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Heimlicher Vaterschaftstest der Männer

11. Januar 2005 um 21:46

Straffrei, ja oder nein?

Ist es legitim oder nicht?

Oder wie würdet ihr ein vernünftiges Gesetz schaffen, was Mütter, Kinder aber auch Väter schützt?

Immerhin soll jedes 10. Kind ein sogenanntes Kuckuckskind sein. Betrogene Männer, die manchmal dafür noch zahlen und betrogene Kinder dazu.

Also, wie seht ihr das ganze?

Liebe Grüße
Estonia

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11. Januar 2005 um 22:05

Ich finde es zum Teil
ganz schön dreist, was manche Frauen sich auf Kosten der Männer so rausnehmen. Ich plädiere für den straffreien heimlichen Vaterschaftstest. Die Kinder werden in der Regel nicht weniger geliebt...aber das ein Mann für ein fremdes Kind zahlen soll, finde ich schon ziemlich pervers. Und leider gibt es genug Frauen, die sich um jeden Preis schwängern lassen...

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12. Januar 2005 um 9:20

Wenn ein Gesetz geschaffen wird
muß mann wohl erst einmal fragen, wer geschützt werden soll.
Das kann ich nicht so richtig erkennen. Geht der Vateschaftstest positiv aus also der Mann ist Vater, ist wohl alles gut und man sollte seine Zweifel begraben.
Es ist doch klar, dieses Ansinnen so einen Test durchzuführen würde das Partnerschaftsverhältnis stören. Also sollte es besser heimlich gemacht werden.

Betrachten wir mal den Fall, der Mann ist nicht der Vater. Heíßt doch zu gut Deutsch er soll für etwas zahlen, was er nicht verursacht hat und ihm wird der Nachweis verwehrt.

Also nocheinmal die Frage, wer soll hier eigendlich geschützt werden?
Ist es nicht überhaupt besser, den Test unbemerkt zu machen.
Warum soll ein Mann, der davon Kenntnis erhält, daß er nicht der Vater ist, nicht das Recht haben, das auch offen auszusprechen.

Ich würde ein derartiges Gesetz für fehl am Platze bezeichnen und völlig ungerecht.

LG

Teddy

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12. Januar 2005 um 9:36

Ungleichgewicht....
Nun ja, mich stört am momentanen Gesetzentwurf, dass der Mutter mehr Rechte eingeräumt werden als einem zweifelnden Vater, da sie ja anscheinend entscheiden darf, ob der Test durchgeführt wird oder nicht. Und der Vater muss sich laut neuem Entwurf dann entweder zurückhalten oder den Test gerichtlich durchsetzen, was aber auch nur mit sehr triftigen Gründen funktioniert. Und ein ungutes Gefühl in der Magengegend wird sicher nicht als Grund anerkannt, obwohl es vermutlich oft berechtigt ist....
Und durch eine gerichtliche Anordnung wird das Familiengefüge sicherlich mehr belastet als bei einem heimlich durchgeführtem Test, vor allem wenn sich herausstellt, dass der vermeintliche Vater auch wirklich der Vater ist und die Zweifel ausgeräumt werden konnten.
Warum bekommt also die Mutter mehr Rechte als der Vater, obwohl das Sorgerecht ja im Normalfall bei beiden Elternteilen liegt?
Ich fände es zwar auch nicht toll, wenn mein Mann an der Herkunft unserer Kinder zweifeln würde, aber für mich wäre es sein Recht, das auch per Genanalyse nachprüfen zu lassen.
Dieser gesetzentwurf schützt meiner Meinung nach nur die Mütter, die schon in der beziehung unehrlich waren und ihrem Mann/Freund ein Kind "untergeschoben" haben, was ich zumindest moralisch nicht so ganz in Ordnung finde. Und deren Interessen werden auch noch über die Interessen des "Gelackmeierten" gestellt und somit die Geldabzocke bei "Nicht-Vätern" gefördert. Ganz abgesehen davon, dass die betroffenen Kinder Offenheit verdient haben, was ihren richtigen, biologischen Vater betrifft, auch wenn sie mit einem anderen mann als Vater aufwachsen. Wenn sie es im Verlauf der Zeit erst zufällig entdecken (was ja sicher auch oft passiert), werden sie sich betrogen und vom Gesetz im Stich gelassen fühlen.

Soweit meine Meinung dazu...

LG

Igelbaby

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12. Januar 2005 um 9:48

Ich verstehe nicht, was....
... daran schlimm sein soll, wenn ein Mann Bedenken hat und diese aus dem Weg räumen möchte.
Es macht ja kein Mann aus Jux und Dollerei so einen Test. Er wird dann ja wohl ernsthafte Gründe für seine Vermutung haben, wenn er bereit ist so viel Geld auszugeben.

Tut man mit so einem Test den Frauen oder Kindern weh?
Die Männer werden nur bewahrt, ein Leben lang der Lelleck zu sein und für ein Kind zu zahlen, das nicht ihres ist.

Ich bin dafür, dass das weiterhin gemacht werden darf, weil wie gesagt viel zu viele Kinder Kuckucks-Kinder sind!!!


LG
Pluster

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12. Januar 2005 um 10:36

Jeder heimliche Test
ist besser für den Familienfrieden als vorher die Unsicherheit auszudiskutieren. Hab gestern noch gehört, dass die meisten Tests eh bestätigen, dass der potenzielle Vater auch der leibliche Vater ist. Oh Gott, man stelle sich diesen Ärger im Vorfeld vor!

Hab gestern noch zu meinem Freund gesagt, dass, wenn er meint unsicher sein zu müssen, doch bitte, bitte den Test heimlich machen soll. Ich hätte keine Lust mit seinen Zweifeln konfrontiert zu werden. Er ist in seiner Meinung sogar noch weiter gegangen und fordert einen generellen Test hinsichtlich der Vaterschaft. Das ginge mir allerdings zu weit, denn ich möchte nicht unter Kollektivverdacht gestellt werden.

lg
kratzamkopp

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12. Januar 2005 um 15:45

Bis heute Morgen habe ich auch gedacht...
Wen interessierts?

Dann habe ich ein Interview mit Frau Cypries gehört und fand Ihren Ansatz gut.

"Noch kurz vor der Entscheidung des Bundesgerichtshofes hatte Zypries ihren Gesetzentwurf verteidigt. Die Gesetzesinitiative "hat nichts damit zu tun, dass wir nicht wollen, dass der Vater nicht weiß, ob er der Vater ist." Es gehe um ein generelles Gesetz, das den Umgang mit genetischen Daten regele. "Die Gefahr besteht, dass sich jedermann leicht zu erlangendes genetisches Material besorgt und testen lässt", sagte die SPD-Politikerin heute im ARD-Morgenmagazin. Das müsse verhindert werden. Genetische Daten seien "das Wertvollste, das der Mensch hat", sagte Zypries."

