Forum / Gesellschaft & Leben

Freundschaften zerbrechen und Einsamkeit

30. September um 23:35 Letzte Antwort: Gestern um 19:35

Guten Abend
und Hallo ihr da draußen, 
Klingt vielleicht doof aber ich fühle mich mies mit einigen Dingen und kann sie momentan nicht mit anderen Menschen in meinen Umfeld teilen. Also dachte ich mir vielleicht hilft es einen Forumsbeitrag zu verfassen...
Vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation wie ich. 
Kurz vorweg ich bin Studentin, habe aber dank Corona keine Freunde oder Kontakte zu Kommilitonen und das wird sich scheinbar auch erstmal nicht ändern...

Aber vor einigen Monaten (vor der Pandemie) hatte ich dafür Freunde außerhalb der Uni vom Abi, wir waren eine sehr enge Gruppe und haben viel zusammen gemacht. Dann kamen mehr Leute hinzu, die ich nicht kannte, allerdings ist es grundsätzlich erstmal schön neue Menschen kennen zu lernen. Allerdings war eine Person dabei die sehr aufdringlich war und mich belästigt hat. Nicht sexueller Art, sondern meinen persönlichen Freiraum nicht respektiert und kein Nein akzeptiert hat. Zb Meine Notizen heimlich gelesen, private Gespräche belauscht mich nach mehrfachen bitten mich kurz in Ruhe oder alleine zu lassen immer weiter bedrängt hat. Ich habe mit meinen Freunden darüber gesprochen und gehofft sie würden mir helfen eine Lösung zu finden, oder sich zumindest manchmal mit mir zu zweit oder dritt alleine treffen. Stattdessen wurde ich isoliert und seltener eingeladen, dann kam der Lockdown und wir durften alle nicht raus...
Hinzu kommt, dass seit einigen Wochen Gruppentrips auf leichten psychedelischen Drogen dazu kommen, ich konsumiere selber nicht... 
Danach war ich noch mehr außen vor, die anderen haben sich weiter getroffen ohne sich bei mir zu melden oder nach zufragen. Oder wenn nur zu größeren Treffen in kleinen Bereichen, drinnen mit 15 bis 40 Menschen (10 Personen auf einen normalen Sofa...). Zu diesen bin ich jedoch nur dann gegangen wenn nicht zu viele und ausreichend Platz da war. Mir selber ist es relativ egal ob ich krank werde, wenn ich aber andere infiziere, insbesondere risikopatienten in der eigenen Familie zu denen sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, könnte ich mir das nie verzeihen. 

Ich habe in diesem Zusammenhang die Erfahrung gemacht, dass in diesem Kreis corona ein Witz ist und keine Rücksicht auf andere genommen wird. Dabei sollte es doch echt kein Akt sein wenigstens einen Raum zu lüften, wenn man schon mit 15 Leuten drinnen hockt. Aber naja zwei Dinge hab ich gelernt, 1. Es sind keine Freunde, 2. Ich brauche niemanden mehr auf ein wenig Achtsamkeit wegen Corona anzusprechen.

Ich bin enttäuscht von meinen "Freunden", weil wir ein wirklich enges und vertrautes Verhältnis hatten, vor corona und dieser aufdringlichen Person. Zudem habe ich bemerkt wie intolerant Menschen sein können, die sich selbst als offen und tolerant auszeichnen.
Das alles ist jetzt schon einige Wochen her und seit dem bin ich auf mich gestellt, langsam wird es ziemlich einsam und ich finde nicht so richtig einen Ausweg aus diesem Gefühl. 

