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Fühlt ihr euch noch sicher in Europa?

16. März 2017 um 15:25

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

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27. März 2017 um 9:21

Ja es ist neu - und es läßt uns viel mehr Sicherheit als das "alte".
Das was es früher in viel größerer Art und Häufigkeit gab - und in anderen Regionen der Welt auch heute gibt - dass Freunde, Angehörige im Krieg fallen, dass regelmäßige Bombenangriffe auf Deine Stadt geflogen werden, dass man 100km von einer Kriegsfront entfernt lebt - oder noch näher dran, DAS ist ein Risiko vor dem man Angst haben sollte.

Ja, es ist neu - und dennoch ist das Risiko verschwindend gering, das Risiko im Straßenverkehr und an Haushaltsunfällen zu sterben, ist ungleich höher. Das sind nackte Zahlen. Fakten.
Mach doch eine Kampagne zum Schutz der Menschen vor Haushaltsunfällen und Du rettest viel mehr Menschen, als wenn Du Angst schürst, nirgendwo mehr hinzugehen und Kinder nirgends mehr hingehen zu lassen.
Ok, das wird nicht so theatralisch, Haushaltsunfälle kommen nicht in den 20Uhr Nachrichten, lösen keine Welle der Solidarität und kollektiver Betroffenheit im Internet aus, es werden sich nicht plötzlich Peter und Petra, Hinz und Kunz betroffen zu dem Tod von Ina Müller, die im eigenen Hause verunglückte, äußern. Es werden keine trauernden Angehörigen in der Tagesschau zu sehen sein und keine Politiker ihr Beileid aussprechen.
Aber für die UNZÄHLIGEN betroffenen Angehörigen ist das auch nicht anders, auch bei denen wurden nahestehende Menschen aus dem Leben gerissen. - Es gibt nur 2 Unterschiede: Es gibt sehr viel mehr trauernde Angehörige und sie kommen nicht in die Nachrichten.

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26. März 2017 um 9:42

ich habe Verständnis für jede Menge irrationaler Ängste und Phobien.
Für Platzangst, Höhenangst, Angst vor Spinnen, Angst vor Clowns - und was es da nicht alles gibt, sind ja seitenlange Listen.

Aber dafür, sich vor so einen Eselskarren zu spannen (oder sich davor spannen zu lassen) - habe ich gar kein Verständnis, im Gegenteil.

Wir leben in einem der sichersten Länder der Welt - in einer der sichersten Zeiten, die die Geschichte kennt. Was uns geschenkt wurde. Hätte auch GANZ anders kommen können - wären wir an einem anderen Ort und / oder zu einer anderen Zeit geboren wurden...
Und statt das wert zu schätzen, so ein Drama aufzuziehen, da schwillt mir wirklich der Hals. Zumal ich das, wie auch ladike schon schrieb, als Panikmache werte und da hört es bei mir ganz auf.

Auf die Schnelle spuckt mir google aus, dass es in Deutschland im Jahr 2015 3475 Verkehrstote gab (und 393.700 Verletzte) - also um wie viel gefährlicher ist es, in ein Auto zu steigen (oder aufs Fahrrad / Motorrad / ....) als in Berlin über den Weihnachtsmarkt zu schlendern?
Wir haben lange in Berlin gewohnt - und da waren wir jedes Jahr mehrfacht auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Würde ich weiterhin machen, wenn wir noch dort wären. Da könnte noch ein Anschlag passieren, ja. Da könnte auch der Weihnachtsbaum umkippen - der ist stattlich, auch das wäre eine Trägödie.
Jetzt bin ich jeden (Arbeits-)Tag zwei mal auf dem Münchner Hauptbahnhof. Dort wären Änschläge auch denkbar, ja. Könnte mich erwischen, ja. Hätte mich auch erwischen können, als es im vorletzten (?) Jahr bei dem Orkan das Glasdach vom Hauptbahnhof teilweise herunter geholt hat - ich war glaube ich nur knapp eine Stunde später dort, da war der Bahnhof dann gesperrt. Reines Glück, dass es da keine Verletzten oder gar Tote gab - und auch reines Glück, dass ich es nicht war.
Es kann immer etwas passieren. Jeder Zeit an jedem Ort - und sei es ein Haushaltsunfall, wie Du sagst.