Quelle: www.spiegel.de

Und diese Aussage finde ich richtig gut. Ich möchte nicht, dass irgendjemand mal eben meine DNA bestimmen kann, sondern ich möchte in so einem Fall mitbestimmen.

Unabhängig davon habe ich aber auch das Gefühl, dass es "in" ist, einen Vaterschaftstest zu machen. Gab es früher weniger Kuckuckskinder? Oder waren die Väter weniger misstrauisch? Oder liegt es einfach daran, dass die vorhandenen Möglichkeiten neue "Bedürfnisse" wecken?

LG, Nindscha

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12. Januar 2005 um 16:04
In Antwort auf beat_12643474

Bis heute Morgen habe ich auch gedacht...
Wen interessierts?

Dann habe ich ein Interview mit Frau Cypries gehört und fand Ihren Ansatz gut.

"Noch kurz vor der Entscheidung des Bundesgerichtshofes hatte Zypries ihren Gesetzentwurf verteidigt. Die Gesetzesinitiative "hat nichts damit zu tun, dass wir nicht wollen, dass der Vater nicht weiß, ob er der Vater ist." Es gehe um ein generelles Gesetz, das den Umgang mit genetischen Daten regele. "Die Gefahr besteht, dass sich jedermann leicht zu erlangendes genetisches Material besorgt und testen lässt", sagte die SPD-Politikerin heute im ARD-Morgenmagazin. Das müsse verhindert werden. Genetische Daten seien "das Wertvollste, das der Mensch hat", sagte Zypries."

Quelle: www.spiegel.de

Und diese Aussage finde ich richtig gut. Ich möchte nicht, dass irgendjemand mal eben meine DNA bestimmen kann, sondern ich möchte in so einem Fall mitbestimmen.

Unabhängig davon habe ich aber auch das Gefühl, dass es "in" ist, einen Vaterschaftstest zu machen. Gab es früher weniger Kuckuckskinder? Oder waren die Väter weniger misstrauisch? Oder liegt es einfach daran, dass die vorhandenen Möglichkeiten neue "Bedürfnisse" wecken?

LG, Nindscha

Also irgendwann ist mal Schluß
frag doch mal einen Mann, der Jahrelang für eine Kuckuskind gezahlt hat, sich vielleicht noch verschuldet hat, ob seine genetischen Daten sein höchstes Gut sind.

Es geht doch gar nicht darum, ob der Test heimlich durchgeführt werden "darf" sondern ob der heimliche Test vor Gericht bestand hat (was er ja nicht hat, wie eben gelesen).

Wenn ich Deine genetischen Daten rausfinden möchte, aus welchen Gründen auch immer, glaube mir, es gibt Mittel und Wege das herauszufinden. Was glaubst Du denn, was ein Dieter Müller mit den gen. Daten von Doris und Kevin Müller anstellen kann oder will? Vermutlich gar nichts.

Und die Personen, denen solche Daten etwas nützen, die kommen auch daran.

Fazit: Das Urteil - absoluter Schwachsinn.

Gruß

Ulli

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12. Januar 2005 um 17:20
In Antwort auf ulli29

Also irgendwann ist mal Schluß
frag doch mal einen Mann, der Jahrelang für eine Kuckuskind gezahlt hat, sich vielleicht noch verschuldet hat, ob seine genetischen Daten sein höchstes Gut sind.

Es geht doch gar nicht darum, ob der Test heimlich durchgeführt werden "darf" sondern ob der heimliche Test vor Gericht bestand hat (was er ja nicht hat, wie eben gelesen).

Wenn ich Deine genetischen Daten rausfinden möchte, aus welchen Gründen auch immer, glaube mir, es gibt Mittel und Wege das herauszufinden. Was glaubst Du denn, was ein Dieter Müller mit den gen. Daten von Doris und Kevin Müller anstellen kann oder will? Vermutlich gar nichts.

Und die Personen, denen solche Daten etwas nützen, die kommen auch daran.

Fazit: Das Urteil - absoluter Schwachsinn.

Gruß

Ulli

Es geht ja nicht um den Mann...
Sondern um die DNA des Kindes.

Mir ist schon bewusst, dass es nicht allzu schwer ist an meine DNA zu kommen, wenn man denn möchte. Aber deshalb ist es ja noch lange nicht richtig!

Klar soll ein Vater wissen dürfen, ob das eigene Kind auch wirklich das eigene ist - aber auf eine vernünftige Art und Weise. Deshalb fände ich es besser, legale Vaterschaftstests zu vereinfachen. D. H. dass die Mutter diesen im Zweifel eben nicht einfach so ablehenen kann.

Abgesehen davon finde ich es ohnehin ganz schön verlogen, hintenrum einen Test zu machen... Das Argument "besser für die Familie" greift da in meinen Augen auch nicht mehr - wenn es so weit ist, dass der Vater zu diesem Mittel greift, ist die Familie wohl ohnehin nicht mehr gerade ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung.

LG, Nindscha

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12. Januar 2005 um 17:28

Dann liegt das Problem aber ja wohl wo anders...
Und zwar an den abstrusen Beweisen die man vorlegen muss, um deutlich zu machen, dass das Kind evt. nicht das Eigene ist und nicht am grundssätzlichen Verbot von heimlichen Vaterschaftstests.

Nindscha

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12. Januar 2005 um 19:30
In Antwort auf beat_12643474

Bis heute Morgen habe ich auch gedacht...
Wen interessierts?

Dann habe ich ein Interview mit Frau Cypries gehört und fand Ihren Ansatz gut.

"Noch kurz vor der Entscheidung des Bundesgerichtshofes hatte Zypries ihren Gesetzentwurf verteidigt. Die Gesetzesinitiative "hat nichts damit zu tun, dass wir nicht wollen, dass der Vater nicht weiß, ob er der Vater ist." Es gehe um ein generelles Gesetz, das den Umgang mit genetischen Daten regele. "Die Gefahr besteht, dass sich jedermann leicht zu erlangendes genetisches Material besorgt und testen lässt", sagte die SPD-Politikerin heute im ARD-Morgenmagazin. Das müsse verhindert werden. Genetische Daten seien "das Wertvollste, das der Mensch hat", sagte Zypries."

Quelle: www.spiegel.de

Und diese Aussage finde ich richtig gut. Ich möchte nicht, dass irgendjemand mal eben meine DNA bestimmen kann, sondern ich möchte in so einem Fall mitbestimmen.

Unabhängig davon habe ich aber auch das Gefühl, dass es "in" ist, einen Vaterschaftstest zu machen. Gab es früher weniger Kuckuckskinder? Oder waren die Väter weniger misstrauisch? Oder liegt es einfach daran, dass die vorhandenen Möglichkeiten neue "Bedürfnisse" wecken?

LG, Nindscha

Am eigentlichen vorbei

Ich bin im Prinzip deiner Meinung. Die DNA eines jeden gehört geschützt.