Ich bin nicht komplett alleine, denn ich habe immer noch einen liebevollen Partner und eine beste Freundin. Allerdings lebe ich mit meinem Partner nicht zusammen und wir sehen uns nicht die ganze Zeit, hinzu kommt, dass der mediale Kontakt wenn wir uns nicht sehen fast nicht existiert. Er lebt ein anderes Leben als ich und ich kann ihn nicht einfach so erreichen, es ist normal, dass wir auch mal ein paar Tage nichts voneinander hören. Das hat seine Gründe und ist an sich kein Problem und einfach ein Teil unserer Beziehung, allerdings macht es das nicht einfacher. 
Meine beste Freundin kann ich momentan nicht sehen und auch nicht mit meinen Problemen belasten... Sie hat vor kurzem erfahren, dass sie schwanger ist und die Situation ist bei ihr ziemlich schwierig. Da bin ich jetzt eher die von uns beiden die jetzt für sie da sein muss, denn ihr geht es schlechter als mir. 

Ich würde gerne wieder Menschen treffen, neue Freunde finden und nicht die ganze Zeit in meiner Wohnung alleine festhängen, ohne zu wissen wohin mit mir. Es ist komisch an manchen Tagen mit niemandem zu sprechen... 

Da aber kein Ende der Krise in Sicht ist, wird es wohl noch eine ganze Weile so bleiben und ich muss irgendwie einen Umgang mit der Einsamkeit im Alltag lernen. 
Kennt ihr das, bzw seit ihr auch in einer solchen Situation? Habt ihr Ideen für einen Umgang damit? 

Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen. <3

LG Evi

PS danke fürs lesen und entschuldigt bitte evtl auftretende Rechtschreibfehler, aber es ist spät...  

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1. Oktober um 0:44
In Antwort auf firdos_18621449

Guten Abend
und Hallo ihr da draußen, 
Klingt vielleicht doof aber ich fühle mich mies mit einigen Dingen und kann sie momentan nicht mit anderen Menschen in meinen Umfeld teilen. Also dachte ich mir vielleicht hilft es einen Forumsbeitrag zu verfassen...
Vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation wie ich. 
Kurz vorweg ich bin Studentin, habe aber dank Corona keine Freunde oder Kontakte zu Kommilitonen und das wird sich scheinbar auch erstmal nicht ändern...

Aber vor einigen Monaten (vor der Pandemie) hatte ich dafür Freunde außerhalb der Uni vom Abi, wir waren eine sehr enge Gruppe und haben viel zusammen gemacht. Dann kamen mehr Leute hinzu, die ich nicht kannte, allerdings ist es grundsätzlich erstmal schön neue Menschen kennen zu lernen. Allerdings war eine Person dabei die sehr aufdringlich war und mich belästigt hat. Nicht sexueller Art, sondern meinen persönlichen Freiraum nicht respektiert und kein Nein akzeptiert hat. Zb Meine Notizen heimlich gelesen, private Gespräche belauscht mich nach mehrfachen bitten mich kurz in Ruhe oder alleine zu lassen immer weiter bedrängt hat. Ich habe mit meinen Freunden darüber gesprochen und gehofft sie würden mir helfen eine Lösung zu finden, oder sich zumindest manchmal mit mir zu zweit oder dritt alleine treffen. Stattdessen wurde ich isoliert und seltener eingeladen, dann kam der Lockdown und wir durften alle nicht raus...
Hinzu kommt, dass seit einigen Wochen Gruppentrips auf leichten psychedelischen Drogen dazu kommen, ich konsumiere selber nicht... 
Danach war ich noch mehr außen vor, die anderen haben sich weiter getroffen ohne sich bei mir zu melden oder nach zufragen. Oder wenn nur zu größeren Treffen in kleinen Bereichen, drinnen mit 15 bis 40 Menschen (10 Personen auf einen normalen Sofa...). Zu diesen bin ich jedoch nur dann gegangen wenn nicht zu viele und ausreichend Platz da war. Mir selber ist es relativ egal ob ich krank werde, wenn ich aber andere infiziere, insbesondere risikopatienten in der eigenen Familie zu denen sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, könnte ich mir das nie verzeihen. 

