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Gibt es hier Personaler oder Leiter von Abteilungen? (Vorstellungsgespräch)

24. Oktober 2018 um 22:32

Hi
Kann mir jemand Beispiele geben,  wie ihr Entscheidungen für oder gegen einen Kandidaten trifft? Mich würde alles interessieren außer Beaurteilung aufgrund der Qualifikation, da das mit der Qualifikation ziemlich offensichtlich ist.
Z.B. ihr habt einer Kandidatin abgesagt, weil sie zu ruhig war, weil sie vermuteten, dass so ein ruhiger Mitarbeiter a) und b) und c) machen würde / nicht machen würde.
Ich bewerbe mich gerade erfolglos und verstehe auch nicht, wie diese Leute ticken, mit deren ich am Tisch sitze und meinen Lebenslauf bespreche.
 

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25. Oktober 2018 um 8:04
In Antwort auf ursuula

Hi
Kann mir jemand Beispiele geben,  wie ihr Entscheidungen für oder gegen einen Kandidaten trifft? Mich würde alles interessieren außer Beaurteilung aufgrund der Qualifikation, da das mit der Qualifikation ziemlich offensichtlich ist.
Z.B. ihr habt einer Kandidatin abgesagt, weil sie zu ruhig war, weil sie vermuteten, dass so ein ruhiger Mitarbeiter a) und b) und c) machen würde / nicht machen würde.
Ich bewerbe mich gerade erfolglos und verstehe auch nicht, wie diese Leute ticken, mit deren ich am Tisch sitze und meinen Lebenslauf bespreche.
 

nun, als jemand, der das zumindest schon ein paar mal mitentschieden hat:
Ich achte neben der Qualifikation ... bzw. sogar wesentlich mehr als auf die Qualifikation auf:

- Engagement und Leidenschaft für den Beruf
- eine Persönlichkeit dir zu den Kollegen und zum Betriebsklima passt
- Selbstreflektion und -organisation
- die Fähigkeit und den Willen, über den Tellerrand zu blicken

Damit fällt "zu ruhig" hier tatsächlich raus. Aber nicht, weil ich denke, dass jemand, der zu ruhig ist... whatever ... nicht machen würde, sondern weil derjenige in diesem Unternehmen nicht glücklich wird. Der (oder die natürlich) wird zu leicht "übergebügelt" und kommt mit unserer Streitkultur (das wird ganz schnell auch mal laut und mit fliegenden Fetzen) nicht klar etc. - Das wird nix. Für beide Seiten nicht.

Kommt natürlich stark darauf an, für welchen Job und welche Branche Du Dich bewirbst. Fängt damit an, dass man in einem IT-Unternehmen auch in Jeans und T-Shirt zum Vorstellungsgespräch kommen kann - und es wird sich wahrscheinlich nicht negativ auswirken. In einer Bank hingegen wäre das überwiegend ein sofortiges k.o.-Kriterium.

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25. Oktober 2018 um 9:55

'wie gut ist Ihr Englisch?'

"my English is onewallfree!"

'wir melden uns.'
 

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25. Oktober 2018 um 13:44

hm "zu den Kollegen und zum Betriebsklima passt" - das ist nicht leicht zu erfüllen

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25. Oktober 2018 um 14:12
In Antwort auf ursuula

hm "zu den Kollegen und zum Betriebsklima passt" - das ist nicht leicht zu erfüllen

es geht ja auch nicht darum, dass Du Dich passend zum Betriebsklima von Unternehmen XY aufführst. Es geht darum, ein Unternehmen zu finden, welches zu Dir passt und eins zu dem Du passt. Das mit "erfüllen" doch gar nichts zu tun.

Du klingst so, als wolltest Du da eine passende Persönlichkeit faken - das wäre - vor allem in Deinem eigenen Sinne grund falsch. Mal angenommen, es würde Dir gelingen, was passiert dann? Damit handelst Du Dir nur einen Job ein, wo Du Dich jeden einzelnen Tag schon beim Gedanken daran, auf Arbeit zu gehen unwohl fühlst und schon auf dem Weg zur Arbeit Bauchkrämpfe bekommst. Das kann ja nicht das Ziel sein.

Stell es Dir vor wie Klamotten shoppen. Da hängen blaue und schwarze und grüne Jacken. Vielleicht kaufst Du Dir eine blaue, weil Dir die Farbe nun einmal gefällt, während Du die grüne gar nicht schön findest. Das heißt ja nicht, dass mit der grünen Jacke irgendwas nicht in Ordnung ist, sie passt nur zu Dir nicht. Zu jemand anders aber vielleicht schon.

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25. Oktober 2018 um 15:13
In Antwort auf avarrassterne1

es geht ja auch nicht darum, dass Du Dich passend zum Betriebsklima von Unternehmen XY aufführst. Es geht darum, ein Unternehmen zu finden, welches zu Dir passt und eins zu dem Du passt. Das mit "erfüllen" doch gar nichts zu tun.

Du klingst so, als wolltest Du da eine passende Persönlichkeit faken - das wäre - vor allem in Deinem eigenen Sinne grund falsch. Mal angenommen, es würde Dir gelingen, was passiert dann? Damit handelst Du Dir nur einen Job ein, wo Du Dich jeden einzelnen Tag schon beim Gedanken daran, auf Arbeit zu gehen unwohl fühlst und schon auf dem Weg zur Arbeit Bauchkrämpfe bekommst. Das kann ja nicht das Ziel sein.

