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Härtere strafen für gewalttätige kinder/jugendliche

1. Oktober 2009 um 22:32

ich habe heute eine diskussion miterlebt, in der es darum ging, die strafmündigkeit von kindern, bzw. jugendlichen auf 10-12 jahre herabzusetzen, weil die gewaltbereitschaft teilweise in so jungen jahren schon losgeht. (die rede war von schwereren delikten, wie schwere körperverletzung bis mord/tötung)
auf die art könne man die "jugendlichen", die schon negativ aufgefallen sind,"erziehen" und potentielle gewalttäter abschrecken.
das argument klang in etwa so: "die wollen wie erwachsene behandelt werden, also sollen sie auch wie erwachsene bestraft werden"
ich persönlich halte nicht viel davon. ich habe zwar auch keine patentlösung, wie man solche kinder und jugendliche bestrafen sollte, aber ich denke, dass eine herabsetzung der strafmündigkeit (also im schlimmsten fall gefängis) nicht die richtige lösung sein kann.

wie denkt ihr darüber?

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1. Oktober 2009 um 23:08

Stimme teilweise zu
aber ich denke nicht, dass diese kinder oder jugendlichen "irreperabel verdorben" sind, das würde ja bedeuten, dass man die gleich aufgeben kann - frei nach dem motto "bei denen ist hopfen und malz verloren",,.
ich bin der meinung, dass man da mit "rehabilitation" vieles erreichen könnte, denn wie du schon sagtest - die meisten von denen wissen gar nicht wirklich, was sie da tun und dafür gibt es unzählige gründe/faktoren.
dafür bräuchte man aber wieder neue konzepte, wirklich kompetente pädagogen, kinderpsychologen etc, die zusammenarbeiten, was den staat wiederum einges an geld kosten würde. klar gilt in erster linie opferschutz vor täterschutz, aber v.a. gilt auch prävention, bzw., dass (parallel) in die prävention genauso viel zeit und geld investiert werden sollte.

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1. Oktober 2009 um 23:09

Wenn man es nicht checkt warum Kinder
überhaupt so werden, dann erwarte ich auch nicht, dass man weiß welche Art der Strafe die beste wäre. Wie wäre es stattdessen mal mit Liebe, Zeit und vermitteln und vorleben von Werten. Habe gerade erst von einer Freundin gehört die im Kindergarten! arbeitet. Sie war total geschockt was dort los ist. Aber als sie dann die Eltern sah war ihr alles klar.

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1. Oktober 2009 um 23:14
In Antwort auf principessa0807

Stimme teilweise zu
aber ich denke nicht, dass diese kinder oder jugendlichen "irreperabel verdorben" sind, das würde ja bedeuten, dass man die gleich aufgeben kann - frei nach dem motto "bei denen ist hopfen und malz verloren",,.
ich bin der meinung, dass man da mit "rehabilitation" vieles erreichen könnte, denn wie du schon sagtest - die meisten von denen wissen gar nicht wirklich, was sie da tun und dafür gibt es unzählige gründe/faktoren.
dafür bräuchte man aber wieder neue konzepte, wirklich kompetente pädagogen, kinderpsychologen etc, die zusammenarbeiten, was den staat wiederum einges an geld kosten würde. klar gilt in erster linie opferschutz vor täterschutz, aber v.a. gilt auch prävention, bzw., dass (parallel) in die prävention genauso viel zeit und geld investiert werden sollte.

Anstatt die Gelder gleich für die Kinder
zu geben ist es scheinbar besser nachher in Gefängnisse zu investieren. Kann es sein, dass ein Drittel der Steuergelder dafür ausgegeben werden? Habe die Zahl nicht mehr im Kopf.
Wird schon alles seinen Gang gehen, alles ist in Ordnung.

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1. Oktober 2009 um 23:22
In Antwort auf amina22141

Anstatt die Gelder gleich für die Kinder
zu geben ist es scheinbar besser nachher in Gefängnisse zu investieren. Kann es sein, dass ein Drittel der Steuergelder dafür ausgegeben werden? Habe die Zahl nicht mehr im Kopf.
Wird schon alles seinen Gang gehen, alles ist in Ordnung.


ich habe doch nicht behauptet, dass es besser ist, die gelder in gefängnisse zu investieren, sondern, dass der staat sich evtl. schwer damit tut, mehr geld in sinnvollere "projekte" und in präventionsmaßnahmen zu investieren

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1. Oktober 2009 um 23:31

Migrantenkinder
hierzu gab es in hannover eine studie. der hintergrund war/ist, dass jugendkriminalität überwiegend ein jungenproblem ist, und dass die täter hauptsächlich hauptschüler und/oder aus familien mit migrationshintergrund stammen. der zusasmmenhang ist klar - weniger bildung - mehr gewaltpotential (in diesem fall).

"In Hannover zum Beispiel ist es aufgrund von breitem kommunalen Engagement gelungen, zwischen 1998 und 2006 die Zahl der türkischen Jugendlichen, die einen Realschulabschluss oder das Abitur anstreben, von 52 auf 67,5 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig halbierte sich die Zahl der Mehrfachtäter." (quelle: http://www.zeit.de/online/2009/12/jugendgewalt-praevention-komme ntar)

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2. Oktober 2009 um 10:35

Häufig sprechen die betroffenen Kids nicht mal (richtig) deutsch
in dieser kleinen Stadt die ich meine sprechen sie perfekt deutsch da es da so gut wie keine Ausländer gibt. Es ist sogar eine typische ausländerfeindliche Gegend. Die Menschen sind unzufrieden mit sich selbst.
Auch gibt es solche Gegenden wo sie weniger deutsch sprechen, was allerdings spätestens ab Schultalter so auch nicht mehr stimmt.
Es liegt so oder so nicht an der Sprache die ein Mensch spricht wie ordentlich oder nicht er sich verhält, sondern eher an der Erziehung und daran wie die Familie und Gesellschaft sich um die Menschen kümmert.

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2. Oktober 2009 um 10:37

Gründe für die Jugendkriminalität
"Es gibt viele Gründe, weshalb Jugendliche kriminell werden können. Die Kriminologen streiten sich bis heute darüber, welches der Hauptgrund für die Kriminalität von Jugendlichen ist. Sicherlich kommt auch erschwerend hinzu, dass es von Fall zu Fall immer wieder unterschiedliche Gründe gibt. Die folgende Beschreibung kann daher nur die wichtigsten Gründe erklären.

