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Gründe zum Übertritt / Islam

13. August 2007 um 13:10

Der Mensch ansich war schon immer so angelegt, dass er an etwas glauben wollte, an etwas höheres, Göttliches.

Betrachtet man die Geschichte der Menschheit, haben die Menschen immer an etwas geglaubt, und war es nur, dass sie einen Berg, einen Busch, Steine, die Sonne oder was auch immer .. angebetet hätten.

Wenn ein Volk an etwas glaubt, dann hat es eine wichtige Gemeinsamkeit, ein gemeinsames GROßES Ziel (z.B. das Paradies zu erreichen), und gemeinsame Ziele VERBINDEN.

Warum gibt es so viele Vereine, Fanclubs usw. ? Der Mensch will sich zu einer Gruppierung zählen, will zu etwas dazugehören, weil der Mensch ein Herdentier ist, und daran wird sich auch in unserer aufgeklärten "Neuzeit" nichts ändern. (Natürlich gab und gibt es immer wieder Ausnahmen, Menschen die sich intensiv Gedanken und aufgrund dessen einfach nicht glauben können ).

Dazu kommt, dass sich viele Menschen ganz einfach liebend gerne unterordnen, und ganz klar die Richtung aufgezeigt haben wollen im Sinne von "das musst du machen, das darfst Du nicht".
Glaubt man an etwas, wie jetzt z.B. an den Koran, gibt es ganz KLARE Richtlinien. Natürlich kann man dennoch selbststädnig denken, aber die wesentliche Dinge sind vorgegeben (wie musst Du in Fall A handeln, was habe ich bei Fall B zu tun ... usw.).
Also klare Richtungsanweisungen, man muss selbst nicht so viel entscheiden, weil man genau gesagt bekommt was richtig und was falsch ist. Und genau das ist für viele angenehm.

Schaut man jetzt mal unsere heutige Gesellschaft, z.B. hier bei uns in Deutschland an, wo sehr viele keinen PRAKTIZIERENDEN Glauben mehr haben, und analog dazu die Familien immer kleiner werden ... , und der eigentliche Gott der Konsum ist, dann sieht man Vereinsamung, Kälte, viele haben das Gefühl nirgends wirklich dazuzugehören. Dazu kommt der Mangel an Moral an einigen Stellen ("Sex-überschwemmung" ... Kinder müssen sich das Zeug schon ansehen weil man überall mit konfrontiert wird .., man hat nicht mehr so einfach Respekt mehr vor Älteren .. usw.).

Für den Menschen war es schon immer schwierig mit so viel Freiheit sinnvoll umzugehen. Überall dort wo die Menschen aufhörten zu glauben, herrschte früher oder später merkwürdigerweise Chaos und Moralverlust (z.B. Sodom und Gomorrha).

Aber haben sich, aufgrund unsere Neuzeit deshalb die Menschen in ihren schon immer dagewesenen Wünschen wirklich verändert ?
(ich rede von der Grundtendenz der Menschheit, individuell wird es natürlich Ausnahmen geben).

Nein !
Viele spüren, dass dieses Konsumstreben nicht alles sein kann, dass da noch mehr sein muss, .. dass da unbeantworte Fragen bleiben (was ist nach dem Tot? .. was ist der SINN meines Lebens ? usw).

Was "bietet" der Islam in diesem Zusammenhang diesen Menschen, die auf der "Suche" sind und die vor allem oft auch einsam sind ?

Gründe, die immer wieder genannt werden :

Tritt man zum Islam über, hat man plötzlich ..

1. eine weltweite, riesengroße Familie

2. hat man eine Gemeinde in unmittelbarer Nähe zu der man sich zugehörig fühlen kann

3. ist man in einer "(Glaubens)-Gruppe eingebunden

4. DARF man sich ENDLICH unterordnen (Gott, dem allmächtigen), und bekommt viele wichtige Entscheidungen abgenommen (was darf ich, was nicht ..)

5. "kämpft" man für ein GROßES gemeinsames Ziel (=das Paradies).

