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Großes Chaos in mir / alles von der Seele schreiben

4. März um 21:20 Letzte Antwort: 9. März um 16:58

Ich sage es besser gleich - es wird lang und detailreich. Wer das nicht mag, liest besser nicht.

Ich weiß gar nicht genau, was ich mir hier warte. Vielleicht will ich es mir einfach von der Seele schreiben, was gerade so los ist. Es kommt so viel zusammen und ich hatte heute einen Tag, der mir einfach komplett den Rest gegeben hat.

Hatte hier ja neulich schon mal geschrieben, dass ich 200km von meiner Heimat entfernt lebe und aufgrund Arbeit hier her gekommen bin. Seit Monaten überlege ich - aus emotionalen Gründen - immer wieder, wieder nach Hause zu ziehen. Es ist eine schwere Entscheidung für mich, weil ich dort vermutlich die Branche wechseln müsste, was mir ziemlich schwer fallen würde. Naja, wohin auch immer, einen Umzug hätte ich frühestens Mitte/Ende 2021 gewollt. 

Nun ist hier im Haus (ca. 100 Jahre altes Mehrfamilienhaus, 8 Parteien, uralte Rohre und Leitungen...) ziemliches Chaos ausgebrochen seit Sonntag. Bei mir sprudelte plötzlich Wasser aus Waschmaschinen-Abfluss und Küchenspüle. Hausmeister im Krankenhaus, Notdienst Hausverwaltung völlig unfähig, Vermieter keine Lust auf Verantwortung. Ich habe nun 3 Tage lang (mehr schlecht als recht) Homeoffice gemacht und hier Mieter, Eigentümer und Hausmeister zugleich gespielt: rumtelefoniert, im Haus rumgerannt, koordiniert, dass keiner in den Küchen Wasser nutzt oder die Waschmaschine betätigt. Heute an Tag drei wurde das Problem (augenscheinlich) erstmal behoben. Das Hauptfallrohr im Haus, welches an die Küchen angebunden ist, war/ist völlig verstopft durch alles, was sich die Jahre über ansammelte. Da ich die erste war, bei der sich das Abwasser einen Ausweg suchte, wurde von meiner Wohnung aus heute auch die erste Verstopfung gelöst. Es war ein rießen Akt. Spüle auseinandergeschraubt, dort kam man nicht durch ins Hauptrohr. Dann über den Waschmaschinenabfluss. Alles stank (und tut es immer noch leicht) nach Kläranlage, überall braune Suppe auf den Böden und Spritzer davon an der Wand. Alles auseinandergebaut, was im Weg war. Ich habe von 10:15 bis 15 Uhr geputzt - nur Küche, Flur und Bad. Homeoffice war da nicht mehr drin. Meine Chefin, zum Glück verständnisvoll. Ich sagte ihr, ich mache heute eine Abendschicht. Muss ich, da es einfach sowieso so viel ist bei mir gerade und sich durch diese 3 Tage nun alles angestaut hat. Um 16 Uhr ging ich an den Laptop - 1000 Mails meiner Kolleginen "kannst du mal bitte dies machen und das machen, kannst du mal da und dort übernehmen". Keine Frage, ob man selbst zu tun hat. Muss dazu sagen, das macht mich seit Monaten wahnsinnig. Meine anfängliche Gutmütigkeit, Dinge zu übernehmen, wird von gewissen Kollegen nur noch ausgenutzt. Und abgewöhnt bekommt man es ihnen nun nicht mehr. Meistens sind es Hilfsaufgaben für Praktikanten, weswegen sie dann erwarten, dass ich meine eigenen wichtigen Dinge liegen lasse (wobei ich mittlerweile auch nicht mehr springe, sobald sie schreien...). Es muss ja alles immer sofort passieren. Heute Nachmittag rief ich meine Chefin an und meinte nur "N., ich springe gleich aus dem Fenster". Antwort "Tja, so ist das halt in der PR-Welt". Das ganze Verständnis von zuvor wohl wie weggeblasen. Aber diese Sprunghaftigkeit und Unkoordiniertheit kenne ich in diesem Unternehmen. Ich hatte ihr angeboten Urlaub zu nehmen, wollte sie aber nicht. Naja. Wie ihr merkt, die Arbeit ist ein weiterer Problempunkt. Da könnte ich noch viel mehr erzählen. Vielleicht sollte man noch sagen, ich bin seit Monaten auf dem Absprung. Bewerbe mich hier und dort. Bisher hat es nur entweder von meiner oder deren Seite nicht gepasst.

Nun war ich also heute Mittag um 16 Uhr endlich fertig. Schmiss den Laptop an, wollte endlich mein erstes Essen des Tages (6 Tortellinis und eine Handvoll Beeren, zu mehr hat es nicht gereicht) zu mir nehmen, schnell allen Hausbewohnern Bescheid geben, dass sie ihre Küchen wie vollumfänglich nutzen können, meinem Vermieter schreiben wie alles ablief (interessiert ist es, aber tun will er nix). Da klingelte der Mieter aus dem EG bei mir - völlig verärgert. Da er nun Wasser in der Wohnung stehen hat. Also war uns ziemlich schnell klar, der Handwerker von heute schob den ganzen Mist im Hauptfallrohr einfach nur ins EG. Nun war der Mieter aber sauer auf mich, als hätte ich alles verursacht. Erklärte mir überheblich (er ist Ingenieur), dass ich daran Schuld bin, dass der Handwerker heute wohl seine Arbeit nicht richtig gemacht hat. Klar, kann ihn irgendwo verstehen. Ich hatte ja die halbe Hausverwaltungskoordination übernommen...der sah das Wasser bei sich stehen und da war ich die erste, an die er dachte. Nachdem ich ihm alles erklärte, beruhigte er sich. Aber dennoch. Es nimmt kein Ende. Der Handwerker sagte mir heute sowieso schon, sie müssen nochmal kommen. In alle Wohnungen. Das Rohr muss komplett durchgeputzt werde. Vielleicht dann auch noch das andere, an das die Bäder angeschlossen sind. Da müssen dann wohl die Toiletten abmontiert werden. Dazu muss man sagen, ich bin nun seit zwei Jahren in diesem Haus. Bisher hatten wir in dieser Zeit: Wasserschaden im Keller, Gasleck im Keller, Gasleck in meiner neuen Heiztherme in der Wohnung weil Abdichtung beim Einbauen vergessen wurde, jetzt die Wassergeschichte. Ansonsten ne Hausverwaltung die unfähig ist im Notfall schnell zu handeln und meinen faulen Vermieter. Der sich auch beim Gasleck um nichts kümmerte. Dennoch meine Wohnung ist schön. Und zumindest bis dieser Tage fühlte ich mich wohl.

Emotional bin ich völlig fertig und weiß nicht mehr weiter. Ich habe eben schon mit meiner Mutter ewig darüber gesprochen. Seit ich hier in dieser Stadt bin geht eigentlich alles schief. Job stimmt nicht, Wohnung ist alles in allem irgendwie Chaos, Liebe....naja. Alles kommt auf einmal gerade und ich sehe kein Land mehr. Soll ich mich jetzt auf Jobsuche oder Wohnungssuche konzentrieren? Beides hat für mich Prio. Beides halte ich kaum noch aus. Ich fühle mich in meiner Wohnung nicht mehr wohl. Mir wird es schon ganz mulmig, wenn ich ab nächster Woche im Urlaub bin. Man weiß ja hier nie, was passiert. Ob das Hab und Gut morgen noch da ist. Und dann, wohin gehe ich? Mein Wunsch nach Hause zu in die Heimat zu ziehen ist heute so stark wie nie. Ich habe richtig Heimweh inzwischen. Mir ist hier plötzlich alles nur noch fremd. Ich hab die Tage hier nach Wohnungen geschaut, kann mich aber einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden. Würde lieber zu Hause nach Wohnungen schauen. Die Frage ist nur, welchen Tod sterbe ich lieber? Hier in meiner Wunschbranche aber weg von Familie, Heimat, Freunden. Zu Hause in meiner Heimat, aber dafür halt nur eine Branche, die ich vielleicht maximal ganz OK finde. Ich müsste alles umkrempeln, wofür ich in Schul- und Studienzeit gearbeitet habe. Aber ich will, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, einfach nur noch nach Hause. Und es bringt mich schon zum weinen, wenn ich das schreibe.