Ein Auslöser für Jugendkriminalität ist der zunehmende Drogenkonsum. Noch nie war es so einfach für Jugendliche an harte aber auch an weiche Drogen zu kommen. Denn auf Klassenreisen, Schulfesten, in Discos und im Elternhaus wird schnell mal ein Auge zugedrückt.

Unter diesen Oberpunkt fallen zwei wichtige Aspekte. Auf der einen Seite der Alkoholeinfluß auf Jugendliche, der die aggressive Haltung vieler junger Menschen verursacht bzw. schürt. Außerdem werden kurzzeitig verschiedene Hemmschwellen, z. B. die Hemmschwelle zur Gewalttätigkeit, herabgesetzt. Ein begünstigender Faktor ist zudem das Verharmlosen der "Volksdroge" Nr. 1 - dem Alkohol. Viele Erwachsene zeigen hier auch ihre Schwäche, indem sie ihre Vorbildfunktion vernachlässigen.

Auf der anderen Seite steht die Beschaffung illegaler Drogen (z.B. Haschisch, Marihuana). Z. B. gibt es Fälle, wo junge Menschen Straftaten begehen, um ihren Drogenkonsum zu finanzieren.

Junge Menschen haben darüber hinaus oft das Bedürfnis sich in der Gruppe wichtig zutun. Um von der "Clique" akzeptiert und anerkannt zu werden begehen sie Straftaten. Dieser Punkt wird vor allem durch mangelndes Selbstvertrauen bzw. Selbstwertgefühl hervorgerufen. Die beiden letztgenannten Gründe werden wir später genauer erläutern.

Zusätzlich haben es die Politiker lange Zeit versäumt, sich ausreichend mit der Jugendkriminalität zu befassen. Andernfalls wäre die Kriminalitätsrate nicht so heftig angestiegen. Z. B. gibt es in Deutschland zu wenige Freizeitmöglichkeiten und Jugendbetreuer für junge Menschen.

Es bleibt also abzuwarten, ob sich das Engagement für dieses Thema in Zukunft bei Politikern steigern wird.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich das Bagatellisieren von Straftaten destruktiv auf die Heranwachsenden auswirkt. Es werden unter anderem Ladendiebstähle verharmlost. Viele Leute haben nämlich schon einmal kleinere Artikel, wie Lippenstifte oder Spielwaren, gestohlen. Die Kinder hören auch oft die beliebten Geschichten ihrer Eltern, wie sie früher Äpfel oder Pflaumen aus dem Garten ihres Nachbarn entwendet und verzehrt haben.

Viele Jugendliche schließen sich Gruppen an und geraten dadurch unter Druck. Der Druck äußert sich dadurch, dass man sich auf Mutproben einläßt. Mutproben können darin bestehen, dass ein Mitglied der Gruppe, mit dem Auftrag etwas zu stehlen, in ein Geschäft geschickt wird.

Die Mutproben sind also meistens Straftaten.

Leute mit mangelndem Selbstvertrauen schließen sich häufig Gruppen an. Sie sind also psychisch labil und brauchen dadurch meistens viel Geld, um sich Markenkleidung oder andere Prestigeobjekte kaufen zu können. Dieser Sachverhalt verursacht Probleme bei der Geldbeschaffung. Dadurch können Jugendliche auch zu Straftätern werden.

Der zunehmend stärkere Einfluß der Medien birgt neue Gefahren für unsere Jugend. So können sie sich beispielsweise Gewaltfilme oder -videos zu normalen Tageszeiten anschauen. Häufig tritt dabei der Effekt auf, dass sie das gerade Gesehene gleich nachahmen möchten. Ein weiterer Aspekt unter diesem Oberpunkt ist der zunehmende Einfluß der elektronischen Kommunikationsmedien, wie das Internet, wo sie sich ganz legal Gewaltszenen und Verbrechen ansehen können.

Dieses ist auch ein weiterer Grund für die Brutalität der jungen Leute, da die Medien die Gewalt als normales Mittel für die Durchsetzung ihrer Wünsche gebrauchen.

Das fehlende Unrechtsbewußtsein ist ein weiterer Grund für die starke Jugendkriminalität. D.h. viele Eltern haben es versäumt ihren Kindern beizubringen was falsch bzw. richtig ist. Aber auch die Medien und die Schule haben dieses Dilemma mit verursacht.

Die Polizeistellen in Deutschland bemerkten als erstes das fehlende Unrechtsbewußtsein. Es ist ihnen beim Verhör von Tätern aufgefallen, da sie keine Reue zeigten und sich keiner Schuld bewußt waren, sondern glaubten im Recht zu sein. Sie sind also im festen Glauben das richtige und rechtmäßige getan zu haben.

Unseres Erachtens sind die familiären Verhältnisse der ganz wesentlichste und wichtigste Grund für die ansteigende Jugendkriminalität.

Dieser Punkt spielt bei fast allen Verbrechen unter Jugendlichen die Hauptrolle, ist zumindest aber bei allen straffälligen Jugendlichen zu finden. Er kommt sozusagen am häufigsten vor. Denn im Elternhaus wird der Charakter maßgeblich ausgebildet und nachhaltig beeinflußt.

Zu diesem Punkt gehört auch, dass viele Jugendliche bereits in ihrer Kindheit, das heißt vor Vollendung des 12. Lebensjahres, Opfer elterlicher Gewalt wurden.

Das wird auch durch das folgende Balkendiagramm unterstrichen. Die Daten sind in Prozent angegeben.

Opfer elterlicher Gewalt

Opfer elterlicher Gewalt

Es läßt sich anhand der Zahlen erkennen, dass über die Hälfte (55,6 %) aller Kinder schon einmal Opfer der elterlichen Gewalt wurden.

Diese Opfer werden, wie das nächste Diagramm beweist, meistens selbst zu Tätern. Die Abbildung zeigt zum einen den prozentualen Anteil der Kinder bzw. Jugendlichen, die nie Opfer der elterlichen Gewalt wurden, aber trotzdem selber Gewalttaten verübten (s. linke Säule). Zum anderen wird der Anteil der Kinder bzw. Jugendlichen gezeigt, die Opfer elterlicher Gewalt wurden und daraufhin zu Tätern wurden. ..."
http://134.100.205.111/~ah/hp/projects/djgkrm.htm#Gruende

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2. Oktober 2009 um 11:17

Und was ist Deine Lösung
Ausländer weg oder?

