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Freund ist verschwunden

30. März 2006 um 11:06

Hallo,

seit letzten Freitag (24.03) ist ein langjähriger Freund von uns vermisst. Er war noch mir Arbeitskollegen was trinken, hat sich dann normal verabschiedet und ist seit dem nicht mehr gesehen worden.

Wir haben mittlerweile die Polizei und seine Eltern verständigt, aber bislang hat sich nichts getan. Die Polizei kann keine Fahndung ausgeben, da er als erwachsener Mensch natürlich das Recht hat sich frei zu bewegen. Er hätte noch Samstag bis Mittwoch arbeiten müssen, ist dort aber nicht erschienen, was wirklich sehr ungewöhnlich ist, denn er hat sich bislang natürlich immer abgemeldet. Zudem war gestern ein Fußballspiel, zu dem wir eigentlich hin wollten, aber auch hier ist er nicht erschienen. Außerdem hatte er noch meine Dauerkarte und die würde er mir garantiert nicht vorenthalten (ich konnte somit nicht hin).

Man hört immer wieder, dass Menschen über Tage hinweg verschwunden sind und dann plötzlich wieder auftauchen. Ich weiß, dass es vor ein paar Wochen eine Doku zu diesem Thema ich glaube im ZDF gegeben hat.

Warum verschwinden Menschen einfach? Sind es psychische Probleme und plötzliche "Aussetzer"? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm etwas Schlimmes in dieser Nacht passiert ist. Wir leben in einer Großstadt und man hätte ihn gefunden, wenn er verletzt oder gar Tod wäre. Wir haben alle nicht den Eindruck, dass es ihm psychisch in irgendeiner Art schlecht ging. Natürlich kann ich nicht in den Menschen hinein sehen, aber kann man sich so täuschen?

Liebe Grüße von einer ziemlich niedergeschlagenen
kratzamkopp

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30. März 2006 um 15:54

Da kratz ich mir auch am kopp...
...immer noch nicht aufgetaucht?
Da beschleicht einen ein ganz doofes Gefühl.
War irgendetwas?
Hatte er Differenzen mit Frau/Freundin/Eltern/anderen Verwandten?
Gab es Anzeichen dafür, daß es ihm nicht gut geht?

Ein Freund meines Bruders war mal verschwunden (mit 19, 20), man fand sein Auto - abgeschlossen, mitten in der Pampa (bildlich gesprochen). Ich weiß garnicht mehr, ob er noch Geld mitgenommen hatte oder nicht. Er war einfach ausgestiegen, ne Weile gelaufen, hatte sich dann auf nem Autobahnparkplatz ne Mitfahrgelegenheit "organisiert" und war weg! Plötzlich nach 9 Tagen tauchte er wieder auf. Er brauchte ein paar Tage "zum Nachdenken", sagte er - an Freunde und Verwandte hatte er gar nicht gedacht, ist nicht auf die Idee gekommen, sie könnten sich sorgen...
Schräg.
Ich hoffe für Euch (und ihn), daß er wohlbehalten wieder zurückkehrt.

Phyllis

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30. März 2006 um 17:12


Hallo,

von meinem Arbeitskollegen ist der Bruder vor 20 Jahren aus heiterem Himmel verschwunden. Vor ca. 15 Jahren fing er dann an, Karten zu schreiben um mitzuteilen, daß es ihm gut gehe. Diese Karten kommen noch heute und kein Mensch weiß, wo der Bruder abgeblieben ist.

Aber besser so als gar nichts zu erfahren.

Wünsche dir, daß dein Freund sich melden. Vielleicht braucht er ja wirklich nur eine Auszeit wie unten schon beschrieben.

Alles Gute

Gruß

Ulli

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30. März 2006 um 17:13
In Antwort auf ulli29


Hallo,

von meinem Arbeitskollegen ist der Bruder vor 20 Jahren aus heiterem Himmel verschwunden. Vor ca. 15 Jahren fing er dann an, Karten zu schreiben um mitzuteilen, daß es ihm gut gehe. Diese Karten kommen noch heute und kein Mensch weiß, wo der Bruder abgeblieben ist.

Aber besser so als gar nichts zu erfahren.

Wünsche dir, daß dein Freund sich melden. Vielleicht braucht er ja wirklich nur eine Auszeit wie unten schon beschrieben.

Alles Gute

Gruß

Ulli

Oh Gott sollte natürlich sein, sorry / o. T.
.

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30. März 2006 um 18:12

Was ist n das???
Wenn ich verschwinde, möchte ich auch das die Polizei mich sucht- komische Gesetze

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31. März 2006 um 13:23
In Antwort auf phyllis3

Da kratz ich mir auch am kopp...
...immer noch nicht aufgetaucht?
Da beschleicht einen ein ganz doofes Gefühl.
War irgendetwas?
Hatte er Differenzen mit Frau/Freundin/Eltern/anderen Verwandten?
Gab es Anzeichen dafür, daß es ihm nicht gut geht?

Ein Freund meines Bruders war mal verschwunden (mit 19, 20), man fand sein Auto - abgeschlossen, mitten in der Pampa (bildlich gesprochen). Ich weiß garnicht mehr, ob er noch Geld mitgenommen hatte oder nicht. Er war einfach ausgestiegen, ne Weile gelaufen, hatte sich dann auf nem Autobahnparkplatz ne Mitfahrgelegenheit "organisiert" und war weg! Plötzlich nach 9 Tagen tauchte er wieder auf. Er brauchte ein paar Tage "zum Nachdenken", sagte er - an Freunde und Verwandte hatte er gar nicht gedacht, ist nicht auf die Idee gekommen, sie könnten sich sorgen...
Schräg.
Ich hoffe für Euch (und ihn), daß er wohlbehalten wieder zurückkehrt.