Der einzige, der mich hier halten könnte, ist ein Mann, in den ich wahnsinnig verliebt war...und vermutlich immer noch bin. Ich habe ihn hier in der neuen Stadt kennengelernt. Aus bestimmten Gründen konnte sich nichts ergeben. Wir haben seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr. Trotz der Gefühle. Ich hatte immerwieder in den letzten Wochen und Monaten Dates, aber seinetwegen wurde daraus nie mehr. Auch wenn ich es oft verdrängen wollte, Tatsache ist, alles hat mit ihm zu tun. Er stieß mich immer wieder von sich. Vor allem, wenn ich wollte, dass wir mal über unsere Kommunikationsschwierigkeiten reden. Bzw einfach wollte, dass wir alles klären und uns einfach nur verstehen und füreinander da sind. Ich wollte immer für ihn da sein, wenn ich gemerkt habe, etwas stimmt nicht mit ihm. Er nahm dann immer Abstand. Heute stand ich mehrmals heulend mit dem Putzlappen da und fragte mich, wieso er es uns so schwer macht. Ich bräuchte ihn gerade so sehr. Er war immer so ein Ruhepol für mich. Ich hätte ihn schon oft so sehr gebraucht, aber da er mich nie an sich ranließ wollte ich mich auch ihm irgendwann nicht mehr aufdrängen. Und jetzt frage ich mich eben immer wieder, warum er es uns so schwer macht und uns nicht einfach füreinander da sein lässt. Mir tut es nach 2,5-3 Jahren immernoch so weh. Und ich will es mir kaum eingestehen, aber wenn ich mich frage, ob ich noch hier bleibe oder wieder in die Heimat gehe, denke ich auch an ihn. Wenn ich wieder zurück gehe, ist es endgültig. Noch endgültiger als es eh schon ist. Dann werde ich vermutlich nicht wieder hier her zurückkommen. Und obwohl es ja jetzt schon vorbei zwischen uns ist (bevor es richtig anfangen konnte), weil er sich einfach nie wieder melden und wissen wird, was er will, ist er in dieser Sache trotzdem in meinen Gedanken. Aber ganz realistisch gesehen, mein Wunsch nach Hause zu ziehen ist so groß. Wie gesagt, mir gehts nicht gut, ich hab nur noch Heimweh. Das hat sich jetzt von "es ist eine Option in 2-3 Jahren wieder heimzuziehen" zu "ich schaff es nicht mehr, ich will lieber heute als morgen hier weg" innerhalb kürzester Zeit entwickelt. Ich weiß, wenn er noch ein fester Bestandteil meines Lebens wäre, wäre meine Überlegung berechtigt. Aber im Grunde ist er das ja nicht mehr. Also muss ich nach mir schauen, nur nach mir, richtig? Es ist nur...ich bräuchte einfach einen Arm, in den ich mich abends legen kann, und da wäre seiner der einzige, den ich wöllte. Aber ich weiß ja, was ich will ist noch lange keine Realität. Und vermutlich muss ich bei meinen Entscheidungen nur die Realität mit einbeziehen, oder? Das ist vielleicht auch eher eine rhetorische Frage...

Es ist einfach so...durch die ganzen Entwicklungen der letzten Tage muss ich meine Umzugs-Entscheidung früher treffen, als geplant. Dieses Chaos und die ständigen Handwerker-Besuche, Putz-Orgien und aufgrund dessen ineffektiven Arbeitstage kann ich so nicht mehr weitermachen. Ich bin jetzt nervlich so durch und habe total Angst, dass es direkt am nächsten Tag wieder weiter geht und ich gar nicht lange durchatmen kann. Und ich möchte dieses Hin und Her nicht mehr. Jetzt seit 2 Jahren in dieser Wohnung, dann demnächst innerhalb dieser Stadt umziehen und dann vielleicht in 1-2 Jahren  zurück in die Heimat? Weil mich der Gedanke hier zu bleiben dann immer noch nicht glücklich macht? Dann lieber gleich jetzt zurück in die Heimat, oder?

Ich bin einfach ein Mensch der endlich ankommen will. Einigermaßen Ruhe will. Ich kann dieses ständige stark sein und dieses rasante Auf und Ab nicht mehr. Und zu Hause ging es mir halt immer gut.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich von euch will. Im Endeffekt muss ich meine Entscheidungen ja ohne euch treffen. Und durch dieses Chaos muss ich momentan auch ohne euch durch. Aber danke an jeden, der so viel nun gelesen hat. In meinem Kopf und Herz und Seele  herrscht grade komplettes Chaos, wie man sicher merkt. Ich musste es einfach aufschreiben.

Und wenn der ein oder andere nichts weiter, als ein paar liebe Worte dazu hat, dann auch Danke dafür!

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4. März um 22:32

Unglaublich dass dich das so mitnimmt. Wahnsinn. 

wir Menschen sind so unterschiedlich. Einige so stark, die stehen wie ne eins und du stehst in Trümmern, die gar keine sind. Sorry, bin geradeaus. Kenne auch deine vorherigen Beiträge. 

mit dem Mann ist Schluss. Vergiss ihn.
die Probleme mit der Wohnung sind ganz normal. Das kann jeden treffen, der in einem Altbau wohnt. Das sollte dich nicht so umwerfen.
Jobs von Kollegen übernehmen ist auch Alltag.  In jeder Branche üblich. 
Insgeheim flüchtet du zurück in deinen Heimatort und zu deiner Oma. Dort ist alles in watte gepackt. Dort hast du keine negativen Erlebnisse gesammelt. Jetzt spürst du das wahre Leben und es haut dich um aber alles was du beschreibst sind normalitöten. Die Menschen haben furchtbaren Liebeskummer, Ärger in der Arbeit, Wohnung passt nicht etc. Normal  

geh zurück in dein nest, wenn es für dich gut ist. 

alles gute für dich

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4. März um 22:53
In Antwort auf fresh.000

Unglaublich dass dich das so mitnimmt. Wahnsinn. 

wir Menschen sind so unterschiedlich. Einige so stark, die stehen wie ne eins und du stehst in Trümmern, die gar keine sind. Sorry, bin geradeaus. Kenne auch deine vorherigen Beiträge. 

mit dem Mann ist Schluss. Vergiss ihn.
die Probleme mit der Wohnung sind ganz normal. Das kann jeden treffen, der in einem Altbau wohnt. Das sollte dich nicht so umwerfen.
Jobs von Kollegen übernehmen ist auch Alltag.  In jeder Branche üblich. 
Insgeheim flüchtet du zurück in deinen Heimatort und zu deiner Oma. Dort ist alles in watte gepackt. Dort hast du keine negativen Erlebnisse gesammelt. Jetzt spürst du das wahre Leben und es haut dich um aber alles was du beschreibst sind normalitöten. Die Menschen haben furchtbaren Liebeskummer, Ärger in der Arbeit, Wohnung passt nicht etc. Normal  

geh zurück in dein nest, wenn es für dich gut ist. 

alles gute für dich

Ich würde dich bitten, nicht zu urteilen, wenn du nicht mal mein Gesicht kennst.

Ich bin schwach, ja. Weil ich keine Kraft meht habe. Ich musste seit meinem 14 Lebensjahr alleine herumkämpfen. Ich musste mir alles erkämpfen. Ich wurde als 12 jährige von Gerichtsverhandlung zu Gerichtsverhandlung geschleppt, habe den Gerichtsvollzieher vor unserer Türe abwimmeln müssen, weil meine Mutter mir mal wieder ihr finanzielles Theater verschwiegen hat, musste eine Scheidung nahe eines Rosenkriegs miterleben. Ich habe NIE aufgegeben. Ich habe bereits als Kind das beste aus allem gemacht. Habe darauf gesch..., dass meine Familie sich jahrelang aufs Härteste bekriegt hat. Und darauf bin ich stolz, denn sonst hätte ich es nie so weit geschafft. Während alle meinten, das Kind schafft es nie. Habe ich mich von der Hauptschule zum Bachelor-Abschluss hochgearbeitet. Habe ein tolles Studium geschafft, ein Buch veröffentlicht. Nichts von dem damals habe ich zu nah an mich ran gelassen. JA, ich DARF auf schwach sein.

