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Ein Start in ein neues Leben.. [Umzug]

24. Dezember 2017 um 13:19

Hallo zusammen,

ich bin 23 Jahre alt und lebe bereits mein ganzes Leben in einer Kleinstadt in NRW. Schon so viele Jahre dürstet es mich aber nach mehr. Ich möchte von zuhause weg, mein altes Leben hinter mir lassen und einen Neubeginn in einer Großstadt wagen.

Schon so lange schleppe ich das mit mir rum, diese Unzufriedenheit, teilweise wirklich Depressionen vom öden Leben hier.

Beinah wie aus dem Nichts hat es sich nun ergeben, dass eine Freundin (ebenfalls 23), die in einer Großstadt in Niedersachsen lebt, mir anbietet - sofern die Eltern einverstanden sind - bei ihr wohnen zu dürfen, bis ich einen Job und eine Wohnung gefunden habe. Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, dass die Eltern "Ja!" sagen, denn die sind echt gut drauf und scheinen mich auch relativ gut leiden zu können.


Nun ist natürlich meine finanzielle Lage nicht die Beste.

Ich bin wohnhaft bei meiner Mutter und derzeit arbeite ich seit etwa einem halben Jahr in Vollzeit in einem Supermarkt. Davor habe ich ein ganzes Jahr auf Teilzeit (20 Std. Woche) ebenfalls in einem Supermarkt gearbeitet.

Nachdem mein Vertrag bei dem ersten Arbeitgeber auslief beantragte ich Arbeitslosengeld I, wozu es aber schlussendlich gar nicht kam, da ich noch im selben Monat meinen neuen Job gefunden habe.

Mein Vertrag bei meinem jetzigen Arbeitgeber lief eigentlich am 15.01.2018 aus. Das war die Probezeit von 6 Monaten. Mittlerweile habe ich bereits eine Verlängerung schriftlich bekommen. Das Probearbeitsverhältnis soll damit in ein Zeitarbeitsverhältnis übergehen.

Der genaue Wortlaut lautet wie folgt:

"Die Parteien vereinbaren, dass das vom 15.07. bis 15.01. befristete Probearbeitsverhältnis in ein befristetes Zeitarbeitsverhältnis übergehen soll. Das Arbeitsverhältnis endet somit, ohne das es einer Kündigung bedarf, zum 15.07.18"

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Frage 1:
Besteht bis zum 15.01 damit noch ein Probearbeitsverhältnis (mit entsprechenden Kündigungsfristen), oder wurde das Probearbeitsverhältnis mit der Unterschrift beider Parteien SOFORT umgewandelt?

Frage 2:
Sofern die Eltern zustimmen, möchte ich meinen Chef bitten mich zu kündigen. Eben um damit die Sperre von 3 Monaten für das Arbeitslosengeld zu umgehen, damit ich nicht ohne alles darstehe. Gibt es Gründe warum ein Arbeitgeber dies ablehnen könnte? Entstehen dem Arbeitgeber dadurch Nachteile, die ihn veranlassen könnten, "Nein" zu sagen?

--

Natürlich möchte ich weder meiner Freundin noch der Familie zur Last fallen. Nur so lange wie unbedingt notwendig um irgendeine eigene Unterkunft zu finden. Bereits jetzt habe ich Bewerbungen für einen neuen Job geschrieben und sogar Termine für Vorstellungsgespräche erhalten.

Ich habe mich bereits vor drei Monaten beim Amt gemeldet und denen gesagt, dass mein Vertrag ausläuft und ich womöglich nicht übernommen werde. Also die Fristen sind da eingehalten.

Sie sagten ich solle dann wiederkommen, wenn ich es entgültig weiß.

Angenommen der Arbeitgeber kündigt mich.
Ich bekäme dann eine Kündigung vom Arbeitgeber und würde ganz normal Arbeitslosengeld I beantragen. Steht es mir frei auch in so einer Zeit zu sagen "Ich möchte umziehen!"? Oder soll ich das einfach tun? Rein vom Gefühl her würde ich dann das Arbeitsamt über meinen Umzug informieren, ihnen sagen, dass ich die Stadt verlasse um woanders (bessere Jobaussichten) mein Glück zu finden.

Habe ich dadurch dann auch Anspruch, dass die mir helfen eine Wohnung zu finden, oder diese zu bezahlen? Wobei das ja sicher im ALG enthalten ist. Ich kenne mich da nicht großartig aus.

--

Frage 3:
Hilft mir das Arbeitsamt in der neuen Stadt dabei eine Wohnung zu finden? Und falls ja, schließt das auch die Ersteinrichtung mit ein (Waschmaschine und was man sonst so benötigt)?

