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Gehirne im Tank

23. Juni 2009 um 11:43

Hallo miteinander,

Heute widmen wir uns einem neuen, erscheckenden Trend, dem Nachfahren der Bonsai-Kitten...... Ach Quatsch
Nein, dieser Thread handelt nicht von real erfassbaren Dingen, er handelt von einem Gedankenexperiment.

Vielleicht hat der ein oder andere schon von diesem Gedankenexperiment gehört, allen anderen sei gesagt: Die Matrix-Filme waren in ihrer Kernaussage so neu nun auch wieder nicht.

Und hier kommt die Frage: Können wir ausschließen, dass wir eigentlich nur Gehirne im Tank (mit lecker Nährlösung) sind, die ihre vermeindlichen Sinneswahrnehmungen nur über Anschlüsse empfangen, welche unsere Gehirnareale reizen, *als ob* sie eine Außenwelt wahrnehmen und manipulieren könnten, oder würden wir diesen Schwindel bemerken? Wenn ja: Wie? Wenn nein: Warum nicht?

Viel Spaß beim Grübeln!

P.s.: Eine eindeutig richtige Antwort gibt es natürlich nicht....

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23. Juni 2009 um 12:21

Wenn ich unangenehme Fragen stelle
steht es dir frei, mich mit bösen Monstern zu bestrafen oder mich in eine lebensgefährliche Situation zu versetzen, Operator

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23. Juni 2009 um 13:42

Nicht die Antwort auf das Leben
das Universum und den ganzen Rest?

42!

Pi.... Kinkerlitzchen! Ich bin schon so weit: Die 10Millionste Ziffer ist 7!

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23. Juni 2009 um 14:09

Gibt es denn schon
einen Anhalter-Thread im Kultur-Forum? Da ist ja genug Gesellschaft und Kultur drin verwurstelt, das passt doch genau hier rein

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23. Juni 2009 um 14:14

Was kann ich dafür
wenn ich den HRIG-Input für ureigene Qualia-Erlebnisse halte? Das ist doch gerade das Hirn-im-Tank-Dilemma!

Übrigens schmeichelt es mir sehr, dass mein Hirn optisch ansprechend ist *mit einem Finger verspielt eine Gehirnwindung zwirbelt*... ach nein, ich hab ja keinen Finger im Tank!

Und woher weißt du, dass du nicht auch ein Hirn im Tank bist, dem der Besitz von zwei Hirnen im Tank vorgespielt wird...?

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23. Juni 2009 um 14:31

Das ist auch mein Schluss
aus dem, was wir über die Funktionsweise des Hirns und über unser Bewusstsein wissen.

Und auch, dass der Aufwand einer perfekten Welt-Simulation eigentlich zu gigantisch wäre...
wobei.... diese Erfahrung haben wir ja aus unserer Welt entlehnt, gelle? Vielleicht werden uns durch das Tankprogramm Denkgrenzen gesetzt, damit wir die Realisierbarkeit eines Tankprogramms nicht in Erwägung ziehen

Dann noch die Frage: Muss das Programm denn so komplex sein? Oder kommt es uns komplex vor, weil es zwangsläufig das komplexeste ist, was wir kennen lernen und unsere Gehirnkapazitäten noch nicht einmal ausreichen, um an seine Grenzen zu stoßen?
Ein Vergleich: Wir haben eine verhältnismäßig gute Auflösung im Bereich des Scharfsehens, aber es geht deutlich schärfer, wie uns die Adler z.B. zeigen. Aber dennoch kommt uns unser Sehvermögen maximal scharf vor, wir kennen es eben nicht anders.

Qualia: Wo entsteht diese? Sofern man annimmt, dass sie im Gehirn und allein durch das Gehirn entsteht, sollte auch ein entsprechend ausgelegter Input Qualia hervor rufen können. Davon gehe ich aus. Aber der Dualismus lässt sich ja genau so wenig widerlegen. Also, hätten wir eine (vom Gehirn unabhängige) Seele, dann wäre diese vielleicht auch unabhängig von Anschlüssen an das Gehirn und somit täuschungsresistent...?

Sprachphilosophie: Ächz! Ein Baum im Tank ist unterschiedlich von einem realen Baum, es sind zwei verschiedene Phänomene, also gibt es einen Unterschied. Daher kann das Gehirn die Unterscheidung auch bewerkstelligen.
Ich gebe zu: Gleich nach dem Dualismus kann ich dieses Argument am wenigsten leiden

Natürlich ist der Glaube an die Tank-Idee schon skurril, allein weil sie nichts erklärt, dafür aber mehr Fragen aufwirft und weil mir das Universum nun wirklich ungemein komplex vorkommt. Als Simulation wäre dieses eine ziemliche Verschwendung an Ressourcen. Ein einfaches Welt-Modell hätte doch auch gereicht....

LG
Ele

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23. Juni 2009 um 16:15

Dark City
Hab ich noch nicht gesehen. Aber the Thirteenth Floor war sehr nett gemacht.
Letzterer wirft aber gleichzeitig auch noch die Frage nach künstlicher, bewusster Intelligenz auf. Ein Thema, das fast wieder einen eigenen Thread würdig wäre.

LG
Ele

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23. Juni 2009 um 17:03

Lustiges Thema
"Eine solche gigantisch-komplexe Programmsteuerung (ich nenne es mal so), hätte so viele Chancen BUGGY zu sein, Fehler und Widersprüche zu enthalten, dass der "Ultra-Computer" (oder nennt es "The Force" ) mindestens ggl. "abstürzen" würde, "re-booten" müsste sozusagen, um diese zu korrigieren. Denn um einen mathematischen Imperativ kommt wohl selbst das perfekteste Steuerungssystem nicht herum: Je komplexer es wird, desto wahrscheinlicher werden auch die ERRORS!"

Wenn das System über genügend Redundanz verfügt sollte ein technischer Ausfall kein Problem darstellen .Die Komplexität wäre der Punkt die verschiedenen Gehirne in einer virtuellen Welt miteinander zu koppeln.Das heißt die verschiedenen Akteure würden auf dem gleichen Spielfeld agieren ( World of Warcraft ).
Meine Aktionen beeinflußen direkt die anderen Akteure.Aber wie uns diese Spiele zeigen ist schon eine Menge möglich .
Einfacher wäre es dann schon jeder Laborratte seine eigene Umgebung zu generieren.Quasi das menschliche Gehirn, welches ja schon ähnlich einem Computer agiert, zu animieren und seine eigene Fantasiewelt zu erschaffen in welcher er dann ein ganzes Leben lebt.
Ähnliches berichten ja Komapatienten die aus dem Koma wieder erwachen und in dieser Zeit ihr oder ein anderes Leben weitergeführt haben.

Es gab mal einen Film mit John Hurt.Der war echt geil!

http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884 b93470/showarticle/a12ac5b5-333c-43bf-8d52-96eee9 945262.aspx


lg
dante

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