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2. Oktober 2009 um 11:28

Genau
allen Eltern ihre Kinder wegnehmen die nicht spuren, anstatt auch hier weiter zu schauen.
Aber da Alkohol und Gewalt stündlich über die Bildschirme flattert, dazu die Zeit durch Arbeitslosikeit oder keine Zeit durch zu viel Arbeit. Wo hinzu kommt, dass Werte keine mehr sind, vieles sogar umgekehrt ist. Da wundert mich gar nichts mehr. Anstatt die Kinder zu bestrafen sollte man diejenigen bestrafen die an erster Stelle schuldig sind.
Egal was ich labere, andere wissen es besser und wie man sieht wird auch alles besser.

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2. Oktober 2009 um 12:13

Boa
sone worte hätt ich nie gefunden

"Aber was ist deine Lösung? Alkohol weg?
Alkohol macht keinen Menschen aggressiv, er macht nur aggressive Menschen aggessiv, Haschisch, das du auch nanntest, macht sogar friedlicher. Wie oft war ich oder Freunde von mir schin betrunken in unserer Jugend. Wir haben nie etwas angestellt. Der Alkohol ist nur Ventil, nie aber Ursache."

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2. Oktober 2009 um 13:05

Im mittelalter sind die armen kinder auch verreckt, weil es nichts zu essen gab. dem kann man besser
"... besser vorbeugen..."
Indem man die Reichen abschafft die auf Kosten der Armen zu ihrem Reichtum kamen. Auch nur ein Denkansatz.

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2. Oktober 2009 um 13:47

Reiche Europäer raus
Ausbeuter und Betrüger. Sie müssen auch nicht raus, sondern nicht den größeren Teil selber einkassieren und ihre Arbeiter zum Amt schicken. Und die Betrogenen sollten hoffentlich ihre Rechte bekommen Ansonsten ist Reichtum auch im Islam erlaubt wenn entsprechend abgegeben wird. Also betrifft es nicht automatisch jeden Reichen.


"Islamische Mafiosi rein"

Guck mal wie "schlau" Du bist in Deiner Hetze. Wenn alle Muslime wären gäbe es keine Mafiosi, keine Ausbeutung, keine Kriminalität.


"Gerechtigkeit für alle Armen, die zum Islam übertreten."

Allah ist immer gerecht, auch den Reichen gegenüber.

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2. Oktober 2009 um 14:02

JA
ich bin dafür, dass jugendliche "Mehr-fach-Täter" wesentlich härter bestraft werden.

Ich erkläre das auch gerne : ich sah schon des öfteren mal kriminelle Jugendliche, die sagten, dass die Strafen in Deutschland ein "Witz" wären, dass man erst 10 mal verwarnt würde, dann gäbe es ein paar Psycho-Gespräche, und dann, wenn überhaupt, man mal kurze Zeit in Knast müsse. "Wen soll das abschrecken, uns bestimmt nicht ?".

DESHALB !

Schlägt ein Jugendlicher jemanden, einfach nur so aus Langeweile , Spaß oder weil er 5 Euro, ein Handy oder sonst was will, zusammen :

nicht lange rumlabern >>>>>
>>>> KNAST !

Und zwar keinen Knast mit Fernseher, PC-Anschluss oder sonstigen Annehmlichkeiten, sondern Maloche wäre angesagt (ginge es nach mir) ... also wo die so richtig ranglotzen müssten, .. und abends fertig ins Bett fallen. Und das gleiche geht dann am nächsten Tag weiter ....

Hey die schlagen unbeteiligte Leute zusammen, und kriegen ein GESPRÄCH mit nem Psychologen als "Strafe" ????

Gehts noch ?

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2. Oktober 2009 um 17:27
In Antwort auf amina22141

Im mittelalter sind die armen kinder auch verreckt, weil es nichts zu essen gab. dem kann man besser
"... besser vorbeugen..."
Indem man die Reichen abschafft die auf Kosten der Armen zu ihrem Reichtum kamen. Auch nur ein Denkansatz.

Oha
Schmalspurleninismus vom Feinsten...wo hast dir die Weisheit denn angelesen?

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2. Oktober 2009 um 17:31

Wenn
mein Kind einen wehrlosen Mann in der U-Bahn tot tritt, dann habe ich als Elternteil versagt.
Wenn mein Kind jemanden vergewaltigt, dann habe ich als Elternteil versagt.
Wenn mein Kind mehrmals beim Klauen oder gar Raub erwischt wird, dann habe ich als Elternteil versagt.

Ergo: mit der Erziehung sollte in solchen Fällen jemand anders betraut werden.

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3. Oktober 2009 um 1:10

Ach wie nett ...

Dann möchte ich DICH mal sehen wie liberal Du noch bist, wenn du, wie im Falle des helfenden Mannes, der jetzt tot ist, oder eines anderen, der auch helfen wollte, und der jetzt ne halbseitige Gesechtslähmung hat und zwar LEBENSLÄNGLICH, weil er von einem
"zu sozialisierenden "Jugendlichen mit dessen Stiefel mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde, .. reagierst !

Wenn sich dann der "zu sozialisierende "Jugendliche nen Ast lacht, weil er ein auf schwere Kindheit macht und noch nicht mal in Knast muss (wie im Falle des "Helfers" mit der halbseitigen Gesichtslähmung, dessen Leben niemals wieder wie zuvor sein wird).

Gesetzt des Falles das würde DIR passieren, dann stellst Du dich hin und sagst : der arme Jugendliche muss psychologisch betreut und sozialisiert werden , Strafe hilft das nichts ??

Komm, erzähl nichts !!!

Es gibt einige Busfahrer in der Berlin, die ihren Job nicht mehr ausüben können, weil sie brutal zusammen geschlagen wurden als sie die jugendlichen Fahrgäste baten ihre Kippe im Bus auszumachen, und sich nicht mehr in Bus trauen, und da redest du was von "im Knast werden die erst richtig schlimm" ??????