Nur geht es hierbei nicht nur um DNA. Hier geht es um Mißbrauch. Und um nichts anderes.

Denn das Problem um das es eigentlich geht bleibt weiterhin ungeklärt.

Wie können sich Männer schützen von Frauen dergestalt mißbraucht zu werden für ein Kind zu zahlen das sie nicht gezeugt haben.

Eine Frau könnte einem Mann nach heutiger Rechtslage offen sagen das er nicht der Vater ist. Er könnte aber nichts damit anfangen.

Wie soll jemand, bitteschön, auf andere Weise "beweisen" das er nicht der Erzeuger ist. Dann müßte er seine Frau bzw. Partnerin mit einer Wanze ausstatten.
Ist ja wohl auch nicht rechtlich okay. Oder?!

Ich bin selbst ein Vater eines sogenannten "Kukukskindes" Ich habe es eigentlich immer gewußt. Die Mutter hat sich sogar Unterhaltsvorschuß behördlicherseits zahlen lassen. Und ich darf das nun irgendwie zurückzahlen.

Ich habe nicht die finanziellen Möglichkeiten einen Prozess anzustrengen. Und zum anderen verzichte ich um des Kindes Willen auf eine solche Aktion. Weil ich das Mädel unheimlich lieb habe und ich für sie der Vater BIN. Obwohl sie ihren Erzeuger kennt.

Jetzt frage ich dich:
Wenn ich es nicht gewußt hätte. Was wäre für das Kind das beste gewesen.
Ein Prozess (vorausgesetzt ich hätte das nötige Kleingeld), der einem Kind immer Schaden zufügt.
Oder ich hätte es erst einmal für mich klären können. Und mit dem Kind bleibt alles wie es ist.

Die Rechtslage, wie sie im Moment aussieht ist -entschuldige bitte- verlogene Scheiße!

Ich möchte nicht wissen wie viele "Väter" zu unrecht zahlen."

Und außerdem. Eine Mutter die wissentlich einen Vater mißbraucht und ihn zahlen läßt obwohl er NICHT der Erzeuger ist gibt ja auch GAAAAAAAAANZ SICHER IHRE ZUSTIMMUNG zu einem solchen Test. Oh mann.

Liebe Grüße

Geronimo

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12. Januar 2005 um 21:29
In Antwort auf GeronimosLiebe

Am eigentlichen vorbei

Ich bin im Prinzip deiner Meinung. Die DNA eines jeden gehört geschützt.

Nur geht es hierbei nicht nur um DNA. Hier geht es um Mißbrauch. Und um nichts anderes.

Denn das Problem um das es eigentlich geht bleibt weiterhin ungeklärt.

Wie können sich Männer schützen von Frauen dergestalt mißbraucht zu werden für ein Kind zu zahlen das sie nicht gezeugt haben.

Eine Frau könnte einem Mann nach heutiger Rechtslage offen sagen das er nicht der Vater ist. Er könnte aber nichts damit anfangen.

Wie soll jemand, bitteschön, auf andere Weise "beweisen" das er nicht der Erzeuger ist. Dann müßte er seine Frau bzw. Partnerin mit einer Wanze ausstatten.
Ist ja wohl auch nicht rechtlich okay. Oder?!

Ich bin selbst ein Vater eines sogenannten "Kukukskindes" Ich habe es eigentlich immer gewußt. Die Mutter hat sich sogar Unterhaltsvorschuß behördlicherseits zahlen lassen. Und ich darf das nun irgendwie zurückzahlen.

Ich habe nicht die finanziellen Möglichkeiten einen Prozess anzustrengen. Und zum anderen verzichte ich um des Kindes Willen auf eine solche Aktion. Weil ich das Mädel unheimlich lieb habe und ich für sie der Vater BIN. Obwohl sie ihren Erzeuger kennt.

Jetzt frage ich dich:
Wenn ich es nicht gewußt hätte. Was wäre für das Kind das beste gewesen.
Ein Prozess (vorausgesetzt ich hätte das nötige Kleingeld), der einem Kind immer Schaden zufügt.
Oder ich hätte es erst einmal für mich klären können. Und mit dem Kind bleibt alles wie es ist.

Die Rechtslage, wie sie im Moment aussieht ist -entschuldige bitte- verlogene Scheiße!

Ich möchte nicht wissen wie viele "Väter" zu unrecht zahlen."

Und außerdem. Eine Mutter die wissentlich einen Vater mißbraucht und ihn zahlen läßt obwohl er NICHT der Erzeuger ist gibt ja auch GAAAAAAAAANZ SICHER IHRE ZUSTIMMUNG zu einem solchen Test. Oh mann.

Liebe Grüße

Geronimo

Hallo Geronimo
Das Urteil ist auf der einen Seite sinnvoll, da es das Kind vor ungewollten Übergriffen auf sein genetisches Material schützt. Das die (gehörnten) Väter dabei in die Röhre schauen ist in diesem Fall Pech.

Meiner Meinung nach sollte es für ALLE den offiziellen Vaterschaftstest gleich nach der Geburt geben (genetisches Material ist dann ja genügend vorhanden). Somit wäre das Thema Vaterschaft gleich nach der Geburt geklärt und jeder Mann hätte die Gewissheit ob er der Vater ist oder nicht. Bei der hohen Zahl der sog. Kuckuckskinder wäre das die *humanste* Lösung.

Den Vätern bliebe dann der heimliche Griff zum Schnuller, Haar, etc. erspart und jede Frau die ihrem Partner ein Kind *unterjubeln* will, wüßte, daß spätestens nach der Geburt die ganze Wahrheit ans Licht kommen würde.

Außerdem ist das Kind dann noch so klein, daß es von dem inneren Konflikt seines *Vaters* nicht mitbekommt.

Das ist meine bescheidene Meinung zu diesem Thema.

Dicker Knuddler an Dich und die Krabbe.

Liebe Grüße
Buffy

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13. Januar 2005 um 8:25
In Antwort auf beat_12643474

Es geht ja nicht um den Mann...
Sondern um die DNA des Kindes.

Mir ist schon bewusst, dass es nicht allzu schwer ist an meine DNA zu kommen, wenn man denn möchte. Aber deshalb ist es ja noch lange nicht richtig!

Klar soll ein Vater wissen dürfen, ob das eigene Kind auch wirklich das eigene ist - aber auf eine vernünftige Art und Weise. Deshalb fände ich es besser, legale Vaterschaftstests zu vereinfachen. D. H. dass die Mutter diesen im Zweifel eben nicht einfach so ablehenen kann.

Abgesehen davon finde ich es ohnehin ganz schön verlogen, hintenrum einen Test zu machen... Das Argument "besser für die Familie" greift da in meinen Augen auch nicht mehr - wenn es so weit ist, dass der Vater zu diesem Mittel greift, ist die Familie wohl ohnehin nicht mehr gerade ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung.