6. fühlt sich endlich nicht mehr EINSAM (ganz viele sagen, dass sie sich zuvor einsam gefühlt hätte und jetzt eine Familie haben).

Was gibt man also auf, und was bekommt man dafür, wenn man zum Islam übertritt ?

Wenn man sich mit GOTT beschäfigt, also spirituell aktiv wird (und eben nicht nur weltlich orientiert), dann hat das immer positive Auswirkungen, und zwar UNABHÄNGIG davon an welchen Gott man nun glaubt !!



((((Kleiner Zwischengedanke :
Jeder wirklich praktizierende Christ, Muslim, Buddhist, Jude, auch die früheren Indianer, macht im Endeffekt erstmal die gleichen spirituellen Erfahrungen. Jeder sagt, dass er ZUFRIEDENER geworden ist, dass Gott GESPÜRT hat, und ABSOLUT überzeugt ist, dass es ihn gibt, eben weil er dieses wunderbare Gefühl (was als BEWEIS für die Existens Gottes gewertet wird !) bekommen hätte ! Und das obwohl ja ein Buddhist an etwas VÖLLIG anderes glaubt als ein Christ oder Moslem.
Wenn aber jeder dieser an unterschiedlichste Götter glaubenden Menschen sagt, dass sie Gott fühlen, WEN oder WAS fühlen sie denn dann eigentlich ??? Offensichtlich hängt dann dieses "göttliche" Gefühl, dass sie beim Beten bekommen, nicht davon ab, an welchen Gott sie glauben, sondern davon, dass sie ÜBERHAUPT an irgend etwas glauben !))).


Aber zurück zum Islam :

betrachtet man all die oben genannten Punkte, finde ich es nachvollziehbar, dass Deutsche zum Islam konvertieren, denn ihr Leben hat dann ein übergeordnetes Ziel, einen Sinn bekommen .., und der Islam bietet, wenn man es mit dem aktuellen Christentum vergleicht, angenehmere "Rahmenbedingungen" ...für all die Einsamen (man hat sofort eine große Familie, wird herzlich aufgenommen, "darf" sich gleich unterordnen (Herdentrieb, Entscheidungen werden einem angebommen), und die ganze Oriental-Romantik darf man , insobesondere bei vielen konvertierten Frauen, auch nicht vergessen ).

Das Christemtum ist in seinen Geboten viel liberaler als der Islam. Aber gerade dieses "Strenge" gefällt vielen der Menschen, die glauben , wenn sie "Opfer" bringen , ist der Glauben mehr Wert, denn Gott fordert einen ja. (Pierre Vogel, der Vorzeige-Konvertierte (nicht abwertend gemeint!) hat das übrigens auch so beschrieben).

Insgesamt also kann ich es nach-voll-ziehen, wenn einige Deutsche zum Islam konvertieren. Sie haben dann ein sinnvolles , großes Ziel, bekommen gesagt was sie machen müssen, was sie nicht dürfen, haben auf einen Schlag eine riesen Familie und sind nicht mehr einsam, und bestimmt bemühen sie sich auch bessere Menschen zu sein als sie es zuvor waren.

Würde der negative Beigeschmack, was der Islam eben weltweit auch darstellt (Terror, Unterdrückung, Verfolgung, Folter, Ungerechtigkeit usw.), nicht vorhanden sein, fände ich es in keiner Weise beanstandenswert.

So ... ich hoffe, dass war jetzt nicht allzu lang ..

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13. August 2007 um 13:36

Kannst du doch aber nicht vergleichen
In der DDR-zeit gab es anderes, dass die Menschen verbunden hat ... eben weil man nicht so viel hatte, ... aber sieh dich doch mal um bei uns ... die Familien werden immer kleiner (1 bis maximal 2 Kinder) .., wenn dann noch die Eltern sterben, hat man oft gar keine Familie mehr.
Jeder schaut, dass es ihm selbst gut geht und viele vereinsamen.

Is doch klar, dass dann Religionen Zulauf haben.