Frage 4:
Wirkt sich der Fakt, dass ich erstmal bei einer Freundin unterkomme, schlecht für mich aus? Im Sinne von.. "Sie brauchen ja gar keine Wohnung, sie wohnen ja schon bei ihrer Freundin und deren Eltern!"?

Frage 5:
Eine sehr allgemeine Frage. Was muss alles getan werden, bevor ich meine Sachen packe und verschwinde?

Falls jemandem etwas einfällt, würde ich um Ergänzung meiner bisherigen Liste bitten

To Do List
- Arbeitsamt informieren
- Einwohnermeldeamt an- und abmelden
- Krankenkasse informieren
- Sämtliche Adressdaten in Verträgen und Versicherungen umändern
- Auto ummelden inkl. neuem Nummernschild (Muss das sofort gemacht werden oder kann ich das erstmal nach hinten stellen?)
...




Vielleicht kennt sich ja der ein oder Andere von euch mit der Thematik aus und kann mir etwas helfen. Das wäre toll. Vielen Dank dafür und euch allen frohe Weihnachten! =)

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25. Dezember 2017 um 5:18

Das mit den Eltern bezog sich nicht auf meine Eltern, sondern auf ihre. Sie wohnt halt auch noch bei ihren Eltern, da müssen ihre Eltern natürlich zustimmen, wenn jemand für eine gewisse Zeit zu ihnen zieht. Ich möchte mich ja nicht einfach ungefragt einnisten!

Ich habe heute ein Bewerbungsgespräch. Mal sehen ob dabei was rumkommt. 

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27. Dezember 2017 um 5:31

Im Grunde gut, aber auch schlecht. Ist eine Art kleines, privates Hotel gewesen. Darum hat sich der Herr freundlicher Weise mit mir am Feiertag getroffen. 

Er würde mich nehmen, sogar zu einer Ausbildung. Leider aber an einem völlig anderen Ort, weil sie expandieren. 

Das ist zu weit weg von Hannover. 

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27. Dezember 2017 um 18:55

Na das mit dem Job und Wohnung suchen ist ja selbstverständlich ^^ Ich meinte eher so Sachen die halt dringend erledigt werden müssen, damit einer Wohnung und einem Job nichts im Wege steht.

Denn ich habe echt keine Ahnung wie das läuft, wenn man von einer in eine andere Stadt zieht.

Ich vermute, wenn ich zu meiner Freundin ziehe..

- muss ich umgehend das Einwohnermeldeamt in beiden Städten darüber in Kenntnis setzen?
- muss ich meine Krankenkasse darüber informieren?
- muss das Auto umgemeldet werden, bzw. ich brauche ein neues Nummernschild. Aber wie "zügig" muss das erledigt werden? Hat das Zeit, oder am besten sofort in den ersten Tagen?
- muss ich vorher dem Arbeitsamt in meiner Heimatstadt meinen Umzug melden und denen sagen, die sollen meine Unterlagen an das Arbeitsamt in der anderen Stadt schicken?
- und wenn ja, wie viele Tage/Wochen vorher soll ich dem Amt bescheid geben, damit alles nahtlos funktioniert?

Bis auf diese Fragen ist soweit alles geklärt. Das mit meiner derzeitigen Arbeit geht klar und die Eltern haben auch ja gesagt. Also bin ich nun am planen, was noch so getan werden muss.

Falls es noch Dinge gibt, bitte ich um Ergänzung. =)
 

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28. Dezember 2017 um 20:57

Wie bereits mehrfach erwähnt handelt es sich nicht um meine Eltern von denen ich spreche. Sondern um ihre. Sie wohnt bei ihren Eltern und die Eltern müssen natürlich zustimmen, wenn ich eine Zeit mit bei ihnen wohnen werde. 

Keine Betreuung oder dergleichen. 

Das mit dem Nummernschild wundert mich! Aber umso besser, dann kann ich mir das ja erstmal sparen. 

Wie läuft das denn mit dem Vermieter? Selbst wenn ich einfach nur bei ihr unterkomme muss der Vermieter darüber informiert werden? Bzw. wenn ich von zuhause ausziehe brauche ich dann auch eine Bestätigung vom Vermieter? Ich stehe ja nicht mal im Mietvertrag mit drin. 

 

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28. Dezember 2017 um 22:13

Naja, im Grunde ist es kein Besuch. Es werden sicher 2-3 Monate sein, bis ich was eigenes gefunden habe. Vielleicht auch weniger, hoffentlich aber nicht mehr. Ich will nicht zu lange zur Last fallen, ist ja klar.

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