LG, Nindscha

Nicht jede Familie
entspringt der Rama-Reklame.

Guten morgen,

Was ist denn das für ein Argutment: wenn es so weit ist, dass der Vater zu diesem Mittel greift, ist die Familie wohl ohnehin nicht mehr gerade ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung. - Ah ja.

Wenn eine Frau einen Mann ein Kind unterschiebt, dieser aber keine legale Möglichkeit hat, dies zu beweisen, das ist natürlich das optimale Umfeld, ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung. Klar.

Glaubst Du, ein Kind bekommt es mit, daß von ihm ein Haar "geklaut" wurde?

Ich möchte das Kind mit 18 mal sehen, was ihm lieber gewesen wäre. Die Warheit oder die Schönmalerei einer Happy-People-Familie. Aber wahrscheinlich das letztere, da die Wahrheitsfindung ja jetzt richtig behindert wird. Was sollte man dem Kind sagen: Pass mal auf, ich glaube ja nicht 1000%ig daß du mein Kind bist, aber auch egal, beweisen geht ja eh nicht.

Was glaubst du denn, wie ein Vater, der immer unterschwellige Zweifel mit sich rumschleppt, mit dem Kind und der Mutter im Laufe der Zeit umgeht?
Ich sehe es wie Kratzamkopp. Wenn ein Mann bewiesen bekommen hat, daß er der Vater ist, dann ist der Frieden auch wieder hergestellt.

Sehen merkwürdigerweise die meisten Leute so. Volksentscheid muß her.

Gruß

Ulli





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13. Januar 2005 um 8:31
In Antwort auf beat_12643474

Dann liegt das Problem aber ja wohl wo anders...
Und zwar an den abstrusen Beweisen die man vorlegen muss, um deutlich zu machen, dass das Kind evt. nicht das Eigene ist und nicht am grundssätzlichen Verbot von heimlichen Vaterschaftstests.

Nindscha

*Haarerauf*
WIE DENN?

Glaubst du, irgendeiner hat beim Betrug die Kerze gehalten? Wie soll der Mann das denn beweisen?

Mann sagt Frau, daß er nicht glaubt, daß das Kind seinen Lenden enstpringt. Angenommen, er hat recht. Glaubst du, die Frau ist bereit, einen Vaterschaftstest zu machen?. Ja, in hundert Jahren nicht.

Frau Zypries ist vermutlich schon selbst an einer Katastrophe hart vorbeigeschrammt.

Ulli

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13. Januar 2005 um 9:28
In Antwort auf ulli29

Nicht jede Familie
entspringt der Rama-Reklame.

Guten morgen,

Was ist denn das für ein Argutment: wenn es so weit ist, dass der Vater zu diesem Mittel greift, ist die Familie wohl ohnehin nicht mehr gerade ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung. - Ah ja.

Wenn eine Frau einen Mann ein Kind unterschiebt, dieser aber keine legale Möglichkeit hat, dies zu beweisen, das ist natürlich das optimale Umfeld, ein Ort von Offenheit, Vertrauen und Zuneigung. Klar.

Glaubst Du, ein Kind bekommt es mit, daß von ihm ein Haar "geklaut" wurde?

Ich möchte das Kind mit 18 mal sehen, was ihm lieber gewesen wäre. Die Warheit oder die Schönmalerei einer Happy-People-Familie. Aber wahrscheinlich das letztere, da die Wahrheitsfindung ja jetzt richtig behindert wird. Was sollte man dem Kind sagen: Pass mal auf, ich glaube ja nicht 1000%ig daß du mein Kind bist, aber auch egal, beweisen geht ja eh nicht.

Was glaubst du denn, wie ein Vater, der immer unterschwellige Zweifel mit sich rumschleppt, mit dem Kind und der Mutter im Laufe der Zeit umgeht?
Ich sehe es wie Kratzamkopp. Wenn ein Mann bewiesen bekommen hat, daß er der Vater ist, dann ist der Frieden auch wieder hergestellt.

Sehen merkwürdigerweise die meisten Leute so. Volksentscheid muß her.

Gruß

Ulli





Nur weil es die meisten Leute so sehen,
muss ich es ja noch lange nicht so sehen, oder?

Diese Aussage zum Thema "heile Familie" bezog sich auf einen der anderen Kommentare, in dem angeführt wurde, dass ein heimlicher Test doch besser sei, als soviel Unruhe in die Familie zu bringen. Und genau dieses Argument halte ich halt dür ziemlich unsinnig. Ich weiß, dass nicht jede Familie so toll ist, wie uns die RAMA-Werbung suggeriert. Genau deshalb bin ich ja dafür, dass ein legaler Vaterschaftstest wesentlich erleichtert wird und die Mutter diesen nicht einfach so ablehenen kann.

Nindscha

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13. Januar 2005 um 9:49
In Antwort auf GeronimosLiebe

Am eigentlichen vorbei

Ich bin im Prinzip deiner Meinung. Die DNA eines jeden gehört geschützt.

Nur geht es hierbei nicht nur um DNA. Hier geht es um Mißbrauch. Und um nichts anderes.

Denn das Problem um das es eigentlich geht bleibt weiterhin ungeklärt.

Wie können sich Männer schützen von Frauen dergestalt mißbraucht zu werden für ein Kind zu zahlen das sie nicht gezeugt haben.

Eine Frau könnte einem Mann nach heutiger Rechtslage offen sagen das er nicht der Vater ist. Er könnte aber nichts damit anfangen.

Wie soll jemand, bitteschön, auf andere Weise "beweisen" das er nicht der Erzeuger ist. Dann müßte er seine Frau bzw. Partnerin mit einer Wanze ausstatten.
Ist ja wohl auch nicht rechtlich okay. Oder?!

Ich bin selbst ein Vater eines sogenannten "Kukukskindes" Ich habe es eigentlich immer gewußt. Die Mutter hat sich sogar Unterhaltsvorschuß behördlicherseits zahlen lassen. Und ich darf das nun irgendwie zurückzahlen.

Ich habe nicht die finanziellen Möglichkeiten einen Prozess anzustrengen. Und zum anderen verzichte ich um des Kindes Willen auf eine solche Aktion. Weil ich das Mädel unheimlich lieb habe und ich für sie der Vater BIN. Obwohl sie ihren Erzeuger kennt.

Jetzt frage ich dich:
Wenn ich es nicht gewußt hätte. Was wäre für das Kind das beste gewesen.
Ein Prozess (vorausgesetzt ich hätte das nötige Kleingeld), der einem Kind immer Schaden zufügt.
Oder ich hätte es erst einmal für mich klären können. Und mit dem Kind bleibt alles wie es ist.

Die Rechtslage, wie sie im Moment aussieht ist -entschuldige bitte- verlogene Scheiße!

