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Ein Gedankenspiel

23. August 2014 um 11:36

Stellt Euch vor:
Ihr habt drei Kinder: Eins ist sehr schön, das zweite ist sehr klug, das dritte ist behindert.
Eine böse Gestalt fordert ein Opfer von diesen drei Kindern, sonst überlebt keiner von euch.
Wen würdet ihr opfern und warum?
Und was meint, wer von den drei Kindern hat statistisch gesehen, die geringsten Überlebenschancen?

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23. August 2014 um 16:24

Welche Entscheidung
wäre eurer Meinung nach ethisch und gerecht, und warum?
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Wären diese Fragen im Psychologie-Forum besser aufgehoben?

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10. September 2014 um 13:51

Du musst in der Lage sein....
"Ich denke nicht, das wir in der Lage sind so eine Frage zu beantworten."

...denn sonst seid ihr alle vier tot.

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10. September 2014 um 13:59

Schade, dass ich die
Kommentare von Reflexxion nicht lesen durfte...

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10. September 2014 um 14:04

@Alphahedon, ich möchte das mal aufsplitten...
irgendwie kommt mir was komisch vor, alphahedon!

"1. Kind = schön, aber blöd
2. Kind = blöd, aber hässlich
3. Kind = schön, klug und behindert am Fuß"

Erstmal, weshalb das ABER?

"dann würde ich mich für das schöne Kind entscheiden! Somit hätte ich immer noch zwei kluge Kinder"
Du würdest dich also für das 3. Kind, das schöne Kind entscheiden?
Wieso hättest du dann noch zwei kluge Kinder, wenn das 1. und das 2. blöd ist?

Bleib doch mal bei dem, dass du drei Kinder hast...eins ist schön, eins ist klug und eins ist behindert.

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10. September 2014 um 14:09

Ein provokantes Gedankenspiel...ja!
zu meiner Verteidigung: die Frage habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sie hier aus einer anderen Gruppe gestellt.

Was wäre wenn Frage ist es, nur die Vorgabe darf nicht umgangen werden. Aber keine "was-wäre-wenn-Frage", will ich mal hoffen, die in der Realität vorkommt. Oder vielleicht schon...zu den KZ-Zeiten?

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10. September 2014 um 14:10

Du hast keine andere Wahl,
als die, dich zu entscheiden ein Kind zu opfern, damit zumindest du und die zwei anderen Kinder überleben.

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10. September 2014 um 14:14

@Lupina
ganz bestimmt steckt Grausamkeit, wenn man sich so etwas tatsächlich vorstellt.
Kein Mensch wäre im Stande nur durch sich-Gedanken-machen zu entscheiden, wie man handeln würde. Erst dann, wenn man tatsächlich in so einer Situation wäre, und sich entscheiden müsste, würde man diese Grausamkeit erleben...um nicht beide Kinder und sich selbst zu verlieren...

p.s. ich habe zu viele Baustellen - und es war nicht meine Absicht, die Frage zu stellen und abzuhauen...das war aneinander Reihung von Zufällen.

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10. September 2014 um 14:17

Allgemein betrachtet...
...das Problem ist die Wertung. Behinderte Kinder/Menschen sollten, unabhängig von Behinderung, Erkrankungen oder voraussichtlichen Lebensjahren genau so viel Wert sein, wie ein gesunder, schöner und kluger Mensch.
Meinst du das so?

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10. September 2014 um 14:22

Ja, dem stimme ich dir zu...
"Mag jetzt zwar Herzlos klingen ,aber es ist nicht alles was Wahr ist auch angenehm !"

Wäre es nicht auch menschlich zu sagen: Ich beschütze alle Kinder und schaffe es irgendwie oder wir alle vier gehen drauf?

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10. September 2014 um 20:40

Wieso?
Wieso ist diese Frage Schwachsinn?

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11. September 2014 um 16:22
In Antwort auf dasmeine

Ja, dem stimme ich dir zu...
"Mag jetzt zwar Herzlos klingen ,aber es ist nicht alles was Wahr ist auch angenehm !"

Wäre es nicht auch menschlich zu sagen: Ich beschütze alle Kinder und schaffe es irgendwie oder wir alle vier gehen drauf?

Persönlich
Möchte ich mir gar keine Gedanken darüber machen, da ich überhaupt nicht abschätzen kann, wie man sich in so einer Situation tatsächlich verhalten würde.
Bei Naturvölkern etc. trennte man sich jedenfalls schon immer leichter von einem Behinderten als von einem Dummen (sofern dieser nicht eine geistige Behinderung hat), da ein Geburtsfehler die Arterhaltung gefährdet und eine körperliche Behinderung das Leben der jeweiligen Gruppe erschwert.

