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Er hat keine Ausbildung

6. Juli 2017 um 15:17

Hallo zusammen

Bei uns in der Firma hat ein Junge in meinem Alter(21) einen 50% Job erhalten. (Dank seinem Papa der hier Chef ist)

Da wir beide rauchen, treffen wir uns öfters in der Raucherpause. Er ist eigentlich ziemlich nett und alles, jedoch hat er keine Ausbildung und auch nicht vor, eine zu machen.

Er hat so die "ist mir alles scheissegal"-Einstellung.

Da ich eine Art Helfersyndrom habe, wollte ich ihm helfen, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden und ihm auch helfen, Bewerbungen zu schreiben und so weiter.

Aber irgendwie weiss ich nicht, wie ich ihn dazu bringen soll, meine Hilfe anzunehmen. Er denkt sehr schlecht von sich und denkt, dass er sowiso nie eine Stelle bekommen wird. Aber er ist Sympathisch und nett und toll und deshalb bin ich mir sicher, dass es Betriebe gibt, die es sehr schätzen würden, ihn einzustellen...

Wäre es zu aufdringlich, einfach für ihn mal eine Bewerbung zusammen zu stellen und die ihm diese zu geben?

 

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6. Juli 2017 um 15:25
In Antwort auf onalim420

Hallo zusammen

Bei uns in der Firma hat ein Junge in meinem Alter(21) einen 50% Job erhalten. (Dank seinem Papa der hier Chef ist)

Da wir beide rauchen, treffen wir uns öfters in der Raucherpause. Er ist eigentlich ziemlich nett und alles, jedoch hat er keine Ausbildung und auch nicht vor, eine zu machen.

Er hat so die "ist mir alles scheissegal"-Einstellung.

Da ich eine Art Helfersyndrom habe, wollte ich ihm helfen, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden und ihm auch helfen, Bewerbungen zu schreiben und so weiter.

Aber irgendwie weiss ich nicht, wie ich ihn dazu bringen soll, meine Hilfe anzunehmen. Er denkt sehr schlecht von sich und denkt, dass er sowiso nie eine Stelle bekommen wird. Aber er ist Sympathisch und nett und toll und deshalb bin ich mir sicher, dass es Betriebe gibt, die es sehr schätzen würden, ihn einzustellen...

Wäre es zu aufdringlich, einfach für ihn mal eine Bewerbung zusammen zu stellen und die ihm diese zu geben?

 

respektlos fände ich es.

Alles, was Du damit sagst ist doch "mir egal, was Du möchtest, ICH WILL ABER".

Es ist DEINE Vorstellung von der Welt und von dem, was richtig ist, nicht SEINE. Für ihn sollte aber sein eigener Wunsch zählen - und wenn der keine Ausbildung beinhaltet, solltest Du das respektieren. Du bist nicht seine Mami und er ist kein Kind mehr.

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6. Juli 2017 um 15:22

Ich möchte eben nicht zu aufdringlich wirken, aber ich sehe Potential in ihm und finde so schade, dass er es verschwendet..

ich werde ihn mal darauf ansprechen und ihm meine hilfe anbieten...

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6. Juli 2017 um 15:25
In Antwort auf onalim420

Hallo zusammen

Bei uns in der Firma hat ein Junge in meinem Alter(21) einen 50% Job erhalten. (Dank seinem Papa der hier Chef ist)

Da wir beide rauchen, treffen wir uns öfters in der Raucherpause. Er ist eigentlich ziemlich nett und alles, jedoch hat er keine Ausbildung und auch nicht vor, eine zu machen.

Er hat so die "ist mir alles scheissegal"-Einstellung.

Da ich eine Art Helfersyndrom habe, wollte ich ihm helfen, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden und ihm auch helfen, Bewerbungen zu schreiben und so weiter.

Aber irgendwie weiss ich nicht, wie ich ihn dazu bringen soll, meine Hilfe anzunehmen. Er denkt sehr schlecht von sich und denkt, dass er sowiso nie eine Stelle bekommen wird. Aber er ist Sympathisch und nett und toll und deshalb bin ich mir sicher, dass es Betriebe gibt, die es sehr schätzen würden, ihn einzustellen...

Wäre es zu aufdringlich, einfach für ihn mal eine Bewerbung zusammen zu stellen und die ihm diese zu geben?

 

respektlos fände ich es.

Alles, was Du damit sagst ist doch "mir egal, was Du möchtest, ICH WILL ABER".