Ich möchte nicht wissen wie viele "Väter" zu unrecht zahlen."

Und außerdem. Eine Mutter die wissentlich einen Vater mißbraucht und ihn zahlen läßt obwohl er NICHT der Erzeuger ist gibt ja auch GAAAAAAAAANZ SICHER IHRE ZUSTIMMUNG zu einem solchen Test. Oh mann.

Liebe Grüße

Geronimo

Das ist halt die Frage:
Was stellt man höher - das "Grundrecht" auf Schutz der DNA oder das Recht der Väter auf Aufklärung. Ich stelle immer das Grundrecht an erste Stelle und erwarte, dass die "restlichen Gesetze" dementsprechend angepasst werden.

Zu deiner persönlichen Situation: Wenn du es nicht gewusst hättest, dass es nicht dein Kind ist - hättest du gezweifelt? Wäre es dir also überhaupt in den Sinn gekommen, einen solchen Test zu machen (angenommen, er würde dich nichts kosten)?

Ich kann mir eine solche Situation nur schwer vorstellen, ehrlich gesagt. In der Hinsicht ist meine persönliche Welt dann wohl doch zu "heil"...

LG, Nindscha

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13. Januar 2005 um 9:54
In Antwort auf maud_12699340

Hallo Geronimo
Das Urteil ist auf der einen Seite sinnvoll, da es das Kind vor ungewollten Übergriffen auf sein genetisches Material schützt. Das die (gehörnten) Väter dabei in die Röhre schauen ist in diesem Fall Pech.

Meiner Meinung nach sollte es für ALLE den offiziellen Vaterschaftstest gleich nach der Geburt geben (genetisches Material ist dann ja genügend vorhanden). Somit wäre das Thema Vaterschaft gleich nach der Geburt geklärt und jeder Mann hätte die Gewissheit ob er der Vater ist oder nicht. Bei der hohen Zahl der sog. Kuckuckskinder wäre das die *humanste* Lösung.

Den Vätern bliebe dann der heimliche Griff zum Schnuller, Haar, etc. erspart und jede Frau die ihrem Partner ein Kind *unterjubeln* will, wüßte, daß spätestens nach der Geburt die ganze Wahrheit ans Licht kommen würde.

Außerdem ist das Kind dann noch so klein, daß es von dem inneren Konflikt seines *Vaters* nicht mitbekommt.

Das ist meine bescheidene Meinung zu diesem Thema.

Dicker Knuddler an Dich und die Krabbe.

Liebe Grüße
Buffy

Hm...
Sicher würde ein genereller Test das Problem erstmal lösen. Auf der anderen Seite finde ich es auch ein bischen diskriminierend den "ehrlichen" Müttern gegenüber - man steht erst einmal unter dem Kollektivverdacht, seinem Mann ein falsches Kind unterschieben zu wollen.

Nächstes Problem wird dann sein: Was macht man mit der ermittelten DNA: Wegschmeißen oder schön registrieren, damit man immer sicher weiß, wer welche DNA hat. Nur so, für den Fall, dass man es mal braucht...

Nindscha

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13. Januar 2005 um 10:48
In Antwort auf beat_12643474

Nur weil es die meisten Leute so sehen,
muss ich es ja noch lange nicht so sehen, oder?

Diese Aussage zum Thema "heile Familie" bezog sich auf einen der anderen Kommentare, in dem angeführt wurde, dass ein heimlicher Test doch besser sei, als soviel Unruhe in die Familie zu bringen. Und genau dieses Argument halte ich halt dür ziemlich unsinnig. Ich weiß, dass nicht jede Familie so toll ist, wie uns die RAMA-Werbung suggeriert. Genau deshalb bin ich ja dafür, dass ein legaler Vaterschaftstest wesentlich erleichtert wird und die Mutter diesen nicht einfach so ablehenen kann.

Nindscha

Du mußt das nicht so sehen
auf keinen Fall.

Jetzt hört sich dein Beitrag aber anders an.

Aber: Wo ist denn der Unterschied - der Vater macht den Test heimlich oder der Test ist legal und Frau hat Schwierigkeiten, diesen zu unterbinde. Ergebnis->Gewissheit.

Das ist doch nun wurscht. Heimlich oder nicht.

Wenn Du doch im Grunde auch dafür bist, verstehe ich nicht, wie du diese Lachnummer von Gesetz gutheissen kannst.

Und dein Beitrag weiter oben (Test direkt nach der Geburt usw.) was mit den Müttern wäre, die nicht betrügen würden.

WAS ist mit den Männern, die keine Kinder umbringen. Gehen die auf die Barrikaden, wenn ein Speicheltest verlangt wird? Nein. Manchmal muß man in einer Gemeinschaft eben zu- und abgeben. Nicht immer kann man danach fragen, was denn mit Unschuldslamm Nr. 15789 ist. Aber das geht jetzt in eine völlig andere Richtung.

Gruss

Ulli

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13. Januar 2005 um 11:46
In Antwort auf beat_12643474

Das ist halt die Frage:
Was stellt man höher - das "Grundrecht" auf Schutz der DNA oder das Recht der Väter auf Aufklärung. Ich stelle immer das Grundrecht an erste Stelle und erwarte, dass die "restlichen Gesetze" dementsprechend angepasst werden.

Zu deiner persönlichen Situation: Wenn du es nicht gewusst hättest, dass es nicht dein Kind ist - hättest du gezweifelt? Wäre es dir also überhaupt in den Sinn gekommen, einen solchen Test zu machen (angenommen, er würde dich nichts kosten)?

Ich kann mir eine solche Situation nur schwer vorstellen, ehrlich gesagt. In der Hinsicht ist meine persönliche Welt dann wohl doch zu "heil"...

LG, Nindscha

Die Frage ist verkehrt


Bzw. sie sollte sich eigentlich gar nicht stellen.
Es geht um die Rechte und den Schutz vor Mißbrauch für Vater - bzw. Väter; denn der wirkliche wird ja auch betrogen- UND Kinder.

Denn Mütter die wissentlich jemandem ein Kind "unterschieben" mißbrauchen schließlich nicht nur den "Vater" sondern auch das jeweilige Kind (ganz zu schweigen vom wirklichen Erzeuger).
Wo bleibt da das Recht und der Schutz des Kindes -lassen wir doch mal den Vater/Erzeuger außen vor.

Das Ist MIßBRAUCH!!! Und BETRUG!!!

Und das wird ja auch noch geschützt. Wo gibt es denn sowas.
Ach ja. Bei den Bonobo-Schimpansen. Aber dort gibt es auch ein funktionierendes Sozialsystem, in dem sich alle gleichermaßen um die Kiddy's kümmern, egal ob eigenes oder nicht. Weil es ja immer das eigene sein könnte .