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11. September 2014 um 18:35

Alles gut!
Kennst du das; du setzt dich hin, hast nur 20 Minuten Zeit und möchtest nur kurz dich einloggen...?
Pustekuchen, das klappt bei mir nicht, nicht hier oder woanders. Ich verweile dann wenn einige Stunden.
Deshalb, wenn ich mal 20 Minuten Zeit habe, nutze ich die anderweitigig, aber nicht im Internet.

Würdest du mir glauben, wenn ich sage, ich wüsste wie ich mich entscheiden würde?
Aber ich muss dazu sagen, entscheide ich mich dafür, das nur ein Kind gehen soll (und nicht wir alle), dann werden mir die anderen beiden Kinder nicht mehr trauen, ihr leben lang. Sie werden die Angst mit sich tragen, das wenn das gleich noch mal passieren würde, dass ich sie auch opfere.
Sie werden fragen, wieso das Opfer ausgerechnet der und der war? Dieses Geschehen wird die Kinder im Wesen verändern.
Und wie würde es mir, als Mutter damit gehen, der Täter ein Leben lang zu sein?

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11. September 2014 um 18:40
In Antwort auf hannip

Persönlich
Möchte ich mir gar keine Gedanken darüber machen, da ich überhaupt nicht abschätzen kann, wie man sich in so einer Situation tatsächlich verhalten würde.
Bei Naturvölkern etc. trennte man sich jedenfalls schon immer leichter von einem Behinderten als von einem Dummen (sofern dieser nicht eine geistige Behinderung hat), da ein Geburtsfehler die Arterhaltung gefährdet und eine körperliche Behinderung das Leben der jeweiligen Gruppe erschwert.

Genau genommen...
"Bei Naturvölkern etc. trennte man sich jedenfalls schon immer leichter von einem Behinderten als von einem Dummen (sofern dieser nicht eine geistige Behinderung hat), da ein Geburtsfehler die Arterhaltung gefährdet und eine körperliche Behinderung das Leben der jeweiligen Gruppe erschwert."


...würde jeder unbewusst sich so entscheiden.
Wie viele werdende Mütter abgetrieben haben, weil ihr Kind sonst behindert zur Welt gekommen wäre und eine kurze Lebensdauer, vorausgesehen, gehabt hätte?



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11. September 2014 um 19:23
In Antwort auf dasmeine

Genau genommen...
"Bei Naturvölkern etc. trennte man sich jedenfalls schon immer leichter von einem Behinderten als von einem Dummen (sofern dieser nicht eine geistige Behinderung hat), da ein Geburtsfehler die Arterhaltung gefährdet und eine körperliche Behinderung das Leben der jeweiligen Gruppe erschwert."


...würde jeder unbewusst sich so entscheiden.
Wie viele werdende Mütter abgetrieben haben, weil ihr Kind sonst behindert zur Welt gekommen wäre und eine kurze Lebensdauer, vorausgesehen, gehabt hätte?



Abtreibung wg Behinderung
kam und kommt mit Sicherheit wesentlich öfter vor als zugegeben wird.
Vermutlich liegt das im uralten Instinkt der Arterhaltung begründet.

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11. September 2014 um 21:01
In Antwort auf hannip

Abtreibung wg Behinderung
kam und kommt mit Sicherheit wesentlich öfter vor als zugegeben wird.
Vermutlich liegt das im uralten Instinkt der Arterhaltung begründet.

Nur ein Gedankenspiel?
Bei uns und unserem Kulturkreis schon. In Drittweltländern mit großer Armut auch?

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12. September 2014 um 6:10

Ich bin entsetzt..........

über die grausame und unmoralische Fragestellung.
So etwas möchte ich hier nicht lesen.

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13. September 2014 um 19:38

Allein
diese nicht gerade zu alltägliche Frage, welche zum Gedankenspiel einlädt...würde ich sagen lässt jede Menge Spielraum in der Vorstellungskraft, was die Wertung der Behinderung, der Schönheit und der Klugheit angeht. Ist dir selbst überlassen.

"Oder noch besser, wenn man den ganz speziellen Risikofaktor sucht: im Babyforum."

