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Gehört die Zukunft behinderter Menschen auf den Müll?

11. Juni 2013 um 8:54

Vor kurzem habe ich - selbst blind seit meinem 4. Lebensjahr - ein Buch geschrieben übe den Umgang mit Behinderung und behinderten Menschen in der Gesellschaft. Hierzu zählt auch das schwierige Thema Spät-Abtreibung. Sehen Sie sich doch bitte das folgende Video an und dikutieren Sie:
http://www.youtube.com/watch?v=RcLA80j_SjM
Ich freue mich auf eine lebendige Diskussion mit Ihnen!

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14. Juni 2013 um 0:26

Hallo Carsten
Als erstes interessiert mich wie du meine Antwort überhaupt lesen kannst. Gibt es da ein Programm dafür oder hilft dir jemand? Und wie funktioniert das Programm?

Zweitens denke ich, dass du schon sehr tief in der Materie drin bist und ich glaube in diesem Forum ist deine Videoaussage schon zu tiefgründig, wissenschaftlich und auf Gesetzesanalyse ausgelegt. Ich hab mir dein Video angesehen und ehrlich gesagt wenig verstanden, da ich von der Legislative zu diesem Thema keine Bildung aber auch zu dieser Uhrzeit keine richtige Motivation gefunden habe. Ich werde mich morgen mal mehr damit beschäftigen, da es mich schon interessiert.

Du verteidigst die Meinung, dass behinderte Menschen grundsätzlich eine Pflicht zum Leben haben? Ich meine das Recht ist ja gegeben, es ist halt die Einstellung der Eltern von dem Recht der Abtreibung Gebrauch zu machen. Das ist ein heikles Thema, da es keine Grenze zwischen lebensmöglich und wie soll ich es ausdrücken? naja in die Richtung zu lebensunmöglich gibt. Ich weiß es klingt irgendwie rassistisch, aber ich mein das nicht so. Mir stellt sich die Frage wer das objektiv einschätzen will? Das wird nicht funktionieren und so könnte der Gesetzgeber lediglich die Abtreibung verbieten. Ist das deine Meinung?

Meiner Meinung nach geht es ja in der realen Welt weiter. Ich hab paar Jahre mit behinderten und auch psychisch kranken Menschen gearbeitet. Das System ist so eingestellt, das diese Menschen mehrheitlich in betreuten Wohnungen oder Heimen untergebracht sind und auch ihre Arbeit an einem betreuten Platz ausüben und das geht weiter bis hin zur Freizeitbeschäftigung. Also für mich eine Parallelwelt zu unserer Gesellschaft. Es ist keine Integration, diese Menschen leben in ihrer eigenen Welt. Nicht das sie im Müll enden, aber sie bekommen keinen neuen Input außer durch Betreuer oder die Medien zumeist die Privatsender.

In der Wirtschaftswoche stand auch letztens mal ein Artikel zu dem Thema Infrastruktur der größten Träger für Hilfen für behinderte Menschen in Deutschland und der Autor konnte mir logisch darlegen, dass an dieser Parallelwelt auch die BRD einen großen Anteil hat, gerade durch die Verteilung der Gelder und den Verwendungszweck. Schon den Fakt, dass sich Firmen von ihrer Pflicht zu behinderten gerechten Arbeitsplätzen frei kaufen können finde ich unhaltbar. In Stellenanzeigen muss immer angegeben werden, behinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt, aber Firmen können sich für ein lächerliches Trinkgeld davon erlösen.

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14. Juni 2013 um 8:17
In Antwort auf chong99

Hallo Carsten
Als erstes interessiert mich wie du meine Antwort überhaupt lesen kannst. Gibt es da ein Programm dafür oder hilft dir jemand? Und wie funktioniert das Programm?

Zweitens denke ich, dass du schon sehr tief in der Materie drin bist und ich glaube in diesem Forum ist deine Videoaussage schon zu tiefgründig, wissenschaftlich und auf Gesetzesanalyse ausgelegt. Ich hab mir dein Video angesehen und ehrlich gesagt wenig verstanden, da ich von der Legislative zu diesem Thema keine Bildung aber auch zu dieser Uhrzeit keine richtige Motivation gefunden habe. Ich werde mich morgen mal mehr damit beschäftigen, da es mich schon interessiert.

Du verteidigst die Meinung, dass behinderte Menschen grundsätzlich eine Pflicht zum Leben haben? Ich meine das Recht ist ja gegeben, es ist halt die Einstellung der Eltern von dem Recht der Abtreibung Gebrauch zu machen. Das ist ein heikles Thema, da es keine Grenze zwischen lebensmöglich und wie soll ich es ausdrücken? naja in die Richtung zu lebensunmöglich gibt. Ich weiß es klingt irgendwie rassistisch, aber ich mein das nicht so. Mir stellt sich die Frage wer das objektiv einschätzen will? Das wird nicht funktionieren und so könnte der Gesetzgeber lediglich die Abtreibung verbieten. Ist das deine Meinung?

Meiner Meinung nach geht es ja in der realen Welt weiter. Ich hab paar Jahre mit behinderten und auch psychisch kranken Menschen gearbeitet. Das System ist so eingestellt, das diese Menschen mehrheitlich in betreuten Wohnungen oder Heimen untergebracht sind und auch ihre Arbeit an einem betreuten Platz ausüben und das geht weiter bis hin zur Freizeitbeschäftigung. Also für mich eine Parallelwelt zu unserer Gesellschaft. Es ist keine Integration, diese Menschen leben in ihrer eigenen Welt. Nicht das sie im Müll enden, aber sie bekommen keinen neuen Input außer durch Betreuer oder die Medien zumeist die Privatsender.

In der Wirtschaftswoche stand auch letztens mal ein Artikel zu dem Thema Infrastruktur der größten Träger für Hilfen für behinderte Menschen in Deutschland und der Autor konnte mir logisch darlegen, dass an dieser Parallelwelt auch die BRD einen großen Anteil hat, gerade durch die Verteilung der Gelder und den Verwendungszweck. Schon den Fakt, dass sich Firmen von ihrer Pflicht zu behinderten gerechten Arbeitsplätzen frei kaufen können finde ich unhaltbar. In Stellenanzeigen muss immer angegeben werden, behinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt, aber Firmen können sich für ein lächerliches Trinkgeld davon erlösen.

Antwort zu "Gehört die Zukunft behinderter Menschen auf den Müll?
Also, erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ich kann alles über eine so genannte Braillezeile lesen, die direkt unter meinem ganz normalen Laptop steht. So habe ich auch kürzlich meine Doktorarbeit im Bereich "Wirtschaftswissenschaften" geschrieben. So, objektiv einschätzen, ob ein Leben lebensmöglich oder sagen wir mal lebenswert ist, kann niemand. Das kann nur derdie Betroffene selbst. Daher verwahre ich mich dagegen, dass andere Menschen darüber urteilen, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht. Das ist ein rein subjektives empfinden. Ich weiß, dass eine große Parallelwelt für Behinderte aber auch von behinderten errichtet wurde. Dagegen kämpfe ich gerade mit aller Macht. Hier nun zum Abschluss noch ein paar lustige Gedanken:
http://www.tredition.de/?books/ID21366/Tierische-Reime

http://youtu.be/Md6RYZwo4qo

http://youtu.be/CuNpz7vHFTo

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