Ich habe in diesem Zusammenhang die Erfahrung gemacht, dass in diesem Kreis corona ein Witz ist und keine Rücksicht auf andere genommen wird. Dabei sollte es doch echt kein Akt sein wenigstens einen Raum zu lüften, wenn man schon mit 15 Leuten drinnen hockt. Aber naja zwei Dinge hab ich gelernt, 1. Es sind keine Freunde, 2. Ich brauche niemanden mehr auf ein wenig Achtsamkeit wegen Corona anzusprechen.

Ich bin enttäuscht von meinen "Freunden", weil wir ein wirklich enges und vertrautes Verhältnis hatten, vor corona und dieser aufdringlichen Person. Zudem habe ich bemerkt wie intolerant Menschen sein können, die sich selbst als offen und tolerant auszeichnen.
Das alles ist jetzt schon einige Wochen her und seit dem bin ich auf mich gestellt, langsam wird es ziemlich einsam und ich finde nicht so richtig einen Ausweg aus diesem Gefühl. 

Ich bin nicht komplett alleine, denn ich habe immer noch einen liebevollen Partner und eine beste Freundin. Allerdings lebe ich mit meinem Partner nicht zusammen und wir sehen uns nicht die ganze Zeit, hinzu kommt, dass der mediale Kontakt wenn wir uns nicht sehen fast nicht existiert. Er lebt ein anderes Leben als ich und ich kann ihn nicht einfach so erreichen, es ist normal, dass wir auch mal ein paar Tage nichts voneinander hören. Das hat seine Gründe und ist an sich kein Problem und einfach ein Teil unserer Beziehung, allerdings macht es das nicht einfacher. 
Meine beste Freundin kann ich momentan nicht sehen und auch nicht mit meinen Problemen belasten... Sie hat vor kurzem erfahren, dass sie schwanger ist und die Situation ist bei ihr ziemlich schwierig. Da bin ich jetzt eher die von uns beiden die jetzt für sie da sein muss, denn ihr geht es schlechter als mir. 

Ich würde gerne wieder Menschen treffen, neue Freunde finden und nicht die ganze Zeit in meiner Wohnung alleine festhängen, ohne zu wissen wohin mit mir. Es ist komisch an manchen Tagen mit niemandem zu sprechen... 

Da aber kein Ende der Krise in Sicht ist, wird es wohl noch eine ganze Weile so bleiben und ich muss irgendwie einen Umgang mit der Einsamkeit im Alltag lernen. 
Kennt ihr das, bzw seit ihr auch in einer solchen Situation? Habt ihr Ideen für einen Umgang damit? 

Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen. <3

LG Evi

PS danke fürs lesen und entschuldigt bitte evtl auftretende Rechtschreibfehler, aber es ist spät...  

Rechtschreibfehler haben nichts mit der Uhrzeit zu tun, sondern mit mangelnden Respekt gegenüber anderen oder einer Schwäche. Hast Du beides nicht. 

das ist kein Umgang für dich. Die Leute nehmen Drogen. Von daher solltest Du diesen Personen keine einzige Träne nachweinen. Das sie sich alleine nicht treffen wollen, ist eine andere Sache. 

Du bist nicht alleine oder einsam. Du wirst gerade erwachsen.  Menschen kommen und gehen.  Das ist ganz normal. Das entwickelt sich mit der Zeit. Du brauchst nichts zu tun, sie werden kommen, wenn du ein normales Leben führst. 

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Gestern um 19:35

So ist leider das Leben.
Ehrlich und wahre Freunde gibt's heute kaum noch, ist mir auch schon passiert das ICH für meine Freundinnen da waren, jedoch SIE nicht für mich, hab  dann den Kontakt abgebrochen. Für mich ist es kein Problem da ich auch meine Freundinnen gut zurecht komme, hab genügend Hobbys und Interessen sowie eine große Familie, 3 Generationen unter einem Dach, Langeweile wars mir noch nie 

Sorry für mein Deutsch (ist meine 2 Landessprache)

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