Es ist DEINE Vorstellung von der Welt und von dem, was richtig ist, nicht SEINE. Für ihn sollte aber sein eigener Wunsch zählen - und wenn der keine Ausbildung beinhaltet, solltest Du das respektieren. Du bist nicht seine Mami und er ist kein Kind mehr.

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6. Juli 2017 um 15:31
In Antwort auf avarrassterne1

respektlos fände ich es.

Alles, was Du damit sagst ist doch "mir egal, was Du möchtest, ICH WILL ABER".

Es ist DEINE Vorstellung von der Welt und von dem, was richtig ist, nicht SEINE. Für ihn sollte aber sein eigener Wunsch zählen - und wenn der keine Ausbildung beinhaltet, solltest Du das respektieren. Du bist nicht seine Mami und er ist kein Kind mehr.

Ich wollte die Bewerbungen nicht verschicken, sondern einfach ein Bewerbungsschreiben schreiben, damit er sieht, dass er jemanden hat, der ihm hilft und an ihn glaubt..

er möchte scheinbar eine Ausbildung machen aber denkt, dass er zu schlecht für alles ist

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6. Juli 2017 um 15:37
In Antwort auf onalim420

Ich wollte die Bewerbungen nicht verschicken, sondern einfach ein Bewerbungsschreiben schreiben, damit er sieht, dass er jemanden hat, der ihm hilft und an ihn glaubt..

er möchte scheinbar eine Ausbildung machen aber denkt, dass er zu schlecht für alles ist

und wenn Du seine Ansicht schlicht ignorierst und es dennoch machst, also mal eben schnell für ihn entscheidest, obwohl er ausdrücklich gesagt hat, dass er das nicht möchte (ja, ich bin schon davon ausgegangen, dass Du das nicht abschickst) wird seine Selbstsicherheit dann größer? Nein wird sie nicht. Er lernt wieder, dass er nicht zählt und andere für ihn entscheiden.

Und da er da nicht "mit dem Herzen dahinter steht" sind seine Chancen auch dann nicht goldig, wenn Du die Bewerbungen schreibst.
Es ist eher so, dass ein Unternehmen vielleicht eine schicke Bewerbung erhält - denjenigen zum Vorstellungsgespräch einlädt - und dann ablehnt, weil da ein Mensch kommt, dem der Wille und der Wunsch danach fehlen, das Engagement, das "Feuer" - aus dem Super-Kandidat im Berwebungsschreiben wird dann ein "nee, lass mal!" Meinste das wird eine Erfahrung, die ihm hilft?

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6. Juli 2017 um 15:53

Du kannst schon gern sagen, dass Du nicht der Meinung bist, dass er für alles zu schlecht wäre und ihm Hilfe anbieten. Das fände ich durchaus sinnvoll.

Aber wenn er sagt, er hat nicht vor eine Ausbildung zu machen, dann ist "aber ICH denke, dass Du das gar nicht meinst und ICH habe jetzt mal beschlossen, das zu ignorieren und Dir mal was zusammenzustellen" halte ich für völlig kontraproduktiv, weil (zusätzlich zum o.g.) ihm das auch das Gefühl geben wird "das übernimmt jemand für Dich, weil Du bekommst es ja eh nicht selbst hin"
=> alle 3 Punkte tragen schwungvoll dazu bei, die Meinung von sich selbst noch weiter zu drücken.
 

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6. Juli 2017 um 16:12

noch ein Punkt, den ich wichtig finde: "ich mach das für Dich" ist da auch nichts, was ich wirklich hilfreich finde.

Wenn ich da jemandem helfen möchte (und gerade bei Bewerbungen mache ich das auch öfter) - dann mache ich folgendes:
- ich überlege mit dem gemeinsam seine Stärken und Schwächen,
- daraus folgend: welcher Job und welches Unternehmen würde zu ihm (oder ihr natürlich) passen und warum?
- dann erkläre ich, welche Tricks in Bewerbungsschreiben helfen, worauf man achten sollte
- dann lasse ich denjenigen eine Bewerbung schreiben, lese die gegen, sage, was ich noch ändern würde und warum - überlasse demjenigen aber immer die Entscheidung darüber selbst, es ist schließlich SEINE Bewerbung, die soll und muss ihn wiederspiegeln, nicht mich.
- dann unterstütze ich ihn noch in gleicher Weise bei der Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch

Wenn ich die gleich fix für ihn schrieben würde statt dessen, ginge das viel einfacher, viel schneller, er würde vielleicht auch zum Vorstellungsgespräch eingeladen - und dann? Schreibe ich die nächste halt auch? Und die übernächste? Und die in 2 Jahren? Oder lasse ihn Copy & Paste das Ding an alle Unternehmen schicken, bei denen es bestimmt nicht passen wird, weil eine gute Bewerbung immer auf ein Unternehmen und eine Stelle zugeschnitten ist? Nein, ich hätte gar nicht das Gefühl, damit jemandem geholfen zu haben.