Und zu'r anderen Frage.
Ja. Hätte ich. Es ist so, daß eigentlich immer der Punkt kommt, wo ein "Nichterzeuger" feststellt das etwas nicht stimmt. Und dann muß es geklärt werden. Man kann so eine Frage nicht im Raum stehen lassen. Ganz einfach weil sie existentiell ist. Für Kind UND Vater/Erzeuger.

Denn es gehört schließlich auch zu den Rechten eines jeden Kindes den richtigen Vater zu kennen.
Und dies' bedarf keiner Auslegung.

Ich denke es gehört eine vernünftige Regelung geschaffen, die dem Mißbrauch in diesem Zusammenhang ein Ende bereitet und solchen krimminellen (denn etwas anderes ist es nicht)Müttern die Möglichkeit nimmt, oder doch so weit wie möglich einschränkt solche Praktiken zu betreiben.

Denn dann wäre auch kein Vater/Erzeuger gezwungen nach Möglichkeiten zu suchen die Vaterschaft auf einem anderen als dem gerichtlichen Wege zu klären.

Damit wäre allen beteiligten schon einmal sehr geholfen.

Ich beglückwünsche dich von Herzen für deine "heile" Welt. Bewahre sie dir!

Liebe Grüße Geronimo

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13. Januar 2005 um 11:54

Anders
das ganze gesetz wird ja immer damit begründet, dass dem kind HEIMLICH informationen über die DNA etc entnommen werden und dies strafbar ist.

für mich ist das ganze verkehrte welt: es wäre m. E. logischer, dass die mutter gesetzlich dazu verpflichtet wird, der ganzen prozedur zuzustimmen, um dem vater aufklärung über die vaterschaft zu geben und damit dem ganzen heimlichkeitsvorwand den wind aus den segeln zu nehmen.

aber ich glaube, das ganze hat einfach den ( finanziellen )hintergrund, dass der staat so schon mal einen zahlenden vater am wickel hat. mag vielleicht ne populistische meinung sein, aber ne andere begründung für so viel schwachsinn und eigentlich auch ungerechtigkeit gegen den vater fällt mir nicht ein.

gruß
annana

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13. Januar 2005 um 12:25
In Antwort auf annana

Anders
das ganze gesetz wird ja immer damit begründet, dass dem kind HEIMLICH informationen über die DNA etc entnommen werden und dies strafbar ist.

für mich ist das ganze verkehrte welt: es wäre m. E. logischer, dass die mutter gesetzlich dazu verpflichtet wird, der ganzen prozedur zuzustimmen, um dem vater aufklärung über die vaterschaft zu geben und damit dem ganzen heimlichkeitsvorwand den wind aus den segeln zu nehmen.

aber ich glaube, das ganze hat einfach den ( finanziellen )hintergrund, dass der staat so schon mal einen zahlenden vater am wickel hat. mag vielleicht ne populistische meinung sein, aber ne andere begründung für so viel schwachsinn und eigentlich auch ungerechtigkeit gegen den vater fällt mir nicht ein.

gruß
annana

anders kann ichs mir auch nicht erklären
ich steig da nicht durch - wieso soll in diesem konkreten fall das genetische material eines menschen das höchste gut sein?
allein schon meinem kind zuliebe wäre mir als mutter das argument *kollektiver verdacht* sowas von egal.

lg

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13. Januar 2005 um 16:17

Ich finds gut
das privat durchgeführte Tests nicht als Beweismittel gelten. Denn es geht einfach darum, dass bei einer Legitimation solcher Tests auch DNA-Tests zu anderen Zwecken heimlich gemacht werden dürfen. Über den Betriebs- oder Hausarzt landen dann die Gen-Informationen bei der Krankenversicherung, beim Arbeitgeber, bei der Lebensversicherungsgesellschaft und sonstwo. Das kann ja wohl nicht gewollt sein. Für zweifelnde Väter/Nicht-Väter muss das gerichtliche Verfahren einfacher ausgestaltet werden, Vorschläge gibts dafür ja schon. Und außerdem und nebenbei: Die meisten Vaterschaftstests weisen den heimlichen Genstibitzer und Tester als Vater aus. Sie schließen vielleicht zu oft von sich auf andere (ihre Frau).

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13. Januar 2005 um 17:02
In Antwort auf nieve_12277589

Ich finds gut
das privat durchgeführte Tests nicht als Beweismittel gelten. Denn es geht einfach darum, dass bei einer Legitimation solcher Tests auch DNA-Tests zu anderen Zwecken heimlich gemacht werden dürfen. Über den Betriebs- oder Hausarzt landen dann die Gen-Informationen bei der Krankenversicherung, beim Arbeitgeber, bei der Lebensversicherungsgesellschaft und sonstwo. Das kann ja wohl nicht gewollt sein. Für zweifelnde Väter/Nicht-Väter muss das gerichtliche Verfahren einfacher ausgestaltet werden, Vorschläge gibts dafür ja schon. Und außerdem und nebenbei: Die meisten Vaterschaftstests weisen den heimlichen Genstibitzer und Tester als Vater aus. Sie schließen vielleicht zu oft von sich auf andere (ihre Frau).

Grund?
Ich sehe nicht, dass dies ein Grund sein soll.

Wie viel wissen diverse öffentliche Institutionen über uns? Nimm allein die Krankenkassen, die sämtliche Informationen über ihre Patienten haben. Aufregen tut sich darüber mittlerweile niemand mehr (Die Diskussion war auch schon einmal groß, als die Chipkarten eingeführt wurden). Die Geheimhaltung solcher Informationen wird sehr groß geschrieben und ich verstehe nicht, warum dies bei der DNA nicht auch möglich sein soll. Wenn überhaupt wäre der Arbeitgeber wohl eher daran interessiert, was beim letzten Artzbesuch festgestellt wurde, als wie deine DNA aussieht.
Manchmal hört es sich für mich so an, als hätte ich ab heute nichts besseres zu tun, als wildfremden Menschen den Lolli zu klauen um damit Kenntnis über ihre DNA zu erhalten. Das klingt mir alles zu sehr nach Panikmache.

Die Entscheidung des Gerichts kann ich in Teilen nachvollziehen. Das Kind hat nun einmal nicht die Zustimmung gegeben (geben können) und letztlich verhält es sich mit der Argumentation wie mit einem Lügendetektor, der ebenfalls nicht zulässig ist. Was ich daran aber wiederum nicht verstehe ist, warum Zustimmung der Frau dann plötzlich ausreicht. Auch sie ist nicht das Kind und warum steht ihr ein anderes Recht zu als dem (potenziellen) Vater. Oder wird da noch ein Unterschied zwischen verheiratet und unverheiratet gemacht?