Phyllis

Liebe Phyllis
bis jetzt hat sich noch nichts getan. Eine Fahndung ist jetzt eingeleitet worden, aber wirklich viel kann die Polizei natürlich nicht machen. Wir haben nur den Nachhauseweg rekonstruiert und bei Versicherungen und Banken nachgefragt, da diese häufig eine Kamera am Eingang haben. Man ist gewillt uns die Aufnahmen zur Verfügung zu stellen, aber dazu bedarf es natürlich noch der polizeilichen Genemigung. Es ist schlimm, dass man eigentlich nicht viel machen kann.

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass es bei ihm auch so sein wird wie bei dem Freund deines Bruders. Was hat er eigentlich die neun Tage lang gemacht?

Liebe Grüße

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31. März 2006 um 13:25
In Antwort auf talitha26

Was ist n das???
Wenn ich verschwinde, möchte ich auch das die Polizei mich sucht- komische Gesetze

Es muss
ein Grund vorliegen, also der Verdacht einer Straftat oder Suizid. Wir haben erst Dienstag Abend zur Kenntnis genommen, dass unser Freund verschwunden ist. Jeder für sich hat sich kurz gewundert, dass er nicht erreichbar ist, aber man denkt ja nicht im Traum daran, dass er verschwunden ist. Da mehr als 90% aller vermissten Personen nach ein paar Tagen wieder auftauchen, macht die Polizei zunächst nichts. Ist ja auch irgendwie verständlich.

Gruß
kratzamkopp

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31. März 2006 um 13:28

Hallo Mooszauber
ich kenne noch deinen "wahren" Namen .

Die Emails konnten wir schon überprüfen, sie sind das letzte mal am Donnerstag vor seinem Verschwinden gecheckt worden. Auch die Bankdaten konnten wir über einen Freund überprüfen lassen, aber auch hier hat sich nichts getan. Wir wissen echt nicht mehr weiter...

Liebe Grüße
kratzamkopp

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31. März 2006 um 13:33
In Antwort auf ulli29


Hallo,

von meinem Arbeitskollegen ist der Bruder vor 20 Jahren aus heiterem Himmel verschwunden. Vor ca. 15 Jahren fing er dann an, Karten zu schreiben um mitzuteilen, daß es ihm gut gehe. Diese Karten kommen noch heute und kein Mensch weiß, wo der Bruder abgeblieben ist.

Aber besser so als gar nichts zu erfahren.

Wünsche dir, daß dein Freund sich melden. Vielleicht braucht er ja wirklich nur eine Auszeit wie unten schon beschrieben.

Alles Gute

Gruß

Ulli

Wahnsinn!
Ich find's wirklich schlimm, dass jemand so mit den Gefühlen anderer spielt. Auszeit gut und schön, aber dass einem die Sorgen anderer letztlich über 5 Jahre am Ar5ch vorbei gehen kann ich echt nicht nachvollziehen. Ein Bekannter von uns hat sich auch mal abgesetzt, wollte für längere Zeit einfach keinen Kontakt. Er hat aber zumindest einer Person (ironischerweise dem Freund der nun verschwunden ist) mitgeteilt.

Es ist schon komisch. Alle aus unserem Bekanntenkreis sagen, dass man es bei ihm doch nicht vermuten würde und niemand kann sich vorstellen, dass er von sich aus verschwindet. Aber mal ernsthaft: Bei wem kann man sich das schon vorstellen? Hätte dein Arbeitskollege sich das bei seinem Bruder vorstellen können?

Liebe Grüße
kratzamkopp

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31. März 2006 um 13:56

Oh weh!
Liebe Kratzamkopp,

wir haben diese Geschichte durchgemacht. Die Frau meines besten Freundes ist sechs Wochen nach der Hochzeit spurlos verschwunden vor knapp 6 Jahren.
Die Polizei hatte sich allerdings sofort eingeschaltet.

Ich möchte das Thema nicht weiter ausbreiten hier im Forum (sie ist erst vor einem Moment wieder aufgetaucht, auf einem anderen Kontinent, in einem Zustand, über den ich hier nicht reden will).
Bis heute ist nicht klar, ob sie freiwillig ging (sie ist nicht vernehmbar im Moment).

Ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir geht und leider weiß ich deshalb, dass es kaum tröstende Worte gibt. Das schlimmeste ist einfach, sich mit der Ungewißheit anzufreunden, denn dies werdet Ihr müssen!
Aber nun warte erst mal ab, denn das Verschwinden ist ja noch recht frisch...

Von einem Kollegen ist der Bruder mal vor Jahren aus dem Elternhaus gegangen. Ohne Nachricht. Er und die Familie hatten auch jahrelang nichts gehört. Nun besteht wieder Kontakt, es geht ihm gut.
Ich glaube, ich würde ihn dafür hasse (sorry, meine Meinung), wollte Dir hier aber zumindest noch ein Beispiel da lassen, dass hoffen läßt...

Alles Gute!!!

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31. März 2006 um 14:15
In Antwort auf kratzamkopp

Es muss
ein Grund vorliegen, also der Verdacht einer Straftat oder Suizid. Wir haben erst Dienstag Abend zur Kenntnis genommen, dass unser Freund verschwunden ist. Jeder für sich hat sich kurz gewundert, dass er nicht erreichbar ist, aber man denkt ja nicht im Traum daran, dass er verschwunden ist. Da mehr als 90% aller vermissten Personen nach ein paar Tagen wieder auftauchen, macht die Polizei zunächst nichts. Ist ja auch irgendwie verständlich.

