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Ein hund aus der tierheim, wie sind eure erfahrungen?

5. Juni 2003 um 17:02

hallo meine lieben,

nachdem vor ein paar wochen der hund meiner mom im hohen alter von 16 jahren friedlich eingeschlafen ist, bin ich auf der suche nach einem passenden hund. sie lebt alleine und wünscht sich ein neues tierchen, verständlich!

da sie keinen welpen möchte, ackere ich gerade sämtliche internetseiten der tierheime in der umgebung ab und hab auch schon ein paar "kandidaten" entdeckt, die ich mit ihr besichtigen will.

welche erfahrung habt ihr mit hunden aus dem tierheim gemacht? wie läuft sowas ab? wieoft trifft man sich am besten mit dem vierbeinigen kerlchen bevor man sich entscheidet? danke für eure hilfe, bin grade ein bissl ratlos...

lg sephrenia

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5. Juni 2003 um 17:17

Huhuuuu Sephrenia,
meine Eltern haben vor 12 Jahren "unseren" Hund auch aus dem Tierheim geholt. Die kleine war damals ca. 10 Monate alt.

Am Anfang war sie schon etwas scheu, aber das hat sich schnell gelegt.
Der Hund meiner Eltern wurde gequält und ausgesetzt und dann von jemandem ins Tierheim gebracht... deswegen bleibt sie bis heute nicht alleine, sie pinkelt dann rein und knabbert sämtliche Möbel und Türen an... sie braucht einen "Hundesitter"

Du musst den Hund auf alle Fälle erst mal entflohen wenn du ihn aus dem Tierheim holst... das mussten wir auch tun...

Aber außer, dass sie nicht alleine bleibt hat sie keine Macken... erkundige dich bei den Pflegern vorher...

Wir haben den Hund nicht besucht, bevor wir ihn geholt haben, wir wussten gleich, dass sie "es" war!!! Aber du kannst vorher sicher ein paar mal mit dem Hund Gassi gehn! Rede mit den Pflegern und frag was du wissen willst, die kennen in der Regel die Hunde und deren Vorgeschichte am besten!

Viel Spaß mit den Kläffern

Liebe Grüße, Lisa

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5. Juni 2003 um 17:33

Tja, Erfahrungen...
Hallo Sephrenia,

zunächst mal finde ich es toll, dass du sie Möglichkeit in Betracht ziehst, ein Tier aus dem Tierheim zu holen. Viele Menschen denken noch ncht mal an sowas...

Nun zu den Erfahrungen. Wir haben zweimal einen Hund aus dem Tierheim geholt, jedesmal direkt nachdem der jeweilige VOrgänger gestorben war. Und meine Erfahrungen sind ganz unterschiedlich.

Ich denke, man kann sich einen Hund nicht aufgrund eines Bikdes oder einer Beschreibung aussuchen. Wir sind deshalb immer in die umliegenden Tierheime gefahren und haben uns alle Hunde angeguckt. Meist hat sich dann sehr schnell geziegt, dass es irgendwo einen Favoriten gab. Wir haben dann mit den Mitarbeitern des Tierheims gesprochen, die haben uns einiges über den jeweiigen Hund erzählt, wie es sich verhält, seine Vorlieben, seine Macken, etc.. Dann sind wir meist mit dem Hund spazierengegangen, eine Stunde oder so, und dann durften wir die Hunde auch schon mitnehmen (aber das ist nicht immer so, zum Teil muss man auch öfters kommen, was ja auch sinnvoll ist), natürlich erst nachdem wir einen Haufen Fragen über uns ergehen lassen mussten zum Thema Grundstück, Arbeit, Haltung,... Zusätzlich muss man noch unterschreiben, dass man das Tier Artgerecht hält, nicht an andere weitergibt sondern im Zweifel zurück ans Tierheim, etc.. Und nach ein paar Wochen bekommt man unangemeldeten Besuch, der kontrolliert, ob es dem Tier auch gut geht.

Zu den Hunden an sich... Ich denke, das ist ganz unterschiedlich. Unser erster HUnd was beim Vorbesitzer geschlagen worden, schon einmal vermittelt worden und nach einem Jahr ins Tierheim zurückgegeben worden. Er hatte kaum Bindung zu Menschen und wurde leicht aggressiv, aufgrund seiner Vorgeschichte. Am Anfang haben wir uns öfter gefragt, ob es eine gute Entscheidung war, ihn zu nehmen, aber nach ein paar MOnaten hat sich sein Verhalten gebessert uund er wurde zu einem richtig treuen Hund.

Der zweite wurde als Welpe abgegeben und wir haben ihn mit vier MOnaten geholt. UNd er macht absolut keine Probleme, sondern ist so ein richtiger kleiner Sonnenschein.

Ich dneke, es häng sehr viel vom Vharakter des Hundes ab und von seiner Vorgeschichte. Aber dazu können einem die Mitarbeiter oft schon einiges sagen.

Tja, und wonach entscheidet man sich? Wir haben immer nach unserem Herzen entschieden und relativ schnell gewusst, welchehn Hund wir wollten. Weitere Treffen hätte es da gar nicht gebraucht...

Viel Glück bei eurer Entscheidung,
Nindscha

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5. Juni 2003 um 22:06

Http://www.4pfoten-2beine.de/
Hallo sephrenia,

schau doch mal unter dem link nach ... Vorsicht, erst nur "second hand" berühren, dann öffnet sich ein Fenster, und dann erst beim zweiten Fenster klicken. Ich habs erst nicht begriffen und dachte schon, die Seite wäre hinüber ...

