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Gerechtigkeit

20. Dezember 2017 um 0:36

Hallo liebe Leute 
ich weis nicht ob ich hier so richtig bin , aber vielleicht könnte mir der Austausch von euren Erfahrungen helfen. Mein Verlobter wurde abgeschoben am 01 Dezember 2017 wir hatten alle Unterlagen für die Heirat schon fertig beim Standesamt . Wir sollten am 01.12.17 morgens zum Standesamt kommen so wurde uns das gesagt weil wir eine neue Beraterin hätten , schön und gut, aber es war ein Hinterhalt vom Standesamt und der Ausländerbehörde.  Die haben meinen Verlobten einfach mit genommen und noch an dem selben Tag abgeschoben. Nun will die Ausländerbehörde von uns das wir für die Abschiebekosten und Personalkosten haften und alles zahlen müssen. Und er hatt noch eine 30 Monatige Einreise sperre bekommen. Nun meine Frage an euch.
Hatt das schon jemand auch erlebt und wie seid ihr weiter vorgegangen.? Würde mich über Antworten freuen.

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20. Dezember 2017 um 7:11

Gibt es die Möglichkeit, dass ihr einfach in seinem Land lebt?
Das war unser Plan B, wenn seine Aufenthaltserlaubnis nach der Hochzeit nicht durchgegangen wäre. Später könnt ihr noch immer versuchen wieder gemeinsam zurückzukommen.

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21. Dezember 2017 um 1:28

In seinem Land ist es schwer Fuß zufassen , man muss um zu überleben dort arbeiten.  Das mache ich hier ja auch. Nur er sagt es wäre viel zu schwer dort zu leben. Hattet ihr das denn auch mit den Abschiebekosten? 

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21. Dezember 2017 um 5:06

Das mit dem Aufenthalt hat ja dann bei uns geklappt. Außerdem wäre es nie zu einer Abschiebung gekommen - er war immer mit einem Touristenvisum hier und ist immer im gesetzlichen Rahmen geblieben. Also hatten wir auch in die Ehe hinein noch eine Fernbeziehung mit 2500km Entfernung, bis der Aufenthalt geklärt war.

Sicher ist das Überleben in vielen anderen Ländern schwerer - man muss sich halt fragen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Unser Plan B war dann erstmal eine kleine Wohnung in der Nähe seiner Eltern zu nehmen, er hätte über Verwandte schnell einen Job gehabt und wir hätten uns erstmal an die Familienplanung gemacht während ich die Landessprache besser lerne.

Wenn es ihm allerdings wichtiger wäre in Deutschland/Österreich zu leben anstatt mit dir zusammen zu sein, dann solltest du an seinen Motiven zweifeln. Wenn es dem Partner nicht nur um die Aufenthaltsgenehmigung geht, dann sollten sie die Perspektive zuhause in der Nähe ihrer Familie zu wohnen ja eigentlich wohlwollend aufnehmen.
Aber natürlich, wenn er jetzt aus Syrien wäre, wäre es klar, dass er nicht mitten in den Ruinen leben will.

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21. Dezember 2017 um 16:49

Er lebt in Marokko bei seinen Eltern jetzt wieder. Und er sagte mir auch es sieht sehr schwer ein job dort zu finden. Wir haben in den zwei ein halb Jahren schon viel erlebt. Durch den ganzen Stress haben wir sogar zwei Kinder verloren. Und nun müssen wir tatsächlich die 30 monate Reisesperre auf uns nehmen.  Habe heute mit der Ausländerbehörde gesprochen, die meinten auch wenn die Abschiebekosten bezahlt sind innerhalb der 30 monate , müsste er trotzdem die 30 monate sperre durch ziehen.  Jetzt ist die letzte Möglichkeit was ich denke , dass wir in seinem Land heiraten.  Und dann schauen wie es weiter läuft. Ich will jetzt versuchen im februar oder anfan März dahin zu fliegen. 

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23. Dezember 2017 um 20:08

Dankeschön für den Link

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23. Dezember 2017 um 20:11

Eigentlich nicht. Die wollten ehe alle Marokkaner aus Lage Lippe raus haben , und die wussten das unsere Papiere alle fertig waren , wir brauchten nur noch ein Termin , aber die haben uns echt hinterhältig zum Standesamt gelockt und da ist es dann passiert 

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23. Dezember 2017 um 21:07
In Antwort auf safaa441

Eigentlich nicht. Die wollten ehe alle Marokkaner aus Lage Lippe raus haben , und die wussten das unsere Papiere alle fertig waren , wir brauchten nur noch ein Termin , aber die haben uns echt hinterhältig zum Standesamt gelockt und da ist es dann passiert 

Nach einer Hochzeit würde sich sein Status doch überhaupt nicht verändern. Die hätten ihn genauso auch danach abschieben können.

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