Ja, Menschen sind unterschiedlich. Und wenn es dir nicht passt, dass ein dir wildfremder Mensch aufgrund seiner Vorgeschichte (die du nicht kennst) irgendwann einfach nicht mehr kann und bei den kleinsten Krisen einknickt, dann spare dir doch bitte deinem Beitrag. Leute wie du, die nur noch weiter unwissend in die Kerbe hauen müssen, sind die, die denen, denen es schlecht geht, besonders gut tun!! 

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4. März um 23:00
In Antwort auf bianca.rch

Ich würde dich bitten, nicht zu urteilen, wenn du nicht mal mein Gesicht kennst.

Ich bin schwach, ja. Weil ich keine Kraft meht habe. Ich musste seit meinem 14 Lebensjahr alleine herumkämpfen. Ich musste mir alles erkämpfen. Ich wurde als 12 jährige von Gerichtsverhandlung zu Gerichtsverhandlung geschleppt, habe den Gerichtsvollzieher vor unserer Türe abwimmeln müssen, weil meine Mutter mir mal wieder ihr finanzielles Theater verschwiegen hat, musste eine Scheidung nahe eines Rosenkriegs miterleben. Ich habe NIE aufgegeben. Ich habe bereits als Kind das beste aus allem gemacht. Habe darauf gesch..., dass meine Familie sich jahrelang aufs Härteste bekriegt hat. Und darauf bin ich stolz, denn sonst hätte ich es nie so weit geschafft. Während alle meinten, das Kind schafft es nie. Habe ich mich von der Hauptschule zum Bachelor-Abschluss hochgearbeitet. Habe ein tolles Studium geschafft, ein Buch veröffentlicht. Nichts von dem damals habe ich zu nah an mich ran gelassen. JA, ich DARF auf schwach sein.

Ja, Menschen sind unterschiedlich. Und wenn es dir nicht passt, dass ein dir wildfremder Mensch aufgrund seiner Vorgeschichte (die du nicht kennst) irgendwann einfach nicht mehr kann und bei den kleinsten Krisen einknickt, dann spare dir doch bitte deinem Beitrag. Leute wie du, die nur noch weiter unwissend in die Kerbe hauen müssen, sind die, die denen, denen es schlecht geht, besonders gut tun!! 

Falsche Reaktion. Hässlich. 

dein Gesicht kann hier keiner kennen. Muss man auch nicht. Zudem hat jeder Mensch das eine oder andere mitgemacht. Auch ich. Hänge ich mir bloß nicht an die Stirn 

wenn du dich an ein Forum wendest, musst du mit vielen verschiedenen Meinungen rechnen. Dafür sind wir da. Bloß weil es dir nicht passt, musst du nicht so rumpampfen. So stolpert man über deine eigenen Füße. 

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4. März um 23:12

Ich denke, ich habe alles gesagt.

Und du auch: Menschen sind unterschiedlich.

Das von jemandem wie dir, erstrecht kein "oh Mensch, sorry" kommt, habe ich ohnehin nicht erwartet. Du bist sicherlich froh, dass man hier die Gesichter nicht kennt - da fällt es leichter, Menschen zurechtzuweisen und sich selbst dadurch gut zu fühlen - als im realen Leben.

Und, da du sicher das letzte Wort haben musst: hau gerne noch einen raus. Ich habe wie gesagt, alles (zu dir) gesagt. Und einen Streit mit einem wildfremden Menschen, dem es aus einem mir unerklärlichen Grund nicht passt, wie es mir geht, brauche ich absolut nicht auch noch.

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4. März um 23:15
In Antwort auf bianca.rch

Ich denke, ich habe alles gesagt.

Und du auch: Menschen sind unterschiedlich.

Das von jemandem wie dir, erstrecht kein "oh Mensch, sorry" kommt, habe ich ohnehin nicht erwartet. Du bist sicherlich froh, dass man hier die Gesichter nicht kennt - da fällt es leichter, Menschen zurechtzuweisen und sich selbst dadurch gut zu fühlen - als im realen Leben.

Und, da du sicher das letzte Wort haben musst: hau gerne noch einen raus. Ich habe wie gesagt, alles (zu dir) gesagt. Und einen Streit mit einem wildfremden Menschen, dem es aus einem mir unerklärlichen Grund nicht passt, wie es mir geht, brauche ich absolut nicht auch noch.

Morgen geht's dir bestimmt besser. Gute Nacht 

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5. März um 14:43
Beste Antwort
In Antwort auf bianca.rch

Ich sage es besser gleich - es wird lang und detailreich. Wer das nicht mag, liest besser nicht.

Ich weiß gar nicht genau, was ich mir hier warte. Vielleicht will ich es mir einfach von der Seele schreiben, was gerade so los ist. Es kommt so viel zusammen und ich hatte heute einen Tag, der mir einfach komplett den Rest gegeben hat.

Hatte hier ja neulich schon mal geschrieben, dass ich 200km von meiner Heimat entfernt lebe und aufgrund Arbeit hier her gekommen bin. Seit Monaten überlege ich - aus emotionalen Gründen - immer wieder, wieder nach Hause zu ziehen. Es ist eine schwere Entscheidung für mich, weil ich dort vermutlich die Branche wechseln müsste, was mir ziemlich schwer fallen würde. Naja, wohin auch immer, einen Umzug hätte ich frühestens Mitte/Ende 2021 gewollt. 

Nun ist hier im Haus (ca. 100 Jahre altes Mehrfamilienhaus, 8 Parteien, uralte Rohre und Leitungen...) ziemliches Chaos ausgebrochen seit Sonntag. Bei mir sprudelte plötzlich Wasser aus Waschmaschinen-Abfluss und Küchenspüle. Hausmeister im Krankenhaus, Notdienst Hausverwaltung völlig unfähig, Vermieter keine Lust auf Verantwortung. Ich habe nun 3 Tage lang (mehr schlecht als recht) Homeoffice gemacht und hier Mieter, Eigentümer und Hausmeister zugleich gespielt: rumtelefoniert, im Haus rumgerannt, koordiniert, dass keiner in den Küchen Wasser nutzt oder die Waschmaschine betätigt. Heute an Tag drei wurde das Problem (augenscheinlich) erstmal behoben. Das Hauptfallrohr im Haus, welches an die Küchen angebunden ist, war/ist völlig verstopft durch alles, was sich die Jahre über ansammelte. Da ich die erste war, bei der sich das Abwasser einen Ausweg suchte, wurde von meiner Wohnung aus heute auch die erste Verstopfung gelöst. Es war ein rießen Akt. Spüle auseinandergeschraubt, dort kam man nicht durch ins Hauptrohr. Dann über den Waschmaschinenabfluss. Alles stank (und tut es immer noch leicht) nach Kläranlage, überall braune Suppe auf den Böden und Spritzer davon an der Wand. Alles auseinandergebaut, was im Weg war. Ich habe von 10:15 bis 15 Uhr geputzt - nur Küche, Flur und Bad. Homeoffice war da nicht mehr drin. Meine Chefin, zum Glück verständnisvoll. Ich sagte ihr, ich mache heute eine Abendschicht. Muss ich, da es einfach sowieso so viel ist bei mir gerade und sich durch diese 3 Tage nun alles angestaut hat. Um 16 Uhr ging ich an den Laptop - 1000 Mails meiner Kolleginen "kannst du mal bitte dies machen und das machen, kannst du mal da und dort übernehmen". Keine Frage, ob man selbst zu tun hat. Muss dazu sagen, das macht mich seit Monaten wahnsinnig. Meine anfängliche Gutmütigkeit, Dinge zu übernehmen, wird von gewissen Kollegen nur noch ausgenutzt. Und abgewöhnt bekommt man es ihnen nun nicht mehr. Meistens sind es Hilfsaufgaben für Praktikanten, weswegen sie dann erwarten, dass ich meine eigenen wichtigen Dinge liegen lasse (wobei ich mittlerweile auch nicht mehr springe, sobald sie schreien...). Es muss ja alles immer sofort passieren. Heute Nachmittag rief ich meine Chefin an und meinte nur "N., ich springe gleich aus dem Fenster". Antwort "Tja, so ist das halt in der PR-Welt". Das ganze Verständnis von zuvor wohl wie weggeblasen. Aber diese Sprunghaftigkeit und Unkoordiniertheit kenne ich in diesem Unternehmen. Ich hatte ihr angeboten Urlaub zu nehmen, wollte sie aber nicht. Naja. Wie ihr merkt, die Arbeit ist ein weiterer Problempunkt. Da könnte ich noch viel mehr erzählen. Vielleicht sollte man noch sagen, ich bin seit Monaten auf dem Absprung. Bewerbe mich hier und dort. Bisher hat es nur entweder von meiner oder deren Seite nicht gepasst.