Hey, die SIND bereits "schlimm" !!!

Wie viel schlimmer solln die denn noch werden, damit auch du sagen würdest : hm, ja, ... jetzt könnte man mal vielleicht, unter gewissen Umständen, unter allen Seiten zu betrachtenden Berücksichtungenviiiieeeelicht doch mal an so eine klitze kleine Strafe denken" ????
Denn die Steigerung ist häufig nur noch Mord, und selbst das ist ja schon geschehen, also worauf willst du noch warten, bis man solche Jugendlichen Verbrecher mal so ein
klitze-kleines bißchen bestrafen dürfte , hm ?

Irgendwann wird es einfach an der Zeit die potentiellen nächsten Opfer vor solchen sich komplett assozial verhaltenden Jugendlichen zu schützen !!!!!!!!


Die schreien ja förmlich danach, dass ihnen ENDLICH mal jemand die Grenzen aufzeigt und eben nicht "rumsozialisiert" und labert !!!!

Oh man, so ne Leute, die bei diesem Thema diese Sozial-Laber-Nummer fahren, die hab ich gefressen ...


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3. Oktober 2009 um 11:10

Wegen jedem Schmarotti einen Tag in den Knast?
Tut mir echt leid, aber so etwas artet in genau den Polizeistaat aus, den es in Amerika leider gibt, und hat überhaupt nichts mehr mit dem verhältnismäßigkeitsgrundsatz zu tun, auf dem unser Rechtsstaat basiert.

Ansonsten hast du bei dieser Sofort-Maßnahmen-Regelung natürlich das Problem, den Rechtsstaat erstmal umgehen zu müssen. Was, wenn jemand vermeintlich eine kleine Sachbeschädigung begangen hat. dann 12 Stunden die Gefängnisklos putzen muss, sich aber erst später rausstellt, dass der Sachverhalt doch anders war, um den "Täter" keine Schuld zugesprochen werden kann?

Finde dieses System nicht gut. Wie gesagt, weil zum einen die Gefahr des Polizeistaates droht, zum anderen, weil der Rechtsstaat umgangen werden muss.

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3. Oktober 2009 um 12:56

Ja, der alte Sponti-Spruch
hat heutzutage Gültigkeit mehr denn je.
Grüsse Monixs

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4. Oktober 2009 um 13:45

Die Herabsetzung des Alters ja, aber im Höchstfall auf 12 Jahre.
Als Strafe kein Gefängnis, sondern Bootcamps wie in den USA. Vorteil: die Kinder lernen sich an Regeln zu halten und dass man für alles was man haben möchte arbeiten muß.
Nachteil: die Arbeit, die eigentlich die Eltern von vornherein leisten müßten, wird ihnen durch den Staat abgenommen, indem die Eltern durch die Straffälligkeit des Jugendlichen von ihrer Sorgfaltspflicht entlastet werden und ihnen diese Aufgaben durch die Bootcamps abgenommen wird.

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4. Oktober 2009 um 14:06

Jap!
Sehr gut geschrieben und getroffen, Apfel!

Ich sehe das Problem genau so wie du: Eine Assoziation zwischen Tat und Strafe wird nicht erreicht, wenn es bis zum Vollzug so wahnsinnig lange dauert! Auch, dass Täter die Ächtung der Tat durch die Gesellschaft spüren (wenigstens im Gericht!) sollte irgendwie umgesetzt werden!
Diese gesichtslose, bürokratische Instanz, die von oben herab straft... das ist doch keine Grundlage für Verhaltensänderungen!

Ich pflichte dir dabei bei - nicht nur was jugendliche Straftäter betrifft.

Spinny hat allerdings schon recht, dass dazu Polizisten viel Eigenmacht gewährt wird.
Hierzu ist wiederum zu sagen, dass die Eigenmacht klein gehalten werden darf: Es kommt ja eben nicht auf das Strafmaß an! Zudem sollten Polizisten an der Uniform ersichtliche Dienstnummern tragen, damit ein Missbrauch dieser Macht auch geahndet werden kann.
Und wenn jemand auf frischer Tat ertappt wurde, sollte ein Eilverfahren schon irgendwie möglich sein! Ein Mann schlägt seine Frau (oder andersherum) und Zack, die Nacht verbringt der Täter in einer Zelle. Das schreckt deutlich stärker ab!

Ich würde dir daher auch zustimmen!

LG
Ele

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5. Oktober 2009 um 15:47

Hab ich Dich da richtig verstanden?
Du glaubst also allen Ernstes, dass wir Erzieher nicht wissen wie man Kinder zu verantwortungsbewußten Menschen erzieht? Weißt Du überhaupt wie die Ausbildung zum Erzieher abläuft? Wieviele Zwischenprüfungen und Praktikas während der Ausbildung gemacht werden? All das weißt Du garantiert nicht. Geschweige denn, dass man die staatliche Anerkennung nicht als Sahnehäubchen mal eben so zum Staatsexamen dazu geschenkt bekommt, sondern erst mal ein Jahr lang im Beruf arbeiten muß und anschließend noch mal eine Prüfung macht, das sogenannte Colloquium. Dass manch ein studierter Psychologe nicht halb soviel praktische Erfahrung aufweist wenn der mit seinem Beruf anfängt, als manch ein Erzieher.

Präventive Schulungen der Politiker allen voran der Frau von der Leyen fände ich da schon empfehlenswerter, schließlich sind das die Leute, die Gesetze verabschieden, die jedes Elternpaar zur Weiterarbeit nach der Geburt von Kindern zwingen, statt Gesetze zu verabschieden, die Eltern dafür belohnen Kinder bekommen zu haben und dafür da zu sein.
Es ist immer leicht zu sagen: Die Eltern haben in erster Linie die Verantwortung.
Bei den Forderungen: Kind nach Möglichkeit sofort in die Kita und weiter vollzeit arbeiten gehen und Arbeitszeiten, die schon mehr als nur eingefahren sind und dadurch Familienfeindlich hoch zehn ist es vielen Eltern gar nicht mehr möglich noch genügend Zeit für das / die Kind / er zu investieren geschweige denn zu haben. Nicht jede Frau hat einen Studienrat als Ehemann und kann sich für jedes Kind ein Kindermädchen / Kinderfrau oder Erzieherin leisten. Hätte Frau von der Leyen diese Möglichkeit nicht gehabt, hätte sie ihre Kinder mitsamt ihren Pferden an den Nagel hängen können.

