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Feminismus warum so negativ bestritten?

20. Januar 2015 um 17:09

Hey,
also ich mache momentan als ausgesuchtes Thema für eine Präsentation über Frauenrechte und ich wollte als einstig eig. Feminismus so ein bisschen erklären und darstellen und so. Aber ich habe halt viel im Internet geguckt und da sind scheinbar viele anti-Feminismusseiten und ich hab mich auch einiges davon durchgelesen und auch Teile eines Buches gegen Feminismus gefunden, und ich wollte einfach mal fragen ob mir mal jmd. erklären, beschreiben.... könnte Warum Feminismus wirklich so stark bestritten ist?, warum es viele aktionen dagegen giebt?, ob im Feminismus wirklich "männerfeindliche absichten" sind oder ob es einfach falsch verstanden wird?
(und wenn jmd lust und Zeit hat kann er mir gerne auch noch so einbisschen über Feminismus schreiben )
Dann schonmal vielen Dank im Vorraus und Sorry für wahrscheinlich einige schreibfehlech(Legi)

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24. Januar 2015 um 13:31

Danke
Danke für die ich denke mal Zeitaufwändige antwort, hat geholfen

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24. Januar 2015 um 13:34

...
nich ich aber bei einigen dieser Seiten stand dass sie gegen feminismus sind, weil das wohl männerfeindlich sein soll.?!.

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26. Januar 2015 um 1:42

Das politische Pendel....
Hallo,

alles wäre halb so schwer, wenns im Leben auch so wär ...
Was Du beschreibst ist im Prinzip , wie ich finde - erstmal treffend wiedergegeben, ich habe es selten in dieser Deutlichkeit gelesen.
Leider gilt es nur dann, wenn hier zwei Bewegungen ( eine Bewegung und Ihre Gegenbewegung ) aus gebührender Entfernung voneinander in Wiederstreit stehen. Ich stelle mir diese gebührende Entfernung so vor, dass beide von Position und Gegenposition ( also dem Verhältnis zueinander ) kein Zerrbild bekommen... das ist eine versteckte Forderung von Projizierbarkeit und Linearität - daraus folgt die regelmäßige Gesetzmäßigkeit.
Das ist der einfachste Fall einer Auseinandersetzung, der doch vieles erstaunlich erklärt.
Dennoch es ist nicht (immer oder allgemein oder im übergeordneten Sinne) so, weil dann könnte Man(n)/ Frau schließlich ja leicht vorhersagen wann der jeweils andere "dran" ist - und sich darauf leicht einstellen. Daran scheitert der historische Marxismus / "Diamat"...
Auch viele persönliche Karrieren (nicht nur von Politikern) gehen daran zugrunde...

Es wird wesentlich komplizierter wenn mehr als zwei Parteien "wechselwirken" und / oder die Parteien sich stark einander annähern. Die Verschiebung der anderen "Partei" bewirkt, das diese auf dem Weg von sich weg zu sich selbst zurückgezogen wird ohne einen Ausgleich vorübergehend zu erreichen - und die Zeit bekommt eine (vorübergehende) Richtung...
Die Bewegungen lassen sich dann nicht mehr in Bewegung und Gegenbewegung zerlegen, weil manchmal nicht erkennbar ist wer und wo genau die "die jeweils andere Partei" ist, das passiert auch dann wenn eine dritte Partei dazukommt.
Dann verschiebt sich sozusagen der "Aufhängepunkt" der Pendel zueinander und es ensteht fortwährend etwas neues, das vorher so nicht da war.
Auch bei Pendeln gibt es das:
https://www.youtube.com/watch?v=scI1GIkIWuk
https://www.youtube.com/watch?v=_o_ap98sTwg
Von den Wissenschaftlern beschreibt das am treffendsten das Werk von Oscar Lanford : "Introduction to the Lorenz - System" ....

Das erlaubt auch eine andere Bewertung von scheinbar stabilen Mustern ( auch in politischen Mehrparteiensystemen ) über bestimmte Zeitabschnitte, die ein Pendel wie beschrieben nur in ziemlich gleichförmig - regelmäßigen Zeitabständen kennt.

It is an nonlinear World - auch wenn ich sonst nix davon verstehe...

Ach ja: Feminismus derzeit mal: ... oder?

Grüße,

Silvia


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27. Januar 2015 um 2:57

Internetzensur und Nichtlinearität...
Ich beginne mal meine Antwort mit einem Stichwort, den der deutsche Naturforscher Lorenz Okenfuß gegeben hat:
"Das Auge führt den Menschen in die Welt, das Ohr führt die Welt in den Menschen"....
Wer immer ein bisschen darüber weiß wie wir sehen, weiß dass wir nicht sehen können ohne zu projizieren...
Das einfallende Licht wird auf der Hornhaut abgebildet - ein kleiner Fotoapparat also. Es entsteht so eine bipolare Welt : Hier und dort, wohin wir gerade schauen.