Aber ich habe mich mit meinen Großeltern unterhalten. Meine eine Oma ist in Pommern aufgewachsen, hat den Weltkrieg erlebt, die Vertreibung aus ihrer Heimat und Umsiedlung erlebt und überlebt.
Meine andere Oma war 1945 in Dresden, sie hat die Bombardierung und Zerstörung der Stadt miterlebt - und überlebt.
Mein Mann war während seiner Armeezeit im Kosov, mehr als ein Mal im Kugelhagel, er hat dort die Massengräber gesehen, ... (weiter führe ich das jetzt mal nicht aus)
Und deswegen wird es mir nie, nie, nie einfallen, zu sagen, dass ich mich hier und heute nicht sicher fühlen kann, denn ich weiß, was ich habe und für so ein Drama NULL Verständnis.

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24. März 2017 um 17:38
In Antwort auf lotus1993

Aber wenn du es glaubst, dass noch mehr solche Taten passieren werden, wie kannst du dich dann sicher fühlen?

schon mal Auto gefahren? Es gibt tödliche Autounfälle, das weißt Du doch, oder? Zitterst Du vor Angst, wenn Du in ein Auto steigst? Also ich nicht.
Oder Flugzeuge? Die Dinger stürzen manchmal ab! Ich fühle mich dennoch sicher, wenn ich in ein Flugzeug steige.

Wie kannst Du Dich vor 3 Jahren sicher gefühlt haben, wenn Du Dein Haus verlassen hast? Gar in ein Auto oder Flugzeug gestiegen bist?

Guck mal paar Folgen von "1000 Wege ins Gras zu beißen" - und Du weißt dann, das Du nichts mehr tun oder anfassen darfst!!!

Sorry, aber - was soll das? Unterhalte Dich mal mit jemandem, der schon mal in einem Kriegsgebiet war. Mach das mal. Scheint nötig, damit bei Dir die Dimensionen wieder gerade gerückt werden!

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18. März 2017 um 10:24
In Antwort auf lotus1993

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

Also ich fühle mich ziemlich sicher.
Sicherheit ist immer relativ. Ich weiß, dass immer irgendwo etwas passieren kann. Man ist zur falschen Zeit am falschen Ort und schwupps, - Pech gehabt.
Aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass die Gefahr hinter jeder Ecke lauert. Ich gehe auch Nachts durch die Straßen dieser nicht ganz so großen Stadt hier, war bisher immer ohne Zwischenfälle möglich.

In größeren Städten wird mir schneller mulmig. Vielleicht weil ich es einfach nicht gewohnt bin, dass so viele Menschen auf einem haufen sind. Oft auch Menschen, die man sonst so nicht zu Gesicht bekommt,
dieses komische Bauchgefühl ist vielleicht auch etwas dadurch geprägt, dass halt viele Bilder im Hinterkopf sind. Die man so von den Medien eingehemmert bekommt.

Grundsätzlich glaube ich, gibt es keinen sachlichen Grund, besonders viel Angst zu haben. Ich habe halt oft das Gefühl, dass das Bild, das die TV-Berichte und Zeitungs-Artikel nach außen transportieren in keinster Weise die Realität wieder geben. Dass in einem Staat mit über 80 Mio. Bürgern hier und da mal was passiert, ist völlig normal.
Vor 15 Jahren, als Jugendlicher, hatte ich das Gefühl, mehr Angst gehabt zu haben.

Ich habe im Alltag mit den unterschiedlichsten Leuten zu tun, ... viele Nationalitäten, viele verschiedene soziale Hintergründe. bislang hat mir keiner was getan. Also wenn es Grund zur Angst gäbe, würde ja öfter mal was geschehen, zumindest dass man es mitbekommt.
Aber all die Scheußlichkeiten, die ich durchaus glaube, ... es passieren ja auch beängstigende Dinge, .... sind Ausnahmefälle und lenken von den eigentlichen Problemen ab.