Unsere Gesellschaft und damit auch die Arbeitswelt muß so strukturiert werden, dass sich jeder Kinder leisten kann und locker sagen kann: "Ich kann für uns sorgen, auch wenn ich arbeiten muß und habe Zeit für mein(e) Kind(er)." Erst wenn man das sagen kann und dann die Jugendkriminalität immer noch so hoch ist, kann man darüber nachdenken, ob Eltern geschult werden müssen und die Ausbildung von Erziehern wirklich so schlecht ist.

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5. Oktober 2009 um 16:09
In Antwort auf christine1166

Hab ich Dich da richtig verstanden?
Du glaubst also allen Ernstes, dass wir Erzieher nicht wissen wie man Kinder zu verantwortungsbewußten Menschen erzieht? Weißt Du überhaupt wie die Ausbildung zum Erzieher abläuft? Wieviele Zwischenprüfungen und Praktikas während der Ausbildung gemacht werden? All das weißt Du garantiert nicht. Geschweige denn, dass man die staatliche Anerkennung nicht als Sahnehäubchen mal eben so zum Staatsexamen dazu geschenkt bekommt, sondern erst mal ein Jahr lang im Beruf arbeiten muß und anschließend noch mal eine Prüfung macht, das sogenannte Colloquium. Dass manch ein studierter Psychologe nicht halb soviel praktische Erfahrung aufweist wenn der mit seinem Beruf anfängt, als manch ein Erzieher.

Präventive Schulungen der Politiker allen voran der Frau von der Leyen fände ich da schon empfehlenswerter, schließlich sind das die Leute, die Gesetze verabschieden, die jedes Elternpaar zur Weiterarbeit nach der Geburt von Kindern zwingen, statt Gesetze zu verabschieden, die Eltern dafür belohnen Kinder bekommen zu haben und dafür da zu sein.
Es ist immer leicht zu sagen: Die Eltern haben in erster Linie die Verantwortung.
Bei den Forderungen: Kind nach Möglichkeit sofort in die Kita und weiter vollzeit arbeiten gehen und Arbeitszeiten, die schon mehr als nur eingefahren sind und dadurch Familienfeindlich hoch zehn ist es vielen Eltern gar nicht mehr möglich noch genügend Zeit für das / die Kind / er zu investieren geschweige denn zu haben. Nicht jede Frau hat einen Studienrat als Ehemann und kann sich für jedes Kind ein Kindermädchen / Kinderfrau oder Erzieherin leisten. Hätte Frau von der Leyen diese Möglichkeit nicht gehabt, hätte sie ihre Kinder mitsamt ihren Pferden an den Nagel hängen können.

Unsere Gesellschaft und damit auch die Arbeitswelt muß so strukturiert werden, dass sich jeder Kinder leisten kann und locker sagen kann: "Ich kann für uns sorgen, auch wenn ich arbeiten muß und habe Zeit für mein(e) Kind(er)." Erst wenn man das sagen kann und dann die Jugendkriminalität immer noch so hoch ist, kann man darüber nachdenken, ob Eltern geschult werden müssen und die Ausbildung von Erziehern wirklich so schlecht ist.

Hab ich nicht so verstanden
Ich hab das eher so verstanden, dass die Pschologen, die sich mit Täterprofilen auseinander setzen (und dabei vermutlich auch einige Ursachen in der Kindheit vorfinden) die Erzieher für solche frühen Signale schulen sollten. Erzieher können nicht den Murks der Eltern wett machen, aber wenn sie für bestimmte Warnsignale sensiblisiert werden, könnte man vielleicht präventiv mehr machen.
Eine Weiterbildung sozusagen.

Natürlich kennen Erzieher schon viele - wenn nicht die meisten Warnsignale. Trotzdem könnte ein Austausch mit Kriminalpsychologen das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig ein wachsames Auge auf schwierige Kinder sein kann.

Jedenfalls habe ich es nicht so verstanden, dass Erzieher ihren Job schlecht machen würden.

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7. Oktober 2009 um 15:15

Nein, das würde ich mir nicht antun
Juristisch bin ich absoluter Laie. Tatsächlich studiere ich Biologie. Es sind aber dennoch solche gesellschaftlichen Fragen, die mich privat interessieren.

Aber aus der Psychopharmakologie weiß ich ja: Es kommt bei Belohnung und Bestrafung in erster Linie auf die zeitliche Nähe an. Und das ist doch ganz schön: Eine kleine Unannehmlichkeit, die man notfalls auch einem Unschuldigen zumuten kann, wird so zu einer effizienten Strafe

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7. Oktober 2009 um 15:39

Also wenn schon...
....dann interdisziplinär mit Psychologen

Du hattest den Nagel doch schon vor mir auf den Kopf getroffen (zumindest sehen wir beide das so und klopfen und fröhlich gegenseitig auf die Schulter )

"aber es ist doch verdreht über todesstrafe zu diskutieren, wenn vermutlich flure wischen hilft"
Eben!
[Ironiemodus an] Zwar schreckt Todesstrafe gewaltig ab - deswegen sind die USA ja auch unser aller Vorbild in Sachen Kriminalstatistik- aber das menschenverachtende Flure Putzen hat auch seine Vorteile.... [Ironiemodus aus]

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8. Oktober 2009 um 16:10

Danke für Deine aufschlußreiche Antwort.
Auch ich bin heute erst zum lesen gekommen, was elenor geschrieben hat. Hab Dich gründlich mißverstanden. Ja, Unterstützung und auch eine Forderung vom Staat an die Eltern was sie in Punkto Erziehung zu leisten haben, können wir sehr gut gebrauchen.
Bei vielen Eltern habe ich das Gefühl, dass sie sich gar nicht bewußt sind was für eine Verantwortung sie als Eltern haben. Aber dazu kommt auch, dass ich selbst als Mutter mitbekomme wie schwer einem das Leben gemacht wird durch unerfüllbare Forderungen unserer Politiker. Da fordert eine Frau von der Leyen doch allen Ernstes das Kind so früh wie möglich in die Kita zu geben, ohne sich klar darüber zu sein, dass gerade die ersten Lebensjahre eines Kindes die Bindung zwischen Eltern und Kind am stärksten fördern. Wenn es nach solchen Leuten geht, dann würden die Mütter sofort nach der Geburt wieder arbeiten gehen und ihr Kind von den Erziehern erziehen lassen und sich hinterher wundern, dass entweder der Erzieher dieses Kind besser kennt als die eigene Mutter oder dass das Kind nicht bindungsfähig ist, da es auch im sozialen Bereich nun mal nur Zeitverträge gibt und somit das Personal alle Nasen lang wechselt.

