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Gab es das schonmal hier? Und wenn: Nationalhymnen

6. Mai 2009 um 19:55

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand -
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland :|

So, kommen wir nun zu den anderen


Ich erkenn' dich an der Schärfe
deines Schwerts, der furchtbaren,
ich erkenn' dich an dem Blicke
der mit Kraft die Erde misst.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!

Dort im Grabe eingeschlossen,
eingeschüchtert und betrübt,
wartetest du auf die Stimme,
die dir sage "Komm zurück!"

Dieser Tag ließ auf sich warten,
es war alles totenstill,
alles war durch Angst verdunkelt,
Knechtschaft deckte alles zu.

Unglückliche, Trost alleine blieb
dir die Erinnerung an die längst
vergangene Größe, die erzählend du
beweinst.

Banges Harren, banges Warten
auf ein freiheitliches Wort,
schlug die eine Hand die andre
in Verzweiflung immerfort.

Und du sagtest: "Wann erhebe ich
mein Haupt aus dieser Not?"
Es erwiderten von oben Klagen,
Ketten, Jammerlaut.

Da erhobst du deine Blicke,
die vom Weinen ganz getrübt,
Blut tropfte auf deine Kleider,
vieles Blut des Griechentums.

Mit den blutigen Gewändern
stahlst du heimlich dich davon,
um zu suchen in der Fremde
andre Hände voller Kraft.

Einsam gingst du deines Weges,
einsam kehrtest du zurück,
leicht sind nicht die fremden Türen,
wenn die Not an ihnen klopft

Rückwärts wendest du die Schritte,
bald betrittst du mit dem Fuß
jenen Felsen, jenen Rasen,
der dich an den Ruhm gemahnt.

Demütig beugt sich zu Boden
das vom Leid geprüfte Haupt,
wie des Armen, der da bettelt,
dem das Leben eine Last.

Aber jetzt stellt sich zum Kampfe
jedes Kind von dir mit Kraft,
und in rastlosem Bemühen
strebt nach Sieg es oder Tod.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt,
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!


Das Lied Ymnos is tin Eleftherian (griechisch Ode an die Freiheit) ist die Nationalhymne Griechenlands. Der Text entstammt dem gleichnamigen, 1823 von Dionysios Solomos geschriebenen Gedicht aus 158 Vierzeilern. Auf die ersten beiden Strophen komponierte Nikolaos Mantzaros zwischen 1828 und 1830 die heute verwendete Melodie. Sie war der Beginn eines längeren Werkes mit 25 Teilen für vierstimmigen Männerchor und Klavier, das 1873 nach dem Tod des Komponisten in London im Druck erschien. Eine zweite Vertonung Mantzaros wurde 1844 durch Otto I. für offizielle Anlässe im Königspalast benutzt, als Nationalhymne diente jedoch die Nationalhymne des Königreichs Bayern. Als Georg I. 1865 im Hafen von Korfu mit Mantzaros ursprünglicher Vertonung begrüßt wurde, war er so beeindruckt, dass das Werk mit 24 Strophen am 4. August 1865 durch königlichen Erlass des Marineministeriums zum offiziellen nationalen Lied ( ) und damit de facto zur Nationalhymne erklärt wurde. Gesungen wird jedoch nur die Vertonung der ersten beiden Strophen des Textes.

Der Ymnos is tin Eleftherian wird seit 1960 auch als Nationalhymne der Republik Zypern genutzt. Er erklingt außerdem bei den Feierlichkeiten der modernen Olympischen Spiele, als Erinnerung an deren Ursprungsort.




Gott der Gerechtigkeit, der du gerettet
vor dem Untergang uns bis jetzt,
hör von nun an unsere Stimmen
und sei von nun an unsere Rettung.

Mit mächtiger Hand führe, verteidige
der serbischen Zukunft Schiff,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!

Einige die teuren serbischen Brüder
auf jedes prächtige (ein) ruhmreiches Werk,
Einigkeit wird des Gehörnten Niederlage sein
und des Serbentums stärkste Feste.