Nun war ich also heute Mittag um 16 Uhr endlich fertig. Schmiss den Laptop an, wollte endlich mein erstes Essen des Tages (6 Tortellinis und eine Handvoll Beeren, zu mehr hat es nicht gereicht) zu mir nehmen, schnell allen Hausbewohnern Bescheid geben, dass sie ihre Küchen wie vollumfänglich nutzen können, meinem Vermieter schreiben wie alles ablief (interessiert ist es, aber tun will er nix). Da klingelte der Mieter aus dem EG bei mir - völlig verärgert. Da er nun Wasser in der Wohnung stehen hat. Also war uns ziemlich schnell klar, der Handwerker von heute schob den ganzen Mist im Hauptfallrohr einfach nur ins EG. Nun war der Mieter aber sauer auf mich, als hätte ich alles verursacht. Erklärte mir überheblich (er ist Ingenieur), dass ich daran Schuld bin, dass der Handwerker heute wohl seine Arbeit nicht richtig gemacht hat. Klar, kann ihn irgendwo verstehen. Ich hatte ja die halbe Hausverwaltungskoordination übernommen...der sah das Wasser bei sich stehen und da war ich die erste, an die er dachte. Nachdem ich ihm alles erklärte, beruhigte er sich. Aber dennoch. Es nimmt kein Ende. Der Handwerker sagte mir heute sowieso schon, sie müssen nochmal kommen. In alle Wohnungen. Das Rohr muss komplett durchgeputzt werde. Vielleicht dann auch noch das andere, an das die Bäder angeschlossen sind. Da müssen dann wohl die Toiletten abmontiert werden. Dazu muss man sagen, ich bin nun seit zwei Jahren in diesem Haus. Bisher hatten wir in dieser Zeit: Wasserschaden im Keller, Gasleck im Keller, Gasleck in meiner neuen Heiztherme in der Wohnung weil Abdichtung beim Einbauen vergessen wurde, jetzt die Wassergeschichte. Ansonsten ne Hausverwaltung die unfähig ist im Notfall schnell zu handeln und meinen faulen Vermieter. Der sich auch beim Gasleck um nichts kümmerte. Dennoch meine Wohnung ist schön. Und zumindest bis dieser Tage fühlte ich mich wohl.

Emotional bin ich völlig fertig und weiß nicht mehr weiter. Ich habe eben schon mit meiner Mutter ewig darüber gesprochen. Seit ich hier in dieser Stadt bin geht eigentlich alles schief. Job stimmt nicht, Wohnung ist alles in allem irgendwie Chaos, Liebe....naja. Alles kommt auf einmal gerade und ich sehe kein Land mehr. Soll ich mich jetzt auf Jobsuche oder Wohnungssuche konzentrieren? Beides hat für mich Prio. Beides halte ich kaum noch aus. Ich fühle mich in meiner Wohnung nicht mehr wohl. Mir wird es schon ganz mulmig, wenn ich ab nächster Woche im Urlaub bin. Man weiß ja hier nie, was passiert. Ob das Hab und Gut morgen noch da ist. Und dann, wohin gehe ich? Mein Wunsch nach Hause zu in die Heimat zu ziehen ist heute so stark wie nie. Ich habe richtig Heimweh inzwischen. Mir ist hier plötzlich alles nur noch fremd. Ich hab die Tage hier nach Wohnungen geschaut, kann mich aber einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden. Würde lieber zu Hause nach Wohnungen schauen. Die Frage ist nur, welchen Tod sterbe ich lieber? Hier in meiner Wunschbranche aber weg von Familie, Heimat, Freunden. Zu Hause in meiner Heimat, aber dafür halt nur eine Branche, die ich vielleicht maximal ganz OK finde. Ich müsste alles umkrempeln, wofür ich in Schul- und Studienzeit gearbeitet habe. Aber ich will, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, einfach nur noch nach Hause. Und es bringt mich schon zum weinen, wenn ich das schreibe.

Der einzige, der mich hier halten könnte, ist ein Mann, in den ich wahnsinnig verliebt war...und vermutlich immer noch bin. Ich habe ihn hier in der neuen Stadt kennengelernt. Aus bestimmten Gründen konnte sich nichts ergeben. Wir haben seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr. Trotz der Gefühle. Ich hatte immerwieder in den letzten Wochen und Monaten Dates, aber seinetwegen wurde daraus nie mehr. Auch wenn ich es oft verdrängen wollte, Tatsache ist, alles hat mit ihm zu tun. Er stieß mich immer wieder von sich. Vor allem, wenn ich wollte, dass wir mal über unsere Kommunikationsschwierigkeiten reden. Bzw einfach wollte, dass wir alles klären und uns einfach nur verstehen und füreinander da sind. Ich wollte immer für ihn da sein, wenn ich gemerkt habe, etwas stimmt nicht mit ihm. Er nahm dann immer Abstand. Heute stand ich mehrmals heulend mit dem Putzlappen da und fragte mich, wieso er es uns so schwer macht. Ich bräuchte ihn gerade so sehr. Er war immer so ein Ruhepol für mich. Ich hätte ihn schon oft so sehr gebraucht, aber da er mich nie an sich ranließ wollte ich mich auch ihm irgendwann nicht mehr aufdrängen. Und jetzt frage ich mich eben immer wieder, warum er es uns so schwer macht und uns nicht einfach füreinander da sein lässt. Mir tut es nach 2,5-3 Jahren immernoch so weh. Und ich will es mir kaum eingestehen, aber wenn ich mich frage, ob ich noch hier bleibe oder wieder in die Heimat gehe, denke ich auch an ihn. Wenn ich wieder zurück gehe, ist es endgültig. Noch endgültiger als es eh schon ist. Dann werde ich vermutlich nicht wieder hier her zurückkommen. Und obwohl es ja jetzt schon vorbei zwischen uns ist (bevor es richtig anfangen konnte), weil er sich einfach nie wieder melden und wissen wird, was er will, ist er in dieser Sache trotzdem in meinen Gedanken. Aber ganz realistisch gesehen, mein Wunsch nach Hause zu ziehen ist so groß. Wie gesagt, mir gehts nicht gut, ich hab nur noch Heimweh. Das hat sich jetzt von "es ist eine Option in 2-3 Jahren wieder heimzuziehen" zu "ich schaff es nicht mehr, ich will lieber heute als morgen hier weg" innerhalb kürzester Zeit entwickelt. Ich weiß, wenn er noch ein fester Bestandteil meines Lebens wäre, wäre meine Überlegung berechtigt. Aber im Grunde ist er das ja nicht mehr. Also muss ich nach mir schauen, nur nach mir, richtig? Es ist nur...ich bräuchte einfach einen Arm, in den ich mich abends legen kann, und da wäre seiner der einzige, den ich wöllte. Aber ich weiß ja, was ich will ist noch lange keine Realität. Und vermutlich muss ich bei meinen Entscheidungen nur die Realität mit einbeziehen, oder? Das ist vielleicht auch eher eine rhetorische Frage...