Gruß
kratzamkopp

Oh wei
aber mittlerweile ist schon eine woche vergangen. geht nochmal zur polizei! ihr sagt doch alle, dass es schon sehr ungewöhnlich ist, dass er so plötzlich verschwindet. geht da nicht weg, bevor die anfangen zu fahnden.

ich kann verstehen, dass du dir sorgen machst. habt ihr selbst schon alle krankenhäuser abgesucht? alle befragt, die ihn kennen? war irgendwas seltsam oder ungewöhnlich in der kneipe, wo er noch was trinken war? wie ist er denn von der kneipe weg? ... event. taxiunternehmen befragen.

ein suizid, ohne dass einer aufgefunden wird ist zwar möglich, aber ich glaube eher unwahrscheinlich. die polizei soll mal endlich in die gänge kommen. ihr könnt auch selbst einen detektiv beauftragen. wenn einer von meinen leuten spurlos verschwindet und ich weiss, dass da was nicht in ordnung ist, würde ich das jedenfalls machen.

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31. März 2006 um 14:21
In Antwort auf elbengel

Oh weh!
Liebe Kratzamkopp,

wir haben diese Geschichte durchgemacht. Die Frau meines besten Freundes ist sechs Wochen nach der Hochzeit spurlos verschwunden vor knapp 6 Jahren.
Die Polizei hatte sich allerdings sofort eingeschaltet.

Ich möchte das Thema nicht weiter ausbreiten hier im Forum (sie ist erst vor einem Moment wieder aufgetaucht, auf einem anderen Kontinent, in einem Zustand, über den ich hier nicht reden will).
Bis heute ist nicht klar, ob sie freiwillig ging (sie ist nicht vernehmbar im Moment).

Ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir geht und leider weiß ich deshalb, dass es kaum tröstende Worte gibt. Das schlimmeste ist einfach, sich mit der Ungewißheit anzufreunden, denn dies werdet Ihr müssen!
Aber nun warte erst mal ab, denn das Verschwinden ist ja noch recht frisch...

Von einem Kollegen ist der Bruder mal vor Jahren aus dem Elternhaus gegangen. Ohne Nachricht. Er und die Familie hatten auch jahrelang nichts gehört. Nun besteht wieder Kontakt, es geht ihm gut.
Ich glaube, ich würde ihn dafür hasse (sorry, meine Meinung), wollte Dir hier aber zumindest noch ein Beispiel da lassen, dass hoffen läßt...

Alles Gute!!!

Vielen Dank!
Liebe elbengel,

ich muss ehrlich sagen, dass mich die ganzen Beispiele hier wirklich hoffen lassen! Habe sie auch schon meinen Bekannten erzählt und immer wieder gesagt, dass so etwas sehr häufig vor kommt. Zwar sagen die Meisten, dass er doch nun nicht der Typ für so etwas ist, aber wer ist das schon?!

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich im Vorfeld eine Liste aufstellen müssen, bei wem aus unserem Freundeskreis ich mir so etwas vorstellen könnte, wäre er an oberster Stelle gestanden. Er hat keine Freundin, keinen festen Job, ist 30 Jahre alt und ist irgendwann innerhalb des Studiums "versumpft" sprich, er hat es nie beendet, hängt rum und lebt in den Tag hinein. Wenn man ihn nicht kennt kann man natürlich schnell sagen "ha, das ist es...", aber ich hatte nie den Eindruck, als würde er mit seiner Art zu Leben hadern. Er schien immer sehr zufrieden und hat deutlich gemacht, dass ihm das "normale" Leben einfach nicht liegt.

Das mit dem hassen ist so eine Sache. Ich habe natürlich immer noch die Hoffnung, dass er einfach irgendwann auftaucht, aber immer wenn ich daran denke, macht sich in mir auch die Wut breit....

Liebe Grüße
kratzamkopp

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31. März 2006 um 14:28
In Antwort auf Cosmicgirl

Oh wei
aber mittlerweile ist schon eine woche vergangen. geht nochmal zur polizei! ihr sagt doch alle, dass es schon sehr ungewöhnlich ist, dass er so plötzlich verschwindet. geht da nicht weg, bevor die anfangen zu fahnden.

ich kann verstehen, dass du dir sorgen machst. habt ihr selbst schon alle krankenhäuser abgesucht? alle befragt, die ihn kennen? war irgendwas seltsam oder ungewöhnlich in der kneipe, wo er noch was trinken war? wie ist er denn von der kneipe weg? ... event. taxiunternehmen befragen.

ein suizid, ohne dass einer aufgefunden wird ist zwar möglich, aber ich glaube eher unwahrscheinlich. die polizei soll mal endlich in die gänge kommen. ihr könnt auch selbst einen detektiv beauftragen. wenn einer von meinen leuten spurlos verschwindet und ich weiss, dass da was nicht in ordnung ist, würde ich das jedenfalls machen.

Alles schon geschehen...
leider, muss man fast sagen, denn es hat sich wirklich gar nichts ergeben: Krankenhäuser, Gefängnisse, Taxiunternehmen, Kamera an U-Bahnstationen usw. usw. usw.
Es ist an diesem Abend auch absolut nichts ungewöhnliches vorgefallen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Ich bin froh, dass an diesem Abend noch ein Freund mit ihm unterwegs war (die anderen waren Arbeitskollegen, mit denen wir nicht direkt Kontakt haben), so dass es jemanden gibt, der die Situation einschätzen kann.

Wir verteilen im Moment Flyer und hängen Vermisstenplakate auf. Die Fahndung läuft seit gestern Abend, aber ich habe nicht so die große Hoffnung, dass sich da was ergibt. Einen Detektiv wollen die Eltern engagieren. Uns sind ja auch ein wenig die Hände gebunden, da wir "nur" Freunde sind und eben nicht Familie.