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18. März 2017 um 17:26
In Antwort auf lotus1993

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

Eigentlich fühle ich mich sicher, aber es begegnen einem immer mehr Menschen mit Hass und Intoleranz und das wirklich von allen Seiten!

Das gibt mir zu denken und lässt mich manchmal an meiner Sicherheit zweifeln.
 

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24. März 2017 um 17:30

Aber wenn du es glaubst, dass noch mehr solche Taten passieren werden, wie kannst du dich dann sicher fühlen?

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24. März 2017 um 17:32
In Antwort auf lotus1993

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

uneingeschränkt: JA!

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24. März 2017 um 17:38
In Antwort auf lotus1993

Aber wenn du es glaubst, dass noch mehr solche Taten passieren werden, wie kannst du dich dann sicher fühlen?

schon mal Auto gefahren? Es gibt tödliche Autounfälle, das weißt Du doch, oder? Zitterst Du vor Angst, wenn Du in ein Auto steigst? Also ich nicht.
Oder Flugzeuge? Die Dinger stürzen manchmal ab! Ich fühle mich dennoch sicher, wenn ich in ein Flugzeug steige.

Wie kannst Du Dich vor 3 Jahren sicher gefühlt haben, wenn Du Dein Haus verlassen hast? Gar in ein Auto oder Flugzeug gestiegen bist?

Guck mal paar Folgen von "1000 Wege ins Gras zu beißen" - und Du weißt dann, das Du nichts mehr tun oder anfassen darfst!!!

Sorry, aber - was soll das? Unterhalte Dich mal mit jemandem, der schon mal in einem Kriegsgebiet war. Mach das mal. Scheint nötig, damit bei Dir die Dimensionen wieder gerade gerückt werden!

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26. März 2017 um 9:42

ich habe Verständnis für jede Menge irrationaler Ängste und Phobien.
Für Platzangst, Höhenangst, Angst vor Spinnen, Angst vor Clowns - und was es da nicht alles gibt, sind ja seitenlange Listen.

Aber dafür, sich vor so einen Eselskarren zu spannen (oder sich davor spannen zu lassen) - habe ich gar kein Verständnis, im Gegenteil.

Wir leben in einem der sichersten Länder der Welt - in einer der sichersten Zeiten, die die Geschichte kennt. Was uns geschenkt wurde. Hätte auch GANZ anders kommen können - wären wir an einem anderen Ort und / oder zu einer anderen Zeit geboren wurden...
Und statt das wert zu schätzen, so ein Drama aufzuziehen, da schwillt mir wirklich der Hals. Zumal ich das, wie auch ladike schon schrieb, als Panikmache werte und da hört es bei mir ganz auf.

Auf die Schnelle spuckt mir google aus, dass es in Deutschland im Jahr 2015 3475 Verkehrstote gab (und 393.700 Verletzte) - also um wie viel gefährlicher ist es, in ein Auto zu steigen (oder aufs Fahrrad / Motorrad / ....) als in Berlin über den Weihnachtsmarkt zu schlendern?
Wir haben lange in Berlin gewohnt - und da waren wir jedes Jahr mehrfacht auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Würde ich weiterhin machen, wenn wir noch dort wären. Da könnte noch ein Anschlag passieren, ja. Da könnte auch der Weihnachtsbaum umkippen - der ist stattlich, auch das wäre eine Trägödie.
Jetzt bin ich jeden (Arbeits-)Tag zwei mal auf dem Münchner Hauptbahnhof. Dort wären Änschläge auch denkbar, ja. Könnte mich erwischen, ja. Hätte mich auch erwischen können, als es im vorletzten (?) Jahr bei dem Orkan das Glasdach vom Hauptbahnhof teilweise herunter geholt hat - ich war glaube ich nur knapp eine Stunde später dort, da war der Bahnhof dann gesperrt. Reines Glück, dass es da keine Verletzten oder gar Tote gab - und auch reines Glück, dass ich es nicht war.
Es kann immer etwas passieren. Jeder Zeit an jedem Ort - und sei es ein Haushaltsunfall, wie Du sagst.