Es ist einfach so...durch die ganzen Entwicklungen der letzten Tage muss ich meine Umzugs-Entscheidung früher treffen, als geplant. Dieses Chaos und die ständigen Handwerker-Besuche, Putz-Orgien und aufgrund dessen ineffektiven Arbeitstage kann ich so nicht mehr weitermachen. Ich bin jetzt nervlich so durch und habe total Angst, dass es direkt am nächsten Tag wieder weiter geht und ich gar nicht lange durchatmen kann. Und ich möchte dieses Hin und Her nicht mehr. Jetzt seit 2 Jahren in dieser Wohnung, dann demnächst innerhalb dieser Stadt umziehen und dann vielleicht in 1-2 Jahren  zurück in die Heimat? Weil mich der Gedanke hier zu bleiben dann immer noch nicht glücklich macht? Dann lieber gleich jetzt zurück in die Heimat, oder?

Ich bin einfach ein Mensch der endlich ankommen will. Einigermaßen Ruhe will. Ich kann dieses ständige stark sein und dieses rasante Auf und Ab nicht mehr. Und zu Hause ging es mir halt immer gut.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich von euch will. Im Endeffekt muss ich meine Entscheidungen ja ohne euch treffen. Und durch dieses Chaos muss ich momentan auch ohne euch durch. Aber danke an jeden, der so viel nun gelesen hat. In meinem Kopf und Herz und Seele  herrscht grade komplettes Chaos, wie man sicher merkt. Ich musste es einfach aufschreiben.

Und wenn der ein oder andere nichts weiter, als ein paar liebe Worte dazu hat, dann auch Danke dafür!

Ich glaub du brauchst ne  Tapetenwechsel.

Geh doch ganz woanders hin..nicht zurück zu den Eltern (das geht doch in der realität meistens schief)
Such dir ne passendeArbeit..und dorthin ziehst du dann.

Das mit dem Typen kannst du ohnehin vergessen. Auch wenns dir schwerfällt. Ich kann da sehr gut mitfühlen, da ich auch sehr schwer -gar nicht loslassen kann  aber im endefeffekt machst du dich ja nur unglücklich damit..ihn in der Nähe zu haben.

Wenn ich mal wieder so kraftlos ind erschöpft bin, hilft bei mir tanzen gehen.. Lade deine batterie auf und dannach kopfhoch und weitergehts 

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5. März um 18:01
In Antwort auf user107263

Ich glaub du brauchst ne  Tapetenwechsel.

Geh doch ganz woanders hin..nicht zurück zu den Eltern (das geht doch in der realität meistens schief)
Such dir ne passendeArbeit..und dorthin ziehst du dann.

Das mit dem Typen kannst du ohnehin vergessen. Auch wenns dir schwerfällt. Ich kann da sehr gut mitfühlen, da ich auch sehr schwer -gar nicht loslassen kann  aber im endefeffekt machst du dich ja nur unglücklich damit..ihn in der Nähe zu haben.

Wenn ich mal wieder so kraftlos ind erschöpft bin, hilft bei mir tanzen gehen.. Lade deine batterie auf und dannach kopfhoch und weitergehts 

Hey, danke dir für deine sachliche Antwort und deine gutgemeinten Tipps.

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6. März um 10:34
In Antwort auf fresh.000

Unglaublich dass dich das so mitnimmt. Wahnsinn. 

wir Menschen sind so unterschiedlich. Einige so stark, die stehen wie ne eins und du stehst in Trümmern, die gar keine sind. Sorry, bin geradeaus. Kenne auch deine vorherigen Beiträge. 

mit dem Mann ist Schluss. Vergiss ihn.
die Probleme mit der Wohnung sind ganz normal. Das kann jeden treffen, der in einem Altbau wohnt. Das sollte dich nicht so umwerfen.
Jobs von Kollegen übernehmen ist auch Alltag.  In jeder Branche üblich. 
Insgeheim flüchtet du zurück in deinen Heimatort und zu deiner Oma. Dort ist alles in watte gepackt. Dort hast du keine negativen Erlebnisse gesammelt. Jetzt spürst du das wahre Leben und es haut dich um aber alles was du beschreibst sind normalitöten. Die Menschen haben furchtbaren Liebeskummer, Ärger in der Arbeit, Wohnung passt nicht etc. Normal  

geh zurück in dein nest, wenn es für dich gut ist. 

alles gute für dich

da muss ich dir schon recht geben!

manche leute machen sich selbst nervlich fertig..... weil sie sich so reinsteigern

soll jetzt nicht auf die TE zutreffen:
aber manche sehen sich gerne in der Opferrolle

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7. März um 21:05
In Antwort auf bianca.rch

Ich sage es besser gleich - es wird lang und detailreich. Wer das nicht mag, liest besser nicht.

Ich weiß gar nicht genau, was ich mir hier warte. Vielleicht will ich es mir einfach von der Seele schreiben, was gerade so los ist. Es kommt so viel zusammen und ich hatte heute einen Tag, der mir einfach komplett den Rest gegeben hat.

Hatte hier ja neulich schon mal geschrieben, dass ich 200km von meiner Heimat entfernt lebe und aufgrund Arbeit hier her gekommen bin. Seit Monaten überlege ich - aus emotionalen Gründen - immer wieder, wieder nach Hause zu ziehen. Es ist eine schwere Entscheidung für mich, weil ich dort vermutlich die Branche wechseln müsste, was mir ziemlich schwer fallen würde. Naja, wohin auch immer, einen Umzug hätte ich frühestens Mitte/Ende 2021 gewollt. 

Nun ist hier im Haus (ca. 100 Jahre altes Mehrfamilienhaus, 8 Parteien, uralte Rohre und Leitungen...) ziemliches Chaos ausgebrochen seit Sonntag. Bei mir sprudelte plötzlich Wasser aus Waschmaschinen-Abfluss und Küchenspüle. Hausmeister im Krankenhaus, Notdienst Hausverwaltung völlig unfähig, Vermieter keine Lust auf Verantwortung. Ich habe nun 3 Tage lang (mehr schlecht als recht) Homeoffice gemacht und hier Mieter, Eigentümer und Hausmeister zugleich gespielt: rumtelefoniert, im Haus rumgerannt, koordiniert, dass keiner in den Küchen Wasser nutzt oder die Waschmaschine betätigt. Heute an Tag drei wurde das Problem (augenscheinlich) erstmal behoben. Das Hauptfallrohr im Haus, welches an die Küchen angebunden ist, war/ist völlig verstopft durch alles, was sich die Jahre über ansammelte. Da ich die erste war, bei der sich das Abwasser einen Ausweg suchte, wurde von meiner Wohnung aus heute auch die erste Verstopfung gelöst. Es war ein rießen Akt. Spüle auseinandergeschraubt, dort kam man nicht durch ins Hauptrohr. Dann über den Waschmaschinenabfluss. Alles stank (und tut es immer noch leicht) nach Kläranlage, überall braune Suppe auf den Böden und Spritzer davon an der Wand. Alles auseinandergebaut, was im Weg war. Ich habe von 10:15 bis 15 Uhr geputzt - nur Küche, Flur und Bad. Homeoffice war da nicht mehr drin. Meine Chefin, zum Glück verständnisvoll. Ich sagte ihr, ich mache heute eine Abendschicht. Muss ich, da es einfach sowieso so viel ist bei mir gerade und sich durch diese 3 Tage nun alles angestaut hat. Um 16 Uhr ging ich an den Laptop - 1000 Mails meiner Kolleginen "kannst du mal bitte dies machen und das machen, kannst du mal da und dort übernehmen". Keine Frage, ob man selbst zu tun hat. Muss dazu sagen, das macht mich seit Monaten wahnsinnig. Meine anfängliche Gutmütigkeit, Dinge zu übernehmen, wird von gewissen Kollegen nur noch ausgenutzt. Und abgewöhnt bekommt man es ihnen nun nicht mehr. Meistens sind es Hilfsaufgaben für Praktikanten, weswegen sie dann erwarten, dass ich meine eigenen wichtigen Dinge liegen lasse (wobei ich mittlerweile auch nicht mehr springe, sobald sie schreien...). Es muss ja alles immer sofort passieren. Heute Nachmittag rief ich meine Chefin an und meinte nur "N., ich springe gleich aus dem Fenster". Antwort "Tja, so ist das halt in der PR-Welt". Das ganze Verständnis von zuvor wohl wie weggeblasen. Aber diese Sprunghaftigkeit und Unkoordiniertheit kenne ich in diesem Unternehmen. Ich hatte ihr angeboten Urlaub zu nehmen, wollte sie aber nicht. Naja. Wie ihr merkt, die Arbeit ist ein weiterer Problempunkt. Da könnte ich noch viel mehr erzählen. Vielleicht sollte man noch sagen, ich bin seit Monaten auf dem Absprung. Bewerbe mich hier und dort. Bisher hat es nur entweder von meiner oder deren Seite nicht gepasst.