Zu meinem Vorredner:
Das dies was Du beschreibst ( nicht nur in Internetforen ) nicht schriftlich bekannt wird ist meiner Erfahrung nach wirklich kein Wunder - eben eine Folge dieser auf den einfachsten Fall konzentrierten Fall einer bipolaren Wahrnehmung.
Wie kann Man(n)/Frau das erkennen (?) - so ohne weiteres leuchtet es ja nicht ein.
Es gibt Sätze und Aussprüche, die erhellen schlagartig ein Problem. Ein solcher ist z.B. mal folgender:
Der Satz von G.W.Bush : "Wer nicht für uns ist ist gegen uns..." im Original : "Either you are with us, or you are with the terrorists..." deckt diesen Zusammenhang deutlich auf. Die anderen da und wir/ich ... Gegenstand und Abbild...
Die Folgen davon liegen ja mittlerweile auf der Hand, die schon besprochene Argumentation der Internetzensur ist beispielsweise eine solche.
Auch wenn sich der Staat in Form von Verwaltungsbehörden den Zugriff auf Privateigentum sowie auf geistiges und körperliches Wohl hier lebender Menschen zur Kompensation von ganz allgemein systemischen Problemen des Staatswesens ohne Schranken sichert, ist dies die Folge davon, dass die Verwaltung als Mittel zum Zweck die eigenen Versagensängste und Nöte auf ihr Gegenüber projiziert... dieser Ausspruch stimmt einfach, auch in seiner Ungenauigkeit und seinen Täuschungsmöglichkeiten. Nicht umsonst sind Raubvögel seit vielen Jahrhunderten Wappentiere machtbewußter Staaten und Städte.
Wie ich bereits oben ausführte, ist dies die auf geraden Linien verlaufende Projektion die einfachste Form einer Auseinandersetzung, die in dieser Form aber fast nirgends so existiert oder langfristig künstlich geschaffen werden muss, weil das geradlinige Prinzip eigentlich ein Sonderfall in der Natur ist.
Unsere Zivilisation ist wesentlich dadurch gekennzeichnet das die Seh- und Augenwahrnehmung überproportioniert und die Hör-Wahrnehmungen unterproportioniert sind: Menschen im Zeitalter des Fernsehens und des Internets sind vorrangig sehende Menschen, die Auditives vernachlässigen.
Anders ist das beim Hören, bei der akustischen Wahrnehmung, für welche selbst die Sprache viele Begriffe noch gar nicht gebildet hat.
Unsere Ohren empfangen zwar Schall und Wellenbewegungen erzeugen aber kein Abbild wie die Augen.
Könnte es sein dass hier die gesamte diskutierte Kriese verborgen liegt? -
Hören ist ein stark mit den Begriffen den weiblichen Körpers beschreibbarer Vorgang, der zudem schon wegen der spiralform des Innenohres nicht geradlinige Prozesse begünstigt oder hervorhebt.
Das Geschaute verläuft meist auf geraden Linien.

Vielleicht werden den einen oder der anderen hier die Parallelen zu der Diskussion über den Feminismus deutlich...

Das männliche ( also optische Prinzip der geraden Linien ) ist dem weiblichen Prinzip ( der gebogenen und runden Linien, z.B. der Kugelform o.ä. ähnelnde ) in mathematischem Sinne als Sonderfall "eingeschrieben"... das Umgekehrte bedeutet die Trennung von einem Großteil unserer Welt, die in diesem Sinne doch hierarchisch aufgebaut zu sein scheint....
Jedenfalls sehe ich das so.... its a nonlinear world, because the world we live is a woman...

Interessant hierzu vielleicht:
J.E.Behrendt : "Muscheln in meinem Ohr" ... Sendereihe über das Hören der Welt von 1987....

Gruß,

Silvia

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27. Januar 2015 um 3:02

Mozart ....
... kann man hören, nicht sehen...

lG,

Silvy

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31. Januar 2015 um 3:24

Nicht eindeutiger Ausdruck...
ich flutsche einfach mal hier wieder dazwischen um mich auch grundsätzlich Deiner Kritik an oftmals nicht eindeutig (weniger les- ) als verstehbaren Beiträgen zu bestimmten Themenkreisen anzuschließen - wie Du festgestellt hast nicht nur hier.
Weiter schließe ich mich weitgehend an, wenn (Du) dies vielleicht deswegen auch bekritisierst, weil es dem sehr stark auf das Wesen der Kommunikation beschränkten Sinn zuwiederläuft : Etwas unmißverständlich und einfach zu sagen... (Treffendes Zitat dazu : Ich sages einfach und ich schreibe... auf einen Spiegel auf die Wand - auf die beschlagene Fensterscheibe, wofür ich soviel Umwege erfand ... )
Allerdings kann ich ( auch meiner/m Nachredner(in)) keinen Vorwurf mit dem langen Nutzernamen dennoch keinen Vorwurf machen, denn wie ich schon gerade sagte ist die Geradlinigkeit bei der Kommunikation einer eindeutigen Ausrichtung auf etwas geschuldet... wenngleich ich meine, das wir Menschen und das was wir sagen / dokumentieren oder mitteilen wollen nicht immer so geradlinig, monokausal ist, dass eine Ausrichtung immer eindeutig möglich ist. Das ist eben die Kommunikation durch das "optische Prinzip" entlang gerader oder fast gerader Linien, die auf Ihrem Weg zum Empfänger keine Kehrtwende machen und somit eine gedachte Ebene zwischen den sich unterhaltenden in einem einzigen Punkt durchstoßen, der eindeutig und bleibt. Die von Dir beschriebene Selbstwahrnehmung ( die sehr wichtig ist ) wird meist nur als Zulieferprinzip für die Konstruktion dieser Ausrichtung bei der Kommunikation genutzt. Ich glaube vielmehr, dass die Eigenschaften und die Kritik solchen Dingen und Sachverhalten geschuldet ist als der Konstruktion und dem Alter unserer Hirnbereiche. Es ist Mode geworden, für alles die Durchkreuzungstellen unserer Kommunikation ( also unsere Gehirne ) verantwortlich zu machen - daher auch ein großer Teil der popularität der Neurowissenschaften, die uns teilweise unserer eigenen Gehirne "entfremdet" indem sie nicht aufzeigt, was wir alles nicht über uns wissen sondern nicht über uns ( und so vieles mehr ) wissen können...
Gerade (auch) hier zeigt sich aber, dass in vielen ( unverstandenen ) Prozessen mehrdeutigkeiten entlang gebogener, zur mehrfachen Umkehr möglichen Linien und Bewegungen das wesentliche Gestalten und sich menschlicher Ausdruck auch dieses nichtlinearen Prinzips bedient.
Viele Große Texter und Philosophen, die lange Zeit mit Ihren Aussprüchen aktuell geblieben sind haben nicht zwingend etwas ausgesprochen was ein für alle Zeit so richtig war, sondern etwas was in bestimmten Phasen immer wieder mal interessant und zutreffend erschienen ist - zu stark auf die lineare Einbahnstraße und damit auf eindeutigkeit festgelegte Aussprüche verlieren rasch ihre Wirkung und sind somit auch in Ihrer Nachwirkung Eintagsfliegen, die flüchtig davoneilen und schnell nicht mehr wargenommen werden... so wie der Bus der auf der anderen Straßenseite schnell an uns vorbeifährt...
Das ist präzis das Problem unserer Zeit in der zu viel über Themen geredet wird die sehr stark ausrichtet werden, so dass sie darauf ausgelegt sind etwas nur ein mal "treffend" zu beschreiben und anschließend ins leere zu laufen und vergessen zu werden. Das ist die oft laute, instabile und unsichere "Außenwelt", der eine nichtlineare, gebogene verlaufende Innenwelt, die durch das Ohr aufgeschlossen wird gegenüber steht.
( Steht sie Ihr wirklich "gegenüber.".. ? )
Wer sich für konservative Werte stark macht, sollte dies ( finde ich ) bedenken... weshalb ich es ja auch schreibe.
In dem Wort konservativ schwint für mich der Begriff "Konserve" mit sich, die ja etwas festhalten, bewahren will... und da gibt es in der Tat verschiedene Begriffe des Konservativen. In der Vergangenheit wurde die Konservierung oft durch "festhalten" d.h. der Entziehung der Möglichkeit sich ( als Mensch ) im Leben bewegen zu können realisiert... inzwischen wissen wir, dass Bewegung und Veränderung unverzichtbar sind und dadurch dass sich das Festhalten neu definieren muss, wobei die Umkehr ( also das zurückpendeln in einen beschränkten Bereich ) sehr wichtig ist... so wie ja auch der Mond immer bei der Erde bleibt und sich doch unablässig gegenüber der Erde bewegt....
Viele Stellen, die seine Bahn durchstößt sind daher zweifach, an manche Stellen gelangt er nie ( sonst wäre er nicht immer wieder zu sehen ) ...
Also so einfach ist das alles wohl doch nicht.
Insoweit auch Rückendeckung für meine Nachrednerin, die dies offensichtlich auch ( nach eigenem Bekunden ) gezielt nutzt.