Die Elternzeit ist da eine Mogelpackung, da die Kinder erst ab dem 3. Lebensjahr entwicklungstechnisch gesehen so weit sind, dass sie ohne Schäden verstehen, dass Mama ja wiederkommt und es im Kindergarten nicht nur schön ist, sondern Mama auch Geld verdienen muß um die Lutscher zu bezahlen etc. (mal im kindlichen Stil geschrieben.) Die Frau, die sich dessen bewußt ist und ihrem Kind Gutes will, wird also 2 Jahre lang im Stich gelassen, weil ja kein Erziehungsgeld während der Zeit gezahlt wird; und das ist ein fataler Fehler. Die Politik zwingt zur Arbeitswiederaufnahme und übergibt die komplette Erziehungsverantwortung dem Apparat Kindergarten und Schule, erkennt die Arbeit der "nur" Hausfrau und Mutter nicht an und schickt somit verantwortungsbewußte Mütter und Väter - die bewußt mit dem Weggeben des Kindes in den Kindergarten bis zum 3. Lebensjahr warten - als Dankeschön im Alter zum Sozialamt.
Da kann ich es fast keinem Elternpaar verdenken, wenn die sich überfordert fühlen und ihre Kinder so laufen lassen, frei nach dem Motto: "Hauptsache ich hab meine Ruhe."

Ich denke, wenn man mehr Zeit darin investieren würde den Familien eine volle Anerkennung der Erziehungszeit bis zum 14. Lebensjahr zu gewährleisten, dann könnten und würden sich viel mehr Eltern wieder kümmern und die Gewalttätigkeit würde zurückgehen. Denn das sind alles Hilfeschreie der Kids und je brutaler die Tat ist, desto lauter ist also der Schrei.

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8. Oktober 2009 um 18:20

Warum gibt es überhaupt
Gewalt. Und warum wird vieles gefördert und erlaubt was dies begünstigt.
Mal wieder:
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/verbrechen-51-jaehriger-mann-v on-drei-maedchen-in-u-bahn-sch wer-verletzt_aid_443094.html

08.10.2009, 17:27
"Verbrechen
51-Jähriger Mann von drei Mädchen in U-Bahn schwer verletzt

In der Frankfurter U-Bahn haben drei Mädchen einen Mann angegriffen und schwer verletzt. Der 51-Jährige wollte einem anderen Fahrgast helfen, der von dem Trio attackiert wurde.

Drei drogenabhängige junge Frauen haben einen Fahrgast in der Frankfurter U-Bahn attackiert und schwer verletzt. Der 51-Jährige wollte am Mittwochabend einem anderen von der Mädchengang bedrängten Fahrgast helfen, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer befand sich auch am Donnerstag noch im Krankenhaus. Gegen die 17-jährige Hauptverdächtige erging Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung; sie kam in U-Haft. Die beiden anderen wurden freigelassen. Die Kripo kritisierte, dass etwa 20 Männer und Frauen der Gewaltattacke tatenlos zugesehen hatten.

In der U-Bahn hatte es zunächst Streit und Handgreiflichkeiten unter den 17- und 19-jährigen Frauen gegeben. Als ein Fahrgast versuchte zu schlichten, pöbelten sie ihn an. Der 51-Jährige wollte ihm helfen und packte dabei eine der Frauen am Arm. Daraufhin solidarisierten sich diese. Eine Jugendliche schlug auf den 51-Jährigen ein und riss ihn nieder. Es kam zu einem heftigen Gerangel.

Als die Bahn hielt, stießen die Täterinnen den Mann aus dem Waggon. Er prallte mit dem Kopf gegen einen Mülleimer und blieb wehrlos auf dem Bahnsteig liegen. Dennoch trat laut Polizei mindestens eine Frau gegen Kopf und Oberkörper des Opfers. Erst als der Zugführer herbeieilte, ließen die Frauen von dem Schwerverletzten ab und flüchteten. Wenig später nahm die Polizei sie fest. Sie standen unter Alkoholeinfluss.

In Tränen ausgebrochen

Die mutmaßliche Haupttäterin hat keinen festen Wohnsitz. Der Jugendrichter begründete den Haftbefehl mit Fluchtgefahr. Die 17-Jährige schwieg zum Tatvorwurf. Sie brach mehrfach massiv in Tränen aus, berichtete ein Gerichtssprecher.

Alle drei Jugendlichen sind nach Polizeiangaben bereits mit Gewalt- und Drogendelikten straffällig geworden. Bei der Hauptverdächtigen summieren sich die Straftaten, darunter gefährliche Körperverletzung, auf eine zweistellige Zahl. Die 17-Jährige war laut Amtsgericht allerdings noch nicht in Strafhaft, sondern nur einmal im Beuge-Arrest.

Wieder sahen viele weg

Laut Polizei befanden sich sowohl in der U-Bahn als auch auf dem Bahnsteig zahlreiche Fahrgäste, doch niemand griff ein oder half dem Attackierten. Eine Zeugin habe die Umherstehenden vergeblich um Unterstützung gebeten und dann die Polizei alarmiert.


Polizeisprecher Sprecher Karlheinz Wagner sagte, Zeugen von Gewalttaten sollten laut rufen, um Öffentlichkeit herzustellen und sofort über Notruf 110 die Polizei alarmieren. Sie sollten den Ermittlern das Aussehen der Täter beschreiben und den Fluchtweg beobachten. Es braucht keiner den Helden zu spielen, sagte Wagner.

Am 12. September hatte der gewaltsame Tod des 50-jährigen Dominik Brunner auf dem S-Bahnhof in München-Solln bundesweit Bestürzung ausgelöst. Er hatte in der Bahn vier Schüler vor einem Raubüberfall schützen wollen und war von zwei Jugendlichen mit mehr als 20 Faustschlägen und Fußtritten gegen den Kopf getötet worden.