Nun war ich also heute Mittag um 16 Uhr endlich fertig. Schmiss den Laptop an, wollte endlich mein erstes Essen des Tages (6 Tortellinis und eine Handvoll Beeren, zu mehr hat es nicht gereicht) zu mir nehmen, schnell allen Hausbewohnern Bescheid geben, dass sie ihre Küchen wie vollumfänglich nutzen können, meinem Vermieter schreiben wie alles ablief (interessiert ist es, aber tun will er nix). Da klingelte der Mieter aus dem EG bei mir - völlig verärgert. Da er nun Wasser in der Wohnung stehen hat. Also war uns ziemlich schnell klar, der Handwerker von heute schob den ganzen Mist im Hauptfallrohr einfach nur ins EG. Nun war der Mieter aber sauer auf mich, als hätte ich alles verursacht. Erklärte mir überheblich (er ist Ingenieur), dass ich daran Schuld bin, dass der Handwerker heute wohl seine Arbeit nicht richtig gemacht hat. Klar, kann ihn irgendwo verstehen. Ich hatte ja die halbe Hausverwaltungskoordination übernommen...der sah das Wasser bei sich stehen und da war ich die erste, an die er dachte. Nachdem ich ihm alles erklärte, beruhigte er sich. Aber dennoch. Es nimmt kein Ende. Der Handwerker sagte mir heute sowieso schon, sie müssen nochmal kommen. In alle Wohnungen. Das Rohr muss komplett durchgeputzt werde. Vielleicht dann auch noch das andere, an das die Bäder angeschlossen sind. Da müssen dann wohl die Toiletten abmontiert werden. Dazu muss man sagen, ich bin nun seit zwei Jahren in diesem Haus. Bisher hatten wir in dieser Zeit: Wasserschaden im Keller, Gasleck im Keller, Gasleck in meiner neuen Heiztherme in der Wohnung weil Abdichtung beim Einbauen vergessen wurde, jetzt die Wassergeschichte. Ansonsten ne Hausverwaltung die unfähig ist im Notfall schnell zu handeln und meinen faulen Vermieter. Der sich auch beim Gasleck um nichts kümmerte. Dennoch meine Wohnung ist schön. Und zumindest bis dieser Tage fühlte ich mich wohl.

Emotional bin ich völlig fertig und weiß nicht mehr weiter. Ich habe eben schon mit meiner Mutter ewig darüber gesprochen. Seit ich hier in dieser Stadt bin geht eigentlich alles schief. Job stimmt nicht, Wohnung ist alles in allem irgendwie Chaos, Liebe....naja. Alles kommt auf einmal gerade und ich sehe kein Land mehr. Soll ich mich jetzt auf Jobsuche oder Wohnungssuche konzentrieren? Beides hat für mich Prio. Beides halte ich kaum noch aus. Ich fühle mich in meiner Wohnung nicht mehr wohl. Mir wird es schon ganz mulmig, wenn ich ab nächster Woche im Urlaub bin. Man weiß ja hier nie, was passiert. Ob das Hab und Gut morgen noch da ist. Und dann, wohin gehe ich? Mein Wunsch nach Hause zu in die Heimat zu ziehen ist heute so stark wie nie. Ich habe richtig Heimweh inzwischen. Mir ist hier plötzlich alles nur noch fremd. Ich hab die Tage hier nach Wohnungen geschaut, kann mich aber einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden. Würde lieber zu Hause nach Wohnungen schauen. Die Frage ist nur, welchen Tod sterbe ich lieber? Hier in meiner Wunschbranche aber weg von Familie, Heimat, Freunden. Zu Hause in meiner Heimat, aber dafür halt nur eine Branche, die ich vielleicht maximal ganz OK finde. Ich müsste alles umkrempeln, wofür ich in Schul- und Studienzeit gearbeitet habe. Aber ich will, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, einfach nur noch nach Hause. Und es bringt mich schon zum weinen, wenn ich das schreibe.

Der einzige, der mich hier halten könnte, ist ein Mann, in den ich wahnsinnig verliebt war...und vermutlich immer noch bin. Ich habe ihn hier in der neuen Stadt kennengelernt. Aus bestimmten Gründen konnte sich nichts ergeben. Wir haben seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr. Trotz der Gefühle. Ich hatte immerwieder in den letzten Wochen und Monaten Dates, aber seinetwegen wurde daraus nie mehr. Auch wenn ich es oft verdrängen wollte, Tatsache ist, alles hat mit ihm zu tun. Er stieß mich immer wieder von sich. Vor allem, wenn ich wollte, dass wir mal über unsere Kommunikationsschwierigkeiten reden. Bzw einfach wollte, dass wir alles klären und uns einfach nur verstehen und füreinander da sind. Ich wollte immer für ihn da sein, wenn ich gemerkt habe, etwas stimmt nicht mit ihm. Er nahm dann immer Abstand. Heute stand ich mehrmals heulend mit dem Putzlappen da und fragte mich, wieso er es uns so schwer macht. Ich bräuchte ihn gerade so sehr. Er war immer so ein Ruhepol für mich. Ich hätte ihn schon oft so sehr gebraucht, aber da er mich nie an sich ranließ wollte ich mich auch ihm irgendwann nicht mehr aufdrängen. Und jetzt frage ich mich eben immer wieder, warum er es uns so schwer macht und uns nicht einfach füreinander da sein lässt. Mir tut es nach 2,5-3 Jahren immernoch so weh. Und ich will es mir kaum eingestehen, aber wenn ich mich frage, ob ich noch hier bleibe oder wieder in die Heimat gehe, denke ich auch an ihn. Wenn ich wieder zurück gehe, ist es endgültig. Noch endgültiger als es eh schon ist. Dann werde ich vermutlich nicht wieder hier her zurückkommen. Und obwohl es ja jetzt schon vorbei zwischen uns ist (bevor es richtig anfangen konnte), weil er sich einfach nie wieder melden und wissen wird, was er will, ist er in dieser Sache trotzdem in meinen Gedanken. Aber ganz realistisch gesehen, mein Wunsch nach Hause zu ziehen ist so groß. Wie gesagt, mir gehts nicht gut, ich hab nur noch Heimweh. Das hat sich jetzt von "es ist eine Option in 2-3 Jahren wieder heimzuziehen" zu "ich schaff es nicht mehr, ich will lieber heute als morgen hier weg" innerhalb kürzester Zeit entwickelt. Ich weiß, wenn er noch ein fester Bestandteil meines Lebens wäre, wäre meine Überlegung berechtigt. Aber im Grunde ist er das ja nicht mehr. Also muss ich nach mir schauen, nur nach mir, richtig? Es ist nur...ich bräuchte einfach einen Arm, in den ich mich abends legen kann, und da wäre seiner der einzige, den ich wöllte. Aber ich weiß ja, was ich will ist noch lange keine Realität. Und vermutlich muss ich bei meinen Entscheidungen nur die Realität mit einbeziehen, oder? Das ist vielleicht auch eher eine rhetorische Frage...

Es ist einfach so...durch die ganzen Entwicklungen der letzten Tage muss ich meine Umzugs-Entscheidung früher treffen, als geplant. Dieses Chaos und die ständigen Handwerker-Besuche, Putz-Orgien und aufgrund dessen ineffektiven Arbeitstage kann ich so nicht mehr weitermachen. Ich bin jetzt nervlich so durch und habe total Angst, dass es direkt am nächsten Tag wieder weiter geht und ich gar nicht lange durchatmen kann. Und ich möchte dieses Hin und Her nicht mehr. Jetzt seit 2 Jahren in dieser Wohnung, dann demnächst innerhalb dieser Stadt umziehen und dann vielleicht in 1-2 Jahren  zurück in die Heimat? Weil mich der Gedanke hier zu bleiben dann immer noch nicht glücklich macht? Dann lieber gleich jetzt zurück in die Heimat, oder?