Gruß,

Silvia


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7. August 2015 um 19:54

Und was ist daran kompliziert?
... das verstehich nicht so ganz...

lG,

Silvy

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21. August 2015 um 2:19

Also zum Feminismus...
Als erstes sollte man sich bewusst sein dass verschiedene Leute unter dem Oberbegriff Femisimus verschiedene Ziele verfolgen. Je nachdem was damit gemeint ist haben Leute mehr oder weniger berechtigte Gründe dagegen.

Je nachdem wen man fragt steht Feminismus für:
1) Das Streben nach Gleichberechtigung
2) Das Eintreten für Frauenrechte
3) Die Gleichheit der Geschlechter
4) Die Überlegenheit der Frau

Zu 1) Wenn es das sein soll dann ist die Wahl des Wortes Feminismus ein Fehlgriff. Das Sterben nach Gleichheit sollte nicht nach einer der Gruppen benannt werden aber das ist semantik

Soweit es mich betrifft ist Gleichberechtigung alles in allem eine wunderbare Sache.

Probleme die manche damit haben mögen
1a) Das Patriachat war Jahrtausende lang die dominate Gesellschaftsform weltweit... glaubst du wirklich dass das Zufall war? Oder hat es den entsprechenden Gesellschaften doch irendwie Vorteile verschafft die es ihnen erlaubt hat nicht patriale Gesellschaften zu verdrängen?

Wie gesagt ich denke dass hier und jetzt die Vorteile einer Gleichberechtigten Gesellschaft überwiegen...
Indes mancher mag annehmen, dass die Konsequenz des feminismus sein wird dass wir von einer anderen patrichalen Gesellschaft überrannt werden...

1b) Wie gesagt das Patrichat ist Jahrtausende alt. In vielerlei Hinsicht war es fürchterlich. Aber wir kennen die Probleme die es bringt. Mit den Problemen die Gleichberechtigung mit sich bringt dagegen sind wir weniger vetraut. Müssen erst noch effektive Lösungen finden.
Mancher mag diese Probleme deshalb überschätzen.
Andere mögen bei dem bleiben wollen was sie kennen einfach weil sie es gewohnt sind. Insbesondere liebgewordene Vorrechte mag macher nicht abtreten wollen

Offensichtlich gäbe es hier noch eine Menge zu sagen
Insbesondere da Gleichberechtigung ja das berechtigte Anliegen ist.
Ich kann aber nicht unbegrenzt ins Detail gehen.

zu 2) Manche können meinen das wäre das gleiche wie 1).
Indes es ist durchaus möglich das Frauen insgesamt oder in gesellschaftlichen Teilbereichen Vorrechte geniessen.
Und in den Fällen ist streben nach Gleichberechtigung und Kampf für Frauenrechte leider genau entgegengesetzt.
Denk bitte daran dass die Gesellschaft viel schichtig ist.
Es mag sein dass während frauen in einem Gesellschafts bereich effektiv unterdrück werden sie in einem anderen dominat sind..

Ich hoffe mal ich muss nicht erklären warum Vorrechte für Frauen auch nicht wirklich besser sind als Vorrechte für Männer.

zu 3) Man begegnet immer wieder Feministinnen die an Gleichheit der Geschlechter glauben als wäre es eine Religion.
Wenn Zb in einem Gesellchaftsbereich Frauen unterrepräsentiert sind schliessen sie ganz gerne daraus dass Frauen dort unterdrückt werden...
Weil es ja absolut unmöglich sein kann dass sich Frauen zB durchschnittlich weniger für Physik interessieren...
Gleichberechtigung reicht ihnen dann nicht aus.
Es ist auch nicht nötig zu sagen wodurch die Unterdrückung genau erfolgt.
Der Umstand der Ungleichheit ist beweis genug für Unterdrückung. Im allgemeinen werden dann Vorrechte für Frauen gefordert die die Ungleichheit ausgleichen sollen

Verstehe auch bitte dass es für den Physiker herzlich egal ist ob nun frauen sich biologisch nicht dafür interessieren. Oder ob die nur in der Schule so indoktriniert werden.
Wenn nur 10% der Studenten die in der Uni aufschlagen Frauen sind...Ist der Zug der Gleichheit bereits abgefahren
Und Gleichberechtigung der Studenten ist das beste was man noch tun kann...

Diese Gruppe geht vielen auf die Nerven. Weil zum einen das Ende vom Lied immer neue Vorrechte sind.
Und zum anderen sie gerne mit Anschuldigungen um sich werfen die oft jeder Grundlage entbehren.

