibt auch andere gute Menschen die auch hier helfen und auch ihren Lohn bekommen. Wer es nicht auch für Allah tut bekommt nur hier seinen Lohn. Das gute Gefühl hat ein Muslim genauso wie ein Nichtmuslim natürlich, beide tun es gerne. Hauptsache, dass man hilft.

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1. Dezember 2008 um 12:33
In Antwort auf sverige55

Ich würde das alles etwas anders beurteilen
Hallo, ich habe mir die Postings durchgelesen und möchte folgendes dazu sagen:

Ich bin 19 Jahre alt, sehe zwar etwas älter und gesetzter aus (meist auf 28 geschätzt) aber das ändert auch nicht viel. Ich habe seit vielen Jahren eine starke rheumatische Erkrankung und dazu noch Herzrhythmusstörungen, so dass ich schon jetzt volle Erwerbsunfähigkeitsrente erhalte.
Wenn ich im Bus oder in der Bahn den extra dafür ausgewiesenen Behindertenplatz besetze, dann erlebe ich öfters dass die älteren Herrschaften diesen beanspruchen obwohl sie sichtlich körperlich besser gestellt sind als ich. Auf meinen Einwand hin, dass ich selbst behindert bin, erlebe ich oft schiere Arroganz, schon mehrmals haben mich Senioren am Arm gepackt und versucht mich wegzuziehen. Zweimal ist die Situation sogar eskaliert, dass Herren der deutschen Kriegsgeneration versucht haben mich zu ohrfeigen und dies aus dem nichts heraus.

Ich persönlich komme nicht mit der Mentalität zurecht, dass VOR ALLEM die heutige Rentner-Generation der Ansicht ist einen verbrieften Anspruch auf eine besondere Behandlung zu haben, diesen Anspruch aber nicht denen zubilligen die ihn wirklich bedürfen. Dies sage ich ohne mich damit ausschließlich persönlich zu meinen. Ich verlange nichts was ich nicht wirklich und unbedingt brauche, doch es ist mir nur möglich unter schmerzen zu stehen, doch dass ein Platz durch Senioren freigegeben wird ist eher die Ausnahme und wenn dann nur unter einer vollständigen Erklärung meiner Situation. Oft erhalte ich noch Ratschläge als beigabe, ich solle mir doch einen Besenstiel um den Rücken binden, dann würde ich schon stehen können, um nur einen zu nennen.

Auch die Behauptung im islamischen Kulturkreis sei dies besser will ich entschieden bestreiten.
Ich habe bereits mit 16 ein Fernstudium der allgemeinen Theologie begonnen, da ich ursprünglich Philosophie studieren wollte. Bei meinem Besuch islamischer Länder habe ich die Ausgrenzung und Stigmatisierung noch viel deutlicher zu spüren bekommen. Ein kleines Beispiel:
Ich hatte zu meinem Flug Hamburg-Teheran eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung eines Sitzes am Notausgang mit entsprechend größerer Beinfreiheit vorgenommen, doch das Flugzeug hatte in München eine Zwischenlandung und der Sitzplatz wurde (allerdings ohne Vorreservierung) an ein iranisches Ehepaar vergeben, welche den von mir besetzen Sitzplatz nun ebenfalls beanspruchten und mich auf meine Zusatzerklärung dass ich den Platz vor allem wegen meiner Erkrankung benötige übelst beleidigten wie mit Sprüchen "Ihr scheiß deutschen seid doch eh alles Schwächlinge" und "was interessiert mich das ob Sie krank sind, ich hab den Platz bekommen und nun gehen Sie weg". Ebenfalls erfuhr ich ein solches Verhalten auch in der Türkei und im Jemen. Ich denke in diesen Ländern gibt es Respekt vor dem Alter, aber Kranke werden ausgegrenzt.

Ich will mich dem anschließen, dass in Polen und dem ganzen Ostgebiet eine reine Armbogen-Gesellschaft besteht in der nur das Recht des Stärkeren zählt. Besondere Erfahrungen mit diesen Ländern habe ich in Polen, Tschechien, und vor allem in Lettland gesammelt.

Eine ausgewogene Rücksichtnahme herrscht in meinem Heimatland Schweden. Hier haben die Menschen noch ein gewisses Verantwortungsbewusstsein für den nächsten. Gerade Kranken gegenüber begegnet man mit Respekt, aber auch Älteren -wenn Bedarf besteht-.

Über Kommentare würde ich mich sehr freuen.
Lg Daniel

Eine ausgewogene Rücksichtnahme herrscht in meinem Heimatland Schweden
Kannst Du mehr über Deine Heimat erzählen. Woran liegt es Deiner Meinung nach. Kann es sein, dass es dort insgesamt freundlicher zugeht? Wie sieht es dort aus mit Arbeitslosigkeit. Wie geht Ihr dort um mit Ausländern?
Ich denke die Welt hat sich etwas verändert. Früher ist man auch in Deutschland öfter aufgestanden. Uns wurde es als Kinder noch beigebracht.

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2. Dezember 2008 um 2:06

Es ist ein Kreislauf
und kommt irgendwo wieder zurück.
Auf der andern Seite gibt es sehr viele Menschen die helfen. Und nicht nur eine Tür aufalten, sondern richtig viel Zeit geben und noch mehr. Und sie lehnen ab für bestimmte Dinge bezahlt zu werden die wirklich sehr aufwendig sind- Und haben nur eines erwartet, ein danke schön, das dann nicht kommt.

Ich denke es liegt viel daran wie es den Menschen selber geht. In manchen Gegenden in Deutschland findet man so viel Freundlichkeit, dass man sich noch Jahre später gerne daran erinnert.

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2. Dezember 2008 um 11:43

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In meinem 2 Job fällt es mir immer wieder auf, dass gerade die Menschen die wenig besitzen eher bereit sind Trinkgeld zu geben, als die welche im Geld schwimmen.Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung.

Aber es stimmt schon irgendwie nachdenklich .

lg
Dante

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