Aber ich habe mich mit meinen Großeltern unterhalten. Meine eine Oma ist in Pommern aufgewachsen, hat den Weltkrieg erlebt, die Vertreibung aus ihrer Heimat und Umsiedlung erlebt und überlebt.
Meine andere Oma war 1945 in Dresden, sie hat die Bombardierung und Zerstörung der Stadt miterlebt - und überlebt.
Mein Mann war während seiner Armeezeit im Kosov, mehr als ein Mal im Kugelhagel, er hat dort die Massengräber gesehen, ... (weiter führe ich das jetzt mal nicht aus)
Und deswegen wird es mir nie, nie, nie einfallen, zu sagen, dass ich mich hier und heute nicht sicher fühlen kann, denn ich weiß, was ich habe und für so ein Drama NULL Verständnis.

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26. März 2017 um 11:42

wenn Du mal einbeziehst, wie sehr sich das Risiko durch eine Bombe oder eine Kugel o.ä. zu sterben, seit der Generation unserer Großeltern die den Krieg erleben mussten, verringert hat, dann weißt Du doch eigentlich, dass die "gerechtfertigte Angst" nichts als ein reines Luxusproblemchen ist.

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26. März 2017 um 13:45
In Antwort auf lotus1993

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

ich muss da noch mehr von meinem Senf dazu geben...

Vor paar Monaten erst habe ich mich mit Ukrainern unterhalten.
Die habe ich auch gefragt, ob die nicht Angst haben.

Da hat der eine mir geantwortet: Ach weißt Du, die Front (!!!) ist knapp 100km (!!!) weg, wir hören (!) das ab und zu mal, aber sonst bekommen wir hier nur etwas mit, wenn wieder mal jemand eingezogen wird oder Bekannte gefallen (!) sind, so habe ich da keine Angst.

Und Du fühlst Dich auf unseren Straßen nicht sicher? Ich fasse es einfach nicht.

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27. März 2017 um 9:21

Ja es ist neu - und es läßt uns viel mehr Sicherheit als das "alte".
Das was es früher in viel größerer Art und Häufigkeit gab - und in anderen Regionen der Welt auch heute gibt - dass Freunde, Angehörige im Krieg fallen, dass regelmäßige Bombenangriffe auf Deine Stadt geflogen werden, dass man 100km von einer Kriegsfront entfernt lebt - oder noch näher dran, DAS ist ein Risiko vor dem man Angst haben sollte.

Ja, es ist neu - und dennoch ist das Risiko verschwindend gering, das Risiko im Straßenverkehr und an Haushaltsunfällen zu sterben, ist ungleich höher. Das sind nackte Zahlen. Fakten.
Mach doch eine Kampagne zum Schutz der Menschen vor Haushaltsunfällen und Du rettest viel mehr Menschen, als wenn Du Angst schürst, nirgendwo mehr hinzugehen und Kinder nirgends mehr hingehen zu lassen.
Ok, das wird nicht so theatralisch, Haushaltsunfälle kommen nicht in den 20Uhr Nachrichten, lösen keine Welle der Solidarität und kollektiver Betroffenheit im Internet aus, es werden sich nicht plötzlich Peter und Petra, Hinz und Kunz betroffen zu dem Tod von Ina Müller, die im eigenen Hause verunglückte, äußern. Es werden keine trauernden Angehörigen in der Tagesschau zu sehen sein und keine Politiker ihr Beileid aussprechen.
Aber für die UNZÄHLIGEN betroffenen Angehörigen ist das auch nicht anders, auch bei denen wurden nahestehende Menschen aus dem Leben gerissen. - Es gibt nur 2 Unterschiede: Es gibt sehr viel mehr trauernde Angehörige und sie kommen nicht in die Nachrichten.