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6. Juli 2017 um 16:31

najaaaaaaaaaaaa, in meiner Firma hat nicht mal die Hälfte der Mitarbeiter eine abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich, in dem sie arbeiten - teilweise auch gar keine Ausbildung - und das schließt den Vorstand (!) der Firma ein.
Und nein, wir haben keine Hiwi - Jobs, nein, auch gar nicht im unteren Lohnsegment.
Nein, das ist keine Ausnahme mehr - das "Amerikanische Prinzip" (in dem Falle eines, was ich selbst absolut gut finde" also "Motivation geht über Papierchen" ist auch in Deutschland zum Glück schon seit einiger Zeit angekommen.

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6. Juli 2017 um 21:48

ich bin IT'ler - kenne demnach auch viele andere IT'ler - sind eher so 2/5, die das tatsächlich gelernt haben.

Bei mir in der Firma gibt es natürlich nicht nur IT'ler. Da ist z.B. unser Support mit 5 Leuten. Einer ist ein Student, der eigentlich in Richtung Sozialwissenschaften studiert und 2 Tage die Woche bei uns etwas dazu verdient, in dem er Software testet. Einer hat Glaser (!) gelernt, was nun beim besten Willen weder mit Software noch mit Kundensupport zu tun hat, eine hatte davor immerhin in einem Kundencallcenter für Quelle (oder sowas) gearbeitet, eine hat gar keine Berufsausbildung und Nummer 5 war mal Industriekaufmann. Jetzt machen alle 5 Kundensupport für Software - und das keinesfalls schlecht. Immehin 2 von 5 sprechen passabel Englisch (wir haben internationale Kunden), eine ein bißchen Englisch, die andere gut Russisch und Nummer 5 spricht... Deutsch.
Warum haben die dennoch den Job? Weil sie sich reingehangen haben. Sie haben erst mal 2 Wochen Praktikum in der Firma gemacht und sich dabei bewiesen. Sie können sich klar ausdrücken, in wunderlichen Situationen die Contenance bewahren, haben kein Problem damit, oft und lange zu telefonieren, sind geduldig genug, den selbstverständlichsten Kram zum 100346862 mal zu erkläen, haben sich in die Software eingearbeitet (am Anfang nehmen neue Mitarbeiter bei uns z.B. an den Schulungen für unsere Kunden mit teil), sind freundlich, lernen bei der Arbeit ständig dazu ... DAS zählt.

Das gleiche könnte ich jetzt noch einmal für unsere Sales / Key Account Management Abteilung erzählen, da sieht es nicht wirklich anders aus.
Die einzige Abteilung, wo tatsächlich jede/r mal gelernt hat, was er jetzt arbeitet, ist Marketing

In meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis sind auch sehr viele, die nie das gelernt haben, was sie jetzt arbeiten. Keine Ausbildung, keine tollen Papierchen in diesem Beruf. Nada. Und die sind alle weder auf dem Bau noch in der Gastronomie und auch nicht im Lidl an der Kasse.
Kommt sicher auch auf die Branche an, bei sehr konservativen Unternehmen wie Banken sieht es vermutlich anders aus und klar, als Arzt oder Architekt wird es sicher auch nichts. Aber selbst bei großen Firmen wie BMW oder Debitel & Co. hat man afaik als Quereinsteiger gute Karten.

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6. Juli 2017 um 21:50
In Antwort auf avarrassterne1

ich bin IT'ler - kenne demnach auch viele andere IT'ler - sind eher so 2/5, die das tatsächlich gelernt haben.