Babyforum... ...mal im Ernst, die Frage ist harmloser als der Gedanke "im Babyforum die Frage zu stellen" (auf sowas wäre ich ja nicht gekommen...puhh)
Aber mevlana1414 schließt sich Ummintis Meinung an...
"über die grausame und unmoralische Fragestellung.
So etwas möchte ich hier nicht lesen."
....und erwähnt Babyforum geeigneter für die Frage...hmm

Ja nee, is klar!

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13. September 2014 um 19:47

Also ich weiß nicht wie es dir geht
aber würde mir jemand die Waffe am Kopf halten, würde ich einen Weg suchen denjenigen zu überwältigen...

und alle retten...MIIIIIIIIIIT
dem Risiko, dass wir alle vier drauf gehen...

Faktisch sind drei Möglichkeiten gegeben.
Theoretisch nur zwei.

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13. September 2014 um 19:55
In Antwort auf hannip

Nur ein Gedankenspiel?
Bei uns und unserem Kulturkreis schon. In Drittweltländern mit großer Armut auch?

Drittweltländern
Dort kommt es vor.

Ist doch viel grausamer, als wenn man nur darüber nach denkt, oder siehst du das anders Hannip?

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13. September 2014 um 21:45

So ähnlich habe ich auch geantwortet.
Denn, das ist es eben. Eine Mutter behandelt und liebt alle Kinder gleich in so einer Situation erst recht.

Da wären wir schon zu mehreren und die böse Gestalt hat verloren.

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13. September 2014 um 22:10

Weißt du Anastasia1515
...irgendwo las ich 1414...mevlana oder so? Egal!

Anastasia, du sagst, wenn es um Kinder geht nimmt dich das etwas sehr mit.
Das heißt also, du kannst nicht sachlich über Fiktives nachdenken?

Als Mutter, weil mein Kind ungehorsam war, habe ich es bereit zig mal zerstückelt und an die Wand geschmissen, in meinen Gedanken - in Wirklichkeit schläft es zufrieden und gesund.
Was ich dir damit sagen will, in der Fantasie dürften deine Gedanken zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für jemanden darstellen, demnach ist es nur ein Frage der Abgrenzung!

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14. September 2014 um 0:41

Fürchterlich der Gedanke
das alle drauf gehen könnten! Oder?

"In Wirklichkeit verhalten sich Mütter überall auf der Welt durchaus anders;"

Kannst du das vorweisen, mit irgend etwas belegen?

Ich behaupte das Gegenteil, Frauen, die Mütter geworden sind, unabhängig von ihrer Ethnie handeln in einem Punkto gleich, auf der ganzen Welt (sofern sie keine Persönlichkeitsstörung nachweisen, oder durch Gewalt Dritter eingenommen sind) - sie beschützen ihre Kinder, sie sind bereit zu kämpfen bis zur Opferung.

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15. September 2014 um 13:05


Was du auch getan hast, Alphahedon. Zum Teil.
Und Ratina hat das auch ganz gut noch mal unterstrichen.


Ich schrieb; "Eine Mutter behandelt und liebt alle Kinder gleich in so einer Situation erst recht."
Möchte betonen "in so einer Situation"!

Und ich schrieb auch; "(sofern sie keine Persönlichkeitsstörung nachweisen, oder durch Gewalt Dritter eingenommen sind)"

Noch eine Bemerkung möchte ich hinzufügen:
Nicht die Kinder gleich lieben (sprich diverse Intensität, zu diversen Zeiten), sondern die Liebe zu Kindern ist gleich (Mutter-Kind-Beziehung)...ich meine, dass das ein Unterschied ist...(und das wieder wie oben, frei von irgendwelchen persönlichen Störungen bzw. Dritter).

@Alphahedon, die Beispiele sind sehr weit ausgeholt. Weder spiegeln sie diese Situation, noch sind sie aus unseren Breitengraden und z.T. eine Vergangenheit.
Das in Indien, quasi durch das Kastensystem, ist eine destruktive kulturelle Gegebenheit, dass die Mädchen entsorgt werden. Aber! Es gibt zu genüge Eltern, die sich dagegen wehren (http://www.zeit.de/2012/12/Indien-China-Geschlechtermord).
Sie haben nicht die Wahl, wie wir in diesem Gedankenspiel, eins der Kinder zu opfern.

Das Beispiel mit dem Sultan und mit dem Mittelalter sind ebenfalls nicht vergleichbar mit der gesponnen Situation.

In dem Gedankenspiel hat man die WAHL ein Kind zu wählen, oder halt drauf zu gehen...das halte ich für einen relevanten Unterschied.


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