Ich bin einfach ein Mensch der endlich ankommen will. Einigermaßen Ruhe will. Ich kann dieses ständige stark sein und dieses rasante Auf und Ab nicht mehr. Und zu Hause ging es mir halt immer gut.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich von euch will. Im Endeffekt muss ich meine Entscheidungen ja ohne euch treffen. Und durch dieses Chaos muss ich momentan auch ohne euch durch. Aber danke an jeden, der so viel nun gelesen hat. In meinem Kopf und Herz und Seele  herrscht grade komplettes Chaos, wie man sicher merkt. Ich musste es einfach aufschreiben.

Und wenn der ein oder andere nichts weiter, als ein paar liebe Worte dazu hat, dann auch Danke dafür!

Liebe Bianca, 
Wenn man das Gefühl hatte, schon immer für alles gekämpft zu haben, dann kann einen manchmal auch eine Aneinanderreihung von Kleinigkeiten aus der Bahn werfen. Aber dir muss bewusst sein: Das hier ist das Leben, das du dir ausgesucht hast. Du musst dich nicht um die Wohnung kümmern - offensichtlich gibt es genug andere Mieter in deinem Haus. Aber einer muss es machen und du hast entschieden, dass du diejenige bist. Du musst nicht die Drecksarbeit für die Kollegen übernehmen. Du musst nicht an diesem Arbeitsplatz bleiben. Du musst auch nicht auf diesen Typen warten, von dem du weißt, dass er nie kommen wird.
Wo siehst du dich in 5 Jahren? In der Heimat, in einem Job, der dir nicht so wirklich gefällt, nur weil das Leben draußen so anstrengend ist? Wenn du eigentlich nicht wirklich was hast, das dich irgendwo hält (Familie und Freunde in der Heimat schön und gut, aber die werden nicht dein einziger Lebensinhalt sein können, du willst doch voran kommen), dann hilft nur die Flucht nach vorne: besserer Job, bessere Wohnsituation (andere Stadt?). Lass los und gib Gas! Wenn du wirklich schon so viel gekämpft hast, wie du sagst, dann packst du das locker. Wovor hast du Angst?

Du packst das! 

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9. März um 16:58
In Antwort auf bianca.rch

Ich sage es besser gleich - es wird lang und detailreich. Wer das nicht mag, liest besser nicht.

Ich weiß gar nicht genau, was ich mir hier warte. Vielleicht will ich es mir einfach von der Seele schreiben, was gerade so los ist. Es kommt so viel zusammen und ich hatte heute einen Tag, der mir einfach komplett den Rest gegeben hat.

Hatte hier ja neulich schon mal geschrieben, dass ich 200km von meiner Heimat entfernt lebe und aufgrund Arbeit hier her gekommen bin. Seit Monaten überlege ich - aus emotionalen Gründen - immer wieder, wieder nach Hause zu ziehen. Es ist eine schwere Entscheidung für mich, weil ich dort vermutlich die Branche wechseln müsste, was mir ziemlich schwer fallen würde. Naja, wohin auch immer, einen Umzug hätte ich frühestens Mitte/Ende 2021 gewollt. 

Nun ist hier im Haus (ca. 100 Jahre altes Mehrfamilienhaus, 8 Parteien, uralte Rohre und Leitungen...) ziemliches Chaos ausgebrochen seit Sonntag. Bei mir sprudelte plötzlich Wasser aus Waschmaschinen-Abfluss und Küchenspüle. Hausmeister im Krankenhaus, Notdienst Hausverwaltung völlig unfähig, Vermieter keine Lust auf Verantwortung. Ich habe nun 3 Tage lang (mehr schlecht als recht) Homeoffice gemacht und hier Mieter, Eigentümer und Hausmeister zugleich gespielt: rumtelefoniert, im Haus rumgerannt, koordiniert, dass keiner in den Küchen Wasser nutzt oder die Waschmaschine betätigt. Heute an Tag drei wurde das Problem (augenscheinlich) erstmal behoben. Das Hauptfallrohr im Haus, welches an die Küchen angebunden ist, war/ist völlig verstopft durch alles, was sich die Jahre über ansammelte. Da ich die erste war, bei der sich das Abwasser einen Ausweg suchte, wurde von meiner Wohnung aus heute auch die erste Verstopfung gelöst. Es war ein rießen Akt. Spüle auseinandergeschraubt, dort kam man nicht durch ins Hauptrohr. Dann über den Waschmaschinenabfluss. Alles stank (und tut es immer noch leicht) nach Kläranlage, überall braune Suppe auf den Böden und Spritzer davon an der Wand. Alles auseinandergebaut, was im Weg war. Ich habe von 10:15 bis 15 Uhr geputzt - nur Küche, Flur und Bad. Homeoffice war da nicht mehr drin. Meine Chefin, zum Glück verständnisvoll. Ich sagte ihr, ich mache heute eine Abendschicht. Muss ich, da es einfach sowieso so viel ist bei mir gerade und sich durch diese 3 Tage nun alles angestaut hat. Um 16 Uhr ging ich an den Laptop - 1000 Mails meiner Kolleginen "kannst du mal bitte dies machen und das machen, kannst du mal da und dort übernehmen". Keine Frage, ob man selbst zu tun hat. Muss dazu sagen, das macht mich seit Monaten wahnsinnig. Meine anfängliche Gutmütigkeit, Dinge zu übernehmen, wird von gewissen Kollegen nur noch ausgenutzt. Und abgewöhnt bekommt man es ihnen nun nicht mehr. Meistens sind es Hilfsaufgaben für Praktikanten, weswegen sie dann erwarten, dass ich meine eigenen wichtigen Dinge liegen lasse (wobei ich mittlerweile auch nicht mehr springe, sobald sie schreien...). Es muss ja alles immer sofort passieren. Heute Nachmittag rief ich meine Chefin an und meinte nur "N., ich springe gleich aus dem Fenster". Antwort "Tja, so ist das halt in der PR-Welt". Das ganze Verständnis von zuvor wohl wie weggeblasen. Aber diese Sprunghaftigkeit und Unkoordiniertheit kenne ich in diesem Unternehmen. Ich hatte ihr angeboten Urlaub zu nehmen, wollte sie aber nicht. Naja. Wie ihr merkt, die Arbeit ist ein weiterer Problempunkt. Da könnte ich noch viel mehr erzählen. Vielleicht sollte man noch sagen, ich bin seit Monaten auf dem Absprung. Bewerbe mich hier und dort. Bisher hat es nur entweder von meiner oder deren Seite nicht gepasst.

Nun war ich also heute Mittag um 16 Uhr endlich fertig. Schmiss den Laptop an, wollte endlich mein erstes Essen des Tages (6 Tortellinis und eine Handvoll Beeren, zu mehr hat es nicht gereicht) zu mir nehmen, schnell allen Hausbewohnern Bescheid geben, dass sie ihre Küchen wie vollumfänglich nutzen können, meinem Vermieter schreiben wie alles ablief (interessiert ist es, aber tun will er nix). Da klingelte der Mieter aus dem EG bei mir - völlig verärgert. Da er nun Wasser in der Wohnung stehen hat. Also war uns ziemlich schnell klar, der Handwerker von heute schob den ganzen Mist im Hauptfallrohr einfach nur ins EG. Nun war der Mieter aber sauer auf mich, als hätte ich alles verursacht. Erklärte mir überheblich (er ist Ingenieur), dass ich daran Schuld bin, dass der Handwerker heute wohl seine Arbeit nicht richtig gemacht hat. Klar, kann ihn irgendwo verstehen. Ich hatte ja die halbe Hausverwaltungskoordination übernommen...der sah das Wasser bei sich stehen und da war ich die erste, an die er dachte. Nachdem ich ihm alles erklärte, beruhigte er sich. Aber dennoch. Es nimmt kein Ende. Der Handwerker sagte mir heute sowieso schon, sie müssen nochmal kommen. In alle Wohnungen. Das Rohr muss komplett durchgeputzt werde. Vielleicht dann auch noch das andere, an das die Bäder angeschlossen sind. Da müssen dann wohl die Toiletten abmontiert werden. Dazu muss man sagen, ich bin nun seit zwei Jahren in diesem Haus. Bisher hatten wir in dieser Zeit: Wasserschaden im Keller, Gasleck im Keller, Gasleck in meiner neuen Heiztherme in der Wohnung weil Abdichtung beim Einbauen vergessen wurde, jetzt die Wassergeschichte. Ansonsten ne Hausverwaltung die unfähig ist im Notfall schnell zu handeln und meinen faulen Vermieter. Der sich auch beim Gasleck um nichts kümmerte. Dennoch meine Wohnung ist schön. Und zumindest bis dieser Tage fühlte ich mich wohl.