LG von peas

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6. Juni 2003 um 8:22

Haben wir auch...
hi sephrenia

auch wir haben unseren hund aus dem tierheim und sind absolut glücklich mit ihm.

wir sind auch erstmal ins heim gefahren und haben mit den leuten gesprochen, was für vorstellungen wir haben was wir dem tier bieten können usw.
natürlich kommt man bei einem züchter oder über ein zeitungsinserat "bequemer" zu einem hund, aber ich finde es auch wichtig dass diese tiere auch eine chance kriegen...
nachdem wir uns die hunde angesehen haben, hatten mein freund und ich 2 verschiedene favoriten.
man hat uns deren vorgeschichte erzählt, welchen charakter und vorlieben sie haben usw...
wir haben sie dann ein paar mal ausgeführt um zu sehen bei welchem "der funke überspringt".
schliesslich haben wir uns für einen entschieden - und die wahl auch nie bereut!
wir mussten einen schutzvertrag unterzeichnen der beinhaltet, dass man das tier nicht weitergeben darf es seinen bedürfnissen entsprechend hält usw., und eine kleine gebühr zahlen- was ich absolut in ordnung finde.
die tiere sind in unserm tierheim alle kastriert, und die meisten sterilisiert (schliesslich soll man so nicht zu einem günstigen zuchttier kommen), geimpft, entwurmt, haben flohhalsband.
unser tierarzt kannte unsern hund bereits, da er im heim freiwillig die tiere medizinisch betreut...

für keinen preis der welt würde ich unseren nevio wieder hergeben!

gruzz
pinero

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7. Juni 2003 um 10:31

Bischen lang geworden, sorry!
hallo!

hab gestern schon geschrieben, war fast fertig und dann gabs stromausfall, danach hatte ich keine lust mehr. nun also der 2. versuch:

von erfahrung kann ich wohl noch nicht wirklich reden, ich hab meine süße nämlich erst seit dem 1. mai.
sie ist mit ca 4 monaten ausgesetzt worden und war dann 3 monate im tierheim.
die erste woche war stressig, weil sie nichts, aber auch wirklich gar nichts kannte, alles und jeden anbellte und anknurrte.
mittlerweile passiert das aber fast überhaupt nicht mehr.
wir denken auch, dass sie schläge bekommen hat, denn schon bei einem strengen "nein" zog sie am anfang den schwanz ein und ging rückwärts, außerdem zuckte sie total oft zusammen, aber auch das ist schon viel besser.
nur von anderen leuten läßt sie sich noch immer nicht einfach so anfassen, braucht da erst mal ihre zeit um zu entscheiden ob sie ok sind oder nicht. find ich auch gut so, lieber einen zurückhaltenden hund als einen aufdringlichen.

das alleine bleiben ist bei uns auch noch nicht ganz gut. dann wird gebellt, die tür verkratzt und seit neuestem das alte sofa angenagt (die spielsachen oder kauknochen läßt sie links liegen, die sind erst wieder interessant, wenn wir da sind). obwohl wir mit dem türaufmachen echt immer abgewarten bis sie still ist und auch keine nagegeräusche mehr zu vernehmen sind.
aber ich lebe immer noch in der hoffnung, dass sich das mit der zeit gibt, wenn sie erst genug vertrauen gefasst hat und irgendwann weiß, dass spätestens nach 4 stunden immer einer von uns zurückkommt.
ein bekannter sagt, dass tierheimhunde 3-6 monate brauchen, bis sie sich so richtig eingelebt haben.

in sachen erziehung gibts noch genug zu tun, ende juni geht endlich der neue kurs in der hundeschule los, da werden wir auf jeden fall hingehen, auch wenn schon das meiste klappt (wenn nicht grad ein vogel vorbeifliegt, ein blatt über die straße weht oder ein stöckchen am wegrand liegt, usw. ). am anfang konnte sie überhaupt nix, nur an einem hochspringen und grob spielen, schon nach den paar wochen kennt sie sitz, platz, bleib, komm, aus, ok, zerrt nicht mehr andauernd an der leine und ganz wichtig, hat die regeln fürs spielen gelernt, ist jetzt richtig vorsichtig!


bevor wir uns für unsere süße entschieden haben, haben wir uns in x tierheimen umgeschaut, sind mit einigen hunden gelaufen und das nicht nur einmal.
ich finde es wichtig, dass man sich vorher bischen kannen lernt, denn nur dann kann man sagen, ob man zueinander passt, ob gegenseitige symphatie entseht.
wenn ich denke, dass unsere kleine uns nicht mal wenigstens ein bischen gekannt hätte, das wäre ja der blanke horror für sie gewesen!

die sache mit den vorgesprächen (manche wollen vorher sogar erstmal die neue heimat besichtigen), dem schutzvertag, der schutzgebühr und den nachkontrollen finde ich absolut gerechtfertigt, geschieht ja alles zum wohl der tiere. die meisten haben schon genug durchgemacht und sollen es auch wirklich besser haben wenn sie aus dem heim rauskommen.

ich finds jedenfalls toll, dass deine mum sich ihren neuen gefährten im tierheim aussucht und drücke ganz fest die daumen, dass ihr auch den weltbesten hund erwischt, -so wie ich.

liebe grüße
keo

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