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27. März 2017 um 13:13

die sind Dir völlig schnurz, meinst Du. Ja, klar, weiß ich schon lange.

Nein, ich verstehe die Panikmache dazu nicht - und ich finde es auch gut, dass ich sie nicht verstehe

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28. März 2017 um 7:39

In einer Welt, in der man nur noch lebt,
Damit man täglich roboten geht,
Ist die größte Aufregung, die es noch gibt,
Das allabendliche Fernsehbild.
Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk,
Wie ein Computer programmiert.
Es gibt keinen, der sich dagegen wehrt,
Nur ein paar Jugendliche sind frustriert.
Wenn am Himmel die Sonne untergeht,
Beginnt für die Droogs der Tag.
In kleinen Banden sammeln sie sich,
Gehn gemeinsam auf die Jagd.

Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für seine Horrorschau.
Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für ein kleines bisschen Horrorschau.
Auf dem Kreuzzug gegen die Ordnung
Und die scheinbar heile Welt
Zelebrieren sie die Zerstörung,
Gewalt und Brutalität.
Erst wenn sie ihre Opfer leiden sehn,
Spüren sie Befriedigung.
Es gibt nichts mehr, was sie jetzt aufhält
In ihrer gnadenlosen Wut.

Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für seine Horrorschau.
Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für ein kleines bisschen Horrorschau.
Zwanzig gegen einen
Bis das Blut zum Vorschein kommt.
Ob mit Stöcken oder Steinen,
Irgendwann platzt jeder Kopf.
Das nächste Opfer ist schon dran,

Wenn ihr den lieben Gott noch fragt:
"Warum hast Du nichts getan,
Nichts getan? "
Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für seine Horrorschau.
Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf - für ein kleines bisschen Horrorschau.

"hier kommt Alex" - Die Toten Hosen (1988)

---

um in der Zeit zu bleiben: wir wurden da immer gewarnt, am WE in die Stadt zu gehen, insbesondere, wenn Fußball war (und uns natürlich nicht an die Warnungen gehalten...). Die Hools hatten zwar immer ihren Kodex, dass es nur gegen andere Hools oder die Cops geht, aber im Adrenalinrausch ist das schwer einzuhalten... Habe die oft genug auf Unbeteiligte losgehen sehen, auch mit Äxten (!) auf eine schwangere (!) Frau.

Da mir hier auch gewünscht wurde, dass mir nahestehende Menschen Opfer eines Anschlags werden: hatte ich. Auch in der Zeit: einer aus unserer "Clique" wurde überfahren. Absichtlich. Mehrfach. Also die sind vor-zurück-vor-zurück- ... mehrfach über ihn drüber gefahren. Auch grinsend, jedoch völlig ohne Kopftuch, keiner der Beteiligten war Ausländer. Er hat knapp überlebt. Sehr knapp, einen Teil der Folgen wird er wohl lebenslang haben.

Ich selbst bin 3x mit einem Messer, 1x mit einer Pistole (keine Ahnung, ob "scharf" oder nicht) bedroht wurden bisher - das erste Mal mit 17, das letzte Mal vor guten 5 Jahren. Bsher noch nicht von Ausländern - trotz sehr blonder Haare und viel zu heller Haut. (Nein, ich gehe nicht davon aus, dass das alles Heilige sind, und Multi-Kulti hat mich noch nie begeistert)

Nun, ich kann dazu keine Internet-Links posten, das Internet gab es da noch nicht (und ich für meinen Teil habe sowieso nie Anzeige erstattet wegen dem, was mich selbst betraf) - so etwas stand damals bestenfalls in der regionalen Tageszeitung und ich habe da noch nicht mal die von der Stadt gelesen, in der ich gewohnt habe, geschweige denn, dass ich es aus anderen Städten mitbekommen habe.
Aber wenn mir jemand erzählen will, dass es heute unsicherer ist als damals, muss ich doch schon etwas schmunzeln.