Möge über Serbien erstrahlen der Glanz
der brüderlichen Eintracht golden Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!

Aus finsterem Sohnes Grab
leuchtet des serbischen Ruhmes neuer Schein,
angebrochen ist eine neue Zeit,
neues Glück, gib uns Gott.

Serbien, das verteidige uns Gott,
aus fünf Jahrhunderten Kampfes Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!



Boe Pravde (Gott der Gerechtigkeit) ist die Nationalhymne von Serbien. Der Text wurde 1872 von Jovan ordevic und die Musik von Davorin Jenko geschrieben.

Boe Pravde wurde erst mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung am 30. September 2006 zur offiziellen serbischen Nationalhymne. Davor wurde die Hymne bereits seit der juristisch unverbindlichen Empfehlung über den Gebrauch des Wappens, der Fahne und der Hymne der Republik Serbien durch die serbische Nationalversammlung vom 17. August 2004 von der Republik und ihren Organen benutzt.

Boe Pravde war die Nationalhymne des Königreichs Serbien (18821918) und Teil der dreigliedrigen Nationalhymne des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (19181945; seit 1929 Königreich Jugoslawien), die sich aus den damaligen Nationalhymnen Serbiens, Kroatiens und Sloweniens zusammensetzte. Deshalb benutzt Serbien heute eine der republikanischen Staatsform angepasste Version des Textes ohne monarchistische Bezüge.




Noch ist Polen nicht verloren,
Solange wir leben.
Was uns fremde Übermacht nahm,
werden wir uns mit dem Säbel zurückholen.

Marsch, marsch, Dabrowski,
Von Italien bis nach Polen.
Unter deiner Führung
Vereinen wir uns mit der Nation.

Wir werden Weichsel und Warthe durchschreiten,
Wir werden Polen sein,
Bonaparte gab uns vor,
Wie wir zu siegen haben.

Marsch, marsch, Dabrowski

Wie Czarniecki bis nach Posen
Nach der schwedischen Besetzung,
Zur Rettung des Vaterlands
Kehren wir übers Meer zurück.

Marsch, marsch, Dbrowski

Da spricht schon ein Vater zu seiner Barbara
Weinend:
"Höre nur, es heißt, dass die Unseren
Die Kesselpauken schlagen.

Marsch, marsch, Dbrowski


Ursprünglich lautete der Titel Lied der Polnischen Legionen in Italien (Pie Legionów Polskich we Woszech). Józef Wybicki schrieb den Text 1797 in der italienischen Stadt Reggio nell'Emilia. Anfangs, 1798, wurde das Lied in allen drei Teilen Polens gesungen, 1830 und 1831 beim Novemberaufstand (Powstanie listopadowe), 1863 und 1864 beim Januaraufstand (Powstanie styczniowe), von den Polen der Emigration (Wielka Emigracja), 1905 bei der Russischen Revolution sowie im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Der Mazurek Dbrowskiego wurde durch Poeten, die sich mit dem kämpfenden Polen solidarisierten, in 17 Sprachen übersetzt und gesungen. Beim Völkerfrühling 1848 wurde der Mazurek Dbrowskiego auf den Straßen Wiens, Berlins und Prags gesungen, wo er sich großer Popularität erfreuen konnte.

Er diente als Vorlage (Melodie und Text) für den slowakischen Poeten Samuel Tomaik, der 1834 das Lied Hej! Slované verfasste. 1848 fand der Slawenkongress in Prag statt, wo Hej! Slované als Hymne aller Slawen angenommen wurde. Nach 1945 wurde das Lied auch allerdings mit Abweichungen im Tempo und am Schluss Nationalhymne Jugoslawiens.

Seit 1927 ist Mazurek Dbrowskiego offiziell die Nationalhymne Polens. Der Text weicht etwas vom ursprünglichen Lied der Polnischen Legionen in Italien ab.