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13. August 2007 um 13:46

..
aber ob nun christlich oder nicht, macht kaum einen unterschied.--


EBEN !

Viele Menschen wollen EINEN GLauben auch LEBEN ! Und da man kaum einen Unterschied sieht, muss es eben was drastischeres sein, und was liegt da näher als der Islam ... hat man doch viele Beispiele in der Nachbarschaft ..

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13. August 2007 um 14:07

Ach wenn es danach ginge
dann würde ich mir lieber Zarathustra aussuchen, das war der frieldichste von allen, (er hat auch mit keiner Hölle gedroht), und diese Religion war in Iran lange Jahre weit verbreitet. Und Zarathustra war Vor dem Christemtum und vor dem Islam.

Und eben aufgrund des negativen Beigeschmacks, aber auch der für mich zu widersprüchlichen und zur Gewalt aufrufenden Suren, käme für mich der Islam nie in Frage.
Aber ich kann nachvollziehen (ohne Wertung erstmal), dass aus oben genannten Gründen Menschen zum Islam konvertieren.

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13. August 2007 um 14:17

Leider
sind alle monothoistischen Glaubenslehren so einfach gestrickt. Da sitzt ein mit ur-meschlichen Eigenschaften konstruierter Gott im Himmel, der rache-süchtiger, eifersüchtiger, blutrünstiger und unversöhnlicher dargestellt wird, als die meisten Menschen es sein könnten.
Wie kann man, wenn man nachdenkt, an so etwas glauben ?

Ich finde an den genannten ur-menschlichen, negativen Eigenschaften, die man Gott zuordnet (er wirft einen Ungläubigen in ewige Höllenqual usw), sieht man schon wie sehr Menschen die Finger beim Konkrukt einer dieser Religionen im Spiel gehabt haben mussten.

Wie will man denn so etwas glauben KÖNNEN ?

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13. August 2007 um 14:43

Nee Scary
man könnte es auch von einer anderen Seite betrachten.

Grundsätzlich glaub ich mal nicht, dass diese ganze Gottes-Sache rein erfunden ist. Ich glaube, dass im Kern irgendwas dran ist, dass aber, da ja von Menschen aufgeschrieben, subjektiv gefärbt, und natürlich als Volksunterdrückung missbraucht, eben nur noch sehr wenig davon übrig ist was Gott tatsächlich ausmacht.

Ich glaube auf jeden Fall, dass es einen, wie auch immer gearteten Gott gibt, und wenn wir aber einen freien Willen haben, und wenn neben Gott , der Konrast (das Ungöttliche, also das gegenteil) auch existiert (und es existiert NICHTS ohne seinen Gegensatz im Sinne von Ying und Yang), dann sind da zwei Kräfte die miteinander im "Kampf" stehen.
Wenn man sich aktuell in der Welt umsieht, dann kann man nur feststellen welcher dieser "Mächte" gerade die Überhand hat.

Das klingt jetzt für Dich bestimmt sehr abgehoben, aber hier ist einfach nicht der Rahmen das näher zu erklären.

Fakt ist für mich, dass eine Religion (obwohl ich an keine in der angebotenen Form glaube) etwas gutes hat (wenn sie friedlich gesinnt ist!), weil es DEN Menschen Halt gibt, die es brauchen und sie besser handeln lässt, als wenn sie an gar nichts glauben würden. Leider ist der Islam von Allmachtsansprüchen durchsetzt (erst wenn die gesamte Welt islamisch ist, ist Allah zufrieden, und dafür lohnt der Kampf (wie auch immer dieser "Kampf" dann gestaltet wird, ob mit Waffen oder durch "friedliches" langsames Überschwemmen eines Landes, wie das bei Deutschland abzusehen ist).


Vom Strandpunkt eines Moslems ist es ja auch nachvollziehbar. Der glaubt ja, dass Allah das beste für die Menscheit ist, also weshalb sollte das "Beste" nicht in jedes Land dieser Erde getragen werden ?!

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