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Familie sagt ich bin zu fett...

10. Juni 2018 um 21:37

...hallo ihr Lieben, ich bin am verzweifeln!

Bislang habe ich immer nur zufällig durch´s googlen Beiträge hier entdeckt und die Community - ohne Teil davon zu sein - schätzen gelernt. Ich wende mich also mit einem Hilferuf an euch weil ich langsam echt nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht...

Seit ich mich erinnern kann, hatte ich Probleme mit meinem Gewicht. Ich hatte generell eine ziemlich schwere Kindheit (keinen Vater, Oma war Mutterersatz, war kaum Zuhause, Mobbing in Kindergarten und Schule etc.). Auch wenn ich jetzt alte Bilder anschaue und denke "mein Gewicht war völlig in Ordnung, ich war sogar schlank!" war das ganze Gewichtsthema in meiner Kindheit und Jugend der reinste Horror. Ständig fühlte ich mich als wären die Klamotten, die bei anderen wirklich hübsch waren, einfach nur ganz katastrophal an mir selber. Dazu kommt dann noch, dass ich seit meinem 13ten Lebensjahr überdurchschnittlich große Brüste bekommen habe, die eigentlich proportional nie zu dem Rest meines Körpers gepasst haben. Schon immer hatte ich Probleme mit Kleidern und Klamotten, was oben passt ist unten viel zu breit und anders herum.

Mit 16 begann ich dann ein wenig klar zu kommen. Zwar blieb das Problem mit den Brüsten aber durch T-shirts die sich extrem stretchen gelassen haben, sitzte es nun endlich sowohl an den großen Brüsten als auch an dem flachen Bauch. Aus meiner Familie hat sonst niemand so große Brüste weshalb ich mir also nicht nur von irgendwelchen auf der Straße dahergelaufenen Männern -sondern auch Zuhause anhören durfte "Boah, sind die groß! Die sind doch viel zu groß. Wie kannst du mit den Dingern gerade laufen? Kannst du auch auf deinem Bauch schlafen?". Das alles war eine riesen Belastung.

Dann ging der Stress mit der weiterführenden Schule los und ohne es wirklich zu merken, begann ich ein paar Kilos zuzunehmen. Jetzt kamen vermehrt doofe Kommentare von meiner Familie alla "du hast ja voll die Rettungsringe bekommen! Du solltest etwas für deine Figur tun!" Ich war so am Boden zerstört, dass ich begann mich ungesung zu ernähren im Sinne von einer Gurke am Tag in Kombination von unmengen an Sport. Die Folge hierauf war eine geringe Gewichtsabnahme und eine Reihe von Ohnmachtsanfällen. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden, mich zu lieben wie ich bin und diese dähmlichen Kommentare auszublenden.

Ich arbeite jetzt schon seit ein paar Jahren in einem Büro, durch meine doofen Arbeitszeiten (8:00 - 18:00 Uhr) esse ich dementsprechend auch immer nur sehr spät. Über die Jahre hat das spuren hinterlassen und ohne das ich es gemerkt habe, habe ich ordentlich zugenommen...da wo vorher kein Bauch war, ist jetzt einer, meine Brüste sind größer geworden und mein Gesicht ist runder...bei einer Größe von 1.74m wiege ich mittlerweile an die 90Kg. Und jetzt geht der ganze Spaß wieder richtig los. Mein Onkel erzählt mir jeden Tag wie fett ich doch bin, was für einen "fetten Arsch" ich doch habe und das ich mal so langsam ein bisschen Sport machen müsse. Diese Aussagen verletzten mich so dermaßen, dass ich unter der Dusche und abends im Bett regelmäßige Heulattacken habe. Wenn ich duschen oder baden gehe, kann ich mich selber nicht im Spiegel ansehen ohne Tränen in den Augen zu bekommen.

