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Firma von Mann läuft schlecht-er soll Bürgschaft unterschreiben

4. August 2004 um 15:47

Hallo Ihr Lieben,
ich habe gerade mit meinem Mann telefoniert und muß mal eben meinen Kummer loswerden.

Ich versuche, es kurz zu machen: Vor einem Jahr hat mein Mann sich mit einem ehemaligen Kollegen selbständig gemacht (mit einer GmbH), weil die Firma, bei der sie gearbeitet haben, in Konkurs gegangen ist. Sie wollten sich ein Jahr geben, um zu sehen, ob sie Erfolg haben oder nicht. Nun sind 13 Monate rum und es sieht leider ziemlich schlecht aus. Letzten Monat hat die Bank schon den Hahn zugedreht und die Gehälter von den beiden nicht mehr überwiesen. Dementsprechend schlecht sieht es jetzt bei uns aus. Fast unser erspartes weg, ich bin seit einem Jahr arbeitslos, habe allerdings jetzt endlich was in Aussicht.

Auf jeden Fall hatten mein Mann und sein Kollege heute einen Termin bei der Bank und die will nun, daß die beiden für das Geld, daß über den gewährten Kredit von 40.000,- hinaus geht, bürgen, sonst würden sie keinen Euro mehr herausrücken. Momentan würde das heißen, für etwas über 30.000 Euro bürgen. Eigentlich bin ich dagegen, weil nicht sichergestellt ist, daß bald ein Auftrag kommt und die Firma weiterläuft. Und wir haben eh schon so hohe monatliche Kosten...... Unterhalt für zwei Kinder, zwei Autos abzahlen etc. Und eigentlich wollten wir sparen, weil wir in ein paar Jahren auswandern wollen. Und wenn das mit der Firma nicht klappt, wird es für meinen Mann wahrscheinlich schwierig, nochmal einen einigermaßen gut bezahlten Job mit Verantwortung zu kriegen, in dem Alter gehört man ja schon fast zum alten Eisen.

Mein Mann war gerade schon etwas knatschig, weil ich gesagt habe, wovon wir dann bitte schön die ganze Kohle zurückzahlen sollen.

Was sollen wir tun? Hat jemand schon mal so ne Situation gehabt?

Danke für Eure Hilfe,

liebe Grüße
Hühni

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4. August 2004 um 21:13

Du meinst,
dass die Bank sich ggü. solchen Versuchen nicht absichern würde? Gerade hinsichtlich dieser Voraussetzungen? Nicht sehr realistisch, denke ich!

Ich kann Deinem Mann nur abraten zu bürgen...das ist ungefähr genauso schlecht wie sich mit Aktien der Firma in der man arbeitet bezahlen zu lassen

Spass beiseite. Mach Deinem Mann klar, was auf dem Spiel stehen würde...und lasst auf jeden Fall die Finger davon...

Tia

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4. August 2004 um 21:16

Da, es wie du schreibst,
nicht rosig mit der firma aussieht und es wahrscheinlich ist, dass die firma zum insolvenzfall wird, solltet ihr so schnell wie möglich einen anwalt >spezialisiert auf Insolvenzrecht< aufsuchen.

vrmutlich werdet ihr nur dann eine reelle chance haben a.) einen kredit zubekommen, b.) wenn der nicht sinnvoll ist, mit einem blauen auge aus der firma wieder heraus kommen.

wenn die bank jetzt nämlich schon versucht die ehefrau mit in haftung zunehmen, wird sie vermutlich die firma bald über die klinge springen lassen.

gruss

heimerkerin

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9. August 2004 um 16:17

1 Jahr??
Eure Firma war schon vom Anfang an nicht durchdacht, wenn Ihr schon nach einem Jahr solche Schwierigkeiten habt.
Wahrscheinlich hab Ihr zuviel Kapital rausgenommen, wo nichts reingekommen ist.
Eine Firma baut sich langsam auf. Da heißt es zurückstecken. Verzicht (Urlaub, Autos etc.)
Gebe Handwerkerin recht, schleunigst eine Insolvenzstelle aufsuchen und einen eventuellen Konkurs abwenden.

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