Danke!
kratzamkopp

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31. März 2006 um 16:01
In Antwort auf elbengel

Oh weh!
Liebe Kratzamkopp,

wir haben diese Geschichte durchgemacht. Die Frau meines besten Freundes ist sechs Wochen nach der Hochzeit spurlos verschwunden vor knapp 6 Jahren.
Die Polizei hatte sich allerdings sofort eingeschaltet.

Ich möchte das Thema nicht weiter ausbreiten hier im Forum (sie ist erst vor einem Moment wieder aufgetaucht, auf einem anderen Kontinent, in einem Zustand, über den ich hier nicht reden will).
Bis heute ist nicht klar, ob sie freiwillig ging (sie ist nicht vernehmbar im Moment).

Ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir geht und leider weiß ich deshalb, dass es kaum tröstende Worte gibt. Das schlimmeste ist einfach, sich mit der Ungewißheit anzufreunden, denn dies werdet Ihr müssen!
Aber nun warte erst mal ab, denn das Verschwinden ist ja noch recht frisch...

Von einem Kollegen ist der Bruder mal vor Jahren aus dem Elternhaus gegangen. Ohne Nachricht. Er und die Familie hatten auch jahrelang nichts gehört. Nun besteht wieder Kontakt, es geht ihm gut.
Ich glaube, ich würde ihn dafür hasse (sorry, meine Meinung), wollte Dir hier aber zumindest noch ein Beispiel da lassen, dass hoffen läßt...

Alles Gute!!!

Hi
mein Onkel war seit ca 4 monaten vermisst, und sie haben ihn jetzt tod unter dem vielen Schnee, gefroren gefunden. War wohl Selbstmord, schreckliche Sache aber wenigstens haben wir jetzt Gewissheit.

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2. April 2006 um 9:09

Leider nicht
Wir haben uns am Freitag mit knapp 30 Leuten in der Kneipe getroffen, in der er das letzte mal gesehen wurde. Von dort aus sind dann alle sternförmig losgegangen und sind in diverse uns bekannte Lokale gegangen, haben dort Flyer verteilt und das Vermisstenplakat aufgehangen. Aber absolut nichts!

Es fallen mittlerweile auch immer mehr Möglichkeiten weg, die wir in Betracht gezogen hatten. Wir haben in seinem Zimmer den Reisepass gefunden, also wird er nicht ins Ausland gegangen sein.
An der U-Bahn Station, die wir in Betracht ziehen, also von der aus er gefahren sein könnte, liegt der Wien-Fluss, der aber - wie wir erst jetzt erfahren haben - zum Zeitpunkt des Verschwindens kein Hochwasser hatte und selbst wenn er dort rein gefallen ist, hätte er nicht ertrinken können (dafür war zu wenig Wasser und selbst wenn, hätte man ihn dann dort gefunden).

Dass die Polizei teilweise mit der Fahndung wartet, kann ich - zumindest in unserem Fall - schon verstehen, denn es gab definitiv keine Anhaltspunkte und es tauchen über 90% der Personen nach ein paar Tagen wieder auf.
Was mich allerdings wirklich ärgert ist, dass wir uns bei den Versicherungen und Banken über die Videoüberwachung der Eingänge erkundigt haben und man auch bereit ist, bei entsprechender Erlaubnis der Polizei, die Bänder zur Verfügung zu stellen. Allerdings bekamen wird dann bei der Polizei nur "ja, ja.." zu hören und dass der zuständige Sachbearbeiter am Freitag in Urlaub sei und wir somit bis Montag warten müssten. Wenn man bedenkt, dass eine Fahndung nun offiziell eingeleitet ist, finde ich das absolut unverständlich!

Die beiden Fälle in deinem Freundeskreis, war es Suizid oder ein Verbrechen? Was hattet ihr für Anhaltspunkte? Vielleicht haben wir ja doch was übersehen...

Liebe Grüße
kratzamkopp

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2. April 2006 um 13:23

Oh Mann,
das klingt ja wirklich heftig, Kratzamkopp.

Könnt ihr denn über den gewissen Freund rausbekommen, ob es seit seinem Verschwinden Kontobewegungen gab?
Könnte an diesem besagten Abend irgendwas passiert sein, dass auch eurer Freund nicht mitbekommen hat? Oder weiß er, dass der Verschwundene erst noch nach Hause gekommen ist?
Ich kenne auch jemanden, der im Studium "hängengeblieben" ist. Als grund für Verschwinden würd ich das nicht ansehen.
Habt ihr denn das Gefühl, er könnte geschauspielert haben, was seine psychische Lage angeht?
Gibt es schon was Neues? Und hat sich die Polizei schon die Bänder angeschaut? DAS ist für mich ja echt unverständlich.

daumendrückende Grüße
Wonky

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3. April 2006 um 12:02

Heftig!
Puh, das ist ja ganz schön hart. Hat die Polizei denn bei dem Mädchen so lange gewartet? Ich hatte bislang angenommen, dass man bei Frauen eher mit der Suche startet, ist aber nur eine Vermutung.

Ob er zwischenzeitlich zu Hause war, ist eine gute Frage. Seit dem wir es wissen (also seit Dienstag Abend), war er definitiv nicht mehr zu Hause. Er lebt zwar in einer WG, aber sein Wohnungskollege war das Wochenende bei Freunden und ist er Sonntag Abend zurück gekehrt, hat sich aber natürlich nichts dabei gedacht, dass unser Freund nicht zu Hause war. Ob er allerdings von der Kneipe aus noch einmal zu Hause war, können wir gar nicht mal mit Bestimmtheit sagen.

Er war immer notorisch pleite, hat sich mit kleineren Jobs über Wasser gehalten. Ein Freund hatte ihm noch letzte Woche 150 Euro geliehen. 50 Euro in der Wohnung gefunden, es scheint also nicht, als hätte er nach Geld gefragt um sich abzusetzen.