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13. Januar 2005 um 17:12
In Antwort auf nieve_12277589

Ich finds gut
das privat durchgeführte Tests nicht als Beweismittel gelten. Denn es geht einfach darum, dass bei einer Legitimation solcher Tests auch DNA-Tests zu anderen Zwecken heimlich gemacht werden dürfen. Über den Betriebs- oder Hausarzt landen dann die Gen-Informationen bei der Krankenversicherung, beim Arbeitgeber, bei der Lebensversicherungsgesellschaft und sonstwo. Das kann ja wohl nicht gewollt sein. Für zweifelnde Väter/Nicht-Väter muss das gerichtliche Verfahren einfacher ausgestaltet werden, Vorschläge gibts dafür ja schon. Und außerdem und nebenbei: Die meisten Vaterschaftstests weisen den heimlichen Genstibitzer und Tester als Vater aus. Sie schließen vielleicht zu oft von sich auf andere (ihre Frau).

Dem kann ich
... nur zustimmen.

Nindscha

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13. Januar 2005 um 17:17
In Antwort auf runa_12850644

Grund?
Ich sehe nicht, dass dies ein Grund sein soll.

Wie viel wissen diverse öffentliche Institutionen über uns? Nimm allein die Krankenkassen, die sämtliche Informationen über ihre Patienten haben. Aufregen tut sich darüber mittlerweile niemand mehr (Die Diskussion war auch schon einmal groß, als die Chipkarten eingeführt wurden). Die Geheimhaltung solcher Informationen wird sehr groß geschrieben und ich verstehe nicht, warum dies bei der DNA nicht auch möglich sein soll. Wenn überhaupt wäre der Arbeitgeber wohl eher daran interessiert, was beim letzten Artzbesuch festgestellt wurde, als wie deine DNA aussieht.
Manchmal hört es sich für mich so an, als hätte ich ab heute nichts besseres zu tun, als wildfremden Menschen den Lolli zu klauen um damit Kenntnis über ihre DNA zu erhalten. Das klingt mir alles zu sehr nach Panikmache.

Die Entscheidung des Gerichts kann ich in Teilen nachvollziehen. Das Kind hat nun einmal nicht die Zustimmung gegeben (geben können) und letztlich verhält es sich mit der Argumentation wie mit einem Lügendetektor, der ebenfalls nicht zulässig ist. Was ich daran aber wiederum nicht verstehe ist, warum Zustimmung der Frau dann plötzlich ausreicht. Auch sie ist nicht das Kind und warum steht ihr ein anderes Recht zu als dem (potenziellen) Vater. Oder wird da noch ein Unterschied zwischen verheiratet und unverheiratet gemacht?

Nur weil viel zu viele Daten über uns gespeichert werden,
ist das noch lange nicht legitim. Geheimhaltung wird sicher groß geschrieben, aber wo Daten gespeichert werden, können Sie auch abgerufen werden, auf welchem Wege auch immer.

Nindscha

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13. Januar 2005 um 17:31
In Antwort auf beat_12643474

Nur weil viel zu viele Daten über uns gespeichert werden,
ist das noch lange nicht legitim. Geheimhaltung wird sicher groß geschrieben, aber wo Daten gespeichert werden, können Sie auch abgerufen werden, auf welchem Wege auch immer.

Nindscha

Warum gespeichert?
Sie müssten doch nicht mal gespeichert werden. Der Test wird gemacht und danach werden sie vernichtet. Fertig.
Mal ganz davon abgesehen, ist eigentlich irgendein Fall bekannt, wo irgendeine Person fremdes DNA-Material für fremde Zwecke benuzt hat? Und vor allem mit welchem Grund?

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14. Januar 2005 um 9:37
In Antwort auf runa_12850644

Warum gespeichert?
Sie müssten doch nicht mal gespeichert werden. Der Test wird gemacht und danach werden sie vernichtet. Fertig.
Mal ganz davon abgesehen, ist eigentlich irgendein Fall bekannt, wo irgendeine Person fremdes DNA-Material für fremde Zwecke benuzt hat? Und vor allem mit welchem Grund?

Hihi.
Habe gerade letzte Woche ne Krimiserie gesehen, in der fremdes DNA-material auf Mordopfern hinterlassen wurde, um vom eigentlichen Täter abzulenken...

Nee, im Ernst gehe ich davon nicht aus, dass DNA missbraucht wird. Aber man kann sich halt nicht sicher sein und man kann es auch nicht wirklich unterbinden, dass die Daten irgendwo gespeichert werden, denke ich.

Nindscha

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14. Januar 2005 um 10:09

Hi Werner


Warum ließt du nicht richtig was ich schrieb.

Ich habe explizit über die Mütter gesprochen die es WISSENTLICH tun. Also Vorsatz. Davon gibt es leider nicht wenige.

Im übrigen braucht's für Betrug keinen Vorsatz.
Es ist auch Betrug wenn aus reiner Faulheit oder Angst vor der Problematik nichts geklärt wird.

Wer meint kreuz und quer durch die Gegend vögeln zu müssen. Bitte schön. Aber dann hat sie auch die verdammte Pflicht und Schuldigkeit die Vaterschaft zu klären!
Denn ein Motto: "Er ist ja auf jeden Fall ein bißchen Vater, entbindet sie nicht von dieser Pflicht!"

Ein Kind das viellicht erst im Erwachsenenalter erfährt, daß ein anderer und nicht der Säufer und Schläger, den es die ganze Kindheit hat ertragen müssen, der Vater ist, wird ganz bestimmt der Mutter sagen das es vollstes Verständnis hat. Und fühlt sich auch ganz sicher nicht betrogen. Mann oh mann.
Erzähl du mir nichts! Ich war so ein Kind!

Zum anderen schrieb ich sehr klar, daß eine vernünftige Regelung geschaffen gehört.

Dein Ausflug zum Aidstest usw. ist hier völlig deplaciert.

Gruß Geronimo

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15. Januar 2005 um 21:52

Huhu du

An diesen Punkt dachte ich unter anderem auch, als ich von Betrug sprach.
Ich sehe das genauso.

Sei ganz lieb gegrüßt und dick und fett geknuddelt

vom Geronimo

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16. Januar 2005 um 10:19
In Antwort auf runa_12850644

Grund?
Ich sehe nicht, dass dies ein Grund sein soll.

Wie viel wissen diverse öffentliche Institutionen über uns? Nimm allein die Krankenkassen, die sämtliche Informationen über ihre Patienten haben. Aufregen tut sich darüber mittlerweile niemand mehr (Die Diskussion war auch schon einmal groß, als die Chipkarten eingeführt wurden). Die Geheimhaltung solcher Informationen wird sehr groß geschrieben und ich verstehe nicht, warum dies bei der DNA nicht auch möglich sein soll. Wenn überhaupt wäre der Arbeitgeber wohl eher daran interessiert, was beim letzten Artzbesuch festgestellt wurde, als wie deine DNA aussieht.
Manchmal hört es sich für mich so an, als hätte ich ab heute nichts besseres zu tun, als wildfremden Menschen den Lolli zu klauen um damit Kenntnis über ihre DNA zu erhalten. Das klingt mir alles zu sehr nach Panikmache.