Vorhin habe ich mir Nudeln in einen Teller gelegt als ich den prüfenden Blick meiner Mutter auf mir gemerkt habe. Ich habe gesehen wie sie mich von unten nach oben gemustert hat mit einem nahezu angewiederten Blick (ich traue mich mittlerweile nicht einmal bei heißem Wetter Tops zu tragen, gerade habe ich mir aber nach dem duschen eins übergezogen um mir schnell mein Abendessen zu holen) als sie mir auf einmal sagt, dass sie da von einem tollen Arzt gehört hat der einem in verbindung mit einer strengen Diät Sachen spritzt mit denen man wohl super abnehmen kann und dass ich da doch mal vorbeischauen soll. Ich habe sie entsetzt angeschaut und sie gefragt ob das jetzt gerade ihr Ernst ist, daraufhin ist sie beleidigt weg gegangen.

Ich fühle mich gerade wie Abschaum. So wenig wert und so unglaublich hässlich und unwürdig - wie eine Zumutung für meine Familie...Jetzt weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Ich habe die Nudeln wieder zurückgekippt und werde heute nichts mehr essen. Ich habe Angst davor wie und wer ich bin. Es gab auch eine Zeit in der ich mir den Finger in den Hals gesteckt habe, das ist so ausgeartet, dass ich mich mitlerweile auch ohne Finger übergeben kann - dadurch aber gesundheitliche Problemme bekommen habe. Ich denke auch nicht, dass das der richtige Weg ist. Ich weiß nicht mehr weiter...es tut mir leid, ich brauche die Meinung Außenstehender...

...Danke!

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13. Juni 2018 um 19:50
In Antwort auf eloiny

...hallo ihr Lieben, ich bin am verzweifeln!

Bislang habe ich immer nur zufällig durch´s googlen Beiträge hier entdeckt und die Community - ohne Teil davon zu sein - schätzen gelernt. Ich wende mich also mit einem Hilferuf an euch weil ich langsam echt nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht...

Seit ich mich erinnern kann, hatte ich Probleme mit meinem Gewicht. Ich hatte generell eine ziemlich schwere Kindheit (keinen Vater, Oma war Mutterersatz, war kaum Zuhause, Mobbing in Kindergarten und Schule etc.). Auch wenn ich jetzt alte Bilder anschaue und denke "mein Gewicht war völlig in Ordnung, ich war sogar schlank!" war das ganze Gewichtsthema in meiner Kindheit und Jugend der reinste Horror. Ständig fühlte ich mich als wären die Klamotten, die bei anderen wirklich hübsch waren, einfach nur ganz katastrophal an mir selber. Dazu kommt dann noch, dass ich seit meinem 13ten Lebensjahr überdurchschnittlich große Brüste bekommen habe, die eigentlich proportional nie zu dem Rest meines Körpers gepasst haben. Schon immer hatte ich Probleme mit Kleidern und Klamotten, was oben passt ist unten viel zu breit und anders herum.

Mit 16 begann ich dann ein wenig klar zu kommen. Zwar blieb das Problem mit den Brüsten aber durch T-shirts die sich extrem stretchen gelassen haben, sitzte es nun endlich sowohl an den großen Brüsten als auch an dem flachen Bauch. Aus meiner Familie hat sonst niemand so große Brüste weshalb ich mir also nicht nur von irgendwelchen auf der Straße dahergelaufenen Männern -sondern auch Zuhause anhören durfte "Boah, sind die groß! Die sind doch viel zu groß. Wie kannst du mit den Dingern gerade laufen? Kannst du auch auf deinem Bauch schlafen?". Das alles war eine riesen Belastung.

Dann ging der Stress mit der weiterführenden Schule los und ohne es wirklich zu merken, begann ich ein paar Kilos zuzunehmen. Jetzt kamen vermehrt doofe Kommentare von meiner Familie alla "du hast ja voll die Rettungsringe bekommen! Du solltest etwas für deine Figur tun!" Ich war so am Boden zerstört, dass ich begann mich ungesung zu ernähren im Sinne von einer Gurke am Tag in Kombination von unmengen an Sport. Die Folge hierauf war eine geringe Gewichtsabnahme und eine Reihe von Ohnmachtsanfällen. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden, mich zu lieben wie ich bin und diese dähmlichen Kommentare auszublenden.