Bei mir in der Firma gibt es natürlich nicht nur IT'ler. Da ist z.B. unser Support mit 5 Leuten. Einer ist ein Student, der eigentlich in Richtung Sozialwissenschaften studiert und 2 Tage die Woche bei uns etwas dazu verdient, in dem er Software testet. Einer hat Glaser (!) gelernt, was nun beim besten Willen weder mit Software noch mit Kundensupport zu tun hat, eine hatte davor immerhin in einem Kundencallcenter für Quelle (oder sowas) gearbeitet, eine hat gar keine Berufsausbildung und Nummer 5 war mal Industriekaufmann. Jetzt machen alle 5 Kundensupport für Software - und das keinesfalls schlecht. Immehin 2 von 5 sprechen passabel Englisch (wir haben internationale Kunden), eine ein bißchen Englisch, die andere gut Russisch und Nummer 5 spricht... Deutsch.
Warum haben die dennoch den Job? Weil sie sich reingehangen haben. Sie haben erst mal 2 Wochen Praktikum in der Firma gemacht und sich dabei bewiesen. Sie können sich klar ausdrücken, in wunderlichen Situationen die Contenance bewahren, haben kein Problem damit, oft und lange zu telefonieren, sind geduldig genug, den selbstverständlichsten Kram zum 100346862 mal zu erkläen, haben sich in die Software eingearbeitet (am Anfang nehmen neue Mitarbeiter bei uns z.B. an den Schulungen für unsere Kunden mit teil), sind freundlich, lernen bei der Arbeit ständig dazu ... DAS zählt.

Das gleiche könnte ich jetzt noch einmal für unsere Sales / Key Account Management Abteilung erzählen, da sieht es nicht wirklich anders aus.
Die einzige Abteilung, wo tatsächlich jede/r mal gelernt hat, was er jetzt arbeitet, ist Marketing

In meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis sind auch sehr viele, die nie das gelernt haben, was sie jetzt arbeiten. Keine Ausbildung, keine tollen Papierchen in diesem Beruf. Nada. Und die sind alle weder auf dem Bau noch in der Gastronomie und auch nicht im Lidl an der Kasse.
Kommt sicher auch auf die Branche an, bei sehr konservativen Unternehmen wie Banken sieht es vermutlich anders aus und klar, als Arzt oder Architekt wird es sicher auch nichts. Aber selbst bei großen Firmen wie BMW oder Debitel & Co. hat man afaik als Quereinsteiger gute Karten.

von daher: ehrlich, ich würde schon einige Jahre kein Weltuntergangsdrama und kein "aber man MUSS doch" aus "er hat keine Ausbildung" mehr machen.

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6. Juli 2017 um 22:08
In Antwort auf avarrassterne1

ich bin IT'ler - kenne demnach auch viele andere IT'ler - sind eher so 2/5, die das tatsächlich gelernt haben.

Bei mir in der Firma gibt es natürlich nicht nur IT'ler. Da ist z.B. unser Support mit 5 Leuten. Einer ist ein Student, der eigentlich in Richtung Sozialwissenschaften studiert und 2 Tage die Woche bei uns etwas dazu verdient, in dem er Software testet. Einer hat Glaser (!) gelernt, was nun beim besten Willen weder mit Software noch mit Kundensupport zu tun hat, eine hatte davor immerhin in einem Kundencallcenter für Quelle (oder sowas) gearbeitet, eine hat gar keine Berufsausbildung und Nummer 5 war mal Industriekaufmann. Jetzt machen alle 5 Kundensupport für Software - und das keinesfalls schlecht. Immehin 2 von 5 sprechen passabel Englisch (wir haben internationale Kunden), eine ein bißchen Englisch, die andere gut Russisch und Nummer 5 spricht... Deutsch.
Warum haben die dennoch den Job? Weil sie sich reingehangen haben. Sie haben erst mal 2 Wochen Praktikum in der Firma gemacht und sich dabei bewiesen. Sie können sich klar ausdrücken, in wunderlichen Situationen die Contenance bewahren, haben kein Problem damit, oft und lange zu telefonieren, sind geduldig genug, den selbstverständlichsten Kram zum 100346862 mal zu erkläen, haben sich in die Software eingearbeitet (am Anfang nehmen neue Mitarbeiter bei uns z.B. an den Schulungen für unsere Kunden mit teil), sind freundlich, lernen bei der Arbeit ständig dazu ... DAS zählt.

Das gleiche könnte ich jetzt noch einmal für unsere Sales / Key Account Management Abteilung erzählen, da sieht es nicht wirklich anders aus.
Die einzige Abteilung, wo tatsächlich jede/r mal gelernt hat, was er jetzt arbeitet, ist Marketing

In meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis sind auch sehr viele, die nie das gelernt haben, was sie jetzt arbeiten. Keine Ausbildung, keine tollen Papierchen in diesem Beruf. Nada. Und die sind alle weder auf dem Bau noch in der Gastronomie und auch nicht im Lidl an der Kasse.
Kommt sicher auch auf die Branche an, bei sehr konservativen Unternehmen wie Banken sieht es vermutlich anders aus und klar, als Arzt oder Architekt wird es sicher auch nichts. Aber selbst bei großen Firmen wie BMW oder Debitel & Co. hat man afaik als Quereinsteiger gute Karten.

 im Kundensupport zu arbeiten würde mir glaub ich auch total Spass machen 

Aber das stimmt schon...man braucht heutzutage nicht mehr uuuuunbedingt eine Ausbildung.