Die Entscheidung des Gerichts kann ich in Teilen nachvollziehen. Das Kind hat nun einmal nicht die Zustimmung gegeben (geben können) und letztlich verhält es sich mit der Argumentation wie mit einem Lügendetektor, der ebenfalls nicht zulässig ist. Was ich daran aber wiederum nicht verstehe ist, warum Zustimmung der Frau dann plötzlich ausreicht. Auch sie ist nicht das Kind und warum steht ihr ein anderes Recht zu als dem (potenziellen) Vater. Oder wird da noch ein Unterschied zwischen verheiratet und unverheiratet gemacht?

Ein Arbeitgeber
könnte sehr wohl an einer DNA interessiert sein, zB wenn es um Personalauswahl geht. Stellt sich bei der DNA-Analyse heraus, dass die Veranlagung einer Erkrankung vorliegt, die längerfristig oder chronisch sein kann, dann wird ein Arbeitgeber wohl einem Bewerber den Vorzug geben. Oder Lebensversicherung: Veranlagung zu einer Krebserkrankung wird mit der Analyse festgestellt. Der Versicherer wurd sicherlich keine Versicherung abschließen wollen. Im übrigen wissen wir noch gar nicht, was mit der DNA so alles festgestellt werden, das wird sich noch zeigen.

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16. Januar 2005 um 12:40

Noch ein Aspekt

Auf den wir gestern nach einer Tupperparty gekommen sind*gg*

Wenn jemand jahrelang gezahlt hat und irgendwann wird festgestellt er ist nicht der Erzeuger, dann bekommt er nicht mal sein Geld zurück, wenn er es denn wollte.

Ist nicht mir eingefallen. Sondern Pain. Glaub ich. Bin nun mal nicht so materiell interessiert

Nen schönen Sonntag wünsch ich dir mit ganz viel Sonne auf dem Bauch.

Geronimo *schmatz* das haste nun davon*fg*

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16. Januar 2005 um 14:35
In Antwort auf GeronimosLiebe

Noch ein Aspekt

Auf den wir gestern nach einer Tupperparty gekommen sind*gg*

Wenn jemand jahrelang gezahlt hat und irgendwann wird festgestellt er ist nicht der Erzeuger, dann bekommt er nicht mal sein Geld zurück, wenn er es denn wollte.

Ist nicht mir eingefallen. Sondern Pain. Glaub ich. Bin nun mal nicht so materiell interessiert

Nen schönen Sonntag wünsch ich dir mit ganz viel Sonne auf dem Bauch.

Geronimo *schmatz* das haste nun davon*fg*

Also
meines Wissens ist es so, daß der *Kuckucksvater* im Nachhinein den Unterhalt vom biologischen Vater (sofern er bekannt ist) zurückerstattet bekommen kann.

Geht aber wohl auch nur übers Gericht.

Ich hoffe mal, die Krabbe hat nicht den ganzen Tupperkatalog leergekauft. *fg*

Liebe Grüße und einen Schmatz
Buffy

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16. Januar 2005 um 18:21
In Antwort auf maud_12699340

Also
meines Wissens ist es so, daß der *Kuckucksvater* im Nachhinein den Unterhalt vom biologischen Vater (sofern er bekannt ist) zurückerstattet bekommen kann.

Geht aber wohl auch nur übers Gericht.

Ich hoffe mal, die Krabbe hat nicht den ganzen Tupperkatalog leergekauft. *fg*

Liebe Grüße und einen Schmatz
Buffy



Hat sie zum Glück nicht. Hexe war ja Gastgeberin

Ich hab mich in die Küche verkrümelt und hab gekocht.

Dir und allem was bei Dir herumfleucht auch einen dicken Schmatz.

Euer Geronimo

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18. Januar 2005 um 9:48

Hi Prince

Bei mir rennst du offene Türen ein
Ich kenne die ganze Problematik selbst, wie ich hier ja auch schon schrieb.

Hast du denn mittlerweile eine Klärung mit deiner EX erreichen können?
Oder ist da noch alles im "Nebel"?

Liebe Grüße

Geronimo

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20. Januar 2005 um 12:26

Vaterschaft rechtzeitig anzweifeln - oder gar nicht
Ich finde nachträgliches Anzweifeln der Vaterschaft völlig verkehrt.

Wenn das Kind in einer wackeligen Beziehung oder auch ausserhalb einer Beziehung entsteht, gibt es doch die Möglichkeit, die Vaterschaft nicht anzuerkennen und dies dann auch mit einem Vaterschaftstest zu beweisen.

Hat man einmal die Vaterschaft anerkannt, würde ich sagen 'mitgehangen - mitgefangen'. Denn zu der körperlichen und finanziellen Bindung zu dem Kinde gibt es auch immer noch die emotionale.

Ich gehe schwer davon aus, dass eines meiner 4 Geschwister ein sog. Kuckuckskind ist (viele der Kuckuckskinder leben in (mehr oder weniger) intakten Familien). Während 4 von uns aussehen "wie aus einem Guss" sieht diese Schwester völlig anders aus (Haut- und Haarbeschaffenheit, Statur, Gesichtszüge) und ist auch deutlich anders vom Verhalten. Zudem weiss ich, dass meine Mutter im passenden Zeitrahmen eine Affaire hatte. Na und? Das ist lange her und sie hatte mit Sicherheit ihre Gründe dafür.. Das will ich weder be- noch verurteilen.
Trotz alledem ist meine Schwester ein vollständiges Mitglied dieser Familie und unser Vater liebt sie wie alle "seine" Kinder und hat die väterliche Verantwortung für sie übernommen.
Es ist sozusagen ein offenes Geheimnis in unserer Familie. Niemand spricht über das offensichtliche, denn es wäre niemandem damit gedient.
Meine Schwester musste sich natürlich schon mal mit dem Gedanken auseinandersetzen, hat sich aber dazu entschlossen, ihn nicht weiter zu verfolgen, einfach, weil sie mit dem Wissen nicht leben möchte, "nur" eine Halbschwester etc. zu sein und ich kann sie da gut verstehen.

Wenn man sich einmal dazu entschlossen hat, der Vater zu sein, dann ist das so, auch wenn es inzwischen die technischen Möglichkeiten gibt auch noch Jahre später zu beweisen, dass dieses Kind nicht das eigene ist.
Aber was ist die Motivation dieser Tests? Doch meist nur finanzielle Gründe oder man will der Mutter nachträglich eins auswischen.. Aber die väterlichen Verpflichtungen hat man gegenüber dem Kind übernommen, nicht gegenüber der Mutter und so ginge es immer auf Kosten des Kindes, welches aber absolut unschuldig ist.

LG
Endymia

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Frühere Diskussionen
Einladung zur Kerzenparty
Von: jaya_12263372
neu
17. Januar 2005 um 14:47
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