Am Dienstag verletzten zwei vorbestrafte Gewalttäter im Alter von 16 und 19 Jahren an einer Haltestelle der Münchner U-Bahn ein junges Paar mit Schlägen und Tritten. Dem 21-Jährigen traten sie gegen den Kopf, als er bereits am Boden lag, wie die Polizei mitteilte. Erst als ein Passant sich einmischte, ließen die Angreifer von dem Mann ab. Gegen sie erging Haftbefehl. "

Und wer meint mit härteren Strafen wäre das Problem gelöst irrt sich. Warum Menschen so geworden sind wäre eine viel interessantere Frage.

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8. Oktober 2009 um 18:45
In Antwort auf christine1166

Danke für Deine aufschlußreiche Antwort.
Auch ich bin heute erst zum lesen gekommen, was elenor geschrieben hat. Hab Dich gründlich mißverstanden. Ja, Unterstützung und auch eine Forderung vom Staat an die Eltern was sie in Punkto Erziehung zu leisten haben, können wir sehr gut gebrauchen.
Bei vielen Eltern habe ich das Gefühl, dass sie sich gar nicht bewußt sind was für eine Verantwortung sie als Eltern haben. Aber dazu kommt auch, dass ich selbst als Mutter mitbekomme wie schwer einem das Leben gemacht wird durch unerfüllbare Forderungen unserer Politiker. Da fordert eine Frau von der Leyen doch allen Ernstes das Kind so früh wie möglich in die Kita zu geben, ohne sich klar darüber zu sein, dass gerade die ersten Lebensjahre eines Kindes die Bindung zwischen Eltern und Kind am stärksten fördern. Wenn es nach solchen Leuten geht, dann würden die Mütter sofort nach der Geburt wieder arbeiten gehen und ihr Kind von den Erziehern erziehen lassen und sich hinterher wundern, dass entweder der Erzieher dieses Kind besser kennt als die eigene Mutter oder dass das Kind nicht bindungsfähig ist, da es auch im sozialen Bereich nun mal nur Zeitverträge gibt und somit das Personal alle Nasen lang wechselt.

Die Elternzeit ist da eine Mogelpackung, da die Kinder erst ab dem 3. Lebensjahr entwicklungstechnisch gesehen so weit sind, dass sie ohne Schäden verstehen, dass Mama ja wiederkommt und es im Kindergarten nicht nur schön ist, sondern Mama auch Geld verdienen muß um die Lutscher zu bezahlen etc. (mal im kindlichen Stil geschrieben.) Die Frau, die sich dessen bewußt ist und ihrem Kind Gutes will, wird also 2 Jahre lang im Stich gelassen, weil ja kein Erziehungsgeld während der Zeit gezahlt wird; und das ist ein fataler Fehler. Die Politik zwingt zur Arbeitswiederaufnahme und übergibt die komplette Erziehungsverantwortung dem Apparat Kindergarten und Schule, erkennt die Arbeit der "nur" Hausfrau und Mutter nicht an und schickt somit verantwortungsbewußte Mütter und Väter - die bewußt mit dem Weggeben des Kindes in den Kindergarten bis zum 3. Lebensjahr warten - als Dankeschön im Alter zum Sozialamt.
Da kann ich es fast keinem Elternpaar verdenken, wenn die sich überfordert fühlen und ihre Kinder so laufen lassen, frei nach dem Motto: "Hauptsache ich hab meine Ruhe."

Ich denke, wenn man mehr Zeit darin investieren würde den Familien eine volle Anerkennung der Erziehungszeit bis zum 14. Lebensjahr zu gewährleisten, dann könnten und würden sich viel mehr Eltern wieder kümmern und die Gewalttätigkeit würde zurückgehen. Denn das sind alles Hilfeschreie der Kids und je brutaler die Tat ist, desto lauter ist also der Schrei.

Dem gibt es nichts
hinzuzufügen!
Ich frage mich ob dies die Politiker wirklich nicht besser wissen oder ob manches sogar so gewollt ist. Stell Dir vor zufriedene Familien. ...Oder überhaupt Familien, da viele sich gegen Kinder entscheiden weil sie meinen es nicht schaffen zu können. Das rächt sich irgendwann oder macht sich sogar jetzt schon bemerkbar da viele Kinder fehlen. Müßten diejenigen die dafür bezahlt werden eigentlich überblicken können.

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9. Oktober 2009 um 16:48

Ich meine ja auch damit nicht,
dass der Staat die Kosten für die Kinder bezahlen soll oder gar die Ernährung einer gesamten Familie tragen soll. Es geht mir viel mehr darum, dass auf der einen Seite aufgeschrieen wird, wenn die Jugendlichen Mist bauen (um mich mal salopp auszudrücken ), während auf der anderen Seite immer wieder gefordert wird, dass BEIDE Elternteile arbeiten gehen - am besten mindestens 8 Std. am Tag. Da ist die Überforderung vorprogrammiert. Vor allen Dingen ist die professionelle Betreuung der Kinder auf Dauer für eine 5 - 6 köpfige Familie unbezahlbar und dann gleichzeitig immer wieder der schöne Satz von den Jugendämtern: "14 jährige Jugendliche fallen aus dem Betreuungsprogramm raus, dafür gibt es keine Gelder," heißt für mich auf hochdeutsch übersetzt: "Die 14 jährigen KINDER sind jetzt laut Gesetz strafmündig, also lassen wir die mal laufen, denn warum sollen wir uns mit denen auch noch auseinandersetzen." Das sind aber die Kinder, die gerade Anlehnung und Betreuung in Form von Gesprächspartnern und Vertrauenspersonen brauchen, weil die andere Probleme haben als ein Kleinkind! Dass dafür keine Gelder gezahlt werden ist einfach ein Skandal. Denn eine allein erziehende Mutter mit noch zwei oder drei kleineren Kindern muß in dem Moment dann auch noch zusehen, dass sie nicht nur allein ihre Arbeit verrichtet um ihre Familie zu ernähren, sondern auch noch darauf achten, dass das 14 jährige Kind - gerade empfänglich für Drogen und sozialen Abstieg - nicht solches widerfährt. Dazu kommt für den Jugendlichen dann noch Mobbing von den Mitschülern etc. und dass es dann zum Eklat und zur vermehrten Gewaltbereitschaft kommt, ist schon irgendwo eine normale Reaktion. Denn negative Aufmerksamkeit - und das ist ja der Ärger mit der Polizei dann schon - ist besser (jedenfalls in den Augen der Kids) als gar keine, weil keiner Zeit hat sich zu kümmern. Baut der Jugendliche Mist, kümmert man sich um ihn, denn er wird wahrgenommen, angehört und nach seinem Grund gefragt.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer und da ist es doch wohl egal, ob die Wissenschaft schon so weit vorgedrungen ist behaupten zu können, dass es unschädlich für ein Kind sei nach dem 1. Lebensjahr von jemand anderem erzogen zu werden. Kinder sind halt Menschen und da kann keine Wissenschaft hingehen und solche Behauptungen aufstellen, da Menschen nicht programmierbar sind. Die Psychologie ist zwar auch eine Wissenschaft, aber sie ist nachvollziehbar. Die statistischen wissenschaftlichen Untersuchungen hingegen sollte man nicht zu ernst nehmen. Da geht man, gerade was zwischenmenschliche Beziehungen angeht, doch wohl besser nach seinem gesunden Menschenverstand und der läßt mich in Punkto Politiker doch sehr zweifeln. Die haben zwar größtenteils studiert, aber deshalb bestimmt nicht mehr Ahnung oder Menschenkenntnis als jemand, der tagtäglich mit diesen Menschen zu tun hat.