Liebe Grüße
kratzamkopp

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3. April 2006 um 12:08
In Antwort auf wonky

Oh Mann,
das klingt ja wirklich heftig, Kratzamkopp.

Könnt ihr denn über den gewissen Freund rausbekommen, ob es seit seinem Verschwinden Kontobewegungen gab?
Könnte an diesem besagten Abend irgendwas passiert sein, dass auch eurer Freund nicht mitbekommen hat? Oder weiß er, dass der Verschwundene erst noch nach Hause gekommen ist?
Ich kenne auch jemanden, der im Studium "hängengeblieben" ist. Als grund für Verschwinden würd ich das nicht ansehen.
Habt ihr denn das Gefühl, er könnte geschauspielert haben, was seine psychische Lage angeht?
Gibt es schon was Neues? Und hat sich die Polizei schon die Bänder angeschaut? DAS ist für mich ja echt unverständlich.

daumendrückende Grüße
Wonky

Hallo Wonky,
Kontobewegungen haben wir überprüft, aber auch da hat sich seit dem nichts getan. Er hatte eh keinen Überziehungsrahmen und das Konto war leer (was es eigentlich immer war).

Ob jemand so schauspielern kann, haben wir uns natürlich alle gefragt. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man sich über über so lange Jahre hinweg so dermaßen verstellen kann. Mein Freund hat 10 Jahre mit ihm in einer WG gelebt und mit seinem besten Freund ist er schon seit dem Kindergarten befreundet. Die beiden schließen Selbstmord bei ihm einfach aus.

Im Moment suchen wir gerade einen "Pendler" auf, der aufgrund energetischer Kräfte eine Person ausfindig machen kann...die Hoffnung stirbt halt zuletzt...

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3. April 2006 um 13:55
In Antwort auf kratzamkopp

Vielen Dank!
Liebe elbengel,

ich muss ehrlich sagen, dass mich die ganzen Beispiele hier wirklich hoffen lassen! Habe sie auch schon meinen Bekannten erzählt und immer wieder gesagt, dass so etwas sehr häufig vor kommt. Zwar sagen die Meisten, dass er doch nun nicht der Typ für so etwas ist, aber wer ist das schon?!

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich im Vorfeld eine Liste aufstellen müssen, bei wem aus unserem Freundeskreis ich mir so etwas vorstellen könnte, wäre er an oberster Stelle gestanden. Er hat keine Freundin, keinen festen Job, ist 30 Jahre alt und ist irgendwann innerhalb des Studiums "versumpft" sprich, er hat es nie beendet, hängt rum und lebt in den Tag hinein. Wenn man ihn nicht kennt kann man natürlich schnell sagen "ha, das ist es...", aber ich hatte nie den Eindruck, als würde er mit seiner Art zu Leben hadern. Er schien immer sehr zufrieden und hat deutlich gemacht, dass ihm das "normale" Leben einfach nicht liegt.

Das mit dem hassen ist so eine Sache. Ich habe natürlich immer noch die Hoffnung, dass er einfach irgendwann auftaucht, aber immer wenn ich daran denke, macht sich in mir auch die Wut breit....

Liebe Grüße
kratzamkopp

Hi, gibt es was neues???
Tja, kann nur sagen, die Meldung über unsere Vermisste (Indien) erwies sich als Ente...

Weiß gerade nicht, was ich besser finde...



Ich drück Euch die Daumen!!!

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4. April 2006 um 10:24
In Antwort auf elbengel

Hi, gibt es was neues???
Tja, kann nur sagen, die Meldung über unsere Vermisste (Indien) erwies sich als Ente...

Weiß gerade nicht, was ich besser finde...



Ich drück Euch die Daumen!!!

Es gibt einen gaaaanz kleinen Hinweis
Liebe Elbengel,

wir haben die Obdachlosenzentren hier in Wien abgeklappert und ein Obdachloser meint, er hätte unseren Freund am Samstag Morgen in der Innenstadt gesehen. Er hätte auf einem Bordstein gesessen und mit sich selbst geredet. Der Mann kann sich aber an so gut wie nichts mehr erinnern, meinte nur, dass er es laut Foto schon gewesen sein könnte. Ich bin mir sehr unsicher, habe nicht die große Hoffnung, dass da was bei rumkommt.

Es tut mir wirklich sehr leid, dass sich bei euch nichts ergeben hat. Wie geht ihr überhaupt insgesamt damit um? Insbesondere der Ehemann? Gab es überhaupt keine Hinweise? Bei uns liegen schon nach anderthalb Wochen die Nerven blank...

Liebe Grüße und alles Gute
kratzamkopp

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4. April 2006 um 10:52

Dass mit dem Handy
läuft gerade, allerdings ist es zur Zeit abgestellt und ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht, ob da eine Ortung überhaupt möglich ist. Er hatte eine Pre-Paid-Karte und wir bekommen auf jeden Fall bescheid, falls sie aufgeladen wird. Es ist auch sonderbar, dass rein gar nichts von seinen Gegenständen auftaucht. Die Fussballkarte wurde beispielsweise nicht benutzt, das nächste Spiel ist diesen Samstag, mal schauen.

Ich hatte deinen Worten entnommen, dass ihr schon ein schlechtes Gefühl hattet, als klar war, dass sie sich mit ihrem Ex getroffen hat. War er irgendwie gewalttätig oder aggressiv? Dann würde es mich wirklich wundern, wenn die Polizei erst so spät etwas unternommen hat.