Stell es Dir vor wie Klamotten shoppen. Da hängen blaue und schwarze und grüne Jacken. Vielleicht kaufst Du Dir eine blaue, weil Dir die Farbe nun einmal gefällt, während Du die grüne gar nicht schön findest. Das heißt ja nicht, dass mit der grünen Jacke irgendwas nicht in Ordnung ist, sie passt nur zu Dir nicht. Zu jemand anders aber vielleicht schon.

Ja, da hast du recht. Schade nur, dass meine Persönlichkeit irgendwie zu den meisten Firmen nicht passt

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25. Oktober 2018 um 15:16
In Antwort auf ursuula

Ja, da hast du recht. Schade nur, dass meine Persönlichkeit irgendwie zu den meisten Firmen nicht passt

weißt Du das oder vermutest Du das?

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25. Oktober 2018 um 15:40
In Antwort auf avarrassterne1

weißt Du das oder vermutest Du das?

der Grund für die Nachfrage - und der Grund, dass ich das noch einmal umformuliert habe, ist folgender:
Ich gehe davon aus, Du weißt es nicht, Du vermutest es nur.
Mit anderen Worten: Du neigst dazu, zu leicht etwas persönlich zu nehmen.
Also Du bist eher der (Achtung: bewußt überspitzt formuliert, um das herauszustellen) Typ für "KEINER HAT MICH LIEB!" als der für "Die grüne Jacke ist genauso toll wie die blaue, aber ich mag blau nun mal lieber"

Und DAS ist in der Tat eine Charaktereigenschaft, die ich beruflich als sehr schwierig empfinde. Das beinflusst ganz direkt die Arbeit in einem Team, den Umgang mit Kritik und Problemen und die Fähigkeit zur Problemlösung.
Und sowas hat man in einem Gespräch auch schnell raus. Ich habe es nach der Antwort auf meinen ersten Beitrag schon vermutet, jetzt nach Deiner zweiten Antwort bin ich mir schon fast sicher.

Das könntest Du aber ändern, wenn Du willst.

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25. Oktober 2018 um 15:58

"Und sowas hat man in einem Gespräch auch schnell raus."

Auf welche Weise ist es schnell raus schon im ersten Gespräch? - Eigentlich versuche ich immer, mich zu bremsen und nicht negativ zu klingen, nicht nur beim Vorstellungsgespräch, sondern auch im Alltag. Außer, wenn es Familienmitglieder sind oder wenn ich gezielt ein Problem schildere. Das für Merkmale verraten das?  Gesichtsausdruck?

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25. Oktober 2018 um 16:54

Mit wem hast du denn jeweils das Gespräch? Mit einem Personaler oder sitzt auch der evtl. zukünftige Chef mit am Tisch? Darf ich fragen, in welchem Berufsfeld du sich bewirbst?

Was du natürlich machen könntest: Ruf eine Firma an, von der du eine Absage erhalten hast und du das Gespräch eigentlich gut fandest. Schildere die Situation und bitte um die Brgründung für die Absage.

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25. Oktober 2018 um 17:00
In Antwort auf ursuula

"Und sowas hat man in einem Gespräch auch schnell raus."

Auf welche Weise ist es schnell raus schon im ersten Gespräch? - Eigentlich versuche ich immer, mich zu bremsen und nicht negativ zu klingen, nicht nur beim Vorstellungsgespräch, sondern auch im Alltag. Außer, wenn es Familienmitglieder sind oder wenn ich gezielt ein Problem schildere. Das für Merkmale verraten das?  Gesichtsausdruck?

ahm... wie ich schon sagte, ich hatte den (dringenden) Verdacht schon nach Deiner ersten Antwort an mich. Deinen Gesichtsausdruck habe ich doch gar nicht gesehen

Da war es die Formulierung. Das "schwer erfüllen". Vor allem das ERFÜLLEN. Und der Kontext: ich rede von grünen und blauen Jacken und Du antwortest mit "aber ich kann nicht blau sein!" - im übertragenen Sinne natürlich. Nö, kannst Du nicht. Und Du kannst ja auch noch nicht mal wissen, dass ich sowieso wenn dann schwarze Jacken kaufe Du sollst auch nicht blau sein und es war vor allem auch nicht wertend, ob Du jetzt blau bist.
Es ist meistens so eine Reaktion, dass etwas allgemein gesagtes - und (wichtigster Punkt) auch gar nicht  wertend gemeintes, als Kritik verstanden / persönlich genommen wird.

In einem Gespräch kommt es dann vermutlich auch oft vor, dass Du beispielsweise anfängst, Dich zu rechtfertigen - achte mal darauf.
Nicht nur in Bewerbungsgesprächen.
Bitte Menschen in Deinem nahen Umfeld (Verwandte, Freunde, Partner am besten) - die sollen Dir mal eine Zeit lang immer ein Signal geben, wenn Du Dich gerade rechtfertigst.
Das ist 1) ein ziemlich deutliches Signal für dieses Persönlichkeitsmerkmal und 2) eine richtig fiese rethorische Falle - in die man sich noch dazu selbst steckt. Sobald man anfängt, sich zu rechtfertigen, ist man (rethorisch, psychologisch) immer in einer unterlegen Position. Fühlt sich dadurch noch mehr unwohl, noch mehr unsicher. Was wieder alles verschlimmert. Und kann damit -egal, um was es auch geht- noch nicht einmal gewinnen. Der Grad zwischen "rechtfertigen" und "erklären" ist verdammt schmal, schwer zu erkennen, schwer zu treffen - aber da kann man mit gezieltem Training viel rausreißen.

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25. Oktober 2018 um 21:10

grad nen Link zum Thema gefunden:

https://t3n.de/news/vorstellungsgespraech-bewerbung-hobbys-1118387/

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