4) Diese Feministinnen haben 3 zuende gedacht.
Die religöse Überzeugung das es unmöglich irgendein Gebiet geben kann in dem Männer durchschnittlich begabter oder interessierter wären als Frauen.
(Und wenn es doch so aussieht dann ist es nur ein Zeichen das Frauen in dem Gebiet unterdrückt werden)
Zusammen mit der offensichtlichen Erkenntnis dass die meisten Vergewaltigungen und Gewaltverbrechen von Männern begangen werden führen zu der logischen Schlussfolgerung:
Frauen sind die besseren Menschen.
Männer nur eine Minderwertige Ausgabe.

Von dem Punkt ausgehend gibt es alle möglichen mehr oder weniger extremen Schlussfolgerungen was denn nun zu tun ist

Aber der Schaden ist bereits angerichtet.
Wenn du einem Menschen sagst er ist minderwertig wird er dich nachher nicht mehr wirklich mögen.
Keine Gruppe schafft dem Feminismus also so viele Feinde wie diese.

Dazu kommt der Effekt der disproportionalen Wahrnehmung.
1000 Männer an denen eine Frau friedlich vorbei geht brennen sich ihr nicht so ins gedächnis wie der eine der nach ihrem Busen grapscht und 1000 Feministinnen die sich friedlich für gleichberechtigung einsetzen brennen sich einem nicht so ins Gedächnis wie die eine die fordert in Zukunft alle Männlichen kinder abzutreiben...



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21. August 2015 um 7:27
In Antwort auf raidon

Also zum Feminismus...
Als erstes sollte man sich bewusst sein dass verschiedene Leute unter dem Oberbegriff Femisimus verschiedene Ziele verfolgen. Je nachdem was damit gemeint ist haben Leute mehr oder weniger berechtigte Gründe dagegen.

Je nachdem wen man fragt steht Feminismus für:
1) Das Streben nach Gleichberechtigung
2) Das Eintreten für Frauenrechte
3) Die Gleichheit der Geschlechter
4) Die Überlegenheit der Frau

Zu 1) Wenn es das sein soll dann ist die Wahl des Wortes Feminismus ein Fehlgriff. Das Sterben nach Gleichheit sollte nicht nach einer der Gruppen benannt werden aber das ist semantik

Soweit es mich betrifft ist Gleichberechtigung alles in allem eine wunderbare Sache.

Probleme die manche damit haben mögen
1a) Das Patriachat war Jahrtausende lang die dominate Gesellschaftsform weltweit... glaubst du wirklich dass das Zufall war? Oder hat es den entsprechenden Gesellschaften doch irendwie Vorteile verschafft die es ihnen erlaubt hat nicht patriale Gesellschaften zu verdrängen?

Wie gesagt ich denke dass hier und jetzt die Vorteile einer Gleichberechtigten Gesellschaft überwiegen...
Indes mancher mag annehmen, dass die Konsequenz des feminismus sein wird dass wir von einer anderen patrichalen Gesellschaft überrannt werden...

1b) Wie gesagt das Patrichat ist Jahrtausende alt. In vielerlei Hinsicht war es fürchterlich. Aber wir kennen die Probleme die es bringt. Mit den Problemen die Gleichberechtigung mit sich bringt dagegen sind wir weniger vetraut. Müssen erst noch effektive Lösungen finden.
Mancher mag diese Probleme deshalb überschätzen.
Andere mögen bei dem bleiben wollen was sie kennen einfach weil sie es gewohnt sind. Insbesondere liebgewordene Vorrechte mag macher nicht abtreten wollen

Offensichtlich gäbe es hier noch eine Menge zu sagen
Insbesondere da Gleichberechtigung ja das berechtigte Anliegen ist.
Ich kann aber nicht unbegrenzt ins Detail gehen.

zu 2) Manche können meinen das wäre das gleiche wie 1).
Indes es ist durchaus möglich das Frauen insgesamt oder in gesellschaftlichen Teilbereichen Vorrechte geniessen.
Und in den Fällen ist streben nach Gleichberechtigung und Kampf für Frauenrechte leider genau entgegengesetzt.
Denk bitte daran dass die Gesellschaft viel schichtig ist.
Es mag sein dass während frauen in einem Gesellschafts bereich effektiv unterdrück werden sie in einem anderen dominat sind..

Ich hoffe mal ich muss nicht erklären warum Vorrechte für Frauen auch nicht wirklich besser sind als Vorrechte für Männer.

zu 3) Man begegnet immer wieder Feministinnen die an Gleichheit der Geschlechter glauben als wäre es eine Religion.
Wenn Zb in einem Gesellchaftsbereich Frauen unterrepräsentiert sind schliessen sie ganz gerne daraus dass Frauen dort unterdrückt werden...
Weil es ja absolut unmöglich sein kann dass sich Frauen zB durchschnittlich weniger für Physik interessieren...
Gleichberechtigung reicht ihnen dann nicht aus.
Es ist auch nicht nötig zu sagen wodurch die Unterdrückung genau erfolgt.
Der Umstand der Ungleichheit ist beweis genug für Unterdrückung. Im allgemeinen werden dann Vorrechte für Frauen gefordert die die Ungleichheit ausgleichen sollen

Verstehe auch bitte dass es für den Physiker herzlich egal ist ob nun frauen sich biologisch nicht dafür interessieren. Oder ob die nur in der Schule so indoktriniert werden.
Wenn nur 10% der Studenten die in der Uni aufschlagen Frauen sind...Ist der Zug der Gleichheit bereits abgefahren
Und Gleichberechtigung der Studenten ist das beste was man noch tun kann...

Diese Gruppe geht vielen auf die Nerven. Weil zum einen das Ende vom Lied immer neue Vorrechte sind.
Und zum anderen sie gerne mit Anschuldigungen um sich werfen die oft jeder Grundlage entbehren.

4) Diese Feministinnen haben 3 zuende gedacht.
Die religöse Überzeugung das es unmöglich irgendein Gebiet geben kann in dem Männer durchschnittlich begabter oder interessierter wären als Frauen.
(Und wenn es doch so aussieht dann ist es nur ein Zeichen das Frauen in dem Gebiet unterdrückt werden)
Zusammen mit der offensichtlichen Erkenntnis dass die meisten Vergewaltigungen und Gewaltverbrechen von Männern begangen werden führen zu der logischen Schlussfolgerung:
Frauen sind die besseren Menschen.
Männer nur eine Minderwertige Ausgabe.