Problematisch ist momentan, dass uns teilweise die Hände gebunden sind, wenn wir behördliche Anträge stellen wollen, da wir nun einmal nur Freunde und nicht die Familie sind. Seine Familie (Eltern plus älterer Bruder) wohnen aber 180 km von Wien entfernt und können auch nicht eben kurz vorbei kommen. Die Genemigung zur Durchsicht der Kameras ist erst gestern gekommen, da der Bruder dort war. Die Eltern sind wohl total fertig, Freunde der Familie haben Angst, dass die Mutter sich etwas antun könnte. Schlimm für die Eltern finde ich auch, dass sie rein gar nichts über ihren Sohn wussten. Wie ich schon einmal geschrieben habe, ist er im STudium "versumpft" und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Das ist natürlich nicht gerade ein Leben, mit dem man zu Hause prahlen geht. Er hat somit so wenig wie möglich erzählt. Wir haben zumindest unsere Erfahrung mit ihm, durch Gespräche, durch das bloße Miteinander, und wir schließen Suizid aus. Aber die Eltern? Sie wissen wirklich überhaupt nichts.

Liebe Grüße
kratzamkopp

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4. April 2006 um 13:52
In Antwort auf kratzamkopp

Es gibt einen gaaaanz kleinen Hinweis
Liebe Elbengel,

wir haben die Obdachlosenzentren hier in Wien abgeklappert und ein Obdachloser meint, er hätte unseren Freund am Samstag Morgen in der Innenstadt gesehen. Er hätte auf einem Bordstein gesessen und mit sich selbst geredet. Der Mann kann sich aber an so gut wie nichts mehr erinnern, meinte nur, dass er es laut Foto schon gewesen sein könnte. Ich bin mir sehr unsicher, habe nicht die große Hoffnung, dass da was bei rumkommt.

Es tut mir wirklich sehr leid, dass sich bei euch nichts ergeben hat. Wie geht ihr überhaupt insgesamt damit um? Insbesondere der Ehemann? Gab es überhaupt keine Hinweise? Bei uns liegen schon nach anderthalb Wochen die Nerven blank...

Liebe Grüße und alles Gute
kratzamkopp

Der (Ex-) Ehemann -
- heiratet wieder, ich glaube Pfingsten.

So brutal es klingt: ich freue mich für ihn! Das Ganze ist 6 Jahre her, wer kann ihm dies verwehren?!

Es gab soooooo viele falsche Spuren in den letzten Jahren, es blieb ja nix unversucht, all diese Sendungen (Aktenzeichen etc.) ... nix. Meist nur Spinner oder gut gemeinte Hinweise, die sich meldeten.

Och menno .... ich hoffe, es tut sich bald was bei Dir!!

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5. April 2006 um 19:42
In Antwort auf kratzamkopp

Dass mit dem Handy
läuft gerade, allerdings ist es zur Zeit abgestellt und ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht, ob da eine Ortung überhaupt möglich ist. Er hatte eine Pre-Paid-Karte und wir bekommen auf jeden Fall bescheid, falls sie aufgeladen wird. Es ist auch sonderbar, dass rein gar nichts von seinen Gegenständen auftaucht. Die Fussballkarte wurde beispielsweise nicht benutzt, das nächste Spiel ist diesen Samstag, mal schauen.

Ich hatte deinen Worten entnommen, dass ihr schon ein schlechtes Gefühl hattet, als klar war, dass sie sich mit ihrem Ex getroffen hat. War er irgendwie gewalttätig oder aggressiv? Dann würde es mich wirklich wundern, wenn die Polizei erst so spät etwas unternommen hat.

Problematisch ist momentan, dass uns teilweise die Hände gebunden sind, wenn wir behördliche Anträge stellen wollen, da wir nun einmal nur Freunde und nicht die Familie sind. Seine Familie (Eltern plus älterer Bruder) wohnen aber 180 km von Wien entfernt und können auch nicht eben kurz vorbei kommen. Die Genemigung zur Durchsicht der Kameras ist erst gestern gekommen, da der Bruder dort war. Die Eltern sind wohl total fertig, Freunde der Familie haben Angst, dass die Mutter sich etwas antun könnte. Schlimm für die Eltern finde ich auch, dass sie rein gar nichts über ihren Sohn wussten. Wie ich schon einmal geschrieben habe, ist er im STudium "versumpft" und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Das ist natürlich nicht gerade ein Leben, mit dem man zu Hause prahlen geht. Er hat somit so wenig wie möglich erzählt. Wir haben zumindest unsere Erfahrung mit ihm, durch Gespräche, durch das bloße Miteinander, und wir schließen Suizid aus. Aber die Eltern? Sie wissen wirklich überhaupt nichts.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Bei abgestelltem Handy
ist eine ortung glaub ich nicht möglich.

Wäre es denn nicht möglich, dass jemandem von euch Freunden eine Vollmacht erteilt wird, dass ihr auch handeln könnt im Namen der Familie?

Einerseits kann ich verstehen, dass dein Freund seinen Eltern nicht viel erzählt hat von seinem Leben. Ich schätze mal, wenn die Falilie 180 km weit weg wohnt, dann hatte er auch nicht so regelmäßigen Kontakt?! Was mir andererseits aber auch wieder zu bedenken gibt, ob er sich vielleicht doch für sein Leben geschämt hat, wenn er es seinen Eltern nicht erzählt hat.?
Hat er denn mal davon gesprochen zu verreisen oder wollte er unbedingt schonmal wohin fahren? Könnt ihr herausbekommen, ob er irgenwie was für die nächste Zukunft geplant hat, sprich z.B. nach einem neuen Job gesucht etc.?
Was hat denn die Sichtung der Bänder ergeben?

Liebe Grüße und Kopf hoch
Wonky

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6. April 2006 um 9:11
In Antwort auf wonky

Bei abgestelltem Handy
ist eine ortung glaub ich nicht möglich.

Wäre es denn nicht möglich, dass jemandem von euch Freunden eine Vollmacht erteilt wird, dass ihr auch handeln könnt im Namen der Familie?