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9. Oktober 2009 um 17:12
In Antwort auf amina22111

Dem gibt es nichts
hinzuzufügen!
Ich frage mich ob dies die Politiker wirklich nicht besser wissen oder ob manches sogar so gewollt ist. Stell Dir vor zufriedene Familien. ...Oder überhaupt Familien, da viele sich gegen Kinder entscheiden weil sie meinen es nicht schaffen zu können. Das rächt sich irgendwann oder macht sich sogar jetzt schon bemerkbar da viele Kinder fehlen. Müßten diejenigen die dafür bezahlt werden eigentlich überblicken können.

Nun, ich denke, dass die Politiker
sehr gut wissen, was sie da anrichten. Nur denen ist auch klar, dass das was ich oben beschrieben habe denen ihr Geld kosten würde, weil dann ihr Büdget dementsprechend geschmälert werden müßte, da das nicht auch noch vom kleinen Mann finanziert werden kann. Dann würden die Steuern nämlich noch höher steigen.
Also wird weiterhin gefordert, nichts gefördert und versucht dem kleinen Mann ein X für ein U vorzumachen, in der stillen Hoffnung, dass alle nur mit Scheuklappen durch die Welt laufen.
Später kommt dann der kluge Satz: "Das sich das mal so entwickeln könnte, konnte man ja nicht erahnen und auch nicht vorhersehen," dabei braucht man eigentlich nur die Augen aufzumachen und Kindern eine Lobby zu geben, die sie hier leider nicht haben (erst Recht nicht bei den Politikern ).

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10. Oktober 2009 um 13:41


Wir sind völlig einer Meinung. Nur sehe ich das Problem, dass auch wirklich Fehler von Seiten der Politik gemacht werden, die es den Eltern quasi fast unmöglich macht für ihre Kinder perfekt da zu sein, so wie sie gebraucht werden und auf Grund dieser Fehler machen sich die Kids auf einer Art und Weise Luft von ihrem Frust, weil sie ja nie gelernt haben / lernen konnten wie man richtig mit Frust und Streß und dem ganzen Kram fertig wird und die, die es ihnen zeigen sollten / könnten wirklich von der Arbeit aufgefressen werden.
Selbst ich habe eigentlich nur eine halbe Stelle, arbeite aber sehr oft länger, weil man anders den Menschen nicht gerecht wird. Wenn ich dann Abends nach Hause komme, bin ich einfach platt und froh, wenn meine großen (13 und 14 Jahre) so viel Verständnis haben, dass sie mir ihre Sorgen einfach auf ein Blatt geschrieben haben und ich es mir in Ruhe durchlesen kann. Das Gelbe vom Ei ist das zwar auch nicht, aber sie wissen wenigstens, dass Mama trotzdem für sie da ist und der Papa ist ja auch noch da.

Schönes Wochenende
Christine

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20. April 2012 um 13:52
In Antwort auf polmanina

Wenn
mein Kind einen wehrlosen Mann in der U-Bahn tot tritt, dann habe ich als Elternteil versagt.
Wenn mein Kind jemanden vergewaltigt, dann habe ich als Elternteil versagt.
Wenn mein Kind mehrmals beim Klauen oder gar Raub erwischt wird, dann habe ich als Elternteil versagt.

Ergo: mit der Erziehung sollte in solchen Fällen jemand anders betraut werden.

Verantwortungs-Loser
Das Problem mit den schnittigen Forderungen nach Strafe und dem damit verbundenen Persönlichkeitskonzept ist: Es stimmtnicht. Die Gesellschaft wird nicht besser mit dem Beschwören von Eigenverantwortlichkeit, ganz im Gegenteil. Das Strafrecht zeigt das am deutlichsten: Strafe fördert Rückfall. Das ist keine Interpretationsfrage, das ist wissenschaftlicher Konsens.4 Wer keine fundamentalistischen religiösen Motive hat, kommt nicht umhin das anzuerkennen. Daher setzt progressive Strafverfolgung beispielsweise in Skandinavischen Ländern mittlerweile auf Resozialisierung und auf die Verbesserung der Lebensumstände des Täters.5 Wo weder Geld noch Ideen vorhanden sind, wird weiterhin konventionell gestraft mit verheerenden Rückfallquoten.6 Man könnte auch sagen, Resozialisierung setzt auf die Behebung der Ursache des Problems, anstatt Sympthombekämpfung zu betreiben. Es hat sich historisch gezeigt, dass es wirksamer ist verzweifelten Menschen bessere Chancen zu bieten, als sie härter zu unterdrücken. Sicher, Unterdrückung ist die einfachere und günstigere, sogar die intuitive Gangart. Aber Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, und dann ist die Französische Revolution da.

Der ganze Artikel auf: http://gesellschaftvonhinten.wordpres s.com/

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