Von dem Punkt ausgehend gibt es alle möglichen mehr oder weniger extremen Schlussfolgerungen was denn nun zu tun ist

Aber der Schaden ist bereits angerichtet.
Wenn du einem Menschen sagst er ist minderwertig wird er dich nachher nicht mehr wirklich mögen.
Keine Gruppe schafft dem Feminismus also so viele Feinde wie diese.

Dazu kommt der Effekt der disproportionalen Wahrnehmung.
1000 Männer an denen eine Frau friedlich vorbei geht brennen sich ihr nicht so ins gedächnis wie der eine der nach ihrem Busen grapscht und 1000 Feministinnen die sich friedlich für gleichberechtigung einsetzen brennen sich einem nicht so ins Gedächnis wie die eine die fordert in Zukunft alle Männlichen kinder abzutreiben...



Ein schöner und längerer Kommentar dazu
und um bei Deiner Auflistung mal zu bleiben, dann ist 1) ein politisch (gesellschaftlich usw...) erwünschtes Entwickelungziel und -Auftrag aus patriarchalisch geprägten Mustern auszubrechen indem die Gruppe 4) unterstützt wird um das Ziel 1) zu erreichen, weil eine nicht erwünschter Unterschied immer durch einen als Ziel ebenfalls nicht erwünschten Zustand ausgeglichen wird, das bestimmt im wesentlichen den Lauf der Geschichte, auch bei diesen Thema. Die Idee des "politischen Pendels" ist dieser Ansicht entlehnt und inzwischen ist dies auch offizielle Ansicht in den Ansichten unserer (zuständigen) Ministerien in Bund und Ländern.
Ob dies als Ideologische auslegung auch des Verfassungauftrages zue Gleichberechtigung angesehen werden kann finde ich ansichtssache. Aber wer kritisiert sollte ein gutes Gegenargument haben.

Zu der von Dir erwähnten Wissenschaft ( die angeblich in der Anzahl so wenig Frauen beschäftigt ):
Keine Wissenschaft wie ausgerechnet diese hat - zumindest im 20. Jahrhundert- durch Ihre Ergebnisse und deren Auswirkungen die Gruppen 3) und 4) in Ihren Auffassungen bestätigt, in den Auswirkungen so deutlich wie nie zuvor, aber in den Zusammenhängen leider von den wenigsten verstanden, da hinter vielen Zahlen und Rechnungen verborgen, die ( vielleicht gewollt ) von den verständigen Männern so vermittelt werden, das die meisten von uns Frauen sich bald genervt abwenden... und so die Anschein entsteht, das alles liege uns irgendwie nicht so...

Silvy

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21. August 2015 um 13:45
In Antwort auf silvygoldengirl

Ein schöner und längerer Kommentar dazu
und um bei Deiner Auflistung mal zu bleiben, dann ist 1) ein politisch (gesellschaftlich usw...) erwünschtes Entwickelungziel und -Auftrag aus patriarchalisch geprägten Mustern auszubrechen indem die Gruppe 4) unterstützt wird um das Ziel 1) zu erreichen, weil eine nicht erwünschter Unterschied immer durch einen als Ziel ebenfalls nicht erwünschten Zustand ausgeglichen wird, das bestimmt im wesentlichen den Lauf der Geschichte, auch bei diesen Thema. Die Idee des "politischen Pendels" ist dieser Ansicht entlehnt und inzwischen ist dies auch offizielle Ansicht in den Ansichten unserer (zuständigen) Ministerien in Bund und Ländern.
Ob dies als Ideologische auslegung auch des Verfassungauftrages zue Gleichberechtigung angesehen werden kann finde ich ansichtssache. Aber wer kritisiert sollte ein gutes Gegenargument haben.

Zu der von Dir erwähnten Wissenschaft ( die angeblich in der Anzahl so wenig Frauen beschäftigt ):
Keine Wissenschaft wie ausgerechnet diese hat - zumindest im 20. Jahrhundert- durch Ihre Ergebnisse und deren Auswirkungen die Gruppen 3) und 4) in Ihren Auffassungen bestätigt, in den Auswirkungen so deutlich wie nie zuvor, aber in den Zusammenhängen leider von den wenigsten verstanden, da hinter vielen Zahlen und Rechnungen verborgen, die ( vielleicht gewollt ) von den verständigen Männern so vermittelt werden, das die meisten von uns Frauen sich bald genervt abwenden... und so die Anschein entsteht, das alles liege uns irgendwie nicht so...

Silvy

Also dann...
"indem die Gruppe 4) unterstützt wird um das Ziel 1) zu erreichen, "

Wie ich schon sagte wenn man sich Menschen erzählt sie seien minderwertig dann sollte man sich nicht wundern wenn sie einen anschliessend nicht mehr mögen...
Und wenn man sich mit Menschen die das tun zusammenschliesst sollte man sich nicht wundern wenn sich Widerstand bildet.

Davon abgesehen natürlich ist es verlockend sich mit Leuten zusammenzuschliessen die erst mal in die gleiche Richtung wollen wie man selber.
Man mag sich aber fragen ob manche Verbündete einen nicht mehr kosten als sie bringen..


"Keine Wissenschaft wie ausgerechnet diese hat - zumindest im 20. Jahrhundert- durch Ihre Ergebnisse und deren Auswirkungen die Gruppen 3) und 4) in Ihren Auffassungen bestätigt"

Die Physik macht keine Studien zur Geschlechtergleichheit oder Ungleichheit. Sollten sich die Gruppen 3 und 4 also durch ihre Ergebnisse in irgendwas bestätigt fühlen dann ist das mutmasslich eine Fehlinterpretation ihrerseits.

Was die Auswirkungen angeht... In dem Punkt hast du Recht aber möglicherweise anders als du es denkst.
Der offensichtlichste Vorteil den Männer gegen Frauen haben ist höhere Körperkraft,
Wenn also schwere körperliche Arbeit immernoch ein essentieller Bestandteil des Lebens wäre käme keine noch so idiotische Frau auf diese Idee.
Aber heutzutage haben wir schwere körperliche Arbeit durch Maschinen ersetzt.. und das ist auch eine Auswirkung der Physik.