Einerseits kann ich verstehen, dass dein Freund seinen Eltern nicht viel erzählt hat von seinem Leben. Ich schätze mal, wenn die Falilie 180 km weit weg wohnt, dann hatte er auch nicht so regelmäßigen Kontakt?! Was mir andererseits aber auch wieder zu bedenken gibt, ob er sich vielleicht doch für sein Leben geschämt hat, wenn er es seinen Eltern nicht erzählt hat.?
Hat er denn mal davon gesprochen zu verreisen oder wollte er unbedingt schonmal wohin fahren? Könnt ihr herausbekommen, ob er irgenwie was für die nächste Zukunft geplant hat, sprich z.B. nach einem neuen Job gesucht etc.?
Was hat denn die Sichtung der Bänder ergeben?

Liebe Grüße und Kopf hoch
Wonky

Es hat sich immer noch nichts ergeben
hallo Wonky,

die Durchsicht der Bänder ist bislang noch nicht erfolgt.

Es haben sich bisweilen vier Personen gemeldet, die ihn angeblich gesehen haben wollen. Drei Obdachlose, bei denen ich mir aber ziemlich unsicher bin, ob deren Aussagen stimmen (teilweise haben sie sich widersprochen - einmal haben sie ihn samstags gesehen, dann wieder sonntags usw.) und einer hat gesagt, er hätte ihn in einem Sportwetten-Cafe gesehen. Die Spur erschien mir ziemlich heiß, da er dort wirklich häufiger war zum Fussball schauen. Aber er war es leider nicht.

Dass mit der Vollmacht ist ein guter Tipp, ich werde es gleich mal weitergeben (hoffentlich geht das überhaupt).

Gegenüber seinen Eltern hat er sich sicherlich teilweise geschämt, aber ich habe einfach nicht den Eindruck gehabt, als würde er mit seiner Art zu leben hadern. Er hat immer mal wieder davon gesprochen sein Studium aufzunehmen, aber es ist natürlich schwierig, wenn man überhaupt niemanden mehr kennt und die übrigen Studenten dann teilweise über 10 Jahre jünger sind.

Eine Reise oder ein neuer Job sind uns nicht bekannt. Hinsichtlich des Verdiensts ging es ihm in der letzten Zeit auch gar nicht mal so schlecht, denn er hatte einigermaßen viel im Call-Center zu tun (was auch nicht immer so war, denn es hängt ja auch von deren Auftragslage ab) und außerdem hat er ja noch bei einem Freund gearbeitet.

Es gibt allerdings eine Sache, die mir schon vor seinem Verschwinden zu denken gegeben hat. Einerseits ging es natürlich bei all seinen Freunden "weiter", sprich, irgendwann gab es eine feste Freundin, das Studium wurde beendet und bei allen ergab sich ein guter Job. Vor anderthalb Jahren bekam das erste Pärchen in unserem Freundeskreis das erste Kind, dann folgten wir und nun wird sein bester Freund im September Vater; sie haben es uns vor ein paar Wochen erzählt. Schon damals dachte ich, dass ihm diese Nachricht bestimmt schwer fällt, denn nun ist klar, dass auch er sich auf eine gewisse Weise von ihm "entfernen" wird, man ist nun einmal nicht mehr so viel unterwegs und "verfügbar" wenn man ein Kind hat (wem erzähl ich das... ).
Aber ist das ein Grund um zu verschwinden?

Liebe Grüße
kratzamkopp



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6. April 2006 um 10:38
In Antwort auf kratzamkopp

Es hat sich immer noch nichts ergeben
hallo Wonky,

die Durchsicht der Bänder ist bislang noch nicht erfolgt.

Es haben sich bisweilen vier Personen gemeldet, die ihn angeblich gesehen haben wollen. Drei Obdachlose, bei denen ich mir aber ziemlich unsicher bin, ob deren Aussagen stimmen (teilweise haben sie sich widersprochen - einmal haben sie ihn samstags gesehen, dann wieder sonntags usw.) und einer hat gesagt, er hätte ihn in einem Sportwetten-Cafe gesehen. Die Spur erschien mir ziemlich heiß, da er dort wirklich häufiger war zum Fussball schauen. Aber er war es leider nicht.

Dass mit der Vollmacht ist ein guter Tipp, ich werde es gleich mal weitergeben (hoffentlich geht das überhaupt).

Gegenüber seinen Eltern hat er sich sicherlich teilweise geschämt, aber ich habe einfach nicht den Eindruck gehabt, als würde er mit seiner Art zu leben hadern. Er hat immer mal wieder davon gesprochen sein Studium aufzunehmen, aber es ist natürlich schwierig, wenn man überhaupt niemanden mehr kennt und die übrigen Studenten dann teilweise über 10 Jahre jünger sind.

Eine Reise oder ein neuer Job sind uns nicht bekannt. Hinsichtlich des Verdiensts ging es ihm in der letzten Zeit auch gar nicht mal so schlecht, denn er hatte einigermaßen viel im Call-Center zu tun (was auch nicht immer so war, denn es hängt ja auch von deren Auftragslage ab) und außerdem hat er ja noch bei einem Freund gearbeitet.

Es gibt allerdings eine Sache, die mir schon vor seinem Verschwinden zu denken gegeben hat. Einerseits ging es natürlich bei all seinen Freunden "weiter", sprich, irgendwann gab es eine feste Freundin, das Studium wurde beendet und bei allen ergab sich ein guter Job. Vor anderthalb Jahren bekam das erste Pärchen in unserem Freundeskreis das erste Kind, dann folgten wir und nun wird sein bester Freund im September Vater; sie haben es uns vor ein paar Wochen erzählt. Schon damals dachte ich, dass ihm diese Nachricht bestimmt schwer fällt, denn nun ist klar, dass auch er sich auf eine gewisse Weise von ihm "entfernen" wird, man ist nun einmal nicht mehr so viel unterwegs und "verfügbar" wenn man ein Kind hat (wem erzähl ich das... ).
Aber ist das ein Grund um zu verschwinden?