Im kaschubischen Geburtshaus des Verfassers Józef Wybicki befindet sich im Ort Bdomin (Gemeinde Nowa Karczma) das Muzeum Hymnu Narodowego. Das ganzjährig geöffnete Museum ist eine Abteilung des Nationalmuseums Danzig.




Russland, unser geheiligter Staat.
Russland, unser geliebtes Land.
Tatkräftiger Wille und großer Ruhm
Sei dir eigen für alle Zeit.

Refrain
Ruhmreiches Vaterland, unser freies!
Brüderliche Völker, vereint seit Jahrhunderten,
Von den Vorfahren überlieferte Weisheit des Volkes
Ruhmreiches Land, wir sind stolz auf dich!

Von den südlichen Meeren bis zum Polarkreis
Erstrecken sich unsere Wälder und Felder.
Einzig bist du in der Welt, so einzig,
Dass von Gott die Heimaterde beschützt wird.

Refrain

Ein weiter Raum für Träume und Leben
Eröffnet sich uns in den künftigen Jahren.
Uns gibt Kraft unsere Treue zu unserem Vaterland
So war es, so ist es, und so wird es immer sein.

Refrain


Die Hymne der Russischen Föderation ist ein Abbild der Gimn Sowjetskowo Sojusa, der Hymne der Sowjetunion. Einzig und allein der Text des Liedes wurde umgeschrieben, und zwar von Sergei Michalkow, der auch schon den Text der sowjetischen Hymne gedichtet hatte.

Die Hymne wurde im Jahre 2000 durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgetauscht und ersetzte das Patriotische Lied, das von 1991 bis 2000 die Nationalhymne der Russischen Föderation war.

Der erste offizielle Spieltermin der Hymne war der Amtsantritt des Präsidenten Putin im Kreml.




Nett ist die "Jana Gana Mana", die indische Nationalhymne basierend auf Strophen von Gedichten des Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore, in bengalisch...


Herrscher über den Geist des Volkes,
Heil Dir, Indiens Schicksalslenker!
Im Punjab, Sindh, in Gujarat, Maratha, Dravida, Utkal und Bengalen,
über das Vindhya-Gebirge, den Himalaya,
durch die Yamuna, den Ganges,
über die hohen Wogen des Ozeans,
Dein glückverheißender Name möge erwachen.

Sie erbitten deinen glückverheißenden Segen,
Sie singen dein Siegeslied.
Glückbringer des Volkes,
Heil Dir, Indiens Schicksalslenker!
Heil Dir! Heil Dir! Heil Dir!
Heil, Heil, Heil, Heil Dir!

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7. Mai 2009 um 11:43

@blumenfee
hast du denn spätestens für die WM2006 deine hausaufgaben nicht gemacht?

hier die bayernhymne, die übrigens auch eine nette melodie hat (neeiiiiiiiin, kein schuhplattler im 3/4takt )

1. Gott mit dir, du Land der Bayern,
deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen
ruhe Seine Segenshand!
|: Er behüte deine Fluren,
schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben
Seines Himmels, weiß und blau! :|

2. Gott mit dir, dem Bayernvolke,
dass wir, unsrer Väter wert,
fest in Eintracht und in Frieden
bauen unsres Glückes Herd!
|: Dass mit Deutschlands Bruderstämmen
einig uns ein jeder schau
und den alten Ruhm bewähre
unser Banner, weiß und blau! :|

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7. Mai 2009 um 12:45


diese strophe ist für dich

einigkeit und recht und freiheit
sind für viele unbekannt
warum werden frauen geschlagen
immerzu von männerhand?
streitigkeit, gewalt und feigheit
oft der männer unterpfand
blühe veilchen, blaues äuglein
blühe du mauerblume an der wand!

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7. Mai 2009 um 16:15

Ich habe keinen Buchstaben vergessen, sondern
Gofemninin zeigt das Korrekte Sonderzeichen nicht an! Ist ja kein normales Z

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