Emotional bin ich völlig fertig und weiß nicht mehr weiter. Ich habe eben schon mit meiner Mutter ewig darüber gesprochen. Seit ich hier in dieser Stadt bin geht eigentlich alles schief. Job stimmt nicht, Wohnung ist alles in allem irgendwie Chaos, Liebe....naja. Alles kommt auf einmal gerade und ich sehe kein Land mehr. Soll ich mich jetzt auf Jobsuche oder Wohnungssuche konzentrieren? Beides hat für mich Prio. Beides halte ich kaum noch aus. Ich fühle mich in meiner Wohnung nicht mehr wohl. Mir wird es schon ganz mulmig, wenn ich ab nächster Woche im Urlaub bin. Man weiß ja hier nie, was passiert. Ob das Hab und Gut morgen noch da ist. Und dann, wohin gehe ich? Mein Wunsch nach Hause zu in die Heimat zu ziehen ist heute so stark wie nie. Ich habe richtig Heimweh inzwischen. Mir ist hier plötzlich alles nur noch fremd. Ich hab die Tage hier nach Wohnungen geschaut, kann mich aber einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden. Würde lieber zu Hause nach Wohnungen schauen. Die Frage ist nur, welchen Tod sterbe ich lieber? Hier in meiner Wunschbranche aber weg von Familie, Heimat, Freunden. Zu Hause in meiner Heimat, aber dafür halt nur eine Branche, die ich vielleicht maximal ganz OK finde. Ich müsste alles umkrempeln, wofür ich in Schul- und Studienzeit gearbeitet habe. Aber ich will, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, einfach nur noch nach Hause. Und es bringt mich schon zum weinen, wenn ich das schreibe.

Der einzige, der mich hier halten könnte, ist ein Mann, in den ich wahnsinnig verliebt war...und vermutlich immer noch bin. Ich habe ihn hier in der neuen Stadt kennengelernt. Aus bestimmten Gründen konnte sich nichts ergeben. Wir haben seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr. Trotz der Gefühle. Ich hatte immerwieder in den letzten Wochen und Monaten Dates, aber seinetwegen wurde daraus nie mehr. Auch wenn ich es oft verdrängen wollte, Tatsache ist, alles hat mit ihm zu tun. Er stieß mich immer wieder von sich. Vor allem, wenn ich wollte, dass wir mal über unsere Kommunikationsschwierigkeiten reden. Bzw einfach wollte, dass wir alles klären und uns einfach nur verstehen und füreinander da sind. Ich wollte immer für ihn da sein, wenn ich gemerkt habe, etwas stimmt nicht mit ihm. Er nahm dann immer Abstand. Heute stand ich mehrmals heulend mit dem Putzlappen da und fragte mich, wieso er es uns so schwer macht. Ich bräuchte ihn gerade so sehr. Er war immer so ein Ruhepol für mich. Ich hätte ihn schon oft so sehr gebraucht, aber da er mich nie an sich ranließ wollte ich mich auch ihm irgendwann nicht mehr aufdrängen. Und jetzt frage ich mich eben immer wieder, warum er es uns so schwer macht und uns nicht einfach füreinander da sein lässt. Mir tut es nach 2,5-3 Jahren immernoch so weh. Und ich will es mir kaum eingestehen, aber wenn ich mich frage, ob ich noch hier bleibe oder wieder in die Heimat gehe, denke ich auch an ihn. Wenn ich wieder zurück gehe, ist es endgültig. Noch endgültiger als es eh schon ist. Dann werde ich vermutlich nicht wieder hier her zurückkommen. Und obwohl es ja jetzt schon vorbei zwischen uns ist (bevor es richtig anfangen konnte), weil er sich einfach nie wieder melden und wissen wird, was er will, ist er in dieser Sache trotzdem in meinen Gedanken. Aber ganz realistisch gesehen, mein Wunsch nach Hause zu ziehen ist so groß. Wie gesagt, mir gehts nicht gut, ich hab nur noch Heimweh. Das hat sich jetzt von "es ist eine Option in 2-3 Jahren wieder heimzuziehen" zu "ich schaff es nicht mehr, ich will lieber heute als morgen hier weg" innerhalb kürzester Zeit entwickelt. Ich weiß, wenn er noch ein fester Bestandteil meines Lebens wäre, wäre meine Überlegung berechtigt. Aber im Grunde ist er das ja nicht mehr. Also muss ich nach mir schauen, nur nach mir, richtig? Es ist nur...ich bräuchte einfach einen Arm, in den ich mich abends legen kann, und da wäre seiner der einzige, den ich wöllte. Aber ich weiß ja, was ich will ist noch lange keine Realität. Und vermutlich muss ich bei meinen Entscheidungen nur die Realität mit einbeziehen, oder? Das ist vielleicht auch eher eine rhetorische Frage...

Es ist einfach so...durch die ganzen Entwicklungen der letzten Tage muss ich meine Umzugs-Entscheidung früher treffen, als geplant. Dieses Chaos und die ständigen Handwerker-Besuche, Putz-Orgien und aufgrund dessen ineffektiven Arbeitstage kann ich so nicht mehr weitermachen. Ich bin jetzt nervlich so durch und habe total Angst, dass es direkt am nächsten Tag wieder weiter geht und ich gar nicht lange durchatmen kann. Und ich möchte dieses Hin und Her nicht mehr. Jetzt seit 2 Jahren in dieser Wohnung, dann demnächst innerhalb dieser Stadt umziehen und dann vielleicht in 1-2 Jahren  zurück in die Heimat? Weil mich der Gedanke hier zu bleiben dann immer noch nicht glücklich macht? Dann lieber gleich jetzt zurück in die Heimat, oder?

Ich bin einfach ein Mensch der endlich ankommen will. Einigermaßen Ruhe will. Ich kann dieses ständige stark sein und dieses rasante Auf und Ab nicht mehr. Und zu Hause ging es mir halt immer gut.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich von euch will. Im Endeffekt muss ich meine Entscheidungen ja ohne euch treffen. Und durch dieses Chaos muss ich momentan auch ohne euch durch. Aber danke an jeden, der so viel nun gelesen hat. In meinem Kopf und Herz und Seele  herrscht grade komplettes Chaos, wie man sicher merkt. Ich musste es einfach aufschreiben.

Und wenn der ein oder andere nichts weiter, als ein paar liebe Worte dazu hat, dann auch Danke dafür!

Ich fürchte dieses Forum ist nur bedingt dazu geeignet sich hier aufbauen zu lassen

Meine Liebe, du schaffst das. Und ich verspreche dir, es kommen wieder andere Zeiten!
Und ich bin übrigens etwas anderer Meinung: Wenn du zu deiner Familie ein gutes Verhältnis hast, was spricht dagegen erst mal dort deine Batterien aufzuladen und dich dort ein bisschen verhätscheln zu lassen? Such dir keine Wohnung in der Heimat, sondern zieh zu deinen Verwandten. Dann hast du nämlich nicht sofort eine Verpflichtung/Bindung an die Gegend und kannst immer noch - falls es dir nach ein paar Wochen besser geht und du deine Flügel wieder ausbreiten willst - wieder woanders hin gehen.

Du bist kein Baum, also geh! Kündige Job und Wohnung (nachdem du abgeklärt hast dass du in der Heimat eine Unterkunft hast ) und dann gönn dir eine Pause.

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