Liebe Grüße
kratzamkopp



Kann ich mir nicht vorstellen,
gerade, wenn ich an unseren Freund denke, der auch ewig im Studium gehangen hat (es dann aber wegen Aussichtslosigkeit doch geschmissen hat und nun wieder in seinem vorher erlernten Beruf arbeitet). Seit ich ihn kenne, das sind jetzt 6 Jahre, war er immer Single, mein Mann kennt ihn auch nur als Single (10 Jahre). Er findet seine Lebensentwicklung zwar auch sehr bedauerlich, aber er hat nicht aufgegeben. Und inzwischen werden in seinem Freundeskreis auch immer mehr Eltern.
Na gut, aber jeder geht mit Ereignissen anders um.
So, was du von ihm schreibst, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es sich was angetan hat (zumal man ihn ja dann eigentlich finden sollte). Aber irgenwie finde ich, paßt es auch nicht zusammen, dass ein intelligenter Mensch von jetzt auf gleich (und das abends) verschwindet, um über sein Leben nachzudenken und dabei niemandem etwas sagt. Aufder anderen Seite gibt es bestimmt auch "Aussetzer".
Die Obdachlosen, haben die ihre Aussagen unabhängig voneinander gemacht? Habt ihr für Hinweise irgendwelche Belohnungen versprochen? Klingt, als ob er vielleicht noch in der Stadt war/ist. Habt ihr irgenwo Aushänge gemacht oder ein Bild an die Zeitung gegeben?

Liebe Grüße
Wonky

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14. April 2006 um 10:59

Und ????
Hat sich immer noch nichts neues ergeben???

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14. April 2006 um 12:51
In Antwort auf deya83

Und ????
Hat sich immer noch nichts neues ergeben???

Nein, nicht wirklich
Es gibt einen Taxifahrer, der behauptet ihn am Sonntag (eine Woche später) gesehen zu haben. Aber selbst wenn dies stimmt, haben wir zwar einen Hinweis darauf, dass er lebt, aber hinsichtlich der Suche sind wir dadurch auch nicht weiter.

Momentan machen sich eher "Gruppenprobleme" breit. Die einen wollen unbedingt weiter machen und klammern sich an jeden Strohhalm, die anderen wollen abschalten, ihr eigenes Leben weiter leben ohne ständig grübeln zu müssen.
Außerdem sind wir einfach mit den Möglichkeiten am Ende.

Danke der Nachfrage!
kratzamkopp

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23. April 2006 um 12:49

Sie haben ihn gefunden
Er ist ertrunken und letzte Woche gefunden worden .

Bislang ist noch nicht klar, ob es ein Unfall oder Suizid war, Fremdeinwirkung schließt man aus. Ich hoffe für seine Familie, dass man dies noch klären kann, denn ich denke, dass es schlimm ist sich ständig fragen zu müssen, ob er nicht mehr leben wollte.

Danke euch allen noch einmal für die Hilfe und Unterstützung. Ich glaube, tief in meinem innersten habe ich immer damit gerechnet, dass etwas Schlimmes passiert ist.

kratzamkopp

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23. April 2006 um 18:19
In Antwort auf kratzamkopp

Sie haben ihn gefunden
Er ist ertrunken und letzte Woche gefunden worden .

Bislang ist noch nicht klar, ob es ein Unfall oder Suizid war, Fremdeinwirkung schließt man aus. Ich hoffe für seine Familie, dass man dies noch klären kann, denn ich denke, dass es schlimm ist sich ständig fragen zu müssen, ob er nicht mehr leben wollte.

Danke euch allen noch einmal für die Hilfe und Unterstützung. Ich glaube, tief in meinem innersten habe ich immer damit gerechnet, dass etwas Schlimmes passiert ist.

kratzamkopp

Oh nein...
...das tut mir leid

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23. April 2006 um 21:44
In Antwort auf kratzamkopp

Sie haben ihn gefunden
Er ist ertrunken und letzte Woche gefunden worden .

Bislang ist noch nicht klar, ob es ein Unfall oder Suizid war, Fremdeinwirkung schließt man aus. Ich hoffe für seine Familie, dass man dies noch klären kann, denn ich denke, dass es schlimm ist sich ständig fragen zu müssen, ob er nicht mehr leben wollte.

Danke euch allen noch einmal für die Hilfe und Unterstützung. Ich glaube, tief in meinem innersten habe ich immer damit gerechnet, dass etwas Schlimmes passiert ist.

kratzamkopp

...
tut mir aufrichtig leid!!!
k.

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25. April 2006 um 20:03
In Antwort auf kratzamkopp

Sie haben ihn gefunden
Er ist ertrunken und letzte Woche gefunden worden .

Bislang ist noch nicht klar, ob es ein Unfall oder Suizid war, Fremdeinwirkung schließt man aus. Ich hoffe für seine Familie, dass man dies noch klären kann, denn ich denke, dass es schlimm ist sich ständig fragen zu müssen, ob er nicht mehr leben wollte.

Danke euch allen noch einmal für die Hilfe und Unterstützung. Ich glaube, tief in meinem innersten habe ich immer damit gerechnet, dass etwas Schlimmes passiert ist.

kratzamkopp

Hallo Kratzamkopp,
oje, das ist schlimm
tut mir auch leid.

ich drück dich.

Liebe Grüße
Wonky

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26. April 2006 um 12:07

Wisst ihr denn inzwischen wie es passiert ist?
Ich meine, ist er obduziert worden? Konnte man erkennen ob es ein Unfall war?
Die Ungewissheit würde mich ja fertig machen...

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