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@emmyn

27. September 2008 um 16:55


Da gibt es Missverständnisse, die ich aus dem Weg räumen sollte.

Der eigentliche Kern meiner Aussage war, dass die Entstehung unserer Moral, wie wir sie heute kennen, grundlegend NICHTS mit Religionen zu tun hat und dass die Gesellschaft von Anfang an auf sie hätte verzichten können.

Dein Zitat:
Die Moral basiert nicht auf Regeln und Geboten. Sie ist Produkt einer guten Erziehung und des richtigen sozialen Umfelds, das man immer in sich trägt und immer und überall auf jede Situation anwenden kann. Nicht für jede Situation gibt es ein Gebot. Aber ein moralischer Mensch wird schon wissen was zu tun ist

Da hast du dir so ziemlich selbst ins Fleisch geschnitten:
Die Moral ist tatsächlich Produkt einer guten Erziehung. Aber was bedeutet Erziehung?
Erziehung bedeutet, einen Charakter, also in diesem Fall die kindliche Psyche, zu formen und das auch nach den Regeln, die für ein Zusammenleben der Menschen nötig sind.
Also ensteht durch die Regeln und durch das Verhalten der Erzieher, das in der Kindheit zum Teil übernommen wird, die eigene Moral.
Moral ist KEIN natürlicher Bestandteil der Seele, sondern wird ANERZOGEN.

Zu deinem Zitat:
Die Moral basiert auf Regeln und Geboten, die in einem selbst leben, d.h. ich muss fühlen ob etwas richtig oder falsch ist

Ja also, stimmt auch. Dieser Satz steht im Widerspruch mit deiner vorherigen Aussage. Moral basiert natürlich auf Regeln, die aber erst einmal kennen gelernt werden müssen, die sich erst so tief im Unterbewusstsein verankern müssen, dass man intuitiv weiß, was richtig und was falsch ist; tut man das *Falsche*, verfolgen einen meistens Gewissenszwänge und Schuldgefühle. Natürlich kann man diese auch ignorieren, manche können das sogar sehr gut.

Doch was ist richtig? Richtig ist das, was von seinem sozialen Umfeld als richtig bezeichnet wird, also orientiert sich der Mensch ebenso an seinen Mitmenschen.
Wenn man ein Kind mit dem Nationalsozialismus erzöge und ihn gegen andere Rassen aufhetzen würde, würde es sein Verhalten natürlich als moralisch richtig begründen. Andere fänden dies wiederum unmoralisch.

Man sieht also, Moral ist eine Sache der Erziehung wie auch eine Ansichtssache.
Ich halte unsere für richtig.


Du bist der lebende Beweis dafür, dass Religionen für unsere Moral ohne Bedeutung sind und dass wir von Anfang an auf sie hätten verzichten können. Wir brauchen diesen Unsinn nicht, um zu wissen, was für uns, für unsere Gesellschaft, richtig ist!


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27. September 2008 um 17:57

.....
Ich habe damit natürlich gemeint dass man jemanden, der nur aus Angst vor Gottes Strafe moralische Regeln und Gebote befolgt, nicht moralisch nennen kann. Jemand der nicht versteht, dass Morden und Vergewaltigen etwas Schlimmes ist, es aber aus Angst vor Gott trotzdem nicht macht, ist nicht moralischer als einer, dem die Strafe egal ist und tut was er will.


"Moral ist KEIN natürlicher Bestandteil der Seele, sondern wird ANERZOGEN."

Ja, aber ich denke schon dass es eine rudimentäre Moral in uns gibt, wie z.Bsp. das Bemühen um das Wohl der eigenen Gruppe (Familie, Stamm usw.). Das kann man auch bei Tieren beobachten, die unsere entwickelte Moral nicht kennen.


"Du bist der lebende Beweis dafür, dass Religionen für unsere Moral ohne Bedeutung sind und dass wir von Anfang an auf sie hätten verzichten können. Wir brauchen diesen Unsinn nicht, um zu wissen, was für uns, für unsere Gesellschaft, richtig ist!"

Danke!

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29. September 2008 um 21:38

.....
Glaub mir, ich habe mehr gesehen als du dir vorstellen kannst. Mir muss wirklich niemand die Welt erklären, vor allem nicht jemand, der nicht mal versteht wie sie enstanden ist.


"Du denkst du hast voll den Plan aber ich glaube eher das gegenteil"

Wir haben schon alle gelernt dass das was du glaubst, völlig bedeutungslos ist.

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