Wenn mir jemand erzählen will, dass es heute in unserem Land allgemein nicht sicher ist, kann ich nur wiederholen: unterhaltet Euch mal mit Menschen, die in einem Kriegsgebiet waren / sind, damit Ihr mal wieder einordnen könnt, was wir hier haben.

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28. März 2017 um 7:40

dem stimme ich zu!

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28. März 2017 um 8:43

ich persönlich wäre ein Fan strikter Neutralität nach dem Schweizer Vorbild.

Zum einen fehlt mir die Überzeugung, dass wir im "Recht" sind, wenn wir die Welt missionieren... ähm demokratisieren wollen und zum anderen hat Einmischung auch immer ein Echo.

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28. März 2017 um 9:00

Die die meinen das unser Land so sicher: Man kann doch nicht mehr in der Nacht raus gehen ansonsten passiert eh irgendwas schlimmes. Wer in der Stadt wohnt, sollte das wissen. Anschläge passieren zwar hin und wieder, aber Gewalttaten passieren jeden Tag / Jede Nacht. Und da soll man sich noch sicher fühlen? Es haben schon genug Leute, meistens Ausländer, irgendeine Waffe immer dabei.

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28. März 2017 um 10:03

das ist aber Völherrecht - sprich eine Sache der UN und sollte m.E. auch auf dieser Ebene entschieden und gehandhabt werden. Und kein Stück weiter unten in der Kette.

Auf Landes- / EU - Ebene kann man sich überlegen, mit wem man Handel treiben möchte und mit wem nicht und mit wem man sonst wie eng zusammen arbeiten möchte - oder auch nicht. Aber darüber hinausgehen würde ich da nicht.

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28. März 2017 um 21:15
In Antwort auf lotus1993

Der Titel sagt wohl alles und ich würde eben gerne wissen wie ihr dazu fühlt. Fühlt ihr euch auf den Straßen noch sicher? Ich nämlich nicht mehr, das hat natürlich verschiedene Gründe, aber was denkt ihr wird auf uns zukommen in der Zukunft? Oder findet ihr das alles eigentlich okay ist?

Deine Frage setzt voraus, dass ich mich jemals sicher gefühlt hätte. Das habe ich nicht, sondern ich habe mich schon als Kind mit dem Gedanken abgefunden, dass nichts sicher ist, dass das Schicksal einen jederzeit ereilen kann, und dass man die Tage geniesen sollte, die man hat, sofern einem das nicht von irgendwelchen ignoranten verbrecherischen üblen Gestalten verunmöglicht wird, dass man trotz allem den Glauben, dass es auch das Gute im Menschen gibt, nicht verlieren sollte, und dass man die Augen offen halten muss - etwas, woran es meiner Meinung nach bei uns in einigen Bereichen ein bisschen fehlt.

Manchmal, wenn mir die Welt zu düster und zu beängstigend vorkommt, helfen mir die "Desiderata" von Max Ehrmann. Ich hab den Text vor einer Weile in einem anderen Thread in diesem Forum gepostet - ich schreib ihn jetzt nicht nochmal hin, sondern nur den Link: http://gesellschaft.gofeminin.de/forum/tochter-schwer-verungluckt-und-jetzt-in-akuter-gefahr-fd938765-p7

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28. März 2017 um 21:37

Ich denk jetzt an eine alte Nachbarin, die ihre Kindheit in der Nachkriegszeit verlebt hat - die hat von ihrer Mutter halt gut gemeinte Warnungen mit auf den Weg gekriegt: "Geht schön spielen im Wald, Kinder, und sammelt auch ein bisschen Holz. Und ihr wisst ja - wenn ihr da eine Handgranate oder Munition findet, dann spielt da nicht dran rum, sondern lasst das Ding liegen. Und wenn ihr nachher durch die Wagner-Straße geht, dann bleibt bloss von den Bombenlöchern auf der rechten Straßenseite weg, und jetzt lauft schön..."