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7. Juli 2017 um 8:03
In Antwort auf kapuzze

 im Kundensupport zu arbeiten würde mir glaub ich auch total Spass machen 

Aber das stimmt schon...man braucht heutzutage nicht mehr uuuuunbedingt eine Ausbildung.

ja, Kundensupport wäre einer meiner Albtraumjobs (obwohl ich es ab und an mal mit mache, wenn die Kollegen zu unterbesetzt sind und dringend Unterstützung brauchen - aber "mal 1 oder 2 Tage" ist da definitiv ganz was anderes als "immer" und es ist ja bei uns kein Job wie die Beschwerdehotline der Telekomiker, wo Du nur den Punchingball für jede Menge Bullsh*t spielen musst, unser Support programmiert teilweise auch, macht Testing, Kundenschulungen, ...). Arzthelferin wäre aber auch ein völliger Albtraumjob für mich. Oder Arzt. Und viele andere mehr.
Nunja, es gibt genug, die in diesen Berufen glücklich sind und es in meinem nie werden könnten - Menschen sind zum Glück verschieden.

Aber eben, der Punkt bleibt, auch ohne Ausbildung kann man inzwischen viel erreichen - und ehrlich: ich find's gut so!

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7. Juli 2017 um 8:44

das habe ich auch nicht gesagt - nur dass man ohne Ausbildung nur Hiwi Jobs und Niedrig-Lohn - Zeugs bekommt, DAS stimmt so nicht (mehr) - noch nicht mal ansatzweise.
Dass man ohne kein Arzt wird ist klar und vermutlich auch kein Bank-Angestellter - ok. Aber da ist dennoch noch sehr viel übrig, womit man durchaus auch weit kommt, nicht nur Bau, Gastonomie und Lidl.

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7. Juli 2017 um 8:50

dafür habe ich ganz viel Lust auf einen IT Job und gut, dass man dafür nicht unbedingt eine braucht, sonst würden mir einige geschätzte Kollegen fehlen

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7. Juli 2017 um 9:24

ich meinte in dem Falle die Entwickler, Admins, ... die sitzen nicht an der Hotline

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7. Juli 2017 um 9:26
In Antwort auf avarrassterne1

ich meinte in dem Falle die Entwickler, Admins, ... die sitzen nicht an der Hotline

und immer noch: auch unsere Firmenvorstände (!) haben nicht alle überhaupt eine abgeschlossene Ausbildung - und die sitzen irgendwie auch nicht an der Hotline. Und haben keinen unterbezahlten Hiwi - Job, würde ich mal behaupten

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8. Juli 2017 um 20:05
In Antwort auf onalim420

Hallo zusammen

Bei uns in der Firma hat ein Junge in meinem Alter(21) einen 50% Job erhalten. (Dank seinem Papa der hier Chef ist)

Da wir beide rauchen, treffen wir uns öfters in der Raucherpause. Er ist eigentlich ziemlich nett und alles, jedoch hat er keine Ausbildung und auch nicht vor, eine zu machen.

Er hat so die "ist mir alles scheissegal"-Einstellung.

Da ich eine Art Helfersyndrom habe, wollte ich ihm helfen, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden und ihm auch helfen, Bewerbungen zu schreiben und so weiter.

Aber irgendwie weiss ich nicht, wie ich ihn dazu bringen soll, meine Hilfe anzunehmen. Er denkt sehr schlecht von sich und denkt, dass er sowiso nie eine Stelle bekommen wird. Aber er ist Sympathisch und nett und toll und deshalb bin ich mir sicher, dass es Betriebe gibt, die es sehr schätzen würden, ihn einzustellen...

Wäre es zu aufdringlich, einfach für ihn mal eine Bewerbung zusammen zu stellen und die ihm diese zu geben?

 

Würde ich nicht tun. Für mich hört es sich nicht so an als würde der junge Mann gerne arbeiten gehen wollen. Wenn das der Fall ist, macht du ihm keine Freude, aber dem Staat. Natürlich sollte er mal seinen Allerwertesten hochbekommen, wenn das wirklich der Fall ist. Jedoch mit dieser Einstellung ist die Chance schon ziemlich hoch. 

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