Ich arbeite jetzt schon seit ein paar Jahren in einem Büro, durch meine doofen Arbeitszeiten (8:00 - 18:00 Uhr) esse ich dementsprechend auch immer nur sehr spät. Über die Jahre hat das spuren hinterlassen und ohne das ich es gemerkt habe, habe ich ordentlich zugenommen...da wo vorher kein Bauch war, ist jetzt einer, meine Brüste sind größer geworden und mein Gesicht ist runder...bei einer Größe von 1.74m wiege ich mittlerweile an die 90Kg. Und jetzt geht der ganze Spaß wieder richtig los. Mein Onkel erzählt mir jeden Tag wie fett ich doch bin, was für einen "fetten Arsch" ich doch habe und das ich mal so langsam ein bisschen Sport machen müsse. Diese Aussagen verletzten mich so dermaßen, dass ich unter der Dusche und abends im Bett regelmäßige Heulattacken habe. Wenn ich duschen oder baden gehe, kann ich mich selber nicht im Spiegel ansehen ohne Tränen in den Augen zu bekommen. 

Vorhin habe ich mir Nudeln in einen Teller gelegt als ich den prüfenden Blick meiner Mutter auf mir gemerkt habe. Ich habe gesehen wie sie mich von unten nach oben gemustert hat mit einem nahezu angewiederten Blick (ich traue mich mittlerweile nicht einmal bei heißem Wetter Tops zu tragen, gerade habe ich mir aber nach dem duschen eins übergezogen um mir schnell mein Abendessen zu holen) als sie mir auf einmal sagt, dass sie da von einem tollen Arzt gehört hat der einem in verbindung mit einer strengen Diät Sachen spritzt mit denen man wohl super abnehmen kann und dass ich da doch mal vorbeischauen soll. Ich habe sie entsetzt angeschaut und sie gefragt ob das jetzt gerade ihr Ernst ist, daraufhin ist sie beleidigt weg gegangen.

Ich fühle mich gerade wie Abschaum. So wenig wert und so unglaublich hässlich und unwürdig - wie eine Zumutung für meine Familie...Jetzt weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Ich habe die Nudeln wieder zurückgekippt und werde heute nichts mehr essen. Ich habe Angst davor wie und wer ich bin. Es gab auch eine Zeit in der ich mir den Finger in den Hals gesteckt habe, das ist so ausgeartet, dass ich mich mitlerweile auch ohne Finger übergeben kann - dadurch aber gesundheitliche Problemme bekommen habe. Ich denke auch nicht, dass das der richtige Weg ist. Ich weiß nicht mehr weiter...es tut mir leid, ich brauche die Meinung Außenstehender...

...Danke!

die arbeitszeiten sind völlig normal. also gib bitte nicht den arbeitszeiten die schuld.

was mich sehr ersckreckt ist der krasse umgangston in deiner familie. wortwahl und gute ungangsformen sollten immer drin sein.

klar, du hast zuviel gewicht für deine körpergröße. das stimmt total. für den sehr großen busen knnst du nichts.

ich habe folgenden ratschlag für dich:

nimm ab. konstant. mach dich nicht fertig im fitnessstudio. man kann uch ohne sport abnehmen. das geht durchaus. verzichte auf kohlenhydrathe und verzehre viel mehr eiweiss. versuche dein essverhalten zu ändern.

was deinen busen angeht: wenn du wirklich so extrem leidest, knnst du einen chirurgen aufsuchen und dich bzgl. einer verkleinerung beraten lassen.

ich würde an deiner stelle den kontkt zu deiner familie etwas verringern. tut dir nicht gut und sprich bitte an, dass diese kommentare zukünftig zu unterlassen sind.

alles gute

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14. Juni 2018 um 12:52

Hey, du solltest dich nicht so von deiner Familie runter ziehen lassen. Wichtig ist , dass du dich in deine, Körper wohl fühlst. Wenn es dich selber stört, dann lass dich mal von deinem Hausarzt beraten, der kann dir sicherlich am besten und gesündesten weiter helfen.
Eine langfristige abnahme durch eine Ernährungsumstellung wäre am besten in Kombination mit etwas Sport. Du kannst ja in kleinen Schritten anfangen. Vielleicht findest du ja auch jemanden in deinem Freundeskreis der dich versteht und dich unterstützt, ohne beleidigent zu werden und Vorwürfe zu machen.

Wünsche dir viel Mut und Kraft für deine weitere Zukunft

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