Es geht hier aber nicht nur um die Wahrnehmung von ein paar Feministinnen sondern um konkrete Realität.
Solange Arbeitsleistung durch Körperkraft bestimmt wurde WAR die Arbeitskraft der Frauen weniger wert als die der Männer. Jetzt ist sie es nicht mehr...
Offensichtlich ist es wesentlich leichter Gleichberechtigung zu erreichen wenn man auch genausoviel zur Gesellschaft beizutragen hat.

Eine technologie feindliche Feministin ist wie ein wasserscheuer fisch...


"Zusammenhängen leider von den wenigsten verstanden, da hinter vielen Zahlen und Rechnungen verborgen, die ( vielleicht gewollt ) von den verständigen Männern so vermittelt werden, das die meisten von uns Frauen sich bald genervt abwenden... "

Ähm die Zusammenhänge werden in Formel ausgedrückt weil man sie so präsiser und klarer formulieren kann, nicht um sie zu verstecken.
Wenn du annimmst dass Mathematik speziell auf Frauen abschreckend wirkt dann hättest du allerdings Gruppe 3 schon widerlegt.
(stimmt aber nicht, Du magst eine Mathematikphobie haben aber die wird bei leibe nicht von allen Frauen geteilt dafür aber von vielen Männern, unter den Mathematikstudenten ist der Frauenanteil fast 50%...)

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22. August 2015 um 5:13
In Antwort auf raidon

Also dann...
"indem die Gruppe 4) unterstützt wird um das Ziel 1) zu erreichen, "

Wie ich schon sagte wenn man sich Menschen erzählt sie seien minderwertig dann sollte man sich nicht wundern wenn sie einen anschliessend nicht mehr mögen...
Und wenn man sich mit Menschen die das tun zusammenschliesst sollte man sich nicht wundern wenn sich Widerstand bildet.

Davon abgesehen natürlich ist es verlockend sich mit Leuten zusammenzuschliessen die erst mal in die gleiche Richtung wollen wie man selber.
Man mag sich aber fragen ob manche Verbündete einen nicht mehr kosten als sie bringen..


"Keine Wissenschaft wie ausgerechnet diese hat - zumindest im 20. Jahrhundert- durch Ihre Ergebnisse und deren Auswirkungen die Gruppen 3) und 4) in Ihren Auffassungen bestätigt"

Die Physik macht keine Studien zur Geschlechtergleichheit oder Ungleichheit. Sollten sich die Gruppen 3 und 4 also durch ihre Ergebnisse in irgendwas bestätigt fühlen dann ist das mutmasslich eine Fehlinterpretation ihrerseits.

Was die Auswirkungen angeht... In dem Punkt hast du Recht aber möglicherweise anders als du es denkst.
Der offensichtlichste Vorteil den Männer gegen Frauen haben ist höhere Körperkraft,
Wenn also schwere körperliche Arbeit immernoch ein essentieller Bestandteil des Lebens wäre käme keine noch so idiotische Frau auf diese Idee.
Aber heutzutage haben wir schwere körperliche Arbeit durch Maschinen ersetzt.. und das ist auch eine Auswirkung der Physik.

Es geht hier aber nicht nur um die Wahrnehmung von ein paar Feministinnen sondern um konkrete Realität.
Solange Arbeitsleistung durch Körperkraft bestimmt wurde WAR die Arbeitskraft der Frauen weniger wert als die der Männer. Jetzt ist sie es nicht mehr...
Offensichtlich ist es wesentlich leichter Gleichberechtigung zu erreichen wenn man auch genausoviel zur Gesellschaft beizutragen hat.

Eine technologie feindliche Feministin ist wie ein wasserscheuer fisch...


"Zusammenhängen leider von den wenigsten verstanden, da hinter vielen Zahlen und Rechnungen verborgen, die ( vielleicht gewollt ) von den verständigen Männern so vermittelt werden, das die meisten von uns Frauen sich bald genervt abwenden... "

Ähm die Zusammenhänge werden in Formel ausgedrückt weil man sie so präsiser und klarer formulieren kann, nicht um sie zu verstecken.
Wenn du annimmst dass Mathematik speziell auf Frauen abschreckend wirkt dann hättest du allerdings Gruppe 3 schon widerlegt.
(stimmt aber nicht, Du magst eine Mathematikphobie haben aber die wird bei leibe nicht von allen Frauen geteilt dafür aber von vielen Männern, unter den Mathematikstudenten ist der Frauenanteil fast 50%...)

Deine Einwände stimmen nur teilweise, sind aber interessant...
Denn Du schreibst ja:

"Davon abgesehen natürlich ist es verlockend sich mit Leuten zusammenzuschliessen die erst mal in die gleiche Richtung wollen wie man selber.
Man mag sich aber fragen ob manche Verbündete einen nicht mehr kosten als sie bringen.."

Das finde ich ist eine reife, ja, weise Erkenntnis im Zeitalter der Massenorganisationen, wo erstmal nur wahgenommen wird ist, wer als Individuum einer Herde, Kollektiv o.ä. angehören muss um Entwickelungsfähig zu sein....

Die von mir wiedergegebene Haltung ist beispielsweise die ganz offene Haltung der SPD, z.B. die Juso's sagen Dir das auch auf Nachfrage ganz offen, besonders dann, wenn Du ihre Gleichberechtigungsdoktrin kritisierst.
Bei der CDU gibt es inzwischen ähnliche Strömungen, die aber nicht offen ausformuliert sind oder geäußert werden.

Bedenke immer :
Es gibt eine wahre Wirklichkeit und eine wirkliche Wahrheit, also einen mindestens zweigeteilten Bezugspunkt für unsere Argumentationen. Letztere ist dabei nicht immer offensichtlich, sondern Änderungen der ersteren sind aber meistens durch letztere motiviert.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang Deine (sehr treffende) Bemerkung:
"Und wenn man sich mit Menschen die das tun zusammenschliesst sollte man sich nicht wundern wenn sich Widerstand bildet."
Das erklärt und sagt einiges vorher, was in den letzten 15 Jahren seit 2001 in unserer Republik spürbar wird und mit unbehagen erfüllt - beispielsweise die Politikverdrossenheit und die vielen Nichtwähler und der Stimmenverlust der erwähnten Volksparteien aber vor allem auch die verdeckte Aufrüstung der Staatsgewalt nach innen und das schon seit vielen Jahren.