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28. März 2017 um 21:55
In Antwort auf avarrassterne1

Ja es ist neu - und es läßt uns viel mehr Sicherheit als das "alte".
Das was es früher in viel größerer Art und Häufigkeit gab - und in anderen Regionen der Welt auch heute gibt - dass Freunde, Angehörige im Krieg fallen, dass regelmäßige Bombenangriffe auf Deine Stadt geflogen werden, dass man 100km von einer Kriegsfront entfernt lebt - oder noch näher dran, DAS ist ein Risiko vor dem man Angst haben sollte.

Ja, es ist neu - und dennoch ist das Risiko verschwindend gering, das Risiko im Straßenverkehr und an Haushaltsunfällen zu sterben, ist ungleich höher. Das sind nackte Zahlen. Fakten.
Mach doch eine Kampagne zum Schutz der Menschen vor Haushaltsunfällen und Du rettest viel mehr Menschen, als wenn Du Angst schürst, nirgendwo mehr hinzugehen und Kinder nirgends mehr hingehen zu lassen.
Ok, das wird nicht so theatralisch, Haushaltsunfälle kommen nicht in den 20Uhr Nachrichten, lösen keine Welle der Solidarität und kollektiver Betroffenheit im Internet aus, es werden sich nicht plötzlich Peter und Petra, Hinz und Kunz betroffen zu dem Tod von Ina Müller, die im eigenen Hause verunglückte, äußern. Es werden keine trauernden Angehörigen in der Tagesschau zu sehen sein und keine Politiker ihr Beileid aussprechen.
Aber für die UNZÄHLIGEN betroffenen Angehörigen ist das auch nicht anders, auch bei denen wurden nahestehende Menschen aus dem Leben gerissen. - Es gibt nur 2 Unterschiede: Es gibt sehr viel mehr trauernde Angehörige und sie kommen nicht in die Nachrichten.

Was mich extrem beunruhigt, ist, dass das Risiko, irgendwann an irgendwas zu sterben, quasi 100 Prozent beträgt, egal wie man es dreht oder wendet - in hundert Jahren oder noch früher wirds mich womöglich nicht mehr geben...   
Aber nicht so sehr das Sterben macht mir Sorgen, sondern der Gedanke, dass ich danach womöglich nicht in den Himmel komme...
Das ist sehr beunruhigend, und deshalb fühle ich mich auf der ganzen Welt und somit auch in Europa, nicht sicher.

Mir fällt ein Lied von Monty Python ein - Worried,

https://www.youtube.com/watch?v=Rdk-rHAndNc

, und dann wieder denke ich, dass man es auch mit "Always look on the bright side of life" halten kann:

http://https://www.youtube.com/watch?v=jHPOzQzk9Qo

 

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28. März 2017 um 22:27

Erklär mal genauer, was alles Du kleingeistig findest, und warum.

Ich meine, viele Leute denken, sogenannte "Sicherheit" wäre ein probates Mittel gegen Angst. Ich meine, ich habe nichts gegen Sicherheit, aber man sollte sich genau überlegen, wo Sicherheit herkommt.

Sicherheit herrscht dort, wo den Leuten etwas an Menschenachtung liegt.

Als Alternative dazu könnte ich natürlich auf den Rest der Menschheit pfeiffen und mich irgendwo allein in einem Vorratsbunker eindosen, wo mir nix passieren und keiner zu mir rein kann und keiner mir was tun kann.
Dann habe ich zumindest die Sicherheit, dass ich irgendwann einsam und jenseits von Gut und Böse bin.
Aber gegen plötzlichen Herztod sichert mich das auch nicht ab.

Da, wo die Leute keine Menschenachtung haben, da prügeln wir sie ihnen ein.

Ich schlage vor, wir Guten halten uns an den Vorschlag von Georg Kreissler, aus seinem "Kapitalistenlied", zwecks Sicherheit einen Revolver zu besizen:

https://www.youtube.com/watch?v=fkaYbUcqFU8

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Von: laura18154
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8. April 2017 um 13:02

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