Du schreibst weiterhin:
"Die Physik macht keine Studien zur Geschlechtergleichheit oder Ungleichheit."

Völlig richtig, aber das habe weder ich noch sonst irgend jemand behauptet.

Du schreibst ausserdem:
"Sollten sich die Gruppen 3 und 4 also durch ihre Ergebnisse in irgendwas bestätigt fühlen dann ist das mutmasslich eine Fehlinterpretation ihrerseits"

Was eine Fehlinterpretation ist, das können wir in diesem Zusammenhang, was ich darüber hier schrieb gar nicht treffend einschätzen, die von mir grob wiedergegebene Meinung ist nicht Bestandteil allgemeinen Kulturgutes, also nicht so bekannt.
Interessant sind die Bemerkungen, die Du vor allem nachfolgend machst und in denen ich Dir hunderprozentig zustimme ( auch das wird so sehr selten geäußert ! ):

"Eine technologie feindliche Feministin ist wie ein wasserscheuer fisch..."

und weiter:
"Der offensichtlichste Vorteil den Männer gegen Frauen haben ist höhere Körperkraft,
Wenn also schwere körperliche Arbeit immernoch ein essentieller Bestandteil des Lebens wäre käme keine noch so idiotische Frau auf diese Idee.
Aber heutzutage haben wir schwere körperliche Arbeit durch Maschinen ersetzt.. und das ist auch eine Auswirkung der Physik."

und:

"Es geht hier aber nicht nur um die Wahrnehmung von ein paar Feministinnen sondern um konkrete Realität.
Solange Arbeitsleistung durch Körperkraft bestimmt wurde WAR die Arbeitskraft der Frauen weniger wert als die der Männer. Jetzt ist sie es nicht mehr..."

Ja, Du hast recht, aber was Du beschreibst ist die Auswirkung der sog. klassichen Physik. (Mechanik/Elektrizität)
Das steht auch gar nicht in Frage, sondern wird - wie ich ja schrieb - im 20.Jahrhundert in einer Art und Weise ausgebaut, die nicht nur historisch ohne Beispiel ist sondern die vor allem auch der ontologischen Existenzbereichtigung einer Vorreiterrolle von weiblichen Daseins- und Ausdruckformen und bei der Erzeugung dessen, was wir konkrete Realität nennen eine fast absolute (=alles auflösende) Gültigkeit verschafft.
Und die Erklärung, ob und wie die kokrete Realität erzeugt wird ist durchaus Gegenstand der Physik.

Laut der von mir wiedergegebenen Auffassung ist das durch die sog. Quantentheorien (Quantenmechanik/Quantenoptik) der Fall, hier tendiert die "konkrete Realität" nur so stark dazu real zu sein wie es eine Schlangenlinie (die Wellenfunktion, die mathematisch durch eine Wellengleichung beschrieben wird ) bzw. das Quadrat ihrer Bewegung zuläßt, dadurch fallen z.B. die Kommunikation und die leere Form (z.B. bewegte Geometrie usw.) mit der Realität zusammen.
Die Überzeugung dass der Ton und der Sound die konkrete Realität generiert = erzeugt gewinnt so schonmal einen konkreten, nachvollziehbaren Aspekt.

Diese Theorie mit der Wellenfunktion, deren klassisches Abbild in unser aller Alltag der Ton / der Sound ist hat fundamentale Unterschiede zur klassischen Physik.

In der klassischen Physik gibt es sog. "First Principles" -> vom Menschen erkannte unverselle Gesetze wie aus denen die Wellenbewegungen in der Natur abgeleitet werden können, d.h. die Realität ( auch dieser Wellenbewegungen ) beruht auf meßbaren, objektivierbaren und somit von Beobachter abstrahierbaren Größen, die in den "First Principles" auftauchen.
In der Quantenmechanik vollzieht sich eine komplette Änderung dieses Bildes, denn hier werden die Wellenfunktionen und ihre Geometrie vorausgesetzt ( die in der klassischen Physik aus den "First Principles" geschlussfolgert werden ) und noch einen weiteren Unterschied zur klassischen Physik aufweisen:

Die Wellenfunktion ist grundsätzlich nicht meßbar, d.h. keine "Observable" (the Observer=der Beobachter).

Des weiteren erzeugt eine Wellenfunktion eine umso stärkere Tendenz zur Bildung einer Realität, je schneller sie schwingt - das ist in der klassischen Physik ganz anders.

Das hat vieles erklärt und beschreibt z.B. die zuvor von kollelktiven Bewußtsein nie erlebten Möglichkeiten, die mit dem Begriff "Atom" im Zusammehang stehen.
Es gibt weitere viele Beispiele dafür.

Ein Spiegelbild für die Überlegenheit einer schnell oszillierenden Wellenfunktion in der Erzeugung von Realität ist die menschliche Stimme und die von Ihr erzeugten Schallwellen.
Höhere, weibliche Stimmen werden in einem unisono im Gesamtklangbild fast ausschließlich von einem Zuhörer/in wahrgenommen und die vertretenden männlichen Stimmen müssen - damit ihre Konstruktion (akustischer) Realität überhaupt vom Zuhörer/in wahrgenommen wird - darauf bestehen, das die Frauen schweigen - da hast Du über 5000 Jahre Patriarchat treffend erklärt.

Ein schönes Beispiel dafür ist G.F.Händels Chor "Und er traute Gott", ... da kannst Du diesen Effekt hören.

Die größte Konzentration von Nervenendungen hat der menschliche Organismus in seinem Innenohr - die Evolution will also dass Menschen darauf am intensivsten achten: Die klassischen Abbilder der (nicht messbaren) Wellenfunktionen in Form von akustischen Wellen.
Es ist nicht verständlich, wozu sich der Gehörsinn des Menschen so fein entwickelt hat.
In der Quantenoptik ist das der lichtelektrische Effekt, bei dem blaues (kurzwelliges) Licht größere Auswirkungen zeigt als langwelliges, rotes Licht. Das war bis um 1900 völlig unklar.
Merkwürdig finde ich das allemal.
Die Gruppe von Physikern die dies erarbeitet hat ist weitgehend unbekannt und Pioniere der Quantenoptik und wird leider ( vielleicht auch zum Glück ) von den besagten Gruppen 3) und 4) nicht gelesen und verstanden.

In einem der Bücher dazu steht unmißverständlich zu lesen, dass die Natur als ganzes ein weibliches Wesen ist.

Ich gebe hier nur wieder und schildere die Zusammhänge, die ich verstanden habe und die mir ganz persönlich einleuchten.
Diese Haltung nimmt zudem immer wieder auf den Musiker und Jazzautor J.E. Behrendt und sein Buch "Das dritte Ohr" bezug, inder bereits die Grundlage für diese Betrachtungen gelegt wurden.

Zu guter letzt:
Mit der Mathematik hast Du natürlich recht, besonders vor dem hier beschriebenen Hintergrund.
Nur 40% der Mathematikstudenten sind im Durchschnitt männlich... leider beschäftigen sich viele Vertreterinnen des Femininmus nicht mit Mathematik im Zusammenhang ihrer politischen Arbeit.

Es ist spannend zu lesen, wie Du darüber denkst - selten in dieser Offenheit... weiterdenken wird spannend...

Silvy







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24. August 2015 um 17:20

Komplikationen
... entstehen beim Überblick über alles natürliche dann, wenn vor Unterscheidung die Gemeinsamkeiten aus dem Blickfeld geraten... und in den Richtungen ( die zudem nicht abschließend in der Aufzählung sind ) die Du ja erwähnst gibt es eben den gemeinsamen Nenner - und das haben die oben von mir beschriebenen Vertreter besagter ( und im Alltag in diesem Zusammenhang nicht wahrgenommenen ) Wissenschaft sehr gut mit dieser Annahme hinbekommen.
Ich will gar nicht ausschließen dass es auch anders geht.

Wer sich - wie Du ganz sicher auch - in der Art wissenschaftlich zu argumentieren auskennt und aufmerksam zuhört, stellt sehr schnell fest, dass es in vielen Wissengebieten gemeinsamkeiten gibt, die - wie ich es immer nenne - mit Unterschieden bereichert sind.
Aber : Die Unterschiede wären nicht ohne die Gemeinsamkeiten, sie sind gar nicht erkennbar ohne diese und daher für diese notwendig, für das Verständnis aber nicht ausreichend.
Kurzum : Die gemeinsamen Zusammenhänge werden nicht gesehen oder gehört, obwohl diese für die Bildung des "Wir" - Erscheinung voraussetzung sind.
Das ist eine Stärke die z.B. vielen Geisteswissenschaftlichen Richtungen fehlt, der Marxismus eingeschlossen.

Lustig ist das Beispiel mit den Betriebssystemen unserer Arbeits- und Kommunikationsgeräte hier, ich weiss wer auf Linux schwört und sich gerne alles selber schreibt, das macht unabhängig.
Die enorme Stärke von Windows ist leider auch, dass es überall verfügbar ist, es sei denn Du produzierst (Emulierst) L in W, ja das geht... und es läuft deutlich langsamer....

Der "Genderkonservativismus" ( so nennst Du es ja ) beschreibt allgemein den Raum zwischen den Geschlechtern, ob die Vertreter(Innen) das wissen lasse ich mal dahingestellt, jedenfalls ist ja das mit einer Art "sozialem Geschlecht" gemeint.
Ich bin gespannt was unsere Physiker dazu meinen, denn die sind wie "Schulkinder der Realität", die schon einige Kapitel weiter sind als wir - weil sie in Gemeinsamkeiten der Vielfalt denken und verstehen wollen wie die Vielfalt entsteht und nicht fortwährend die Kraftzentren aus den Zwischenräumen ausklammern wollen, wie es die Metaphysiker es ständig machen, indem sie auf Metaebenen sich beziehen.

Oder?

Silvy

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13. November 2015 um 16:45

Zusammenhalt soll nicht Spalten
Gibt es masukulinismus? Nein!
Wäre ja komisch.
Genauso komisch find ich feminismus.
Die meißten Männer sehen sich nicht besser als Frauen!
Doch Frauen erliegen oft Neid und machen sich runter.
Was es benötig ist zusammenhalt von Männern und Frauen -
nicht Frauen und Frauen und Männer und Männer - das Spaltet. Alles nur eine Falle des Verstandes. Zusammenhalt
für jeden - dafür braucht man keinen Namen -außer Zusammenhalt!

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27. Dezember 2015 um 15:34

Gemeinschaft als Einheit des verschiedenen...
..." Bunt wie ein Harlekinskleid,
ist mein grauer Alltagsmantel..." (Reinhard Mey)

Vor dem Hintergrund der Farbenlehre eine interessante Idee,
die Gemeinschaft als Einheut des Verschiedenen darstellt...

Grüße,

Silvy

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11. Mai 2016 um 19:44

Feminismus
Feminismus bedeutet totale Gleichheit zwischen den Geschlechtern.
Das heißt politische, wirtschaftliche und soziale Gleichheit.
Ich denke, dieses Anti-feministische Getue kommt vor allem von diesen Menschen(sowohl Männer als auch Frauen), die sich einfach nicht von ihren verdammten, veralteten Rollenklischees trennen können...

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4. September 2017 um 21:30

ich hab keine lust was neues zu eröffnen daher schreib ich mal hier rein!

feminismus bedeutet für mich autark zu sein.

aber ich habe das gefühl das viele frauen noch viel zu bequem sind..
und wollen das der mann alles macht und tut.
kein wunder also das männer denken das sie die welt beherrschen 

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10. September 2017 um 3:00
In Antwort auf mimshe

Feminismus
Feminismus bedeutet totale Gleichheit zwischen den Geschlechtern.
Das heißt politische, wirtschaftliche und soziale Gleichheit.
Ich denke, dieses Anti-feministische Getue kommt vor allem von diesen Menschen(sowohl Männer als auch Frauen), die sich einfach nicht von ihren verdammten, veralteten Rollenklischees trennen können...

Nein, das bedeutet es eben leider nicht.
Das sagt schon das Wort "Feminismus" aus.
Mittlerweile hat sich Flächendeckend ( allerdings hinter verschlossenen Türen ) durchgesetzt, dass die Bevorzugung eines Geschlechtes zur Aufhebung von Benachteiligungen erforderlich ist. Damit ist die Gleichbehandlung im Alltag De facto nicht (mehr) gegeben, sondern auch nicht mehr gewollt.

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